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Dokumentenidentifikation DE69124451T2 22.05.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0480705
Titel Monoazo-Farblack, Verfahren zu dessen Herstellung und seine Verwendung
Anmelder Toyo Ink Mfg. Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Hirasawa, Yuuji, c/o Toyo Ink Manufac. Co., Ltd., Tokyo, JP;
Mochizuki, Akimitsu, c/o Toyo Ink Manuf. Co., Ltd., Tokyo, JP
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69124451
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 09.10.1991
EP-Aktenzeichen 913092805
EP-Offenlegungsdatum 15.04.1992
EP date of grant 29.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.05.1997
IPC-Hauptklasse C09B 63/00
IPC-Nebenklasse C09B 67/22   C09B 29/20   C09D 11/00   C08K 5/23   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Monoazo-Lackpigment, welches für verschiedene Zwecke, insbesondere als ein Pigment in einer Drucktinte, brauchbar ist, und sie betrifft eine den Monoazo-Lack enthaltende Drucktinte.

Stand der Technik der Erfindung

Herkömmliche Monoazo-Lackpigmente, die aus einem aromatischen Amin mit einer löslichen Gruppe und entweder β-Naphthol oder β-Oxynaphtoesäure erhalten werden, werden in breitem Umfang als Farbpigment in Drucktinten, Beschichtungsmassen und Kunststoffen verwendet. Insbesondere wird eine große Menge an Pigment Rot 57 (C.I. 15850) als ein Pigment für eine tiefrote Prozeßtinte eingesetzt. Um diesen Monoazo-Lackpigmenten einen klaren Farbton und verbesserte Färbekraft zu verleihen, sind diese Monoazo-Lackpigmente Produkte, welche durch die Behandlung mit 1 bis 30 Gew.-%, bezogen auf die Monoazo- Lackpigmente, Kolophonium bzw. Terpentinharz erhalten werden. Z.B. ist das oben erhaltene Pigment Rot 57 ein Produkt, welches durch die Behandlung mit 20 bis 30 Gew.-% bezogen auf das Monoazo-Lackpigment, Kolophonium erhalten wurde.

Diese Pigmente weisen die folgenden Mängel auf: Wenn diese Pigmente in Drucktinten eingesetzt werden, weisen alle diese erhaltenen Tinten, wenn sie Gravurtinten sind, eine hohe Viskosität auf, und diese Tinten werden mit der Zeit instabil. Wenn die oben genannten Pigmente in Offsettinten (litographischen Tinten) zum Einsatz kommen, wird eine Kolophoniumkomponente in eine Befeuchtungslösung eluiert, und wenn die Offsettinten in Wasser emulgiert werden, verändert sich ihr Fließvermögen oder nimmt die Oberflächenspannung des emulgierenden Wassers ab. Im Ergebnis verringert sich die Druckfähigkeit der Drucktinten.

Um diese oben erwähnten Mängel zu beseitigen, wurden Verfahren zur Synthese von Pigmenten mit weniger Kolophonium oder von Pigmenten, bei denen der Kolophonium-Gehalt auf 1 bis 7 Gew.-% gesenkt ist, untersucht. Allerdings zeigen die durch solche Verfahren erhaltenen Pigmente einen unklaren Farbton und eine verringerte Färbekraft.

Ferner ist es bekannt, das Monoazo-Lackpigment zu verbessern, indem das Monoazo- Lackpigment mit einem Naphthol-AS oder seinem Derivat vermischt wird und die Mischung einer Kopplungsreaktion unterzogen wird (U.S.-Patent 4 767 844). Allerdings ist das resultierende Monoazo-Lackpigment hinsichtlich der Färbekraft und der Farbtonklarheit nicht befriedigend.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Monoazo-Lackpigment bereitzustellen, welches bezüglich der Klarheit, Transparenz, des Glanzes und der Färbekraft ausgezeichnet ist.

Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Drucktinte bereitzustellen, welche bezüglich Fließvermögen und Langzeitstabilität ausgezeichnet ist.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Pigmentes, welches ausgezeichnete Eigenschaften zeigt, wenn es in einer Beschichtungsmasse und Kunststoff zum Einsatz kommt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Monoazo-Lackpigment bereitgestellt, welches dadurch erhalten wird, daß ein aromatisches Amin mit einer löslichen Gruppe als eine Diazo-Komponente und entweder β-Naphthol oder β-Oxynaphtoesäure als Kopplungskomponente einer Kopplungsreaktion unterzogen werden und ein Lackpigment aus einem Kopplungsreaktionsprodukt während oder nach der Kopplungsreaktion gebildet wird, wobei die Kopplerkomponente 0,1 bis 30 Mol-%, vorzugsweise 0,3 bis 15 Mol-%, bezogen auf die Kopplerkomponente, einer Verbindung folgender Formel (1) enthält:

worin n = 1 oder 2 ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung des oben erwähnten Monoazo-Lackpigmentes bereitgestellt.

Ferner wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine Drucktinte, welche das oben erwähnte Monoazo-Lackpigment und ein Vehikel für eine Drucktinte enthält, bereitgestellt.

Ferner wird gemäß der vorliegenden Erfindung die Verwendung des oben erwähnten Monoazo-Lackpigmentes als Färbemittel für eine Beschichtungsmasse oder einen Kunststoff vorgesehen.

Genau Beschreibung der Erfindung

Das aromatische Amin mit einer löslichen Gruppe, welches bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird, wird aus bekannten Verbindungen gewählt, und bevorzugt sind solche Verbindungen, welche eine Sulfonsäuregruppe oder eine Carbonsäuregruppe besitzen. Beispiele der Verbindungen mit einer Sulfonsäuregruppe sind Aminobenzolsulfonsäuren wie 3- Aminobenzolsulfonsäure, 4-Aminobenzolsulfonsäure, 3-Amino-4-chlorbenzolsulfonsäure, 2-Chlor-5-aminobenzolsulfonsäure, 2,5-Dichlor-4-aminobenzolsulfonsäure, 3-Amino-4- hydroxybenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-5-aminobenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-4-aminobenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-amino-5-chlorbenzolsulfonsäure, 3-Methyl-4-aminobenzolsulfonsäure, 3-Amino-4-methylbenzolsulfonsäure, 2-Methyl-4-aminombenzolsulfonsäure, 2,4-Dimethyl-5-aminobenzolsulfonsäure, 2-Methyl-3-chlor-5-aminobenzolsulfonsäure, 2- Methyl-4-amino-5-hydroxybenzolsulfonsäure, 3-Nitro-4-aminobenzolsulfonsäure, 2-Nitro-4-aminobenzolsulfonsäure, 3-Amino-4-hydroxy-5-nitrobenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-nitro-5-aminobenzolsulfonsäure, 3-Amino-4-methoxybenzolsulfonsäure, 2-Methoxy-5-aminobenzolsulfonsäure, 3-Methoxy-4-aminobenzocsäure, 2-Methyl-4-amino-5-methoxybenzolsulfonaminobenzoesäure, 2-Methyl-4-amino-5-methoxybenzolsulfonsäure, 2-Hydroxy-3-amino-5- methoxybenzolsulfonsäure, 3-Acetylamino-5-aminobenzolsulfonsäure und 3-Acetylamino-5- amino-6-hydroxybenzolsulfonsäure; Aminonaphthalinsulfonsäuren wie z.B. 2-Amino-1- naphthalinsulfonsäure, 5-Amino-1-naphthalinsulfonsäure, 5-Amino-2-naphthalinsulfonsäure, 8-Amino-1-naphthalinsulfonsäure, 5-Acetylamino-2-amino-1-naphthalinsulfonsäure, 2- Amino-8-benzoylamino-1-naphthalinsulfonsäure und 6-Amino-2-naphthalinsulfonsäure; Aminonaphthalindisulfonsäuren wie 7-Amino-1,3-naphthalindisulfonsäure, 6-Amino- 1,3- naphthalindisulfonsäure und 2-Amino-6, 8-naphthalindisulfonsäure, 4-(4-Amino-3-methoxyphenylazo)benzensulfonsäure; und 4,4'-Diamindiphenyl-2,2'-disulfonsäure.

