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Dokumentenidentifikation DE69500019T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0689827
Titel Verfahren zur dauerhaften Haarverformung
Anmelder L'Oréal, Paris, FR
Erfinder Samain, Henri, F-91570 Bievres, FR
Vertreter Beetz und Kollegen, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69500019
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 31.05.1995
EP-Aktenzeichen 954012688
EP-Offenlegungsdatum 03.01.1996
EP date of grant 31.07.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse A61K 7/09

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Behandlung keratinischer Materialien und insbesondere des Haars, um eine dauerhafte Verformung des Haars, insbesondere in Form von dauergewelltem Haar, zu erzielen, wobei das Verfahren insbesondere in gewerblichen Frisiersalons, Schönheitsstudios, Kosmetiksalons und dgl. verwendbar ist.

Es ist allgemein bekannt, daß die gebräuchlichste Technik zur Erzielung einer dauerhaften Verformung des Haars darin besteht, in einem ersten Schritt Disulfidbindungen -S-S- des Keratins (Cystin) mit einer Zusammensetzung zu öffnen, die ein Reduktionsmittel enthält (Reduktionsschritt), und anschließend, nachdem vorzugsweise das so behandelte Haar gespült wurde, in einem zweiten Schritt diese Disulfidbindungen wiederherzustellen, indem auf das Haar, das zuvor unter Spannung gesetzt wurde (Lockenwickler und dgl.), eine oxidierende Zusammensetzung (Oxidationsschritt, auch als Fixierung bezeichnet) aufgebracht wird, um schließlich Haare mit der gewünschten Form zu erhalten. Mit dieser Technik kann demnach gleichermaßen die Wellung der Haare, die Entfernung dieser Wellung und die Entkräuselung von gekräuseltem Haar erreicht werden. Die den Haaren durch eine chemische Behandlung, beispielsweise die oben beschriebene Behandlung, verliehene Form ist außerordentlich lang haltbar und übersteht insbesondere das Waschen mit Wasser oder einem Haarwaschmittel im Gegensatz zu herkömmlichen einfachen, nicht dauerhaften Verformungstechniken, wie z.B. dem Legen einer Wasserwelle.

Die reduzierenden Zusammensetzungen, die zur Durchführung des ersten Schritts einer Dauerwellverformung verwendbar sind, enthalten im allgemeinen als Reduktionsmittel Sulfite, Hydrogensulfite oder Thiole. Von letzteren können Cystein und seine verschiedenen Derivate, Cysteamin und seine Derivate, Thiomilchsäure, Thioglykolsäure sowie deren Ester, insbesondere Glycerylmonothioglykolat, und Thioglycerin genannt werden.

Als oxidierende Zusammensetzungen, die zur Durchführung des Fixierungsschritts erforderlich sind, werden in der Praxis am häufigsten Zusammensetzungen auf Wasserstoffperoxidoder Alkalibromatbasis eingesetzt.

Der Nachteil der zur Zeit bekannten Dauerwellverfahren besteht darin, daß ihre wiederholte Anwendung auf den Haaren mit der Zeit zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Haarqualität, insbesondere hinsichtlich des Glanzes, hervorruft.

Ein weiteres Problem besteht ferner darin, daß es aus verschiedenen Gründen im allgemeinen erforderlich ist, den pH- Wert der reduzierenden Zusammensetzungen auf Thiol-Basis durch Zugabe bestimmter Zusätze, insbesondere carbonathaltiger Produkte, wie z.B. von Kohlensäure oder Kohlendioxid, Alkalimetallcarbonaten oder Alkalimetallhydrogencarbonaten, Ammoniumcarbonat oder Ammoniumhydrogencarbonat, Carbonaten oder Hydrogencarbonaten primärer, sekundärer oder tertiärer Amine, organischer Carbonate, wie z.B. insbesondere Guanidiniumcarbonat, zu puffern. Es hat sich nun aber herausgestellt, daß die wiederholte Durchführung von Dauerwellverformungen mit carbonathaltigen reduzierenden Zusammensetzungen mit der Zeit eine fortschreitende und ausgeprägte Verschlechterung der kosmetischen Eigenschaften des Haars mit sich bringt, insbesondere hinsichtlich der Geschmeidigkeit der Fasern, die dazu neigen, immer spröder zu werden, sowie hinsichtlich der Kämmbarkeit der Haare, die immer schlechter wird. Diese Verschlechterung wird außerdem besonders verstärkt, wenn der Fixierungsschritt der Dauerwellverformung mit einem Bromat durchgeführt wird.

