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Dokumentenidentifikation DE19541664A1 15.05.1997
Titel Werkzeugkasten
Anmelder Same S.p.A., Treviglio, Bergamo, IT
Erfinder Kramer, Peter, 53842 Troisdorf, DE
Vertreter Nau, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 51465 Bergisch Gladbach
DE-Anmeldedatum 09.11.1995
DE-Aktenzeichen 19541664
Offenlegungstag 15.05.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.05.1997
IPC-Hauptklasse B60R 11/06
IPC-Nebenklasse B25H 5/00   B60K 15/03   
Zusammenfassung Bekannt ist ein Fahrzeug zumindest mit einer Fahrerkabine, wobei ein Kraftstofftank und ein Werkzeugkasten im Bereich der Fahrerkabine angeordnet sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug derart mit einem Werkzeugkasten auszurüsten, daß der Werkzeugkasten leicht bedienbar sowie einfach und kostengünstig herzustellen ist.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß der Werkzeugkasten an einem Fahrzeugteil von einer Ruhestellung in eine Benutzungsstellung und umgekehrt bewegbar und gegebenenfalls abnehmbar gelagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere ein land- oder bauwirtschaftliches Fahrzeug, mit einer Fahrerkabine, wobei ein Kraftstofftank und ein Werkzeugkasten im Bereich der Fahrerkabine vorgesehen sind.

Aus der DE-OS 39 38 959 (Anmeldetag: 24. 11. 1989) ist ein land- oder bauwirtschaftliches Fahrzeug bekannt, bei dem ein Kraftstofftank im Bereich unterhalb der Fahrerkabine an einem Fahrzeugrumpf angeordnet ist. Dieser Kraftstofftank ist versehen mit Haltemitteln und Versorgungsöffnungen, wie zum Beispiel Einfüllstutzen und Tankentlüftung. Dieser Kraftstofftank ist mit einem Werkzeugkasten kombiniert, wobei beide zusammen eine Behälteranordnung bilden und ein Deckel sowohl den Werkzeugkasten als auch den Einfüllstutzen des Kraftstofftankes abdeckt. Eine solche Kombination hat den Nachteil, daß sie in der Herstellung aufwendig und kostenintensiv ist und darüber hinaus Kompromisse hinsichtlich der Ausgestaltung des Werkzeugkastens gemacht werden müssen, da dessen Anordnung immer an die konstruktive Ausgestaltung der Umgebung angepaßt werden muß.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug derart mit einem Werkzeugkasten auszurüsten, daß der Werkzeugkasten leicht bedienbar und zugänglich sowie einfach und kostengünstig herzustellen ist.

Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß der Werkzeugkasten unterhalb der Fahrerkabine (1) an einem Fahrzeugteil angeordnet ist und von einer Ruhestellung in eine Benutzungsstellung und umgekehrt bewegbar und/oder abnehmbar gelagert ist.

Somit kann der Werkzeugkasten unabhängig von dem Kraftstofftank konstruktiv gestaltet werden und den gegebenen Einbauverhältnissen angepaßt werden. Gleiches gilt im übrigen für den Kraftstofftank. Dadurch, daß der Werkzeugkasten zwischen einer Ruhestellung und einer Benutzungsstellung hin und her bewegbar ist, kann er in seiner Ruhestellung in einer Position verharren, in der die Arbeitsabläufe des Fahrzeuges nicht gestört werden. Wird der Werkzeugkasten in seine Arbeitsstellung bewegt, kann er von der Bedienperson des Fahrzeuges leicht gehandhabt werden, d. h. Werkzeug, Ersatz- und Zubehörteile sowie sonstige Teile, die mit dem Fahrzeug, seinen Anbaugeräten oder auch mit der Bedienperson in Verbindung zu bringen sind, hineingegeben oder herausgenommen werden. Da der Werkzeugkasten in der Regel nur beim Stillstand des Fahrzeuges geöffnet wird, kann er in seiner Benutzungsstellung problemlos in eine solche Stellung bewegt werden, die beim Betrieb des Fahrzeuges ansonsten stören würde.

In vorteilhafter Weise ist das Fahrzeugteil die Unterseite der Fahrerkabine oder der Kraftstofftank. Damit stehen zum Beispiel zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, den Werkzeugkasten an dem Fahrzeugteil zu lagern. Ist beispielsweise der Kraftstofftank unterhalb der Fahrerkabine angeordnet und steht zwischen Unterseite der Fahrerkabine und der Oberseite des Kraftstofftankes ein Zwischenraum zur Verfügung, kann dieser durch Anbringung des Werkzeugkastens ausgenutzt werden. In der Regel ist beispielsweise bei einem Ackerschlepper lediglich ein Teil dieses Zwischenraumes von den Hinterrädern abgedeckt, so daß genügend Platz für die Anordnung des Werkzeugkastens verbleibt. Dabei kann der Werkzeugkasten über seine Unterseite mit der Oberseite des Kraftstofftankes oder mit seiner Oberseite mit der Unterseite der Fahrerkabine in Verbindung stehen. Denkbar ist auch, daß der Werkzeugkasten mit seinem hinteren Ende an dem Fahrzeugteil (z. B. dem Achslagerbock oder dem Getriebegehäuse) über eine teleskopartig verschiebbare Einrichtung verbunden ist.

