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Dokumentenidentifikation DE69401145T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0613789
Titel Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial
Anmelder New Oji Paper Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Okimoto, Tomoyuki, Takarazuka-shi, Hyogo-ken, JP;
Mandoh, Ritsuo, Sakai-shi, Osaka-fu, JP;
Ishida, Katsuhiko, Kashiwa-shi, Chiba-ken, JP
Vertreter Barz, P., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80803 München
DE-Aktenzeichen 69401145
Vertragsstaaten DE, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 01.03.1994
EP-Aktenzeichen 941030637
EP-Offenlegungsdatum 07.09.1994
EP date of grant 18.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B41M 5/30

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien und insbesondere wärmeempfindliche Aufzeichnungsmatenahen, die frei von Hintergrund-Schleier sind und hinsichtlich Haltbarkeit der aufgezeichneten Bilder in Umgebungen von hoher Temperatur ausgezeichnet sind.

Wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien, die sich der Umsetzung zwischen einem farblosen oder hellgefärbten basischen Farbstoff und einem Farbakzeptor für die Erzeugung von aufgezeichneten Bildern durch thermische Umsetzung der zwei chromogenen Substanzen bedienen, sind wohlbekannt. Derartige Aufzeichnungsmaterialien sind relativ kostengünstig, sind mit einer Auf zeichnungsvorrichtung einsetzbar, die kompakt und wartungsfrei ist, und werden deshalb in einer Vielfalt von Gebieten eingesetzt.

Seitdem z.B. das POS (Verkaufspunkt)-Etikettensystem in Herstellungsverfahren eingebracht wurde, ist es gewünscht worden, wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien bereitzustellen, die selbst bei einer Umgebungstemperatur von 100ºC frei von Hintergrund- Schleier einsetzbar sind und hinsichtlich Haltbarkeit von aufgezeichneten Bildern hervorragend sind.

Wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien sind im allgemeinen hinsichtlich der Konservierungsstabilität von aufgezeichneten Bildern nicht zufriedenstellend und weisen den Nachteil auf, daß die aufgezeichneten Bilder insbesondere unter Bedingungen einer hohen Temperatur in einer relativ kurzen Zeit verblassen. Obwohl die Verwendung von vielfältigen die Haltbarkeit verbesserenden Mitteln vorgeschlagen wurde, um die Konservierungsbeständigkeit von aufgezeichneten Bildern zu verbessern, haben die bisher vorgeschlagenen Mittel zur Verbesserung der Konservierbarkeit keine zufriedenstellenden Wirkungen hervorgebracht oder es wurde gefunden, daß sie einen anderen Nachteil aufweisen, z.B. denjenigen der Verschlechterung der Weiße, selbst wenn sie für die Verbesserung der Konservierbarkeit von aufgezeichneten Bildern unter Bedingungen hoher Temperatur effektiv sind. Somit steht die Erzielung zufriedenstellender Ergebnisse noch immer aus.

Demgemäß wird es stark gewünscht, ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Aufzeichnungsschicht bereitzustellen, die es dem weißen Teil nicht erlaubt, hinsichtlich der Weiße schlechter zu werden, selbst wenn das Material unter Bedingungen hoher Temperatur gehandhabt wird, wobei das Material weiter in der Lage ist, aufgezeichnete Bilder mit guter Stabilität beizubehalten.

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials, von dem es am wenigsten wahrscheinlich ist, daß es in der Weiße und der Aufzeichnungsdichte schlechter wird, selbst wenn es einer hohen Temperatur von 100ºC ausgesetzt wird.

Die obigen und andere Ziele der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung offensichtlich.

Die vorliegende Erfindung stellt ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial bereit, das eine auf einem Substrat gebildete Aufzeichnungsschicht umfaßt, die einen farblosen oder hellgefärbten basischen Farbstoff und einen Farbakzeptor enthält, wobei das Material dadurch gekennzeichnet ist, daß es sich bei dem basischen Farbstoff um 3-Diethylamino-7-[m-(trifluormethyl)phenylamino]fluoran und/oder 3-Di-n-pentylamino-6-methyl-7-phenylaminofluoran handelt, wobei der Farbakzeptor 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon ist.