In dem Dokument DE-A-4 117 858 wird ein Verfahren zur Dauerwellverformung keratinischer Materialien beschrieben, bei dem eine Zusammensetzung zur Vorbehandlung aufgebracht wird, die eine Carbonsäure enthält, ohne daß diese Zusammensetzung ausgespült wird.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es insbesondere, die obengenannten Probleme zu lösen.

Im einzelnen ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein neues Behandlungsverfahren anzugeben, das der dauerhaften Verformung von keratinischen Materialien entspricht und das es ermöglicht, Schädigungen der Fasern infolge wiederholter Dauerwellbehandlungen zu begrenzen oder sogar zu verhindem

Es ist ferner Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren, wie z.B. das weiter unten beschriebene Verfahren, anzugeben, das es ermöglichst, die kosmetischen Eigenschaften, insbesondere die Geschmeidigkeit und die Kämmbarkeit der Fasern, zu verbesssern, wenn sie einer Behandlung zur dauerhaften Verformung (Dauerwellverformung) mit einer carbonathaltigen reduzierenden Zusammensetzung in Kombination mit einem Fixierungsschritt, der insbesondere mit einem Bromat durchgeführt wird, unterzogen werden.

So wurde durch aufwendige, zu diesen Fragen durchgeführte untersuchungen von der Anmelderin festgestellt, daß es durch das Auftragen bestimmter saurer Zusammensetzungen auf das Haar vor dem Auftragen der reduzierenden Zusammensetzung möglich ist, verschiedene Nachteile erfolgreich zu beheben, die eindeutig mit der wiederholten Dauerwellverformung, insbesondere den reduzierenden und insbesondere carbonathaltigen Zusammensetzungen, zusammenhängen.

Diese Feststellung bildet die Grundlage der vorliegenden Erfindung.

Es wurde so von der Anmelderin festgestellt, daß diese Aufgaben erfolgreich gelöst werden können, indem vor dem Aufbringen/Auftragen der reduzierenden Zusammensetzung eine saure Zusammensetzung auf den Haaren aufgetragen wird. Hierauf basiert die vorliegende Erfindung.

Erfindungsgemäß wird nun ein neues Behandlungsverfahren angegeben, das der dauerhaften Verformung und/oder Formung von keratinischen Materialien und insbesondere der Haare entspricht, wobei dieses Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß es die folgenden Schritte umfaßt:

(i) Auftragen auf das zu behandelnde keratinische Material einer als "saure Zusammensetzung" bezeichneten Zusammensetzung, die mindestens eine Carbonsäure und/oder eines ihrer Salze enthält, wobei der pH-Wert der Zusammensetzung im Bereich von 2,5 bis 7 liegt,

(ii) Spülen des so behandelten keratinischen Materials,

(iii) anschließend Auftragen einer reduzierenden Zusammensetzung, die mindestens ein Thiol enthält, auf das so behandelte keratinische Material wobei die Mittel, die erforderlich sind, um das keratinische Material unter mechanische Spannung zu setzen, vor, während oder nach dem Auftragen der reduzierenden Zusammensetzung oder vor dem Auftragen der sauren Zusammensetzung angewendet werden,

(iv) anschließend Spülen des so behandelten keratinischen Materials,

(v) Auftragen einer oxidierenden Zusammensetzung auf das so gespülte keratinische Material

(vi) und schließlich erneutes Spülen des so behandelten keratinischen Materials,

wobei das keratinische Material unmittelbar vor oder nach dem Spülen gemäß Schritt (vi) von den in Schritt (iii) genannten Mitteln, mit denen es unter Spannung gesetzt wird, getrennt wird.

Weitere Merkmale, Aspekte und Vorteile der Erfindung werden klarer verständlich beim Lesen der folgenden ausführlichen Beschreibung und anhand verschiedener konkreter, aber in keiner Weise beschränkender Beispiele, die der Veranschaulichung der Erfindung dienen.

Obwohl die folgende Darstellung im wesentlichen mit dem besonderen Fall der Haarbehandlung verbunden ist, wird hier darauf hingewiesen, daß das erfindungsgemäße Verfahren allgemein auf alle keratinischen Materialien anwendbar ist, insbesondere auch auf Wimpern, Schnurrbärte, Felle, Wolle und dgl.

Unter Carbonsäure werden insbesondere Monocarbonsäuren, Pclycarbonsäuren und (Poly)hydroxy(poly)carbonsäuren verstanden und hier eingeschlossen, die selbstverständlich allein oder im Gemisch verwendet werden können.

Als Carbonsäuren, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendbar sind, können insbesondere Milchsäure, Weinsäure, Essigsäure, Glykolsäure und Citronensäure genannt werden.

