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Transporteinrichtung - Dokument DE19602374A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19602374A1 31.07.1997
Titel Transporteinrichtung
Anmelder Meissner, Werner, 51709 Marienheide, DE
DE-Anmeldedatum 24.01.1996
DE-Aktenzeichen 19602374
Offenlegungstag 31.07.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.07.1997
IPC-Hauptklasse B65G 49/00
IPC-Nebenklasse B65G 15/16   F26B 15/18   
IPC additional class // B65G 49/02,B08B 3/02  
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Transporteinrichtung für eine Behandlungsanlage für zu behandelnde, z. B. zu reinigende Gegenstände mit einem Behandlungsmedium, wobei die Gegenstände auf einer Behandlungsdecke (12) transportiert werden und in wenigstens einer Zone (9, 10, 11) der Behandlungsanlage (7, 8) dem Behandlungsmedium ausgesetzt sind. Um die auf der Behandlungsdecke (12) transportierten Gegenstände (15) zu stabilisieren und festzuhalten, ist für die Behandlungsdecke (12) eine dazu im Abstand (H) gegenüberliegend angeordnete Sicherungsdecke (19) vorgesehen, die für das Behandlungsmedium durchlässig und in Laufrichtung der Behandlungsdecke (12) drehbar ist, wobei der Abstand (H) zwischen der Behandlungsdecke (12) und der Sicherungsdecke (19) einen Aufnahmeraum für die Gegenstände (15) begrenzt. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Transporteinrichtung besteht in einer Verbesserung des Behandlungsergebnisses der behandelten Gegenstände sowie in einer Verbesserung der Funktion der Transporteinrichtung, da die Gegenstände nicht von der Transporteinrichtung herunterfallen können.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Transporteinrichtung für eine Behandlungsanlage für zu behandelnde Gegenstände mit einem vorzugsweise gasförmigen oder flüssigen Behandlungsmedium, wobei die Gegenstände auf einer Behandlungsdecke transportiert werden, und in wenigstens einer Zone der Behandlungsanlage dem Behandlungsmedium ausgesetzt sind.

Eine derartige Transporteinrichtung kann beispielsweise für eine Behandlungsanlage verwendet werden, die zum Reinigen der Gegenstände ausgebildet ist. In einer entsprechenden Reinigungsanlage können industrielle Gegenstände von anhaftendem Schmutz, Fett oder Öl gereinigt werden. Insbesondere kann eine übliche Reinigungsanlage zum Waschen, Spülen und Trocknen der Gegenstände benutzt werden, wobei mit Hilfe einer Wascheinrichtung, die ein flüssiges oder gasförmiges Waschmedium enthält, die Gegenstände gereinigt werden und mit Hilfe einer Spüleinrichtung, die eine flüssiges oder gasförmiges Spülmedium enthält, die Gegenstände abgespült werden und schließlich die Gegenstände mit Hilfe einer Trocknungseinrichtung zum Trocknen der Gegenstände einem Trocknungsmedium, beispielsweise einem Luftstrom ausgesetzt werden.

Eine derartige Reinigungsanlage kann eine Waschzone, eine Spülzone und eine Trocknungszone enthalten, die alle der Reihe nach hintereinander angeordnet und von der Transporteinrichtung durchzogen sind, auf der die Gegenstände befördert werden.

Durch die DE-PS 42 20 927 ist eine Anlage zum Reinigen von industriellen Teilen bekannt, die aus drei in einer Reihe hintereinander angeordneten Kammern, nämlich einer Waschkammer, einer Spülkammer und einer Trocknungskammer besteht. Mit einer derartigen Anlage können in einer Reihe hintereinander angeordnete Behälter zur Aufnahme der Gegenstände, beispielsweise handelsübliche Waschkästen aufgenommen werden. Zum Transport der Behälter dient eine Transportbahn wie Förderband oder Rollenbahn, die zur Anlage hin, durch sie hindurch und wieder wegführt und mit denen die Behälter in die Anlage hinein und von der Anlage weg transportiert werden. Die Anlage wird in der Weise betrieben, daß ein Behälter in der Reinigungskammer und ein Behälter in der Spülkammer sowie ein Behälter in der Trocknungskammer gemeinsam in die nächste Station weitergeschoben werden.

