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Dokumentenidentifikation DE19511313C2 17.07.1997
Titel Schalteinrichtung für ein Zahnradgetriebe
Anmelder GKN Walterscheid Getriebe GmbH, 02681 Kirschau, DE
Erfinder Mergner, Jürgen, 02681 Wilthen, DE;
Eidam, Manfred, 02681 Wilthen, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 28.03.1995
DE-Aktenzeichen 19511313
Offenlegungstag 10.10.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.07.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.07.1997
IPC-Hauptklasse F16D 23/10
IPC-Nebenklasse F16H 61/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung für ein Zahnradgetriebe, insbesondere für den Antrieb von oder Antriebe in Landmaschinen, mit einem Gehäuse mit einer darin gelagerten Welle, auf der mittels einer Verzahnung eine Schaltmuffe drehfest und entlang der Welle begrenzt verstellbar angeordnet ist und welche eine erste Kupplungsverzahnung aufweist, und mit einer zweiten Kupplungsverzahnung, welche einem drehbar auf der Welle angeordneten Zahnrad zugeordnet ist, sowie mit einer Schaltgabel, welche zur Verstellung der Schaltmuffe dient, um deren erste Kupplungsverzahnung mit der zweiten Kupplungsverzahnung des Zahnrades in oder außer Eingriff zu bringen, und ferner mit einer im Gehäuse verstellbar gelagerten Schaltwelle, an die die Schaltgabel angeschlossen ist, sowie des weiteren mit einer Betätigungseinrichtung zur axialen Verstellung der Schaltwelle, wobei die Betätigungseinrichtung einen Kraftantrieb und einen zwischen diesem und der Schaltwelle angeordneten Federspeicher umfaßt und der Kraftantrieb zur wahlweisen Vorspannung des Federspeichers zu einer der beiden Schaltstellungen der Schaltmuffe hin dient, wobei ferner der Federspeicher eine Stellhülse und zwei Federn umfaßt, dessen eine Feder mit einem Ende zu einer Schaltrichtung gegen einen Anschlag der Schaltwelle und dessen andere Feder mit einem Ende in dazu entgegengesetzter Schaltrichtung ebenfalls gegen einen Anschlag der Schaltwelle und beide Federn mit ihren jeweils anderen Ende gegen einen zwischen den Federn angeordneten Anschlag der Stellhülse abgestützt sind.

Eine solche Schalteinrichtung ist in der DD-PS 2 48 635 beschrieben, wobei die Schaltkraft eines nicht erläuterten Schaltkrafterzeugers auf die Schaltstange übertragen wird und diese die Stellhülse über die zwischengeschalteten Federn beaufschlagt. Die Stellhülse trägt eine Schaltgabel, die zur Verstellung der Schaltmuffe dient.

Die komplexe Gestaltung von Landmaschinen fordert in zunehmenden Maße eine bessere Drehzahlanpassung für die verschiedenen Arbeitselemente an die Ernte- bzw. Arbeitsbedingungen. Weiterhin wird verstärkt die Reversiermöglichkeit der Arbeitselemente zur Beseitigung von Verstopfungen gefordert. Zahnradgetriebe mit ein oder mehreren Schaltstufen sowie Vorwärts- und Rückwärtsgängen stellen die dazu am häufigsten verwendeten Mittel dar. Zur Vereinfachung der Bedienung wird die Betätigung, d. h. Schaltung des Getriebes in zunehmendem Maße vom Traktor aus gewünscht. Es kommen dabei sowohl mechanische, hydraulische, pneumatische, elektrische oder daraus kombinierte Schaltbetätigungen zur Anwendung. Beim Aktivieren der Schaltbetätigung ist oft ein Verschieben der Zahnräder bzw. von Klauenelementen, die damit zusammenwirken, in die neue gewünschte Schaltstellung nicht möglich, da trotz des Anbringens von Radien und Fasen an den zähnen und Klauen keine Schaltlücke gefunden wird, um die Kupplungsverbindung herzustellen. Die Folge ist, daß der Schaltversuch nach erneutem Einschalten des Zapfwellenantriebs, durch welchen die Landmaschinen angetrieben werden, mehrfach wiederholt werden muß. Es treten auch häufig Beschädigungen an den Schaltkanten auf, wenn bei noch laufender Maschine oder eingeschalteter Zapfwelle der Schaltversuch erfolgt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schalteinrichtung zu schaffen, die den Schaltvorgang durch Verringerung der Schaltversuche vereinfacht und Beschädigungen an den Schaltkanten der in Eingriff zu bringenden Kupplungsteile ausschließt und nur eine geringe Betätigungskraft erfordert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Kraftantrieb einen Linearmotor, einen hydraulisch oder pneumatisch betriebenen Stellzylinder oder einen Spindeltrieb umfaßt, daß ein die Stellhülse beaufschlagender Stellhebel vorgesehen ist, der als schwenkbarer doppelarmiger Hebel gestaltet ist, an dessen einen Hebelarm der Kraftantrieb angreift und dessen anderer Hebelarm an der Stellhülse angreift.

