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Dokumentenidentifikation DE69308062T2 05.06.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0567045
Titel Elektropneumatische Vorrichtung zum automatischen Einfädeln eines Gerätes, das Schussfaden einer Textilmaschine zuführt und Schussfadenzufuhrgerät, das diese Vorrichtung enthält
Anmelder L.G.L. Electronics S.p.A., Bergamo, IT
Erfinder Zenoni, Pietro, I-24026 Leffe (Bergamo), IT;
Pedrini, Giovanni, I-24026 Leffe (Bergamo), IT;
Castelli, Rosario, I-24024 Gandino, IT
Vertreter Hagemann, Kehl und Kollegen, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69308062
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.04.1993
EP-Aktenzeichen 931063200
EP-Offenlegungsdatum 27.10.1993
EP date of grant 12.02.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.1997
IPC-Hauptklasse D03D 47/34

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektropneumatische Vorrichtung zum automatischen und vollständigen Einfädeln von Geräten, die Textilmaschinen Schußfaden zuführen, und ein Schußfaden-Zufuhrgerät, das diese Vorrichtung enthält.

Wie bekannt ist, sind Schußfaden-Zufuhreinrichtungen Geräte, die geeignet sind, den Schußfaden von Spulen abzuziehen, eine Schußfadenreserve in Form von Fadenwindungen, welche um eine stationäre Trommel gewickelt sind, anzuhäufen und den Faden der Textilmaschine, beispielsweise eines Greifer- oder Kugelwebstuhls, mit kontrollierter und konstanter Spannung und in einer Menge zuzuführen, welche an den Bedarf der Maschine selbst gekoppelt ist.

Zu diesem Zweck weisen Schußfaden-Zufuhreinrichtungen gemäß einer bekannten Anordnung eine stationäre Trommel auf, an deren Basis ein Ring drehbar angeordnet ist; der Ring ist mit einem radialen oder im wesentlichen radialen hohlen Arm versehen, in dem der Faden verläuft und sich aufgrund der Rotation des Rings auf die Trommel aufwickelt, wobei er die Windungen der Schußfadenreserve bildet. Der Faden erreicht die Kavität des radialen Arms dadurch, daß er in einer ähnlichen Kavität des Antriebsschafts der Scheibe verläuft, und wickelt sich dadurch von der Trommel ab, daß er durch ein Bremsmittel verläuft, welches sich in elastischem Eingriff mit der Trommel und mit einem abschließenden fadenführenden Ring befindet, der koaxial zur Trommel angeordnet ist; keramische Einlaß-, Mittel- und Auslaßbuchsen sind jeweils am Einlaß des Antriebsschafts des Rings, am Auslaß des hohlen radialen Arms und an der abschließenden Fadenführung vorgesehen.

Wenn die Spule, die sich stromaufwärts von der Vor- Zufuhreinrichtung befindet, leer läuft oder wenn der Faden reißt, wird die Schußfadenreserve entsprechend aufgebraucht, und es ist notwendig, das Zufuhrgerät wieder einzufädeln.

Aufgrund der gewundenen Form des Fadenweges und insbesondere aufgrund des Hindernisses, das durch die Bremsmittel gebildet wird, wird der Arbeitsschritt des Einfädelns, zumindest im vorderen Teil des Geräts, der zwischen der mittleren Buchse und der Auslaßbuchse enthalten ist, unter Verwendung eines Werkzeugs manuell durchgeführt, welches im allgemeinen als "drawboy" bezeichnet wird und aus einem flexiblen Metalldraht besteht, der dem Fadenweg folgen kann, wobei sich am Kopf des Werkzeugs eine Öse oder ein anderes Mittel zum Verbinden des Fadens befindet.

In der Praxis wird der drawboy yon der Vorderseite aus durch die Buchse der Fadenführung und der Bremsmittel in die Vor- Zufuhreinrichtung eingeführt, und dann wird der Faden mit dem Kopf des drawboys verbunden; durch Zurückziehen des drawboys von der Vorderseite wird der Faden vollständig in die Vor- Zufuhreinrichtung eingefädelt; das Einfädeln des rückwärtigen Teils des Geräts, der zwischen der Einlaßbuchse und der mittleren Buchse enthalten ist, wird auf bekannte Art mittels einer unter Überdruck stehenden pneumatischen Flüssigkeit durchgeführt.

