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Dokumentenidentifikation DE19547481A1 26.06.1997
Titel Verankerungsvorrichtung für einen Bagger, insbesondere für einen Bagger zum Ausheben von Gräbern (Friedhofsbagger)
Anmelder Riedl, Martin, 83539 Pfaffing, DE
Erfinder Riedl, Martin, 83539 Pfaffing, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Anmeldedatum 19.12.1995
DE-Aktenzeichen 19547481
Offenlegungstag 26.06.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.1997
IPC-Hauptklasse E02F 9/00
IPC-Nebenklasse E04H 13/00   
Zusammenfassung Eine Verankerungsvorrichtung dient zum Verankern eines Baggers, insbesondere eines Baggers zum Ausheben von Gräbern, mit dem Untergrund. Eine verbesserte derartige Verankerungsvorrichtung weist eine Bodenplatte (4) mit vorzugsweise zwei Öffnungen (6, 7) und einen Erdanker (5) mit vorzugsweise zwei Bolzen (8, 9) auf (Fig. 2).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verankerungsvorrichtung für einen Bagger, insbesondere für einen Bagger zum Ausheben von Gräbern (also für einen sog. Friedhofsbagger). Die Erfindung betrifft ferner einen Bagger, insbesondere einen Bagger zum Ausheben von Gräbern.

Bagger stützen sich üblicherweise durch sog. Fußplatten auf dem Untergrund ab. Die durch den Baggervorgang in den Bagger eingeleiteten Kräfte werden über die Fußplatten auf den Untergrund übertragen. Dabei kann es vorkommen, daß die Fußplatten mehr oder weniger verrutschen. Dies kann allerdings in vielen Anwendungsfällen, insbesondere bei Friedhofsbaggern, nicht toleriert werden, so daß bereits Maßnahmen vorgeschlagen worden sind, um ein Verrutschen der Fußplatten von Baggern zu verhindern. Eine Möglichkeit besteht darin, an der Unterseite der Fußplatte nach unten weisende Vorsprünge anzubringen, die sich ähnlich der Stollen eines Fußballschuhs in den Untergrund eingraben und so eine Erhöhung der übertragbaren Kräfte bewirken. Wenngleich hierdurch die Gefahr eines Verrutschens der Fußplatten vermindert wird, reichen die übertragbaren Kräfte jedoch in vielen Fällen nicht aus.

Dies ist insbesondere bei Friedhofsbaggern unbefriedigend, da dort durch ein Verrutschen der Fußplatte erhebliche Schäden angerichtet werden können. Aufgrund der oft beengten Platzverhältnisse auf einem Friedhof müssen die Fußplatten des Baggers oftmals sehr nahe an Gräbern oder Grabsteinen angeordnet werden. Bereits ein Verrutschen um wenige Zentimeter kann nicht hinnehmbare Schäden auslösen.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Verankerungsvorrichtung für einen Bagger vorzuschlagen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Bodenplatte mit mindestens einer, vorzugsweise mehreren, vorzugsweise zwei Öffnungen, und einen Erdanker mit mindestens einem Bolzen. Es handelt sich um eine lösbare Verankerungsvorrichtung, wobei die Anzahl der Bolzen vorzugsweise der Anzahl der Öffnungen entspricht. Die Bolzen können durch die Öffnungen hindurch in den Untergrund eingetrieben werden. Sie bewirken dann eine zuverlässige Verankerung des Baggers.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Vorzugsweise sind der bzw. die Bolzen konisch ausgebildet. Sie sind vorzugsweise unten spitz, so daß sie gut in den Untergrund eingetrieben werden können.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, vorzugsweise zwei, Bolzen vorhanden sind, die durch einen Bolzenträger verbunden sind. An einem oder mehreren Bolzen bzw. an dem Bolzenträger kann eine Öse oder eine andere Herausziehvorrichtung vorgesehen sein.