Wie bereits weiter oben soll nochmal hervorgehoben werden, daß die in der Erfindung verwendeten Carbonsäuren in der sauren Zusammensetzung teilweise oder vollständig in Form eines ihrer Salze vorhanden sein können, wobei das Vorhandensein und die Menge der Säure(n) insbesondere von dem abschließenden pH-Wert abhängt,. der für die Zusammensetzung erforderlich ist.

Der pH-Wert der sauren Zusammensetzung liegt vorzugsweise im Bereich von 4 bis 5,5 und kann mit einer Base eingestellt werden, die unter Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Ammoniak und primären, sekundären und tertiären (Poly)aminen ausgewählt wird, die allein oder im Gemisch verwendet werden.

Die (Poly)amine, die allein oder im Gemisch verwendet werden, können unter 2-Aminoethanol (Monoethanolamin), 2,2'- Iminodiethanol (Diethanolamin), 2,2',2"-Nitrilotriethanol (Triethanolamin), 1-Amino-2-propanol (Isopropanolamin), 1,3-Diaminopropan und Polyaminen der Formel

worin R eine ggf. mit einer Hydroxygruppe oder C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl substituierter Propylenrest ist und R&sub1;, R&sub2; und R&sub3; und R&sub4; gleichzeitig oder unabhängig voneinander Wasserstoff, C&sub1;&submin;&sub4;- Alkyl oder C1'4-Hydroxyalkyl darstellen, ausgewählt werden.

Ammoniak wird bevorzugt eingesetzt.

Nach Auftragen der sauren Zusammensetzung und nachdem man sie ggf. hat ruhen bzw. einwirken lassen, wird das keratinische Material gespült, wonach die reduzierende Zusammensetzung aufgetragen wird.

Die Konzentration der Carbonsäure und/oder ihrer Additionssalze liegt im allgemeinen bei 0,15 bis 3 N, vorzugsweise 0,3 bis 1,5 N.

Die saure Zusammensetzung kann in Form einer ggf. verdickten Lotion, einer Creme, eines Gels, eines Haarwaschmittels, eines Apres-Shampoos oder in beliebigen anderen geeigneten Formen vorliegen. Sie kann kosmetische Hilfsstoffe enthalten, die insbesondere für ihre Anwendung beim Haar bekannt sind.

Gemäß dem ersten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens (Schritt (1)) wird die saure Zusammensetzung auf die zu behandelnden Haare aufgetragen, die vorzugsweise zuvor naß gemacht wurde. Dieses Auftragen kann nach dem üblichen Schritt, bei dem die Haare unter Spannung gesetzt werden in einer Form, die der gewünschten endgültigen Form des Haars (beispielsweise Locken) entspricht, durchgeführt werden, wobei dieser Schritt wiederum mit allen an sich bekannten und geeigneten, insbesondere mechanischen Mitteln, mit denen Haare unter Spannung gehalten werden können, wie z.B. Rollen, Zylinder, Wickel, Lockenwickler und dgl., ausgeführt werden kann.

Anschließend läßt man vorzugsweise das Haar, auf das die saure Zusammensetzung aufgetragen wurde, während einer Dauer von 30 s bis 30 min, vorzugsweise 30 s bis 10 min, ruhen.

Dann wird das mit der sauren Zusammensetzung getränkte Haar gespült, wobei im allgemeinen mit Wasser gespült wird.

In einem dritten, unbedingt notwendigen Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine reduzierende Zusammensetzung auf das Haar aufgetragen, die mindestens ein Thiel enthält.

Das Thiel der reduzierenden Zusammensetzung kann unter den als Reduktionsmitteln bekannten Thiolen ausgewählt werden, wie z.B. Thioglykolsäure, dem Monothioglykolat von Glycerin oder Glykol, Cysteamin und dessen C&sub1;&submin;&sub4;-acylierten Derivate, wie z.B. N-Acetylcysteamin und N-Propionylcysteamin, Cystein, N-Acetylcystein, den N-Mercaptoalkylamiden von Zukkern, wie z.B. N-(Mercapto-2-ethyl)gluconamid, 2-Mercaptopropionsäure und deren Derivaten, Thiomilchsäure und deren Estern, wie z.B. Glycerylmonothiolactat, Thioäpfelsäure, Pantethein, Thioglycerin, Alkalimetallsulfiten und -hydrogensulfiten und Erdalkalimetallsulfiten und -hydrogensulfiten, den in EP-A-354 835 beschriebenen N-(Mercaptoalkyl)ω-hydroxyalkylamiden und den in EP-A-368 763 beschriebenen N-Mono- und N,N-Dialkylmercapto-4-butyramiden, den in EP-A- 432 000 beschriebenen Aminomercaptoalkylamiden, den in EP- A-465 342 beschriebenen Derivaten von N-(Mercaptoalkyl)succinamidsäuren und von N-(Mercaptoalkyl)-succinimiden, den in EP-A-514 282 beschriebenen Alkylaminomercaptoalkylamiden und dem in der Patentanmeldung FR-A-2 679 448 beschriebenen Gemisch aus 2-Hydroxypropylthioglykolat und 2-Hydroxy-1-methylethylthioglykolat.

