PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19549111A1 03.07.1997
Titel Fadenspeicher- und Liefervorrichtung mit einer optischen Sensoreinrichtung und Verfahren zur Steuerung der Vorrichtung
Anmelder Sobrevin Société de brevets industriels-Etablissement, Vaduz, LI
Vertreter H. Rieder und Kollegen, 42329 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 29.12.1995
DE-Aktenzeichen 19549111
Offenlegungstag 03.07.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.07.1997
IPC-Hauptklasse D03D 47/34
IPC-Nebenklasse B65H 51/22   
Zusammenfassung Verfahren zur Steuerung einer Fadenspeicher- und -Liefervorrichtung, bei welchem ein Faden windungsweise auf einer Speichertrommel abgelegt, dort gegebenenfalls schrittweise in Achsrichtung weiterverlagert und von dort im Takt des Schußfadeneintrages einer Webmaschine abgezogen wird, wobei der auf der Speichertrommel abgelegte Windungsvorrat mit einer optischen Sensoreinrichtung erfaßt wird und die Drehzahl des Drehantriebes für die Windungsablage entsprechend der erfaßten Änderung des Windungsvorrates erhöht oder erniedrigt wird. Im Hinblick auf eine präzisere Erfassung des Windungsvorrates beziehungsweise der Fadenabzugsrate ist vorgesehen, daß in zeitlichen Abständen zyklisch die Anzahl und der Abstand der abgelegten Fadenwindungen ermittelt wird und aus der so bestimmten Abzugsrate die Motordrehzahl und/oder der Windungsabstand eingestellt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fadenspeicher- und -Liefervorrichtung gemäß Gattungsbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Steuerung einer derartigen Vorrichtung.

Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus dem US-Patent 4,687,149 her bekannt. Am Tragarm für einen Bremsring, welcher Tragarm am Motorgehäuse des Fadenspeichers befestigt ist, ist eine optische Sensoreinrichtung vorgesehen, welche einen Lichtsensor und einen Lichtempfänger aufweist. Das von der Sensoreinrichtung ausgestrahlte Licht wird von einer spiegelnden Oberfläche der Speichertrommel reflektiert. Anhand der Dämpfung des Lichtes kann dort der Windungsvorrat erfaßt werden. Eine ähnliche Vorrichtung ist aus dem US-Patent 4,653,701 her bekannt. Dort wird das vom Lichtsender ausgesandte Licht durch einen Lichtleiter durch die Trommel geführt.

Eine weitere Vorrichtung, bei welcher eine optische Sensoreinrichtung zum Erfassen des Windungsvorrats vorgesehen ist, zeigt die EP-Patentanmeldung 0 171 516. Dort ist auf der Trommeloberfläche ein weiteres Sensormittel vorgesehen, welches die Form eines Hebels aufweist, welcher bei Beaufschlagung durch eine Fadenwindung verlagert wird, so daß hiermit die Quantität des an der Sensoreinrichtung bestimmbaren Lichtes modifiziert wird. Aus der WO 83/04056 ist eine Speichervorrichtung bekannt, welche ebenfalls den Lichtschrankeneffekt ausnutzt, um den Vorrat der auf der Speichertrommel abgelegten Fadenwindungen zu bestimmen. Eine ähnliche Vorrichtung, die ebenfalls mit optischen Methoden den Windungsvorrat mißt, zeigt die EP-Patentanmeldung 0 174 039.

Sämtliche der vorgenannten Schriften zeigen zwar Fadenspeicher- und -Liefervorrichtungen bzw. Verfahren zur Steuerung derartiger Vorrichtungen, wobei die Drehzahl des Drehantriebes für die Windungsanlage von der Größe des Windungsvorrates abhängt; jedoch ist die Methode zur Erfassung des Windungsvorrates nicht optimal.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung bzw. ein gattungsgemäßes Verfahren im Hinblick auf eine präzisere Erfassung des Windungsvorrates bzw. der Fadenabzugsrate weiterzubilden.

Gelöst wird die Erfindung durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung.

