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Dokumentenidentifikation DE19537945A1 24.04.1997
Titel Kettenfahrzeug
Anmelder MaK System Gesellschaft mbH, 24159 Kiel, DE
Erfinder Zonak, Armin, 24147 Kiel, DE;
Böttcher, Rolf, 24107 Kiel, DE;
Schneider, Wolf, 24159 Kiel, DE
Vertreter Patentanwälte HANSMANN-KLICKOW-HANSMANN, 22767 Hamburg
DE-Anmeldedatum 12.10.1995
DE-Aktenzeichen 19537945
Offenlegungstag 24.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.04.1997
IPC-Hauptklasse B62D 55/00
IPC-Nebenklasse F41H 7/02   B60K 7/00   
Zusammenfassung Es ist vorgesehen, daß ein Antriebsmotor mit einem elektrischen Generator zur Energieerzeugung einseitig im Fahrzeuginnenraum angeordnet ist und ein Durchgang zu einer Türöffnung im Heckbereich des Fahrzeuges freigibt. Entsprechende Kettenantriebsräder werden dabei durch zugeordnete elektrische Motore angetrieben, die von dem Generator versorgt werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Kettenfahrzeug, insbesondere gepanzertes Kettenfahrzeug, mit einem Antriebsmotor als Verbrennungskraftmaschine im Fahrzeuginnenraum für einen Räderantrieb von beidseitig angeordneten Ketten.

Es sind militärische Kettenfahrzeuge dieser Art bekannt, die einen mechanischen oder einen mechanisch/hydraulischen Antriebsstrang besitzen. Bei dieser Anordnung, die eine räumliche Nähe der Verbrennungskraftmaschine mit einem Getriebe zu den Kettenantriebsrädern erfordert, um ungünstige ausgedehnte mechanische Kraftübertragung zu vermeiden, sitzt der Antriebsblock, bestehend aus Motor, Getriebe und Endantrieben links und rechts an der Kette im vorderen oder hinteren Fahrzeuginnenraum. Da die Ketten links und rechts gleichermaßen für die benötigten Fahrbewegungen antrieben werden müssen, verhindert der mechanische Antrieb zwischen dem Getriebe links und rechts zu den Kettenantriebsrädern, daß ein Durchgang für die Besatzung neben dem Antriebsstrang zum Bug oder Heck des Fahrzeugs für einen Ein- und Ausstieg realisierbar ist.

Ein Durchgang oder Freiraum zwischen Antriebsblock und Fahrzeugseitenwand ist bei den bekannten Kettenantrieben dadurch nicht möglich, da für die Lenkfunktion für Kettenfahrzeuge bei dem bekannten Antrieben eine mechanische Verbindung zwischen linkem und rechtem Kettenantrieb, die sogenannte Nullwelle im Getriebe, hergestellt werden muß, damit das Kettenfahrzeug mit einer angemessenen, nicht überhöhten Motorleistung überhaupt lenkbar ist. Dieses ist erforderlich, da beim denken die größte Antriebsleistung auftritt, die über die Nullwelle von der linken auf die rechte Seite oder umgekehrt übertragen wird, ohne daß der Motor zusätzliche Leistung aufbringt.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Ausbildung zu verbessern und eine Anordnung eines Einstiegs bzw. Ausstiegs für die Besatzung im Heckbereich zu ermöglichen sowie damit eine Erhöhung der Sicherheit zu gewährleisten.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß der Antriebsmotor mit einem elektrischen Generator zur Versorgung von elektrischen Motoren gekoppelt ist, wobei die elektrischen Motore Kettenantriebsrädern zugeordnet sind und daß der Antriebsmotor im hinteren Fahrzeuginnenraum einseitig zur Bildung eines Durchgangs zu einer Türöffnung im Heckbereich des Fahrzeugs angeordnet ist.

Hierdurch ist es möglich, eine entsprechend den Erfordernissen ausgebildete Anordnung des Motors vorzusehen, da die Energie mittels elektrischer Kabel zu den einzelnen Motoren der Kettenantriebsräder zuführbar ist und somit ein Durchgang neben dem Motor ohne Einschränkungen geschaffen wird.

Eine günstige Ausgestaltung wird dadurch geschaffen, daß elektrische Motore an vorderen und/oder hinteren Kettenantriebsrädern angeordnet sind. Bei einer Leistungsaufteilung über vier Motore können die einzelnen Motore in einer relativ kleinen Baugröße vorgesehen werden.

In der Zeichnung ist eine Draufsicht auf einen Fahrzeuginnenraum eines Panzerfahrzeuges mit außenliegenden Ketten schematisch dargestellt.

Es ist ein Innenraum bzw. Kampfraum 1 im vorderen und mittigen Fahrzeugbereich ausgebildet. Im Bereich einer Seitenwandung ist eine Verbrennungskraftmaschine 3 mit einem direkt angeflanschten Generator 8 für elektrische Energieerzeugung angeordnet.

Im vorderen und hinteren Fahrzeuginnenraum sind beiderseits Motore 6, 6a angeordnet und über nicht mehr dargestellte elektrische Kabel mit dem Generator 8 verbunden. Die Motore 6, 6a treiben zugeordnete Kettenantriebsräder 7, 7a und damit die außenliegenden Ketten 2 des Fahrzeugs in bekannter Weise an.

Durch diese Anordnung wird ein Durchgang 4 neben dem Motor als Verbrennungskraftmaschine 3 und Generator 8 für eine Besatzung gebildet und es ist eine Türöffnung 5 im Heck des Fahrzeugs zugänglich.


Anspruch[de]
  1. 1. Kettenfahrzeug, insbesondere gepanzertes Kettenfahrzeug, mit einem Antriebsmotor als Verbrennungskraftmaschine im Fahrzeuginnenraum für einen Räderantrieb von beidseitig angeordneten Ketten, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (3) mit einem elektrischen Generator (8) zur Versorgung von elektrischen Motoren (6, 6a) gekoppelt ist, wobei die elektrischen Motore (6, 6a) Kettenantriebsrädern (7, 7a) zugeordnet sind und daß der Antriebsmotor (3) im hinteren Fahrzeuginnenraum einseitig zur Bildung eines Durchgangs (4) zu einer Türöffnung (5) im Heckbereich des Fahrzeugs angeordnet ist.
  2. 2. Kettenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß elektrische Motore (6, 6a) an vorderen und/oder hinteren Kettenantriebsrädern (6, 6a) angeordnet sind.






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