In der vorliegenden Erfindung haben wir eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt und gefunden, daß die Kombination eines spezifizierten basischen Farbstoffs und eines spezifizierten Farbakzeptors ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial liefert, das hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit der Verminderung der Weiße und der Aufzeichnungsdichte unter Bedingungen hoher Temperatur stark vermindert ist. So wurde die vorliegende Erfindung bewerkstelligt.

Die in der vorliegenden Erfindung einzusetzenden basischen Farbstoffe sind 3-Diethylamino-7-[m-(trifluormethyl)phenylamino]fluoran und 3-Di-n-pentylamino-6-methyl-7-phenylaminofluoran. Diese basischen Farbstoffe weisen den ernsten Nachteil auf, daß sie es dem weißen Teil erlauben, einer starken Verminderung der Weiße zu unterliegen, obwohl sie relativ weniger wahrscheinlich den aufgezeichneten Bildern ein Verblassen unter Bedingungen hoher Temperatur erlauben. Wir haben jedoch gefunden, daß die Kombination dieses basischen Farbstoffs mit 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial liefert, das den Vorteil des basischen Farbstoffs beibehält und dennoch hinsichtlich der Verminderung der Weiße selbst unter einer Bedingung von hoher Temperatur von 100ºC merklich abgeschwächt ist.

Es wird gewünscht, daß das Verhältnis des Farbakzeptors zu dem damit zu verwendenden basischen Farbstoff im allgemeinen innerhalb des Bereichs von 50 bis 1000 Gew.-Teilen und vorzugsweise etwa 150 bis etwa 700 Gew.-Teilen, pro 100 Gew.-Teile des basischen Farbstoffs eingestellt wird, obwohl dieses Verhältnis nicht speziell beschränkt ist.

Während der oben angegebene basische Farbstoff und Farbakzeptor, die in Kombination als Komponenten des chromogenen Systems der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden, ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial liefern, das hinsichtlich Weiße und Haltbarkeit des aufgezeichneten Bildes zufriedenstellend ist, selbst wenn es in Umgebungen von hoher Temperatur gehandhabt wird, ist es wünschenswert, ein die Haltbarkeit verbesserndes Mittel, wie z.B. diejenigen, die unten angegeben sind, in die Aufzeichnungsschicht einzuverleiben, da die dann zugängliche wärmeempfindliche Auf zeichnungsschicht einzuverleiben, da die dann zugängliche wärmeempfindliche Aufzeichnungsschicht eine weiter verbesserte Haltbarkeit des aufgezeichneten Bildes unter Bedingungen hoher Temperatur aufweist.

Beispiele für brauchbare die Haltbarkeit verbessernde Mittel sind 2,2'-Methylenbis(4-methyl-6-tert-butylphenol), 2,2'-Methylenbis(4-ethyl-6-tert-butylphenol), 2,2'-Ethylidenbis (4,6-di-tert-butylphenol), 2,2'-Ethylidenbis (4-sek-butyl-6-tert-butylphenol), 4,4'- Butylidenbis (6-tert-butyl-3-methylphenol), 4,4'-Thiobis (6-tertbutyl-3-methylphenol), 1,1,3-Tris(5-tert-butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)butan, 1,1,3-Tris (5-cyclohexyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)butan, 1,3,5-Tris [2-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyhydrocinnamoyloxy)ethyl]isocyanurat, 1,3,5-Tris(4-tert-butyl-3-hydroxy-2,6-dimethylbenzyl)isocyanurat, 1,3,5-Tris(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl)isocyanurat, 2,4,6-Tris(3',5'-di-tert-butyl-4'-hydroxybenzyl)mesitylen, Pentaerythrityl-tetrakis[3-(3,5-di-tert-butyl-4- hydroxyphenyl)propionat], 4-{4-[1,1-Bis (4-hydroxyphenyl)ethyl] α,α-dimethylbenzyl}phenol, Metallsalz von 2,2'-Methylenbis (4,6- di-tert-butylphenyl)phosphat, usw. Mindestens zwei dieser Verbindungen können wie erforderlich in Kombination eingesetzt werden. Als Metallsalz von 2,2'-Methylenbis(4,6-di-tert-butylphenyl)phosphat sind das Natrium-, Kalium- und ähnliche Alkalimetallsalze und ein mehrwertiges Metallsalz wie beispielsweise Magnesium-, Calcium-, Barium-, Zink- und Aluminiumsalz vorzuziehen.