Beispiele der Verbindungen mit einer Carbonsäuregruppe sind 2-Aminobenzoesäure, 3- Aminobenzoesäure, 2-Hydroxy-3-aminobenzoesäure, 2-Hydroxy-5-aminobenzoesäure, 3- Amino-4-hydroxybenzoesäure, 3-Amino-4-methoxybenzoesäure, 3-Amino-4-chlorbenzoesäure, 3-Chlor-4-aminobenzoesäure, 2-Chlor-4-aminobenzoesäure, 3-Amino-4-methylbenzoesäure, 4-Nitro-4-aminobenzoesäure, 2-Nitro-5-aminobenzoesäure, 3-Amino-4-acetylaminobenzoesäure, 2-Amino-1-naphthalincarbonsäure, 5-Amino-1-naphthalincarbonsäure,5- Amino-2-naphthalincarbonsäure, 8-Amino-1-naphthalincarbonsäure, 5-Acetylamino-1- naphthalincarbonsäure, 2-Amino-8-benzoylamino-1-naphthalincarbonsäure und 7-Amino- 1,3-naphthalindicarbonsäure.

Die bei der vorliegenden Erfindung verwendete Kopplungskomponente wird aus bekannten Verbindungen wie β-Naphthol und β-Oxynaphtoesäure gewählt.

Die in Verbindung mit der Kopplerkomponente verwendete Verbindung der obigen Formel (1) ist ein Produkt, welches durch die Reaktion zwischen β-Oxynaphtoesäure und entweder Benzylamin oder Phenetylamin erhalten wird. Die Menge der Verbindung der Formel (1) zum Einsatz beträgt, bezogen jeweils auf das β-Naphthol als auch auf die β-Oxynaphthoesäure, 0,1 bis 30 Mol-%, vorzugsweise 0,3 bis 15 Mol-%. Wenn diese Menge geringer als der oben erwähnte untere Grenzwert ist, kann kein Monoazo-Lackpigment mit hoher Färbekraft, hoher Klarheit, hohem Glanz und ausgezeichnetem Fließvermögen erhalten werden. Wenn diese Menge den oben erwähnten oberen Grenzwert überschreitet, kann kein weiterer einer solchen überschüssigen Menge entsprechender Effekt erhalten werden.

Das Monoazo-Lackpigment der vorliegenden Erfindung kann aus den oben erwähnten Materialien gemäß einem bekannten Verfahren zur Herstellung von Monoazo-Lackpigmenten erzeugt werden. D.h. das aromatische Amin mit einer löslichen Gruppe wird mittels eines herkömmlichen Verfahrens diazotiert, und andererseits wird die Kopplerkomponente hergestellt, indem das oben erwähnte β-Naphthol oder die β-Oxynaphthoesäure mit der Verbindung der Formel (1) gemäß einem herkömmlichen Verfahren gemischt wird. Und die resultierende Diazo-Komponente und die Kopplerkomponente werden miteinander vermischt und einer Kopplungsreaktion unterzogen.

Dann wird der synthetisierte Farbstoff zu einem Lackpigment mit einem Lackbildungsmittel gebildet, oder ein Lackbildungsmittel wird der Kopplerkomponente vor der Kopplungsreaktion zugesetzt und die Kopplungsreaktion durchgeführt, wodurch das Monoazo-Lackpigment der vorliegenden Erfindung mit den verbesserten Eigenschaften wie oben beschrieben erhalten werden kann.

Das Lackbildungsmittel wird aus bekannten Mineralsäure- und organischen Säuresalzen von Calcium, Strontium, Barium etc., wie Sulfaten, Nitraten, Hydrochloriden, Phosphaten etc., und Salzen von Mangan wie den oben erwähnten Mineralsäuren und organischen Säuren gewahlt.

Das Pigment kann oberflächenbehandelt werden, indem irgendein wasserlösliches Harz, ein Tensid oder ein anderes Additiv der Diazo-Komponente, der Kopplerkomponente oder einer Aufschlämmung des Farbstoffs oder des Pigments hinzugegeben wird.