Man verwendet vorzugsweise Thiöglykolsäure, Thiomilchsäure und 2 -Mercaptopropionsäure.

Die obengenannten Reduktionsmittel sind im allgemeinen in einer Konzentration enthalten, die 1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der reduzierenden Zusammensetzung, betragen kann.

Der pH-Wert der reduzierenden Zusammensetzung beträgt im allgemeinen 7 bis 9,5 und vorzugsweise 7,5 bis 9.

Der pH-Wert der reduzierenden Zusammensetzungen kann in herkömmlicher Weise durch Zusatz eines basisch machenden Mittels eingestellt werden, beispielsweise mit Ammoniak, 2- Amineethanol (Monoethanolamin), 2,2'-Iminodiethanol (Diethanolamin), 2,2',2"-Nitrilotriethanol (Triethanolamin), 1-Amino-2-propanol (Isopropanolamin), 1,3-Diaminopropan, Kohlensäure oder Kohlendioxid, einem Alkalimetallcarbonat oder -hydrogencarbonat, Ammoniumcarbonat oder -hydrogencarbonat, einem Carbonat oder Hydrogencarbonat von primären, sekundären oder tertiären Ammen, oder einem organischen Carbonat, wie z.B. Guanidiniumcarbonat, wobei diese Verbindungen selbstverständlich allein oder im Gemisch eingesetzt werden können. Wie weiter oben angegeben, besteht einer der großen Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens darin, daß es sich perfekt für carbonathaltige reduzierende Zusammensetzungen eignet. Die Konzentration an Carbonationen CO&sub3;²&supmin; in der reduzierenden Zusammensetzung beträgt im allgemeinen 0,1 bis 1,6 M.

Die reduzierende Zusammensetzung kann in Form einer ggf. verdickten Lotion, einer Creme, eines Gels oder in einer beliebigen anderen geeigneten Form vorliegen und kann Zusätze enthalten, die für ihre Anwendung in reduzierenden Zusammensetzungen für die Dauerverformung der Haare bekannt sind.

Die reduzierende Zusammensetzung kann ferner eine selbsterwärmende (exotherme) Zusammensetzung sein, d.h. eine Zusammensetzung, die eine bestimmte Erwärmung bei ihrer Auftragung auf das Haar hervorruft, was für die Person wohltuend ist, bei der die Dauerwellverformung durchgeführt oder eine Dauerwelle entfernt wird.

Die reduzierende Zusammensetzung kann ferner ein Lösungsmittel, wie z.B. Ethanol, Propanol, Isopropanol oder Glycerin, in einer maximalen Konzentration von 20 %, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten.

Wenn die Zusammensetzungen für eine Entkräuselung oder eine Entfernung einer Dauerwelle bestimmt sind, liegt die reduzierende Zusammensetzung vorzugsweise in Form einer verdickten Creme vor, um die Haare so straff wie möglich zu halten. Man stellt diese Cremes in Form "schwerer" Emulsionen her, beispielsweise auf der Basis von Glycerylstearat des Stearats von Glykol, von selbstemulgierenden Wachsen, Fettalkoholen etc.

Ferner können Flüssigkeiten und Gele verwendet werden, die Vedickungsmittel enthalten, wie z.B. Carboxyvinylpolymere oder Carboxyvinylcopolymere, die die Haare "verkleben" und sie während der Einwirkzeit in ihrer geglätteten Position halten.

Die Zusammensetzungen können ferner in Form sogenannter "selbstneutralisierender" oder "selbstregulierender" Zusammensetzungen vorliegen, wobei dann die erfindungsgemäß verwendeten Reduktionsmittel mit mindestens einem für seine Verwendung in reduzierenden Zusammensetzungen für die selbstneutralisierende Dauerwellung bekannten Disulfid kombiniert sind.