Unter den obigen die Haltbarkeit verbessernden Mitteln werden vorzugsweise ein Metallsalz von 2,2'-Methylenbis (4,6-di-tert-butylphenyl)phosphat, 1,1,3-Tris (5-tert-butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)butan, 1,1,3-Tris (5-cyclohexyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)butan, 1,3,5- Tris[2-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyhydrocinnamoyloxy)ethyl]isocyanurat, 1,3,5-Tris (4-tert-butyl-3-hydroxy-2,6-dimethylbenzyl)isocyanurat, 1,3,5-Tris (3,5-di-tert-butyl-4-hydroxybenzyl) isocyanurat und4-{4-[1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)ethyl]-α,α-dimethylbenzyl}phenol eingesetzt, die in Kombination mit dem obigen speziellen basischen Farbstoff und dem obigen speziellen Farbakzeptor eine besonders ausgezeichnete Wirkung zeigen.

Es wird gewünscht, daß das Verhältnis des die Haltbarkeit verbessernden Mittels zu dem damit zu verwendenden basischen Farbstoff allgemein innerhalb des Bereichs von 10 bis 700 Gew.-Teilen, vorzugsweise etwa 30 bis etwa 350 Gew.-Teilen pro 100 Gew.-Teile des basischen Farbstoffs eingestellt wird, obwohl das Verhältnis nicht speziell beschränkt ist.

Weiter ist es im Fall der gemeinsamen Verwendung einer wärmeschmelzbaren Substanz zwecks Verbesserung der Aufzeichnungsempfindlichkeit in der vorliegenden Erfindung gewünscht, die folgende Benzotriazol- Verbindung einzusetzen, die die Auf zeichnungsempfindlichkeit ohne Beeinträchtigung der ins Auge gefaßten Wirkung der vorliegenden Erfindung verbessert. Beispiele für brauchbare Benzotriazol-Verbindungen sind Benzotriazol, l-N-Hydroxybenzotriazol, 1-N-Benzoylbenzotriazol, 1-N-Acetylbenzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)benzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert-butylphenyl)-5-chlorbenzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-3'-tert-butyl-5'-methylphenyl)-5-chlorbenzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert-amylphenyl) benzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-3,'5'-di-tert-butylphenyl) benzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-tert-butylphenyl)benzotriazol, 2-(2'-Hydroxy-5'-tertoctylphenyl) -benzotriazol, 2-[2'-Hydroxy-3',5'-bis (benzyl)phenyl]benzotriazol und 2-[2'-Hydroxy-3',5'-bis (α,α-dimethylbenzyl)phenyl]benzotriazol. Selbstverständlich sind die Benzotriazol- Verbindungen nicht auf die obigen beschränkt und werden wie erforderlich in Mischung von mindestens zwei derselben eingesetzt.

Besonders vorzuziehen unter diesen Benzotriazol-Verbindungen sind Verbindungen, die durch die folgende Formel (1) dargestellt werden, konkreter diejenigen mit einem Schmelzpunkt von 100 bis 160ºC, vorzugsweise 100 bis 150ºC, da derartige Verbindungen das spezielle chromogene System der vorliegenden Erfindung befähigen, seine Eigenschaften voll zu zeigen, und auch bei der Verleihung von verbesserter Aufzeichnungsempfindlichkeit hoch effektiv sind

worin R&sub1; und R&sub2; jeweils fur ein Wasserstoffatom, C&sub1;-C&sub1;&sub0;-Alkyl oder C&sub7;-C&sub1;&sub2;-Aralkyl stehen, X ein Halogenatom darstellt, n 0 oder 1 ist.

Es wird gewünscht, daß das Verhältnis von Benzotriazol-Verbindung zu damit zu verwendendem basischem Farbstoff allgemein innerhalb des Bereichs von 5 bis 1000 Gew.-Teilen, vorzugsweise etwa 10 bis etwa 500 Gew.-Teilen, pro 100 Gew.-Teilen des basischen Farbstoffs eingestellt wird, obwohl dieses Verhältnis nicht speziell beschränkt ist.

