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Dokumentenidentifikation DE69307951T2 05.06.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0574366
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Intensivierung der Wirkung einer Yankee Press in einer Tissuepapiermaschine
Anmelder Valmet Corp., Helsinki, FI
Erfinder Hannus, Lars Hakan Mikael, SF-20750 Turku, FI;
Enkvist, Jens Petter, SF-20540 Tutku, FI
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69307951
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 04.06.1993
EP-Aktenzeichen 938501178
EP-Offenlegungsdatum 15.12.1993
EP date of grant 05.02.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.1997
IPC-Hauptklasse D21F 11/14
IPC-Nebenklasse D21F 3/02   D21F 5/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Intensivierung des Betriebs einer Yankeepresse in einer Tissuepapiermaschine gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Intensivierung des Betriebs der Yankeepresse in einer Tissuepapiermaschine gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 9.

Die Oberbegriffe der Patentansprüche 1 und 9 basieren auf der DE-A-2 802 156, die das Saugen eines Trocknungsmittels aus einem Yankeezylinderabzug mit Hilfe einer Saugwalze offenbart, die mit dem Yankeezylinder einen Spalt definiert.

In der Papierherstellung wird die faserhaltige Bahn in dem Siebteil der Papiermaschine auf einem Endlossieb oder zwischen zwei Sieben geformt. Anschließend wird Wasser aus der Faserbahn abgezogen, und zwar zunächst in der Regel durch Leiten der faserhaltigen Bahn über eine mit Saugkästen und möglicherweise mit Saugwalzen versehene Siebzone, in welcher Zone die Saugkästen und/oder Saugwalzen Wasser mit Hilfe von Unterdruck aus der Bahn saugen. Daraufhin wird die faserhaltige Bahn zu der Pressenpartie geleitet, in der Wasser auf der Bahn durch Pressen der Bahn zwischen Pressenwalzen abgezogen wird. In der Pressenpartie wird die Bahn gewöhnlich auf einem Filz getragen, wobei aus dem Filz gleichzeitig auch Wasser abgezogen wird, und zwar beispielsweise unter Anwendung von Filzabsorbern, die mit Unterdruck arbeiten. Nach der Pressenpartle wird die Bahn gewöhnlicherweise durch Verdampfung in der Trocknerpartie der Papiermaschine getrocknet, in welcher die Bahn über einen mit einem Yankeeabzug versehenen Yankeezylinder läuft. Im Hinblick auf die Energieeinsparung ist das Entwässern der Bahn mittels mechanischer Pressung in der Pressenpartie einer Papiermaschine bedeutend vorteilhafter als das durch Verdampfung in der Trocknerpartie stattfindende Trocknen, wobei das in der Pressenpartie erzielte Ergebnis auch Einfluß auf das Ergebnis der Trocknerpartie hat.

Wenn Wasser aus der Papierbahn abgezogen wird, wird die Bahn in der Regel gekühlt, wodurch die Viskosität des in der faserhaltigen Bahn enthaltenen Wassers größer wird, so daß das Entwässern in den folgenden Preßschritten schwieriger wird. Das Kühlen der Bahn resultiert auch in einem größeren Energiebedarf in der Trocknerpartie. Daher sind Versuche angestrengt worden, um Lösungen für das Beheizen der Bahn bis zu einer zweckmäßigen Temperatur zu finden, um die Viskosität des in der Bahn vorhandenen Wassers abzusenken und somit das Pressen von Wasser aus der Bahn zu erleichtern.

In Papiermaschinen sind Dampfzylinder, Dampfkästen und elektrische/Gas-Infratrockner für das Beheizen der Bahn verwendet worden. Ein gemeinsames Merkmal dieser aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen ist der beträchtliche Energiebedarf, um eine passende Temperatur der Bahn zu erzielen.

Wie bekannt, sind Dampfzylinder in solchen konventionellen Papiermaschinen verwendet worden, in welchen die Geschwindigkeit der Papiermaschine keine Beschränkungen für deren Anwendung auferlegt. Das Anwendungsfeld der Dampfkästen ist hauptsächlich das Profilieren der Bahn gewesen. In den aus dem Stand der Technik bekannten, auf Dampfkästen basierenden Lösungen ist über ein gleichmäßigeres Eeuchtigkeitsprofil eine erhöhte Kapazität einer Papiermaschine indirekt erhalten worden, wodurch ein sogenanntes Übertrocknen vermieden worden ist. Jedoch kann mittels eines Dampfkastens kein Anstieg in der Kapazität einer Papiermaschine erhalten werden, wenn das Profil gleichmäßig ist.

