PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19538553A1 24.04.1997
Titel Rotorlagerung eines Abgasturboladers
Anmelder FAG Aircraft/Super Precision Bearings GmbH, 97421 Schweinfurt, DE
Erfinder Sebald, Wilhelm, 97209 Veitshöchheim, DE;
Kreiselmeier, Gerhard, 97456 Dittelbrunn, DE
DE-Anmeldedatum 17.10.1995
DE-Aktenzeichen 19538553
Offenlegungstag 24.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.04.1997
IPC-Hauptklasse F02C 7/06
Zusammenfassung Um für die Rotorlagerung eines Abgasturboladers bei dem die Rotorwelle in einem zweireihigen Wälzlager abgestützt wird eine zuverlässige Schmierstoffversorgung der Lagerung bei kostengünstiger, raumsparender und handhabungsfreundlicher Gestaltung zu ermöglichen, wird vorgeschlagen,
- daß der Lageraußenring (6) einteilig ausgebildet ist und zwei Laufbahnen (7, 7a) für die Wälzkörperreihen (8, 8a) aufweist,
- daß der Innenring (9) der einen Wälzkörperreihe (8a) sich axial bis unter die zweite Wälzkörperreihe (8) erstreckt und die Innenringe (10, 11) trägt,
- daß im Innenring (11) ein Ringkanal (12) vorgesehen ist, der mit einer aus dem Lager herausführenden Nut (14) verbunden ist und von dem Kanäle (15, 15a) zu den beiden Laufbahnen (7, 7a) führen,
- daß die Anzahl der Nuten (14) und der Kanäle (15, 15a) unterschiedlich und so aufeinander abgestimmt sind, daß ein bevorzugter Schmiermittelfluß zu einer der beiden Wälzkörperreihen (8, 8a) in jeder beliebigen Position der Lagerringe (9, 11) zueinander ausgeschlossen wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Rotorlagerung eines Abgasturboladers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der EP 0 143 950 B1 ist es bekannt, den Rotor eines Abgasturboladers an einer Lagerstelle mit zwei Schrägkugellagern in Tandemanordnung abzustützen. Die Wälzlager bestehen dabei wie üblich aus Innenring, Außenring und dazwischen angeordneten Wälzkörpern, wobei jeder Außenring in einem separaten Lagerhaltering festsitzt. Eine solche Lagerung ist wegen der vielen Einzelteile aufwendig, teuer und wartungsunfreundlich. Dabei ist es sehr schwierig, die beiden Wälzlagerreihen gleichmäßig mit Schmierstoff zu versorgen, wenn dieser nur von einer Seite dem Lager zugeführt werden kann.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung eine Rotorlagerung der eingangs genannten Art so auszuführen, daß sie bei einfachem Aufbau und kostengünstiger Lagergestaltung eine gleichmäßige und zuverlässige Schmierstoffversorgung der beiden Wälzlagerreihen bei gleichem Einbauraum ermöglicht und außerdem eine sichere und wartungsfreundliche Handhabung gewährleistet.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit den im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2-7 angegeben.

Durch die integrierte Lagerringgestaltung läßt sich eine kompakte, leichte, sicher handhabbare und kostengünstige Lagerung des Turboladers erreichen, die zudem zuverlässig mit Schmierstoff versorgt werden kann. Die Integration der Verdrehsicherung in den Außenring und die Anordnung des Ölschleuderansatzes am Innenring stellen ebenfalls kostengünstige Maßnahmen dar, die die Gesamtkonstruktion vereinfachen und die Betriebssicherheit erhöhen.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.

Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Abgasturbolader der Bauart, für den die erfindungsgemäße Lagerung vorzugsweise geeignet ist.

Fig. 2 zeigt vergrößert dargestellt einen Querschnitt durch das Lagerungs- und Schmiersystem des Abgasturboladers nach Fig. 1.

In Fig. 1 ist das Turboladergehäuse mit 1 bezeichnet. In ihm sind ein Turbinenrad 2 und ein Verdichterrad 3 auf einer Welle 4 angeordnet, die von einem Lagersystem 5 und 5a abgestützt ist.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind in dem einteilig ausgebildeten Lageraußenring 6 zwei Laufbahnen 7 für die Kugelreihen 8 und 8a angeordnet. Bei diesem Beispiel ist die rechte Kugelreihe zusammen mit dem Innenring 9 als Schrägkugellager und die linke Kugelreihe mit den geteilten Innenringen 10 und 11 als Vierpunktlager ausgebildet. Der Innenring 9 des Schrägkugellagers erstreckt sich dabei axial bis unter das Vierpunktkugellager und trägt dessen Innenringe 10 und 11.