Wie oben beschrieben weist das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Auf zeichnungsmaterial das wichtige Merkmal auf, daß das chromogene System desselben den angegebenen basischen Farbstoff und den angegebenen Farbakzeptor umfaßt. Erforderlichenfalls ist es weiter möglich, diese Komponenten in Kombination mit basischen Farbstoffen, die beispielsweise in JP-A-353491/1992 offenbart sind, und Farbakzeptoren, die beispielsweise in JP-A-580/1993 offenbart sind, einzusetzen.

Zusätzlich zu der oben erwähnten Benzotriazol-Verbindung sind auch andere wärmeschmelzbare Substanzen einsetzbar, solange diese Substanzen den ins Auge gefaßten Effekt der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigen.

Beispiele für nützliche wärmeschmelzbare Substanzen sind Stearinsäureamid, Stearinsäuremethylenbisamid, Stearinsäureethylenbisamid, Stearinsäuremethylolamid, Ölsäureamid, Palmitinsäureamid, Kokosnuß fettsäureamid und ähnliche Fettsäureamide, p-Benzyldiphenyl, 1,2- Bis- (phenoxy)ethan, 1,2-Bis(4-methylphenoxy) ethan, 1,2-(3- Methylphenoxy) ethan, 2-Naphtholbenzylether, Benzyl-4-methylthiophenylether und ähnliche Ether, Dibenzylterephthalat, 1-Hydroxy- 2-naphthoesäurephenylester, Oxalsäuredi-p-methylbenzylester, Oxalsäuredi-p-chlorbenzylester und ähnliche Ester.

Eine Beschichtungszusammensetzung wird aus diesen Komponenten beispielsweise dadurch hergestellt, daß man den Farbstoff und den Farbakzeptor und die Benzotriazol-Verbindung und die wärmeschmelzbare Substanz&sub1; die eingesetzt werden, wenn dies erforderlich ist, gleichzeitig oder einzeln, unter Verwendung einer Rühr- Pulverisiervorrichtung wie beispielsweise einer Kugelmühle, eines Attritors, einer vertikalen oder horizontalen Sandmühle oder einer Kolloidmühle in ein Dispersionsmedium eindispergiert, das im allgemeinen aus Wasser besteht.

Üblicherweise wird ein Bindemittel in die Beschichtungszusammensetzung in einer Menge von 2 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise etwa 5 bis etwa 25 Gew.-%, bezogen auf den Gesamtfeststoffgehalt der Zusammensetzung, einverleibt. Beispiele für nützliche Bindemittel sind Stärken, Hydroxyethylcellulose, Methylcellulose, Carboxymethylcellulose, Gelatine, Kasein, Gummi arabicum, Polyvinylalkohol, Carboxyl-modifizierter Polyvinylalkohol, Sulfo-modifizierter Polyvinylalkohol, Acetoacetyl-modifizierter Polyvinylalkohol, Siliciummodifizierter Polyvinylalkohol und ähnliche modifizierte Polyvinylalkohole, Styrol-Maleinsäureanhydrid-copolymer-Salz, Ethylen-Acrylsäure-copolymer-Salz, Styrol-Acrylsäure-Copolymer-Salz, Styrol-Butadien-Copolymer-Emulsion, usw. Mindestens zwei dieser Bindemittel können selbstverständlich in Kombination verwendet werden.

Verschiedene Hilfsstoffe können weiter der Beschichtungszusammensetzung zugesetzt werden. Beispiele für nützliche Mittel sind Dispergiermittel wie beispielsweise Natriumdioctylsulfosuccinat und Metallsalze von Fettsäuren, UV-Absorptionsmittel vom Benzophenon cyanoacrylat-, Hydroxybenzoat- und ähnlichem Typ und andere Mittel, einschließlich Antischaummittel, fluoreszierender Farbstoffe und farbgebender Farbstoffe.

Um das wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial am Kleben an der Aufzeichnungsvorrichtung oder am Auf zeichnungskopf, die bzw. der damit in Kontakt ist, zu hindern, ist es möglich, der Zusammensetzung eine Dispersion oder Emulsion von Stearinsäureester-Wachs, Polyethylen-Wachs, Carnauba-Wachs, mikrokristallinem Wachs, Carboxylmodifiziertem Paraffinwachs, Zinkstearat, Calciumstearat oder dgl. zuzusetzen.

