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Dokumentenidentifikation DE19653082A1 26.06.1997
Titel Flüssige Kontrollösungen für die Blutanalyse
Anmelder Bionostics, Inc., Acton, Mass., US
Erfinder Liffmann, Stanley M., Andover, Mass., US
Vertreter Müller, Schupfner & Gauger, 21244 Buchholz
DE-Anmeldedatum 19.12.1996
DE-Aktenzeichen 19653082
Offenlegungstag 26.06.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.1997
IPC-Hauptklasse G01N 33/96
IPC-Nebenklasse G01N 33/49   
Zusammenfassung Offenbart werden flüssige Kontrollstandards zum Einsatz bei der CO-Oximetrie und Elektrolytbestimmungen. Ein flüssiger Kontrollstandard ist eine wäßrige Lösung, die Absorptionsmittel enthält, um eine Testkontrolle bereitzustellen, die einem zuvor bestimmten Spiegel an Hämoglobin oder Hämoglobinfraktionen entspricht und eine hinreichende Konzentration eines Polyvinylpyrrolidon-Polymers enthält, um die Spektralverschiebung der Absorptionsmittel zu hemmen, wenn besagte Absorptionsmittel in Gegenwart von TRITON X100 oder anderen nicht-ionischen Tensiden vorliegen. Wahlweise ist der flüssige Kontrollstandard eine wäßrige Lösung, die eine zuvor bestimmte Menge an Elektrolyten und eine hinreichende Konzentration eines Polyvinylpyrrolidon-Polymers enthält, um die Genauigkeit der Elektrolytbestimmungen zu erhöhen. Die flüssigen Kontrollstandards können gegebenenfalls eine oder mehrere der folgenden Komponenten enthalten: Elektrolytsalze, um eine Testkontrolle für entsprechende ionenselektive Elektrodensysteme zu liefern, Farbstoffe oder andere Absorptionsmittel, um eine Testkontrolle für entsprechende CO-Oximetriesysteme zu liefern, und/oder Kontrollmittel für Blutgas-Meßsysteme, die den pH, pCO2 und pO2 des Bluts und andere lösliche Blutkomponenten (z. B. Glucose, Lactat, oder Harnstoff) messen; wobei die Komponenten für die Blutanalyse zweckdienliche Kontrollparameter liefern.

Beschreibung[de]
Grundlagen der Erfindung

Klinische Laboratorien verwenden eine Reihe an Meßsystemen für die Analyse von Patientenproben. Häufig werden vier Gerätetypen eingesetzt, um spezielle signifikante Eigenschaften von frischem Blut zur Diagnose von respiratorisch-pulmonalen Erkrankungen zu analysieren. Diese Geräte sind:

  • 1. pH/Blutgas-Meßgeräte - messen pH, pCO&sub2; und pO&sub2; des Bluts.
  • 2. CO-Oximeter Meßgeräte - messen Gesamthämoglobin, Oxyhämoglobin, Carboxyhämoglobin und Methämoglobin.
  • 3. ISE Elektrolytmeßgeräte - messen den Elektrolytgehalt vom Blut (wie beispielsweise Natrium, Kalium, Lithium und Calcium).
  • 4. Meßgeräte für wichtige Analyte (z. B. Glucose, Lactat und BUN).


Viele flüssige Kontrollösungen zur Blutanalyse sind verfügbar, die Kontrollparameter für Blut/Gas-Geräte, CO-Oximetergeräte, ISE Elektrolytgeräte und Meßgeräte für wichtige Analyte (z. B. Glucose, Lactat und BUN) in einer Mischung enthalten. Diese Kontrollösungen enthalten jedoch häufig nicht-ionische Tenside, die bei der Blutanalyse verwendet werden, um die roten Blutkörperchen zu lysieren, wobei diese Tenside Absorptionsverschiebungen in den Spektren der Farbstoffe, die den Kontrollstandard für das CO-Oximetergeräte liefern, verursachen können. Dies verursacht Ungenauigkeiten und Fehler bei Messungen des Hämoglobins und der Hämoglobinfraktion. Zusätzlich können diese Eichfarbstoffe mit den potentiometrischen Sensoren, die zur Messung der Ionenkonzentrationen verwendet werden, interferieren. Folglich gibt es einen Bedarf an flüssigen Kontrollösungen, die eine größere Genauigkeit und Präzision liefern, wenn nichtionische Tenside bei Oximeter-Messungen vorhanden sind und einen Bedarf an Kontrollösungen, bei denen Interferenzen mit Elektrolytmessungen minimiert werden, wenn Farbstoffe vorhanden sind.

Definition der Erfindung

Die vorliegende Erfindung basiert auf der Entdeckung, daß Polyvinylpyrrolidon-Polymere (hier als "PVP Polymere" bezeichnet), die durch nicht-ionische Tenside, wie beispielsweise TRITON X100, verursachte Spektralverschiebung bei den Absorptionsspektren von Farbstoffen, die in CO-Oximeter Kontrollösungen verwendet werden, mindern. Die Erfindung basiert ebenfalls auf der Entdeckung, daß PVP Polymere die Interferenz von diesen Farbstoffen und, wenn vorhanden, von nicht-ionischen Tensiden mit den zur Messung von Ionenkonzentrationen verwendeten potentiometrischen Sensoren vermindern. Die Erfindung basiert außerdem auf der Entdeckung, daß der Zusatz von PVP Polymeren in Elektrolyt-haltigen Lösungen zu einer genaueren und präziseren Bestimmung der gelösten Konzentrationen dieser Elektrolyte mit Hilfe potentiometrische Sensoren führt, sogar wenn Absorptionsfarbstoffe oder nicht-ionische Tenside nicht vorhanden sind. Basierend auf diesen Entdeckungen wird eine flüssige Kontrollösung zur Blutgasanalyse offengelegt, die sowohl eine erhöhte Präzision bei der Bestimmung von Hämoglobinfraktionen mittels CO-Oximetrie als auch eine verminderte Interferenz bei der Bestimmung von Elektrolytkonzentrationen mit ISE Elektrolytgeräten liefert.