Diese Anlage ist nur zum Transport von Sammelbehältern geeignet, in denen sich die Gegenstände befinden. Für den Transport der Gegenstände ohne diese Behälter ist die Anlage nicht geschaffen. Ein behälterloser Transport ist auch nicht möglich, weil die Transportbahn nur bei genau aufeinanderabgestimmten Behältergrößen funktioniert und weil die Transportbahn in der Anlage selbst ohne eigenen Antrieb ausgestattet ist.

Eine andere, bisher noch nicht veröffentlichte Patentanmeldung des Anmelders bezieht sich auf eine Reinigungsanlage, mit der auch große Einzelgegenstände wie Behälter, Paletten oder schwere Werkstücke ohne Sammelbehälter in der Anlage transportiert und gereinigt werden können. Für diese Reinigungsanlage ist eine kreisförmige Behandlungskammer vorgesehen, die segmentiert, d. h. in die bereits genannten Zonen aufgeteilt ist, welche eine Transportbahn mit eigenem Antrieb durchläuft. Die Behandlungskammer ist mit Wasch-, Spül- und Strahldüsen ausgerüstet, die auf die Transportbahn und/oder quer dazu ausgerichtet sind, so daß die auf der Transportbahn befindlichen Gegenstände in der betreffenden Zone der Reihe nach einem Waschmittelstrom, einem Spülmittelstrom und einem Trocknungsmedium wie Luftstrom ausgesetzt sind. Dabei handelt es sich um eine geschlossene Anlage, die in die drei genannten Zonen aufgeteilt ist, nämlich der Waschzone, der Spülzone und der Trocknungszone, wobei noch eine Lade- und Entladezone für die Gegenstände vorgesehen ist.

Wie bereits erwähnt, eignet sich diese Transporteinrichtung nur für verhältnismäßig große und schwere Gegenstände. Kleine und leichte Gegenstände auf der Förderstrecke werden durch die Wucht des aus den Wasch-, Spül- und Strahldüsen austretenden Behandlungsmediums umfallen, aneinanderstoßen oder umherwirbeln, wobei empfindliche Gegenstände beschädigt werden können oder zerbrechen bzw. von der Fördereinrichtung herunterfallen.

Vorstehend werden stets Transporteinrichtungen für Behandlungsanlagen ausführlich beschrieben, die sich zum Reinigen, Spülen und Trocknen von Gegenständen eignen. Die Erfindung soll sich aber auch auf andere Behandlungsarten als Waschen, Spülen und Trocknen beziehen. So kann eine entsprechende Transporteinrichtung auch für Behandlungsanlagen eingesetzt werden, in der die Gegenstände mit Strahlen behandelt oder mit einer Schutzschicht wie Farbauftrag versehen werden. Eine entsprechende Anlage kann auch zum Zählen, Detektieren oder zum Ausscheiden von Gegenständen verwendet werden, wobei beim Transport der Gegenstände die Beibehaltung ihrer Lage von Bedeutung ist.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Transporteinrichtung für eine Durchlaufanlage zum Behandeln von Gegenständen derart auszubilden, daß mit ihr transportierte Gegenstände stabilisiert oder festgehalten werden können, ohne daß dadurch die Behandlung der Gegenstände beeinträchtigt wird.

Die Aufgabe der Erfindung wird bei einer Transporteinrichtung gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches aufgeführten Maßnahmen gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Ein Vorteil der Erfindung besteht in einer Verbesserung des Behandlungsergebnisses der behandelten Gegenstände sowie in einer Verbesserung im Gebrauch der Transporteinrichtung.

Bei der erfindungsgemäßen Transporteinrichtung wird eine zusätzliche Sicherungsdecke benutzt, die im Abstand zur eigentlichen Behandlungsdecke aufgespannt bzw. angebracht ist und die auf der Behandlungsdecke transportierten Gegenstände zusätzlich durch ihr Gewicht beschwert oder niederhält, so daß besonders leichte Gegenstände oder Gegenstände, die in einer bestimmten Lage transportiert werden sollen stabilisiert werden und während des Behandlungsprozesses nicht von der Behandlungsdecke fallen, umfallen oder durcheinandergewirbelt werden, so daß empfindliche Gegenstände, z. B. solche aus Glas beschädigt werden oder zerbrechen. Bei solchen Gegenständen, z. B. leichte Massenteile bei denen keine Beschädigungen durch Herumwirbeln zu befürchten sind, verhindert die Sicherungsdecke das Verstreuen der Gegenstände durch die Behandlungsmaßnahme in der ganzen Anlage, so daß kein Schwund auftritt.