Die Verwendung des drawboys ist ziemlich beschwerlich, verlangt eine beträchtliche Spezialisierung auf seiten des Naschinenarbeiters, vor allem jedoch wird eine beträchtliche Zeit zur Ausführung benötigt, was die Effizienz des Webstuhls oder der Textilmaschine negativ beeinträchtigt.

Die frühere internationale Anmeldung WO 09/82944 beschreibt bereits eine Vorrichtung, die die Verwendung des drawboys dadurch ausschaltet, daß eine automatische Einfädelung im vorderen Teil der Vorrichtung mittels einer Wand von unter Überdruck stehender Flüssigkeit, welche durch ringförmige Düsen und/oder durch röhrenförmige Röhrenstränge erzeugt wird und durch das Bremsmittel verläuft, durchgeführt wird. Die beschriebene Anordnung setzt jedoch voraus, daß das Bremsmittel die Trommel so umgibt, daß ein freier ringförmiger Zwischenraum zwischen dem Bremsmittel und der Trommel besteht, wie im Fall der Figur 1 der Anmeldung, oder daß ein ringförmiger Zwischenraum besteht, auf den ein Ring von Borsten, wie im Fall der Figur 2 derselben Anmeldung, einwirkt.

Diese bekannte Anordnung ist jedoch ungeeignet, das Einfädeln durch ein kontinuierliches Bremsmittel zu bewirken, das frontal und elastisch an der Trommel des Geräts haftet, beispielsweise ein Bremsmittel von der Art, die in der EP-A- 534 263 im Namen derselben Anmelder beschrieben ist, da ein solches Bremsmittel mit der Fiüssigkeitswand und mit dem Faden, der von ihr mitgeführt wird, wechselwirkt, wodurch es seinen Übergang verhindert. Die EP-A-0 446 447 offenbart eine Schußfaden-Zufuhr-Einfädelvorrichtung gemäß dem Oberbegriff der beigefügten Ansprüche 1 und 12, die ferner ein kontinuierliches Bremsmittel enthält, das frontal und elastisch an der Trommel des Geräts haftet.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Nachteil zu beseitigen, und sie hat, innerhalb des Rahmens dieses allgemeinen Ziels, die wichtige Aufgabe, eine Vorrichtung bereitzustellen, die automatisch, ohne jegliches manuelles Eingreifen, das vollständige Einfädeln von Zufuhreinrichtungen jeglicher Art und insbesondere von der Art, die ein kontinuierliches Bremsmittel umfaßt, welches elastisch an der Trommel des Geräts haftet, durchführen kann.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine automatische Einfädelvorrichtung bereitzustellen, die strukturell einfach, sehr zuverlässig in der Arbeitsweise und geeignet ist, jede Art von Faden einzufädeln.

Um dieses Ziel zu erreichen sowie diese Aufgabe und andere, die aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervorgehen, zu erfüllen, betrifft die vorliegende Erfindung eine Einfädelvorrichtung für Schußfaden-Zufuhreinrichtungen der spezifizierten Art, die folgendes aufweist: einen ersten Röhrenstrang und einen zweiten Röhrenstrang zum Zufuhren unter Überdruck stehender pneumatischer Flüssigkeit, wobei manuell betätigte Ventilmittel auf die Röhrenstränge einwirken und wobei die Röhrenstränge jeweils in der rückwärtigen Fadeneinlaßbuchse und in der vorderen Fadenauslaßbuchse enden, um einen pneumatischen Fluß und einen. sich daraus ergebenden Saugstrom zu erzeugen, der den Faden von einem Ende des Zufuhrgeräts zum anderen mitführt; einen mittleren offenen Kanal, der angrenzend an die Trommel des Geräts und parallel zu ihr angeordnet ist, um den pneumatischen Fluß und den Faden, der durch ihn mitgeführt wird, in den freien Abschnitt zu leiten, der zwischen dem Auslaß des radialen Arms und den Bremsrnitteln enthalten ist; Festlegemittel, um den Auslaß des radialen Arms in eine Linie mit dem mittleren Kanal zu bringen, um den Fluß zu leiten und den Faden, der durch den Fluß mitgeführt wird, zu führen, wenn die Einfädelvorrichtung aktiviert ist; und einen pneumatischen Vordrücker, der durch einen dritten pneumatischen Röhrenstrang gespeist wird und der am Auslaß des mittleren Kanals angeordnet ist und auf einen ausgewählten Abschnitt der Bremsmittel wirkt, um den Abschnitt zu deformieren und die elastische Wirkung des Abschnitts, die auf die Trommel ausgeübt wird, aufzuheben und um den Faden, der durch den Fluß mitgeführt wird, durch den deformierten Abschnitt der Bremsmittel zu führen.