Dampfkästen sind auch in Mehr-Spalt-"Sym-Press" (Warenzeichen) - Pressen zwischen den Pressenspalten verwendet worden, um die Bahn zu heizen. In der Umgebung einer Pressenpartie einer Papiermaschine hat sich die Anwendung von elektrischen/Gas- Infratrocknern zum Beheizen der Bahn als problematisch erwiesen, da die Vorrichtungen in diesem Bereich schnell verunreinigt sind, was deren Effizient beeinträchtigt.

Wie bekannt, hat eine Yankeepresse einen Yankeezylinder großen Durchmessers, der von innerhalb beheizt wird, und einen Yankeeabzug, der aus einem oder mehreren Blöcken besteht und über einem Teil des Umfanges des Zylinders gebildet ist, wobei warme Luft durch den Abzug gegen die Bahn geblasen wird, um die Bahn zu trocknen. Vor dem Abzugbereich hat eine Yankeepresse gewöhnlich eine oder mehrere Pressenwalzen, die zusammen mit dem Yankeezylinder einen Pressenspalt/Pressenspalte bildet/bilden, in welchen Spalten Wasser durch Pressung aus der Bahn abgezogen wird. In den aus dem Stand der Technik bekannten Yankeepressen ist es nicht immer möglich gewesen, die Effizienz der Pressenspalte auf ein ausreichend hohes Niveau anzuheben, da die Bahn Zeit hatte, in den vorangegangenen Schritten abzukühlen, wodurch die Viskosität des Wassers größer geworden ist und der Wasserabzug in den Pressenspalten nicht so effizient gewesen ist. Dies hat auch in einem größeren Energiebedarf im Hinblick auf die Trocknungskapazität der Yankeezylinder und -abzüge resultiert.

Aus dem Stand der Technik sind auch Vorrichtungen und Verfahren bekannt, die auf einem Blasen von Luft basieren, in welchen warme und feuchte Luft gegen die Bahn geblasen worden ist, um die Bahn zu beheizen und dadurch sowohl das Pressen als auch das Trocknen zu intensivieren. Jedoch sind in diesen aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen sehr niedrige Feuchtigkeits- und Temperaturwerte der Luft angewendet worden, so daß die Effizienz gering gewesen ist. Eine aus dem Stand der Technik bekannte Lösung, die auf das Blasen von Luft zur Intensivierung der Entwässerung in einer Papier-, Karton- oder Stoffmaschine basiert, ist in dem FI-Patent Nr. 54 956 beschrieben. In dieser aus dem Stand der Technik bekannten Lösung ist warme und feuchte Abluft von der Trocknerpartie oder als eine Alternative warme und feuchte Abluft von dem druckbeaufschlagten Prozeß einer thermomechanischen Stoffaufbereitungsanlage verwendet worden.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Verbesserung/Intensivierung des Betriebs der Yankeepresse in einer Tissuepapiermaschine.

Um die oben genannten Zielsetzungen und jene, die später ersichtlich werden, zu erreichen, ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die Abluft der Gebläsevorrichtung zu dem Auslaß/der Wärmerückgewinnung des Luftsystemes des Yankeeabzuges rückgeführt wird, und daß Luft in der Nähe des zwischen dem Yankeezylinder und der ersten Pressenwalze gebildeten Spalts gegen die Bahn geblasen wird, und zwar in Laufrichtung der Bahn vor und nahe der ersten Pressenwalze.

Andererseits ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftkammer der Gebläsevorrichtung mit dem Auslaß und/oder der Wärmerückgewinnung des Luftsystemes des Yankeeabzuges für die Rückführung der verbrauchten Luft in Verbindung steht, und daß die Gebläsevorrichtung in der Nähe des zwischen dem Yankeezylinder und der ersten Pressenwalze ausgebildeten Spalts angeordnet ist, und zwar vor und nahe der ersten Pressenwalze.