Die vorliegende Erfindung ist ein flüssiger Kontrollstandard zur Verwendung bei der Oximetrie und Elektrolytbestimmungen. Der flüssige Kontrollstandard ist eine wäßrige Lösung, die Absorptionsmittel enthält, um einen Kontrolltest zu liefern, der einer zuvor bestimmten Menge an Hämoglobin oder Hämoglobinfraktionen entspricht und eine hinreichende Konzentration eines Polyvinylpyrrolidon-Polymers (PVP) enthält, um eine Spektralverschiebung des Absorptionsmittels zu hemmen, wenn das (die) Absorptionsmittel in Gegenwart von TRITON X100 oder anderen nicht-ionischen Tensiden vorliegt (vorliegen).

Wahlweise ist der flüssige Kontrollstandard eine wäßrige Lösung, die eine zuvor bestimmte Menge an Elektrolyten und eine hinreichende Konzentration an einem PVP Polymer enthält, um die Genauigkeit der Elektrolytbestimmungen zu erhöhen. Die flüssigen Kontrollstandards können gegebenenfalls eine oder mehrere der folgenden Komponenten enthalten: Elektrolytsalze, um einen Kontrolltest für ein entsprechendes ionenselektives Elektrodensystem zu liefern und/oder ein oder mehrere Kontrollmittel für Blut/Gas Analysensysteme, die den pH, pCO&sub2; und pO&sub2; des Bluts und andere lösliche Blutkomponenten oder Analyte (z. B. Glucose und Lactat) messen, um für die Blutanalyse zweckdienliche Kontrollparameter zu liefern.

Erläuterung der Erfindung

Ein typisches CO-Oximeter mißt mit Hilfe der Lichtabsorption die Gesamthämoglobinkonzentration und den Anteil an Oxyhämoglobin, Carboxyhämoglobin, Methämoglobin und reduziertem Hämoglobin, der in einer Probe vorhanden ist. Vor den Absorptionsmessungen von Hämoglobin und Hämoglobinfraktionen werden die Hämoglobin-haltigen roten Blutkörperchen lysiert und ihre Membranen mit nichtionischen Tensiden gelöst. Da typischerweise peristaltische Mischpumpen verwendet werden, um die Blutprobe und das nicht-ionische Tensid zu mischen, gibt es Schwankungen bei der Menge an zugegebenem nichtionischen Tensid.

Die Kontrollösung der vorliegenden Erfindung enthält Absorptionsmittel, wie beispielsweise Farbstoffe, die Licht im Bereich von 500-650 nm in annähernd dem gleichen Ausmaß und bei gleicher Wellenlänge wie die zuvor bestimmten Konzentrationen der verschiedenen Hämoglobinarten absorbieren können. Bei Verwendung dieser Kontrollösung mit einem CO-Oximeter kann bestimmt werden, ob das CO-Oximeter korrekt funktioniert oder nicht und ob das Gerät neu kalibriert werden muß oder nicht. Geeignete Absorptionsmittel werden in Chiang U.S. Patent Nr. 4.753.888 und Chiang U.S. Patent Nr. 5.013.666 angegeben, wobei das wesentliche aus der hier angegebenen Referenz zu entnehmen ist.

Die bei der Blutanalyse zur Lyse der roten Blutkörperchen verwendeten nicht-ionischen Tenside (z. B. TRITON X100) verursachen eine Absorptionsverschiebung dieser Farbstoffe. Als ein Ergebnis können verschiedene Geräte bei Verwendung der gleichen Kontrollösungen unterschiedliche Hämoglobinkonzentrationen bei Analyse der selben Blutprobe anzeigen. Es wird hier angeführt, daß diese Verschiebung des Absorptionsspektrums, die durch die Mengenschwankungen des zugegebenen nichtionischen Detergens verstärkt wird, in flüssigen Kontrollösungen verhindert werden kann, die geeignete Polymere in hinreichenden Konzentrationen enthalten. Geeignete Polymere umfassen Polymere, die amphipatisch sind (das heißt Polymere, die hydrophobe und hydrophile Regionen innerhalb des gleichen Moleküls besitzen) und als milde Netzmittel agieren können und die potentiometrischen Elektroden nicht verunreinigen. Beispiele umfassen PVP Polymere und Proteine, wie beispielsweise Albumine. PVP Polymere werden bevorzugt. Nachfolgend erfolgt eine Beschreibung der vorliegenden Erfindung bezogen auf PVP Polymere. Es ist offensichtlich, daß die vorliegende Erfindung mit anderen geeigneten Polymeren mit den oben beschriebenen Eigenschaften durchgeführt werden kann.

Geeignete PVP Polymere besitzen im allgemeinen Molekulargewichte von ca. 5 Kilodalton bis ca. 300 Kilodalton. Ebenfalls mit eingeschlossen sind PVP Polymermischungen, deren Molekulargewichte innerhalb dieses Bereiches variieren. Bevorzugte PVP Polymere besitzen Molekulargewichte zwischen ca. 10 Kilodalton und ca. 45 Kilodalton. Die Konzentration des PVP Polymers in der Kontrollösung kann von ca. 10 g/l bis ca. 200 g/l variieren. Vorzugsweise liegt die Konzentration des PVP Polymers zwischen ca. 15 g/l und ca. 130 g/l. Es ist zu verstehen, daß die Konzentrationen und Molekulargewichte der PVP Polymere, die zur Hemmung von Spektralverschiebungen geeignet sind, von den in der Kontrollösung vorhandenen Farbstoffen wie auch von den anderen vorhandenen Bestandteilen abhängen.

In einer bevorzugten Anwendung enthält die Kontrollösung der vorliegenden Erfindung eine Kombination aus Acid Red Dye #27 (CI 16185), Acid Yellow Dye #23 (CI 19140) und Acid Blue Dye #9 (CI 42090). Ebenfalls wird eine Kombination aus Ponceau 3R Red Dye (CI 16155) und Acid Blue Dye (CI 42090) verwendet. Auch eingeschlossen ist die Kombination aus SRA B (CAS 2609-89-3), Acid Blue Dye #9 (CAS 42090) und Acid Red Dye #27 (CI 16185).

Der blaue Farbstoff wird verwendet, weil er wie Methämoglobin eine maximale Lichtabsorption bei 630 nm hat.

