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Dokumentenidentifikation DE69216772T2 12.06.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0542221
Titel Medizinische Behälter und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder Terumo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Miyake, Makoto, c/o Terumo Kabushiki Kaisha, Shizuoka-ken, JP;
Ishida, Noboru, c/o Terumo Kabushiki Kaisha, Shizuoka-ken, JP
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69216772
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.11.1992
EP-Aktenzeichen 921192738
EP-Offenlegungsdatum 19.05.1993
EP date of grant 15.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.06.1997
IPC-Hauptklasse A61J 1/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine medizinische Behältervorrichtung mit einer Vielzahl von Beuteln, die Blut und dessen Komponenten enthalten, und ein Verfahren zu deren Herstellung.

Bei der Bluttransfusion wurde zur effektiven Verwendung des Bluts und Verminderung einer Belastung des Empfängers vor kurzem ein System ausgeführt, bei dem von einem Spender entnommenes Blut in Komponenten durch Zentrifugieren oder dergleichen getrennt wird und nur die für einen Empfänger erforderlichen Komponenten übertragen werden. Durch die Einführung der Komponententransfusion wurde Blut im Vergleich mit der herkömmlichen Vollbluttransfusion effektiv verwendet.

Bei der obigen Komponententransfusion umfaßt eine Behältervorrichtung (Mehrfachbeutel) einen Blutsammelbeutel und den anderen oder mehrere zusätzliche Beutel.

Bei den Mehrfachbeutelvorrichtungen besteht zum Beispiel eine Dreifachbeutelvorrichtung aus dem Blutsammelbeutel, einem Thrombozytenkonservierungsbeutel (nachfolgend PC-Beutel genannt) und einem Plasmakonservierungsbeutel (nachfolgend Plasmabeutel genannt), die miteinander durch einen Schlauch verbunden sind. Im Blutsammelbeutel gesammeltes Blut wird in drei Komponenten, das heißt Erythrozyten, thrombozytenreiches und thrombozytenarmes Plasma, durch wenigstens eine Zentrifugiertrennung getrennt (PRP-Verfahren). Dann sind diese Komponenten im Blutsammelbeutel, PC-Beutel bzw. Plasmakonservierungsbeutel enthalten und konserviert.

Jeder Beutel einer solchen Mehrfachbeutelvorrichtung ist durch aus flexiblem Polyvinylchlorid hergestellten, übereinander liegenden Bögen und Verschweißen der Randabschnitte gebildet. Der Grund, aus dem das Bogenmaterial aus flexiblem Polyvinylchlorid verwendet wird, ist, daß ein aus dem Material hergestellter Bogen geeignete Permeabilität, geeignete Konservierung von Zellen wie Hämozyt und Blutplättchen, hohe Wärmebeständigkeit gegenüber Autoklavieren und Flexibilität, die einem Zentrifugiervorgang standhält, sowie auch die Eigenschaft einfachen Schmelzverbindens, einfacher Herstellung und geringer Materialkosten aufweist. Insbesondere hinsichtlich des Blutsammelbeutels gibt es einen Vorteil dahingehend, daß Weichmacher (DEHP und dergleichen) von dem Bogenmaterial geeignet eluiert wird und Aufbewahrung oder Konservierung von Erythrozyten im Blutsammelbeutel verbessert ist.

Jedoch hinsichtlich des PC-Beutels und des Plasmabeutels hat die Verwendung eines aus flexiblem Polyvinylchlorid hergestellten Bogens die folgenden Nachteile:

Hinsichtlich des PC-Beutels kann, wenn nicht die Kapazität (Oberflächenbereich) des Beutels vergrößert ist oder die Dicke des Bogens klein ist, keine ausreichende Sauerstoff- und Kohlendioxidpermeabilität erhalten werden, so daß die Blutplättchenkonservierung verschlechtert ist. Überdies übt der von dem Bogenmaterial eluierte Weichmacher einen ungünstigen Einfluß auf Blutplättchen aus. Mit anderen Worten, ein Aktivierungsindex (niedriger osmotischer Druckschockerholungsfaktor und Aggregation) der Blutplättchen in vitro ist herabgesetzt.

Überdies ist Plasma in dem Plasmabeutel normalerweise gefroren und konserviert. Jedoch ist die Festigkeit von flexiblem Polyvinylchlorid bei einer niedrigen Temperatur anfangs gering. Wenn ein Stoß wie zum Beispiel durch Fallenlassen dem Plasmabeutel in einem gefrorenen Zustand zugefügt wird, wird ein fragiler Bruchschaden im Plasmabeutel erzeugt.

Um die obigen Probleme zu lösen, offenbart die US-A-4 222 379 eine Behältervorrichtung, bei der das Material des PC-Beutels oder des Plasmabeutels von dem des Plasmasammelbeutels verschieden ist.

Da jedoch der gesamte Körper einer solchen Behältervorrichtung autoklaviert wird, muß das Material des PC-Beutels und des Plasmabeutels zusätzlich zu den oben geforderten Eigenschaften eine Wärmebeständigkeit aufweisen, die Autoklavieren widerstehen kann. Infolgedessen gibt es einen Nachteil darin, daß die Auswahl des Materials beschränkt ist. Zum Beispiel in dem Fall, in dem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (nachfolgend EVA genannt) verwendet wird, muß dessen Vernetzen durch radioaktive Bestrahlung oder ein chemisches Verfahren mit Verwendung von Peroxid oder dergleichen ausgeführt werden, um eine Wärmebeständigkeit zu erhalten, die Autoklavieren widerstehen kann (110ºC oder mehr).

Indem Schwerpunkt auf die oben erwähnte Wärmebeständigkeit gelegt wird, gehen verschiedene Eigenschaften, die für den PC-Beutel, den Plasmabeutel erforderlich sind, wie zum Beispiel Flexibilität, Transparenz, Festigkeit bei niedriger Temperatur, Einfachheit der Herstellung, wirtschaftlicher Vorteil oder Sicherheit verloren.

Die US-A-4 223 675 und US-A-4 332 122 offenbaren Systeme zur Herstellung steriler, nicht autoklavierbarer Körperflüssigkeitsbehälter, die eine trockensterilisierte Verpackung, die aus einem trockensterilisierbaren Kunstharzmaterial gebildet ist, wobei das Material nicht geeignet ist, Autoklavbedingungen unterzogen zu werden, und eine autoklavierbare Ausgabeeinrichtung umfaßt, die in einem autoklavierbaren Stoff ausgeführt ist. In diesen Systemen ist der Blutsammelbeutel aus einem nicht autoklavierbaren, trockensterilisierbaren, synthetischen Material hergestellt, der durch sterilisierte Schläuche mit auch aus nicht autoklavierbarem, trockensterilisierbarem, synthetischem Harzmaterial hergestellten Aufbewahrungsbeuteln verbunden ist. Eine autoklavierbare Ausgabeeinrichtung, die einen autoklavierbaren Stoff wie Blutantikoagulanschemikalie enthält, ist über einen sterilisierten Schlauch mit dem Blutsammelbeutel verbunden. Der Blutsammelbeutel und die Aufbewahrungsbeutel werden durch herkömmliche Techniken trockensterilisiert.