Vorteilhafterweise weist der Vordrücker einen konkav geformten Endfinger auf, der eine Fortführung des mittleren Kanals zum Durchführen des Fadens bildet.

Die Erfindung ist in den Ansprüchen 1 und 12 abgegrenzt. Weitere spezielle Ausführungsformen derselben sind in den Ansprüchen 2 bis 11 und 13 bis 14 abgegrenzt.

Weitere Merkmale, Zwecke und Vorteile gehen aus der folgenden detaillierten Beschreibung und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen hervor, die durch ein nicht begrenzendes Beispiel gegeben sind, in denen:

Figur 1 eine Teilschnitt-Aufrißansicht eines Schußfaden Zufuhrgeräts mit der erfindungsgemäßen Einfädelvorrichtung ist, wobei die Einfädelvorrichtung in aktiver Stellung gezeigt wird;

Figur 2 eine Teilaufrißansicht ähnlich Figur 1 ist, die die Vorrichtung in aktiver Stellung veranschaulicht;

Figur 3 eine Vergrößerungsansicht eines Details von Figur 1 ist;

Figur 4 eine Schnittansicht ist, die entlang der Ebene IV-IV von Figur 3 gemacht wurde;

Figur 5 eine Vergrößerungsansicht eines anderen Details von Figur 1 ist;

Figur 6 eine Aufrißansicht, ähnlich Figur 1, einer anderen Art von Schußfaden-Zufuhreinrichtung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist.

Mit Bezug auf die Figuren 1 bis 5 bezeichnet das Bezugszeichen 10 im allgemeinen ein Schußfaden-Zufuhrgerät von der Art, die eine stationäre Trommel 11 aufweist, an deren Basis ein Ring 12 drehbar angeordnet ist; der Ring ist mit einem hohlen radialen Arm 13 versehen, welcher mit einer entsprechenden Kavität des Antriebsschafts 14 des Rings 12 verbunden ist. Der Arm 13 wickelt auf eine an sich bekannte Art durch die Rotation des Rings 12 den Faden F auf die Trommel 11 auf, wobei er eine (nicht gezeigte) Schußfadenreserve in Form von Fadenwindungen bildet, die durch eine oszillierende Plattenvorrichtung 15, welche ebenfalls an sich bekannt ist, dazu gebracht werden, gegen den Kopf der Trommel vorzudringen.

Der Faden, der sich von der Trommel abwickelt, wobei er in einer Fadenführung 16 verläuft, die koaxial zur Trommel selbst ist, wird einer durch die Bremsmittel bewirkten Spannung unterzogen, wobei die Bremsmittel beispielsweise von der Art sind, die in der vorstehend erwähnten früheren Anmeldung im Namen desselben Anmelders beschrieben ist, welche Bremsmittel durch ein halbfestes konisches Element 17 gebildet werden, das durch eine elastische Membran 18 gestützt und in elastischen Kontakteingriff mit der Trommel 11 gebracht wird, wobei die elastische Membran wiederum so gelagert ist, daß sie axial durch einen festen Arm B, der an die Trommel 11 angrenzt, eingestellt werden kann. Das konische Element berührt die Trommel an einem Abschnitt, der an denjenigen angrenzt, bei dem der Umfang am größten ist. Am Ende des Antriebsschafts 14 befindet sich eine keramische Buchse 19 für den Eintritt des Fadens, und in ähnlicher Weise befindet sich eine keramische Buchse 2D auf der Fadenführung 16 für den Ausgang des Fadens. Eine dritte, mittlere Buchse 21 ist am Auslaß des radialen Arms 13 angeordnet