Von diesen an sich bekannten Disulfiden können insbesondere genannt werden: Dithioglykolsäure, Dithioglycerin, Cystamin, N,N'-Diacetylcystamin, Cystin, Pantethin, die in EP-A- 354 835 beschriebenen Disulfide von N-(Mercaptoalkyl)-ωhydroxyalkylamiden, die in EP-A-368 763 beschriebenen N-Mono- oder N,N-Dialkylmercapto-4 butyramide, die in EP-A-432 000 beschriebenen Disulfide von Aminomercaptoalkylamiden, die in der EP-A-465 342 beschriebenen Disulfide von Derivaten der N-(Mercaptoalkyl)-succinamidsäuren oder der N-(Mercaptoalkyl)-succinimide und die in EP-A-514 282 beschriebenen Disulf ide von Alkylaminomercaptoalkylamiden. Diese Disulfide sind im allgemeinen in einem Molverhältnis von 0,5 bis 2,5, vorzugsweise 1 bis 2, bezogen auf das Reduktionsmittel, enthalten (s. das Patent US-3 768 490).

Gemäß dem dritten Schritt des Verfahrens (Schritt (iii)) werden die Zusammensetzungen, die das oder die Reduktionsmittel, wie z.B. die obengenannten Reduktionsmittel, enthalten, auf das zuvor mit der sauren Zusammensetzung behandelte Haar aufgetragen. Die Anwendung dieser Zusammensetzungen kann vor, während oder nach dem üblichen Schritt, bei dem die Haare unter Spannung gesetzt werden; erfolgen.

Vor der Durchführung des folgenden Spülschritts ist es zweckmäßig, das Haar, auf das die reduzierende Zusammensetzung aufgetragen wurde, einige Minuten, im allgemeinen 2 bis 40 min, vorzugsweise 5 bis 30 min, ruhen zu lassen, um dem Reduktionsmittel genügend Zeit zu lassen, einwandfrei auf die Haare einzuwirken. Diese Stadium, bei dem gewartet wird, wird im allgemeinen durchgeführt, indem man das behandelte Haar an der freien Luft (bei Umgebungstemperatur) ruhen läßt. Während dieser Wartezeit wird darauf geachtet, daß das Haar nicht vollständig trocknet sondern solange feucht bleibt, bis der folgende Schritt durchgeführt wird (für diesen Zweck ist es möglich, beispielsweise Hauben und/oder Schutzgele zu verwenden)

Im vierten Schritt des Verfahrens (Schritt (iv)), wird das mit der reduzierenden Zusammensetzung getränkte Haar dann anschließend sorgfältig gespült, was üblicherweise mit Wasser durchgeführt wird.

Anschließend wird in einem fünften Schritt (Schritt (v)) auf das so gespülte Haar eine oxidierende Zusammensetzung aufgetragen mit dem Ziel, die dem Haar neu gegebene Form zu fixieren.

Die oxidierende Zusammensetzung enthält ein Oxidationsmittel, das unter Wasserstoffperoxid, Alkalibromaten, Persalzen und Polythionaten ausgewählt ist. Wie weiter oben angegeben, besteht einer der großen Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens darin, daß es perfekt für oxidierende Zusammensetzungen auf der Basis von Bromaten geeignet ist. Die Bromatkonzentration der oxidierenden Zusammensetzung beträgt im allgemeinen 0,1 bis 2 M.

Der pH-Wert der oxidierenden Zusammensetzung liegt im allgemeinen bei 2 bis 10.

Die oxidierende Zusammensetzung kann kosmetische Zusätze enthalten, die für diese Art von Zusammensetzungen wohlbekannt sind.

Wie bei der Anwendung der reduzierenden Zusammensetzung läßt man das Haar, auf das die oxidierende Zusammensetzung aufgetragen wurde, anschließend in herkömmlicher Weise während einer Ruhephase oder Wartezeit, die einige Minuten, im allgemeinen 3 bis 30 min und vorzugsweise 5 bis 15 min dauert, ruhen.

Das Vehikel der erfindungsgemäß verwendeten Zusammensetzungen (saure Zusammensetzung, reduzierende Zusammensetzung, oxidierende Zusammensetzung) ist vorzugsweise Wasser oder eine wäßrig-alkoholische Lösung eines niederen Alkohols, wie z.B. Ethanol, Isopropanol oder Butanol.

In dem letzten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens (Schritt (vi)) wird das mit der oxidierenden Zusammensetzung getränkte Haar schließlich sorgfältig gespült, und zwar üblicherweise mit Wasser. Die in Schritt (iii) erwähnten Mittel, mit denen das Haar unter Spannung gesetzt wird, werden unmittelbar vor oder nach dem Spülen des keratinischen Materials entfernt.

