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Dokumentenidentifikation DE68927872T2 04.09.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0368638
Titel Verfahren zur Herstellung einer hochfesten Schraubenfeder
Anmelder Sumitomo Electric Industries, Ltd., Osaka, JP
Erfinder Yamamoto, Susumu c/o Itami Works of Sumitomo, Itami-shi Hyogo, JP;
Shibata, Takeshi c/o Itami Works of Sumitomo, Itami-shi Hyogo, JP
Vertreter H. Wilcken und Kollegen, 23552 Lübeck
DE-Aktenzeichen 68927872
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 08.11.1989
EP-Aktenzeichen 893115584
EP-Offenlegungsdatum 16.05.1990
EP date of grant 19.03.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.09.1997
IPC-Hauptklasse C21D 9/02
IPC-Nebenklasse C22C 38/24   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine hochfeste Schraubenfeder und ein Verfahren zur Herstellung derselben. Die Schraubenfeder gemäß der vorliegenden Erfindung kann wirksam als eine hochfeste Feder für einen Motor oder als andere hochfeste Feder verwendet werden, die hochdauerfest sein muß.

Im allgemeinen ist eine höhere Zugfestigkeit für Federmaterialien erwünscht, aber es ist bekannt, daß für den Fall, daß die Zugfestigkeit eine bestimmte Grenze überschreitet, die Zähigkeit und die Dauerfestigkeit entgegengesetzt verringert werden.

Außerdem sind Schraubenfedern nach der Bildung und anschließendem Unterziehen einer Abschreckbehandlung mit anschließendem Unterziehen einer Kugelstrahlbehandlung verwendet worden, um eine Druckrestspannung auf einer Oberfläche davon hinzuzufügen. Aber eine wirksame Kugelstrahlbehandlung schafft eine Oberflächenrauhheit Rmax von 6 bis 20 µm oder weniger, aber auch Vertiefungen aufgrund der Kugelstrahlbehandlung haben die Oberflächenschäden abgedeckt, die in vielen Fällen zu Schadstellen und Ermüdungskerne werden können. Es versteht sich von selbst, daß Rmax durch verschiedene nachfolgende Polierbehandlungen verringert werden kann, da aber eine Oberflächenschicht entfernt wird, gehen Teile der Außenschicht, an die eine Druckrestspannung mit großen Schwierigkeiten angebracht wurde, verloren, wobei die Dauerfestigkeit verringert wird.

Verschiedene Federstahlsorten, deren Behandlung und deren Eigenschaften sind in Stahlschlüssel 1983 13. Ausgabe, Seiten 42- 45, und in GB-A-2112810 offenbart.

Es wird erwartet, daß für den Fall, daß "reine" Stahlsorten, d. h. solche, bei denen die Konzentration von nichtmetallischen Einschlüssen verringert worden ist (wie Chrom-Vanadiumstahl und Chrom-Siliziumstahl, offenbart zum Beispiel in GB-A-2210299), verwendet werden, die Bedingungen für das Ziehen der höchsten Dauerfestigkeit als eine Feder sich von den herkömmlichen unterscheiden. Das bedeutet, die Zugfestigkeit des vorliegenden Chrom-Vanadiumstahls und Chrom-Siliziumstahls ist so eingestellt, daß die beste Dauerwechselfestigkeit erreicht werden kann, mit einem Pegel an Einschließungen und Oberflächenschäden in den herkömmlichen Materialien als Basis, aber es kann erwartet werden, daß für den Fall, daß nur die Probleme der Oberflächenschäden für die reinen Stahlsorten gelöst werden, die Dauerfestigkeit durch weiteres Erhöhen der Zugfestigkeit verbessert werden kann.

In Anbetracht obiger Beschreibung haben die betreffenden Erfinder eine hochfeste Schraubenfeder mit hoher Dauerfestigkeit unter Verwendung eines reinen Stahldrahtes wie Chrom-Vanadiumstahldraht und Chrom-Siliziumstahldraht hergestellt, indem sie ihn in die Form einer Feder gebracht haben, ihn bei niedrigeren Temperaturen abgeschreckt und angelassen und einer Kugelstrahlbehandlung unterzogen haben, gefolgt von einer elektrolytischen Polierbehandlung, die die Dauerfestigkeit nicht negativ beeinflußt, um Oberflächenschäden zu entfernen.