Zur Lagerschmierung wird Öl in den ringförmigen Raum 13 gefördert. Um die beiden Laufbahnen 7, 7a und die Kugeln 8, 8a gleichmäßig mit Schmierstoff zu versorgen, ist im Manteldurchmesser des Innenrings 9 mindestens eine Nut 14 angebracht, die mit dem ringförmigen Raum 13 und einem im Innenring 11 angeordneten Ringkanal 12 in Verbindung steht. Vom Ringkanal 12 führen Kanäle 15, 15a zu den beiden Seitenflächen des Innenrings 11. Die Anzahl und die Teilung der Nuten 14, sowie die Teilung der Nuten 14 und der Kanäle 15, 15a sind unterschiedlich und so aufeinander abgestimmt, daß ein bevorzugter Schmiermittelfluß zu nur einer der Kugelreihen 8 bzw. 8a ausgeschlossen wird. Der Innenring 9 ist außerdem mit einem Ölschleuderansatz 16 versehen.

Zur Verdrehsicherung ist der Außenring 6 mit axial verlaufenden Ansätzen 17 versehen. Um der Lagerung gewisse elastische Eigenschaften zu verleihen ist der Innenring 9 des Schrägkugellagers in seiner Bohrung mit einer Ausdrehung 18 versehen, die sich über die Lagerbreite hinaus erstreckt.


Anspruch[de]
  1. 1. Rotorlagerung eines Abgasturboladers, bei der die eine Seite der Rotorwelle in einem aus zwei Wälzkörperreihen bestehenden Wälzlager abgestützt wird und die Schmierstoffversorgung über integrierte Kanäle erfolgt dadurch gekennzeichnet, daß der Lageraußenring (6) einteilig ausgebildet ist und zwei Laufbahnen (7, 7a) für die Wälzkörperreihen (8, 8a) aufweist, daß der Innenring (9) der einen Wälzkörperreihe sich axial bis unter die zweite Wälzkörperreihe ersteckt und die Innenringe (10, 11) trägt, daß am Innenring (11) ein Ringkanal (12) vorgesehen ist, der mit mindestens einer aus dem Lager herausführenden Nut (14) verbunden ist und von dem Kanäle (15, 15a) zu beiden Laufbahnen (7, 7a) führen um diese bzw. die Wälzkörperreihen (8, 8a) mit Schmierstoff zu versorgen und daß die Anzahl der Nuten (14) und die Anzahl der Kanäle (15, 15a) unterschiedlich ist und so aufeinander abgestimmt sind, daß der Schmierstoff in jeder beliebigen Position der der Ringe (9, 11) gleichmäßig auf die Wälzkörperreihen (8, 8a) verteilt wird.
  2. 2. Rotorlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenring (10, 11) der einen Wälzkörperreihe zweiteilig ausgebildet ist und der Ringkanal (12) im mittleren Innenring (11) der aus drei Innenringen (9, 10, 11) bestehenden Lagerung angeordnet ist.
  3. 3. Rotorlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu den beiden Laufbahnen (7, 7a) führenden Kanäle (15, 15a) an den beiden Seitenflächen des mittleren Innenrings (11) austreten.
  4. 4. Rotorlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Lager herausführende Nut (14) in der Mantelfläche des breiten Innenrings (9) angeordnet ist und sich axial bis unter den mittleren Innenring erstreckt.
  5. 5. Rotorlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenring (6) mit axial verlaufenden Ansätzen (17) zur Verdrehsicherung versehen ist.
  6. 6. Rotorlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenring (9) des Schrägkugellagers einen Ölschleuderansatz (16) aufweist.
  7. 7. Rotorlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenring (9) des Schrägkugellagers in seiner Bohrung eine Ausdrehung (18) aufweist, die sich über die Lagerbreite hinaus erstreckt und sich an den Innenringenden Sitzflächen zur Zentrierung der Rotorwelle befinden.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com