Man erhält am Ende ein Haar, das gute kosmetische Eigenschaften aufweist: das Haar ist glänzender, geschmeidiger und läßt sich leichter auskämmen.

Im folgenden werden konkrete, die Erfindung veranschaulichende Beispiele angegeben.

Beispiel 1

Es wurden Haarsträhnen verwendet, die aus 8 g japanischem Haar bestehen. Zur Sensibilisierung dieser Haare wurde eine Entfärbung mit einer Zusammensetzung durchgeführt, die 20 Vol.-% Wasserstoffperoxid enthielt, zu der eine gleich große Menge (gewichtsbezogen) einer alkalischen Lotion gegeben wurde, die 2 % reines Ammoniak enthielt. Diese Zusammensetzung läßt man 30 min einwirken. Man erhält so entfärbte Strähnen, die in den folgenden Versuchen verwendet werden.

Es wurden vier Dauerwellungsverfahren durchgeführt: drei Verfahren (Nr. 1, 2 und 3) mit einer sauren Lotion, die in verschiedenen Phasen des Verfahrens aufgetragen werden und ein Verfahren (Nr. 4) ohne saure Lotion.

Bei diesen Verfahren wurden die folgenden Zusammensetzungen verwendet:

Saure Lotion Nr. 1:

- Citronensäure 10 g

- 20%iges Ammoniak qs 4,5

- Oleocetyldimethylhydroxyethylammoniumchlorid (WS = Wirkstoff) 0,4 g WS

- entmineralisiertes Wasser qs 100 g

Reduzierende Zusammensetzung Nr. 1:

- Thioglykolsäure 8g

- Ammoniumcarbonat 6g

- 20%iges Ammoniak qs pH 8,1

- entmineralisiertes Wasser ad 100 g

Oxidierende Zusammensetzung Nr. 1:

- Natriumbromat 7g

- Phosphorsäure qs pH 8

- entmineralisiertes Wasser ad 100 g

Es wurden die folgenden Dauerwellverformungsverfahren durchgeführt:

Verfahren Nr. 1 (Erfindung):

Auf die feuchten Haarsträhnen wird die saure Lotion Nr. 1 aufgetragen, anschließend wurde das Haar nach 5minütigem Ruhenlassen gespült. Die so behandelten Haarsträhnen wurden auf 5 Lockenwickler mit 9 mm Durchmesser aufgewickelt, wonach auf das so aufgewickelte Haar die reduzierende Zusammensetzung Nr. 1 aufgetragen wurde; man ließ diese Zusammensetzung 15 min einwirken, wonach die Strähnen gespült wurden. Anschließend wurde die oxidierende Zusammensetzung Nr. 1 aufgetragen, wonach man diese Zusammensetzung 15 min einwirken ließ, um danach das Haar zu spülen. Schließlich wurden die Haare von den Lockenwicklern abgewickelt und getrocknet.

Verfahren Nr. 2 (Vergleich)

Es wird ein dem Verfahren Nr. 1 entsprechendes Verfahren durchgeführt mit dem einzigen Unterschied, daß die saure Lotion Nr. 1 nach dem Auftragen der reduzierenden Zusammensetzung Nr. 1 aufgetragen wird.

Verfahren Nr. 3 (Vergleich)

Es wurde ein dem Verfahren Nr. 1 entsprechendes Verfahren durchgeführt mit dem einzigen Unterschied, daß die saure Lotion Nr. 1 nach Auftragen der oxidierenden Zusammensetzung Nr. 1 aufgetragen wird.

Verfahren Nr. 4 (Vergleich)

Es wurde ein dem Verfahren Nr. 1 entsprechendes Verfahren durchgeführt, ohne daß die saure Lotion aufgetragen wurde.

Von einer Gruppe von 12 beurteilenden Personen wurde die Geschmeidigkeit sowie die Kämmbarkeit der nach den verschiedenen Verfahren behandelten Haarsträhnen ermittelt.

Für die Geschmeidigkeit wurden Noten von 0 bis 5 vergeben:

0 sehr sprödes Haar

1 sprödes Haar

2 ziemlich sprödes Haar

3 ziemlich geschmeidiges Haar

4 geschmeidiges Haar

5 sehr geschmeidiges Haar.

