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Dokumentenidentifikation DE69500113T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0705594
Titel Kosmetische Zusammensetzung, die ein filmbildendes Polymer und eine Siliconverbindung enthält
Anmelder L'Oréal, Paris, FR
Erfinder de la Poterie, Valerie, F-77820 Le Chatelet en Brie, FR;
Mellul, Myriam, F-94240 L'Hay-les-Roses, FR
Vertreter Beetz und Kollegen, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69500113
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 02.10.1995
EP-Aktenzeichen 951155597
EP-Offenlegungsdatum 10.04.1996
EP date of grant 18.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse A61K 7/043

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine kosmetische Zusammensetzung, die ein filmbildendes Polymer enthält und auf den Nagel aufgetragen werden kann, beispielsweise als Lack oder als Pflegeprodukt oder auch als Grundlage für Nagellacke.

Es ist beispielsweise aus der Druckschrift JP 60237010 eine Grundlage für Nagellacke bekannt, die aus einem wasserlöslichen Polymer in wäßrig-alkoholischer Lösung besteht, wobei die Grundlage durch einfaches Schaben entfernt werden kann, wodurch die Lackschicht gleichzeitig durch Ablösen der Basisschicht abgezogen werden kann, ohne daß organische Lösungsmittel verwendet werden müssen.

Es gibt jedoch einige Nachteile, die mit diesem Produkttyp verbunden sind.

So ist es im allgemeinen erforderlich, mindestens zwei Basisschichten auf dem Nagel anzubringen, bevor der Lack aufgetragen wird, um eine ausreichende Abdeckung des Nagels zum leichten Ablösen zu erzielen. Wenn nur eine einzige Basisschicht aufgebracht wird, ist das Ablösen ohne kräftiges Schaben am Nagel schwierig und sogar unmöglich, wodurch eine umechanischell Beschädigung der Beschaffenheit der äußeren Oberfläche hervorgerufen wird.

Die Gegenwart von Lösungsmitteln in der untenliegenden Basisschicht kann dagegen einerseits die äußere Nageloberfläche beschädigen und andererseits eine starke Haftung der Grundlage auf dem Nagel hervorrufen, wodurch dann beim Ablösen ein kräftigeres Schaben erforderlich ist, was eine weitere Ursache des "mechanischen" Beschädigungsrisikos der äußeren Nageloberfläche darstellt.

Es kann die Patentanmeldung EP 504 754 genannt werden, die eine Grundlage für Lacke beschreibt, die sich durch Ablösen abheben kann, wobei die Aufgabe der Anmeldung darin besteht, eine Grundlage herzustellen, die an der Spitze des Nagels, dem empfindlichsten Bereich, stark haftet, da der Nagel hier den meisten Beanspruchungen ausgesetzt ist. Die in dieser Anmeldung vorgeschlagene Lösung besteht darin, in die Grundlage Glycerin und/oder Saccharide einzubringen, die Verbindungen sind, die eine gute Haftung der Basis auf dem Nagel gewährleisten.

Es ist ferner aus der Anmeldung EP-A-391 322 bekannt, modifizierte Silicone, insbesondere modifizierte Dimethylpolysiloxan-Polyether-copolymere, in Nagellackzusammensetzungen einzubringen, die eine wäßrige Polyurethandispersion enthalten.

Die Anmelderin hat sich die Aufgabe gestellt, kosmetische Zusammensetzungen des Standes der Technik zu verbessern, indem ihre Nachteile beseitigt werden, und eine leicht ablösbare Zusammensetzung anzugeben, die den Nagel ausreichend schützt, wobei nur eine einzige Schicht aufgetragen wird.

Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher eine kosmetische Zusammensetzung, die auf Nägel aufgetragen werden kann und eine wäßrige Dispersion von Partikeln eines filmbildenden Polymers und eine wasserlösliche oder in Wasser dispergierbare Siliconverbindung in einem Anteil von 0,5 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthält.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung dieser Zusammensetzung als Grundlage, die vor einem Nagellack aufgetragen wird, als Grundlage zur Pflege der Nägel oder als farbloser oder farbiger Nagellack.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung dieser Zusammensetzung zur Herstellung eines abschälbaren Films.

Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Zusammensetzung besteht darin, daß sie leicht ohne übermäßiges Schaben ablösbar ist und daher die äußere Oberfläche des Nagels nicht beschädigt, wenn der Lack entfernt wird.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß das gute Verhalten des später aufgetragenen Lacks nicht verändert wird.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Zusammensetzung besteht darin, daß sie einen ausreichenden Glanz aufweist und sich ausreichend auf der Oberfläche des Nagels verteilen kann.