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine elektropneumatische Vorrichtung D vorgesehen, die geeignet ist, das Gerät 10 automatisch und vollständig einzufädeln, wobei das vollständige Einfädeln als der Übergang des Fadens von der Buchse 19 zur Buchse 20 durch die mittlere Buchse 21 und das Bremsmittel 17 definiert ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen ersten pneumatischen Röhrenstrang 22 und einen zweiten pneumatischen Rzhrenstrang 23 auf, die durch ein monostabiles Ventilmittel 24 abgetrennt werden und die jeweils in den Buchsen 19 und 20 enden. Ein Röhrenstrang 25 führt die unter Überdruck stehende pneumatische Flüssigkeit, die von einer Quelle 5 bereitgestellt wird, welche beispielsweise von einem Kompressor oder von einem Tank mit unter Überdruck stehender Flüssigkeit gebildet wird, dem Ventilmittel 24 zu; ein selbstlösender Knopf P bewegt die Klappe 26 des Ventilmittels 24, um den Fluß unter Überdruck stehender pneumatischer Flüssigkeit den Röhrensträngen 22 bis 23 und einem nachstehend beschriebenen dritten Röhrenstrang 32 zuzuführen bzw. ihn zu unterbrechen.

Die pneumatische Flüssigkeit, die den Buchsen 19 bis 20 zugeführt wird, erzeugt einen Fluß, der durch die entsprechende Orientierung der Flüssigkeitsverteilungsdüsen 27 innerhalb der Buchsen vom Einlaß zum Auslaß des Geräts 10 gelenkt wird, und erzeugt einen sich daraus ergebenden Strom für die Mitführung des Fadens F, der vom Einlaß zum Auslaß des Geräts 10 geleitet wird. Um den Fluß und den durch ihn mitgeführten Faden in den freien Abschnitt, der zwischen der Buchse 21 und den Bremsmitteln 17 enthalten ist, zu leiten, gibt es einen offenen mittleren Kanal 28, dessen Profil im wesentlichen U förmig ist; der Kanal ist so angeordnet, daß seine Öffnung an die Trommel 11 angrenzt und parallel zu ihr ist. Der Kanal 28 hat einen Einlaßabschnitt 28a, der an die mittlere Buchse 21 angrenzt, und einen Auslaßabschnitt 28b, der an die Bremsmittel 17 angrenzt und entlang der Tangente an den Kopf der Trommel 11 geneigt ist, die im wesentlichen durch die Kuppelstelle der Bremsmittel verläuft.

Am Auslaßabschnitt 28b beinhaltet der Kanal 28 ein Vordrückelement 29, das die Bremsmittel 17 elastisch deformieren kann, um sie von der Trommel 11 zu beabstanden, um ihre elastische Bremswirkung, die auf den Faden F ausgeübt wird, aufzuheben und den Durchgang des Fadens, der durch den pneumatischen Fluß mitgeführt wird, zu gestatten. Das Vordrückelement 29 weist einen Druckkolben 29a auf, der schwergängig in einem pneumatischen Zylinder 30, welcher im Körper des Kanals 28 ausgebildet ist, gleiten kann, mit einem Stiel, der in einem konkaven U-förmigen Finger 29b endet, welcher geeignet ist, in die Kante der Bremsmittel einzugreifen, um sie auf die spezifizierte Art zu bewegen.