Für die Kämmbarkeit wurden Noten von 0 bis 5 vergeben:

0 Kämmen unmöglich (der Kamm kann das Haar nicht passieren)

1 sehr schwieriges Kämmen (etwa 20mal muß der Kamm angesetzt werden, um 8 g Haare auszukämmen)

2 schwieriges Kämmen (etwa 10mal muß der Kamm angesetzt werden, um 8 g Haare auszukämmen)

3 ziemlich leichtes Kämmen (etwa 4 bis 5mal muß der Kamm angesetzt werden, um 8 g Haare auszukämmen)

4 leichtes Kämmen (der Kamm muß nur einmal angesetzt werden) sehr leichtes Kämmen (schon bei der ersten Kammbewegung durch das Haar bleiben die Haare nicht mehr aneinander hängen).

Die Mittelwerte der vergebenen Noten werden im folgenden angegeben:

Es kann demnach festgestellt werden, daß beim Auftragen der sauren Lotion vor dem Reduktionsschritt bessere Ergebnisse hinsichtlich der Geschmeidigkeit und der Kämmbarkeit erhalten werden.

Beispiel 2

Das nach dem Verfahren Nr. 1 von Beispiel 1 behandelte Haar wurde 6mal mit einem Haarwaschmittel gewaschen (Waschen, Ausspülen und Trocknen) , und das Behandlungsverfahren Nr. 1 von Beispiel 1 wurde wiederholt.

Wie in Beispiel 1 wurden die Geschmeidigkeit und die Kämmbarkeit des so behandelten Haars ermittelt; dabei wurden folgende Ergebnisse erhalten:

Es wurde so festgestellt, daß der Unterschied bei der Benotung der Geschmeidigkeit und der Kämmbarkeit zugunsten des erfindungsgemäß behandelten Haars größer wird.

Beispiel 3: Vergleich des pH-Werts der sauren Lotion

Das Verfahren Nr. 1 wurde unter Verwendung von zwei verschieden sauren Lotionen durchgeführt: Es wurde die saure Lotion Nr. 1 (Verfahren Nr. 1) und die saure Lotion Nr. 2 (Verfahren Nr. 1') verwendet, die die folgende Zusammensetzung hatte:

Saure Lotion Nr. 2:

- Citronensäure 10 g

- 20%iges Ammoniak qs pH 9

- Oleocetyldimethylhydroxyethyl ammoniumchlorid 0,4 g WS

- entmineralisiertes Wasser ad 100 g.

Das Haar von drei japanischen Frauen wurde gemäß den Verfahren Nr. 1 und Nr. 1' behandelt, wobei das Verfahren Nr. 1 auf der linken Seite des Kopfes und das Verfahren Nr. 2 auf der rechten Seite des Kopfes angewendet wurde.

Wie in Beispiel 1 wurde die Geschmeidigkeit der so behandelten Haare im feuchten Zustand ermittelt. Ferner wurden die Geschmeidigkeit und der Glanz der Haare im trockenen Zustand ermittelt. Dabei wurden die folgenden Ergebnisse erhalten:

Es wurde so festgestellt, daß die mit einer erfindungsgemäßen sauren Lotion behandelten Haare (pH 4,5) geschmeidiger und glänzender waren als Haare, die mit einer sauren Lotion (Nr. 1') behandelt wurden, die einen anderen pH-Wert (pH 9) hatte.

Beispiel 4

Es wurden Haarsträhnen verwendet, die aus 8 g europäischen Haaren bestanden. Um die Haarsträhnen zu sensibilisieren, wurden zwei Entfärbungen mit einer Zusammensetzung, die 20 Vol.-% Wasserstoffperoxid enthielt, zu der eine gleich große Menge (gewichtsbezogen) einer alkalischen Lotion gegeben wurde, die 2 % reines Ammoniak enthielt, durchgeführt. Diese Zusammensetzung ließ man 30 min einwirken. Es werden so entfärbte Haarsträhnen erhalten, die in dem folgenden Ausführungsbeispiel verwendet werden.

Es wurden das Verfahren Nr. 1 ausgeführt, wobei jedoch eine oxidierende Zusammensetzung verwendet wurde, die wie folgt zusammengesetzt war:

Oxidierende Zusammensetzung Nr. 2:

- Wasserstoffperoxid qs 8 Volumina

- Phosphorsäure qs pH 3

- entmineralisiertes Wasser add 100 g.

Es wurde festgestellt, daß die Haare vor dem Trocknen geschmeidig und leicht auskämmbar ist. Nach dem Trocknen sind die Haare geschmeidig und glänzend.