Die US-A-4 369 779 offenbart einen Prozeß und eine Vorrichtung zur Herstellung steriler Verbindungen zwischen zwei thermoplastischen Schläuchen, wobei die Schläuche durch ein Heißschneidemittel geschnitten werden, um eine geschmolzene Grenzfläche zwischen den Schläuchen und dem Schneidemittel zu bilden, während sie zusammengepreßt werden.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Behältervorrichtung und deren Verfahren zur Herstellung bereitzustellen, wobei Material der Beutel, ohne den Schwerpunkt auf die Wärmebeständigkeit zu legen, durch Verbessern eines Sterilisationsverfahrens ausgewählt werden kann, so daß verschiedene Eigenschaften, die für jeden Beutel erforderlich sind, verbessert werden können.

Das obige Ziel kann durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung, die nachfolgend erläutert wird, erreicht werden.

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine medizinische Behältervorrichtung vorgesehen, umfassend einen ersten Beutel, der Chemikalien enthält, der aus flexiblem Polyvinylchlorid gebildet ist und in der Lage ist, einer Hochdruckdampfsterilisation unterzogen zu werden, einen leeren zweiten Beutel, der aus Material verschieden von dem ersten Beutel gebildet ist und in der Lage ist, einer Sterilisation mittels Bestrahlung oder Gassterilisation unterzogen zu werden, einen ersten Schlauch, der den ersten Beutel mit dem zweiten Beutel verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Schlauch mit dem ersten Beutel verbunden ist und eine Blutsammelnadel mit dem zweiten Schlauch verbunden ist und der erste Beutel ein Blutsammelbeutel ist.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer medizinischen Behältervorrichtung vorgesehen, umfassend die Schritte, daß ein aus flexiblem Polyvinylchlorid hergestellter erster Beutel gebildet wird, ein erstes Schlauchelement mit dem ersten Beutel durch einen zweiten Schlauch verbunden wird, ein zweiter Beutel gebildet wird, der aus einem von flexiblem Polyvinylchlorid verschiedenen Material hergestellt ist und nicht in der Lage ist, einer Hochdruckdampfsterilisation unterzogen zu werden, ein zweites Schlauchelement mit dem zweiten Beutel verbunden wird, der zweite Beutel in einem leeren Zustand abgedichtet wird, der zweite Beutel einer Sterilisation mittels Bestrahlung oder Gassterilisation unterzogen wird, und die ersten und zweiten Schlauchelemente in einem sterilen Zustand verbunden werden, um einen ersten Schlauch zum Verbinden des ersten und zweiten Beutels zu bilden, dadurch gekennzeichnet, daß es weiter umfaßt, daß Chemikalien in den ersten Beutel eingeführt werden, der ein Blutsammelbeutel ist, der erste Beutel abgedichtet wird, der Chemikalien enthaltende erste Beutel einer Hochdruckdampfsterilisation unterzogen wird.

In einer bevorzugten speziellen Form ist der zweite Beutel aus Polyolefin gebildet. Das Material der ersten und zweiten Schlauchelemente weist die gleiche Zusammensetzung oder Kompatibilität auf. Die sterile Verbindung zwischen den ersten und zweiten Schlauchelementen wird durch Schneiden der Endabschnitte der zu verbindenden Schlauchelemente während des Erwärmens und Schmelzverbinden der geschnittenen Endabschnitte hergestellt.

In der bevorzugten speziellen Form sind weiter der zweite Schlauch, der mit dem ersten Beutel verbunden ist, und eine Blutsammelnadel, die mit dem zweiten Schlauch verbunden ist, enthalten, und der erste Beutel wird als Blutsammelbeutel verwendet. In diesem Fall wird zum Beispiel Antikoagulans, das für Blut verwendet wird, für die Chemikalien verwendet.

Gemäß der vorliegenden Erfindung werden ein Chemikalien enthaltender Beutel und ein leerer Beutel verschiedenen Sterilisationsverfahren unterzogen, so daß das Material der Beutel in weitem Bereich ausgewählt werden kann, ohne Berücksichtigen der durch das Sterilisationsverfahren eingeschränkten Bedingung wie Wärmebeständigkeit gegenüber Autoklavieren.

Damit können verschiedene Eigenschaften, die für die jeweiligen Beutel erforderlich sind, zum Beispiel Flexibilität, Transparenz, Gaspermeabilität, Festigkeit bei niedriger Temperatur, Sicherheit und dergleichen verbessert werden.

Diese Erfindung kann vollständiger aus der folgenden detaillierten Beschreibung verstanden werden, wenn sie in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen genommen wird, in denen:

Fig. 1 eine Draufsicht ist, die ein Ausführungsbeispiel einer Behältervorrichtung der vorliegenden Erfindung zeigt;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht ist, die Wärmeverbindungsmittel zum Verbinden eines Schlauchs zeigt;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht ist, die einen Schritt eines Schlauchverbindungsprozesses mit Verwendung des Wärmeverbindungsmittels von Fig. 2 zeigt;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht ist, die einen Schritt des Schlauchverbindungsprozesses zeigt, der auf den Schritt von Fig. 3 folgt;

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht ist, die einen Schritt des Schlauchverbindungsprozesses zeigt, der auf den Schritt von Fig. 4 folgt; und

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht ist, die einen Schritt des Schlauchverbindungsprozesses zeigt, der auf den Schritt von Fig. 5 folgt.

Die Behältervorrichtung der vorliegenden Erfindung und deren Herstellungsvorrichtung werden basierend auf einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erläutert, das in den hier beigefügten Zeichnungen gezeigt ist.

Fig. 1 ist eine Draufsicht, die den Aufbau einer medizinischen Behältervorrichtung der vorliegenden Erfindung zeigt. Wie in der Figur gezeigt, ist eine Behältervorrichtung 1 eine Dreifachbeutelvorrichtung, umfassend einen Blutsammelbeutel, einen PC-Beutel und einen Plasmabeutel, die jeweils miteinander durch Schläuche verbunden sind.

Der auf der rechten Seite von Fig. 1 angeordnete Blutsammelbeutel 1 wird durch übereinanderliegende, aus Harz hergestellte Bögen (die später erläutert werden sollen) mit Flexibilität, und Schmelzverbinden (Thermoschweißen, Hochfrequenzschweißen) oder Kleben der Ränder der Bögen an einem Dichtungsabschnitt 2 gebildet, um so eine beutelartige Gestalt zu erhalten.

In einem Innenabschnitt, umschlossen vom Dichtungsabschnitt 2, ist ein Blutkomponente enthaltender Abschnitt 3 gebildet, der gesammeltes Blut und reichen Erythrozyten enthält, erhalten aus dem Blut durch Zentrifugiertrennung.

Zwei Öffnungen 4, 4, die eine Abziehlasche aufweisen, sind an dem oberen Abschnitt des Blutsammelbeutels gebildet und eine Abflußöffnung 5 ist zwischen den beiden Öffnungen gebildet, um den Beutel 1 mit dem anderen Beutel zu verbinden.

Ein Ende eines Schlauchs 14 ist mit der Abflußöffnung 5 durch ein Verbindungselement 15 verbunden.

