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Dokumentenidentifikation DE4235732C2 22.05.1997
Titel Vorrichtung zum Schneiden und Ablegen von bedrucktem Endlospapier
Anmelder Friedhelm Leymann GmbH & Co KG, 30851 Langenhagen, DE
Vertreter Leine, S., Dipl.-Ing.; König, N., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 30163 Hannover
DE-Anmeldedatum 23.10.1992
DE-Aktenzeichen 4235732
Offenlegungstag 29.04.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.05.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.05.1997
IPC-Hauptklasse B65H 31/10
IPC-Nebenklasse B65H 35/02   B65H 39/06   B65H 43/08   B65H 45/20   B65H 7/14   B65H 7/20   B41F 13/70   B41J 11/68   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zum Schneiden und Ablegen von bedrucktem Endlospapier.

Durch den Prospekt "BÖWE/Datoflex-Jobtrenn-System" der Firma Friedhelm Leymann GmbH & Co. KG in W-3012 Langenhagen ist eine Vorrichtung der betreffenden Art bekannt, die zum Schneiden und Ablegen von bedrucktem Endlospapier der genannten Art dient. Eine Transporteinheit führt das Endlospapier, das bedruckt aus einem Drucker kommt oder von einem Stapel abgezogen wird, einer Schneideinrichtung zum Schneiden des Endlospapiers zu. Hinter der Schneideinrichtung sind zwei Nachtransportrollen angeordnet, die das Papier einem nachgeordneten Ablagetisch zuführen. Dieser Ablagetisch weist Mittel zum Absenken des Ablagetisches entsprechend dem Anwachsen des Papierstapels auf dem Ablagetisch auf. Ein Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, daß sie von Hand entweder auf das Ablegen von Endlospapier oder auf das Ablegen von einzeln geschnittenen Blättern umrüstbar ist. Bei der Ablage von Endlospapier muß der Ablagetisch in eine tiefere Lage verfahren werden, damit oberhalb des sich bildenden Papierstapels ausreichend Platz zum Falten vorhanden ist. Außerdem muß bei dieser Arbeitsweise eine Falthilfseinrichtung in Arbeitslage gebracht werden. In dieser Arbeitsweise ist die Ablage von einzelnen Blättern nicht möglich.

Um das Ablegen von einzeln geschnittenen Blättern zu ermöglichen, muß der Ablagetisch in eine höhere Lage gefahren werden, in der sich die von den Nachtransportrollen zugeführten einzelnen Blätter glatt auf den sich bildenden Papierstapel legen. Bei dieser Arbeitsweise muß natürlich vorher die Falthilfseinrichtung entfernt werden.

Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtung besteht also nicht nur darin, daß nach einer entsprechenden Umrüstung immer entweder nur Endlospapier oder Einzelblattpapier abgelegt werden kann, vielmehr ist auch ein gemischter Betrieb nicht möglich, was insbesondere dann wünschenswert ist, wenn die Vorrichtung wie in dem genannten vorbekannten Fall gleichzeitig mit einer Jobtrenneinrichtung versehen ist, bei der der Ablagetisch zwischen einzelnen Jobs seitlich um einen kleinen Betrag verschoben wird, um so durch seitlichen Versatz der einzelnen Jobs diese kenntlich zu machen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der betreffenden Art zu schaffen, mit der eine unmittelbar aufeinanderfolgende Ablage von aus Endlospapier bestehenden und aus Einzelblättern bestehenden Jobs möglich ist.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebene Lehre gelöst.

Der Grundgedanke dieser Erfindung besteht darin, neben der zum Absenken des Ablagetisches entsprechend dem Anwachsen eines abgelegten Papierstapels dienenden Einrichtung zum Absenken des Ablagetisches eine Hubeinrichtung vorzusehen, mit der die Höhe des Ablagetisches zusätzlich und schnell veränderbar ist, derart, daß sich die Oberkante des Stapels zur Ablage von Einzelblättern einmal im Höhenbereich der Nachtransportrollen und zum anderen zur Ablage von Endlospapier bzw. Jobs von Endlospapier in einer Höhe befindet, die ein Falten des Endlospapiers oberhalb des Papierstapels gestattet. Somit können aufeinanderfolgend Jobs, also kleine Teilstapel von Einzelblättern und von Endlospapier auf dem Ablagetisch abgelegt werden, wobei es natürlich zusätzlich in der bekannten Weise zweckmäßig ist, den Ablagetisch seitlich zu verschieben, um diese Jobs durch seitlichen Versatz voneinander unterscheidbar zu machen.

Die Hubeinrichtung für den Ablagetisch ist zweckmäßigerweise eine druckmittelbetätigte Kolben/Zylinderanordnung. Diese ermöglicht einfache und schnelle Bewegungen des Ablagetisches.

Eine andere zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die Falthilfseinrichtung an einem horizontal bewegbaren Schlitten angeordnet ist, der zur Betätigung mit einer druckmittelbetätigten Kolben/Zylinderanordnung verbunden ist. Auch hierbei gilt, daß eine einfache und schnelle Betätigung möglich ist.