Anspruch[de]

1. Behandlungsverfahren für die dauerhafte Verformung keratinischer Materialien, das durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:

(i) Auftragen auf das keratinische Material einer Zusammensetzung, die mindestens eine Carbonsäure und/oder eines ihrer Salze enthält (saure Zusammensetzung), wobei der pH-Wert der Zusammensetzung im Bereich von 2,5 bis 7 liegt,

(ii) Spülen des so behandelten keratinischen Materials,

(iii) anschließend Auftragen einer reduzierenden Zusammensetzung, die mindestens ein Thiel enthält auf das so behandelte keratinische Material, wobei die Mittel, die erforderlich sind, um das keratinische Material unter mechanische Spannung zu setzen, vor, während oder nach dem Auftragen der reduzierenden Zusammensetzung oder vor dem Auftragen der sauren Zusammensetzung angewendet werden,

(iv) anschließend Spülen des so behandelten keratinischen Materials,

(v) Auftragen einer oxidierenden Zusammensetzung auf das so gespülte keratinische Material

(vi) und schließlich erneutes Spülen des so behandelten keratinischen Materials,

wobei das keratinische Material unmittelbar vor oder nach dem Spülen gemäß Schritt (vi) von den in Schritt (iii) genannten Mitteln, mit denen es unter Spannung gesetzt wird, getrennt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säure der gemäß Schritt (i) aufgetragenen Zusammensetzung unter Monocarbonsäuren, Polycarbonsäuren und (Poly)hydroxy(polycarbonsäuren) ausgewählt wird, die allein oder im Gemisch verwendet werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Carbonsäure unter Milchsäure, Weinsäure, Essigsäure, Glykolsäure und Citronensäure ausgewählt wird, die allein oder im Gemisch verwendet werden.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Carbonsäure um Citronensäure handelt.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert der sauren Zusammensetzung mit einer Base eingestellt wird, die unter Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Ammoniak und primären, sekundären und tertiären (Poly)aminen ausgewählt wird, die allein oder im Gemisch verwendet werden.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyamine die allgemeine Formel

aufweisen, in der R ein ggf. mit einer Hydroxygruppe oder C1'4-Alkyl substituierter Propylenrest ist und R&sub1;, R&sub2;&sub1; R&sub3; und R&sub4; gleichzeitig oder unabhängig voneinander Wasserstoff, C&sub1;&submin;&sub4;-Alkyl oder C&sub1;&submin;&sub4;-Hydroxyalkyl darstellen.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die (Poly)amine unter Monoethanolamm, Diethanolamin, Triethanolamin, Isopropanolamin und 1,3-Diaminopropan ausgewählt werden, die allein oder im Gemisch verwendet werden.

8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Base um Ammoniak handelt.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der Carbonsäure und/oder der Salze dieser Carbonsaure im Bereich von 0,15 bis 3 N, vorzugsweise 0,3 bis 1,5 N, liegt.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert der sauren Zusammensetzung 4 bis 5,5 beträgt.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man das aus Schritt (i) hervorgegangene keratinische Material ruhen läßt, bevor gemäß Schritt (ii) gespült wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Phase, in der man das keratinische Material ruhen läßt, 30 s bis 30 min, vorzugsweise 30 s bis 10 min, dauert.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Thiol der reduzierenden Zusammensetzung unter Thioglykolsäure, Thiomilchsäure und 2-Mercaptopropionsäure ausgewählt wird.

14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Thiol in einer Konzentration von 1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der reduzierenden Zusammensetzung, enthalten ist.

15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert der reduzierenden Zusammensetzung 7 bis 9,5, vorzugsweise 7,5 bis 8,6, beträgt.

16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die reduzierende Zusammensetzung eine carbonathaltige reduzierende Zusammensetzung ist.

17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die reduzierende Zusammensetzung carbonathaltig ist aufgrund eines Zusatzes, der unter Kohlensäure, Kohlendioxid, Alkalimetallcarbonaten und -hydrogencarbonaten, Ammoniumcarbonat und Ammoniumhydrogencarbonat, Carbonaten und Hydrogencarbonaten primärer, sekundärer oder tertiärer Amine und organischen Carbonaten, wie z.B. Guanidiniumcarbonat, ausgewählt wird.

18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Gehalt der reduzierenden Zusammensetzung an Carbonationen CO&sub3;²&supmin; 0,1 bis 1,6 M beträgt.

19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die reduzierende Zusammensetzung ferner mindestens ein Disulfid enthält, wobei die Zusammensetzung eine selbstneutralisierende Zusammensetzung ist.

20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die oxidierende Zusammensetzung ein Oxidationsmittel enthält, das unter Wasserstoffperoxid, Alkalibromaten, Persalzen und Polythionaten ausgewählt wird.

21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Oxidationsmittel um ein Alkalibremat handelt.

22. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das keratinische Material aus Haaren besteht.







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