Um die Haftung von Rückständen am Aufzeichnungskopf zu vermindern, ist es auch möglich, der Zusammensetzung ein anorganisches Pigment wie beispielsweise Kaolin, Ton, Talkum, Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, calcinierter Ton, Titanoxid, Kieselgur, feinteiliges wasserfreies Siliciumdioxid oder aktivierten Ton und ein organisches Pigment wie beispielsweise Styrol-Mikrokügelchen, Nylonpulver, Polyethylenpulver, Harnstoff-Formalin-Harz-Füllstoff oder rohe Stärketeilchen zuzugeben.

Mit dem wärmeempfindlichen Auf zeichnungsmaterial der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren zur Bildung der Aufzeichnungsschicht nicht speziell beschränkt. Die Aufzeichnungsschicht kann durch bekannte herkömmliche Verfahren gebildet werden, beispielsweise durch Auftragen einer Beschichtungszusammensetzung zur Bildung dieser Schicht auf ein Substrat mit einem geeigneten Beschichtungsgerät, wie beispielsweise einer Luftklingen-Beschichtungsvorrichtung, einer Klingen-Beschichtungsvorrichtung, einer Stangen-Beschichtungsvorrichtung, einer Tiefdruck-Beschichtungsvorrichtung oder einer Florstreich-Beschichtungsvorrichtung, und Trocknen des resultierenden Überzugs.

Die Menge an auf zutragender Beschichtungszusammensetzung ist ebenfalls nicht speziell begrenzt. Im allgemeinen wird sie auf den Bereich von 1,0 bis 12 g/m², vorzugsweise 1,5 bis 10 g/m², bezogen auf das Trockengewicht, eingestellt.

Obwohl das einzusetzende Substrat üblicherweise Papier, Kunststofffolie, synthetisches Papier oder dgl. ist, ist Papier unter Berücksichtigung von Kosten und Beschichtbarkeit das am meisten bevorzugte.

Das so erhaltene wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterial der vorliegenden Erfindung zeigt die ausgezeichneten Eigenschaften, daß es hinsichtlich der Verminderung der Weiße und der Aufzeichnungsdichte stark abgeschwächt ist, selbst wenn es Bedingungen hoher Temperatur ausgesetzt wird.

Erforderlichenfalls ist es selbstverständlich möglich, eine Schutzschicht über der vorderen Oberfläche und/oder der rückseitigen Oberfläche des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials zu bilden oder eine Zwischenschicht zwischen dem Substrat und der wärmeempfindlichen Auf zeichnungsschicht vorzusehen. Das Material kann weiter zusätzlich mit Hilfe verschiedener auf dem Gebiet der Herstellung von wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien bekannter Verfahren behandelt werden, wie beispielsweise der Auftragung eines Klebstoffs.

Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele, auf die sie nicht beschränkt ist, detaillierter beschrieben. Die Teile und Prozentsätze in diesen Beispielen beziehen sich auf das Gewicht, soweit nichts anderes angegeben ist.

BEISPIEL 1 (1) Bildung der Zwischenschicht

Eine Beschichtungszusammensetzung für eine Zwischenschicht wurde hergestellt durch Zusammenmischen von 100 Teilen calciniertem Ton (Markenname: Ansilex, Produkt von Engelhard Minerals & Chemicals Corp.), 15 Teilen Styrol-Butadien-Copolymer-Latex (Feststoffgehalt: 50%), 30 Teilen einer 10%-igen wäßrigen Lösung von Polyvinylalkohol und 200 Teilen Wasser. Die erhaltene Beschichtungszusammensetzung wurde auf holzfreies Papier mit einem Gewicht von 50 g/m² in einer Trockenmenge von 7 g/m² aufgetragen, gefolgt von Trocknung unter Bildung einer Zwischenschicht.

(2) Herstellung von Zusammensetzung A

Eine Zusammensetzung, die 10 Teile 3-Diethylamino-7-[m-trifluormethyl)phenylamino]fluoran, 10 Teile 5%-ige wäßrige Lösung von Methylcellulose und 10 Teile Wasser umfaßte, wurde mit Hilfe einer Sandmühle auf eine durchschnittliche Teilchengröße von 1,2 µm pulverisiert.

(3) Herstellung von zusammensetzung B

Eine Zusammensetzung, die aus 50 Teilen 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon, 50 Teilen 5%-iger wäßriger Lösung von Methylcellulose und 40 Teilen Wasser zusammengesetzt war, wurde mit Hilfe einer Sandmühle auf eine durchschnittliche Teilchengröße von 1,4 µm pulverisiert.