Die erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzung enthält daher eine wäßrige Dispersion von Partikeln eines filmbildenden Polymers.

Diese Dispersion kann vom Fachmann auf der Basis seiner allgemeinen technischen Kenntnisse hergestellt werden und insbesondere durch Lösen des in Wasser wenig oder nicht löslichen Polymers in einem schwach wasserlöslichen organischen Lösungsmittel, Zusatz von Wasser zu dieser Lösung, Mischen, um eine Emulsion zu bilden, und anschließendem Verdampfen des organischen Lösungsmittels, um eine wäßrige Polymerdispersion herzustellen, die einen Trockensubstanzgehalt von etwa 30 bis 50 Gew.-% aufweist.

Als filmbildendes Polymer kann eine wäßrige Dispersion von anionischem, kationischem, nichtionischem oder amphoterem Polyurethan, von Polyester-Polyurethan, Polyether-Polyurethan und sogar Polyharnstoff alleine oder im Gemisch verwendet werden.

Das Polyurethan kann beispielsweise ein aliphatisches, cycloaliphatisches oder aromatisches Copolymer von Polyurethan, Polyhamstofflurethan oder Polyharnstoff sein, das alleine oder im Gemisch enthält:

. mindestens eine Sequenz, die von einem geradkettigen oder verzweigten aliphatischen und/oder cycloaliphatischen und/oder aromatischen Polyester stämmt, und/oder

. mindestens eine Sequenz, die von einem aliphatischen und/oder cycloaliphatischen und/oder aromatischen Polyether stamtnt, und/oder

. mindestens eine gegebenenfalls substitutierte, gegebenenfalls verzweigte Siliconsequenz, beispielsweise Polydimethylsiloxan oder Polymethylphenylsiloxan, und/oder mindestens eine Sequenz, die fluorierte Gruppen enthält.

Die erfindungsgemäß definierten Polyurethane können ferner aus gegebenenfalls verzweigten Polyestern und Alkydharzen, die bewegliche Wasserstoffatome enthalten, hergestellt werden, die durch Reaktion mit einem Diisocyanat und einer bifunktionellen organischen Verbindung (beispielsweise einer Dihydro-, Diamino- oder Hydroxyaminoverbindung) modifiziert werden und die ferner entweder eine Carboxy- oder Carboxylatgruppe oder eine Sulfonsäure- oder Sulfonatgruppe oder auch eine neutralisierbare tertiäre Aminogruppe oder eine quaternäre Ammoniumgruppe enthalten.

Es kann eine wäßrige Dispersion von Partikeln von Polyester-Polyurethan oder eine wäßrige Dispersion von Partikeln von Polyether-Polyurethan alleine oder im Gemisch in Anteilen von 0 bis 100 % verwendet werden.

So können wäßrige Polyester-Polyurethan-Dispersionen oder Polyether-Polyurethan-Dispersionen verwendet werden, die unter der Bezeichnung "Sancure 2060", "Sancure 815" oder "Sancure 878" von der Firma Sanncor oder "Neorez R 970" von der Firma ICI im Handel sind.

Die erfindungsgemäß verwendeten Polyester-Polyurethane und Polyether-Polyurethane sind vorzugsweise anionisch, wobei dies von der Gegenwart von Carboxy-Gruppen oder Sulfonsäure-Gruppen in ihren Einheiten herrührt. Es können auch nichtionische Polyurethane verwendet werden.

Es können ferner wäßrige Dispersionen von Acrylpolymeren und Acrylcopolymeren, Acryl-Styrol-Copolymeren und Vinylpolymeren und Vinylcopolymeren verwendet werden, wie die Dispersionen, die unter der Bezeichnung "LR 8763" von BASF oder "Neocryl XK-90" von ICI im Handel sind. Vorzugsweise werden diese Dispersionen von Acryl-, Acryl/Styrol- oder Vinylpolymeren in Kombination mit einer Polyurethandispersion verwendet.

Der Trockensubstanzgehalt der im allgemeinen verwendeten Dispersionen liegt in der Größenordnung von 20 bis 50 Gew.-% und vorzugsweise von 30 bis 40 Gew.-%, die Partikelgröße liegt vorzugsweise im Bereich von 20 bis 200 nm.

Es wird vorzugsweise eine kosmetische Zusammensetzung hergestellt, die 80 bis 97 Gew.-% wäßrige Polymerdispersion enthält, entsprechend etwa 25 bis 60 Gew.-% Trockensubstanzgehalt des Polymers in der am Ende vorliegenden Zusammensetzung.