In dem Verfahren der Erfindung wird die Bahn dadurch erwärmt, daß gegen die Bahn heiße und feuchte Luft geblasen wird, so daß die Bahn einerseits durch erzwungene Konvektion und andererseits erwärmt wird, wenn die Verdampfungsenergie von in der Gebläseluft vorhandenem Wasser freigesetzt wird, wenn es in den Oberflächenfasern in der Bahn kondensiert wird. Dies resultiert in der Absenkung der Viskosität des in der Bahn vorhandenen Wassers und in einer leichteren Pressung des in der Bahn vorhandenen Wassers

Da das Trocknen des Papiers oftmals ein Faktor ist, der die Papiermaschinengeschwindigkeit beschränkt, und da der Trockenfeststoffanteil der Papierbahn nach der Presse eine wesentliche Auswirkung auf das Trocknen hat, gestattet die vorliegende Erfindung somit eine erhöhte Geschwindigkeit einer Papiermaschine mit sehr geringer Zusatzenergie. Zusatzenergie wird lediglich für den elektrischen Motor des Gebläses benötigt.

Mit Hilfe der Erfindung kann der Betrieb einer Yankeepresse intensiviert werden, so daß das Trocknen des Papiers im Hinblick auf die Gesamtenergieeinsparung vorteilhafter ist, da im Hinblick auf die Energieeinsparung ein mit Hilfe von Pressung stattfindendes Entwässern beträchtlich vorteilhafter ist als ein Entwässern mittels Verdampfung.

Der Gebläsekasten der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist mit einer Gebläseluftkammer und mit einer Abluftkammer versehen, wobei die Abluft des Yankeeabzuges als Energiequelle (Gebläseluft) für den Gebläsekasten verwendet wird. Die warme feuchte Luft wird durch die Düsen gegen die Bahn geblasen, wobei die gekühlte und getrocknete Luft durch die in dem Gebläsekasten vorgesehenen Saugkanalleitungen dem Luftsystem des Yankeeabzuges zurückgegeben wird, von der sie zur Wärmerückgewinnung weitergeleitet werden kann. In der Vorrichtung der Erfindung wird eine relativ hohe Gebläsegeschwindigkeit verwendet, so daß eine Verunreinigung der Vorrichtung verhindert werden kann, wodurch die Vorrichtung der Erfindung für die problematische Umgebung in der Pressenpartie einer Papiermaschine gut geeignet ist.

Mit Hilfe der Vorrichtung der Erfindung ist es ebenso möglich, ein ungleichmäßiges Feuchtigkeitsprofil durch Unterteilen der Gebläsekammer in Blöcke einzustellen, in welchen Blöcken die Gebläsegeschwindigkeit (Luftmenge) wie erforderlich separat regulierbar ist.

Wenn es nicht erwünscht ist, die Kapazität einer Papiermaschine zu erhöhen, ist es mit Hilfe der Erfindung auch möglich, die in der Trocknerpartie erforderliche Zusatzenergie abzusenken, da der Trockenfeststoffanteil der Bahn nach der Presse größer wird und dadurch der Trocknungsenergiebedarf gesenkt wird.

Das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung werden in Pressenpartien von Papiermaschinen angewendet, die bei Geschwindigkeiten von 600 bis 2200 m pro Minute arbeiten, wobei mittels der Erfindung eine Erhöhung von etwa 3 bis etwa 10%, in der Regel 5% in der Laufgeschwindigkeit erzielt wird, wenn der von der Erfindung erzielte Vorteil in der Form von erhöhter Laufgeschwindigkeit angewendet wird.

Das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung sind für die Anwendung in Verbindung mit Yankeepressen zweckmäßig, insbesondere für gaserwärmte oder Hochtemperatur-Yankeepressen, zur Herstellung von Tissuepapier.

Nachstehend ist die Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren in der beigefügten Zeichnung ausführlicher beschrieben, wobei die Erfindung jedoch keinesfalls strikt auf die Einzelheiten der Veranschaulichungen beschränkt sein soll. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Veranschaulichung des Prinzips des erfinderischen Verfahrens in Anwendung auf eine Yankeepresse mit zwei Spalten;

Figuren 2A bis 2C schematische Veranschaulichungen verschiedener alternativer Betriebsarten von Luftzirkulation in Verbindung mit der Erfindung;

Fig. 3 eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in Richtung der Bahn;

Fig. 4 eine schematische Schnittansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Querrichtung der Bahn;

Figuren 5A bis 5B schematische Veranschaulichungen unterschiedlicher alternativer Ausführungsbeispiele der Düsenfläche der Vorrichtung;

Fig. 6 eine schematische Veranschaulichung des Prinzips des Verfahrens der Erfindung in Anwendung auf eine Yankeepresse mit Einzelspalt.