Die roten Farbstoffe wurden aufgrund der Tatsache ausgewählt, daß sie ein gleiches Absorptionsverhalten bei Wellenlängen von 560 nm und 535 nm wie Oxyhämoglobin, bei einer Wellenlänge von 570 nm wie Carboxyhämoglobin und bei einer Wellenlänge von 550 nm wie reduziertes Hämoglobin zeigen. Durch Konzentrationsänderung dieser Farbstoffe in der Kontrollösung kann die Kontrollösung Blutproben mit unterschiedlichen Spiegeln an unterschiedlichen Hämoglobinfraktionen und an Gesamthämoglobin simulieren.

Die flüssige Kontrollösung der vorliegenden Erfindung kann ebenfalls Elektrolytsalze enthalten, die mit einem entsprechenden ionenselektiven Elektrodensystem (hier "ISE") detektierbar sind. Um physiologische Elektrolytspiegel zum Testen der ISE Elektrolytmeßsysteme zu liefern, ist es notwendig, eine Reihe an Salzen der gewünschten Elektrolyten in der Standardkontrollösung zu lösen. Typische Elektrolytanalysegeräte messen die in der Lösung vorhandenen Mengen an Chlorid, Natrium, Kalium, Lithium und Calcium. Deshalb können Kontrollen mit Elektrolytwerten von Cl, Na, K, Li und Ca im physiologischen Bereich durch Zugabe von geeigneten Mengen an Chlorid-, Natrium-, Kalium-, Lithium- und Calciumsalzen, wie beispielsweise NaCl, KCl, LiCl und CaCl&sub2; hergestellt werden. Kontrollösungen für ionenselektive Elektrodensysteme werden detaillierter in Chiang, U.S. Patent Nr. 4.753.888 und Chiang, U.S. Patent Nr. 5.013.666 diskutiert, wobei das wesentliche aus der hier angegebenen Referenz zu entnehmen ist.

Viele der als CO-Oximetriekontrollen verwendeten Farbstoffe sind dafür bekannt, daß sie mit den zur Messung von Elektrolytkonzentrationen verwendeten potentiometrischen Sensoren interferieren. Die Farbstoffe können an die Membranen von ionenselektiven Elektroden binden und dadurch Schäden an dem potentiometrischen Sensor verursachen. Als ein Ergebnis können Elektrolytkonzentrationsmessungen mit ionenselektiven Elektroden bei identischen Proben unterschiedliche Ergebnisse liefern. Es wird hier berichtet, daß die Zugabe von PVP Polymeren diese Schwankungen hemmen. Beispielsweise schwanken Chloridkonzentrationen ungefähr um 11 mM in identischen Proben, wenn sie mit einem Radiometer EML 100 mit Kontrollösungen bestimmt wurden, die in der CO-Oximetrie verwendete Farbstoffe enthielten (siehe Beispiel 2). Messungen mit Kontrollösungen, die ein PVP Polymer mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von ca. 40 Kilodalton enthielten, verminderten diese Schwankungen bis zu mindestens 70%. Zusätzlich ergaben Kontrollösungen, die in der CO-Oximetrie verwendete Farbstoffe enthielten und mit einem AVL Chlorid Sensor analysiert wurden, eher eine Fehlermeldung als eine Antwort. Die gleichen Kontrollösungen, die PVP Polymere mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 9000 enthielten, führten zu einem vollständigen Ausbleiben dieser Fehlermeldungen und der Chloridsensor maß mit beachtenswerter Genauigkeit.

PVP Polymere vermindern ebenfalls Meßfehler und Ungenauigkeiten bei Elektrolytkontrollösungen, die keine in der CO-Oximetrie verwendeten Farbstoffe enthalten. Die PVP Polymere und Konzentrationsbereiche, die geeignet sind, sind die gleichen wie die zuvor erwähnten.

Die flüssigen Kontrollösungen der vorliegenden Erfindung können ebenfalls Meßparameter für Meßsysteme liefern, die pH, pCO&sub2; und pO&sub2; in Blutproben analysieren.

Derartige Meßparameter umfassen einen Puffer, um den pH des Kontrollstandards zwischen ca. 7,1 bis ca. 7,7 zu halten, hinreichend Bicarbonat-Ionen, um einen pCO&sub2; von ca. 15 mm Mg bis ca. 80 mm Hg zu liefern und hinreichend gasförmigen Sauerstoff, um einen pO&sub2; von ca. 50 mm Hg bis ca. 400 mm Hg reteniert zu liefern.

Um den gewünschten pH beispielsweise für normale, azidose oder alkalose Bedingungen zu liefern, sollte ein Puffer ausgewählt werden, der einen pKs nahe am gewünschten Arbeits-pH besitzt. Einen besonders zweckdienlichen Puffer zur Herstellung der gewünschten pH Bedingungen in der Kontrollösung dieser Erfindung ist N-2-Hydroxyethylpiperazin-N&min;-2-ethansulfonsäure (HEPES), die einen pKs von 7,31 bei 37°C besitzt. Andere geeignete Puffer sind beispielsweise N-Tris-(hydroxymethyl)methyl-2-aminoethansulfonsäure (TES), die einen pKs von 7,16 bei 37°C besitzt; 3-(N-Morpholino)propansulfonsäure (MOPS), die einen pKs von 7,01 bei 37°C besitzt; Tris-(hydroxymethyl)aminomethan (TRIS), das einen pKs von 7,77 bei 37°C besitzt: N-Tris(hydroxymethyl)methylglycin (TRICINE), das einen pKs von 7,79 bei 37°C besitzt; und N,N-Bis(2-Hydroxyethyl)glycin (BICINE), das einen pKs von 8,04 bei 37°C besitzt. Diese und andere geeignete Puffer, einschließlich der Natriumsalzderivate, sind von Good et al, Biochemistry 5: 467-77 (1966) und Ferguson et al, Analytical Biochemistry 104: 300-310 (1980) beschrieben, wobei das wesentliche der hier angeführten Referenz zu entnehmen ist.

