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Dokumentenidentifikation DE69306929T2 26.06.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0615464
Titel SCHLÄGER FÜR EIN BALLSPIEL
Anmelder Genty, Nicolas de, Etupes, FR
Erfinder Genty, Nicolas de, Etupes, FR
Vertreter Munk, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 86150 Augsburg
DE-Aktenzeichen 69306929
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 13.09.1993
EP-Aktenzeichen 939194452
WO-Anmeldetag 13.09.1993
PCT-Aktenzeichen FR9300874
WO-Veröffentlichungsnummer 9407571
WO-Veröffentlichungsdatum 14.04.1994
EP-Offenlegungsdatum 21.09.1994
EP date of grant 27.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.1997
IPC-Hauptklasse A63B 59/00

Beschreibung[de]

Die Vorliegende Erfindung betrifft einen Schläger für ein Ballspiel, der aus zwei Schlagflächen auf entgegengesetzten Seiten besteht, die als Muffe angeordnet sind um die offene Hand eines Spielers aufzunehmen, wobei die Muffe aus zwei generell flachförmigen Elementen besteht, die auf ihrem Umfang aneinander befestigt sind, ausgenommen bei einer Öffnung um die Hand einzuführen.

Solch ein Schläger dient insbesondere dazu, mit dem Ball mit oder ohne Rückprall am Boden zu spielen, auf einer dem Tennis ähnliche Weise, aber auf beliebigen Flächen, die meistens kleiner sind als Tennisplätze, oder an Stellen wo der Rückprall nicht möglich ist. Zu diesem Zweck wurden bereits zahlreiche Arten Schläger vorgeschlagen, die Schläger ohne Griff oder mit verkürztem Griff bilden und die auf einer Seite der Hand oder auf beiden Seiten eine Schlagplatte besitzen, die mit einem Griff oder mit einer Befestigung versehen ist, um sie mit der Hand des Spielers zu verbinden. Diese Vorrichtungen haben keinen Verkaufserfolg gefunden, was auf ihre Wirksamkeit, ihre Bequemlichkeit oder ihre Anpassungsfähigkeit an die Hand des Spielers zuräckgeführt werden kann.

Ein in dem Patentantrag FR-A-2 437 848 beschriebenes Beispiel der vorherigen Kunst ist ein Schläger der mit einer Muffe versehen ist, die die Aussenform einer geöffneten Hand besitzt und die auf ihren entgegengesetzten Seiten zwei leicht in Richtung der Fingerspitzen zusammenlaufende Schlagplatten besitzt. Die in den Flächenwinkelförmigen Zwischenraum zwischen den beiden flachen Platten eingeschobene Hand kann schwierig gleichzeitig bequem und gut gehalten sein. Das Dokument beschreibt eine andere Ausführung, bei der die Muffe ein richtiger Handschuh ist, dessen beiden Seiten mit mehreren, den Fingern, der inneren und der äusseren Handfläche entsprechend verteilten Schlagflächen versehen sind. Daraus ergibt sich eine unterbrochene Schlagfläche, deren Form stark mit den Handbewegungen variieren kann, und die folglich nicht erlaubt, den Ball sicher zu führen.

Die vorliegende Erfindung zielt darauf hin, einen Schläger zu erzeugen, der zu einem wesentlichen Teil die obig erwähnten Nachteile vermeidet und der die Hand fest- und zurückhält, wodurch sie von jeder Greif-Anstrengung befreit ist.

Zu diesem Zweck betrifft die Erfindung einen Schläger des obig bezeichneten Typs, gekennzeichnet dadurch, daß jedes Element der Muffe oder der Satz der beiden Elemente aus einem gespritztem Kunststoffteil besteht, so daß jedes Element der Muffe ein starres Mittelteil besitzt, das eine merklich flache Schlagfläche bildet, sowie eine biegsame Randfläche, die angeordnet ist um die zwischen den besagten Elementen befindliche Hand elastisch festzuhalten, und dadurch daß jedes Element der Muffe entlang der besagten Öffnung einen freien Rand besitzt, mit einem abgerundeten konvexen Profil auf der Seite der Hand.