Die Sicherungsdecke kann auch in einem festen Abstand zur Behandlungsdecke gehalten sein. Sie begrenzt dann bis zur Behandlungsdecke hin einen Aufnahmeraum gleichbleibender Höhe. In diesem Fall braucht keine Beschwerung der Gegenstände durch die Sicherungsdecke zu erfolgen. Es wird jedoch verhindert, daß Gegenstände in der Anlage verstreut werden. In jedem Fall ist die Sicherungsdecke derart angebracht, daß sie die Gegenstände zurückhalten kann, aber für das Behandlungsmedium durchlässig ist. Beispielsweise erlaubt die Sicherungsdecke eine Behandlung der Gegenstände von der der Sicherungsdecke benachbarten Rückseite durch die Sicherungsdecke hindurch. Wenn die Behandlungsdecke selbst ebenfalls noch für das Behandlungsmedium durchlässig ausgebildet ist, kann eine Behandlung von beiden gegenüberliegenden Seiten der Decken erfolgen, wodurch eine intensivere Behandlung erfolgen kann. Die abdeckende Fläche der Sicherungsdecke entspricht in etwa der effektiven Fläche der Behandlungsdecke in der Behandlungsebene.

Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, daß die Sicherungsdecke wie die Behandlungsdecke ebenfalls rotiert, beispielsweise umläuft oder mit der Behandlungsdecke mitläuft, auch synchron mitläuft, also mit der gleichen Geschwindigkeit bewegt wird wie die Behandlungsdecke selbst. Im einfachsten Fall sind beide Decken direkt miteinander gekoppelt, beispielsweise über ein Getriebe, indem der Antrieb der Behandlungsdecke übersetzt wird auf die Sicherungsdecke. Anstelle einer Getriebeübersetzung können auch Mitnehmer an der Behandlungsdecke und/oder Sicherungsdecke vorgesehen werden, die ineinandergreifen. Auf diese Weise wird die Sicherungsdecke mitgeschleppt. Im Schleppbetrieb ist nur Gleichlauf beider Decken möglich. Es wird eine exakte Niederhaltung und Positionierung der Gegenstände auf der Behandlungsdecke erreicht.

Bei einer Kopplung der beiden Decken mit Hilfe eines Getriebes, können verschiedene Laufgeschwindigkeiten beider Decken erreicht werden. Es sind sogar entgegengesetzte Laufrichtungen möglich. Diese aufgezeigten Alternativen sind durchaus realistisch. Je nach Art der zu behandelnden Gegenstände kann es erforderlich sein, die Gegenstände ständig zu bewegen, d. h. auf der Behandlungsdecke zu Drehen und zu Wenden, so daß eine gründliche Behandlung der Gegenständen von allen Seiten erfolgen kann. Eine von der Laufgeschwindigkeit der Behandlungsdecke abweichende Laufgeschwindigkeit der Sicherungsdecke, ja sogar entgegengesetzte Laufrichtungen bewirken bei runden Gegenständen ein Rollen auf der Behandlungsdecke.

Durch voneinander unabhängige Antriebe der Behandlungsdecke und der Sicherungsdecke läßt sich die Betriebsart der Sicherungsdecke auf einfache Weise den Erfordernissen in der Behandlungsart der Gegenstände anpassen. Als Antrieb kommt ein Elektromotor in Betracht, der über ein Untersetzungsgetriebe direkt mit der Antriebswelle der Sicherungsdecke verbunden ist.

Der Rand der Behandlungsdecke oder der Sicherungsdecke kann mit hängenden oder stehenden Schürzen ausgerüstet sein, die eine seitliche Begrenzung des Behandlungsbereiches bilden.

Durch Mitnehmerleisten quer zur Längsrichtung der Sicherungsdecke und/oder der Behandlungsdecke kann auch bei einer gegenläufigen Bewegung der Behandlungsdecke und der Sicherungsdecke eine intensive Durchmischung der zu behandelnden Gegenstände erreicht werden.

