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Dokumentenidentifikation DE19637227A1 10.04.1997
Titel Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarben aus Blumen
Anmelder Putatunda, Dipten, Bombay, IN
Erfinder Putatunda, Dipten, Bombay, IN
Vertreter Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte, 40547 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 13.09.1996
DE-Aktenzeichen 19637227
Offenlegungstag 10.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.04.1997
IPC-Hauptklasse A23L 1/27
IPC-Nebenklasse C09B 61/00   B01D 11/00   
Zusammenfassung Verfahren zur Herstellung von Nahrungsmittelfarben aus Blumen, typischerweise aus Eibischblumen, bestehend aus den Stufen der Entfernung des Kelches und des Androceums der Blumen in halber Blüte; die Wäsche der Blumen; und Lagerung der Blumen in einem vorgereinigten Behälter; Abkochen der Blumen mit Wasser in einer Abkochungskammer wenigstens auf 65 Grad bis 70 Grad Celsius; Herstellung einer 5%igen Lösung einer alkalischen Aminosäure in entmineralisiertem Wasser; Zusetzen der alkalischen Aminosäurelösung in die Abkochungskammer mit den Blumen, bis die pH-Zahl der wässerigen Phase 7,5 bis 8 ist; Abkochen der Mischung in der Abkochungskammer, bis die Temperatur der wässerigen Phase den Siedepunkt übersteigt und Dampf mit einem Druck von mindestens 1,2 kg/cm erzeugt wird; Fortsetzung des Abkochungsverfahrens für 1 bis 2 Stunden; Abkühlen der Lösung in der Abkochungskammer auf 20 Grad Celsius und Druckauslösung; Versetzung der so erhaltenen farbigen Lösung aus der Abkochungskammer in einen verschlossenen Edelstahlbehälter; Zusatz einer sauren Aminosäure zu der Lösung, um diese leicht säurehaltig zu machen; Halten der sauren farbigen Lösung unter Stickstoffabdeckung für 5 bis 6 Stunden zwecks Ausreifung bei 20 Grad Celsius; Filtrierung des ausgereiften Extraktes; Auflösung des 15%igen Extraktes in eine Polyose wie etwa Laktose und/oder Maltodextrin in dem Filtrat; Zerstäubungstrocknung des gefilterten ausgereiften Extraktes in einem Zerstäubungstrockner; und Siebung des so ...

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarben aus Blumen, auf die Einrichtung desselben und auf Lebensmittelfarben, die unter Verwendung dieser Einrichtung und nach dieser Methode hergestellt worden sind.

Zur Zeit werden die Lebensmittelfarben aus synthetischen organischen/inorganischen Quellen hergestellt und werden als möglicherweise schädlich betrachtet.

Bis jetzt ist dem Antragsteller kein Verfahren zur Herstellung bzw. Gewinnung von Lebensmittelfarben aus Blumen bekannt. Diese Erfindung offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen aus Blumen, typischerweise aus Eibischblumen.

Nach dieser Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarben aus Blumen, typischerweise aus Eibischblumen, angeboten, welches aus folgenden Stufen besteht:

Entfernung des Kelches und des Androceums der Blumen in halber Blüte;

die Wäsche der Blumen; und Lagerung der Blumen in einem vorgereinigten Edelstahlbehälter;

Kochen der Blumen mit Wasser in einer Abkochungskammer wenigstens auf 65 Grad bis 70 Grad Celsius;

Herstellung einer 5%igen Lösung einer alkalischen Aminosäure in entmineralisiertem Wasser;

Zusetzen der alkalischen Aminosäurelösung in die Abkochungskammer mit den Blumen, bis die pH-Zahl der wässerigen Phase 7,5 bis 8 wird;

Abkochen der Mischung in der Abkochungskammer bis die Temperatur der wässerigen Phase den Siedepunkt übersteigt und Dampf mit einem Druck von mindestens 1,2 kg/cm erzeugt wird;

Fortsetzung des Abkochungsverfahrens für 1 bis 2 Stunden; Abkühlen der Lösung in der Abkochungskammer auf 20 Grad Celsius und Druckauslösung;

Versetzung der so erhaltenen farbigen Lösung aus der Abkochungskammer in einen verschlossenen Edelstahlbehälter;

Zusatz einer sauren Aminosäure zu der Lösung, um diese leicht säurehaltig zu machen;

Halten der saueren farbigen Lösung unter Stickstoffabdeckung für 5 bis 6 Stunden zwecks Ausreifung bei 20 Grad Celsius;

Filtrierung des ausgereiften Extraktes;

Auflösung des 15%igen Extraktes in eine Polyose wie etwa Laktose und/oder Maltodextrin in dem Filtrat;

Zerstäubungstrocknung des gefilterten ausgereiften Extraktes in einem Zerstäubungstrockner; und

Siebung des so von dem Zerstäubungstrockner erhaltenen, trockenen Pulvers, um einen Nahrungsmittelfarbstoff zu erhalten.