Das bedeutet, die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Herstellung einer hochfesten Schraubenfeder aus einem Stahldraht, umfassend 0,4 bis 1,0 Gewichtsprozent von C, 0,1 bis 2,0 Gewichtsprozent von Si, 0,4 bis 1,2 Gewichtsprozent von Mn, 0,3 bis 1,5 Gewichtsprozent von Cr, 0,001 bis 0,3 Gewichtsprozent von V und der Rest aus Fe und unvermeidlichen Unreinheiten, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Reinheit auf 0,01% oder weniger reguliert wird und der Stahl einem Wickeln unterzogen wird, um ihn in eine festgelegte Federform zu bringen, gefolgt von einer Abschreck- und Anlaßbehandlung, um die Zugfestigkeit zu regulieren, und danach einer Kugelstrahlbehandlung unterworfen wird, gefolgt von einer Polierbehandlung, um eine Oberflächenrauhheit Rmax von 5 µm oder weniger bereitzustellen.

Das Wickeln des Stahldrahtes kann durch Kaltformen oder Warmformen erfolgen. In einem bevorzugten Verfahren wird der Stahldraht bei einer Temperatur von 820ºC oder mehr gewickelt und dann der Abschreckbehandlung unterzogen. In einer anderen wird der Draht auf 820ºC oder mehr erwärmt, dann bei 400 bis 600ºC in einen Wickel gebildet und so der Abschreckbehandlung unterzogen.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind nun unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, wobei:

Fig. 1(A) bis (D) Schaubilder sind, die die Beziehung zwischen der Anlaßtemperatur und den mechanischen Eigenschaften eines Chrom-Siliziumstahldrahtes, der in Öl abgeschreckt wurde, zeigen, wobei

Fig. 1(A) die Beziehung zwischen der Anlaßtemperatur und der Härte zeigt;

Fig. 1(B) die Beziehung zwischen der Anlaßtemperatur und der Zugfestigkeit zeigt;

Fig. 1(C) die Beziehung zwischen der Anlaßtemperatur und der Querschnittabnahme zeigt; und

Fig. 1(D) die Beziehung zwischen der Anlaßtemperatur und der Dauerfestigkeit zeigt;

Fig. 2 ist ein Schaubild, das eine Verteilung von Restspannung in der Richtung der Tiefe eines Stahldrahtes nach einer Abschreckbehandlung und einer Anlaßbehandlung hinsichtlich der Beziehung zwischen dem Abstand von einer Oberfläche und längsseitiger Restspannung zeigt.

Fig. 3(A) und (B) sind Schaubilder, die eine Verteilung einer Restspannung auf der Innenseite einer Schraubenfeder in einem Verfahren (F-1) der vorliegenden Erfindung und dem herkömmlichen Verfahren (F-7) zeigen.

Die Gründe für die Regulierung der Reinheit auf 0,01% oder weniger bestehen darin, daß die Wahrscheinlichkeit eines Ermüdungsbruches aufgrund nichtmetallischer Einschließungen, die in dem Stahldraht enthalten sind, der die oben beschriebene chemische Zusammensetzung aufweist, somit geringer wird. Dies kann durch Ausarbeiten eines Sauerstoffentziehungsverfahrens wie durch Optimierung der Bedingungen für Vakuumentgasung und Garschlacke erreicht werden.

Ein weiterer Grund, aus dem die Abschreck- und Anlaßbehandlung nach dem Wickeln erfolgen, besteht darin, daß für den Fall, daß die Abschreck- und Anlaßbehandlung vor dem Wickeln durchgeführt wird, das daraus resultierende hochfeste Material wahrscheinlich nicht ausreichend fest ist und außerdem seine Anfälligkeit für Oberflächenschäden groß ist, so daß die Wahrscheinlichkeit eines Bruches während des Wickelns steigt.

Weiter besteht der Grund dafür, daß die Zugfestigkeit des in Öl abgeschreckten Chrom-Vanadiumstahldrahtes, der durch die vorliegende Erfindung beispielsweise zur Verwendung in einer Ventilfeder hergestellt wird, um 10% im Vergleich zu dem Wert erhöht wird, der in Tabelle 5 von JIS G-3565 bereitgestellt wird, und die Zugfestigkeit des Chrom-Siliziumstahls um 10% im Vergleich mit dem Wert erhöht wird, der in Tabelle 6 von JIS G-3566 bereitgestellt wird, darin, daß für den Fall, daß die Oberflächenschäden und Einschließungen entfernt werden, die Matrix selbst über ausreichende Zähigkeit verfügt und auch die Dauerfestigkeit verstärkt werden kann, obwohl die Festigkeit über den herkömmlichen Wert verstärkt wird.

Fig. 1(A) bis (D) sind Schaubilder, die die Auswirkung der Senkung der Anlaßtemperatur für einen Chrom-Siliziumstahldraht zeigen, der in Öl abgeschreckt wurde und einen Durchmesser von 4,0 mm aufweist, verglichen mit dem für das herkömmliche Material (angelassen bei 400ºC zur Erreichung der Zugfestigkeit gemäß JIS G-3566) bei mechanischen Eigenschaften wie Härte, Zugfestigkeit, Querschnittabnahme und Dauerfestigkeit.