Der gewünschte pCO&sub2; Wert wird teilweise durch Zugabe von Bicarbonat-Ionen, beispielsweise von NaHCO&sub3;, zu der wäßrigen Lösung hergestellt. CO&sub2; Gas wird dann zu der wäßrigen Lösung, gegeben, bis zu ein pCO&sub2; zwischen ca. 15 mm Hg bis ca. 80 mm Hg erreicht ist, nachdem mit den gewünschten Werten an gasförmigem Kohlendioxid äquilibriert wurde. Der gewünschte pO&sub2; Wert von ca. 50 mm Hg bis ca. 400 mm Hg wird durch die Zugabe von gasförmigem Sauerstoff zu der Lösung oder in den Gasraum des die wäßrige Lösung enthaltenden Behälters eingestellt. Zugabe von gasförmigem CO&sub2; kann entsprechend die Einhaltung der oben erwähnten gewünschten pCO&sub2; Werte bei Abwesenheit von Bicarbonat-Ionen erleichtern.

Es ist schwierig Ca2+ in Lösungen zu halten, die einen dynamischen Bereich an Gesamtcalcium enthalten, besonders wenn sie mit gasförmigem Kohlendioxid tonometrisch äquilibriert werden. Dies liegt an der Wechselwirkung zwischen dem gelösten dissoziierten Calcium und dem in der Lösung gelösten Kohlendioxid, was zu der Bildung von Calciumcarbonat führt, das aus der Lösung ausfällt. Dieses Problem wird durch Komplexierung des Calciums mit einer Reihe an Komplexbildnern oder maskierenden Mitteln vermieden. Beispielhafte Calcium komplexierende Mittel sind organische Säuren, wie beispielsweise alpha-Aminosäuren, alpha-Hydroxysäuren, Dicarbonsäuren, Polycarbonsäuren (z. B. Ethylendiamintetraacetat (EDTA)) und Derivate davon. Zusätzlich können einige anorganische Säuren, wie beispielsweise Schwefelsäure, Phosphorsäure und Polyphosphorsäure, verwendet werden, um die freie Calciumionenenkonzentration in der Lösung zu stabilisieren. Weitere maskierende Mittel werden von Chiang, U.S. Patent Nr. 4.945.062 und Chiang, U. S. Patent 4.843.013 vorgestellt, wobei das wesentliche der hier angebenen Referenz zu entnehmen ist.

Vorzugsweise wird das maskierende Mittel in Lösung mit Calciumionen verwendet, um eine Konzentration an dissoziiertem Calciumin einem Bereich annähernd dem dynamischen Bereich zwischen ca. 0,5 mM und ca. 1,7 mM in Gegenwart einer Gesamtcalciumkonzentration zwischen ca. 1,3 mM und ca. 3,6 mM zu liefern, worin das Konzentrationsverhältnis von dissoziiertem Calcium zu Gesamtcalcium im Bereich von ca. 30% bis ca. 60% liegt. Wenn außerdem ein Kontrollstandard für pH/Blutgas-Geräte verwendet wird, verändern die obigen maskierenden Mittel nicht die pH/Blutgas-Eigenschaften des Standards. In bestimmten Fällen jedoch, in denen die Kontrollstandards bestimmte Farbstoffe enthalten, um den Hämoglobingehalt für CO-Oximetrie-Messungen zu simulieren, kann eine Reaktion zwischen einem von mehreren der Calcium maskierenden Mittel und bestimmten Farbstoffen den pO&sub2; des Kontrollstandards nach einer Lagerung über einen Zeitraum von 1 bis 10 Wochen bei Temperaturen bei oder über 37°C vermindern. Dieses Problem kann durch die Wahl von Calcium komplexierenden Mitteln, die nicht mit den Farbstoffen reagieren, wie beispielsweise eine der Polycarbonsäuren, vermieden werden. Alternativ kann das Problem durch Einschränkung der Verwendung des Standards auf pH/Blutgas und ISE Elektrolytgeräte vermieden werden, dann können die Farbstoffe weggelassen werden.

Die flüssige Kontrollösung kann ebenfalls weitere lösliche Blutkomponenten für die Verwendung als eine Kontrolle bei Messung der Konzentration dieser Komponenten in Blutproben enthalten. Beispiele umfassen Glucose (40 mg/dl-800 mg/dl), Lactat (0,3 mM bis 10,0 M) und BUN (Blut-Harnstoff-Stickstoff) (5 mg/dl bis 100 mg/dl). Gegebenenfalls kann die flüssige Kontrollösung ebenfalls Antibiotica, wie beispielsweise Penicillin und Gentamycinsulfat, enthalten.

Um ein stabiles Produkt sicherzustellen, das bei normaler Handhabung und Lagerung seine Eigenschaften für mehr als zwei Jahre bei Raumtemperatur beibehalten wird, kann ein chemisches Konservierungsmittel, wie beispielsweise Formaldehyd, zu der Lösung gegeben werden. Wahlweise kann die Lösung entweder durch Membranfiltration oder durch Sterilisation bei hoher Temperatur in einem Autoklaven sterilisiert werden, falls die Lösung keine Polymere enthält, die zur Erhöhung der Viskosität der Lösung eingesetzt werden.

Bei Verwendung verschiedener Mengen der Reagenzien der bevorzugten Formulierungen können drei Kontrollstandardgrade formuliert werden, nämlich Kontrolle Grad I, Kontrolle Grad II und Kontrolle Grad III.

Der Kontrollstandard Grad II simuliert normales Blut mit einem pH von ca. 7,4, einem pCO&sub2; von ca. 40 mm Hg und einem pO&sub2; von ca. 100 mm Hg.

Der Kontrollstandard Grad II enthält eine hinreichende Konzentration an Farbstoff, um eine Gesamthämoglobinkonzentration von ca. 14 g/100 ml Blut zu simulieren. Dieser Gesamthämoglobinwert kann durch Zugabe von rotem Farbstoff, gelbem Farbstoff und blauem Farbstoff in die Lösung hergestellt werden, um den Kontrollstandard die Fähigkeit zu verleihen, das Licht mit Wellenlängen zwischen 400 bis 650 nm zu absorbieren. Der gelbe Farbstoff wird verwendet, um der Kontrolle das Aussehen von Blut zu geben, aber er absorbiert kein Licht in den entscheidenden Bereichen. Eine bevorzugte Konzentration an Farbstoffen liegt bei ca. 3,5 mM Acid Red Dye #27 (CI 16185), ca. 5 mM Acid Yellow Dye #23 (CI 19140) und ca. 0,04 mM Acid Blue Dye (CI 42090). Diese Farbstoffkonzentrationen in Lösung führen zu einem Kontrollstandard mit einem Aussehen von Blut und ergeben einen Gesamthämoglobinwert von ca. 14 Gramm in 100 ml wäßriger Lösung wie mit dem Corning 2500 CO-Oximeter, 9 g/100 ml mit dem IL282 CO-Oximeter und 26 g/100 ml mit dem AVL-30 Blutgas-Analysator gemessen wurde. Der Kontrollstandard Grad II enthält ebenfalls eine Natriumionenkonzentration von ca. 140 mM, eine Kaliumionenkonzentration von ca. 5 mM, eine Lithiumionenkonzentration von ca. 1,1 mM, eine Konzentration an dissoziiertem Calcium von ca. 1,1 mM und eine Konzentration an Gesamtcalcium von ca. 2,5 mM.