Bezeichnenderweise werden die Blumen mit entmineralisiertem Wasser gewaschen.

Bezeichnenderweise ist das Wasser, in dem die Blumen in der Abkochungskammer abgekocht werden, entmineralisiert.

Bezeichnenderweise ist die alkalische Aminosäure D L Arginin.

Bezeichnenderweise wird die Temperatur der Lösung in dem Zerstäubungstrockner zwischen 70 bis 75 Grad Celsius gehalten.

Bezeichnenderweise ist die sauere Aminosäure D L Cystein.

Bezeichnenderweise wird das zerstäubungsgetrocknete Pulver durch ein Sieb mit einer Siebfeinheit von 60 gesiebt.

Die Erfindung wird jetzt in bezug auf die mitgelieferten Zeichnungen beschrieben, worin:

die Abb. 1 ein Ablaufplan des Verfahrens nach dieser Erfindung zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen, ist;

die Abb. 2 eine schematische Schnittansicht der in dem Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen, verwendeten Abkochungskammer ist;

die Abb. 3a,b,c,d Schnittansichten der Abkochungskammer in der Abb. 2 darstellen; und

die Abb. 4 eine schematische Schnittansicht des Ausreifungsbehälters für das Verfahren der Abb. 1 darstellt.

Die Erfindung wird nun in Bezug auf die Begleitzeichnungen beschrieben, die jedoch keineswegs den Umfang der Erfindung begrenzen und die das Verfahren nach dieser Erfindung für die Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen, abbilden.

Die Abb. 1 stellt allgemein das Verfahren der Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen, dar.

Stufe 1 beinhaltet (a) die Auswahl der Blumen; (b) die Entfernung des Kelches und des Androceums in halber Blüte sowie Wäsche der Blumen; und (c) die Lagerung der Blumen in einem vorgereinigten Edelstahlbehälter. Bezeichnenderweise werden die Blumen mit entmineralisiertem Wasser gewaschen.

Die Stufen 2 bis 5 finden in einer Abkochungskammer, die ausführlicher in den Abb. 2 und 3 dargestellt ist, statt. Die Stufen 2 bis 5 sind:

Kochen der Blumen mit Wasser in einer Abkochungskammer wenigstens auf 65 Grad bis 70 Grad Celsius;

Herstellung einer 5%igen Lösung einer alkalischen Aminosäure in entmineralisiertem Wasser;

Zusetzen der alkalischen Aminosäurelösung in die Abkochungskammer mit den Blumen, bis die pH-Zahl der wässerigen Phase 7,5 bis 8 wird;

Abkochen der Mischung in der Abkochungskammer bis die Temperatur der wässerigen Phase den Siedepunkt übersteigt und Dampf mit einem Druck von mindestens 1,2 kg/cm erzeugt wird;

Fortsetzung des Abkochungsverfahrens für 1 bis 2 Stunden; Abkühlen der Lösung in der Abkochungskammer auf 20 Grad Celsius und Druckauslösung.

Bezeichnenderweise ist das Wasser, in dem die Blumen in der Abkochungskammer abgekocht werden, entmineralisiert.

Bezeichnenderweise ist die alkalische Aminosäure D L Arginin.

Die Stufe 6 findet in einem verschlossenen, in der Abb. 4 ausführlicher dargestellten Edelstahlbehälter statt. Die Stufe 6 umfaßt:

Versetzung der so erhaltenen farbigen Lösung aus der Abkochungskammer in einen verschlossenen Edelstahlbehälter;

Zusatz einer sauren Aminosäure zu der Lösung, um diese leicht säurehaltig zu machen;

Halten der saueren farbigen Lösung unter Stickstoffabdeckung für 5 bis 6 Stunden zwecks Ausreifung bei 20 Grad Celsius;

Bezeichnenderweise ist die sauere Aminosäure D L Cystein.

Die Stufen 7 und 8 umfassen:

Filtrierung des ausgereiften Extraktes;

Auflösung des 15%igen Extraktes in eine Polyose wie etwa Laktose und/oder Maltodextrin in dem Filtrat.

Die Stufe 9 umfaßt:

Zerstäubungstrocknung des gefilterten ausgereiften Extraktes in einem Zerstäubungstrockner; und

Siebung des so von dem Zerstäubungstrockner erhaltenen, trockenen Pulvers, um einen Nahrungsmittelfarbstoff zu erhalten.