Wird beim Schaltvorgang sofort eine Schaltlücke gefunden, so wird der Schaltvorgang vollzogen. Wird aber beim Schaltversuch keine Schaltlücke gefunden, dergestalt, daß die Kupplungsteile ineinander einrasten können, so wird der Federspeicher vorgespannt, so daß beim Einschalten der Zapfwelle, wodurch die Welle des Getriebes in Rotation versetzt wird, und sich dabei einstellender Veränderung der miteinander zu verbinden Kupplungsteile, d. h. nach dem Auffinden beispielsweise einer Zahn-Zahnlückenstellung sofort der Schaltvorgang vollzogen wird.

Die Größe der Federkraft kann dabei auf die Masse des zu bewegenden Schaltelementes, welches die Schaltwelle und die Schaltgabel mit der Schaltmuffe umfaßt, sowie die jeweiligen sonstigen Bedingungen angepaßt werden. Von Vorteil ist weiter, daß die dem Federspeicher nachgeordneten Schaltelemente nur mit der Kraft der vorgespannten Feder belastet werden und nach vollzogener Schaltung wieder entlastet sind. Dabei kann die Kupplungverzahnung so gestaltet werden, daß die Schalt- bzw. Klauenzähne hinterschnitten sind um das Erreichen der Schaltendstellung zu unterstützen.

Durch den doppelarmigen Hebel wird eine Übersetzung der vom Kraftantrieb erzeugten Stellkraft bewirkt werden.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der die Stellhülse beaufschlagende Hebelarm des Stellhebels die Stellhülse übergreift und Schlitze aufweist, in welche zwei von der Stellhülse zu entgegengesetzten Seiten radial abstehende Zapfen eingreifen.

Eine günstige Ausbildung des Kraftantriebes kann dadurch erzielt werden, daß ein Elektromotor vorgesehen wird, der über ein nachgeschaltetes Getriebe einen Spindeltrieb antreibt. Ein Elektromotor kann beispielsweise von der Bordelektrik des Traktors betrieben werden. Dadurch ergibt sich auch eine einfache Übertragungsmöglichkeit der Energie und der Anordnung von Steuerleitungen für den Elektromotor zwischen dem Traktor und dem angehängten Gerät, dem das Getriebe zugeordnet ist.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Es zeigt

Fig. 1 einen Schnitt durch das Getriebegehäuse in der Ebene der Achsen der die Schaltmuffe tragenden Welle und der Schaltwelle , wobei jedoch die einzelnen weiteren Getriebestufen und die von den auf der Antriebswelle angeordneten Zahnrädern angetriebenen weiteren Zahnräder nicht dargestellt sind, und

Fig. 2 einen Schnitt II-II gemäß Fig. 1, jedoch im vergrößerten Maßstab zu Fig. 1.

In Fig. 1 ist ein Getriebe 1 abschnittsweise dargestellt. Es ist nur der Teil dargestellt, der hinsichtlich der Schalteinrichtung von Bedeutung ist.

In dem Gehäuse 2 des Getriebes 1 ist eine Welle 3 in Lagern 4 drehbar aufgenommen. Die Welle 3 dient als Antriebswelle. Sie ist um die Drehachse 12 drehbar.