Die Behandlungsdecke und Sicherungsdecke können gleich ausgebildet sein, beispielsweise aus einem Gitterstabrost oder Maschengewebe bestehen die das Behandlungsmedium ohne nennenswerten Widerstand passieren lassen.

Die Form der Sicherungsdecke richtet sich nach der Form der Behandlungsdecke. Bei einer langgestreckten Behandlungsdecke kann die Sicherungsdecke als endloses Band ausgebildet und um Umlenkeinrichtungen geführt sein. Die Sicherungsdecke kann am Einlauf für die Gegenstände an der Behandlungsdecke gegenüber der Behandlungsdecke zurückversetzt sein, damit die Behandlungsdecke ohne Behinderung durch die Sicherungsdecke mit Gegenständen beladen werden kann. Der Einlauf kann auch durch eine Anhebung der Sicherungsdecke gebildet werden. Diese Variante kommt in Betracht bei einer kreisförmigen Anordnung der Anlage mit einer im Kreis umlaufenden Behandlungsdecke und einer kreisförmigen Sicherungsdecke, die um eine vertikale Achse umläuft. Für die Beschickung der Behandlungsdecke mit Gegenständen im laufenden Betrieb wird die Anhebung der Sicherungsdecke in einem Kreissegment der Transporteinrichtung liegen. Die Anhebung kann durch Umlenkrollen stabilisiert werden.

Eine vorteilhafte Anwendung der Transporteinrichtung ist für Reinigungsanlagen vorgesehen, in denen die zu reinigenden Gegenstände nacheinander Zonen für unterschiedliche Reinigungsgänge durchlaufen, beispielsweise eine Waschzone, danach eine Spülzone und schließlich eine Trocknungszone. Mit der erfindungsgemäßen Transporteinrichtung ist eine optimale Reinigung der Gegenstände gemäß den vorstehend gemachten Erläuterungen gewährleistet, wobei sowohl eine schonende Behandlung des Waschgutes mit empfindlichen Gegenständen durch eine sichere Niederhaltung und Positionierung der Gegenstände möglich ist, als auch eine intensive Durchmischung des Waschgutes bzw. ein Drehen und Wenden des Waschgutes je nach Betriebsart der Transporteinrichtung.

Nachfolgend sind an Hand der Zeichnungen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Transporteinrichtung für eine dreistufige Reinigungsanlage,

Fig. 2 die Draufsicht auf die Behandlungsdecke gemäß Schnitt A-B in Fig. 1,

Fig. 3 einen Querschnitt durch die Reinigungsanlage im Bereich der Behandlungs- und Sicherungsdecke,

Fig. 4 eine andere Ausführung einer Reinigungsanlage mit einer kreisförmigen Transporteinrichtung,

Fig. 5 die Draufsicht auf die Behandlungsdecke nach einem Schnitt entlang der Linie C-D in Fig. 1,

Fig. 6 die Draufsicht auf die Sicherungsdecke gemäß Schnitt E-F in Fig. 4.

Die in den Figuren der Zeichnungen schematisch dargestellten Reinigungsanlagen 7, 8 enthalten eine nicht näher bezeichnete Reinigungseinrichtung, eine nicht näher bezeichnete Spüleinrichtung und eine ebenfalls nicht näher bezeichnete Trocknungseinrichtung. Die Wascheinrichtung enthält eine Waschzone 9, die Spüleinrichtung eine Spülzone 10 und die Trocknungseinrichtung enthält eine Trocknungszone 11. Es sei bemerkt, daß gleiche Teile der Anlagen mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.

Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Reinigungsanlage 7 hat eine langgestreckte Bauform. Die hier verwendete Transporteinrichtung weist eine flexible Behandlungsdecke 12 auf, die aus einem endlosen Förderband besteht und um Umlenkrollen oder -walzen 13, 13a, 13b, 13c geführt ist, so daß ein Arbeitstrum und ein Leertrum entsteht. Das Arbeitstrum dient als Auflagefläche 14 für die zu reinigenden Gegenstände 15 und bildet auf der Länge zwischen den oberen Umlenkrollen 13, 13a die Behandlungsdecke 12.