Wie in Figur 1 deutlich gezeigt, ist der U-förmige Finger 29b so geneigt, daß er im wesentlichen parallel zu den Erzeugenden der konischen Bremsmittel 17 verläuft, und ist durch einen radialen Schnitt 29c, der als eine geneigte Deformierungsebene für die freie Kante des Bremselements wirkt, abgeschrägt. Die Konkavität des Fingers 29b ist gegen die Trommel 11 gerichtet, und der Finger bildet, wenn der Vordrücker 29 in aktiver Position ist, eine Verlängerung des Kanals 28 durch die Bremsmittel 17 sowohl hinsichtlich des Leitens der pneumatischen Flüssigkeit als auch der Führung des Fadens.

Eine Feder 31 hält den konkaven U-förmigen Finger für gewöhnlich in einer Position, in der er vom Bremsmittel losgelöst ist, und der Röhrenstrang 32 führt die pneumatische Flüssigkeit dem Zylinder 30 zu, um den Druckkolben 29a gegen die Wirkung der Feder 31 zu bewegen und die Bremsmittel 17 zu deformieren. Um den pneumatischen Fluß durch den Kanal 28 aufzubauen, muß der Kanal in eine Linie mit der Buchse 21 des radialen Arms 13 gebracht werden, wenn der Knopf P des Ventilmittels 24 gedrückt wird, um die pneumatische Flüssigkeit den Röhrensträngen 22, 23 und 32 zuzuführen.

Zu diesem Zweck gibt es ein elektromagnetisches Mittel 33 zur Positionsmarkierung, das erregt wird, wenn ein piezoelektrischer Sensor 34, der mit der Einlaßbuchse 19 verbunden ist, anzeigt, daß keine Spannung im Faden F ist, entweder aufgrund eines Risses oder aufgrund eines Aufbrauchens des Fadens selbst.

Das Element 33 (Figur 5) weist einen beweglichen radialen Stift 35 und eine Schleife 36 auf, welche, wenn sie erregt wird, den Stift gegen den Ring 12 bewegt.

Am Ende des Stifts 35 befindet sich ein Permanentmagnet 37, der eine vorgegebene Polarität aufweist und der aufgrund der Bewegung des Stifts 35 in unmittelbarer Nähe zum Ring 12, jedoch von ihm beabstandet, verschoben wird, so daß er mit einem entsprechenden Permanentmagneten 38 entgegengesetzter Polarität, der auf dem Ring 12 vorgesehen ist, wechselwirkt. Wenn ein piezoelektrischer Sensor 34 eine fehlende Spannung auf dem Faden anzeigt, stoppt ein Mikroprozessor uP, der mit dem Gerät 10 verbunden ist, den Motor, welcher den Ring 12 antreibt, um ihn unmittelbar danach mit einer Minimalspannung zu versorgen, die einer Minimalgeschwindigkeit des Rings 12 entspricht.

Gleichzeitig erregt der Mikroprozessor uP die Schleife 36, die den Stift 35 absenkt. Auf diese Weise stoppt der Ring 12, wenn die beiden Magneten 37 und 38 in einer Linie sind, und bleibt in der vorgegebenen Position; ein berührungsloser Näherungssensor 39, der mit dem Magneten 38 verbunden ist und mit dem Magneten 37 wechselwirkt, schneidet die Energieversorgung des Motors des Rings 12 ab.

Die ausgerichtete Position der Magneten 37 und 38 entspricht ferner der Ausrichtung zwischen der Buchse 21 und dem Kanal 28, und deshalb erzeugt man durch Drücken des Knopfes P den pneumatischen Fluß, der den Faden von der Einlaßbuchse 19 zur Auslaßbuchse 20 durch die Buchse 21, den Kanal 28 und das Bremsmittel 17, das durch die Wirkung des ebenfalls durch das Ventilmittel 24 aktivierten Vordrückelements 29 gelockert wird, mitführt. Aufgrund dieses pneumatischen Flusses wird der Faden F entlang dem in Figur 2 gezeigten Weg geführt, und das Gerät wird vollständig eingefädelt.

Die in Figur 6 gezeigte Variation unterscheidet sich dadurch, daß das Bremsmittel des Geräts 10 von einem Ring aus Borsten 170 gebildet wird, der von einem Ring 171 getragen wird, welcher die Trommel 11 umgibt. Das Vordrückelement 29 wirkt auf einen Abschnitt der Borsten auf eine Art, die ähnlich der vorstehend beschriebenen ist.

