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Dokumentenidentifikation DE69500103T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0736287
Titel Unabhängiges Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel
Anmelder Alcon Laboratories, Inc., Fort Worth, Tex., US
Erfinder Charles, Steven T., Germantown, TN 38138, US;
Ripley, John A., Newport Beach, CA 92660, US;
Huculak, John C., Laguna Niguel, CA 92677, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 69500103
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 01.12.1995
EP-Aktenzeichen 956500474
EP-Offenlegungsdatum 09.10.1996
EP date of grant 04.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse A61B 19/08
IPC-Nebenklasse A61M 25/02   A61B 19/10   A61M 39/08   A61B 19/02   A61B 19/00   H01R 25/00   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Mikrochirurgische Instrumente werden typischerweise von Chirurgen zur Entfernung von Gewebe aus empfindlichen und beschränkten Bereichen im menschlichen Körper verwendet, insbesondere bei einem chirurgischen Eingriff am Auge, und noch genauer bei Verfahren zur Entfernung des Glaskörpers oder der Kristallinse. Derartige Instrumente schließen eine Steuerkonsole und ein chirurgisches Handstück ein, mit dem der Chirurg das Gewebe seziert und entfernt. Das Handstück weist ein chirurgisches Werkzeug auf, wie etwa eine pneumatische Glaskörpersonde oder eine mikrochirurgische Ultraschallschneideinrichtung zum Schneiden oder Zerteilen des Gewebes, und ist mit der Steuerkonsole durch eine lange Luftdruck(Pneumatik-)-Leitung oder ein Stromkabel und durch lange Leitungen, Kabel, optische Kabel oder flexible Schläuche zur Zuführung eines Infusionsfluids zur Stelle des chirurgischen Eingriffs und zum Abziehen oder Absaugen von Fluid und abgeschnittenem/zerteiltem Gewebe von der Stelle verbunden. Die Schneid-, Infusions- und Ansaugfunktionen des Handstücks werden durch die Fernsteuerkonsole gesteuert, die das (die) chirurgische(n) Handstück(e) (z.B. eine sich hin- und herbewegende oder rotierende Schneidklinge oder eine durch Ultraschall in Vibration versetzte Nadel) nicht nur mit Strom versorgt, sondern auch den Fluß des Infusionsfluids steuert und eine Quelle verringerten Drucks (relativ zur Atmosphäre) zur Ansaugung von Fluid und abgeschnittenem/zerteiltem Gewebe bereitstellt. Die Funktionen der Konsole werden manuell vom Chirurgen gesteuert, üblicherweise mittels eines mit dem Fuß betätigten Schalters.

Die Mehrfachverbindungen, die zwischen dem Handstück und der Konsole für das Stromkabel und die Infusions- und Ansaugleitungen erforderlich sind, haben die Vorbereitung und das Anschließen der Ausrüstung vor dem chirurgischen Eingriff extrem komplex gemacht, mit den resultierenden Bedenken gegenüber der Aufrechterhaltung der Sterilität der Ausrüstung und der Sicherstellung fehlerfreier Verbindung. Dementsprechend ist es dazu gekommen, daß die typischen mikrochirurgischen Instrumente, die Anschlüsse zur Handhabung der Fluide in einer "Kassette" zusammengefaßt werden, die in einer Einheit die Anschlüsse für die Ansaugleitungen, die internen Leitungen für die Steuerung des Fluidflusses, die Ventile für die Steuerung des Fluidflusses vom Handstück, ein Aufnahmegefäß für angesaugte Fluide und Gewebe enthält und den Schlauchteil einer peristaltischen Pumpe enthalten kann. Die Kassette wird typischerweise in einer sterilen Verpackung mit farbcodierten Verbindungsschläuchen geliefert, die bereits befestigt sein können oder nicht. Nichtsdestoweniger erfordert die Einrichtung der Ausrüstung immer noch den Anschluß der Kassette und Konsole an Handstückinfusionsleitungen, Handstückansaugleitungen, elektrischen Stromkabel, pneumatischen Leitungen und/oder Lichtleitfaserkabel und die Einführung der Kassette in eine Aufnahme der Konsole. Zusätzlich können mehrere Handstücke während einer typischen Operation verwendet werden, was die Anzahl der Leitungen vervielfältigt, die zwischen den Handstücken und der Konsole angeschlossen werden müssen. Obgleich die Farbcodierung der Leitungen die Möglichkeiten des falschen Anschließens der Leitungen verringert, können diese Mehrfachleitungen sich leicht verheddern und verknoten, da die Konsole im allgemeinen außerhalb des sterilen Felds liegt und daher mehrere Fuß von der Operationsstelle weg, wodurch es erforderlich ist, daß die Leitungen mehrere Fuß lang sind. Es ist daher wichtig, daß diese Leitungen ausgestreckt und relativ gerade bleiben, um sicherzustellen, daß die Luft und das Infusions/Ansaugfluid frei zur Operationsstelle strömt und von dort weg. Auch können diese Leitungen an Ventile und/oder Sperrhähne angeschlossen sein. Das Halten der Leitungen in geradem und nicht verheddertem Zustand hilft dabei, das richtige Ventil mit der richtigen Leitung zu verbinden.