Die Behandlungsdecke 12 besitzt an beiden Rändern Ketten 16, die in Zahnrädern 17 an den Umlenkrollen oder -walzen 13 eingreifen. Die als Förderband ausgebildete Behandlungsdecke 12 wird durch den Elektromotor 18 angetrieben. Die Behandlungsdecke 12 besteht aus einem Gitterband, Gitterstabrost oder Maschengeflecht. Die Gitterweite oder Maschenweite ist so grob, daß die Reinigungs- und Spülflüssigkeit sie ohne wesentlichen Widerstand durchdringt. Die Behandlungsdecke 12 ist für das Behandlungsmedium durchlässig. Ebenso verhält es sich mit dem Trocknungsmedium, bei dem es sich hier um einem Luftstrom handelt, der gemäß Fig. 4 durch ein nicht näher bezeichnetes Gebläse erzeugt wird. Die Gitter- oder Maschenweite ist jedoch so eng, daß die Gegenstände 15 nicht hindurchfallen können.

Der Auflagefläche 14 der Behandlungsdecke 12 gegenüberliegend ist im Abstand H eine Sicherungsdecke 19 angeordnet, die aus einem endlosen Band 20 besteht und um Umlenkrollen oder -walzen 21, 22, 23, 24 geführt ist. Der Abstand zwischen den beiden Umlenkrollen oder -walzen 21, 22 bildet die effektive Länge der Sicherungsdecke. Im übrigen kann die Sicherungsdecke 19 so ausgebildet sein wie die Behandlungsdecke 12. Die Sicherungsdecke 19 besitzt an den Längsseiten Ketten 25, die in Zahnrädern 26 an den Umlenkrollen oder - walzen 21, 22, 23, 24 eingreifen.

Die Sicherungsdecke 19, hier als endloses Band ausgebildet, wird durch einen elektrischen Motor 27 angetrieben, der es ermöglicht, daß Laufgeschwindigkeit und Laufrichtung der Sicherungsdecke 19 unabhängig vom Antrieb der Behandlungsdecke 12 eingestellt werden kann. Wie die Behandlungsdecke 12, besteht die Sicherungsdecke 19 aus einem flexiblen Gitterband, Gitterstabrost oder Maschengeflecht. Die Gitter oder Maschen sind so grob, daß eine Reinigungs- und Spülflüssigkeit sie ohne großen Widerstand durchdringen können; die Sicherungsdecke 19 ist für das Behandlungsmedium durchlässig. Ebenso verhält es sich mit dem Trocknungsmedium, bei dem es sich um einen Luftstrom handeln kann. Die Gitter- bzw. Maschenweite ist jedoch so eng, daß die Gegenstände 15 durch sie nicht hindurchpassen.

Gemäß Fig. 1 der Zeichnung besitzt die Waschzone 9 sowohl an der der Rückseite 28 der Auflagefläche 14 der Behandlungsdecke 12 gegenüberliegend angeordnete Waschdüsen 29, und ferner sind noch an der der Rückseite 30 der Sicherungsdecke 19 gegenüberliegend angeordnete Waschdüsen 31 vorgesehen, so daß die Gegenstände 15 von zwei Seiten gereinigt werden können. Auch die Spülzone 10 besitzt an der der Rückseite 28 der Auflagefläche 14 der Behandlungsdecke 12 gegenüberliegend angeordnete Spüldüsen 32, und ferner sind noch an der der Rückseite 30 der Sicherungsdecke 19 gegenüberliegend angeordnete Spüldüsen 33 vorgesehen, so daß die Gegenstände 15 auch von zwei Seiten gleichzeitig gespült werden können. Schließlich besitzt die Trocknungszone 11 noch an der Rückseite 28 der Auflagefläche 14 der Behandlungsdecke 12 gegenüberliegend angeordnete Trocknungsdüsen 34, und noch weitere an der der Rückseite 30 der Sicherungsdecke 19 gegenüberliegend angeordnete Trocknungsdüsen 35, so daß die Trocknung der Gegenstände 15 ebenfalls von zwei Seiten erfolgen kann.