Fig. 1 zeigt ein schematisches beispielhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung in Anwendung auf eine Yankeepresse mit zwei Spalten, wobei die Presse einen Yankeezylinder großen Durchmessers aufweist, der von der Innenseite aus erwärmt wird, wobei der Abzug 15 des Yankeezylinders 10 mit den Blöcken 11 und 12 aus zwei Blöcken besteht. Die Gebläseluft für die Abzugblöcke 11, 12 wird jeweils mit Hilfe von Heizeinrichtungen 23, 24 erwärmt. Die Kraftstoffbehälter der Heizeinrichtungen 23, 24 sind jeweils mit 25, 26 bezeichnet. Das Gebläse des ersten Blockes 11 des Abzuges 15 ist mit 21 bezeichnet, wobei das Gebläse des zweiten Blockes 12 des Abzuges mit 22 bezeichnet ist. Die Temperatur der Abluft 27 des Abzuges 15 liegt bei etwa 200 bis 350ºC, wobei die Feuchtigkeit bei etwa 0,2 bis 0,7 kg H&sub2;O pro kg Trockenluft liegt. Die Teile zur Regulierung der Abluft 27 sind mit 28 bezeichnet. Die Abluft 27 wird zu der Wärmerückgewinnung 29 des Abzuges 15 geleitet, von welcher die Luft falls nötig durch die Regulierteile 31 und 32 und durch das Gebläse 33 abgezogen wird oder falls erwünscht zu dem Luftumlauf des Abzuges 15 der Blöcke 11, 12 rückgeführt wird.

Das beispielhafte Ausführungsbeispiel einer in Fig. 1 gezeigten Yankeepresse hat zwei Spalte, wobei die Pressenwalzen 13 und 14 mit dem Yankeezylinder 10 zwei aufeinanderfolgende Spalte bilden. Die erfindungsgemäße Gebläsevorrichtung 50 ist in der Nähe der ersten Pressenwalze 14 angeordnet, und zwar in Laufrichtung der Papierbahn W vor der Pressenwalze 14. Die Papierbahn W und der Filz F werden über eine Leitwalze 17 geleitet, um über die Gebläsevorrichtung 50 in den ersten Spalt zwischen der ersten Pressenwalze 14 und dem Yankeezylinder 10 zu laufen, und von dort aus weiter in den zweiten Spalt geleitet, der mittels der zweiten Pressenwalze 13 und des Yankeezylinders 10 gebildet ist. Als die Energiequelle für den Gebläsekasten 50, d.h. als die Gebläseluft, wird die Abluft aus dem Yankeeabzug 15 verwendet, welche Luft durch das Gebläsegeschwindigkeitsregulierteil 35 und das Gebläse 36 in die Gebläseluftkammer 51 der Gebläsevorrichtung 50 geleitet wird, wobei die Abluft von der Abluftkammer 52 des Gebläsekastens 50 durch das Abluftregulierteil 34 zu der Wärmerückgewinnung 29 rückgeführt wird. Mit Hilfe der Gebläsevorrichtung 50 wird die warme feuchte Luft durch Düsen, vorzugsweise Kreisdüsen, gegen die Papierbahn W geblasen, wobei die gekühlte und getrocknete Luft durch die Saugkanalleitungen/Abluftleitungen 53, die in dem Gebläsekasten 50 vorgesehen sind, zurück zu dem Luftsystem des Yankeeabzuges 15 gelangt, von dem sie zu der Wärmerückgewinnung 29 weitergeleitet werden kann. Die Abgabe der Gebläsevorrichtung 50 wird mit Hilfe von Regulierteilen 35 reguliert, die in den Luftkanalleitungen und/oder Verteilungskanalleitungen angeordnet sind. In der Gebläsevorrichtung 50 wird eine relativ hohe Gebläsegeschwindigkeit verwendet, die eine Verunreinigung der Vorrichtung 50 verhindert. Mit Hilfe der Gebläsevorrichtung 50 ist es auch möglich, ein ungleichmäßiges Feuchtigkeitsprofil der Papierbahn dadurch zu berichtigen, daß die Gebläsekammer 51 in Blöcke 56 (Fig. 4) unterteilt wird, in welchen die Gebläsegeschwindigkeiten mit Hilfe der Regulierteile 37 individuell regulierbar sind. In Fig. 1 ist mit 60 eine alternative Lufteinlaß-/-auslaßposition der Gebläsevorrichtung 50 dargestellt.