Auf der Welle 3 sind zwei Zahnräder 5, 6 angeordnet. Das Zahnrad 5 ist zu dem in der Zeichnung links befindlichen Lager 4 hin auf der Welle 3 und unter Zwischenschaltung eines Lagers 7, beispielsweise eines Nadellagers, drehbar gelagert. Das Zahnrad 6 ist zu dem aus der Zeichnungsfigur ersichtlichen rechten Lager 4 der Welle 3 hin angebracht und unter Zwischenschaltung des Lagers 8, das ebenfalls als Nadellager gestaltet ist, auf der Welle 3 drehbar gelagert. Die beiden Zahnräder 5, 6 weisen jeweils aufeinanderzugerichtete Ansätze 10, 10&min; auf, die je eine Kupplungsverzahnung 9, 9&min; besitzen, die als Innenverzahnung gestaltet sind und beispielsweise hinterschnittene Zähne aufweisen können, die von der freien Stirnfläche der Ansätze 10, 10&min; ausgehen. Im Bereich zwischen den beiden Zahnrädern 5, 6 weist die Welle 3 eine Längsverzahnung 11 auf, d. h. diese umfaßt parallel zur Drehachse 12 sich erstreckende zähne, auf denen eine Schaltmuffe 13 drehfest und entlang der Drehachse 12 zwischen drei verschiedenen Schaltpositionen verstellbar angeordnet ist. Die Schaltmuffe 13 weist eine zu der Verzahnung 11 entsprechende Verzahnung in einer Bohrung auf, mit der sie auf der Welle 3 aufsitzt. Im mittleren Abschnitt besitzt die Schaltmuffe 13 eine Ringausnehmung 14, die durch zwei Borde 15, 16 begrenzt wird. Zum Zahnrad 5 hin besitzt die Schaltmuffe 13 eine erste Kupplungsverzahnung 17, die als Außenverzahnung gestaltet ist. Zum Zahnrad 6 hin besitzt sie ebenfalls eine erste Kupplungsverzahnung 17&min;, die auch als Außenverzahnung gestaltet ist. Die ersten und zweiten Kupplungsverzahnungen 17, 17&min;; 9, 9&min; sind passend zueinander gestaltet, so daß die Schaltmuffe 13 mit ihren ersten Kupplungsverzahnungen 17, 17&min; jeweils in eine der beiden zweiten Kupplungsverzahnungen 9, 9&min; des Zahnrades 5 bzw. Zahnrades 6 zur Herstellung einer drehfesten Verbindung zwischen der Welle 3, über die Schaltmuffe 13 zu dem jeweiligen Zahnrad 5 oder 6 hin herstellen kann.

In der entkuppelten Position befindet sich die Schaltmuffe 13 in einer Mittenstellung zwischen den beiden Zahnrädern 5, 6, so daß keine ihrer beiden ersten Kupplungsverzahnungen 17, 17&min; mit einer der zweiten Kupplungsverzahnungen 9, 9&min; der Zahnräder 5, 6 in Eingriff ist. Hierzu ist zwischen dem Beginn der ersten Kupplungsverzahnungen 17, 17&min; und den zweiten Kupplungsverzahnungen 9, 9&min; jeweils ein Spiel c vorhanden.