Die Erfindung betrifft ferner einen Bagger, insbesondere zum Ausheben von Gräbern, der erfindungsgemäß durch eine erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung gekennzeichnet ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung im einzelnen erläutert. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 einen Bagger in einer perspektivischen Ansicht und

Fig. 2 eine Verankerungsvorrichtung mit einer Bodenplatte und einem Erdanker in einer perspektivischen Ansicht.

Der in Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung gezeigte Bagger weist vier Stützfüße 1 auf, die mit jeweils einer Fußplatte 2 auf dem Untergrund abgestützt sind.

In der Fig. 2 ist eine Verankerungsvorrichtung 3 für jeweils eine Fußplatte 2 dargestellt, die aus einer Bodenplatte 4 und einem Erdanker 5 besteht. In der Bodenplatte sind zwei als kreisrunde Durchgangslöcher ausgebildete Öffnungen 6, 7 vorgesehen, die sich im Bereich von diagonal einander gegenüberliegenden Ecken der Bodenplatte 4 befinden. Der Erdanker 5 besteht aus zwei Bolzen 8, 9, die an ihren oberen Enden durch einen Bolzenträger 10 miteinander verbunden sind. Die Bolzen sind konisch. Sie weisen an ihren unteren Enden eine Spitze auf und erweitern sich konisch nach oben zum Bolzenträger 10 hin.

Auf die obere Fläche 11 des Bolzenträgers 10 ist eine Öse 12 aufgeschweißt.

Im Betrieb wird zunächst die Bodenplatte 4 auf die zur Abstützung des zugehörigen Stützfußes 1 vorgesehene Stelle des Untergrundes gelegt. Dann wird die Fußplatte 2 auf der Bodenplatte 4 positioniert, vorzugsweise derart, daß sie weitgehend in der Mitte der Bodenplatte 4 zu liegen kommt und sich zwischen den Öffnungen 6, 7 befindet. Jetzt können die Bolzen 8, 9 mit ihren unteren Spitzen in die Öffnungen 6, 7 eingebracht und nach unten in den Untergrund hinein vorgetrieben werden, beispielsweise durch Einschlagen mit einem Hammer. Der Erdanker wird soweit in das Erdreich hineingetrieben, bis die Unterseite des Bolzenträgers 10 auf der Oberseite der Fußplatte 2 aufliegt, so daß die Fußplatte 2 zwischen der Bodenplatte 4 und dem Bolzenträger 10 eingeklemmt wird. Zum Befestigen und Einklemmen der Fußplatte 2 können an der Fußplatte zwei und/oder dem Bolzenträger 10 und/ oder der Bodenplatte 4 Klemmvorrichtungen oder Spannvorrichtungen vorgesehen sein.

Um den Erdanker 5 wieder zu lösen, kann er an seiner Öse 12 nach oben aus dem Untergrund herausgezogen werden. Dies kann durch die an dem Bagger vorhandene Hydraulik erfolgen.

Die Bodenplatte 4 weist eine verhältnismäßig große Auflagefläche auf, so daß am Boden keine Schäden entstehen können. Vorzugsweise bestehen die Bolzen 8, 9 bzw. der gesamte Erdanker aus Eisen bzw. Stahl. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel hat die Bodenplatte 4 eine quadratische Form von 40 cm Kantenlänge und 5 cm Höhe. Sie besteht aus Holz.


Anspruch[de]
  1. 1. Verankerungsvorrichtung (3) für einen Bagger, insbesondere für einen Bagger zum Ausheben von Gräbern, gekennzeichnet durch eine Bodenplatte (4) mit mindestens einer, vorzugsweise mehreren, vorzugsweise zwei Öffnungen (6, 7), und einem Erdanker (5) mit mindestens einem Bolzen (8, 9).
  2. 2. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Bolzen (8, 9) konisch sind.
  3. 3. Verankerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, vorzugsweise zwei, Bolzen (8, 9) vorhanden sind, die durch einen Bolzenträger (10) verbunden sind.
  4. 4. Verankerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem bzw. den Bolzen bzw. dem Bolzenträger (10) eine Öse (12) vorgesehen ist.
  5. 5. Bagger, insbesondere Bagger zum Ausheben von Gräbern, gekennzeichnet durch eine Verankerungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.






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