Genauer gesagt kann in der vorstehend erwähnten Figur gesehen werden, daß der U-förmige Finger 29b mit seinem konvexen Rükkenteil zwischen die Borsten 170 eindringt, wobei er einige der Borsten deformiert und sie von der Berührung mit der Trommel 11 am Auslaßabschnitt des Kanals 28 beabstandet; der konkave U-förmige Finger 29b bildet, wenn der Vordrücker 29 in aktiver Position ist, eine Verlängerung des Kanals 28 durch das Bremselement 170, sowohl hinsichtlich der Leitung des Flusses als auch hinsichtlich der Führung des Fadens F.

Ohne das Konzept der Erfindung zu verlassen, können natürlich die Details der Ausführung und die Ausführungsformen umfassend bezüglich dessen verändert werden, was mittels eines nicht begrenzenden Beispiels beschrieben und veranschaulicht ist, ohne dabei den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Wo auf technische Merkmale, die in einem beliebigen Anspruch erwähnt werden, Bezugszeichen folgen, wurden jene Bezugszeichen zum einzigen Zweck der Verbesserung der Verständlichkeit der Ansprüche eingefügt, und dementsprechend haben solche Bezugszeichen keinerlei begrenzenden Effekt auf den Rahmen jedes Elements, das mittels eines Beispiels durch ein solches Bezugszeichen identifiziert wird.


Anspruch[de]

1. Elektropneumatische Vorrichtung zum automatischen Einfädeln von Schußfaden-Zufuhrgeräten, die eine stationäre Trommel (11), einen hohlen, rotierenden radialen Arm (13), Bremsmittel (17), die elastisch in die Trommel (11) eingreifen, und Fadeneinlaß- (19) und -auslaßbuchsen (20) aufweisen, wobei die Vorrichtung folgendes aufweist:

einen ersten Röhrenstrang (22) und einen zweiten Röhrenstrang (23) zum Zuführen unter Überdruck stehender pneumatischer Flüssigkeit, wobei manuell betätigte Ventilmittel (24) auf die Röhrenstränge einwirken und wobei die Röhrenstränge jeweils in der rückwärtigen Fadeneinlaßbuchse (19) und in der vorderen Fadenauslaßbuchse (20) enden, um einen pneumatischen Fluß und einen sich daraus ergebenden Saugstrom zu erzeugen, der den Faden (F) von

einem Ende des Zufuhrgeräts (10) zum anderen mitführt, einen mittleren offenen Kanal (28), der angrenzend an die Trommel (11) des Geräts und parallel zu ihr angeordnet ist, um den pneumatischen Fluß und den Faden (F), der durch ihn mitgeführt wird, in den freien Abschnitt zu leiten, der zwischen dem Auslaß des radialen Arms (13) und den Bremsmitteln (17) enthalten ist, und

Mittel (33) zur Positionsmarkierung, um den Auslaß des radialen Arms (13) in eine Linie mit dem mittleren Kanal (28) zu bringen, um den Fluß zu leiten und den Faden (F), der durch den Fluß mitgeführt wird, zu führen, wenn die Einfädelvorrichtung aktiviert ist,

wobei die Vorrichtung außerdem einen pneumatischen Vordrücker (29) aufweist, der durch einen dritten pneumatischen Röhrenstrang (32) gespeist wird, dadurch gekennizeichnet, daß der Vordrücker am Auslaß (28b) des mittleren Kanals (28) angeordnet ist und auf einen ausgewählten Abschnitt der Bremsmittel (17) wirkt, um den Abschnitt zu deformieren und die elastische Wirkung des Abschnitts, die auf die Trommel (11) ausgeübt wird, aufzuheben, und um den Faden (F), der durch den Fluß mitgeführt wird, durch den deformierten Abschnitt der Bremsmittel (17) zu führen.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilmittel (24) von der selbstlösenden Art sind, und dadurch, daß sie in der stabilen Löseposition die Zufuhrröhrenstränge der pneumatischen Flüssigkeit abtrennen und in der Position der aktiven Betätigung die pneumatische Flüssigkeit in den ersten (22), zweiten (23) und dritten (32) Röhrenstrang führen.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet&sub1; daß der mittlere Kanal (28) ein U-förmiges Profil hat und so angeordnet ist, daß seine Öffnung gegen die Trommel (11) des Geräts gerichtet ist und an sie angrenzt.