Eine Abzweigverbindungsvorrichtung 21, die in zwei Wege abzweigt, ist mit dem anderen Ende des Schlauchs 14 verbunden. In einem Verbindungselement 15 wird vorzugsweise ein zerbrechliches Element verwendet, durch das ein Kanal geschlossen wird, bevor das zerbrechliche Element zerbrochen wird und der Kanal geöffnet wird, nachdem das zerbrechliche Element zerbrochen ist. Genauer, es kann "Clip Chip (Handelsbezeichnung)", hergestellt von der Terumo Corporation, verwendet werden. Bei der vorliegenden Erfindung braucht das Verbindungselement 15 nicht vorgesehen zu werden und der Schlauch 14 wird vorzugsweise durch eine Klemme geeignet geschlossen und geöffnet.

Überdies ist ein Ende eines Flexibilität aufweisenden Schlauchs 6 mit dem oberen Abschnitt des Blutsammelbeutels 1 verbunden, um so mit dem Blutkomponente enthaltenden Abschnitt 3 in Verbindung zu stehen. Dann wird eine Blutsammelnadel 8 mit dem anderen Ende des Schlauchs 6 durch eine Nabe 7 verbunden. Überdies ist ein Deckel 9 an der Nabe 7 vorgesehen, um so die Blutsammelnadel 8 abzudecken.

Ein in der Mitte von Fig. 1 angeordneter PC-Beutel 10 ist gebildet worden, indem aus Harz hergestellte Bögen, die Flexibilität aufweisen, übereinander gelegt wurden (was später erläutert wird) und die Ränder der Bögen an einem Dichtungsabschnitt 11 schmelzverbunden (Thermoschweißen, Hochfrequenzschweißen) oder verklebt wurden, um so eine beutelartige Gestalt zu erhalten.

In einem Innenabschnitt, der von dem Dichtungsabschnitt 11 umschlossen ist, ist ein Blutplättchen enthaltender Abschnitt 12 gebildet, der Blutplättchen enthält, getrennt vom Blut im Blutsammelbeutel 1.

Zwei Öffnungen 13, 13 mit einer Abziehlasche sind am oberen Abschnitt des PC-Beutels 10 gebildet.

Überdies ist ein Ende eines Schlauchs 22, der mit dem Blutplättchen enthaltenden Abschnitt 12 in Verbindung steht und Flexibilität aufweist, mit dem Seitenabschnitt der Öffnungen 13 des oberen Abschnitts des Beutels 10 verbunden. Das andere Ende des Schlauchs 22 ist mit einem Abzweigende der Abzweigverbindungsvorrichtung 21 verbunden. Dadurch stehen der Blutkomponente enthaltende Abschnitt 3 des Blutsammelbeutels 1 und der Blutplättchen enthaltende Abschnitt 12 des PC-Beutels 10 durch die Schläuche 14, 22 und die Abzweigverbindungsvorrichtung 21 miteinander in Verbindung.

Ein an der linken Seite von Fig. 1 angeordneter Plasmabeutel 30 ist gebildet worden, indem aus Harz hergestellte Bögen, die Flexibilität aufweisen, übereinander gelegt wurden (was später erläutert wird) und die Ränder der Bögen an einem Dichtungsabschnitt 31 schmelzverbunden (Thermoschweißen, Hochfrequenzschweißen) oder verklebt wurden, um so eine beutelartige Gestalt zu erhalten.

In einem Innenabschnitt, der von dem Dichtungsabschnitt 31 umschlossen ist, ist ein plasmaenthaltender Abschnitt 32 gebildet, der Plasma enthält (insbesondere thrombozytenarmes Plasma), getrennt vom Blut.

Zwei Öffnungen 33, 33, die eine Abziehlasche aufweisen, sind am oberen Abschnitt des Plasmabeutels 30 gebildet.

Überdies ist ein Ende eines Schlauchs 24, der mit dem Plasma enthaltenden Abschnitt 32 in Verbindung steht und Flexibilität aufweist, mit dem Seitenabschnitt der Öffnungen 33 des oberen Abschnitts des Beutels 30 verbunden. Das andere Ende des Schlauchs 24 ist mit einem Abzweigende der Abzweigverbindungsvorrichtung 21 verbunden. Dadurch stehen der Plasma enthaltende Abschnitt 32 des Plasmabeutels 30, der Blutkomponente enthaltende Abschnitt 3 des PC-Beutels 10 und der Blutplättchen enthaltende Abschnitt 12 durch die Schläuche 14, 22, 24 und die Abzweigverbindungsvorrichtung 21 miteinander in Verbindung.

Die Abzweigverbindungsvorrichtung 21 ist aus einem Harzmaterial, zum Beispiel Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polypropylen, Polycarbonat oder dergleichen gebildet.

In der oben erwähnten Behältervorrichtung sind wenigstens ein Beutel, der Chemikalien enthält (erster Beutel), und wenigstens ein leerer Beutel (zweiter Beutel) vorgesehen. Zum Beispiel werden der nicht verwendete PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 als leere Beutel eingesetzt und Chemikalien wie ein Antikoagulans 18 ist im Blutsammelbeutel 1 enthalten.

Das Sterilisationsverfahren jedes Beutels ist verschieden, abhängig von dem Beutel, der Chemikalien enthält, oder dem leeren Beutel. Überdies ist das Bogenmaterial jedes Beutels verschieden, abhängig von dem Sterilisationsverfahren.

Der Chemikalien enthaltende Blutsammelbeutel 1 wird einer Hochdruckdampfsterilisation (Autoklavsterilisation) unterzogen. In diesem Fall gibt es keine spezielle Beschränkung der Sterilisationsbedingung. Es ist jedoch bevorzugt, daß zum Beispiel die Sterilisationszeit ungefähr 5 bis 60 Minuten bei Temperatur von 110 bis 135ºC und Dampfpartialdruck von 0,14 bis 0,31 mPa (1,4 bis 3,1 atm) ist. Unter dieser Bedingung sind das Innere des Blutsammelbeutels 1 und das Antikoagulansmittel 18 sicher sterilisiert.

Es sei angemerkt, daß eine Sterilisation durch Bestrahlung (insbesondere Sterilisation mittels γ-Strahlen) oder eine Gassterilisation (insbesondere Ethylenoxidgas (EOG)-Sterilisation) nicht für den Beutel geeignet ist, der Chemikalien enthält. Genauer, da die γ-Strahlung nicht durch die Chemikalien hindurchgeht, gibt es eine geringe Sterilisationswirkung. EOG löst sich in den Chemikalien auf und reagiert mit Wasser und Chlor in den Chemikalien, wodurch giftiges Ethylenglykol und Ethylenchlorhydrin erzeugt werden.

Andererseits werden die leeren Beutel, das heißt PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30, einer Sterilisation durch Bestrahlung (insbesondere Sterilisation mit γ-Strahlen) oder einer Gassterilisation (insbesondere Ethylenoxidgas (EOG)-Sterilisation) unterzogen. In diesem Fall gibt es keine spezielle Beschränkung der Sterilisationsbedingung. Die folgenden Bedingungen sind jedoch vorzugsweise vorgesehen.

Im Fall der Sterilisation mit γ-Strahlen ist die Menge der Bestrahlung mit γ-Strahlen ungefähr 1 bis 5 Mrad. Im Fall der EOG-Sterilisation ist die EOG-Konzentration vorzugsweise etwa 500 bis 800 mg/l und die Gaskontaktzeit bevorzugterweise ungefähr 90 bis 240 Minuten. Unter diesen Bedingungen sind die Innenseiten des PC-Beutels 10 und des Plasmabeutels 30 sicher sterilisiert.