Es ist normal, daß bei Senkung der Anlaßtemperatur, wie in Fig. 1(A) gezeigt, die Härte erhöht wird.

Die Zugfestigkeit und Dauerfestigkeit (durch den Umlaufbiegeversuch) werden entgegengesetzt verringert, wie durch (b) in Fig. 1(B) und (D) gezeigt. Wenn aber die Oberfläche einer elektrolytischen Polierung unterzogen wird, werden sie entgegengesetzt bis zu einer bestimmten Temperatur (250ºC bezüglich der Zugfestigkeit und 350ºC bezüglich der Dauerfestigkeit) erhöht, wobei es zu einer Verringerung der Anlaßtemperatur kommt, wie durch (a) in Fig. 1(B) und (D) gezeigt. Das bedeutet, es wurde festgestellt, daß gemäß dem herkömmlichen Verfahren die Festigkeit der Matrix selbst aufgrund der Oberflächenschäden nicht ausreichend vorliegt.

Es kann aus der oben angeführten Beschreibung entnommen werden, daß obwohl die Zugfestigkeit nach der Abschreck- und der Anlaßbehandlung über jene der herkömmlichen Materialien erhöht wird, bessere Leistungen durch Verringerung der Oberflächenschäden erzielt werden können.

Fig. 1(C) ist ein Schaubild, das einen Vergleich des wärmebehandelten Stahldrahtes (b) mit dem nach der Wärmebehandlung elektrolytisch polierten Stahldraht (a) bezüglich der Querschnittabnahme zeigt.

Der Grund dafür, warum die Polierbehandlung nach der Kugelstrahlbehandlung durchgeführt wird, liegt darin, daß ein Bereich mit der größten Druckrestspannung in einer Tiefe von 100 bis 150 µm von der Oberfläche besteht, wie durch Fig. 2 dargestellt, die ein Schaubild ist, das die Verteilung der Restspannung in der Richtung der Tiefe eines Stahlelementardrahtes nach der Abschreckbehandlung und der Anlaßbehandlung zeigt. Demzufolge kann davon ausgegangen werden, daß für den Fall, daß die Dicke eines Teils, der durch die Polierbehandlung nach der Kugelstrahlbehandlung entfernt werden soll, 100 µm oder weniger beträgt, die Druckrestspannung der obersten Oberfläche ziemlich erhöht wird, so daß es zu keinen negativen Auswirkungen auf die Ermüdungseigenschaften kommt.

Der Stahldraht, der in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, umfaßt C, Si, Mn, Cr, V, Fe und unvermeidliche Unreinheiten, wobei aber aus folgenden Gründen der Gehalt von C innerhalb eines Bereiches von 0,4 bis 1,0 Gewichtsprozent begrenzt wird, Si 0,1 bis 2,0 Gewichtsprozent, Mn 0,4 bis 1,2 Gewichtsprozent, Cr 0,3 bis 1,5 Gewichtsprozent und V 0,001 bis 0,3 Gewichtsprozent.

Das bedeutet, daß für den Fall, daß der Gehalt an C geringer als 0,4 Gewichtsprozent ist, eine ausreichende Festigkeit nicht erreicht wird, und falls der Gehalt an C 1,0 Gewichtsprozent überschreitet, es zu Schrumpfriß während der Abschreckbehandlung kommen kann.

Wenn der Gehalt an Si geringer als 0,1 Gewichtsprozent ist, wird die Wärmebeständigkeit verschlechtert, und wenn der Gehalt an Si 2,0 Gewichtsprozent überschreitet, kann es zu Rissen auf der Oberfläche während des Warmwalzens kommen.

Wenn der Gehalt an Mn geringer als 0,4 Gewichtsprozent ist, wird die Abschreckbarkeit verringert, um zu einer unzureichenden Festigkeit zu führen, und wenn der Gehalt an Mn 1,2 Gewichtsprozent überschreitet, wird die Bearbeitbarkeit verschlechtert.

Der Gehalt an Cr innerhalb des Bereichs von 0,3 bis 1,5 Gewichtsprozent ist für die Erreichung der besseren Härtbarkeit und Wärmebeständigkeit wirksam.

Der Gehalt an V innerhalb des Bereichs von 0,001 bis 0,3 Gewichtsprozent ist bevorzugt, angesichts der Erhaltung einer besseren Mikronisierung der kristallinen Partikel und Härtbarkeit.

Die vorliegende Erfindung ist unten im Detail unter Bezugnahme auf die bevorzugten Ausführungsformen beschrieben.