4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Kanal (28) einen Einlaßabschnitt (28a), der an den Auslaß des radialen Arms (13) angrenzt, und einen Auslaßabschnitt (28b) hat, der an die Bremsmittel (17) angrenzt, und dadurch, daß der Auslaßabschnitt (28b) entlang der Tangente der Trommel (11), die im wesentlichen durch die Kuppelstelle der Bremsmittel verläuft, geneigt ist.

5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Kanal (28) am Auslaßabschnitt (28b), der an die Bremsmittel (17) angrenzt, den pneumatischen Vordrücker (29) enthält, der auf die Bremsmittel (17) wirkt.

6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der pneumatische Vordrücker (29) einen Druckkolben (29a) aufweist, der schwergängig in einem pneumatischen Zylinder (30), welcher im Körper des mittleren Kanals (28) ausgebildet ist, gleiten kann, und dadurch, daß der Druckkolben (29a) mit einem Stiel versehen ist, der in einem konkaven, U-förmigen Finger (29b) endet, welcher geeignet ist, in die Bremsmittel (17) einzugreifen, um sie zu deformieren und sie von der Berührung mit der Trommel (11) des Geräts wegzubewegen, um den pneumatischen Fluß durch die Bremsmittel (17) zu leiten und den Faden, der durch den Fluß mitgeführt wird, durch die Bremsmittel (17) zu führen.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der konkave, U-förmige Finger (29b), wenn der Vordrücker (29) in aktiver Position ist, eine Verlängerung des mittleren Kanals (28) durch die Bremsmittel (17) bildet.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrichtmittel (33) elektromagnetisch sind und einen beweglichen Stift (35) enthalten, der starr an den Körper des Geräts gekoppelt ist, dem Feld einer Bewegungsschleife (36) ausgesetzt ist und an seinem freien Ende mit einem ersten Magneten (37) versehen ist, welcher eine vorgegebene Polarität hat und mit einem zweiten Magneten (38) wechselwirkt, welcher die entgegengesetzte Polarität hat und vom rotierenden Ring (12) des Geräts getragen wird.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Magnet (37) und der zweite Magnet (38) einander gegenüberstehen&sub1; jedoch in ihrer aktiven Position voneinander beabstandet sind.

10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Magnet (37) mit einem berührungslosen Näherungssensor (39), der an den zweiten Magneten (38) angrenzend angeordnet ist, wechselwirkt, und dadurch, daß der Sensor (39) in Anwesenheit des ersten Magneten (37) die Energiezufuhr des Geräts unterbricht

11. Vorrichtung nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen piezoelektrischen Sensor (34) aufweist, der in der Einlaßbuchse (19) angeordnet ist, wobei der Sensor für die Spannung des Fadens (F) empfindlich ist und geeignet ist, das Gerät in Abwesenheit von Spannung zu stoppen.