Das in der oben beschriebenen Weise erhaltene Monoazo-Lackpigment besitzt eine bemerkenswert höhere Färbekraft und Klarheit als herkömmliche Monoazo-Lackpigmente, und es zeigt keine Verringerung des Druckvermögens, welche hervorgerufen wird, wenn irgendein herkömmliches Kolophonium-behandeltes Pigment in einer Drucktinte zum Einsatz kommt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Monoazo-Lackpigmentes bereitgestellt, wobei das Verfahren bezüglich der thermischen Stabilität unter Wärmebehandlung zur Synthese des Pigmentes und unter Wärmebehandlung zum Flushing aus einer wäßrigen Paste ausgezeichnet ist. D.h., bei herkömmlichen Verfahren zur Synthese von Monoazo-Lackpigmenten erleiden die Pigmentteilchen unter Wärmebehandlung zur Synthese von Monoazo-Lackpigmenten oder zum Flushing ein Kristallwachstum, wodurch die resultierenden Monoazo-Lackpigmente eine außergewöhnliche Verringerung bezüglich der Färbekraft zeigen. Dagegen führt das Verfahren der vorliegenden Erfindung nicht zu so einem Mangel und kann ein Monoazo-Lackpigment in sehr effizienter Weise herstellen.

Ferner wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine Tinte bereitgestellt, welche das Monoazo-Lackpigment der vorliegenden Erfindung und ein Vehikel für eine Drucktinte enthält. Das Vehikel für eine Offsettinte beinhaltet 20 bis 50 Gewichtsteile eines Harzes, wie eines Kolophonium-modifizierten Phenolharzes, eines Erdölharzes, eines Alkydharzes oder eines mit Trockenöl-modifizierten Harzes von diesen und 10 bis 60 Gewichtsteile eines Lösemittels, wie n-Paraffin, Isoparaffin, Aromaten, Naphthen oder α-Olefin. Eine Offsettinte kann hergestellt werden, indem das Monoazo-Lackpigment der vorliegenden Erfindung in das oben erwähnte Vehikel eingebracht wird und ebenfalls ein bekanntes Additiv bzw. mehrere bekannte Additive wie einem anderen Lösemittel für eine Tinte, einem Trockenstoff, einem Egalisierungsverbesserer, einem Eindickungsmittel etc., hinzugesetzt werden.

Ein Gravurtinte enthält 10 bis 50 Gewichtsteile einer Harzmischung, 30 bis 80 Gewichtsteile eines Lösemittels, 3 bis 35 Gewichtsteile des Monoazo-Lackpigmentes der vorliegenden Erfindung und 1 bis 20 Gewichtsteile eines Streckmittels. Die Komponente für die Harzmischung wird aus Gummikolophonium, Holzkolophonium, Tallölkolophonium, calcifiziertes Kolophonium, Kalkkolophonium, Kolophoniumester, einem Maleinsäureharz, Gilsonit, Dammar, Schellack, einem Polyamidharz, einem Vinylharz, Nitrozellulose, zyklisiertem Kautschuk, Chloridkautschuk, Ethylzellulose, Zelluloseacetat, einem Ethylen-Vinylacetat Copolymer, einem Urethanharz, einem Polyesterharz und einem Alkydharz gewählt. Das Lösemittel wird aus n-H&xan, Toluol, Ethanol, Methanol, Aceton, Ethylacetat, Ethyllactat, Cellusolve, Diacetonalkohol, Chlorbenzol, Ethylether, Acetaldehydethylether, Ethylacetoacetat und Butylcellusolveacetat gewählt. Das Streckmittel wird aus Bariumsulfat, Bariumcarbonat, Calciumcarbonat, Gips, weißem Aluminiumoxid, Ton, Siliciumdioxid, Talk, Calciumsilikat und Präzipitations-Magnesiumcarbonat gewählt. Die Tinte kann ferner ein anderes oder mehrere andere Hilfsstoffe wie einen Weichmacher, ein UV-Lichtschutzmittel, ein Antioxidationsmittel, ein Antistatikmittel etc. enthalten.

Das Monoazo-Lackpigment der vorliegenden Erfindung besitzt eine höhere Färbekraft und eine höhere Transparenz als irgendeines der herkömmlichen Monoazo-Lackpigmente. Ferner zeigt das Monoazo-Lackpigment der vorliegenden Erfindung neben diesen Wirkungen ein ausgezeichnetes Fließvermögen.

Wenn ein herkömmliches mit einer großen Menge Kolophonium behandeltes Azopigment in einer Drucktinte verwendet wird, verringert sich das Druckvermögen der Tinte. Dagegen zeigt eine das Monoazo-Lackpigment der vorliegenden Erfindung enthaltende Tinte ein ausgezeichnetes Druckvermögen.