In Weiterbildung der Erfindung ist der Werkzeugkasten mittels einer Linear- oder Rotationsbewegung von einer Ruhestellung in eine Benutzungsstellung bring bar und umgekehrt. Mittels der Linearbewegung kann der Werkzeugkasten von seiner Ruhestellung in seine Benutzungsstellung gezogen werden, wobei gleiches für die Rotationsbewegung gilt. Damit stehen einfache und unterschiedliche Möglichkeiten für die Bewegung des Werkzeugkastens zur Verfügung, die den jeweiligen konstruktiven Gegebenheiten anpaßbar sind. Mittels der Rotationsbewegung kann der Werkzeugkasten beispielsweise auch in einen Raum zur Einnahme seiner Ruhestellung verschwenkt werden, in der der Werkzeugkasten ansonsten nicht mehr zugänglich ist, also beispielsweise nicht mehr geöffnet werden kann.

In Weiterbildung der Erfindung weist der Werkzeugkasten einen Griff und/oder einen Verschluß auf, wobei über den Griff die Bewegung ausgelöst werden kann und der Verschluß sicherstellt, daß der Werkzeugkasten sich nicht unbeabsichtigt öffnet.

In Weiterbildung der Erfindung ist der Werkzeugkasten in seiner Ruhestellung hinter einer äußeren Kontur des Fahrzeugteiles liegend, insbesondere hinter der äußeren Kontur des Kraftstofftankes, angeordnet. Dies hat den Vorteil, daß das Werkzeugkasten bündig mit den äußersten Konturen des Fahrzeuges abschließt oder sogar dahinter liegt, so daß Beeinträchtigungen während des Betriebes des Fahrzeuges ausgeschlossen sind. Dadurch werden insbesondere auch Verletzungsgefahren ausgeschlossen.

In Weiterbildung der Erfindung ist vorzusehen, daß die Ausgestaltung des Werkzeugkastens derart gewählt ist, daß sich die äußeren Konturen des Werkzeugkastens insbesondere in seiner Ruhestellung den umliegenden Konturen anpassen. Damit wird der gesamte zur Verfügung stehende Bauraum ausgenutzt. Dies kann beispielsweise durch ein entsprechend geformtes Formteil zur Herstellung des Werkzeugkastens erreicht werden.

Ergänzend dazu ist vorgesehen, daß die Benutzungsstellung des Werkzeugkastens derart gewählt ist, daß der Inhalt leicht erreichbar ist. Auch dies unterstützt die einfache und sichere Handhabbarkeit des Werkzeugkastens.

Im folgenden ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel anhand der Figur erläutert.

Die Figur zeigt die Seitenansicht eines nicht näher dargestellten Fahrzeug es, das eine Fahrerkabine 1 aufweist, die mit einer Tür 2 versehen ist. Aufgrund einer exponierten Lage der Fahrerkabine 1 über der Aufstandsfläche des Fahrzeug es ist eine Leiter 3 vorgesehen, die zu der Tür 2 führt. Unterhalb der Fahrerkabine 1 - unter Zwischenschaltung eines gewissen Bauraumes - ist ein Kraftstofftank 4 angeordnet. In diesem Bauraum ist ein Werkzeugkasten 5, der einen Deckel 6 aufweist, angeordnet. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die in der Figur gezeigten Komponenten lediglich schematisch zur vereinfachten Veranschaulichung dargestellt sind. Bei der konstruktiven Ausgestaltung ist, wie es schon in den Ansprüchen und der dazugehörigen Beschreibung erwähnt ist, auf den vorhandenen Bauraum und die entsprechenden Konturen der gezeigten Komponenten Rücksicht zu nehmen. Der Werkzeugkasten 5 ist über ebenfalls schematisch dargestellte Gleitschienen 7 in einer Führung 8, die beispielsweise am Kraftstofftank 4 verankert ist, linear bewegbar, d. h. daß sich der Kraftstofftank in seiner Ruhestellung komplett unterhalb der Fahrerkabine befindet. Um ihn in seine Benutzungsstellung zu bringen, wird er über die Gleitschienen 7 (aus der Figur) herausgezogen. Dabei ist darauf zu achten, daß auch in der Benutzungsstellung eine stabile Lage erreicht wird. Weiterhin kann vorgesehen werden, durch eine weitere Bewegung oder einen Eingriff den Werkzeugkasten 5 abzunehmen, beispielsweise in einer Art und Weise, wie dies bei Möbelschubladen bekannt ist, die ebenfalls gegen ein ungewolltes Herausziehen gesichert sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeug, insbesondere land- oder bauwirtschaftliches Fahrzeug mit einer Fahrerkabine (1), wobei ein Kraftstofftank (4) und ein Werkzeugkasten (5) im Bereich der Fahrerkabine (1) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkasten (5) unterhalb der Fahrerkabine (1) an einem Fahrzeugteil angeordnet ist und von einer Ruhestellung in eine Benutzungsstellung und umgekehrt bewegbar und/oder abnehmbar gelagert ist.
  2. 2. Fahrzeug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeugteil die Unterseite der Fahrerkabine (1) oder der Kraftstofftank (4) ist.
  3. 3. Fahrzeug nach Patentanspruch 1 oder Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkasten (5) mittels einer Linear- oder Rotationsbewegung von seiner Ruhestellung in seine Benutzungsstellung bring bar ist und umgekehrt.
  4. 4. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkasten (5) einen Griff und/oder einen Verschluß aufweist.
  5. 5. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeugkasten (5) in seiner Ruhestellung hinter einer äußeren Kontur des Fahrzeugteiles liegend, insbesondere hinter der äußeren Kontur des Kraftstofftankes (4) angeordnet ist.
  6. 6. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgestaltung des Werkzeugkastens derart gewählt ist, daß sich die äußeren Konturen des Werkzeugkastens insbesondere in seiner Ruhestellung den umliegenden Konturen anpassen.
  7. 7. Fahrzeug nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Benutzungsstellung des Werkzeugkastens (5) derart gewählt ist, daß der Inhalt leicht erreichbar ist.






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