Zur Erfassung der Windungszahl, des Windungsabstandes und/oder der Windungsabzugsgeschwindigkeit wird ein Längsabschnitt der Speichertrommel auf ein Sensorelement projeziert, welches eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden Sensorfeldern aufweist, auf welche der Längsabschnitt abgebildet wird. In zeitlichen Abständen wird zyklisch die Anzahl und der Abstand der abgelegten Fadenwindungen ermittelt und aus der so bestimmten Abzugsrate die Motordrehzahl gesteuert. Die Ermittlung erfolgt bevorzugt in Millisekundenschritten. Die Ermittlung soll durch Auslesen von an den Sensorfeldern eines CCD-Sensors anliegenden Spannungen erfolgen, welche digitalisiert werden. Die digitalisierten Werte sollen in einem elektronischen Speicher abgelegt werden. Die Sensorfelder haben bevorzugt in Längsrichtung eine Erstreckung, welche geringer ist als der Fadendurchmesser. Die Sensorfelder liegen bevorzugt unmittelbar nebeneinander, ihre Fläche beträgt 14 × 14 Mikrometer im Quadrat. Durch diese Gestaltung ist es möglich, die Dicke des Fadens zu bestimmen. Das Verfahren bzw. die Vorrichtung erlaubt es, die einzelnen Windungen anzahlmäßig und lagenmäßig zu identifizieren, so daß deren Anzahl und deren Abstand sowie die zeitliche Änderung der Lage bestimmbar ist. Aus den so ermittelten Werten kann eine digitale Steuer- und Recheneinrichtung, welcher die ausgelesenen Digitalwerte zugeführt wird, die Abzugsrate des Fadens und den Windungsvorrat bestimmen. Es ist dabei vorteilhaft, wenn die gesamte Speicherlänge der Trommel auf das Sensorelement abgebildet wird. Handelt es sich bei dem Sensorelement um einen trichromatischen Sensor, so kann auch die Farbe des abgespeicherten Garnes erkannt werden. Zur optimalen Erkennung der Fadenwindungen ist die Speichertrommel im Bereich des abgebildeten Längsabschnittes geglättet oder spiegelnd. Eine Fadenwindung führt dann zu einer Dämpfung des auf das zugeordnete Sensorfeld kommenden Lichtes, so daß das Sensorsignal sich ändert. In der Speichertrommel können Fördermittel vorgesehen sein, bspw. in Form aus der Trommeloberfläche herausragender Finger, Säulen oder Füße, welche durch einen Taumelantrieb angetrieben werden, um die Fadenwindungen auf der Trommeloberfläche in Abzugsrichtung zu transportieren. Derartige Transportvorrichtungen sind im Stand der Technik in vielfältiger Form bekannt. Im Stand der Technik ist es ebenfalls bekannt, bspw. durch Veränderung der Neigungslage einer drehbar auf der Motorwelle sitzenden exzentrischen Hülse die Fördergeschwindigkeit und damit den Abstand der auf der Speichertrommel abgelegten Fadenwindungen zu variieren. Durch die Änderung der Neigungslage oder des Phasenwinkels besagter exzentrischer Hülse kann darüber hinaus auch die Transportrichtung der Fadenwindungen eingestellt werden. Diese Einstellung erfolgt beim Stand der Technik in üblicher Weise über eine an der Trommelstirnseite angeordnete Drehhandhabe. Nur beispielhaft für eine derartige Vorrichtung wird die EP 0 244 511 genannt. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß bspw. an einer dort dargestellten Vorrichtung die Drehhandhabe motorgetrieben einstellbar ist. Der Antriebsmotor soll von der Steuer- und Regelungseinrichtung angetrieben werden, so daß in Abhängigkeit von der Dicke des Fadens und der ermittelten mittleren Abzugsgeschwindigkeit die Fadenfördergeschwindigkeit und damit der Abstand der auf der Trommel abgelegten Fadenwindungen eingestellt wird. Der Speichervorrat läßt sich dann erfindungsgemäß durch Variation des Abstandes der Fadenwindungen einstellen. Die Projektion des Längsabschnittes der Speichertrommel auf die Vielzahl nebeneinanderliegender Sensorfelder erfolgt bevorzugt mit einem Weitwinkelobjektiv. Die Anzahl der nebeneinanderliegenden Sensorfelder beträgt gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 1.024. Aus Webgründen muß die Länge der Schußfadenreserve auf der Trommel in Abhängigkeit von der Eintragsanforderung der Webmaschine möglichst konstant gehalten werden. Es ist zum Anpassen der Bewegungsvariablen wichtig, ständig und rechtzeitig die auf der Trommel verfügbaren Garnmengen zu kennen. Die beschriebene Vorrichtung will nicht nur die oben genannten Funktionen aufweisen, sondern auch alle erforderlichen Informationen für eine bessere Anpassung an die durch die Garnqualität bedingten Forderungen und die Meldungen für eine verbesserte Automatisierung des Webprozesses liefern. Der Sensorteil des Systems besteht aus einer CCD-Vorrichtung (charged-coupled device) in LIS-Ausführung (linear immage sensor) in deren Oberfläche von einem optischen System das wahre Bild eines Bereichs der Trommel projeziert wird. Das optische System kann in vielfältiger Ausgestaltung realisiert werden. Die Amplitude des an einem Sensorfeld anliegenden elektrischen Signal ist proportional zum Integral des einfallenden Lichtes in Bezug auf die Zeit. Die Vorrichtung muß mit variablen Zeiten in umgekehrter Proportion zu den mittleren Beleuchtungsbedingungen des Bildes an der CCD abgelesen werden und auf Null zurückgestellt werden. Aus diesem Grund werden die Signale einer "Uhr" von einem Mikroregler überwacht, der für die Veränderung der Frequenz in Abhängigkeit von der Sättigungsspannung des Signales sorgt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand beigefügter Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 die schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Ansicht,