Da die Beutel leer sind, gibt es kein Problem, sogar wenn solch eine Sterilisation durch Bestrahlung oder eine Gassterilisation ausgeführt wird. Auch liegt der größte Vorteil der vorliegenden Erfindung darin, daß das Bogenmaterial der Beutel nicht für eine hohe Sterilisationstemperatur wärmebeständig zu sein braucht, da die obige Autoklavsterilisation nicht ausgeführt wird.

Unter Berücksichtigung der Wärmebeständigkeit basierend auf dem obigen Sterilisationsverfahren wird das folgende Bogenmaterial jedes der Beutel 1, 10 und 30 verwendet.

Das Bogenmaterial des Blutsammelbeutels 1 ist flexibles Polyvinylchlorid. Flexibles Polyvinylchlorid weist Wärmebeständigkeit gegenüber Autoklavieren und Flexibilität auf, die dem Zentrifugiervorgang standhält. Auch kann durch Verwendung von flexiblem Polyvinylchlorid das Arbeiten mit dem Beutel und die Herstellung des Beutels einfach ausgeführt werden und die Materialkosten sind gering.

Als Weichmacher, der für flexibles Polyvinylchlorid verwendet wird, wird zum Beispiel Di-(ethylhexyl)phthalat (DEHP), Di-(n-decyl)phthalat (DnDP) oder dergleichen verwendet. Insbesondere wird DEHP bevorzugt verwendet, da vom Bogenmaterial eluiertes DEHP eine Kontrollfunktion von Hämolyse von Erytrozyten im Blutsammelbeutel 1 bewirkt, so daß die Konservierung des Erytrozyten verbessert ist.

Der Gehalt an Weichmacher, der durch DEHP repräsentiert wird, ist ungefähr 30 bis 70 Gewichtsanteil von 100 von Polyvinylchlorid.

Die Dicke des Bogens des Blutsammelbeutels 1 ist nicht besonders beschränkt. Jedoch wird vorzugsweise die Dicke auf ungefähr 0,2 bis 0,65 mm, insbesondere ungefähr 0,30 bis 0,50 mm, festgesetzt.

Die Kapazität des Blutsammelbeutels 1 ist nicht besonders beschränkt. Jedoch wird vorzugsweise die Kapazität auf ungefähr 100 bis 600 ml, insbesondere ungefähr 200 bis 500 ml, festgesetzt.

Das Bogenmaterial des PC-Beutels 10 und Plasmabeutels 30 ist von dem des Blutsammelbeutels 1 verschieden. Überdies braucht das Bogenmaterial des PC-Beutels 10 und Plasmabeutels 30 nicht gegenüber Autoklavieren wärmebeständig sein, was zu Schmelzen, Erweichen, Wechsel der Eigenschaften und Verschlechterung des Bogenmaterials führt. Genauer können zum Beispiel Polyester wie Polyethylenterephthalat (PET) oder Polybutylenterephthalat (PBT), Polyvinylidenchlorid, Silikon, verschiedenes Polyolefin oder beliebige Kombination dieser Materialien (zum Beispiel Laminierung) verwendet werden. Insbesondere wird vorzugsweise Polyolefin verwendet, da Polyolefin Flexibilität und Transparenz aufweist. Auch weist Polyolefin eine hohe Festigkeit bei niedriger Temperatur auf. Zum Beispiel, wenn Plasma im Plasmabeutel 30 enthalten ist und gefroren wird, kann eine hohe Schlagfestigkeit erhalten werden.

Wie Polyolefin wird Olefin, wie z.B. Ethylen, Propylen, Butadien, Isopren, oder ein Polymer, bei dem Diolefin polymerisiert, copolymerisiert oder ionencopolymerisiert wird, verwendet. Zum Beispiel werden unter hohem Druck verarbeitetes Polyethylen, lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE), Polypropylen, EVA (vernetztes oder nichtvernetztes EVA), Styrol-Elastomer oder beliebige Kombinationen von diesen Stoffen verwendet. Insbesondere EVA, speziell nichtvernetztes EVA, wird in Anbetracht der Eigenschaft bevorzugt verwendet, daß Flexibilität, Transparenz und Bearbeitbarkeit hervorragend sind.

Überdies, da das nichtvernetzte EVA keine Verarbeitungsmittel zur Vernetzung braucht, weist das nichtvernetzte EVA gegenüber dem vernetzten EVA vom wirtschaftlichen Standpunkt her Vorteile auf. Auch ist das nichtvernetzte EVA hinsichtlich der Sicherheit hervorragend. Mit anderen Worten, es gibt kein Problem darin, daß verschiedene Zersetzungsprodukte, die durch Vernetzungsverarbeitung erzeugt wurden, und zur Vernetzung verwendetes Peroxid einen ungünstigen Einfluß auf das Blutpräparat ausüben, das in dem Beutel aufbewahrt wird.

Überdies kann mit Polymer gemischtes Material, das durch Mischen solchen Polyolefins, insbesondere EVA, mit einer der verschiedenen Arten von thermoplastischem Harz oder thermoplastischem Elastomer und Pfropfpolymer und Blockpolymer gebildet wird, verwendet werden.

Des weiteren können der Bogen des PC-Beutels 10 und des Plasmabeutels 30 aus einer Schichtanordnung gebildet werden, die zwei oder mehr Schichten aufweist (zum Beispiel dünnen Schichtpreßstoff). In diesem Fall kann wenigstens eine Schicht aus dem oben erläuterten Material gebildet werden. In dem Fall, daß eine Hochdruckdampfsterilisation an dem Beutel ausgeführt wird, müssen alle Schichten, die die Schichtanordnung bilden, eine gegen die Behandlung beständige Wärmebeständigkeit aufweisen. Da jedoch eine Hochdruckdampfsterilisation nicht am PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 ausgeführt wird, kann Material ohne Wärmebeständigkeit in jeder Schicht der Schichtanordnung verwendet werden, das Muster der Schichtstruktur und dessen Variation können beim Konstruieren und Herstellen der Schichtanordnung erweitert werden.

In dem Fall, daß ein solcher Bogen aus der Schichtanordnung gebildet wird, weist die Schichtanordnung vorzugsweise eine Schicht auf, die aus Polyolefin (insbesondere EVA) oder einer Polyolefin enthaltenden Polymerkomposition gebildet ist. Die Dicke der Schicht beträgt vorzugsweise 40 % oder mehr der Gesamtdicke des Bogens, insbesondere 60 %.

Die Dicke des Bogens des PC-Beutels 10 ist nicht besonders beschränkt. Jedoch ist die Dicke auf ungefähr 0,1 bis 0,5 mm, insbesondere ungefähr 0,15 bis 0,30 mm, bevorzugt festgesetzt.

Die Dicke des Bogens des Plasmabeutels 30 ist nicht besonders beschränkt. Jedoch ist die Dicke auf ungefähr 0,2 bis 0,6 mm, insbesondere ungefähr 0,20 bis 0,35 mm, bevorzugt festgesetzt.