Die Abb. 2 und 3 stellen die Abkochungskammer 10 des Verfahrens nach dieser Erfindung dar, in der die Stufen 2 bis 5 ausgeführt werden.

Die Abkochungskammer 10 besteht aus einem Außenbehälter 12, bezeichnenderweise 150 cm hoch und mit einem Durchmesser von 60 cms, hergestellt aus Edelstahl mit einer Stärke von 5 mm. Innerhalb des Außenbehälters 12 befindet sich ein Innenbehälter 14 mit typischem Siebkörper, wie in den Abb. 2 und 3 dargestellt.

Der Innenbehälter 14, bezeichnenderweise aus Edelstahl mit 3 mm Stärke, stützt sich auf vier senkrechten Stützen 16 innerhalb des Außenbehälters 12. Innerhalb des Innenbehälters 14 befindet sich eine dicke Flachplatte 18, die sich nach unten und oben bewegen kann. Bezeichnenderweise ist die Flachplatte aus Edelstahl mit einer Stärke von 5 mm. Bezeichnenderweise ist die Flachplatte 18 rund mit einem Außendurchmesser von 52 cms. Die Bewegung nach oben und unten wird durch Schrauben bewerkstelligt, die mit einer Gelenkstange gedreht werden können (Nicht in den Abbildungen dargestellt). Die Schraube wird durch vier Zugstangen unterstützt.

Der Außenbehälter 12 ist an seinem Fundament teilweise mit einer Verkleidung 20 versehen. Ihrerseits wird die Verkleidung 20 mit Zu- und Abflußleitungen 22 bzw. 24 für die Einführung/Entnahme/Ausstoßung von Wasserdampf und Kühlungswasser versehen. Die Abkochungskammer stützt sich auf eine Stütze 24 aus Edelstahl. Es gibt ein Ablaßventil 26 zum Ablassen der Abkochungsflüssigkeit aus dem Behälter 10. Außerdem wird der Außenbehälter 12 mit einem abnehmbaren Deckel 28 versehen, der entweder verschiebbar am Behälter angebracht oder mit einer Klemme befestigt wird. Im Deckel 28 befindet sich ein Dampfdruckmesser 30.

Es ist ferner ein Ventil 32 an der Abflußleitung 24 angebracht, um den im Behälter 12 erzeugten Dampfdruck abzulassen. Bezeichnenderweise hat der Innenbehälter 14 Löcher 34, wie ausführlich in den Abb. 2 und 3 dargestellt, an den ganzen Wänden des Behälters 14.

Die Stufen 2 bis 5 des Verfahrens dieser Erfindung werden in der Abkochungskammer 10 durchgeführt und diese beinhalten:

Kochen der Blumen mit Wasser in der Abkochungskammer wenigstens auf 65 Grad bis 70 Grad Celsius; Herstellung einer 5%igen Lösung einer alkalischen Aminosäure in entmineralisiertem Wasser; Zusetzen der alkalischen Aminosäurelösung in die Abkochungskammer mit den Blumen, bis die pH-Zahl der wässerigen Phase 7,5 bis 8 wird, Abkochen der Mischung in der Abkochungskammer bis die Temperatur der wässerigen Phase den Siedepunkt übersteigt und Dampf mit einem Druck von mindestens 1,2 kg/cm erzeugt wird;

Fortsetzung des Abkochungsverfahrens für 1 bis 2 Stunden; Abkühlen der Lösung in der Abkochungskammer auf 20 Grad Celsius und Druckauslösung.

Die Abb. 4 stellt den für die Stufe 6 verwendeten Ausreifungsbehälter 40 dar und diese Stufe beinhaltet: Versetzung der so erhaltenen farbigen Lösung aus der Abkochungskammer 10 in einen verschlossenen Edelstahlbehälter und Zusatz einer sauren Aminosäure zu der Lösung, um diese leicht säurehaltig zu machen und Halten der saueren farbigen Lösung unter Stickstoffabdeckung für 5 bis 6 Stunden zwecks Ausreifung bei 20 Grad Celsius; Bezeichnenderweise ist die sauere Aminosäure D L Cystein. Der Behälter 40 ist mit einer Zuleitung 42 für Stickstoffeinfuhr und einer Ableitung 44 für Stickstoffausfuhr versehen.

Ferner gibt es einen Deckel 44 uind eine Ableitung 46 zur Entfernung der ausgereiften Lösung zwecks Weiterbehandlung, d. h. Filtrierung, Zusatz von Polysacchariden und Zerstäubungstrocknung laut den Stufen 7 bis 9 des in der Abb. 1 abgebildeten Verfahrens.