Ferner besitzt das gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellte Monoazo- Lackpigment eine ausgezeichnete thermische Stabilität unter der Wärmebehandlung beim Flushing. D.h., daß beim herkömmlichen Verfahren zur Herstellung eines Monoazo- Lackpigmentes Kristallwachstum und eine Aggregation von Pigmentteilchen unter der Wärmebehandlung zum Flushing auftreten, wobei Kristallwachstum und Aggregation die Ursachen dafür sind, daß eine Tinte opak wird und eine Abnahme der Färbekraft einer Tinte auftreten kann. Das gemäß dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellte Monoazo-Lackpigment weist keine solchen Mängel auf.

Die vorliegende Erfindung wird weiter genauer nachfolgend unter Bezug auf Beispiele beschrieben, wobei "Teile" für "Gewichtsteile" und "%" für "Gew.-%" stehen.

Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 1

18,7 Teile 1-Amino-4-methylbenzol-2-sulfonsäure wurden zusammen mit 400 Teilen Wasser und 4 Teilen Natriumhydroxid bei Raumtemperatur 30 min lang gerührt, um die 1- Amino-4-methylbenzol-2-sulfonsäure in Wasser vollständig zu lösen. 25 Teile einer 35 %- igen Salzsäure wurden der resultierenden Lösung hinzugegeben, um die Lösung anzusäuern, und dann wurden 20 Teile Eis hinzugesetzt, um die Lösung auf eine Temperatur zwischen 0ºC und 3ºC zu kühlen. Eine Lösung aus 7 Teilen Natriumnitrit in 25 Teilen Wasser wurden hinzugegeben, und die resultierende Mischung wurde bei einer Temperatur von nicht mehr als 5ºC 30 min lang gerührt, wodurch man eine Diazokomponente erhielt.

Gesondert wurden 15,5 Teile β-Oxynaphthoesäure und 3,5 Teile der folgenden Verbindung (1) zusammen mit einem Teil natürlichem Kolophonium, 1 000 Teilen Wasser und 10 Teilen Natriumhydroxid bei einer Temperatur von 40 ºC 20 min lang gerührt, um diese Komponenten in Wasser vollständig aufzulösen, und die resultierende Lösung wurde bei 15ºC gekühlt, um eine Kopplerkomponente zu erhalten.

Die oben erhaltene Diazokomponente wurde während eines Zeitraums von 30 min der Kopplerkomponente tropfenweise hinzugegeben, und dann wurde die resultierende Mischung 1 h lang weiter gerührt, um die Kopplungsreaktion abzuschließen. Die Kopplungsreaktionsmischung besaß einen pH-Wert von 9,5 bis 10,0. Dann wurden 58 Teile einer 35%-igen wäßrigen Calciumchloridlösung hinzugegeben, und die resultierende Mischung wurde 2 h lang gerührt, um eine Lack bildende Reaktion durchzuführen. Die Reaktionsmischung wurde auf 80ºC erhitzt und filtriert. Der verbliebene Feststoff wurde mit Wasser gewaschen, getrocknet und gemahlen, wodurch man 43 Teile eines Monoazo-Lackpigmentes erhielt (Beispiel 1).

Das oben beschrieben Verfahren wurde wiederholt, außer daß 15,5 Teile der β-Oxynaphthoesäure und 3,5 der Verbindung (1) durch 18,6 Teile β-Oxynaphthoesäure ersetzt wurden, wodurch 43 Teile eines Monoazo-Lackpigmentes (Vergleichsbeispiel 1) erhalten wurden.

Die obenstehend erhaltenen Monoazo-Lackpigmente wurden jeweils zu Tinten wie folgt formuliert.

Ein Klarlack wurde hergestellt, indem 20 Teile Leinsaatöl und 30 Teile Lösemittel Nr.5 (Tintenlösemittel, vertrieben von Nippon Oil Co., Ltd.) 50 Teilen eines Kolophoniummodifizierten Phenolharzes (Tamanol 361, Vertrieben von Arakawa Chemical Industries, Inc.) hinzugesetzt wurden und ein gelöster Klarlack aus der resultierenden Mischung unter Wärme bei 200ºC gebildet wurde. Dann wurden zwei Teile Aluminiumoctylate 98 Teilen des Klarlacks hinzugegeben, um ein Klarlackgel zu bilden.