Die Menge an durchdringendem Sauerstoffgas des PC-Beutels 10 ist auf ungefähr 1000 bis 20000 ml/m² Tag 0,1 MPa (atm) (30ºC), vorzugsweise ungefähr 2000 bis 15000 ml/m² Tag 0,1 MPa (atm) (30ºC), festgesetzt.

Die Menge an durchdringendem Kohlendioxidgas des PC-Beutels 10 ist auf ungefähr 2000 bis 50000 ml/m² Tag 0,1 MPa (atm) (30ºC), vorzugsweise ungefähr 5000 bis 30000 ml/m² Tag 0,1 MPa (atm) (30ºC), festgesetzt.

Der Plasmabeutel 30, der eine hohe Schlagfestigkeit bei einer niedrigen Temperatur aufweist, wird vorzugsweise verwendet. Zum Beispiel wird vorzugsweise ein Plasmabeutel verwendet, der eine Schlagfestigkeit in dem Ausmaß aufweist, daß kein Zerbrechen im Beutel auftritt, sogar wenn der Plasmabeutel 30, der bei einer Temperatur von -40ºC gefroren wird, von einem Ort fallengelassen wird, der eine Höhe von ungefähr 1 m aufweist.

Die Kapazität des PC-Beutels 10 und die des Plasmabeutels 30 sind nicht besonders beschränkt. Jedoch ist die Kapazität jedes Beutels auf vorzugsweise ungefähr 100 bis 600 ml, insbesondere ungefähr 150 bis 500 ml, festgesetzt.

Es sei angemerkt, daß der PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 den gleichen oder verschiedenen Typ des Bogenmaterials, der Dicke des Bogens, der Menge des durchdringenden Gases und der Kapazität aufweisen können.

In der in Fig. 1 gezeigten Behältervorrichtung kann hinsichtlich des Materials der Schläuche 6, 14, 22 und 24 Polyvinylchlorid, Polyethylen, Polypropylen, Polyester wie PET oder PBT, EVA, Polyurethan, Polyester-Elastomer und thermoplastisches Elastomer, wie Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer verwendet werden. Insbesondere wird Polyvinylchlorid bevorzugt verwendet. Wenn jeder Schlauch aus Polyvinylchlorid gebildet ist, kann ausreichende Flexibilität und Elastizität erhalten werden, so daß die Handhabung der Schläuche einfach ausgeführt werden kann und diese Schläuche für den Schließvorgang unter Verwendung der Klemme geeignet sind.

In einem Fall, in dem die Schläuche 22 und 24 aus Polyvinylchlorid gebildet sind, sind der PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 aus verschiedenem Material gebildet. Wenn jedoch ein Zweischichtschlauch, der in der veröffentlichten ungeprüften japanischen Patentanmeldung Nr. 02-1280 offenbart ist, bei den Schläuchen 22 und 24 verwendet wird, kann hohe Bindekraft zwischen den Beuteln 10, 30 und den Schläuchen 22, 24 erhalten werden.

Der Innendurchmesser der jeweiligen Schläuche 6, 14, 22 und 24 ist nicht besonders beschränkt.

Hinsichtlich der Schläuche 6, 14, 22, 24 kann, anders als bei der Verwendung eines einzigen Schlauchs, eine Vielzahl von Schläuchen verwendet werden und miteinander durch ein Schlauchverbindungselement wie eine Verbindungsvorrichtung verbunden werden. Oder diese Schläuche können miteinander durch ein steriles Verbindungsverfahren verbunden werden, das später erläutert werden soll. Dadurch können die jeweiligen Beutel 1, 10 und 30 bei den Schritten des Sterilisierens jedes Beutels, Konservierens von Blutkomponenten, Zentrifugiertrennens von Blut und Durchführens anderer Herstellungsarbeit einfach voneinander getrennt werden.

Das Antikoagulans 18 ist normalerweise flüssig. Zum Beispiel können ACD-Lösung, CPD-Lösung, CPDA-1-Lösung, Natrium-Heparin-Lösung verwendet werden. Diese Flüssigkeiten sind wäßrige Lösungen, die in Tabelle 1 gezeigte Komponenten enthalten.

Tabelle 1

Die geeignete Menge der Verwendung dieser Antikoagulanzien ist ACD-Lösung von ungefähr 30 ml, Natriumheparinlösung von ungefähr 30 ml, CPD-Lösung von ungefähr 28 ml und CPDA-1-Lösung von ungefähr 28 ml in bezug auf das gesamte menschliche Blut von 200 ml.

Ein Verfahren zur Herstellung der Behältervorrichtung der vorliegenden Erfindung wird erläutert.

Zuerst wird der Beutel 1 aus weichem Polyvinylchlorid gebildet. Dann werden die Beutel 10 und 30 aus anderem Material wie z.B. Polyolefinharz gebildet. Chemikalien 18 sind im Beutel 1 enthalten und der Beutel wird abgedichtet. Die Beutel 10 und 30 werden in einem leeren Zustand abgedichtet. Der Beutel 1, der Chemikalien 18 enthält, wird einer Hochdruckdampfsterilisation unterzogen und die leeren Beutel 10 und 30 werden einer Sterilisation mittels Bestrahlung oder Gassterilisation unterzogen. Danach werden die Schläuche der jeweiligen Beutel miteinander in einem sterilen Zustand verbunden. Dadurch kann eine Behältervorrichtung hergestellt werden.

Als Verfahren zur Verbindung von Endabschnitten 16 und 17 von Teilen des Schlauchs 14 in einem sterilen Zustand kann ein Verfahren verwendet werden, das Wärmeverbindungsmittel 40 verwendet.

Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht, die den Aufbau des Wärmeverbindungsmittels 40 zeigt. Fig. 3 bis 6 sind perspektivische Ansichten, die die Vorgänge der Verbindung von Teilen des Schlauchs 14 bei Verwendung des Wärmeverbindungsmittels 40 zeigen. Wie in diesen Figuren gezeigt, ist das Wärmeverbindungsmittel 40 derart aufgebaut, daß eine kleine Platte 43 zwischen einem Paar von Haltevorrichtungen 41 und 42 gebildet ist. Bei der Verbindung des Schlauchs 14 werden Teile des Schlauchs 14 zwischen den Haltevorrichtungen 41 und 42 gespannt, so daß sie einander in der Länge überlappen. Die Teile des Schlauchs 14 werden durch die erwärmte Platte 43 geschnitten und zum Schmelzen gebracht. Dann wird eine Haltevorrichtung 41 bewegt und die Platte 43 wird entfernt, und die Teile des Schlauchs 14 werden miteinander verbunden.

Genauer umfassen die Haltevorrichtungen 41 und 42 jeweils Halterteile 411, 412 und 421 und 422, die in obere und untere Teile geteilt sind. Diese Halterteile 411, 412, 421, 422 sind jeweils mittels Scharnieren 44 drehbar.

Es sind zwei Rillen 45 und 46 gebildet, deren Querschnitte in den gegenüberliegenden Flächen der Halterteile 411, 412 und 421 und 422 jeweils halbkreisförmig sind. Dann sind Schlauchhalteabschnitte 47 und 48, die jeweils einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen, in einem Zustand gebildet, in dem die Halterteile 411, 412 und 421 und 422 jeweils aufeinander angeordnet werden.