Fig. 2 eine Draufsicht auf den Längsabschnitt, welcher abgebildet wird,

Fig. 2b einen Ausschnitt des auf das Sensorelement projezierten Bildes,

Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung gemäß Fig. 2b,

Fig. 4 das Blockschaltbild einer elektronischen Regel- und Steuervorrichtung und

Fig. 5 eine Zeitaufnahme eines Amplitudenverlaufs gemäß Fig. 3.

Von der erfindungsgemäßen Vorrichtung, welche in den zuvor genannten Schriften zum Stand der Technik im Detail beschrieben ist, ist in der Fig. 1 nur die Speichertrommel schematisch dargestellt. Mittels eines drehangetriebenen Windungsarmes werden Fadenwindungen 3 einseitig auf der Speichertrommel abgelegt. Mittels nicht dargestellten Fördermitteln werden diese Fadenwindungen in Fadenabzugsrichtung axial auf der Speichertrommel weitergefördert, so daß die einzelnen Fadenwindungen mit Abstand zueinander liegen. Der Abstand der auf der Speichertrommel abgelegten Fadenwindungen definiert die Länge des dort abgelegten Fadenvorrates. Der Faden wird über den Kopf der Trommel an der der Aufwickelseite gegenüberliegenden Seite über Kopf abgezogen.

Zumindest in einem Längsabschnitt 2, welcher sich über die gesamte Trommellängsrichtung erstreckt, ist die Trommel geglättet oder spiegelnd, so daß dort auftreffendes Licht reflektiert wird. Der Längsabschnitt 2 wird von dem auf der Speichertrommel 1 abgelegten Fadenwindungen 3 gekreuzt. Mittels eines optischen Systems, bspw. eines Weitwinkelobjektives 4, wird der Längsabschnitt 2 über zwei Spiegel 5 und 6 auf einem CCD-Sensor 7 abgebildet. Bei dem CCD-Sensor 7 handelt es sich bevorzugt um einen LIS-Sensor, welcher 1.024 hintereinanderliegende Sensorfelder 8 aufweist. Die Sensorfelder haben eine Abmessung von 14 × 14 Mikrometern.

In Fig. 3 ist ein stark vergrößerter Ausschnitt eines Sensorelementes 7 dargestellt. In etwa einem Abstand von 1 mm sind dort die Bilder 3&min; zweier Fadenwindungen 3 dargestellt, welche die Sensorfelder 81, 82 bzw. 83, 84 teilweise überdecken. Der Garndurchmesser beträgt etwa 0,1 mm.

Um die vollständige Länge der Trommel von ca. 100 mm unter Beobachtung zu halten, wird das wahre Bild durch die abbildende Optik verkleinert um etwa den Faktor 7 auf dem CCD-Sensor abgebildet. Das wahre Bild des Garnes soll mehr als ein Sensorfeld 8 überdecken, damit auch die Dicke des Garnes und die exakte Lage der Fadenwindung bestimmbar ist. Die Amplitude des Signales jedes einzelnen Sensorfeldes wird in zeitlichen Abständen zyklisch ausgelesen. Die zeitlichen Abstände liegen im Bereich von 1 bis 11 Millisekunden. Die Signale der einzelnen Sensorfelder 8 werden in 1.024 Stufen digitalisiert und in ein RAM gespeichert. In dem Speicher befindet sich dann ein digitalisiertes elektronisches Abbild des Längsabschnittes der Trommel. Signale kleiner Amplitude, welche wenig Licht empfangen, korrespondieren zu einem Speicherwert mit einem geringen Wert. Auf derartigen Feldern wird eine Fadenwindung abgebildet.