70 Teile des Klarlackgels, 20 Teile des Monoazo-Lackpigmentes (rotes Pigment), erhalten in Beispiel 1, und 10 Teile Lösemittel Nr. 1 (Tintenlösemittel, vertrieben von Nippon Oil Co., Ltd.) wurden gemischt, und die resultierende Mischung wurde mittels einer Dreiwalzenmühle geknetet, wodurch man eine Offsettinte mit einem Klebrigkeitswert von 9,0 erhielt. Ferner wurde eine Offsettinte mit einem Klebrigkeitswert von 9,0 ebenfalls aus dem Monoazo-Lackpigment von Vergleichsbeispiel 1 in gleicher Weise wie oben erhalten. Die Offsettinte, welche das Monoazo-Lackpigment von Beispiel 1 (vorliegendes Pigment) enthielt, war der Offsettinte, welche den Monoazo-Lack des Vergleichsbeispiels 1 (Vergleichspigment) enthielt, bezüglich der Transparenz, Klarheit (per Auge beurteilt) und der Färbekraft in bemerkenswerter Weise überlegen. Darüber hinaus wurde die Färbekraft beurteilt, indem eine Mischung einer weißen Tinte mit der oben erwähnten das vorliegende Pigment enthaltenden Offsettinte und eine Mischung einer weißen Tinte mit der oben erwähnten das Vergleichspigment enthaltenden Offsettinte ausgebreitet (ausgezogen) wurde. Diese das vorliegende Pigment enthaltende Offsettinte besaß eine höhere Färbekraft als die das Vergleichspigment enthaltende Offsettinte. D.h., wenn die Farbdichte der Mischung der das vorliegende Pigment enthaltende Offsettinte gleich zu der der Mischung der das Vergleichspigment enthaltenden Offsettinte sein sollte, konnte die Menge der Weißtinte in der Mischung der das vorliegende Pigment enthaltenden Offsettinte um etwa 10% erhöht werden.

Beispiel 2 und Vergleichsbeispiel 2

18,7 Teile 1-Amino-4-methylbenzol-2-sulfonsäure wurden mittels eines herkömmlichen Verfahrens diazotiert, und 58 Teile einer 35%-igen Calciumchloridlösung wurde hinzugegeben, um eine Diazolösung zu erhalten.

Gesondert wurden 15 Teile β-Oxynaphthoesäure und 4,0 Teile der folgenden Verbindung (2) gleichzeitig gemäß einem herkömmlichen Verfahren gelöst, um eine Kopplerlösung zu erhalten.

Die Kopplerlösung wurde schnell mit der obigen Diazolösung gemischt, um die Kopplungsreaktion und die Lackbildungsreaktion zu vervollständigen, und die Reaktionsmischung wurde auf 80ºC erhitzt und filtriert. Dann wurde der verbliebene Feststoff mit Wasser gewaschen, wodurch 43 Teile eines Monoazo-Lackpigmentes erhalten wurden (Beispiel 2).

Die oben beschriebene Arbeitsweise wurde wiederholt, außer daß 15 Teile β-Oxynaphtoesäure und 4,0 Teile der Verbindung (2) durch 18,0 Teile β-Oxynaphtoesäure ersetzt wurden, wodurch ein Monoazo-Lackpigment (Vergleichsbeispiel 2) erhalten wurde.

Offsettinten wurden aus den obigen Monoazo-Lackpigmenten in gleicher Weise wie in Beispiel 1 hergestellt. Die das Monoazo-Lackpigment von Beispiel 2 enthaltende Offsettinte war der das Monoazo-Lackpigment von Vergleichsbeispiel 2 enthaltenden Offsettinte bezüglich der Transparenz, Klarheit und Färbekraft in beachtlicher Weise überlegen.

Beispiel 3 und Vergleichsbeispiel 3

16,4 Teile 1-Amino-4-methylbenzol-2-sulfonsäure und 0,3 Teile 2-Aminonaphthalin-1- sulfonsäure wurden gemäß einem herkömmlichen Verfahren diazotiert, und 58 Teile einer 35%-igen wäßrigen Calciumchloridlösung wurden hinzugegeben, um eine Diazokomponente zu bilden.