Der Kontrollstandard Grad I simuliert Blut mit einem niedrigen pH von ca. 7,10 bis ca. 7,20, einem hohen pCO&sub2; von ca. 60 mm Hg bis ca. 70 mm Hg und einem niedrigen pO&sub2; von ca. 50 mm Hg bis ca. 65 mm Hg. (Dieser Kontrollstandard simuliert folglich eine Azidose). Der Kontrollstandard Grad I enthält eine geringe Konzentration an Natriumionen von ca. 115 mM bis ca. 125 mM, eine geringe Konzentration an Kaliumionen von ca. 2,5 mM bis ca. 3,5 mM, eine geringe Konzentration an Lithiumionen von ca. 0,3 mM bis ca. 0,6 mM, eine hohe Konzentration an dissoziiertem Calcium von ca. 1,5 mM bis ca. 1,7 mM und eine hohe Konzentration an Gesamtcalcium von ca. 3,3 mM bis ca. 36 mM.

Der Kontrollstandard Grad I enthält ebenfalls eine geringere Konzentration an allen Farbstoffen, um ein Gesamthämoglobin von ca. 9 g/100 ml Blut zu simulieren, wie von dem Corning 2500 CO-Oximeter angezeigt wurde. Eine bevorzugte Kontrollösung Grad I enthält ca. 2 mM Acid Red Dye #27 (CI 16185), ca. 3 mM Yellow Dye #23 (CI 19140) und ca. 0,015 mM Acid Blue Dye #9 (CI 42090).

Der Kontrollstandard Grad III simuliert eine Blutprobe mit einem hohen pH von ca. 7,6, einem geringen pCO&sub2; von ca. 22 mm Hg und einem hohen pO&sub2; Wert von ca. 150 mm Hg. (Dieser Kontrollstandard simmuliert folglich eine Alkalose). Der Kontrollstandard Grad III enthält ebenfalls eine hinreichende Konzentration an Farbstoffen, um einen hohen Gesamthämoglobinwert von ca. 18 g/100 ml Lösung zu simulieren. Dieser Gesamthämoglobinwert wird mittels einer höheren Konzentration an allen Farbstoffen hergestellt, vorzugsweise ca. 5 mM Acid Red Dye #27 (CI 16185), ca. 7 mM Acid Yellow Dye #23 (CI 19149) und ca. 0,08 mM Acid Blue Dye #9 (CI 42090). Der Kontrollstandard Grad III enthält ebenfalls eine höhere Konzentration an Natriumionen von ca. 160 mM und an Kaliumionen von ca. 7 mM, eine Konzentration an Lithiumionen von ca. 2,6 mM, eine Konzentration an dissoziiertem Calcium von ca. 0,6 mM und eine Gesamtcalciumkonzentration von ca. 1,7 mM.

Die endgültige Kontrollstandardlösung wird in einem gut verschlossenen oder luftdichten Behälter, wie beispielsweise eine Glasviole oder -ampulle, aufbewahrt, um das gewünschte Gasgleichgewicht beizubehalten. Der Gasraum des Behälters kann mit einem geeigneten Gas gefüllt werden, um die Einhaltung der zuvor erwähnten pCO&sub2;

Bedingungen zu erleichtern. Zum Beispiel wird für die azidose Blutgaskontrolle eine Mischung aus 6,5% Sauerstoff, 5,9% Kohlendioxid und 87,6% Stickstoff verwendet. Für die normale Blutgaskontrolle wird eine Mischung aus ca. 4,1% Kohlendioxid, 11,8% Sauerstoff und 84,1 Stickstoff verwendet. Für die alkalose Blutgaskontrolle wird eine Mischung aus ca. 2,3% Kohlendioxid, 18% Sauerstoff und 80,7% Stickstoff verwendet. Es ist offensichtlich, daß jedes andere Edelgas als teilweiser oder vollständiger Ersatz des Stickstoffanteils des Gasraums in den nachfolgenden erläuternden Beispielen verwendet werden kann.

Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, ist aber hierauf nicht beschränkt.

Beispiel 1

Die Blutgas-Kontrollflüssigkeiten sind vorzugsweise formuliert, um Werte für pH, pCO&sub2;, pO&sub2;, Elektrolyte, Hämoglobin, Glucose und Lactat darzustellen, die für normales Blut, Azidose und Alkalose charakterisch sind. Beispiele für zwei derartige Formulierungen werden unten gegeben:





Ein Beispiel einer Elektrolytkontrollflüssigkeit (drei Grade), die keine Kontrollanalyte, wie beispielsweise Glucose oder Lactat enthält, ist unten gezeigt. Elektrolyt-Kontrollformulierung auf PVP Basis



Drei Formulierungen von Blutgas/pH/CO-Oximeter/Elektrolyt/wichtige Analyte Kontrollflüssigkeiten für Intensivpflege-Geräte sind unten gezeigt:

Beispiel 2

Zwei farbstoffbasierende Kontrollflüssigkeiten, die für eine Blutgasanalyse und für eine Analyse mit einem ionenselektiven Elektrodensystem geeignete Kontrollparameter enthalten, wurden hergestellt. Die beiden Kontrollflüssigkeiten waren identisch außer, daß die erste Kontrolle (Tricombo +) 25 g/l Polyvinylpyrrolidon mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von ca. 40 Kilodalton enthielt, während die zweite Kontrolle (Tricombo -) kein Polyvinylpyrrolidon enthielt. Ebenfalls wurde eine Kontrollprobe ohne Farbstoffe und ohne Polyvinylpyrrolidon (Sicher +) hergestellt.