Als Material der Halterteile 411, 412, 421, 422 gibt es verschiedene Arten von thermoplastischem Harz oder in Wärme aushärtbarem Harz, verschiedene Arten von Keramik wie Aluminiumoxid, Siliciumoxid und verschiedene Arten von Metallen wie nichtrostender Stahl, Aluminium und dergleichen.

Die Platte 43 ist aus verschiedenen Arten von Metallen gebildet, zum Beispiel Eisen, Kupfer, Aluminium, Gold, Silber, Titan oder einer Legierung, die diese Metalle enthält. Eine scharfe Kante 431 ist an dem Endabschnitt der Seite gebildet, die zuerst den Schlauch 14 berührt.

Das Nachfolgende erläutert das Verfahren zur Verwendung des Wärmeverbindungsmittels 40.

Wie in Fig. 3 gezeigt, überlappen sich die geschnittenen Abschnitte 16 und 17 der Teile des Schlauchs 14 parallel um eine vorbestimmte Länge, so daß sie einander gegenüberliegen, und sind in den Rillen 45 und 46 der Haltevorrichtungen 41 und 42 angeordnet. Dann werden die Halterteile 411, 412 und 421 und 422 jeweils geschlossen und die beiden Teile des Schlauchs 14 sind zwischen den Schlauchhalteabschnitten 47 und 48 sandwichartig angeordnet und daran befestigt.

Wie in Fig. 4 gezeigt, wird die Platte 43 auf eine Temperatur erwärmt, die höher als der Schmelzpunkt des Schlauchs 14 ist. Dann werden die parallel gehaltenen Teile 14 durch die Kante 431 geschnitten und die geschnittenen Abschnitte der Teile 14 werden durch die Wärme der Platte 43 geschmolzen. Gleichzeitig wird, da die geschnittenen Abschnitte der Teile des Schlauchs 14 in einem Zustand sind, in dem diese Abschnitte geschmolzen oder erweicht sind, der Sterilisationszustand durch die Wärme der Platte 43 beibehalten.

Wie in Fig. 5 gezeigt, wird eine Haltevorrichtung 41 in die Richtung bewegt, in der die Schläuche nebeneinander angeordnet sind (Richtung eines Pfeils der Figur), wenn der Schmelzzustand der geschnittenen Abschnitte der Teile 14 beibehalten wird, und dann wird die Haltevorrichtung 41 angehalten und derart befestigt, daß die geschnittenen Abschnitte der Teile 14 sich einander gegenüberliegen.

Wie in Fig. 6 gezeigt, wird die Platte 43 in rechten Winkeln zu den Schläuchen 14 herausgezogen und eine Haltevorrichtung 41 wird zur anderen Haltevorrichtung 42 gedrückt. Dadurch werden die geschnittenen Abschnitte der geschmolzenen Schläuche 14 aneinander geklebt. Selbst bei dieser Verbindung der Schläuche 14 wird der Sterilisationszustand durch die Wärme der Platte 43 auch beibehalten.

Die Schlauchstücke einschließlich der geschnittenen Abschnitte 16 und 17 werden entfernt. Die Materialien der Schläuche sind nicht auf Materialien beschränkt, die die gleiche Zusammensetzung aufweisen, sondern es können Materialien mit Kompatibilität verwendet werden.

Es sei angemerkt, daß das Verfahren zum Verbinden der Schläuche 14 im sterilen Zustand nicht auf das Verfahren beschränkt ist, bei dem Wärmeverbindungsmittel 40 verwendet werden. Zum Beispiel kann ein Verfahren verwendet werden, bei dem ein anderes Verbindungselement mit Ausnutzung von Wärme eingesetzt wird.

Gemäß dem Verfahren zur Herstellung der Behältervorrichtung der vorliegenden Erfindung kann der aus flexiblem Polyvinylchlorid gebildete Blutsammelbeutel 1 und der PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30, die aus anderem Material hergestellt sind, einfach durch verschiedene Verfahren sterilisiert werden. Deshalb kann die Sterilisation unter optimalen Bedingungen ausgeführt werden, die den Punkt berücksichtigen, ob Chemikalien enthalten sind oder nicht.

Insbesondere können, wie bei dem später zu erläuternden Beispiel 2, da der PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 unabhängig sterilisiert werden können, das Sterilisationsverfahren und Sterilisationsbedingungen für jeden Beutel geeignet ausgewählt werden, so daß die Sterilisation geeignet ausgeführt werden kann. Deshalb kann dieses Verfahren in dem Fall vorteilhaft verwendet werden, in dem der PC-Beutel 10 vom Plasmabeutel 30 im Bogenmaterial, der Dicke des Bogens, der Kapazitäten der Beutel verschieden ist.

Das obige Ausführungsbeispiel erläuterte den Fall, in dem als Chemikalien das Antikoagulans 18 verwendet wird. Die Chemikalien sind jedoch nicht auf das Antikoagulans 18 beschränkt. Zum Beispiel kann Erythrozytenkonservierungsflüssigkeit verwendet werden. Als Erythrozytenkonservierungsflüssigkeit kann zum Beispiel SAGM-Lösung verwendet werden, die eine wäßrige Lösung ist, die Natriumchlorid: 0,877 %, Adenin: 0,0169 %, Glucose: 0,818 % und D-Mannitol: 0,525 % enthält.

Das obige Ausführungsbeispiel erläuterte den Fall, in dem der Dreifachbeutel als Behältervorrichtung der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf den in den Zeichnungen gezeigten Dreifachbeutel beschränkt. Zum Beispiel kann ein Dreifachbeutel, dessen Verwendung von dem oben erläuterten Dreifachbeutel verschieden ist, ein Doppelbeutel, in dem der Blutsammelbeutel und der Plasmabeutel verbunden sind, oder ein Beutel, bei dem ein oder zwei oder mehrere Beutel wie ein Kryopräzipitat (AHF)-Sammelbeutel oder ein Leukozytenentfernungsbeutel zu solch einem Doppelbeutel oder Dreifachbeutel hinzugefügt ist/sind, verwendet werden.

Überdies ist gemäß der vorliegenden Erfindung in dem Fall, in dem eine Vielzahl von leeren Beuteln verwendet wird, eine Sterilisation mittels Bestrahlung oder Gassterilisation nicht immer für alle Beutel vorgesehen und wenigstens ein Beutel unter diesen Beuteln ist aus flexiblem Polyvinylchlorid gebildet und die Sterilisation mittels Bestrahlung oder Gassterilisation kann für den Beutel vorgesehen werden.

Das Nachfolgende erläutert die speziellen Beispiele der vorliegenden Erfindung.

(Beispiel 1)

Der in Fig. 1 gezeigte Blutsammelbeutel 1 wurde aus einem Bogen gebildet, der eine Dicke von 0,40 mm aufwies und der aus flexiblem Polyvinylchlorid, das zur Erythrozytenkonservierung geeignet ist, hergestellt wurde. Die aus flexiblem Polyvinylchlorid hergestellten Schläuche 6 und 14 waren mit dem Blutsammelbeutel 1 verbunden. Die Größe des Blutsammelbeutels war die gleiche wie die der Behältervorrichtung zum Sammeln von Blut von 400 ml, die auf dem Markt angeboten wurde (die Größen aller nachfolgend beschriebenen Beutel sind die gleichen). Auch wurde die Blutsammelnadel 8 mit dem Schlauch 6 verbunden.