Auch leichte Gegenstände 15 auf der Behandlungsdecke 12 können somit von unten und von oben gewaschen, gespült und getrocknet werden, ohne daß die Gegenstände 15 dabei ihre Lage verändern oder umfallen. Das wird dadurch erreicht, daß die Gegenstände auf der unteren Behandlungsdecke 12 ruhend aufgesetzt und nach dem Einlauf in die Anlage von der darüber angeordneten und mitlaufenden Sicherungsdecke 19 abgedeckt werden. Die Sicherungsdecke 19 kann an mehreren Stellen noch beschwert werden. Dadurch wird ein Hochwirbeln der Gegenstände 15 vermieden und ein sicherer Transport durch die Wasch- Spül- und Trocknungszonen 9, 10, 11 erreicht. Sind die Laufgeschwindigkeiten der beiden Decken 12, 19 voneinander verschieden, entstehen keine toten Bereiche an den Gegenständen, verursacht durch die Materialstärke der Sicherungsdecke 19. Runde Gegenstände 15 können ins Rollen gebracht werden, indem die Sicherungsdecke 19 auf den Gegenständen 15 aufliegt und die Laufgeschwindigkeiten beider Decken 12, 19 von einander verschieden sind, ja sogar entgegengesetzte Laufrichtungen sind möglich.

In Fig. 3 der Zeichnung sind die Ränder der Behandlungsdecke 12 mit Randschürzen 36 versehen. Alternativ können diese Randschürzen 36 auch an der Sicherungsdecke 19 angebracht sein. Dadurch wird verhindert, daß die Gegenstände 15 von der Behandlungsdecke 12 seitlich herunterrutschen. Quer zur Längsrichtung sind Mitnehmerleisten 37 an der Behandlungsdecke 12 und/oder der Sicherungsdecke 19 angebracht. Mit ihnen werden abgeschlossene Räume für die Gegenstände 15 gebildet. Bei unterschiedlichen Bandgeschwindigkeiten oder gegensätzlichen Laufrichtungen der Decken 12, 19 kann damit ein Drehen und Wenden oder eine Durchmischung der Gegenstände erreicht werden.

Es sei noch daraufhingewiesen, daß entgegen der Darstellung in Fig. 1 die Sicherungsdecke 19 am Einlauf 38 der Behandlungsdecke 12 gegenüber der Behandlungsdecke 12 zurückversetzt sein kann. Dadurch wird ein freier Bereich auf der Behandlungsdecke 12 gebildet, der zum bequemen Aufsetzen der Gegenstände 15 dient. In Fig. 1 ist dies gestrichelt dargestellt.

Die Reinigungsanlage 8 unterscheidet sich von der Reinigungsanlage 7 zunächst dadurch, daß eine kreisförmige Anordnung der Waschzone 9, der Spülzone 10 und Trocknungszone 11 vorgesehen ist, die von einer Transporteinrichtung durchzogen ist. Zwischen der Waschzone 9 und der Trocknungszone 11 ist eine Freizone 39 vorhanden, die dazu dient, die Gegenstände 15 auf die Behandlungsdecke 12 aufzulegen. In diesen vier Zonen 9, 10, 11, 39 dreht sich eine kreisförmige Behandlungsdecke 12 um eine vertikale Achse 40. Ein in der Freizone 39 auf die Behandlungsdecke 12 aufgelegter Gegenstand 15 kommt nach einem Umlauf der Behandlungsdecke 12 wieder in die Freizone 39 und kann entnommen werden. Die kreisförmige Behandlungsdecke 12 ist mit ihrer Achse 40 in ein Fußlager 41 abgestützt. Die Achse 40 ist mit der Behandlungsdecke 12 starr verbunden. Mit einem Getriebemotor 42 wird die kreisförmige Behandlungsdecke 12 in Rotation versetzt. Wie bei der bandförmigen Behandlungsdecke 12 der Anlage 7 kann auch die kreisförmige Behandlungsdecke 12 aus einem Gitterstabrost oder Maschengeflecht bestehen, so daß sie für das Behandlungsmedium durchlässig ist. Wie aus Fig. 5 hervorgeht, ist die Behandlungsdecke 12 kreisringförmig ausgebildet. Auch bei dieser Behandlungsdecke 12 können Randschürzen 36 und Mitnehmerleisten 37 vorgesehen werden, mit denen die gleichen Effekte erzielt werden wie bei Anlage 7. Es sei erwähnt, daß die bereits bei Anlage 7 beschriebenen Wirkungen und Funktionsweisen auch für Anlage 8 entsprechend gelten und demzufolge an dieser Stelle nicht wiederholt zu werden brauchen.