Zwei Probensätze wurden dann auf Chloridionenkonzentration mit einem Radiometer EML 100 analysiert. In Satz 1 wurde folgende Reihenfolge verwendet: 2 Sichere +, 10 Tricombos (+), 1 Sichere +. In Satz 2 wurde die folgende Reihenfolge verwendet: 1 Sichere + 10 Tricombos (-), 1 Sichere +. Der Unterschied in der Chloridionenkonzentration zwischen der ersten und letzten Tricomboprobe, die ohne PVP analysiert wurden, betrug 11 mM, während der Unterschied zwischen der ersten bis zur letzten Sicheren + Probe 10 mM war. Tricomboproben mit PVP zeigten einen Unterschied zwischen der ersten und letzten von nur 3 mM, während der Unterschied zwischen der ersten und letzten Sicheren + 1 mM betrug.

Formulierungen für Tricombo und Sicher + sind unten aufgeführt:

Beispiel 3

Ein Vergleich zwischen der Empfindlichkeit von zwei unterschiedlichen Gruppen farbstoffbasierender CO-Oximeter-Kontrollflüssigkeiten wurde durchgeführt, um Konzentrationen von TRITON X100 zu unterscheiden. In beiden Sätzen der Kontrollflüssigkeiten wurden die gleichen Farbstoffe in ziemlich ähnlichen Konzentrationen eingesetzt. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Kontrollflüssigkeitsgruppen war, daß eine Gruppe PVP 40 mit 3 g/dl enthielt und die andere Gruppe nicht. Um die Mengenschwankungen von TRITON X100 zu simulieren, wurde 100 µl 10%iges TRITON X100 zu jeder Ampulle vor der Analyse gegeben und vorsichtig gemischt. Die Kontrolle mit zusätzlichem TRITON X100 wurde dann mit einer Kontrolle ohne zugegebenes TRITON X100 verglichen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle unten gezeigt.



Aus diesen Daten ist ersichtlich, daß eine Zugabe von 3 g/dl PVP 40 zu den farbstoffbasierenden CO-Ox-Kontrollen die Schwankungen vermindert, die bei den Messungen der Hämoglobinfraktion mit dem IL 482 auftraten, wenn TRITON X100 zu den Kontrollflüssigkeiten gegeben wurde.