Zufolge der Erfindung ist es möglich, die Lage der einzelnen Fadenwindungen zu bestimmen. Die den Speicher auslesende Regel- und Steuerelektronik kann somit aus dem Abstand der einzelnen Fadenwindungen und deren Lage die Länge des Fadenwindungsvorrates bestimmen. Aus der Geschwindigkeit bzw. der Rate der abgezogenen Fadenwindungen kann der mittlere Verbrauch bestimmt werden. Hierzu können die abgezogenen Fadenwindungen von der Steuer- und Regelelektronik gezählt werden.

In Fig. 4 ist das Blockschaltbild einer Steuer- und Regelvorrichtung dargestellt. Das einfallende Licht 9 fällt auf einen CCD-Sensor 7. Der analoge Ausgang 19 des CCD-Sensors ist mit einem Verstärker 11 verbunden. Dessen Analogausgang ist mit einem Mikroregler 12 verbunden. Eine Zeit- und Synchronsteuerung ist mit der Bezugsziffer 10 versehen. Letztere ist mit dem CCD-Sensor verbunden. Ein digitaler Ausgang 13 des Mikroreglers 5 ist mit der Zeit- und Synchronsteuerung 10 verbunden. Da die Prüfung des Signals in Intervallen von wenigen Millisekunden wiederholt wird, ist es möglich, rechtzeitig die aus der Analyse des Signales abgeleiteten Informationen zu aktualisieren und folgerichtig die Entscheidung zu treffen, die beim Betätigen über den Datenausgang 14 zu treffen sind. Der Datenausgang 14 kann mit der Antriebssteuerung des Drehantriebes verbunden sein. Der Datenausgang 14 kann ferner mit einer Betätigungseinrichtung zur Einstellung des Windungsabstandes verbunden sein. Das Signal vom Ausgang 19 wird nach zweckmäßiger Verstärkung 11 in den Analogeingang des Mikrokontrollers 12 eingegeben, der nach Umwandlung der Signale in Digitalwerte für die Verarbeitung sorgt.

Der Mikrokontroller 12 kann ein Programm beinhalten, das für die Regelung des CCD-Sensors 7 zum Ausgleich überschüssiger oder defekter Beleuchtung des Bildes sorgt, um sicherzustellen, daß das analoge Signal 19 innerhalb der Linearitätsgrenzen bleibt. Hierzu wird der mittlere Wert des analogen Signales 19 ermittelt. Dieses Signal besteht aus 1.024 Stufen proportional zur Grautönung des Bildes oder, falls ein trichromatischer Sensor benutzt wird, zur Intensität der drei Grundfarben.

Die 1.024 Stufen des Signales der 1.024 Sensorfelder 8 werden in einem Speicher des Mikrokontrollers 12 gespeichert, untereinander geprüft und verglichen. Dies erfolgt in Zeitintervallen von 1 bis 11 Millisekunden.

Unter Bezugnahme auf die Fig. 3 ist in Bild 5 die Wellenform im Hinblick auf die Amplitude des Signales der dreizehn der dort dargestellten Sensorfelder 8 dargestellt. Das Signal A stellt einen Syncronisierungsimpuls 1 dar, von dem die Übertragungssequenz der Daten am Analogausgang des Sensors 7 ihren Anfang nimmt. Die Wellenform B stellt das analoge Ausgangssignal dar, bestehend aus 1.024 verschiedenen Stufen. Die gestrichelte Linie stellt die Dunkelstufe dar. Die Amplitude des Signales 17 variiert in Abhängigkeit von der Helligkeit des belichteten Sensorfeldes 8. Die Sensorfelder 81, 82 bzw. 83 und 84 sind geringer belichtet, da dort der nicht reflektierende oder weniger reflektierende Faden 3 abgebildet wird. Das die übrigen Sensorfelder belichtende Licht stammt von der spiegelnden Trommeloberfläche und hat demzufolge eine größere Intensität und damit eine höhere Amplitude.

Mit C ist das sogenannte "Clock-Signal" eines Schieberegisters dargestellt zur Übertragung der gemessenen Werte.