Vorrichtungen nach dem Stand der Technik, einschließlich der chirurgischen Abdecktücher, die in U.S. Patent Nos. 3,721,234 und 5,010,899 offenbart sind, schließen integrale Laschen oder Schlaufen ein, in die hinein die chirurgischen Leitungen plaziert und während des chirurgischen Eingriffs gehalten werden können. Obgleich sie ein Mittel bereitstellen, die Leitungen während des chirurgischen Eingriffs an Ort und Stelle zu halten, gehen diese Abdecktücher jedoch nicht das Problem an, das Verheddern und Verknoten der Leitungen vor dem chirurgischen Eingriff zu minimieren und die Wahrscheinlichkeit falsch angeschlossener Leitungen zu verringern.

Demgemäß besteht weiterhin ein Bedürfnis nach einem unabhängigen Managementsystem für chirurgische Schläuche, das die verschiedenen Strom- und Fluidleitungen, die während eines chirurgischen Eingriffs verwendet werden, relativ gerade, mit Abstand voneinander und im vorher angeschlossenen Zustand hält, wodurch ein vollständiges Schlauch- und Kabelpaket bereitgestellt wird, das es leichter und verläßlicher ermöglicht, das (die) chirurgische(n) Handstück(e) an eine chirurgische Konsole anzuschließen.

Kurze Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist dazu gedacht, den Stand der Technik zu verbessern, indem ein unabhängiges chirurgisches Abdecktuch zu Verfügung gestellt wird, durch das die am häufigsten verwendeten chirurgischen Handstück(e) und Strom- und Fluidschläuche, -kabel und -verbindungen vorher angeschlossen werden, einbezogen in eine einzige Einwegverpackung. Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird ein Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel zur Verfügung gestellt, wie es in Anspruch 1 spezifiziert ist. Der Abdecktuchteil der vorliegenden Erfindung schließt im allgemeinen eine sterile Folie oder ein steriles Substrat ein, die (das) entweder die Gesamtheit oder nur einen Teil des Körpers des Patienten überdecken kann. An jedem Ende der Folie können Taschen ausgebildet sein. In die Tasche hinein, die dazu gedacht ist, in der Nähe des Kopfes des Patienten plaziert zu werden, kann jede Anzahl oder Vielzahl von chirurgischen Instrumenten plaziert werden, wie etwa Glaskörpersonden, Infusionskanülen, Ansaugleitungen, Gerinnungssonden, etc.. Die verschiedenen Strom- und Fluidleitungen, die benötigt werden, um diese Instrumente zu betätigen, können dauerhaft oder vorübergehend an die entsprechenden Instrumente angeschlossen sein und sich die Länge der Folie herunter erstrecken. Diese Leitungen werden auf der Folie an verschiedenen Punkten mit jeder Anzahl von Verfahren befestigt, wie etwa Klebstoff, Klebeband, Haken- und Schlaufen-Befestigungsmittel oder durch Durchziehen der Leitungen durch in der Folie ausgebildete Schlitze. Alternativ kann die Folie eine Zwei-Lagen-Konstruktion sein, mit den Leitungen in Sandwichart zwischen den Lagen. Diese Leitungen enden in der der Instrumententasche gegenüberliegenden Tasche. Diese zweite Tasche enthält eine kleine Spule jeder Leitung, so daß die Leitungen über die Außenlinie der Folie hinaus verlängert und an die chirurgische Konsole angeschlossen werden können.