Die Figuren 2A bis 2C zeigen unterschiedliche alternative Luftumlaufbetriebsarten, die in der erfindungsgemäßen Anordnung anwendbar sind.

In den in Fig. 2A gezeigten Alternativen A und B ist der Luftumlauf in den Yankeeabzugblöcken 11, 12 parallel verbunden, wobei die Luft zu dem Gebläsekasten 50 wie folgt geleitet wird.

A. Die Gebläseluft für den Gebläsekasten 50 wird aus dem Auslaß des Blockes 11 genommen, und zwar vor einer möglichen Wärmerückgewinnung 29, wobei die Abluft von dem Gebläsekasten 50 zu dem Auslaß des Blockes 11 des Luftsystemes des Abzuges 15 zurückgeleitet wird, und zwar vor einer möglichen Wärmerückgewinnung 29,

B. die Gebläseluft für den Gebläsekasten 50 wird aus dem Auslaß des Blockes 11 genommen, und zwar vor einer möglichen Wärmerückgewinnung 29, wobei die Abluft von dem Gebläsekasten 50 zu dem gemeinsamen Auslaß des Luftsystems des Abzuges 15 zurückgeleitet wird, und zwar nach einer möglichen Wärmerückgewinnung 29.

In den Alternativen A und B gemäß Fig. 2B ist der Luftumlauf der Yankeeabzugblöcke 11, 12 in Reihe verbunden. Die Luft wird zu dem Gebläsekasten 50 wie folgt geleitet:

A. Die Gebläseluft für den Gebläsekasten 50 wird aus dem Auslaß des Blockes 11 genommen, und zwar vor einer möglichen Wärmerückgewinnung 29, wobei die Abluft von dem Gebläsekasten 50 zu dem Auslaß des Luftsystemes des Abzuges 50 zurückgeleitet wird, und zwar vor einer möglichen Wärmerückgewinnung,

B. die Gebläseluft für den Gebläsekasten 50 wird von dem Auslaß des Blockes 11 genommen, und zwar nach einer möglichen Wärmerückgewinnung 29, wobei die Abluft von dem Gebläsekasten 50 zu dem Auslaß des Luftsystemes des Abzuges 15 zurückgeleitet wird, und zwar nach einer möglichen Wärmerückgewinnung 29.

In den Alternativen A und B gemäß Fig. 2C ist der Luftumlauf der Yankeeabzugblöcke 11, 12 parallel verbunden. Luft wird zu dem Gebläsekasten 50 wie folgt geleitet:

A. Die Gebläseluft für den Gebläsekasten 50 wird aus dem gemeinsamen Auslaß der Abzugblöcke 11, 12 genommen, und zwar vor einer möglichen Wärmerückgewinnung 29, wobei die Abluft des Gebläsekastens 50 zu dem gemeinsamen Auslaß des Luftsystemes des Abzuges 15 zurückgeleitet wird, und zwar vor einer möglichen Wärmerückgewinnung 29,

B. die Gebläseluft für den Gebläsekasten 50 wird von dem gemeinsamen Auslaß der Abzugblöcke 11, 12 genommen, und zwar nach einer möglichen Wärmerückgewinnung 29, wobei die Abluft von dem Gebläsekasten 50 zu dem gemeinsamen Auslaß des Luftsystemes des Abzuges 15 zurückgeleitet wird, und zwar nach einer möglichen Wärmerückgewinnung.

In allen oben vorgeschlagenen Alternativen können die Alternativen A und B auch querverbunden werden, d.h. die Luft für den Gebläsekasten 50 wird vor der Wärmerückgewinnung 29 genommen und die Abluft von dem Gebläsekasten .50 wird dem Luftsystem des Abzuges 15 nach der Wärmerückgewinnung 29 zurückgeführt.

Zusätzlich zu den in den Figuren gezeigten Versionen ist es natürlich auch möglich, einen Abzug 15 anzuwenden, der drei Blöcke aufweist, wobei die Luft von einem, zwei oder von den drei Blöcken zu dem Gebläsekasten 50 gebracht wird. Wenn Luft lediglich von einem Block genommen wird, so wird diese vorzugsweise von dem Block genommen, der neben dem nassen Ende angeordnet ist.