Gesondert wurden 16 Teile β-Naphthol, 1,0 Teile der folgenden Verbindung (1) und ein Teil natürliches Kolophonium gemeinsam gelöst, um eine Kopplerkomponente zu erhalten.

Die obigen zwei Komponenten wurden gemischt, um die Kopplungsreaktion und die Lackbildungsreaktion zu vervollständigen, und die Reaktionsmischung wurde auf 80ºC erhitzt und filtriert. Der verbliebene Feststoff wurde mit Wasser gewaschen, wodurch 44,5 Teile eines Monoazo-Lackpigmentes (Beispiel 3) erhalten wurden.

Die oben beschriebene Arbeitsweise wurde wiederholt, außer daß 16 Teile β-Naphthol und 1,0 Teile der Verbindung (1) durch 16,6 Teile β-Naphthol ersetzt wurden, wodurch ein Monoazo-Lackpigment (Vergleichsbeispiel 3) erhalten wurde.

Offsettinten wurden aus den oben beschriebenen Monoazo-Lackpigmenten in gleicher Weise wie in Beispiel 1 hergestellt. Die das Monoazo-Lackpigment von Beispiel 3 enthaltende Offsettinte war der das Monoazo-Lackpigment von Vergleichsbeispiel 3 enthaltenden Tinte in beachtlicher Weise bezüglich der Transparenz, Klarheit und der Färbekraft überlegen.

Beispiel 4 und Vergleichsbeispiele 4 und 5

Das Beispiel 2 wurde wiederholt, außer daß die Verbindung (2) durch 3,5 Teile der Verbindung (1) ersetzt wurde, wodurch 41 Teile eines Monoazo-Lackpigmentes (Beispiel 4) erhalten wurden.

Beispiel 2 wurde wiederholt, außer daß 15 Teile der β-Oxynaphtoesäure und 4,0 Teile der Verbindung (2) durch 18,1 Teile β-Oxynaphthoesäure ersetzt wurden, wodurch 40 Teile eines Monoazo-Lackpigmentes (Vergleichsbeispiel 4) erhalten wurde. Ferner wurde Beispiel 2 wiederholt, außer daß 4,0 Teile der Verbindung (2) durch 3,5 Teile Naphthol AS ersetzt wurden, wodurch 42 Teile eines Monoazo-Lackpigmentes (Vergleichsbeispiel 5) erhalten wurden.

1. Herstellung einer Basistinte

Kalkkolophonium : 84 Teile

Toluol : 46 Teile

Pigment : 25 Teile

155 g einer Mischung der oben aufgeführten Komponenten wurden in eine 225 ml große Glasflasche zusammen mit 180 g Stahlkügelchen mit einem Durchmesser von 3 mm gefüllt und mit einem Farbkonditionierer (nachfolgend als "PC" bezeichnet) 40 min lang disper giert

2. Herstellung einer Einstellungstinte

Basistinte : 54,5 Teile

Kalkkolophonium : 39 Teile

Toluol : 10 Teile

85 g einer Mischung der oben aufgeführten Komponenten wurden in eine 140 ml große Glasfiasche gefüllt und mit einem PC 5 min lang gemischt. Dann wurde die Toluolmenge so eingestellt, daß die Viskosität der Mischung 15 5 mit einem Seidenbecher #2 betrug.

3. Herstellung einer Tinte mit heller Farbe

Basistinte : 3,1 Teile

Weiße Tinte : 30 Teile

33 g einer Mischung der oben aufgeführten Komponenten wurden in eine 70 ml große Glasfiasche gefüllt und mit einem PC 5 min lang gemischt, wodurch man eine Tinte mit heller Farbe erhielt.

4. Auftragung von Tinte

(1) Einstellungstinten wurden jeweils auf Beschichtungspapier mittels eines Stabbeschichters #3 aufbeschichtet, um ihre Transparenz zu bestimmen. Die Einstellungstinten wurden ebenfalls auf nichtdurchdringbares (nonpenetrate) Papier beschichtet, um ihren Glanz zu messen.

(2) Tinten mit heller Farbe wurden auf ein Beschichtungspapier mittels eines Stabbeschichters #6 aufbeschichtet, um ihre Färbekraft zu bestimmen.

5. Messung von Eigenschaftwerten

Basistinten wurden bezüglich ihrer Viskositäten mit einem Brookfield-Viskosimeter vermessen.