Die Schaltmuffe 13 kann also gegenüber jeweils einem der Zahnräder 5 oder 6 zwei Schaltstellungen einnehmen, nämlich eine erste Schaltstellung, bei welcher die erste Kupplungsverzahnungen 17, 17&min; außer Eingriff zu entsprechenden Kupplungsverzahnungen 9, 9&min; des Zahnrades 5 oder 6 sind und einer weiteren jeweils auf das entsprechende Zahnrad 5 oder 6 zu verschobenen Stellung, in der die Kupplungsverzahnungen 17, 9 bzw. 17&min;, 9&min; in Eingriff sind. Die Axialverstellung der Schaltmuffe 13 entlang der Drehachse 12 der Welle 3 erfolgt mittels einer Schaltgabel 18, welche dazu mit Gabelarmen 19 in die Ringausnehmung 14 der Schaltmuffe 13 eingreift. Die beiden Gabelarme 19 sind an der Nabe 20 festgelegt, die mit ihrer Nabenbohrung 21 auf der Schaltwelle 22 aufsitzt und auf dieser mittels eines Stiftes 23, der die Nabe 20 und die Schaltwelle 22 radial passiert, fixiert ist. Die Schaltwelle 22 ist in Lagerbohrungen 24, 25 des Gehäuses 2 parallel zur Drehachse 12 verstellbar um zwei Hübe a nach rechts und links bewegbar. Die beiden Endstellungen der Nabe 20 sind in gestrichelten Linien dargestellt. Der Hub ist ausgehend von der Mittelstellung, in der keine Drehmomentübertragung von der Welle 3 auf die beiden Zahnräder 5, 6 erfolgt und bei der zwischen den Schaltgabeln 19 und den beiden Borden 15, 16 der Schaltmuffe 13 ein Spiel c vorhanden ist, das zur Entlastung der Schaltgabel 18 dient, jeweils in Pfeilrichtung um den Hub a auf eines der Zahnräder 5 oder 6 zu verschiebbar. Die Schaltwelle 22 ist aus dem Gehäuse 2 gemäß Fig. 1 nach links herausgeführt. Dem Schaltwellenabschnitt 26 ist ein Federspeicher 27 zugeordnet, der die Schaltwelle 22 entweder in einer der gezeichneten ausgekuppelten Position der Schaltmuffe 13 entsprechenden Stellung zentriert oder aber diese in Richtung eines der beiden Pfeile zur Verstellung der Schaltmuffe 13 auf eines der beiden Zahnrädern 5 oder 6 zu beaufschlagt. Um den Schaltwellenabschnitt 26 herum sind zur Bildung des Federspeichers 27 zwei Schraubendruckfedern 28, 29 angeordnet. Diese sind von der Stellhülse 32 umgeben, d. h. sie sind in deren Bohrung 34 aufgenommen. Bezüglich der axialen Erstreckung der Stellhülse 32 ist in der Mitte der Bohrung 34 ein Anschlagring 33, der als Federring gestaltet werden kann, in eine Nut der Bohrung 34 eingesetzt. Die Feder 28 legt sich mit ihrem rechten Ende gegen die nach links weisende Stirnfläche des Anschlagringes 33 an. Die zweite Feder 29 legt sich mit ihrem nach links weisenden Ende gegen die nach rechts weisende Stirnfläche des Anschlagringes 33 an. Die Feder 28 ist mit ihrem anderen Ende gegen einen Anschlag 30 abgestützt, welcher mittels eines Sicherungsringes 35, der in einer Nut 37 einsitzt, gegen axiale Verlagerung auf dem Schaltwellenabschnitt 26 gesichert ist. Die rechte Feder 29 stützt sich mit ihrem dem Anschlagring 33 abgewandten Ende gegen einen Anschlag 31 ab, der ebenfalls mittels eines Sicherungsringes 36, der in eine Nut 38 der Schaltwelle 22 eingesetzt ist, in Axialrichtung festgelegt ist. Die beiden Federn 28, 29 können vorgespannt sein. Die Stellung der Stellhülse 32 des Federspeichers 27 in axialer Richtung der Schaltwelle 22 und damit die der Schaltgabel 18 ist durch einen Stellhebel 45 vorbestimmt. Der Stellhebel 45 besteht aus zwei einzelnen Hebeln, die parallel zueinander angeordnet sind und jeweils einen ersten Hebelarm 46, 46&min; und einen zweiten dazu abgekröpften Hebelarm 47, 47&min; aufweisen. Der Stellhebel 45 ist um die Schwenkachse 43 schwenkbar mittels eines Lagerbolzens 44 in einem Lagerbock 41 gelagert. Der Lagerbock 41 ist mittels einer Schraube 42 am Gehäuse 2 festgelegt. Die beiden Hebelarme 47, 47&min; weisen von ihren Enden ausgehende Schlitze 53, 53&min; auf, mit denen sie zwei Zapfen 39, 40, die radial von der Stellhülse 32 vorstehen, führen. Die beiden ersten Hebelarme 46, 46&min; sind an ihrem freien Ende durch einen