(4) Bildung der wärmeempfindlichen Auf zeichnungsschicht

Eine Beschichtungszusammensetzung für die Bildung einer wärmeempfindlichen Aufzeichnungsschicht wurde hergestellt durch Zusammenmischen unter Rühren von 30 Teilen Zusammensetzung A, 140 Teilen Zusammensetzung B, 160 Teilen 10%-iger wäßriger Lösung von Polyvinylalkohol, 35 Teilen Calciumcarbonat und 100 Teilen Wasser. Die erhaltene Zusammensetzung wurde in einer Trockengewichts-Menge von 6 g/m² auf die Zwischenschicht aufgetragen und getrocknet.

(5) Bildung der Schutzschicht

Eine Beschichungszusammensetzung für eine Schutzschicht wurde hergestellt aus 200 Teilen 10%-iger wäßriger Lösung von Acetoacetylmodifiziertem Polyvinylalkohol (Warenname: Gohsefimer Z-200, Produkt von Nippon Synthetic Chemical Industry Co., Ltd.), 60 Teilen Kaolin (Markenname: UW-90, Produkt von Engelhard Minerals & Chemicals Corp.), 15 Teilen 30%-iger wäßriger Dispersion von Zinkstearat und 140 Teilen Wasser durch Zusammenmischen dieser Bestandteile unter Rühren. Die erhaltene Beschichtungszusammensetzung wurde in einer Trockengewichts-Menge von 3 g/m² auf die Auf zeichnungsschicht aufgetragen und getrocknet, wodurch man ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht erhielt.

BEISPIEL 2

Ein wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der zusammensetzung B 50 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon durch 40 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon und 10 Teile einer Mischung (Markenname: Adeka Arkus F- 85, Produkt von Asahi Denka Kogyo Co., Ltd.) des Natriumsalzes von 2,2'-Methylenbis (4, 6-di-tert-butylphenyl) phosphat und Magnesiumsilikat ersetzt wurde.

BEISPIEL 3

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 wurde ein wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung B 50 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon durch 40 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon und 10 Teile 1,1,3-Tris(5-cyclohexyl-4-hydroxy-2- methylphenyl)butan ersetzt wurden.

BEISPIEL 4

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 wurde ein wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung B 50 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon durch 40 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon und 10 Teile 4-{4-[1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)ethyl]-α,α- dimethylbenzyl}phenol ersetzt wurden.

BEISPIEL 5

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 wurde ein wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung B 50 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon durch 40 Teile 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon, 5 Teile 4-{4-[1,1-Bis(4-hydroxyphenyl)ethyl]-α,α-dimethylbenzyl}phenol und 5 Teile 2 (2'-Hydroxy-5'-methylphenyl)benzotriazol ersetzt wurden.

BEISPIEL 6

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 5 wurde ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung B 2-(2'- Hydroxy-5'-methylphenyl)benzotriazol durch 2-(2'-Hydroxy-3'-tertbutyl-5'-methylphenyl)-5-chlorbenzotriazol ersetzt wurde.

BEISPIEL 7

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 4 wurde ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung A 3-Diethylamino-7-[m-(trifluormethyl)phenylamino] fluoran durch 3-Di-n- pentylamino-6-methyl-7-phenylaminofluoran ersetzt wurde.

BEISPIEL 8

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 7 wurde ein wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung B 4-{4-[1,1- Bis-(4-hydroxyphenyl)ethyl]-α,a-dimethylbenzyl }phenol nicht eingesetzt wurde.

VERGLEICHSBEISPIEL 1

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 wurde ein wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung A 3-Diethylamino-7-[m-(trifluormethyl) phenylamino] fluoran durch 3-Di-(n-butyl)amino-7-(o-chlorphenylamino) fluoran ersetzt wurde.

VERGLEICHSEEISPIEL 2

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 wurde ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung B 4,4'- Dihydroxydiphenylsulfon durch 2,4'-Dihydroxydiphenylsulfon ersetzt wurde.

VERGLEICHSBEISPIEL 3

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 wurde ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung B 4,4'- Dihydroxydiphenylsulfon durch 4,4'-Cyclohexylidendiphenol ersetzt wurde.