In der erfindungsgemäßen Gebläsevorrichtung 50 werden die folgenden Parameter verwendet: Die Temperatur der Gebläseluft beträgt 130 bis 450&sup0;c, vorzugsweise 200 bis 350ºC, und die Feuchtigkeit der Gebläseluft 0,100 bis 1,000 kg H&sub2;O pro kg Trockenluft, vorzugsweise 0,200 bis 0,700 kg H&sub2;O pro kg Trockenluft, die Gebläsegeschwindigkeit der Gebläsevorrichtung 50 beträgt 0 bis 130 m pro Sekunde, vorzugsweise 60 bis 120 m pro s.

Fig. 3 zeigt eine schematische Schnittansicht der Gebläsevorrichtung 50 in Richtung der Bahn. Der Filz ist mit F bezeichnet, wobei die Bahn mit W bezeichnet ist. Der Gebläsekasten 50 hat eine Gebläsekammer 51 und eine Abluftkammer 52. Abluft P&sub1; von dem Yankeeabzug 15 wird in die Vorrichtung 50 geleitet, und zwar in ihre Gebläsekammer 51, wobei die Luft als die Strömung P gegen die Bahn W geblasen wird, und zwar durch die Düsen, vorzugsweise kreisförmige Düsen, die in der Düsenfläche 54 angeordnet sind. Die Abluft P&sub2; wird durch die Abluftleitungen 53 in den Saugkanalleitungen in die Abluftkammer 52 geleitet, von der aus die Abluft P&sub2; weitergeleitet wird zu dem Auslaß des Luftsystemes des Yankeeabzuges 15.

Fig. 4 zeigt eine schematische Schnittansicht der Gebläsevorrichtung in Querrichtung der Bahn. Der Filz ist mit F und die Bahn mit W bezeichnet. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 ist die Gebläsekammer 51 in sogenannte Profilierkammern 56 unterteilt worden, in welche der Luftstrom jeder Kammer 56 separat regulierbar ist. Luft wird als ein Luftstrom P aus den Profilierkammern 56 der Gebläsekammer 51 durch die Düsen in der Düsenfläche 54 gegen die Bahn W geblasen. Die Abluft P&sub2; wird aus dem Raum zwischen dem Gebläsekasten 50 und der Bahn W durch die Abluftleitungen 53 in die Abluftkammer 52 geleitet, von welcher aus die Luft weiter in die Kanalleitung 55 und somit in den Auslaß des Luftsystems des Yankeeabzuges 15 geleitet wird.

Die Figuren 5A und 5B zeigen zwei unterschiedliche alternative Düsenflächen 54 der Gebläsevorrichtung 50. Die Gebläsedüsen sind mit 55 und die Abluftleitungen/Abluftschlitze mit 53 bezeichnet. Die Maschinenlaufrichtung ist mit dem Pfeil Y dargestellt.

In Fig. 5A sind die Gebläsedüsenöffnungen 55 kleinen Durchmessers und die Abluftleitungen 53 großen Durchmessers gleichmäßig beabstandet an der ebenen Düsenfläche 54 parallel zum Lauf der Bahn W angeordnet. In Fig. 5B ist die Düsenfläche 54 in Blöcke aufgeteilt worden, in welchen Abschnitte mit Gebläsedüsen 55 und Abschnitte mit Abluftleitungen/Abluftschlitzen 53 alternieren.

Der Durchmesser der Gebläsedüsen 55 liegt bei etwa 5 bis 10 mm, wobei der Durchmesser der Abluftleitungen 53 bei etwa 50 bis 100 mm liegt. Wenn ein Abluftschlitz 53 verwendet wird, so beträgt seine Breite etwa 20 bis 100 mm. Der Offenbereich der Gebläsedüsen 55 im Verhältnis zu dem Düsenflächenbereich liegt bei etwa 1 bis 5% und der Blasabstand L bei etwa 15 bis 50 mm.

Fig. 6 zeigt eine schematische Veranschaulichung eines zweiten beispielhaften Ausführungsbeispiels des Prinzips des Verfahrens der Erfindung in einer Yankeepresse mit einem Einzelspalt. In den anderen Gesichtspunkten gleicht die Veranschaulichung in Fig. 6 der in Fig. 1. Der Yankeezylinder 10 ist angebracht, um mit der Pressenwalze 14 einen Spalt zu bilden.