Demgemäß besteht ein Vorteil der vorliegenden Erfindung darin, ein unabhängiges Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel zur Verfügung zu stellen, bei dem die verschiedenen Leitungen vorher an dem chirurgischen Abdecktuch oder der Folie befestigt sind und abnehmbar, ersetzbar sind und durch zusätzliche befestigte Leitungen ergänzt werden können.

Ein anderer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein unabhängiges Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel zur Verfügung zu stellen, bei dem die verschiedenen Leitungen mit Abstand voneinander angeordnet sind.

Noch ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein unabhangiges Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel zur Verfügung zu stellen, bei dem die am häufigsten verwendeten Instrumente für einen chirurgischen Eingriff vorher zusammengebaut und in einer Folie enthalten sind.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein unabhängiges Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel zur Verfügung zu stellen, bei dem die am häufigsten verwendeten Instrumente für einen chirurgischen Eingriff leicht in der Nähe des Chirurgen angeordnet und an eine chirurgische Konsole angeschlossen werden.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, ein unabhängiges Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel zur Verfügung zu stellen, das leicht an Ort und Stelle auf dem Patienten ausgebreitet werden kann.

Noch ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, ein unabhängiges Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel zur Verfügung zu stellen, das das Verheddern und Verknoten der verschiedenen Strom- und Fluidleitungen minimiert, die benötigt werden, um ein chirurgisches Instrument zu bedienen.

Noch ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, ein unabhängiges Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel zur Verfügung zu stellen, das die Wahrscheinlichkeit minimiert, daß die verschiedenen Strom- und Fluidleitungen, die benötigt werden, um ein chirurgisches Instrument zu bedienen, falsch angeschlossen werden.

Zusätzliche Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden den Fachleuten auf diesem Gebiet aus der detaillierten Beschreibung und den Zeichnungen, die folgen, deutlich werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

FIG. 1 ist eine Ansicht einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die auf einem Patienten plaziert ist.

FIG. 2 ist eine Draufsicht der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die in FIG. 1 dargestellt ist.

FIG. 3 ist eine Draufsicht einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Wie man am besten in den FIGS. 1 und 2 sehen kann, besteht das unabhängige Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel 10 der vorliegenden Erfindung aus Substrat oder Abdecktuch 12, Leitungen 14 und chirurgischen Instrumenten 16. Die Instrumente 16 können alle aus einer Vielzahl von chirurgischen Vorrichtungen sein, wie etwa eine Glaskörpersonde, ein Linsenverflüssigungs- oder -fragmentationshandstück, eine Gerinnungssonde, eine Lasersonde, eine Infusionskanüle, eine Ansaugleitung, eine Lichtleitfaserilluminatorsonde oder jede andere von einem Chirurgen und/oder Assistenten verwendete Sonde, die an eine unterstützende Konsole/Einheit angeschlossen wird. Die Leitungen 14 können alle aus einer Vielzahl von Fluid-, Optik- oder Stromleitungen (elektrisch, pneumatisch oder Licht/Laser) sein, die für den Betrieb der Instrumente 16 notwendig sind. Die Leitungen 14 werden üblicherweise elektrische Kabel, flexible Fluidschläuche oder Lichtleitfaserkabel sein, obgleich jede Art von Leitung 14 verwendet werden kann, wobei diese Kabel und Schläuche in der Technik gut bekannt sind. Vorzugsweise sind die Leitungen 14 farbcodiert für das bestimmte Instrument 16, an die die Leitungen 14 angeschlossen werden, und können dauerhaft mit dem Instrument 16 verbunden sein, oder, wie in FIG. 2 dargestellt, können die Leitungen 14 unverbunden mit irgendeinem Instrument 16 belassen werden und können in einer Wicklung 27 enden, die als eine Reserveleitung 14 verwendet werden kann. Die Leitungen 14 enden an freien Enden, die Verbindungsstücke (nicht dargestellt) enthalten, wie etwa Luerverschluß-, CPC-, Lemo- oder Lichtleitfaseranschlußstücke. Vorzugsweise ist das Anschlußstück, das für jede Leitung 14 verwendet wird, von einem einzigen Typ, wodurch die Wahrscheinlichkeit minimiert wird, die Leitungen 14 falsch an die chirurgische Konsole (nicht dargestellt) anzuschließen. Wie man in den FIGS. 2 und 3 sehen kann, sind die Leitungen 14 länger als das Substrat 12, so daß die Leitungen 14 über die Grenzen des Substrats 12 hinaus verlängert und an die Kontrollkonsole (nicht dargestellt) angeschlossen werden können und die Instrumente 16 über die Grenzen des Substrats 12 hinaus verlängert werden können.