Zufolge der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Steuerung des Drehantriebes bzw. des Windungsabstandes der auf der Trommeloberfläche abgelegten Fadenwindungen kann die Anzahl der vollständigen Fadenwindungen auf der Trommel ermittelt werden. Es ist ferner möglich, die ungefähren Abmessungen des Garnes (Titer) zu bestimmen. Weiter kann der Abstand zwischen den Windungen (Gang, Steigung) bestimmt werden. Es ist ferner möglich, fehlendes Garn in einem Bereich des Längsabschnittes 2 festzustellen. Dies deutet dann auf einen Fadenbruch hin. Ferner kann die Übertragungsgeschwindigkeit der Speicherreserve eingestellt und gemessen werden. Bei dem Einsatz einer trichromatischen CCD kann die Farbe des Garnes bestimmt werden.

Mittels einer elektronischen Regel- und Steuereinrichtung kann die Geschwindigkeit der Windungsablage aufgrund stetigen Zählens der Windungen geregelt werden. Es können Fadenbrüche gemeldet werden. Es kann automatisch der Gang bzw. die Steigung der Garnwindungen geregelt werden. Aus den gezählten abgezogenen Fadenwindungen kann der Spitzenverbrauch oder der mittlere Verbrauch, die Spitzengeschwindigkeit und die mittlere Geschwindigkeit des abgezogenen Garnes bestimmt werden. Die ermittelten Werte können über Datenleitungen einer Webmaschine zugeleitet werden. Diese ermittelten Werte können weiter anderen Fadenspeichern zugeleitet werden.

Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Steuerung einer Fadenspeicher- und -Liefervorrichtung, bei welchem ein Faden windungsweise auf einer Speichertrommel abgelegt, dort gegebenenfalls schrittweise in Achsrichtung weiterverlagert und von dort im Takt des Schußfadeneintrages einer Webmaschine abgezogen wird, wobei der auf der Speichertrommel abgelegte Windungsvorrat mit einer optischen Sensoreinrichtung erfaßt wird und die Drehzahl des Drehantriebes für die Windungsablage entsprechend der erfaßten Änderung des Windungsvorrates erhöht oder erniedrigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in zeitlichen Abständen zyklisch die Anzahl und der Abstand der abgelegten Fadenwindungen ermittelt wird und aus der so bestimmten Abzugsrate die Motordrehzahl und/oder der Windungsabstand eingestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Ermittlung in Millisekundenschritten erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Ermittlung durch Auslesen von an den Sensorfeldern (8) eines CCD-Sensors (7), auf welchen ein Längsabschnitt (2) der Speichertrommel (1) projeziert wird, anliegenden Spannungen, Digitalisieren der Spannungswerte und Abspeichern der Werte in einem elektronischen Speicher erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Fadens bestimmt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe des Fadens ermittelt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenwindungsabstand zur Variation des Speichervorrates eingestellt wird.
  7. 7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermittlung der Abzugsgeschwindigkeit des Fadens die abgezogenen Fadenwindungen gezählt werden.
  8. 8. Fadenspeicher- und -Liefervorrichtung mit einer Speichertrommel, auf der der Faden windungsweise abgelegt und von der die dort gegebenenfalls schrittweise in Achsrichtung weiterverlagerten Windungen abgezogen werden, und mit einer optischen Sensoreinrichtung zum Erfassen des Windungsvorrates zur Steuerung der Drehzahl des Drehantriebes für die Windungsablage, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erfassung der Windungsanzahl, des Windungsabstandes und/oder der Fadenabzugsgeschwindigkeit ein Längsabschnitt (2) der Speichertrommel (1) auf ein Sensorelement (7) projeziert wird, welches eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden Sensorfelder aufweist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Sensorelement ein CCD-Sensor ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensorfelder (8) in Längsrichtung eine Erstreckung aufweisen, die geringer ist, als der Durchmesser des Fadens, insbesondere kleiner als 15 Mikrometer ist, und in einem Abstand nebeneinanderliegen, welcher kleiner ist, als die Erstreckung.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte Speicherlänge der Trommel auf das Sensorelement (7) projeziert wird.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Sensorelement (7) ein trichromatischer CCD-Sensor ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die analogen Ausgangssignale des Sensorelementes (7) digitalisiert werden und einer digitalen Steuer- und Regelungseinrichtung zugeführt werden.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichertrommel im Bereich des Längsabschnittes (2) geglättet oder spiegelnd ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Fadens bestimmt wird und die Fadenwindungs-Fördergeschwindigkeit bzw. der Abstand der Fadenwindungen auf der Speichertrommel eingestellt wird.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektion mit einem Weitwinkelobjektiv (4) erfolgt.
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß das Sensorelement mindestens 1.000 in einer Reihe hintereinanderliegende Sensorfelder aufweist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com