Das Filtergerät, das Gerät für den Zusatz von Polysacchariden zu der farbigen Lösung und der Zerstäubungstrockner der Stufen 7 bis 9 des in der Abb. 1 abgebildeten Verfahrens sind wohlbekannte Geräte und werden im hierauf folgenden Text weder illustriert noch beschrieben.

Die Erfindung wird jetzt in Bezug auf die Begleitbeispiele beschrieben, was keinesfalls den Rahmen und den Umfang der Erfindung einschränkt. Beispiel 1

Es wurden 10 kg von ganzen Eibischblumen in halber Blüte gewählt. Der Kelch und das Androceum der Blumen in halber Blüte wurden entfernt. Die hinterließ 6,97 kg Blumenmaterial. Das Blumenmaterial (Blumenblätter) wurde in entmineralisiertem Wasser gewaschen und in einem vorgereinigten Edelstahlbehälter gelagert. Die Blumen wurden zusammen mit Wasser in einer Abkochungskammer auf 70 Grad Celsius abgekocht.

Eine 5%ige Lösung von 1 gm DL Arginin wurde in entmineralisiertem Wasser vorbereitet und in die Abkochungskammer mit den Blumen zugegeben, bis die pH-Zahl der wässerigen Phase 7,5 bis 8 wurde. Die Mischung in der Abkochungskammer wurde beheizt, bis die Temperatur der wässerigen Phase den Siedepunkt überstieg und Dampf mit einem Druck von 1,2 kg/cm erzeugt wurde. Das Abkochungsverfahren wurde für 1 bis 2 Stunden fortgesetzt. Danach wurde die Lösung in der Abkochungskammer auf 20 Grad Celsius abgekühlt und der Druck abgelassen. Die so aus der Abkochungskammer erhaltene farbige Lösung wurde zu einem verschlossenen Edelstahlbehälter versetzt. Aminosäure DL Cystein 1,2 gm wurde zugesetzt, um die Lösung leicht säurehaltig zu wurde zugesetzt, um die Lösung leicht säurehaltig zu machen. Die sauere farbige Lösung wurde unter Stickstoffabdeckung für 5 bis 6 Stunden zwecks Ausreifung bei 20 Grad Celsius gehalten. Der ausgereifte Extrakt wurde gefiltert und 15%iges Gewichtsvolumen desselben wurde in einem Polysaccharid wie etwa Laktose und/oder Maltodextrin 14,25 kgs in 95 Liter Filtrat aufgelöst. Mit dem Zerstäubungstrockner wurde die Lösung getrocknet; und die Siebung des so von dem Zerstäubungstrockner erhaltenen, trockenen Pulvers ergab eine Ausbeute von 13,25 kg von Nahrungsmittelfarbstoff. Beispiel 2

Es wurden 12 kg von ganzen Alamenda Catheritica Blumen in halber Blüte gewählt. Der Kelch und das Androceum der Blumen in halber Blüte wurden entfernt. Dies hinterließ 7,87 kg Blumenmaterial. Das Blumenmaterial (Blumenblätter) wurde in entmineralisiertem Wasser gewaschen und in einem vorgereinigten Edelstahlbehälter gelagert. Die Blumen wurden zusammen mit Wasser in einer Abkochungskammer auf 70 Grad Celsius abgekocht. Eine 5%ige Lösung von 1 gm DL Argentin wurde in entmineralisiertem Wasser vorbereitet und in die Abkochungskammer mit den Blumen zugegeben, bis die pH-Zahl der wässerigen Phase 7,5 bis 8 wurde. Die Mischung in der Abkochungskammer wurde beheizt, bis die Temperatur der wässerigen Phase den Siedepunkt überstieg und Dampf mit einem Druck von 1,2 kg/cm erzeugt wurde. Das Abkochungsverfahren wurde für 1 bis 2 Stunden fortgesetzt. Danach wurde die Lösung in der Abkochungskammer auf 20 Grad Celsius abgekühlt und der Druck abgelassen. Die so aus der Abkochungskammer erhaltene farbige Lösung wurde zu einem verschlossenen Edelstahlbehälter versetzt. Aminosäure DL Cystein 1,2 gm wurde zugesetzt, um die Lösung leicht säurehaltig zu machen. Die sauere farbige Lösung wurde unter Stickstoffabdeckung für 5 bis 6 Stunden zwecks Ausreifung bei 20 Grad Celsius gehalten. Der ausgereifte Extrakt wurde gefiltert und 15%iges Gewichtsvolumen desselben wurde in einem Polysaccharid wie etwa Laktose und/oder Maltodextrin 13,95 kgs in 93 Liter Filtrat aufgelöst.