Das Substrat 12 kann jedes aus einer Vielzahl von Stoff-, Kunststoff-, nicht-verwobenen (wie etwa nicht-verwobenem Polypropylen) oder Papier-Materialien sein, die üblicherweise in einem Operationssaal als ein Abdeckmaterial verwendet werden. Das Substrat 12 sollte vorzugsweise ein Material sein, das zusammengefaltet und sterilisiert werden kann, und kann entweder relativ klein sein (so daß nicht der gesamte Patient abgedeckt wird), wie in FIG. 1 dargestellt, oder groß genug, um den gesamten Patienten abzudecken. Wie man am besten in FIG. 2 sehen kann, enthält das Substrat 12 eine Mehrzahl von Befestigungsmitteln 18 zur Befestigung der Leitungen 14 am Substrat 12. Die Befestigungsmittel 18 können alle aus einer Vielzahl von üblicherweise verfügbaren Befestigungsmitteln sein, wie etwa Haken- und Schlaufen-Befestigungsmittel (wie etwa diejenigen, die unter der Marke VELCRO vertrieben werden), Schnappbefestigungen, Klebeband, Verdrehverbindungen, Einschnappbefestigungen oder Kabelverbindungen sein, oder die Befestigungsmittel 18 können aus einer Mehrzahl von schlaufenbildenden Schlitzen bestehen, die in das Substrat 12 hineingeschnitten sind, wobei die Leitungen 14 durch die Schlitze geführt sind, um die Leitungen 14 am Substrat 12 zu halten. Alternativ, wie in FIG. 3 dargestellt, werden die Leitungen 14' gegen das Substrat 12 mit Folie 24 gehalten, die an Substrat 12' angeklebt oder daran gewebt ist, wodurch die Leitungen 14' zwischen der Folie 24 und dem Substrat 12' in Sandwichart gehalten werden. Das Substrat 12 kann auch eine Mehrzahl von Taschen 20 und 21 enthalten, die dadurch hergestellt werden, daß entweder ein zweites Materialstück 22 (wie etwa ein durchsichtiger Kunststoff) an jedem Ende von Substrat 12 befestigt ist oder indem die Enden von Substrat 12 übergefaltet sind. Die Taschen 20 und 21 können verwendet werden, um die chirurgischen Instrumente 16 oder die aufgewickelten Enden 26 der Leitungen 14 zu halten.

Während der Herstellung des Systems 10 wird ein Abschnitt des Endes der Leitungen 14 gegenuberliegend der Instrumente 16 zu Wicklungen 26 ausgebildet und in den Taschen 21 plaziert. Die Leitungen 14 und die Instrumente 16 werden die Länge des Substrats 12 heruntergezogen, wobei die Leitungen 14 und die Instrumente 16 entweder durch die Befestigungsmittel 18 hindurchgefädelt oder Befestigungsmittel 18 über den Leitungen 14 aufgebracht werden. Instrumente 16 werden zusammen mit einer kleinen Wicklung der entsprechenden Leitung 14 (so daß die Instrumente 16 bis zur Operationsstelle verlängert werden können) in den Taschen 20 plaziert. Das Substrat 12 wird dann zu einer kompakten Verpackung zusammengerollt oder -gefaltet. Wie am besten in FIG. 1 veranschaulicht wird im Gebrauch das zusammengerollte oder -gefaltete Managementsystem für Schläuche 10 auf dem liegenden Patienten 28 plaziert und entrollt oder ausgebreitet, so daß die Taschen 20, die die Instrumente 16 enthalten, nahe dem Kopf 29 des Patienten 28 angeordnet sind und die Taschen 21, die die Wicklungen 26 der Leitungen 14 enthalten, an den Füßen (nicht dargestellt) des Patienten 28 angeordnet sind. Die chirurgische Konsole (nicht dargestellt) kann an den Füßen oder neben dem Patienten 28 plaziert werden. Die Wicklungen 26 werden aus den Taschen 21 entfernt und abgerollt, so daß die Leitungen 14 leicht an die Konsole angeschlossen werden können. Die Instrumente 16 können aus den Taschen 20 entfernt und vor dem Beginn des chirurgischen Eingriffs nahe der Operationsstelle plaziert oder in den Taschen 20 belassen werden, bis sie vom Chirurgen benötigt werden. Wie man sehen kann, eliminiert die Verwendung von Leitungen 14, die mit Befestigungsmitteln 18 am Substrat 12 befestigt sind, im wesentlichen die Wahrscheinlichkeit, daß die Leitungen 14 sich verheddern oder verknoten, wodurch die Möglichkeit verringert wird, daß die Leitungen 14 falsch angeschlossen werden, und der Zeitaufwand verringert wird, der benötigt wird, um die Instrumente 16 an die Konsole anzuschließen. Zusätzlich können andere lose Gegenstände, die während des chirurgischen Eingriffs erforderlich sein können, wie etwa die Kassette (nicht dargestellt), Messer (nicht dargestellt), Gaze (nicht dargestellt), Augenlanzen (nicht dargestellt) oder andere chirurgische Vorrichtungen, in bequemer Weise im zusammengerollten oder -gefalteten Managementsystem für Schläuche 10 eingewickelt oder in Reservetaschen 20 oder 21 plaziert werden, für die Anlieferung in den Operationssaal.