Auf diese Weise erlaubt die Elastizität der Schläger-Randflächen dem Schläger die Hand des Spielers einzuschließen um ihm zugleich eine gute Bequemlichkeit und ein gutes Ballschlag-Gefühl zu sichern. Gleichzeitig erlaubt die Starrheit des als Schlagfläche dienenden Mittelteils den Ball genau zu führen.

In einer bevorzugten Ausführungs-Form des Schlägers gemäß der Erfindung besitzt mindestens eines der Elemente der Muffe Lüftungslöcher in dem Bereich seiner Schlagfläche. Vorzugsweise sind die Lüftungslöcher durch ein Raster starrer Rippen definiert, die sich mindestens auf einem Teil der Schlagfläche ausstrecken. Der besagte Raster kann unregelmäßig angeordnet sein, um eine dekorative Figur darzustellen.

Mindestens das auf der inneren Handfläche liegende Muffenelement kann auf seiner Innenseite mindestens eine Vertiefung aufweisen um die innere Handfläche auf der Seite der besagten Öffnung festzuhalten. Gleicherweise kann mindestens eines der besagten Muffenelemente auf seiner Innenseite mindestens eine Aufschwellung aufweisen, die sich zwischen die Finger der Hand einordnet.

In einer besonderen Ausführungsform kann mindestens eines der beiden Muffenelemente zwei Falzen aufweisen, die beiderseits der Position der Hand angeordnet sind und die in Richtung der besagten Öffnung zusammenlaufen, sowie Schließelemente, die außerhalb der Falzen angebracht sind und die angeordnet sind um gegenseitig beide Elemente lösbar beidseitig des Handgelenks eines Benutzers zu befestigen.

Andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung verschiedener Ausführungs-Formen erscheinen, in Bezug auf die beigelegten Zeichnungen, in welchen :

- die Abbildung 1 eine schematische Draufsicht ist, die einen Schläger gemäß der Erfindung, sowie seine Benutzung durch einen Spieler darstellt,

- die Abbildung 2 eine schematische Draufsicht des Schlägers ist,

- die Abbildung 3 ein schematischer Schnitt entlang der Linie III-III der Abbildung 2 ist,

- die Abbildungen 4a und 4b die Innenseiten der beiden Muffenelemente des Schlägers in einer besonderen Ausführungs-Form zeigen,

- die Abbildung 5 eine Ansicht der Innenseite des Muffenelements ist, das sich gegenüber der inneren Handfläche setzt und das mit oberflächlichen Anhalte- Ausschwellungen versehen ist,

- die Abbildung 6 eine der Abbildung 5 ähnlichen Darstellung ist, die eine andere Ausführungs-Form darstellt, und

- die Abbildungen 7 und 8 jeweils die beiden Seiten eines Schlägers gemäß der Erfindung in einer anderen Ausführungs-Form zeigen.

Die Abbildung 1 stellt schematisch einen auf der Hand 2 eines Spielers 3 gesetzten Muffenförmigen Schläger 1 dar, wobei der Spieler 3 den Schläger 1 wie ein normaler Schläger benutzt um einen Ball 4 zu schlagen. Der Spieler 3 kann den Schläger 1 nach Belieben an der rechten oder an der linken Hand, oder eventuell einen Schläger an jeder Hand tragen. Wie man es später sehen wird erlaubt der Schläger den Ball 4 mit der Vor- wie mit der Rückhand zu schlagen.