Mit dem Zerstäubungstrockner wurde die Lösung getrocknet; und die Siebung des so von dem Zerstäubungstrockner erhaltenen, trockenen Pulvers ergeab eine Ausbeute von 12,69 kg von Nahrungsmittelfarbstoff.

1. Ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen, bestehend aus den Stufen von

Entfernung des Kelches und des Androceums der Blumen in halber Blüte;

Wäsche der Blumen; und Lagerung der Blumen in einem vorgereinigten Behälter;

Kochen der Blumen mit Wasser in einer Abkochungskammer wenigstens auf 65 Grad bis 70 Grad Celsius;

Herstellung einer 5%igen Lösung einer alkalischen Aminosäure in entmineralisiertem Wasser;

Zusetzen der alkalischen Aminosäurelösung in die Abkochungskammer mit den Blumen, bis die pH-Zahl der wässerigen Phase 7,5 bis 8 wird;

Abkochen der Mischung in der Abkochungskammer bis die Tempertur der wässerigen Phase den Siedepunkt übersteigt und Dampf mit einem Druck von mindestens 1,2 kg/cm erzeugt wird;

Fortsetzung des Abkochungsverfahrens für 1 bis 2 Stunden;

Abkühlen der Lösung in der Abkochungskammer auf 20 Grad Celsius und Druckauslösung;

Versetzen der so erhaltenen farbigen Lösung aus der Abkochungskammer in einem verschlossenen Edelstahlbehälter;

Zusatz einer sauren Aminosäure zu der Lösung, um diese leicht säurehaltig zu machen;

Halten der saueren farbigen Lösung unter Stickstoffabdeckung für 5 bis 6 Stunden zwecks Ausreifung bei 20 Grad Celsius;

Filtrierung des ausgereiften Extraktes;

Auflösung des 15%igen Extraktes in eine Polyose wie etwa Laktose und/oder Maltodextrin in dem Filtrat;

Zerstäubungstrocknung des gefilterten ausgereiften Extraktes in einem Zerstäubungstrockner; und Siebung des so von dem Zerstäubungstrockner erhaltenen, trockenen Pulvers, um einen Nahrungsmittelfarbstoff zu erhalten. 2. Ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen wie im Anspruch 1 behauptet, dadurch gekennzeichnet, daß die Blumen mit entmineralisiertem Wasser gewaschen werden. 3. Ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen wie im Anspruch 1 behauptet, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser in dem die Blumen in der Abkochungskammer abgekocht werden, entmineralisiert ist. 4. Ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen wie im Anspruch 1 behauptet, dadurch gekennzeichnet, daß die alkalische Aminosäure D L Arginin ist. 5. Ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen wie in einem der vorangehenden Ansprüche behauptet, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Lösung in dem Zerstäubungstrockner zwischen 70 bis 75 Grad Celsius gehalten wird. 6. Ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen wie in einem der vorangehenden Ansprüche behauptet, dadurch gekennzeichnet, daß die säurehaltige Aminosäure D L Cystein ist. 7. Ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen wie in einem der vorangehenden Ansprüche behauptet, dadurch gekennzeichnet, daß das zerstäubungsgetrocknete Pulver durch ein Sieb mit der Siebfeinheit 60 gesiebt wird. 8. Ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen aus Blumen, bezeichnenderweise aus Eibischblumen wie hier in bezug auf die Begleitbeispiele dargestellt. 9. Apparate zur Herstellung von Lebensmittelfarbstoffen nach einem der vorangehenden Ansprüche einschließlich:

einer Abkochungskammer bestehend aus einem Innenbehälter für die Mischung von Blumenblättern und Wasser, wobei der benannte Innenbehälter gelochte Wände hat, und aus einem teilweise verkleideten Außenbehältger zwecks Beheizung des Außenbehälters;

einem Ausreifungsbehälter zur Ausreifung der farbigen, aus der Abkochungskammer gesammelten Lösung unter Stickstoffabdeckung;

Filtrierung bedeutet für die Filtrierung der ausgereiften Lösung, gesammelt aus dem Ausreifungsbehälter; und einem Zerstäubungstrockner zur Zerstäubungstrocknung der gefilterten Lösung, zu der ein Polysaccharid für das gesammelte Pulver nach dieser Erfindung zugesetzt wird. 10. Lebensmittelfarbstoffe hergestellt durch das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7. 11. Lebensmittelfarbstoffe hergestellt von dem Apparat vom Anspruch 8. .








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