Anschlußbolzen 48 an einen Spindeltrieb 50 angeschlossen, dessen anderes Ende, beispielsweise dessen Spindel an einem Stützbock 49, der ebenfalls am Getriebe 2 mittels einer Schraube festgelegt ist, abgestützt ist. Die Abstützung des Spindeltriebs 50 zum Stellhebel 45 hin kann beispielsweise über eine an deren Mutter angeschlossene Lasche erfolgen. Die Mutter wird über ein Getriebe 51 drehend angetrieben, welches durch einen Elektromotor 52 in Drehung versetzt wird. Damit wird ein Kraftantrieb 54 gebildet, der aus dem Spindeltrieb 50, dem Getriebe 51 und dem Elektromotor 52 besteht. Bei Betrieb des Elektromotors 52 in Richtung einer seinen beiden Drehrichtungen kann eine Verstellung des Spindeltriebes 50 im Sinne der Verlängerung oder Verkürzung des Abstandes zwischen den Anschlußpunkten zum Stellhebel 45 bzw. Stützbock 49 erfolgen. Wird beispielsweise eine Betätigung im Sinne der Verlängerung des Abstandes vorgenommen, so schwenkt der Stellhebel 45 im linksschwenkenden Sinne um den die Schwenkachse 43. Damit wird die Stellhülse 32 ausgehend von der in durchgezogenen Linien dargestellten Position in ihrer nach rechts in Strichlinie dargestellten Position verschoben. Hierdurch erfolgt eine Vorspannung der Feder 29, da der Anschlagring 33 ebenfalls nach rechts verschoben wird. Damit erfolgt auch eine Verschiebung der Schaltwelle 22 und der darauf befestigten Schaltgabel 18 nach rechts und zwar solange bis das Spiel b in Richtung auf das Zahnrad 6 aufgehoben ist. Nach Anlage der Gabelarme 19 an dem Bord 16 erfolgt eine Mitnahme der Schaltmuffe 13 ebenfalls nach rechts unter Verringerung des Spieles c und Annäherung der ersten Kupplungsverzahnung 17&min; an die zweite Kupplungsverzahnung 9&min; des Zahnrades 6. Ist eine Übereinstimmung von Zahn und Zahnlücke der beiden Kupplungsverzahnungen 17, 17&min; und 9&min; gegeben, erfolgt eine Weiterbewegung der beiden Kupplungsverzahnungen 17, 17&min; und 9&min; zum Eingriff ineinander, wodurch die Welle 3 mit dem Zahnrad 6 antriebsmäßig gekuppelt wird. Ist jedoch eine Drehposition von Zahnrad 6 und Schaltmuffe 13 derart gegeben, daß deren Kupplungsverzahnungen 17, 17&min;, 9&min; nicht in einer übereinstimmenden Position sind, sondern sich gegeneinander abstützen, wird die Feder 29 soweit vorgespannt, bis die Stellhülse 32 ihre nach rechts verschobene Position eingenommen hat. Wird danach beispielsweise die Antriebswelle 3 kurzzeitig in Drehung versetzt, kann sich eine Drehposition von Zahnrad 6 und Schaltmuffe 13 derart ergeben, daß Zahnlücken und zähne der beiden Kupplungsverzahnungen 17&min;, 9&min; in eine zueinander korrespondiere Position gelangen und eine Verschiebung der Schaltmuffe 13 in die gekuppelte Position zum Zahnrad 6 unter der Kraft der Feder 29 erfolgen kann. Das Außereingriffbringen der beiden Kupplungsverzahnungen 17&min;, 9&min; erfolgt entsprechend umgekehrt, indem die Stellhülse 32 mittels des Kraftantriebes 54 wieder in die Ursprungsposition zugeführt wird. In gleicher Weise wie das Kuppeln der Kupplungsverzahnung 17&min;, 9&min; kann auch eine Kupplung der Kupplungsverzahnungen 17, 9 erfolgen, um das Zahnrad 5 in eine drehfeste Verbindung mit der Welle 3 zu überführen. In einem solchen Fall wird über den Elektromotor 52 eine Verkürzung des Spindeltrieb 50 derart veranlaßt, bei der eine Verkürzung des Abstandes zwischen den Anlenkpunkten am Stellhebel 45 und Stützbock 49 erfolgt und die Stellhülse 32, wenn keine Übereinstimmung der Kupplungsverzahnungen 9, 17 zum Einrücken gegeben ist, unter Vorspannung der Feder 28 nach links in die in gestrichelten Linien dargestellte Position überführt wird, so daß auf die Schaltwelle 22 eine Verstellkraft zur Verschiebung derselben nach links einwirkt. Diese veranlaßt ein Einrücken der Schaltmuffe 13 mit ihrer Kupplungsverzahnung 17 in die Kupplungsverzahnung 9 des Ansatzes 10 des Zahnrades 5, wenn eine entsprechende Kuppelposition erreicht wird.