Die oben beschriebenen Ausführungsformen sollen in allen Hinsichten als veranschaulichend und nicht beschränkend angesehen werden.


Anspruch[de]

1. Ein Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel (10, 10') für Schläuche, Stromkabel, Lichtleitfaserkabel und dergleichen, die so angepaßt sind, daß sie an ein chirurgisches Instrument (16) angeschlossen werden können, welches ein flexibles Substrat (12, 12') mit einer bestimmten Länge und Mittel (18) zur Befestigung von Schläuchen und/oder Kabelleitungen (14, 14') an dem Substrat (12, 12') umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere chirurgische Instrumente (16) auf dem Substrat (12, 12') durch ein erstes Haltemittel am Ende des Substrates, das im Gebrauch so angepaßt ist, daß es nahe dem Kopf (29) eines Patienten (28) plaziert werden kann, gehalten wird/werden;

ein oder mehrere Schläuche und/oder Kabelleitungen (14, 14') an einem Ende derselben mit einem entsprechenden chirurgischen Instrument (16) vorher angeschlossen wird/werden;

der (die) oder jeder (jede) Schlauch und/oder Kabelleitung (14, 14') vorher an dem Substrat (12, 12') befestigt wird und sich die Länge des Substrates (12, 12') herunter erstreckt und an einem freien Ende gegenüberliegend dem chirurgischen Instrument (16) endet;

wodurch ein unabhängiges und fakultativ als Einwegsystem ausgelegtes Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel bereitgestellt wird.

2. Ein Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel (10, 10') nach Anspruch 1, welches eine Mehrzahl von chirurgischen Instrumenten (16) und eine Mehrzahl von Schläuchen und/oder Kabelleitungen (14, 14') umfaßt, wobei die Mittel (18) zur Befestigung der einzelnen Schläuche und/oder Kabelleitungen an dem Substrat (12, 12') so angepaßt sind, daß sie die Leitungen relativ gerade und mit Abstand voneinander halten.

3. Ein Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel (10, 10') nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei das Substrat (12, 12') ein chirurgisches Abdeckmaterial, Papier, Stoff oder nicht-verwobenes Polypropylen ist.

4. Ein Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Mittel (18, 24) zur Befestigung der Schläuche und/oder Kabelleitungen (14, 14') an dem Substrat (12, 12') schlaufenbildende Schlitze, die in das Substrat (12) geschnitten sind; eine Folie (24), die über die Leitung oder Leitungen (14) gelegt ist und an dem Substrat (12') anhaftet; Klebeband (18); oder Haken- und Schlaufen-Befestigungsmittel umfaßt.

5. Ein Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Substrat (12, 12') im Gebrauch so angepaßt ist, daß es im wesentlichen den gesamten Patienten (28) überdecken kann.

6. Ein Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel (10, 10') nach einem der Ansprüche 1 bis 5, welches außerdem ein zweites Haltemittel zum Halten der freien Enden des (der) oder jedes (jeder) Schlauches und/oder Kabelleitung (14, 14') in einem aufgespulten oder aufgewickelten Zustand auf dem Substrat umfaßt.

7. Ein Managementsystem für chirurgische Schläuche und Kabel (10, 10') nach Anspruch 6, wobei das erste und das zweite Rückhaltemittel entsprechende Taschen (20, 21, 21') umfassen, die an den Enden des Substrates (12, 12') ausgebildet sind.







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