Eine zweckmäßige Ausbildungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß die Hubeinrichtung so ausgebildet ist, daß der Tisch in eine Ausgabehöhe unterhalb der Ablagehöhe für das Endlospapier absenkbar ist. Der Ablagetisch weist dabei auf seiner Oberseite antreibbare Rollen auf. In Förderrichtung hinter diesen Rollen ist in gleicher Höhe eine Fördervorrichtung zum Abtransport von Papierstapeln angeordnet. Somit ist es nicht mehr erforderlich, jeweils einen auf dem Ablagetisch abgelegten Papierstapel von Hand zu entfernen, vielmehr kann dies automatisch, gesteuert von Fotozellen mit Hilfe von auf dem Endlospapier befindlichen Steuermarken erfolgen. Die Fördereinrichtung ist dabei zweckmäßigerweise ein Transportband.

Die Fotozellen sind im Durchlaufbereich von Steuermerkmalen auf dem ungeschnittenen Endlospapier vorgesehen. Sie tasten die Steuermerkmale ab und betätigen in Abhängigkeit davon nicht nur die Hubeinrichtung für den Ablagetisch, sondern auch die Kolben/Zylinderanordnung zur Betätigung des Schlittens für die Falthilfseinrichtung und einen Antrieb für die Antriebsrollen.

Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels soll die Erfindung näher erläutert werden.

Die Zeichnung zeigt vereinfacht in prinzipieller Darstellung ein Gehäuse 1, in das ein von einem Stapel 2 abgezogenes Band von Endlospapier 3 über eine Auflage 4 einläuft, über der eine Anordnung von Fotozellen 5 angeordnet ist, mit der auf dem Rand des Endlospapiers 3 angebrachte Steuermarken abgetastet werden können. Der Transport des Endlospapiers 3 erfolgt dabei durch eine mit Zähnen versehene Transporteinheit 6, hinter der in Förderrichtung eine Schneideinrichtung 7 zum Schneiden des Endlospapiers 3 angeordnet ist, der in Förderrichtung ein Paar von Nachtransportrollen 8 nachgeordnet ist, die sich in einem weiteren Gehäuse 9 befinden, an dem vertikal bewegbar ein Ablagetisch 10 geführt und gehalten ist. Unterhalb des Ablagetisches 10 ist mit diesem ein Kolben 11 verbunden, der aus einem Zylinder 12 herausragt und durch ein Druckmittel in Richtung eines Doppelpfeils 13 bewegbar ist. Die Auflagefläche des Ablagetisches 10 ist durch Ausgaberollen 15 gebildet, auf die, wie das in der Zeichnung dargestellt ist, ein Stapel 14 von Endlospapier gebildet wird.

An dem Gehäuse 9 sind Stangen 16 angebracht, von denen in der Zeichnung nur die vordere sichtbar ist und auf denen ein Schlitten 17 in Richtung eines Doppelpfeiles 18 mit Hilfe einer nicht dargestellten Kolben/Zylinderanordnung bewegbar ist. An dem Schlitten 17 befindet sich ein Ausleger 19, an dessen Ende ein Falthilfshebel 20 angelenkt ist, der durch eine Kolben/Zylinderanordnung 21 betätigbar ist. Zur Unterstützung des Faltens ist außerdem eine Blasdüse 22 vorgesehen.

Neben dem vertikalen Bewegungsbereich des Ablagetisches 10 ist ein nur teilweise dargestelltes Transportband 23 vorgesehen, das von einem Ständer 24 gehalten und durch eine sich in Richtung eines Pfeiles 25 drehende Antriebswalze 26 angetrieben ist, so daß ein auf dem Transportband 23 befindlicher Papierstapel 27 in Richtung eines Pfeiles 28 abtransportiert wird.

In der in der Zeichnung dargestellten Lage hat der Kolben 11, gesteuert durch die Fotozellenanordnung 5 aufgrund von entsprechenden Steuersignalen auf dem Endlospapier 3 den Ablagetisch 10 in eine Höhe angehoben, in der sich die Oberkante des Papierstapels 14 so weit unterhalb der Nachtransportrollen 8 befindet, daß ein ordnungsgemäßes Falten des Endlospapier 3 möglich ist. Dabei erfolgt eine Steuerung des Falthilfshebels 20 und der Luftdüse 22 in bekannter Weise so, daß das Falten ordnungsgemäß erfolgt.