12. Schußfaden-Zufuhrgerät für Textilmaschinen, aufweisend:

eine Trommel (11) zum Wickeln von Fadenwindungen, die eine Schußfadenreserve bilden; einen rotierenden, hohlen radialen Arm (13), der von einem rotierenden Ring (12) getragen wird, in dem der Faden, welcher durch den Arm (13) auf die Trommel (11) gewickelt wird, verläuft; ein Bremsmittel (17) für den Faden, das in elastischem Kontakteingriff mit der Trommel (11) wirkt; Fadeneinlaß(19) und -auslaßbuchsen (20), die koaxial zur Trommel (11) angeordnet sind; ein Paar Röhrenstränge (22, 23), die durch ein monostabiles Ventilmittel (24) abgetrennt sind, zum Zuführen unter Überdruck stehender pneumatischer Flüssigkeit in die Buchsen (19, 20) und zum Erzeugen eines pneumatischen Flüssigkeitsflusses, der durch das Gerät verläuft, um den Faden einzufädeln; einen kanalförmigen mittleren Röhrenstrang (28) mit einem U-förmigen Profil, der zwischen den rotierenden radialen Arm (13) und das Bremsmittel (17) gesetzt ist und parallel zur Trommel (11) und an sie angrenzend angeordnet ist, um den Fluß zu leiten und den Faden, der durch den Fluß mitgeführt wird, zu führen, wobei das Gerät außerdem ein pneumatisches Vordrückelement (29) aufweist, das durch einen dritten pneumatischen Röhrenstrang (32), der durch das Ventilmittel (24) gesteuert wird, gespeist wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Vordrückelement (29) auf einen ausgewählten Abschnitt des Bremsmittels (17) wirkt, um den Abschnitt zu deformieren und den Abschnitt von der Berührung mit der Trommel (11) zum Durchlaufen des Fadens und des pneumatischen Flusses durch den deformierten Abschnitt des Bremsmittels (17) wegzubewegen, und dadurch, daß magnetische Ausrichtmittel (33) vorgesehen sind, um den rotierenden Ring (12) und den hohlen radialen Arm (13) in einer Linie mit dem mittleren Kanal (28) zu stoppen.

13. Schußfaden-Zufuhrgerät nach Anspruch 12, aufweisend ein Bremsmittel, das von einem halbstarren konischen Element (17) gebildet wird, welches durch eine elastische Membran (18) getragen und in frontalen elastischen Kontakteingriff gegen die Trommel (11), die die Reservewindung aufwickelt, gedrückt wird, wobei das konische Element (17) die Trommel (11) an einem Abschnitt des Elements berührt, der an denjenigen mit dem größten Umfang angrenzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßabschnitt (28b) des mittleren Kanals (28) im wesentlichen parallel zu den Erzeugenden des konischen Elements (17) geneigt ist, das pneumatisöhe Vordrückelement (29) einen Stiel mit einem U-förmigen, hohlen Endfinger (25b) hat, der ebenfalls im wesentlichen entlang den Erzeugenden des konischen Elements (17) geneigt und angrenzend an die freien Enden des konischen Elements angeordnet ist, und dadurch, daß der U-förmige Finger (29b) durch einen radialen Schnitt (29c) abgeschrägt ist, welcher als eine geneigte Ebene wirkt, die geeignet ist, die freie Kante des konischen Elements (17) zu deformieren, wobei der konkave, U-förmige Endfinger (29b), wenn das Vordrückelement (20) in aktiver Position ist, eine Verlängerung des mittleren Kanals bildet, die durch das Bremsmittel (17) verläuft

14. Schußfaden-Zufuhrgerät nach Anspruch 12, aufweisend ein Bremsmittel, das von einem Ring aus Borsten (170) gebildet wird, der von einem Ring (171) getragen wird, welcher die Trommel (11), die die Reservewindung aufwickelt, umgibt, wobei die Borsten (170) elastisch in die Oberfläche der Trommel (11) eingreifen, die den Faden aufwickelt, dadurch gekennzeichnet, daß das pneumatische Vordrückelement (29) angrenzend an den Ring auf der Seite, die gegen den mittleren Kanal (28) gerichtet ist, angeordnet und mit einem Stiel mit einem konkaven, U-förmigen Endfinger (29b) versehen ist, welcher, wenn der Vordrücker (29) in aktiver Position ist, mit seinem konvexen Rückenteil in einen entsprechenden Abschnitt von Borsten (170) eingreift, sie elastisch deformiert und sie von der Berührung mit der Trommel (11) beabstandet, und dadurch, daß der konkave, U- förmige Finger (29b), wenn der Vordrücker (29) in aktiver Position ist, eine Verlängerung des mittleren Kanals (28) bildet, die durch das mit Borsten versehene Bremselement (170) verläuft.







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