Die erfindungsgemäße filmbildende kosmetische Zusammensetzung enthält ferner eine wasserlösliche oder in Wasser dispergierbare Siliconverbindung.

Diese Verbindung kann beispielsweise ein mit Polyether modifiziertes Silicon, Polydimethylsiloxan, das gegebenenfalls ethoxyliert ist und gegebenenfalls Amino- oder Phosphatgruppen enthält, ein Silicon-Weizenprotein-Copolymer und/oder ein Polydimethylsiloxansulfosuccinat sein.

Als erfindungsgemäße Siliconverbindung kann ferner ein in Wasser lösliches oder dispergierbares Silicontensid eingesetzt werden, das gleichzeitig die Eigenschaften einer Siliconverbindung und eines grenzflächenaktiven Stoffes gewährleistet, wodurch die Fähigkeit zur Verteilung auf dem Nagel der am Ende vorliegenden kosmetischen Zusammensetzung verbessert werden kann.

Von den Siliconverbindungen, die auch die Rolle eines grenzflächenaktiven Mittels übernehmen, kann der Silicontensid genannt werden, das unter der Bezeichnung KF 355A von Shin Etsu im Handel ist. Die erfindungsgemäßen Siliconverbindungen können anionisch, nichtionisch, kationisch oder amphoter vorliegen.

Vorzugsweise wird eine wasserlösliche und nichtionische Siliconverbindung gewählt, durch die die Qualität des Ablösens verbessert werden kann, d.h. mit der ein leichteres und vollständiges oder sauberes Ablösen erzielt werden kann.

Die Siliconverbindung liegt in der Zusammensetzung in einem Anteil von 0,5 bis 10 Gew.-% Trockensubstanz und vorzugsweise in einem Anteil von 2 bis 6 Gew.-% vor.

Zu der erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann gegeben werden:

. ein herkömmliches grenzflächenaktives Mittel, wie beispielsweise eine fluorierte Verbindung (Fluorad von 3M oder Forafac von Atochem) vorzugsweise in einem Anteil von 0,1 bis 2 Gew.-%,

. ein herkömmliches Verdickungsmittel, wie Cellulose oder Cellulosederivate, Acrylpolymere, Siliciumoxidderivate, Tone oder natürliche Gummen, oder beliebige andere Arten von ergänzenden herkömmlichen Polymeren, vorzugsweise in einem Anteil von 0,1 bis 5 Gew.-%,

. herkömmliche Netzmittel, vorzugsweise in einem Anteil von 0 bis 1 Gew.-%,

. Füllstoffe, wie Mikrodispersionen von Wachs, fluorierte Copolymere zur Verbesserung der Wasserbeständigkeit, Alkohole und/oder Glykole zur Verbesserung der Trocknungsgeschwindigkeit, vorzugsweise in einem Anteil von 0 bis 5 Gew.-%.

Es ist möglich, die erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzung zu färben, indem ihr in üblichen Anteilen, die vom Fachmann leicht zu bestimmen sind, organische Pigmente, anorganische Pigmente und/oder Färbemittel zugesetzt werden, die vorzugsweise wasserlöslich sind.

Der Zusammensetzung können ferner Wirkstoffe zugesetzt werden, wie UV-Filter, Härtungsmittel, Hydratisierungsmittel, Vitamine, Proteine, und Wirkstoffe zur Pflege des Keratinmaterials, um den Schutz, die Härtung oder die Pflege des Nagels zu gewährleisten. Es kann ferner eine Basis zur Pflege der Nägel hergestellt werden.

Die erfindungsgemäße kosmetische Zusammensetzung kann leicht auf dem Nagel in einer einzigen Schicht aufgebracht werden.

Man erhält so einen weichen Film, der gut auf dem Nagel haftet und der sich leicht und in einem Stück ablöst.

Dieser Film ist glänzend und gut wasserbeständig, sogar in warmem Wasser und Seifenwasser.

Der Film bedeckt den Nagel ausreichend und weist eine glatte äußere Oberfläche auf, die mit einem herkömmlichen Lack überzogen werden kann. Nach Abdeckung mit einem Lack ist die Grundlage immer noch leicht ablösbar, wodurch ein leichtes Ablösen des Lacks möglich ist und die Anwendung eines Lösungsmittels vermieden wird.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann nun als Grundlage für Lacke, als farbloser oder farbiger Lack und/oder als Grundlage zur Pflege der Nägel verwendet werden. Sie kann ferner zur Herstellung eines abschälbaren Films verwendet werden.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele erläutert, die nicht einschränkend sind.