Der Schlauch 14 wurde an einem Abschnitt A von Fig. 1 geschnitten und der Endabschnitt 16 wurde schmelzverbunden und mittels einer Schlauchabdichtvorrichtung ("SEBRA" (Handelsbezeichnung), Schlauchabdichtvorrichtungsmodell 1090, hergestellt von der ERA Co.) abgedichtet. Danach wurde der Blutkomponente enthaltende Abschnitt 3 des Blutsammelbeutels 1 mit CPD-Lösung von 56 ml gefüllt, die durch die Blutsammelnadel 8 und den Schlauch 6 eingeführt wurde, und mit dem Deckel 9 abgedichtet und einer Hochdruckdampfsterilisation bei einer Temperatur von 121ºC für 20 Minuten unterzogen.

Andererseits wurden der PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 aus einem Bogen mit einer Dicke von 0,25 mm gebildet. Der Bogen wurde aus nichtvernetztem EVA hergestellt (das 15 Gewichts-% Vinylacetat enthält), das aufgrund der hohen Gaspermeabilität zur Blutplättchenkonservierung und zum Einfrieren und Konservieren von Plasma aufgrund der hohen Schlagfestigkeit bei niedriger Temperatur geeignet ist. Der Bogen wurde durch Extrudieren und Formen des nichtvernetzten EVA erhalten. Diese Beutel waren miteinander durch die aus flexiblem Polyvinylchlorid hergestellten Schläuche 22 und 24 und die Abzweigverbindungsvorrichtung 21 miteinander verbunden. Dadurch war der Verbindungskörper des PC-Beutels 10 und Plasmabeutels 30 hergestellt.

Der Schlauch 14 wurde am Abschnitt A von Fig. 1 geschnitten, und der Endabschnitt 17 wurde schmelzverbunden und durch die oben erwähnte Schlauchabdichtvorrichtung abgedichtet.

Dann wurde der Verbindungskörper unter den Bedingungen einer EOG-Konzentration von 600 mg/l und Sterilisationszeit von 150 Minuten EOG-sterilisiert.

Der Blutsammelbeutel 1 und der Verbindungskörper des PC-Beutels 10 und Plasmabeutels 30, die einzeln sterilisiert wurden, wurden miteinander an der Position nahe den Endabschnitten 16 und 17 der Schlauchteile 14 mittels des Wärmeverbindungsmittels 40 verbunden, so daß die Schlauchteile 14 miteinander in Verbindung standen. Dadurch wurde die Behältervorrichtung der vorliegenden Erfindung erhalten, die den Blutsammelbeutel 1, PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 umfaßt.

(Vergleichsbeispiel 1)

Ähnlich wie beim Beispiel 1 wurde der Blutsammelbeutel 1 hergestellt und die Schläuche 6 und 14 wurden verbunden und der Blutsammelbeutel 1 wurde mit CPD-Flüssigkeit von 56 ml gefüllt und abgedichtet. Auch wurde ähnlich wie beim Beispiel 1 der Verbindungskörper des PC-Beutels 10 und Plasmabeutels 30 hergestellt. Überdies wurden der Blutsammelbeutel 1 und der Verbindungskörper des PC-Beutels 10 und Plasmabeutels 30 miteinander mittels des Wärmeverbindungsmittels 40 verbunden, so daß sie miteinander in Verbindung standen. Dadurch wurde die Behältervorrichtung erhalten, die den Blutsammelbeutel 1, PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 umfaßt.

Die oben erhaltene Behältervorrichtung wurde der Hochdruckdampfsterilisation bei einer Temperatur von 121ºC 20 Minuten lang unterzogen.

(Beispiel 2)

Ähnlich wie beim Beispiel 1 wurde der Blutsammelbeutel 1 hergestellt und der Schlauch 6, die Blutsammelnadel 8 und der Schlauch 14 wurden miteinander verbunden und der Blutsammelbeutel 1 wurde mit ACD-Flüssigkeit von 60 ml gefüllt und abgedichtet. Der Blutsammelbeutel 1 wurde der Hochdruckdampfsterilisation bei einer Temperatur von 121ºC 20 Minuten lang unterzogen.

Auch wurde der in Fig. 1 gezeigte PC-Beutel 10 aus einem eine Dicke von 0,1 mm aufweisenden Bogen gebildet. Der Bogen wurde aus LLDPE hergestellt, das zur Konservierung von Blutplättchen aufgrund hoher Gaspermeabilität geeignet ist. Dann wurde der PC-Beutel 10 mit dem aus flexiblem Polyvinylchlorid hergestellten Schlauch 22 und der Abzweigverbindungsvorrichtung 21 verbunden. Der Schlauch 22 wurde an einem Abschnitt B von Fig. 1 geschnitten und der Endabschnitt 25 wurde schmelzverbunden und durch die oben erwähnte Schlauchabdichtvorrichtung abgedichtet.

Dann wurde der PC-Beutel 10 durch die Strahlungsmenge von 2 Mrad mittels γ-Strahlen sterilisiert.

Als nächstes wurde ähnlich wie beim Beispiel 1 der Plasmabeutel 30 hergestellt und mit dem Schlauch 24 verbunden. Der Endabschnitt 17 des am Abschnitt A von Fig. 1 geschnittenen Schlauchs 14 und der Endabschnitt 26 des am Abschnitt B geschnittenen Schlauchs 22 wurden schmelzverbunden und mittels der oben erwähnten Schlauchabdichtvorrichtung abgedichtet.

Dann wurde der Blutbeutel 30 unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 EOG-sterilisiert.

Der Blutsammelbeutel 1, PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30, die einzeln sterilisiert wurden, wurden miteinander an der Position nahe den Endabschnitten 16 und 17 des Schlauchs 14 und den Endabschnitten 25 und 26 des Schlauchs 22 mittels des Wärmeverbindungsmittels 40 verbunden, so daß die Schläuche 14 und 22 miteinander in Verbindung standen. Dadurch wurde die Behältervorrichtung der vorliegenden Erfindung erhalten, die den Blutsammelbeutel 1, PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 umfaßt.

(Vergleichsbeispiel 2)

Ähnlich wie beim Beispiel 2 wurde der Blutsammelbeutel 1 hergestellt und die Schläuche 6 und 14 wurden verbunden und der Blutsammelbeutel 1 wurde mit ACD-Flüssigkeit von 60 ml gefüllt und abgedichtet. Auch wurde ähnlich wie beim Beispiel 2 der PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 bereitgestellt. Überdies wurden ähnlich wie beim Beispiel 2 diese Beutel mittels des Wärmeverbindungsmittels 40 miteinander verbunden, so daß sie miteinander in Verbindung standen. Dadurch wurde die Behältervorrichtung erhalten, die den Blutsammelbeutel 1, PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 umfaßt.

Die oben erwähnte Behältervorrichtung wurde der Hochdruckdampfsterilisation bei einer Temperatur von 121ºC 20 Minuten lang unterzogen.

[Experiment 1]

Hinsichtlich jeder Behältervorrichtung der Beispiele 1 und 2 wurde eine Sichtprüfung, ein Funktionstest und ein Sterilisationstest basierend auf dem folgenden Verfahren durchgeführt. Die Folge war, daß die Behältervorrichtungen der Beispiele 1 und 2 gute Ergebnisse der Sichtprüfung und des Funktionstests aufwiesen. Auch wurde die Sterilisation jedes Inneren der jeweiligen Beutel und Schläuche erhalten.