Tinten mit tiefer Farbe, die auf ein nichtdurchdringbares Papier ausgebreitet waren, wurden bezüglich ihrer Glanzwerte bei 60ºC mit einem digitalen Glanzmeßgerät mit variabel einstellbarem Winkel (Modell UGV-SD), vertrieben von Suga, Shikenki (k.K.), vermessen.

Tinten mit heller Farbe, die auf ein Beschichtungspapier ausgesbreitet waren, wurden bezüglich ihrer K-Werte mittels einer Farbmaschine (Modell Σ80), vertrieben von Nippon Denshoku Kogyo, vermessen. Die Färbestärke wurde als relativer Wert im Vergleich zum L-Wert des Vergleichseispiels 4, welche als 100 angenommen wurde, ausgedrückt.

Die Transparenz wurde per Auge bei Tinten beurteilt, welche auf einem schwarzen Band ausgebreitet waren. (5: transparent, 4: in gewissem Maße transparent, 3: STD = Vergleichsbeispiel 4, 2: in gewissem Maße opak, 1: opak)

Der Farbton wurde per Auge bei Tinten beurteilt, die auf Beschichtungspapier ausgebreitet waren.

Die Gravurtinte, welche das Monoazo-Lackpigment von Beispiel 4 enthielt, war gegenüber den Gravurtinten, welche die Monoazo-Lackpigmente von Vergleichsbeispiel 4 und das Monoazo-Lackpigment von Vergleichsbeispiel 5 enthielten, bezüglich des Fließvermögens der Färbekraft, der Transparenz und dem Glanz in beträchtlicher Weise überlegen.

Tabelle 1


Anspruch[de]

1. Monoazo-Lackpigment, erhältlich durch Kopplung eines aromatischens Amins mit einer löslichen Gruppe als eine Diazokomponente mit entweder β-Naphthol oder β-Oxynaphthoesäure als eine Kopplerkomponente und Bildung eines Lackpigmentes aus dem Kopplungsreaktionsprodukt wahrend oder nach der Kopplungsreaktion, wobei die Kopplerkomponente 0,1 bis 30 Mol-%, bezogen auf die Kopplerkomponente, einer Verbindung der Formel (1)

enthält, worin n 1 oder 2 ist.

2. Pigment gemäß Anspruch 1, wobei das aromatische Amin ein Naphthalin-, Naphthalinderivat-, Benzol- oder Benzolderivatamin mit einer Sulfonsäure- oder Carboxylgruppe ist.

3. Pigment gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Kopplerkomponente 0,3 bis 15 Mol-%, bezogen auf die Kopplerkomponente, der Verbindung der Formel (1) enthält.

4. Verwendung eines Monoazo-Lackpigmentes, wie in Anpruch 1, 2 oder 3 beansprucht, in einer Drucktinte, welche ein Monoazo-Lackpigment und ein Vehikel enthält.

5. Verwendung eines Monoazo-Lackpigmentes, wie es in den Anspruchen 1, 2 oder 3 beansprucht wird, als Beschichtungsmasse.

6. Verwendung eines Monoazo-Lackpigmentes, wie es in den Anspruchen 1, 2 oder 3 beansprucht wird, als Färbemittel für Kunststoffe.

7. Verfahren zur Herstellung eines Monoazo-Lackpigmentes, welches das Koppeln eines aromatischen Amins mit einer löslichen Gruppe als eine Diazokomponente mit entweder β-Naphthol oder β-Oxynaphthoesäure als eine Kopplerkomponente zusammen mit 0,1 bis 30 Mol-%, bezogen auf die Kopplerkomponente, einer Verbindung der Formel (1)

worin n 1 oder 2 ist,

und das Bilden eines Lackpigmentes aus dem Kopplungsreaktionsprodukt wahrend oder nach der Kopplungsreaktion umfaßt.

8. Verfahren gemäß Anspruch 7, wobei die Menge der Verbindung der Formel (1) 0,3 bis 15 Mol-%, bezogen auf die Kopplerkomponente, beträgt.

9. Verfahren gemäß Anspruch 7 oder 8, wobei das aromatische Amin mit einer löslichen Gruppe Naphthalin-, Naphthalinderivat-, Benzol- oder Benzolderivatamin mit einer Sulfonsäure- oder Carboxylgruppe ist.







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