Beispiel 1

Es wird eine Zusammensetzung hergestellt, die in Gewichtsprozent folgende Bestandteile aufweist:

. 0,2 % Verdickungsmittel als Zusatz für Polyurethan SER AD FX 1100 (Servo),

. eine Siliconverbindung in einer Menge, wie sie in der nachstehenden Tabelle angegeben ist,

. eine wäßrige Dispersion von Polyester-Polyurethan mit Carboxygruppen (Trockensubstanzgehalt 35,8 Gew.-%, unter der Bezeichnung SANCURE 815 von Sancor im Handel) in einer für 100 % notwendigen Menge.

Die Herstellung erfolgt folgendermaßen. Man gibt das Verdickungsmittel zu der wäßrigen Polyurethandispersion, mischt bis zum Erhalt einer homogenen Zusammensetzung und gibt dann die Siliconverbindung zu.

Die in der Tabelle in der Spalte < < Trennung > > angegebenen Ergebnisse wurden folgendermaßen erhalten: Es wird eine erste Schicht der Zusammensetzung auf einen Träger aus Horn aufgetragen; auf dieser ersten Schicht wird ein schmaler Nylonstreifen angebracht, anschließend wird eine zweite Schicht der Zusammensetzung aufgetragen; man läßt 24 h trocknen und zieht mit Hilfe einer Zugvorrichtung die erste Schicht ab. Man bestimmt so die zur Trennung notwendige Kraft. Die gleiche Vorgehensweise wird mit einer Vergleichszusammensetzung wiederholt, die keine Siliconverbindung enthält. Die in der Tabelle gezeigten Ergebnisse stellen tatsächlich das Verhältnis der Trennkraft dar, die zur Trennung des Films aus der erfindungsgemäßen Zusammensetzung notwendig ist, zu der Trennkraft, die für den Film der Vergleichszusammensetzung notwendig ist. Wenn das Verhältnis in der Nähe von 1 liegt, bedeutet dies, daß die getestete Zusammensetzung sich ebensoleicht ablöst wie die Vergleichszusammensetzung.

Die in der Spalte < < Test am Nagel > > angegebenen Ergebnisse wurden qualitativ folgendermaßen erhalten: Auf den Nagel wird eine einzige Schicht der Zusammensetzung und anschließend ein herkömmlicher Lack mit Lösungsmittel (eine oder zwei Schichten, entsprechend der Gewohnheit) aufgetragen.

Es wird das Ablösen des Films bestimmt, indem an dem Film der erfindungsgemäßen Zusammensetzung gezogen wird, ohne zu kratzen.

Man erhält die folgenden Ergebnisse:

Die Vergleichszusammensetzung, die keine Siliconverbindung enthält, ist schwierig abzulösen.

Die Siliconverbindung liegt in der am Ende vorliegenden Zusammensetzung gelöst vor.

Die Ergebnisse zeigen, daß durch die Gegenwart einer Siliconverbindung das Ablösen deutlich erleichtert wird (das Verhältnis liegt weit unter 1).

Beispiel 2

Es wird eine Zusammensetzung hergestellt, die in Gewichtsprozent folgende Bestandteile aufweist:

. 0,2 % Verdickungsmittel als Zusatz für Polyurethan SER AD FX 1100 (Servo),

. 0,5 % Silicontensid KF 355A von Shin Etsu (ethoxyliertes propoxyliertes Butyl -Polydimethylsiloxan),

eine Siliconverbindung in einem Anteil, der in der nachstehenden Tabelle angegeben ist,

. eine wäßrige Dispersion von Polyester-Polyurethan mit Carboxygruppen (Trockensubstanzgehalt 35,8 %), unter der Bezeichnung SANCURE 815 von Sancor im Handel, in einer für 100 % benötigten Menge.

Man erhält die folgenden Ergebnisse:

Die Vergleichszusammensetzung enthält:

. 74,5 % wäßrige Dispersion von Polyester-Polyurethan mit Carboxygruppen SANCURE 815,

. 25 % SANCURE 815, das 0,8 % Verdickungsmittel als Zusatz für Polyurethan SER AD FX 1100 von Servo enthält, und

. 0,5 % Silicontensid KF 355A von Shin Etsu.

In den getesteten Zusammensetzungen liegt die Siliconverbindung im gelösten Zustand vor.