Hinsichtlich jeder Behältervorrichtung der Vergleichsbeispiele 1 und 2 wurde die gleiche Sichtprüfung und der Funktionstest durchgeführt. Die Folge war, daß in beiden Behältervorrichtungen der Vergleichsbeispiele 1 und 2 der PC-Beutel 10 und der Plasmabeutel 30 durch die Wärme der Hochdruckdampfsterilisation deformiert waren und diese Beutel nicht in der Lage waren, thrombozytenreiches Plasma (PC) und thrombozytenarmes Plasma (PPP) zu enthalten, und es war nicht möglich, diese Beutel zu verwenden.

[Verfahren für Tests] 1. Sichtprüfung

Die Behältervorrichtung wurde mit den Augen beobachtet, um so zu bestätigen, ob Abnormität, die Probleme beim Verwenden der Vorrichtung erzeugen könnte, vorlag oder nicht.

2. Funktionstest

Der Blutsammelbeutel wurde mit ungefähr 40 ml Pseudoblut gefüllt, das in dem Standard von aus Polyvinylchloridharz hergestellten Blutsortimenten bereitgestellt wird. Das Pseudoblut wurde zum PC-Beutel und Plasmabeutel bewegt. Dann wurde bestätigt, daß das Pseudoblut ohne Stillstand bewegt wurde.

3. Sterilisationstest

Das Antikoagulans im Blutsammelbehälter wurde zum PC-Beutel und Plasmabeutel bewegt. Die Innenfläche jedes Beutels wurde mit dem Antikoagulans gespült. Danach wurde das Antikoagulans zum Blutsammelbeutel zurückgeführt. Der Sterilisationstest des Antikoagulans wurde mittels eines indirekten Verfahrens durchgeführt (Membranfilterverfahren), das in den Sterilisationstests des allgemeinen Testverfahrens gemäß der japanischen Pharmakopöe vorgesehen ist.

(Vergleichsbeispiel 3)

Der in Fig. 1 gezeigte Blutsammelbeutel 1, PC-Beutel 10 und Plasmabeutel 30 wurden aus einem flexiblen Polyvinylchloridbogen (mit einer Dicke von 0,40 mm) gebildet. Diese Beutel wurden miteinander durch die Schläuche 14, 22, 24 und die Abzweigverbindungsvorrichtung 21 verbunden, wodurch die Behältervorrichtung erhalten wurde. Der Blutsammelbeutel 1 wurde mit 60 ml CPD-Flüssigkeit gefüllt und abgedichtet. Dann wurde die Behältervorrichtung der Hochdruckdampfsterilisation bei einer Temperatur von 121ºC 20 Minuten lang unterzogen.

[Experiment 2]

Hinsichtlich jeder Behältervorrichtung des Beispiels 1 und Vergleichsbeispiels 3 wurde die hohe Schlagfestigkeit bei einer niedrigen Temperatur geprüft. Zuerst wurden 400 ml menschliches Blut im Blutsammelbeutel jeder Behältervorrichtung gesammelt. Das gesammelte Blut wurde in drei Komponenten getrennt, das heißt eine erythrozytenreiche Komponente (CRC), PC und PPP. Dann wurden ungefähr 160 mm PPP zum Plasmabeutel 30 bewegt und in einer Gefrierkammer bei -40ºC gefroren.

Der Plasmabeutel 30 des Beispiels 1 wurde aus der Höhe von 2 m auf einen Betonboden fallengelassen und es trat kein Bruch auf. Indessen wurde der Plasmabeutel 30 des Vergleichs 3 aus der Höhe von 0,5 m auf den Betonboden fallengelassen und es trat ein beträchtlicher Bruchschaden auf.


Anspruch[de]

1. Medizinische Behältervorrichtung, umfassend:

einen ersten Beutel (1), der Chemikalien (18) enthält, aus flexiblem Polyvinylchlorid gebildet ist und in der Lage ist, einer Hochdruckdampfsterilisation unterzogen zu werden;

einen leeren zweiten Beutel (10, 30), der aus Material verschieden von dem ersten Beutel gebildet ist und in der Lage ist, einer Sterilisation mittels Bestrahlung oder Gassterilisation, aber keiner Hochdruckdampfsterilisation unterzogen zu werden;

einen ersten Schlauch (14, 22, 24), der den ersten Beutel (1) mit dem zweiten Beutel (10, 30) verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß:

ein zweiter Schlauch (6) mit dem ersten Beutel (1) verbunden ist und eine Blutsammelnadel (8) mit dem zweiten Schlauch (6) verbunden ist und der erste Beutel (1) ein Blutsammelbeutel ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der zweite Beutel (10, 30) aus Polyolefin oder Polymerzusammensetzung, die Polyolefin enthält, gebildet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Chemikalien (18) ein Antikoagulans sind, das für Blut verwendet wird.

4. Verfahren zur Herstellung einer medizinischen Behältervorrichtung, umfassend die Schritte, daß:

ein aus flexiblem Polyvinylchlorid hergestellter erster Beutel (1) zur Verwendung als Blutsammelbeutel gebildet wird;

eine erstes Schlauchelement (14, 16) mit dem ersten Beutel (1) verbunden wird;

eine Blutsammelnadel (8) mit dem ersten Beutel (1) durch einen zweiten Schlauch (6) verbunden wird;

ein zweiter Beutel (10, 30) gebildet wird, der aus von flexiblem Polyvinylchlorid verschiedenen Material hergestellt ist und nicht in der Lage ist, einer Hochdruckdampfsterilisation unterzogen zu werden;

ein zweites Schlauchelement (17, 26) mit dem zweiten Beutel verbunden wird;

der zweite Beutel (10, 30) in einem leeren Zustand abgedichtet wird;

der zweite Beutel (10, 30) einer Sterilisation mittels Bestrahlung oder Gassterilisation unterzogen wird; und

die ersten und zweiten Schlauchelemente (14, 16; 17, 26) in einem sterilen Zustand verbunden werden, um einen ersten Schlauch (14, 22, 24) zum Verbinden der ersten und zweiten Beutel (1, 10, 30) zu bilden; dadurch gekennzeichnet, daß es weiter umfaßt, daß:

Chemikalien (18) in den ersten Beutel (1) eingeführt werden;

der erste Beutel (1), der ein Blutsammelbeutel ist, abgedichtet wird;

der erste Beutel (1), der die Chemikalien (18) enthält, einer Hochdruckdampfsterilisation unterzogen wird.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Beutel (10, 30) aus Polyolefin oder Polymerzusammensetzung, die Polyolefin enthält, gebildet ist.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Schlauchelemente (14, 16; 17, 26) aus Materialien gebildet werden, die die gleiche Zusammensetzung oder Kompatibilität aufweisen.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die sterile Verbindung zwischen den ersten und zweiten Schlauchelementen (14, 16; 17, 26) mittels Schneiden der Endabschnitte der zu verbindenden Schlauchelemente während des Erwärmens und Schmelzverbinden der geschnittenen Endabschnitte hergestellt wird.

8. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Chemikalien (18) ein Antikoagulans sind, das für Blut verwendet wird.







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