Die Sicherungsdecke 19 in Anlage 8 bestehend aus einem Gitterstabrost oder Maschengeflecht entspricht wie Fig. 6 zeigt, in ihrer Größe und Form weitgehend der kreisförmigen Behandlungsdecke 12 und ist ebenfalls durchlässig für das Behandlungsmedium, beispielsweise eine Reinigungsflüssigkeit ausgebildet. Die kreisförmige Sicherungsdecke 19 der Anlage 8 ist um die vertikale Achse 40 drehbar ausgebildet und kann mit ihr starr verbunden sein, so daß der Getriebemotor 42 über die Achse 40 beide Decken 12, 19 antreibt. Um auch bei dieser Anlage unterschiedliche Laufgeschwindigkeiten oder Laufrichtungen der Decken 12, 19 zu erreichen, wird alternativ die Sicherungsdecke 19 durch einen separaten Motorantrieb 43 in Rotation versetzt.

Eine Besonderheit bei der Ausführung der Transporteinrichtung nach den Fig. 4 bis 6 besteht darin, daß für den Einlauf 44 im Bereich der Freizone 39 eine Anhebung R der kreisförmigen Sicherungsdecke 19 gegenüber dem Normal abstand H in den übrigen Zonen 9, 10, 11 vorgesehen ist, so daß für das Einbringen der Gegenstände 15 Platz vorhanden ist. Die Anhebung R der Sicherungsdecke 19 erfolgt über Rollen, Räder oder Walzen 45, die gleichzeitig für den Antrieb der Sicherungsdecke 19 durch den Motor 43 benutzt werden.

Es sei noch bemerkt, daß in den Fig. 4 und 5 lediglich Wasch-, Spül- und Trocknungsdüsen 31, 33, 35 oberhalb der Sicherungsdecke 19 vorhanden sind. Selbstverständlich können entsprechend Fig. 1 auch unter der Behandlungsdecke 12 noch Wasch-, Spül- und Trocknungsdüsen vorgesehen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Transporteinrichtung für eine Behandlungsanlage für zu behandelnde Gegenstände, mit einem vorzugsweise gasförmigen oder flüssigen Behandlungsmedium, wobei die Gegenstände auf einer Behandlungsdecke transportiert werden und in wenigstens einer Zone der Behandlungsanlage dem Behandlungsmedium ausgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß für die Behandlungsdecke (12) eine dazu im Abstand gegenüberliegend angeordnete Sicherungsdecke (19) vorgesehen ist, die für das Behandlungsmedium durchlässig ausgebildet und in Laufrichtung der Behandlungsdecke (12) bewegbar ausgebildet ist, und der Abstand (H) zwischen Behandlungsdecke (12) und Sicherungsdecke (19) den Aufnahmeraum für die Gegenstände (15) begrenzt.
  2. 2. Transporteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsdecke (12) für das Behandlungsmedium durchlässig ausgebildet ist.
  3. 3. Transporteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Sicherungsdecke (19) im wesentlichen der Breite der Behandlungsdecke (12) entspricht.
  4. 4. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsdecke (19) mit der Behandlungsdecke (12) gekoppelt ist.
  5. 5. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotation der Sicherungsdecke (19) unabhängig von der Rotation der Behandlungsdecke (12) steuerbar bzw. einstellbar ist.
  6. 6. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsdecke (19) durch einen Motor (27) angetrieben ist.
  7. 7. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsdecke (19) oder die Behandlungsdecke (12) mit Randschürzen (36) versehen ist.
  8. 8. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsdecke (19) quer zur Längsrichtung angeordnete Mitnehmerleisten (37) aufweist.
  9. 9. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsdecke (19) als Gitterstabrost oder Maschengeflecht ausgebildet ist.
  10. 10. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsdecke (19) als endloses Band ausgebildet und um Umlenkeinrichtungen geführt ist.
  11. 11. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsdecke (19) am Einlauf (38) der Behandlungsdecke (12) gegenüber der Behandlungsdecke (12) zurückversetzt ist.
  12. 12. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherungsdecke (19) kreisförmig und um eine vertikale Achse (40) drehbar ausgebildet ist.
  13. 13. Transporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlauf (39) für die Gegenstände (15) durch eine Anhebung (44) der Sicherungsdecke (19) gebildet ist.
  14. 14. Transporteinrichtung zur Verwendung in einer Reinigungsanlage (7, 8) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.






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