Es wird festgestellt, daß die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen genauso leicht und sogar leichter ablösbar sind als die Vergleichszusammensetzung.

Beispiel 3

Es werden zwei Zusammensetzungen hergestellt, die auf den Nagel aufgetragen werden

Erfindungsgemäße Zusammensetzung A

. 74,5 % wäßrige Dispersion von Polyester-Polyurethan mit Carboxygruppen (Trockensubstanzgehalt 35,8 %) SANCURE 815,

. 25 % SANCURE 815, das 0,8 % Verdickungsmittel als Zusatz für Polyurethan SER AD FX 1100 von Servo enthält,

. 0,5 % Silicontensid KF 355A von Shin Etsu

Zusammensetzung B des Standes der Technik

. 0,3 % Verdickungsmittel als Zusatz für Polyurethan SER AD FX 1100 von Servo mit 10 % Trockensubstanzgehalt,

. 3,8 % Glycerin,

. 0,6 % durch Fällung hergestelltes Siliciumoxid,

. 8,3 % Talk, und

. 87 % wäßrige Dispersion von Polyester-Polyurethan mit Carboxygruppen SANCURE 815

Es werden eine oder zwei Schichten der Zusammensetzungen A oder B auf dem Nagel aufgetragen, anschließend werden eine oder zwei Schichten des Lacks mit Lösungsmittel aufgetragen.

Man erhält die folgenden Ergebnisse:

Man stellt daher fest, daß es nicht möglich ist, einen Lack abzuschälen, wenn eine einzige Schicht der Zusammensetzung nach dem Stand der Technik aufgetragen worden ist, d.h. eine Zusammensetzung, die keine Siliconverbindung enthält.

Das Ablösen ist dagegen mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung sehr leicht.

Beispiel 4

Es wird eine Zusammensetzung hergestellt, die in Gewichtsprozent enthält:

. 69 % wäßrige Dispersion von Polyester-Polyurethan mit Carboxygruppen SANCURE 815,

. 25 % SANCURE 815, das 0,8 % Verdickungsmittel als Zusatz für Polyurethan SER AD FX 1100 von Servo enthält,

. 0,5 % Silicontensid KF 355A von Shin Etsu,

. 5 % Ethanol,

. 0,5 % UV-Filter,

. 0,0006 % Färbemittel.

Man erhält eine Zusammensetzung, die leicht ablösbar ist und schnell trocknet.


Anspruch[de]

1. Kosmetische Zusammensetzung, die eine wäßrige Dispersion von Partikeln eines filmbildenden Polymers und eine wasserlösliche oder in Wasser dispergierbare Siliconverbindung in einem Anteil von 0,5 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthält.

2. zusammensetzung nach Anspruch 1, in der das filmbildende Polymer unter anionischen, kationischen, nichtionischen und amphoteren Polyurethanen, Polyester-Polyurethanen, Polyether-Polyurethanen, Polyhamstoffen, Acrylpolymeren und Acrylcopolymeren, Acryl-Styrol- Copolymeren, Vinylpolymeren und Vinylcopolymeren sowie deren Gemischen ausgewählt ist.

3. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die wäßrige Dispersion des filmbildenden Polymers in einem Anteil von 80 bis 97 Gew.-% vorliegt.

4. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Siliconverbindung unter polyethermodifizierten Siliconen, Polydimethylsiloxanen, die gegebenenfalls ethoxyliert sind und gegebenenfalls Aminooder Phosphatgruppen enthalten, Silicon-Weizenprotein- Copolymeren, Polydimethylsiloxansulfosuccinaten und Silicontensiden sowie deren Gemischen ausgewählt ist.

5. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Siliconverbindung wasserlöslich und nichtionisch ist.

6. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Siliconverbindung in einem Anteil von 2 bis 6 Gew.-% vorliegt.

7. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die organische Pigmente, anorganische Pigmente und/oder Färbemittel enthält, die vorzugsweise wasserlöslich sind.

8. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die mindestens einen Wirkstoff enthält, der unter UV-Filtern, Härtern, Hydratisierungsmitteln, Vitaminen, Proteinen und Wirkstoffen zur Pflege der Keratinmaterialien ausgewählt ist.

9. Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die in Form eines farblosen oder farbigen Nagellacks, als Basis für Lacke oder als Basis zur Pflege der Nägel vorliegt.

10. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der vorhergehenden Ansprüche als Basis, die vor einem Nagellack aufgetragen wird, als Basis zur Pflege der Nägel oder als farbloser oder farbiger Nagellack.

11. Verwendung der Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Herstellung eines ablösbaren Films.







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