Entsprechungen

Der Fachmann erkennt oder kann nur mit Hilfe üblicher Experimente viele Entsprechungen zu den spezifischen Anwendungen der hier beschriebenen Erfindung feststellen. Diese und weitere Entsprechungen sind beabsichtigt und werden von den folgenden Ansprüchen umfaßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Ein flüssiger Kontrollstandard, der eine als eine Kontrolle für CO-Oximetriesysteme verwendbare wäßrige Lösung umfaßt und enthält:
    1. a) Absorptionsmittel, das einen Kontrolltest liefert, der einem zuvor bestimmten Spiegel an Hämoglobin oder Hämoglobinfraktionen entspricht; und
    2. b) eine hinreichende Konzentration eines Polymers, um die Spektralverschiebung des Absorptionsmittels zu hemmen, wenn besagtes Absorptionsmittel in Gegenwart eines nichtionischen Tensids vorliegt.
  2. 2. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 1, worin das Polymer ein Polyvinylpyrrolidon-Polymer ist.
  3. 3. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 2, worin die Konzentration des Polyvinylpyrrolidon-Polymers von etwa 15 g/l bis etwa 130 g/l beträgt.
  4. 4. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 3, worin das Molekulargewicht des Polyvinylpyrrolidon-Polymers zwischen etwa 5 Kilodalton und etwa 300 Kilodalton beträgt.
  5. 5. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 4, worin das Molekulargewicht des Polyvinylpyrrolidon-Polymers zwischen etwa 10 Dalton und etwa 45 Dalton beträgt.
  6. 6. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 4, worin die wäßrige Lösung zusätzlich enthält:
    1. a) hinreichend Bicarbonat-Ionen, um einen pCO&sub2; von etwa 15 mm Hg bis etwa 80 mm Hg zu liefern, und gasförmigen Sauerstoff, um einen pO&sub2; von etwa 50 mm Hg bis etwa 400 mm Hg reteniert zu liefern; und
    2. b) einen Puffer, der den pH von besagtem flüssigen Kontrollstandard zwischen etwa 7,1 und etwa 7,7 hält.
  7. 7. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 6, worin der Puffer aus der Gruppe gewählt ist, die aus N-2-Hydroxyethylpiperazin-N&min;-2-ethansulfonsäure, 3-(N-Morpholino)propansulfonsäure und Tri(hydroxymethyl)aminomethan besteht.
  8. 8. Der Kontrollstandard nach Anspruch 6, worin der pH im Bereich von etwa 7,35 bis etwa 7,45 liegt, der pCO&sub2; im Bereich von etwa 35 bis etwa 45 mm Hg liegt, der pO&sub2; im Bereich von etwa 95 bis etwa 110 mm Hg liegt und das Absorptionsmittel Blut mit einem normalen Hämoglobinspiegel simuliert.
  9. 9. Der Kontrollstandard nach Anspruch 6, worin der pH im Bereich von etwa 7,10 bis etwa 7,20 liegt, der pCO&sub2; im Bereich von etwa 60 bis etwa 70 mm Hg liegt, der pO&sub2; im Bereich von etwa 50 bis etwa 65 mm Hg liegt und das Absorptionsmittel Blut mit einem niedrigen Hämoglobinspiegel simuliert.
  10. 10. Der Kontrollstandard nach Anspruch 6, worin der pH im Bereich von etwa 7,55 bis etwa 7,65 liegt, der pCO&sub2; im Bereich von etwa 15 bis etwa 25 mm Hg liegt, der pO&sub2; im Bereich von etwa 140 bis etwa 160 mm Hg liegt und das Absorptionsmittel Blut mit einem hohen Hämoglobinspiegel simuliert.
  11. 11. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 6, worin das Absorptionsmittel Acid Red Dye #27 (CI 16155) und Acid Blue Dye #9 (CI 42090) umfaßt.
  12. 12. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 6, worin das Absorptionsmittel Ponceau 3R Red Dye (CI 16155) und Acid Blue Dye #9 (CI 42090) umfaßt.
  13. 13. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 6, worin das Absorptionsmittel Acid Red Dye #27 (CI 16155), Acid Blue Dye #9 (CI 42090) und SRA B (CAS 2609-89-3) umfaßt.
  14. 14. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 6, der zusätzlich eine zuvor bestimmte Konzentration einer Verbindung enthält, die aus der Gruppe gewählt ist, die aus Glucose, Lactat, Harnstoff und Mischungen davon besteht.
  15. 15. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 4, der zusätzlich Salze von Elektrolyten enthält, die mit einem entsprechenden ionenselektiven Elektrodensystem detektierbar sind.
  16. 16. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 15, worin die Salze der Elektrolyte mit einer zuvor bestimmten Konzentration an Ionen gewählt sind, die aus der Gruppe gewählt sind, die aus Natriumionen, Kaliumionen, Lithiumionen, Calciumionen und Mischungen davon besteht, und worin die wäßrige Lösung zusätzlich ein maskierendes Mittel enthält, falls Ca2+ vorhanden ist, um mit Calcium Komplexe zu bilden, um die Konzentration an dissoziiertem Calcium in einem zuvor bestimmten Bereich zu halten.
  17. 17. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 16, worin das maskierende Mittel aus der Gruppe gewählt ist, die aus alpha-Aminosäuren, alpha-Hydroxysäuren, Dicarbonsäuren, Polycarbonsäuren und Derivaten davon besteht.
  18. 18. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 17, worin die Konzentration an dissoziiertem Calcium zur Gesamtcalciumkonzentration im Bereich von etwa 30% bis etwa 60% liegt.
  19. 19. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 16, worin das Absorptionsmittel Acid Red Dye #27 (CI 16155) und Acid Blue Dye #9 (CI 42090) umfaßt.
  20. 20. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 16, worin das Absorptionsmittel Ponceau 3R Red Dye (CI 16155) und Acid Blue Dye #9 (CI 42090) umfaßt.
  21. 21. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 16, worin das Absorptionsmittel Acid Red Dye #27 (CI 16155), Acid Blue Dye #9 (CI 42090) und SRA B (CAS 2609-89-3) umfaßt.
  22. 22. Der Kontrollstandard nach Anspruch 16, worin die Ionenkonzentrationen und das Absorptionsmittel Blut mit einem normalen Hämoglobinspiegel simulieren.
  23. 23. Der Kontrollstandard nach Anspruch 16, worin das Absorptionsmittel und die Ionenkonzentrationen Blut mit einem geringeren als ein normaler Hämoglobinspiegel simulieren.
  24. 24. Der Kontrollstandard nach Anspruch 16, worin das Absorptionsmittel und die Ionenkonzentrationen Blut mit einem höheren als ein normaler Hämoglobinspiegel simulieren.
  25. 25. Der Kontrollstandard nach Anspruch 16, der zusätzlich eine zuvor bestimmte Konzentration einer Verbindung enthält, die aus der Gruppe gewählt ist, die aus Glucose, Lactat, Harnstoff und Mischungen davon besteht.
  26. 26. Ein flüssiger Kontrollstandard, der eine als eine Kontrolle für Blutgas CO-Oximetriesysteme und Elektrolytmeßsysteme verwendbare wäßrige Lösung umfaßt und enthält:
    1. a) Absorptionsmittel, das einen Kontrolltest liefert, der einem zuvor bestimmten Spiegel an Hämoglobin oder Hämoglobinfraktionen entspricht;
    2. b) Salze von Elektrolyten, die mit einem entsprechenden ionenselektiven Elektrodensystem detektierbar sind; und
    3. c) eine hinreichende Konzentration eines Polymers, um die Meßverschiebung des ionenselektiven Elektrodensystems zu hemmen, wenn besagtes Absorptionsmittel vorhanden ist.
  27. 27. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 26, worin das Polymer ein Polyvinylpyrrolidon-Polymer ist.
  28. 28. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 27, worin die Konzentration des Polyvinylpyrrolidon-Polymers von etwa 15 g/l bis etwa 130 g/l beträgt.
  29. 29. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 27, worin das Molekulargewicht des Polyvinylpyrrolidon-Polymers zwischen etwa 5 Kilodalton und etwa 300 Kilodalton beträgt.
  30. 30. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 29, worin das Molekulargewicht des Polyvinylpyrrolidon-Polymers zwischen etwa 10 Kilodalton und etwa 45 Kilodalton beträgt.