Die allgemeine Form des Schlägers 1 ist auf den Abbildungen 2 und 3 dargestellt und besteht aus einem oberen Element 5, das auf die äussere Handfläche gesetzt wird, und aus einem unteren Element 6, das auf die innere Handfläche gesetzt wird. Beide Elemente 5 und 6 halten zusammen oder sind auf dem größten Teil ihres Umfangs aneinander befestigt, zum Beispiel durch Nähen oder Kleben, und bilden einen durch eine in der Abbildung 2 gezeichnete unterbrochene Linie dargestellten geschlossenen Rand 7. Auf dem Rest ihres Umfangs weisen die Elemente 5 und 6 jeweils die freien Ränder 8 und 9 auf, zwischen welchen eine Öffnung 10 angeordnet ist um die Hand einzuführen. In seinem mittleren Bereich besitzt das obere Element 5 ein verhältnismäßig starres Teil 11, das als Schlagfläche dient um den Ball mit der Rückhand zu schlagen. Gleichfalls ist das untere Element 6 mit einem verhältnismäßig starren Teil 12 versehen, das als Schlagfläche dient um den Ball mit der Vorhand zu schlagen. Wenn die Hand des Spielers in die Muffe eingeführt wird, entfernen sich die Elemente 5 und 6 elastisch durch Biegen in dem Bereich ihres gemeinsamen Randes 7, so daß der Schläger 1 einfach durch klemmen der enthaltenen Hand halten kann. Auf der Abbildung 2 bemerkt man, daß die Form des Schlägers von oben gesehen symmetrisch ist, so daß er sowohl an die linke wie an die rechte Hand paßt. Auf der Abbildung 3 sieht man, daß das untere Element 6 eine Vertiefung 13 zwischen seinem flachen Teil 12 und seinem freien Rand 9 aufweist, die beim Halten des Schlägers auf der Hand durch Einfügen des vorspringenden Teils der inneren Handfläche in diese Vertiefung mitwirkt. Die beiden freien Ränder 8 und 9 haben ein gegen außen gebogenes Profil um zu vermeiden, die Haut des Spielers zu verletzen.

Scllließelemente sind vorzugsweise in der Öffnung 10 vorgesehen, beiderseits des Handgelenks des Spielers, um den Schläger besser auf der Hand zu halten.

Dabei kann es sich um Druckknöpfe, um selbstgreifende Bänder des Typs «Velcro», um Befestigungselemente mit Ösen, oder um jedes andere gleichwertige Mittel handeln. Die die Innenseiten der beiden Muffenelemente 5 und 6 darstellenden Abbildungen 4a und 4b zeigen ein Beispiel eines Schließelements. Jedes Element 5, 6 ist mit zwei Falzen 14 versehen, die gemeinsam in Richtung der Handgelenke zusammenlaufen und die jede einen Eckbereich 15 begrenzen, in dem ein Druckknopf 16,17 vorgesehen ist, der mit einem auf dem anderen Element vorgesehenen ergänzenden Druckknopf 17, 16 zusammenwirkt. Die Falzen 14 erlauben die Eckbereiche 15 ohne übermäßiges Biegen der anderen Teile des Elements, besonders des profilierten Rands 8, 9, zusammenzufügen. Die Vertiefung 13 zum Halten der inneren Handfläche befindet sich zwischen den beiden Falzen 14 des unteren Elements 6.

Andererseits zeigen die Abbildungen 4a und 4b daß die flachen Bereiche 11, 12 der beiden Elemente 5, 6 rasterartig mit Lüftungsöffnungen 20 zwischen starren Rippen 21 versehen sind. Eine gute Lüftung des Schlägerinneren ist ein wichtiger Bequenllichkeitsfaktor, um die Auswirkungen des Schwitzens zu vermeiden. Andererseits bilden die Rippen 21 eine rauhe Schlagfläche, die es erlaubt, dem Ball Effekt zu geben. Sie können einen beliebigen Querschnitt haben, und insbesondere auf der Seite der Hand breiter sein, um den Berühungsdruck zu reduzieren.

Die Abbildung 5 zeigt einen Fall wo die auf der Innenseite des unteren Elements 6 vorgesehenen oberflächlichen Aufschwellungen, zusätzlich zu der Vertiefung 13 zum Halten der inneren Handfläche, Wellen aufweisen, die vier längliche Aufschwellungen 22 bilden, zwischen denen die drei mittleren Finger der Hand Platz nehmen. Die symmetrische Anordnung dieser Wellen eignet sich sowohl für die linke als für die rechte Hand. In dem Beispiel der Abbildung 6, sind ähnliche Aufschwellungen 22 in einem mit einem aus Öffnungen 20 und Rippen 21 bestehenden Lüftungsraster versehenen Element 6 vorgesehen, wie in dem Fall der Abbildungen 4a und 4b. Die Herstellung dieser Reliefs stellt keine Schwierigkeit dar wenn die Elemente der Muffe oder der ganze Schläger aus Kunststoff gespritzt werden. In einer anderen Ausführung kann jedes Muffenelement aus zwei verschiedenen, übereinander geklebte Schichten hergestellt werden: eine verhältnismäßig starre Außenschicht und eine innere Polsterungsschicht mit Oberflächenreliefs die an die der Hand passen.