VERGLEICHSBEISPIEL 4

Auf dieselbe Weise wie in Beispiel 8 wurde ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial mit einer Schutzschicht hergestellt, mit der Ausnahme, daß bei der Herstellung der Zusammensetzung B 4,4'- Dihydroxydiphenylsulfon durch 4-Hydroxy-4'-isopropoxydiphenylsulfon ersetzt wurde.

BEURTEILUNG

Die so erhaltenen zwölf Arten von wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien wurden auf einem Matsushita Simulator MF-1 (angelegte Spannung: 16 V, Pulsbreite 3 ms) für die Aufzeichnung verwendet und dann hinsichtlich der Farbdichte der aufgezeichneten Bilder und der Hintergrunddichte der weißen Bereiche mit Hilfe eines Macbeth- Reflexions-Densitometers (Modell RD-914, Produkt von Macbeth Corp.) überprüft. Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse. Die für die Aufzeichnung verwendeten Aufzeichnungspapiere wurden in einem Heißluft-Trockner bei 100ºC 24 Stunden lang stehengelassen und daraufhin wiederum hinsichtlich Farbdichte der aufgezeichneten Bilder und der Hintergrunddichte der weißen Bereiche mit Hilfe des Macbeth-Reflexions- Densitometers überprüft, um die Materialien bezüglich der Haltbarkeit der aufgezeichneten Bilder und des Hintergrund-Schleiers unter der Bedingung einer hohen Temperatur zu beurteilen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle 1 angegeben.

TABELLE 1

Die in Tabelle 1 angegebenen Ergebnisse zeigen, daß die in den erfindungsgemäßen Beispielen erhaltenen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien eine sehr geringe Verringerung der Weiße und der Aufzeichnungsdichte aufwiesen, selbst wenn sie unter der Bedingung einer hohen Temperatur gehalten wurden, und somit ausgezeichnete Aufzeichnungsmaterialien waren.


Anspruch[de]

1. Wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial, umfassend eine Aufzeichnungsschicht, die auf einem Substrat gebildet ist und einen farblosen oder hellgefärbten basischen Farbstoff und einen Farbakzeptor enthält, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem basischen Farbstoff um 3-Diethylamino-7-[m-(trifluormethyl)phenylamino]fluoran und/oder 3-Di-n-pentylamino-6-methyl-7-phenylaminofluoran handelt, wobei der Farbakzeptor 4,4'- Dihydroxydiphenylsulfon ist.

2. Wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial nach Anspruch 1, in welchem weiter ein die Konservierbarkeit verbesserndes Mittel in die Aufzeichnungsschicht einverleibt ist.

3. Wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial nach Anspruch 2, in welchem es sich bei dem die Konservierbarkeit verbessernden Mittel um mindestens eine Verbindung handelt, die aus einem Metallsalz von 2,2'-Methylenbis(4,6-di-tert-butylphenyl)phosphat, 1,1,3-Tris(5- tert-butyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)butan, 1,1,3-Tris(5-cyclohexyl-4-hydroxy-2-methylphenyl)butan, 1,3,5- Tris[2-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyhydrocinnamoyloxy)ethyl] isocyanurat, 1,3,5-Tris(4-tert-butyl-3-hydroxy- 2,6-dimethylbenzyl)isocyanurat, 1,3,5-Tris(3,5-di-tertbutyl-4-hydroxybenzyl)isocyanurat und 4-{4-[1,1-Bis(4- hydroxyphenyl)ethyl]-α,α-dimethylbenzyl}phenol ausgewählt ist.

4. Wärmeempfindliches Auf zeichnungsmaterial nach irgendeinem der Ansprüche 1 - 3, in welchem weiter als wärmeschmelzbare Substanz eine Benzotriazol-Verbindung in die Aufzeichnungsschicht einverleibt ist.

5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 4, in welchem die Benzotriazol-Verbindung mindestens eine durch die Formel (1) dargestellte Verbindung ist

worin R&sub1; und R&sub2; jeweils ein Wasserstoffatom, C&sub1;-C&sub1;&sub0;- Alkyl oder C&sub7;-C&sub1;&sub2;-Aralkyl darstellen, X für ein Halogenatom steht, n 0 oder 1 ist.







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