Vorstehend ist die Erfindung lediglich anhand einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben worden. Dies soll jedoch die Erfindung nicht nur auf diese Merkmale beschränken. Vielmehr sind viele Modifikationen und Abwandlungen innerhalb des Bereiches der erfinderischen Idee, der in den folgenden Patentansprüchen definiert ist, möglich.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Intensivierung der Wirkung einer Yankeepresse in einer Tissuepapiermaschine, in welcher Yankeepresse die Bahn (W) in einem oder mehreren Spalten gepreßt wird, die zwischen einem Yankeezylinder (10) und zumindest einer Pressenwalze (13, 14) ausgebildet sind, wobei die Bahn (W) dadurch an dem Yankeezylinder (10) getrocknet wird, daß gegen die Bahn (W) heiße und feuchte Luft (P&sub1;) geblasen wird, die durch den aus einem oder mehreren Blöcken (11, 12) bestehenden Yankeeabzug (15) eingeführt wird, in welchem Verfahren eine Gebläsevorrichtung (50) verwendet wird, die die heiße und feuchte Luft gegen die Bahn (W) bläst, wobei die heiße und feuchte Luft (P&sub1;) der Gebläsevorrichtung (50) aus dem Auslaß der Wärmerückgewinnung (29) eines Luftsystems des Yankeeabzuges (15) entnommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluft (P&sub2;) der Gebläsevorrichtung (50) zu dem Auslaß und/oder zu der Wärmerückgewinnung (29) des Luftsystems des Yankeeabzuges (15) rückgeführt wird, daß die heiße und feuchte Luft in der Nähe des zwischen dem Yankeezylinder (10) und der ersten Pressenwalze (14) gebildeten Spalts gegen die Bahn (W) geblasen wird, und zwar in Laufrichtung der Bahn vor und nahe der ersten Pressenwalze, und daß die heiße und feuchte Luft (P&sub1;) derart gegen die Bahn geblasen wird, daß die Bahn (W) erwärmt wird, und zwar einerseits mittels erzwungener Konvektion und andererseits, wenn die Verdampfungsenergie von in der Gebläseluft vorhandenem Wasser freigesetzt wird, wenn es in der Bahnoberfläche kondensiert ist, wodurch die Viskosität des in der Bahn vorhandenen Wassers gesenkt wird und die Pressungsqualität des in der Bahn vorhandenen Wassers verbessert wird.

2. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzirkulation der Yankeeabzugsblöcke (11, 12) parallel verbunden ist, daß die Gebläseluft für die Gebläsevorrichtung (50) vor einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) aus dem Auslaß des ersten Blocks (11) des Yankeeabzugs (15) entnommen wird, und daß die Abluft aus der Gebläsevorrichtung (50) vor einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) z;u dem Auslaß des ersten Blocks (11) des Luftsystems des Abzugs (15) zurückgeleitet wird.

3. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzirkulation der Yankeeabzugsblöcke (11, 12) parallel verbunden ist, daß die Gebläseluft für die Gebläsevorrichtung (50) vor einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) aus dem Auslaß des ersten Blocks (11) des Yankeeabzuges (15) entnommen wird, und daß die Abluft aus der Gebläsevorrichtung (50) nach einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) zu dem gemeinsamen Auslaß des Luftsystemes des Yankeeabzugs (15) zurückgeleitet wird.

4. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzirkulation der Yankeeabzugsblöcke (11, 12) in Reihe verbunden ist, daß die Gebläseluft für die Gebläsevorrichtung (50) vor einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) aus dem Auslaß des ersten Blocks (11) des Yankeeabzuges (15) entnommen wird, und daß die Abluft aus der Gebläsevorrichtung (50) vor einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) zu dem Auslaß des Luftsystems des Yankeeabzuges (15) zurückgeleitet wird.

5. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzirkulation der Yankeeabzugsblöcke (11, 12) in Reihe verbunden ist, daß die Gebläseluft für die Gebläsevorrichtung (50) nach einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) aus dem Auslaß des ersten Blocks (11) des Yankeeabzugs (15) entnommen wird, und daß die Abluft aus der Gebläsevorrichtung (50) nach einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) zu dem Auslaß des Luftsystems des Yankeeabzuges (15) zurückgeleitet wird.

6. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzirkulation der Yankeeabzugsblöcke (11, 12) parallel verbunden ist, daß die Gebläseluft für die Gebläsevorrichtung (50) vor einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) aus dem gemeinsamen Auslaß des ersten und des zweiten Blocks (11, 12) des Yankeeabzugs (15) entnommen wird, und daß die Abluft aus der Gebläsevorrichtung vor einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) zu dem gemeinsamen Auslaß des Luftsystems des Yankeeabzugs (15) zurückgeleitet wird.

7. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzirkulation der Yankeeabzugsblöcke (11, 12) parallel verbunden ist, daß die Gebläseluft für die Gebläsevorrichtung (50) nach einer möglichen Wärmerückgewinnung aus dem gemeinsamen Auslaß der Abzugsblöcke (11, 12) entnommen wird, wobei die Abluft aus der Gebläsevorrichtung (50) nach einer möglichen Wärmerückgewinnung (29) zu dem gemeinsamen Auslaß des Luftsystems des Yankeeabzuges (15) zurückgeleitet wird.

8. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläseluft für die Gebläsevorrichtung (50) vor der Wärmerückgewinnung (29) des Luftsystems des Yankeeabzuges (15) entnommen wird, und daß die Abluft aus der Gebläsevorrichtung (50) nach der Wärmerückgewinnung (29) zu dem Luftsystem des Yankeeabzuges (15) zurückgeführt wird.

9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß den Patentansprüchen 1 bis 8 zur Intensivierung der Wirkung der Yankeepresse in einer Tissuepapiermaschine, welche Yankeepresse einen Yankeezylinder (10) und eine oder mehrere Pressenwalzen (13, 14) sowie einen aus einem oder mehreren Blöcken (11, 12) bestehenden Yankeeabzug (15) aufweist, wobei die Vorrichtung eine Gebläsevorrichtung (50) ist, die eine Gebläsekammer (51), eine Abluf tkammer (52), Gebläsedüsen (55) für das Blasen von heißer und feuchter Luft (P&sub1;) gegen die Bahn (W) und Abluftkanalleitungen (53) für den Abzug der verbrauchten Luft (P&sub2;) aufweist, wobei die Gebläsekammer (51) der Gebläsevorrichtung (50) für die Entnahme der Gebläseluft mit dem Auslaß und/oder der Wärmerückgewinnung (29) eines Luftsystems des Yankeeabzuges (15) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß die Abluftkammer (52) der Gebläsevorrichtung (50) für die Rückführung der verbrauchten Luft (P&sub2;) mit dem Auslaß und/oder der Wärmerückgewinnung (29) des Luftsystems des Yankeeabzuges (15) in Verbindung steht, und daß die Gebläsevorrichtung (50) in der Nähe des zwischen dem Yankeezylinder (10) und der ersten Pressenwalze (14) ausgebildeten Spalts angeordnet ist, und zwar vor und nahe der ersten Pressenwalze (14), so daß die durch sie gegen die Bahn (W) geblasene heiße und feuchte Luft (P&sub1;) die Bahn mittels erzwungener Konvektion erwärmt.

10. Vorrichtung gemäß Patentanspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die ebene Düsenfläche (54) der Gebläsevorrichtung (50), welche Fläche parallel zum Lauf der Bahn (W) ist, eine Anzahl von mit kleinem Durchmesser versehenen Gebläsedüsenöffnungen (55) und eine Anzahl von Abzugöffnungen (53) größeren Durchmessers aufweist.

11. Vorrichtung gemäß Patentanspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenfläche (54) der Gebläsevorrichtung (50) aus Blöcken bestehend ausgebildet ist, so daß die Düsenfläche (54) aus alternierenden Abschnitten mit Gebläsedüsen (55) und Abschnitten mit Abluftleitungen/Abluftschlitzen (53) besteht.

12. Vorrichtung gemäß einem der Patentansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläsekammer (51) der Gebläsevorrichtung (50) in Profilierkammern (56) unterteilt ist, in welchen die Luftströmung in jeder Kammer (56) separat regulierbar ist, um das Feuchtigkeitsprofil der Bahn (W) zu regulieren.

13. Vorrichtung gemäß einem der Patentansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläsevorrichtung (50) Regulierelemente (35, 34) zur Regulierung der Geschwindigkeit/des Druckes der Gebläseluft aufweist.







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