Das Außereingriffbringen der Kupplungsverzahnungen 9, 17 erfolgt entsprechend umgekehrt, indem eine Vorspannung der Feder 28 zur Verschiebung der Schaltwelle 22 nach rechts in die Ausgangsposition, die in ausgezogenen Linien dargestellt ist, erfolgt.

Bezugszeichenliste

1 Getriebe

2 Gehäuse

3 Welle

4 Lager

5, 6 Zahnrad

7, 8 Lager

9, 9&min; zweite Kupplungsverzahnung

10, 10&min; Ansatz

11 Verzahnung der Welle

12 Drehachse

13 Schaltmuffe

14 Ringausnehmung

15, 16 Bord

17, 17&min; erste Kupplungsverzahnung

18 Schaltgabel

19 Gabelarm

20 Nabe

21 Nabenbohrung

22 Schaltwelle

23 Stift

24, 25 Lagerbohrung

26 Schaltwellenabschnitt

27 Federspeicher

28, 29 Feder

30, 31 Anschlag auf Schaltwelle

32 Stellhülse

33 Anschlagring der Stellhülse

34 Bohrung der Stellhülse

35, 36 Sicherungsring

37, 38 Nut

39, 40 Zapfen

41 Lagerbock

42 Schraube

43 Schwenkachse

44 Lagerbolzen

45 Stellhebel

46, 46&min; Hebelarm

47, 47&min; Hebelarm

48 Anschlußbolzen

49 Stützbock

50 Spindeltrieb

51 Getriebe

52 Motor

53, 53&min; Schlitz

54 Kraftantrieb

a Hub

b Spiel zur Entlastung der Schaltgabel

c Spiel der Schaltmuffe


Anspruch[de]
  1. 1. Schalteinrichtung für ein Zahnradgetriebe (1), insbesondere für den Antrieb von oder Antriebe in Landmaschinen, mit einem Gehäuse (2) mit einer darin gelagerten Welle (3), auf der mittels einer Verzahnung (11) eine Schaltmuffe (13) drehfest und entlang der Welle (3) begrenzt verstellbar angeordnet ist und welche eine erste Kupplungsverzahnung (17, 17&min;) aufweist, und mit einer zweiten Kupplungsverzahnung (9, 9&min;), welche einem drehbar auf der Welle (3) angeordneten Zahnrad (5, 6) zugeordnet ist, sowie mit einer Schaltgabel (18), welche zur Verstellung der Schaltmuffe (13) dient, um deren erste Kupplungsverzahnung (17, 17&min;) mit der zweiten Kupplungsverzahnung (9, 9&min;) des Zahnrades (5, 6) in oder außer Eingriff zu bringen, und ferner mit einer im Gehäuse (2) verstellbar gelagerten Schaltwelle (22), an die die Schaltgabel (18) angeschlossen ist, sowie des weiteren mit einer Betätigungseinrichtung zur axialen Verstellung der Schaltwelle (22), wobei die Betätigungseinrichtung einen Kraftantrieb (54) und einen zwischen diesem und der Schaltwelle (22) angeordneten Federspeicher (27) umfaßt und der Kraftantrieb (54) zur wahlweisen Vorspannung des Federspeichers (27) zu einer der beiden Schaltstellungen der Schaltmuffe (13) hin dient, wobei ferner der Federspeicher (27) eine Stellhülse (32) und zwei Federn (28, 29) umfaßt, dessen eine Feder (28) mit einem Ende zu einer Schaltrichtung gegen einen Anschlag (30) der Schaltwelle (22) und dessen andere Feder (29) mit einem Ende in dazu entgegengesetzter Schaltrichtung ebenfalls gegen einen Anschlag (31) der Schaltwelle (22) und beide Federn (28, 29) mit ihren jeweils anderen Ende gegen einen zwischen den Federn (28, 29) angeordneten Anschlag (33) der Stellhülse (32) abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Kraftantrieb (54) einen Linearmotor, einen hydraulisch oder pneumatisch betriebenen Stellzylinder oder einen Spindeltrieb (50) umfaßt, daß ein die Stellhülse (32) beaufschlagender Stellhebel (45) vorgesehen ist, der als schwenkbarer doppelarmiger Hebel gestaltet ist, an dessen einen Hebelarm (46, 46&min;) der Kraftantrieb (54) angreift, und dessen anderer Hebelarm (47, 47&min;) an der Stellhülse (32) angreift.
  2. 2. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Stellhülse (32) beaufschlagende Hebelarm (47, 47&min;) des Stellhebels (45) die Stellhülse (32) übergreift und Schlitze (53, 53&min;) aufweist in welche zwei von der Stellhülse (32) zu entgegengesetzten Seiten radial abstehende Zapfen (39, 40) eingreifen.
  3. 3. Schalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftantrieb (54) einen mittels eines Elektromotors (52) und eines nachgeschalteten Getriebes (51) antreibbaren Spindeltrieb (50) umfaßt.






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