  31. 31. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 29, worin die wäßrige Lösung zusätzlich enthält:
    1. a) hinreichend Bicarbonat-Ionen, um einen pCO&sub2; von etwa 15 mm Hg bis etwa 80 mm Hg zu liefern, und gasförmigen Sauerstoff, um einen pO&sub2; von etwa 50 mm Hg bis etwa 400 mm Hg reteniert zu liefern; und
    2. b) einen Puffer, der den pH von besagtem flüssigen Kontrollstandard zwischen etwa 7,1 und etwa 7,7 hält.
  32. 32. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 31, worin der Puffer aus der Gruppe gewählt ist, die aus N-2-Hydroxyethylpiperazin-N&min;-2-ethansulfonsäure, 3-(N-Morpholino)propansulfonsäure und Tri(hydroxymethyl)aminomethan besteht.
  33. 33. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 31, worin das Absorptionsmittel Acid Red Dye #27 (CI 16155) und Acid Blue Dye #9 (CI 42090) umfaßt.
  34. 34. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 31, worin das Absorptionsmittel Ponceau 3R Red Dye (CI 16155) und Acid Blue Dye #9 (CI 42090) umfaßt.
  35. 35. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 31, worin das Absorptionsmittel Acid Red Dye #27 (CI 16155), Acid Blue Dye #9 (CI 42090) und SRA B (CAS 2609-89-3) umfaßt.
  36. 36. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 29, worin die Salze der Elektrolyte mit einer zuvor bestimmten Konzentration an Ionen gewählt sind, die aus der Gruppe gewählt sind, die aus Natriumionen, Kaliumionen, Lithiumionen, Calciumionen und Mischungen davon besteht, und worin die wäßrige Lösung zusätzlich ein maskierendes Mittel enthält, falls Ca2+ vorhanden ist, um mit Calcium Komplexe zu bilden, um die Konzentration an dissoziiertem Calcium in einem zuvor bestimmten Bereich zu halten.
  37. 37. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 36, worin das maskierende Mittel aus der Gruppe gewählt ist, die aus alpha-Aminosäuren, alpha-Hydroxysäuren, Dicarbonsäuren, Polycarbonsäuren und Derivaten davon besteht.
  38. 38. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 37, worin die Konzentration an dissoziiertem Calcium zur Gesamtcalciumkonzentration im Bereich von etwa 30% bis etwa 60% liegt.
  39. 39. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 29, der zusätzlich eine zuvor bestimmte Konzentration einer Verbindung enthält, die aus der Gruppe gewählt ist, die aus Glucose, Lactat, Harnstoff und Mischungen davon besteht.
  40. 40. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 29, worin besagte hinreichende Konzentration eines Polymers zusätzlich hinreichend ist, die Spektralverschiebung von besagtem Absorptionsmittel zu hemmen, wenn besagtes Absorptionsmittel in Gegenwart eines nichtionischen Tensids vorliegt.
  41. 41. Ein flüssiger Kontrollstandard, der eine als eine Kontrolle für Elektrolytmeßsysteme verwendbare wäßrige Lösung umfaßt und enthält:
    1. a) Salze von Elektrolyten, die mit einem entsprechenden ionenselektiven Elektrodensystem detektierbar sind; und
    2. b) eine hinreichende Konzentration eines Polymers, um den Meßfehler des ionenselektiven Elektrodensystems zu verhindern, wenn ein Absorptionsmittel, das einen Kontrolltest liefert, der einem zuvor bestimmten Spiegel an Hämoglobin oder Hämoglobinfraktionen entspricht, vorhanden ist.
  42. 42. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 41, worin das Polymer ein Polyvinylpyrrolidon-Polymer ist.
  43. 43. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 42, worin die Konzentration des Polyvinylpyrrolidon-Polymers von etwa 15 g/l bis etwa 130 g/l beträgt.
  44. 44. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 43, worin das Molekulargewicht des Polyvinylpyrrolidon-Polymers zwischen etwa 5 Kilodalton und etwa 300 Kilodalton beträgt.
  45. 45. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 44, worin das Molekulargewicht des Polyvinylpyrrolidon-Polymers zwischen etwa 10 Kilodalton und etwa 45 Kilodalton beträgt.
  46. 46. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 44, worin die Salze der Elektrolyte mit einer zuvor bestimmten Konzentration an Ionen gewählt sind, die aus der Gruppe gewählt sind, die aus Natriumionen, Kaliumionen, Lithiumionen, Calciumionen und Mischungen davon besteht, und worin die wäßrige Lösung zusätzlich ein maskierendes Mittel enthält, falls Ca2+ vorhanden ist, um mit Calcium Komplexe zu bilden, um die Konzentration an dissoziiertem Calcium in einem zuvor bestimmten Bereich zu halten.
  47. 47. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 46, worin das maskierende Mittel aus der Gruppe gewählt ist, die aus alpha-Aminosäuren, alpha-Hydroxysäuren, Dicarbonsäuren, Polycarbonsäuren und Derivaten davon besteht.
  48. 48. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 47, worin die Konzentration an dissoziiertem Calcium zur Gesamtcalciumkonzentration im Bereich von etwa 30% bis etwa 60% liegt.
  49. 49. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 46, worin die Ionenkonzentrationen Blut mit einem geringeren als ein normaler Hämoglobinspiegel simulieren.
  50. 50. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 46, worin die Ionenkonzentrationen Blut mit einem höheren als ein normaler Hämoglobinspiegel simulieren.
  51. 51. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 46, worin die Ionenkonzentrationen Blut mit einem normalen Hämoglobinspiegel simulieren.
  52. 52. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 46, der zusätzlich eine zuvor bestimmte Konzentration einer Verbindung enthält, die aus der Gruppe gewählt ist, die aus Glucose, Lactat, Harnstoff und Mischungen davon besteht.
  53. 53. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 44, worin die wäßrige Lösung zusätzlich enthält;
    1. a) hinreichend Bicarbonat-Ionen, um einen pCO&sub2; von etwa 15 mm Hg bis etwa 80 mm Hg zu liefern, und gasförmigen Sauerstoff, um einen pO&sub2; von etwa 50 mm Hg bis etwa 400 mm Hg reteniert zu liefern; und
    2. b) einen Puffer, der den pH von besagtem flüssigen Kontrollstandard zwischen etwa 7,1 und etwa 7,7 hält.
  54. 54. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 53, worin der Puffer aus der Gruppe gewählt ist, die aus N-2-Hydroxyethylpiperazin-N&min;-2-ethansulfonsäure, 3-(N-Morpholino)propansulfonsäure und Tri(hydroxymethyl)aminomethan besteht.
  55. 55. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 53, worin der pH im Bereich von etwa 7,35 bis etwa 7,45 liegt, der pCO&sub2; im Bereich von etwa 35 bis etwa 45 mm Hg liegt, der pO&sub2; im Bereich von etwa 95 bis etwa 110 mm Hg liegt und die Ionenkonzentrationen Blut mit einem normalen Hämoglobinspiegel simulieren.
  56. 56. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 53, worin der pH im Bereich von etwa 7,10 bis etwa 7,20 liegt, der pCO&sub2; im Bereich von etwa 60 bis etwa 70 mm Hg liegt, der pO&sub2; im Bereich von etwa 50 bis etwa 65 mm Hg liegt und die Ionenkonzentrationen Blut mit einem niedrigen Hämoglobinspiegel simulieren.
  57. 57. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 53, worin der pH im Bereich von etwa 7,55 bis etwa 7,65 liegt, der pCO&sub2; im Bereich von etwa 15 bis etwa 25 mm Hg liegt, der pO&sub2; im Bereich von etwa 140 bis etwa 160 mm Hg liegt und die Ionenkonzentrationen Blut mit einem hohen Hämoglobinspiegel simulieren.
  58. 58. Der flüssige Kontrollstandard nach Anspruch 53, der zusätzlich eine zuvor bestimmte Konzentration einer Verbindung enthält, die aus der Gruppe gewählt ist, die aus Glucose, Lactat, Harnstoff und Mischungen davon besteht.






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