Die Abbildungen 7 und 8 stellen eine Ausführungs-Form eines Schlägers gemäß der Erfindung dar, die eine einen Katzenkopf darstellende phantasievolle und spaßige Außenansicht bietet. Die Abbildung 7 zeigt die Außenseite des unteren Schlägerelements 24, d. h. auf der Seite der inneren Handfläche, und die Abbildung 8 zeigt das obere Element 25. Beide Elemente haben ähnliche Konturen, aber auf dem Element 24 besteht die Schlagfläche 26 aus einem Rippenraster 27 und aus Lüftungsöffnungen 28 deren Anordnung das Gesicht einer Katze darstellt. Selbstverständlich kann diese Zeichnung durch Farbdruck ergänzt werden. Auf der Rückseite des Schlägers kann die Schlagfläche 29 des oberen Elements eine beliebige Konfiguration aufweisen, ähnlich der auf den Abbildungen 4a und 4b dargestellten Konfiguration.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die obig beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern sie erweitert sich auf alle für einen Fachmann selbstverständliche Änderungen oder Varianten.


Anspruch[de]

1. Schläger für ein Ballspiel, bestehend aus zwei Schlagflächen auf entgegengesetzten Seiten und als Muffe angeordnet um die offene Hand eines Spielers aufzunehmen, wobei die Muffe aus zwei generell flachförmigen Elementen (5, 6, 24, 25) besteht, die auf ihrem Umfang aneinander befestigt sind, ausgenommen bei einer Öffnung (10) um die Hand einzuführen, gekennzeichnet dadurch, daß jedes Element der Muffe oder der Satz der beiden Elemente aus einem gespritzten Kunststoffteil besteht, so daß jedes Element der Muffe ein starres Mittelteil (11, 12, 26, 29) besitzt, das eine merklich flache Schlagfläche bildet, sowie eine biegsame Randfläche, die angeordnet ist um die zwischen den besagten Elementen befindliche Hand elastisch festzuhalten, und dadurch daß jedes Element der Muffe entlang der Öffnung (10) einen freien Rand (8, 9) besitzt, mit einem abgerundeten konvexen Profil auf der Seite der Hand.

2. Schläger gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß mindestens eines der Elemente der Muffe Lüftungslöcher (20, 28) in dem Bereich seiner Schlagfläche besitzt.

3. Schläger gemäß Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Lüftungslöcher (20, 28) durch ein Raster starrer Rippen (21, 27) definiert sind, die sich mindestens auf einem Teil der Schlagfläche ausstrecken.

4. Schläger gemäß Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß der besagte Raster unregelmäßig angeordnet ist um eine dekorative Figur darzustellen.

5. Schläger gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das auf der Seite der inneren Handfläche liegende Muffenelement auf seiner Innenseite mindestens eine Vertiefung (13) aufweist, um die besagte innere Handfläche auf der Seite der besagten Öffnung festzuhalten.

6. Schläger gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß mindestens eines der besagten Muffenelemente auf seiner Innenseite mindestens ein Ausschwellung (22) aufweist die sich zwischen die Finger der Hand einordnet.

7. Schläger gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß mindestens eines der beiden Muffenelemente zwei Falzen (14), die beiderseits der Position der Hand angeordnet sind und die in Richtung der besagten Öffnung (10) zusammenlaufen, sowie Schließelemente (16, 17) aufweist, die außerhalb der Falzen angebracht sind und die angeordnet sind um gegenseitig beide Elemente lösbar beidseitig des Handgelenks des Benutzers zu befestigen.







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