Beim Übergang von einem Job mit gefaltetem Endlospapier zu einem Job mit geschnittenen Einzelblättern wird zunächst die Schneideinrichtung 7, gesteuert durch die Fotozellenanordnung 5, betätigt, so daß der Job mit dem Endlospapier endet. Danach wird schnell der Ablagetisch 10 durch den Kolben 11 soweit angehoben, daß die Oberkante des Papierstapels 14 im Bereich der Nachtransportrollen 8 oder dicht darunter liegt, derart, daß ein ordnungsgemäßes Ablegen von Einzelblättern auf dem Plattenstapel 14 erfolgt. Es versteht sich von selbst, daß aufeinanderfolgend beliebig, gesteuert jeweils durch entsprechende Steuersignale auf dem Endlospapier 3, ein Wechsel von Jobs mit Endlospapier und Einzelpapier möglich ist. Dabei erfolgt ständig eine Verstellung der Höhe des Ablagetisches 10 einmal in die für Einzelblattablage erforderliche Höhe und einmal in die für Endlosblattablage erforderliche Höhe. Dieser Verstellung überlagert ist ein langsames Absenken des Ablagetisches 10 entsprechend dem Anwachsen des Plattenstapels 14, was durch eine schematisch angedeutete Absenkeinrichtung 29 in Richtung eines Pfeiles 30 erfolgt.

Es können auch zusätzliche Randabschneider vorgesehen sein, die ebenfalls von der Fotozellenanordnung 5 gesteuert sind. Aufgrund entsprechender Steuersignale auf dem Endlospapier 3 schneiden dann die Randabschneider den Rand des Endlospapiers in dem Fall ab, daß ein Zerschneiden und Ablegen in Einzelblätter erfolgt. Bei Einzelblättern ist nämlich in der Regel ein noch anhängender Rand unerwünscht.

Ist der Papierstapel 14 auf dem Ablagetisch 10, genauer gesagt auf der Oberseite der Ausgaberollen 15 so weit angewachsen, daß er seine maximale Höhe erreicht hat, oder soll der Papierstapel 14 schon eher abtransportiert werden, so wird der Kolben 11 so gesteuert, daß der Ablagetisch 10 sich in die Höhe des Transportbandes 23 absenkt. In dieser Lage werden die Ausgaberollen 15 aktiviert, so daß der Stapel in der Zeichnung nach links auf das Transportband 23 gefördert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Schneiden und/oder Ablegen von bedrucktem Endlospapier,

    mit einer Transporteinheit für das Endlospapier,

    mit einer in Transportrichtung hinter der Transporteinheit angeordneten, durch Steuermarken im Endlospapier ansteuerbaren Schneideinrichtung zum Querschneiden des Endlospapiers,

    mit einem in Transportrichtung hinter der Schneideinrichtung angeordneten Paar von Nachtransportrollen,

    mit einem in Transportrichtung hinter den Nachtransportrollen angeordneten Ablagetisch,

    mit Mitteln zum Absenken des Ablagetisches entsprechend dem Anwachsen des Papierstapels auf dem Ablagetisch und

    mit einer zwischen einer Betriebsstellung und einer Ruhestellung beweglichen Falthilfseinrichtung zum Falten von Endlospapier,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß eine zuzsätzliche, durch die Steuermarken ansteuerbare Hubeinrichtung vorgesehen ist, die den Ablagetisch (10) bei ankommenden einzelnen Blättern selbsttätig auf eine angehobene Ablagehöhe für einzelne Blätter schnell anhebt, in der sich die Oberkante des auf dem Ablagetisch (10) abgelegten Papierstapels im Höhenbereich der Nachtransportrollen (8) befindet, und bei ankommendem ungeschnittenen Endlospapier auf eine abgesenkte Ablagehöhe für gefaltetes Endlospapier schnell absenkt, und

    daß sich die Falthilfseinrichtung (19, 20) zum Falten von Endlospapier selbsttätig in die Betriebsstellung bewegt, wenn sich der Ablagetisch (10) in der abgesenkten Stellung für die Ablage von Endlospapier befindet, und in eine Ruhestellung, wenn sich der Ablagetisch (10) in der angehobenen Lage für die Ablage von Einzelblättern befindet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung eine durch ein Druckmittel betätigte Kolben/Zylinderanordnung (11, 12) ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falthilfseinrichtung (19, 20) an einem horizontal bewegbaren Schlitten (17) angeordnet ist, der zur Betätigung mit einer druckmittelbetätigten Kolben/Zylinderanordnung verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Hubeinrichtung (11, 12) so ausgebildet ist,

    daß der Ablagetisch (10) in eine Ausgabehöhe unterhalb der Ablagehöhe für Endlospapier absenkbar ist,

    daß der Ablagetisch (10) auf seiner Oberseite antreibbare Ausgaberollen (15) aufweist und

    daß in Förderrichtung der Ausgaberollen (15) hinter diesen auf gleicher Höhe eine Fördereinrichtung (23, 25, 26) zum Abtransport von Papierstapeln (27) angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung ein Transportband (23) ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Fotozellen (5) im Durchlaufbereich von Steuermerkmalen auf dem ungeschnittenen Endlospapier (3) vorgesehen sind, die diese abtasten und die Hubeinrichtung (11, 12) für den Ablagetisch (10), die Kolben/Zylinderanordnung für die Betätigung des Schlittens (17) für die Falthilfseinrichtung (19, 20) und einen Antrieb für die Ausgaberollen (15) steuern.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fotozellen (5) Randschneider steuern, derart, daß diese bei Einzelblattablage den Rand des Endlospapiers abschneiden.






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