BEISPIEL 1

Ein Stahldraht mit einem Durchmesser von 4,0 mm und einer chemischen Zusammensetzung und Reinheit, wie in Tabelle 1 gezeigt, wurde hergestellt und Federn mit in Tabelle 3 gezeigten Abmessungen wurden von diesem Stahldraht durch die Herstellungsverfahren erzeugt, die in Tabelle 2 gezeigt sind. Die mechanischen Eigenschaften nach der Abschreckbehandlung und der Anlaßbehandlung und die Anzahl der Zyklen zum Brechen, wenn ein Ermüdungsversuch bei einer durchschnittlichen Klemmspannung von τm 588,4 MPa (60 kg/mm²) und einer Amplitudenspannung von τa 441,3 MPa (45 kg/mm²) durchgeführt wurden, sind in Tabelle 4 dargestellt.

Außerdem sind die mechanischen Eigenschaften eines Musters, das durch Wickeln gefolgt von dem Unterziehen der Abschreck- und der Anlaßbehandlung im Herstellungsverfahren erhalten wurden, das in Tabelle 2 gezeigt ist, schwierig zu messen, so daß die mechanischen Eigenschaften dieses Musters durch charakteristische Werte für ein Muster ersetzt wurden, das dadurch erhalten wurde, daß ein elementarer Draht, der nicht dem Wickeln unterworfen worden war, denselben nachfolgenden Behandlungen unterzogen wurde. Außerdem ergibt das Ergebnis des Ermüdungstests einen Durchschnittswert für n = 4 bis 11.

Tabelle 1 Chemische Zusammensetzung und Reinheit der zu testenden Stahldrähte

* Bezugsbeispiele

Tabelle 2 Herstellungsverfahren der Feder

Ref: steht für Bezugsbeispiel

Tabelle 3 Abmessungen der Schraubenfeder
Tabelle 4 Mechanische Eigenschaften und Ermüdungseigenschaften der Feder

Anmerkung: ** 1 steht für eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, **2 steht für eine weniger bevorzugte Ausführungsform und **3 steht für ein Bezugsbeispiel.

* In den Fällen, in denen der Bruch nicht bei der Anzahl von wiederholten Malen von 10&sup8; erfolgt, wurde ein Durchschnittswert auf der Basis von 10&sup8; berechnet.

BEISPIEL 2

Ein Stahldraht mit einem Durchmesser von 4,0 mm und einer chemischen Zusammensetzung und Reinheit, wie in Tabelle 5 gezeigt, wurde hergestellt und Federn mit denselben Abmessungen wie jene, die in Tabelle 3 von BEISPIEL 1 dargestellt sind, wurden durch die Herstellungsverfahren, die in Tabelle 6 gezeigt werden, aus diesem Stahldraht hergestellt. Die mechanischen Eigenschaften nach der Abschreck- und der Anlaßbehandlung und die Anzahl an Zyklen zum Bruch, wenn ein Ermüdungstest bei einer durchschnittlichen Klemmspannung τm von 588,4 MPa (60 kg/mm²) und einer Amplitudenspannung τa von 490,3 MPa (50 kg/mm²) durchgeführt wurde, sind in Tabelle 7 dargestellt.

Außerdem sind die mechanischen Eigenschaften eines Musters, das durch Wickeln erhalten wurde, gefolgt von Unterziehen der Abschreck- und der Anlaßbehandlung in dem Herstellungsverfahren, das in Tabelle 6 gezeigt wird, schwierig zu messen, so daß die mechanischen Eigenschaften dieses Musters durch charakteristische Werte für ein Muster ersetzt wurden, das dadurch erhalten wurde, daß ein elementarer Draht, der nicht dem Wickeln unterzogen worden war, denselben nachfolgenden Behandlungen unterzogen wurde. Außerdem ist das Ergebnis des Ermüdungstests ein Durchschnittswert für n = 4 bis 11.

Tabelle 5 Chemische Zusammensetzungen und Reinheit von zu testenden Stahldrähten

* Bezugsbeispiele

Tabelle 6 Herstellungsverfahren der Feder
Tabelle 7 Mechanische Eigenschaften und Ermüdungseigenschaften der Feder
Anmerkung: **1 steht für eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, **2 steht für eine weniger bevorzugte Ausführungsform und **3 steht für ein Bezugsbeispiel. #1 zeigt an, daß die Fluktuation groß ist. #2 zeigt an, daß einige Teile während der Wickelbildung davon gebrochen sind und die Fluktuation bei der Form groß ist. #3 zeigt an, daß 2 Stücke von 5 Stücken nicht gebrochen sind, und 10&sup8; wurde für die Berechnung eines Durchschnittswertes der Stücke angenommen, die nicht gebrochen waren.

Aus der oben beschriebenen Tabelle 4 von BEISPIEL 1 und der Tabelle 7 von BEISPIEL 2 geht hervor, daß Federn, die durch A-1, A-2, B-1, B-2, B-3, C-1, C-2, F-1, F-2, G-1, G-2, G-3, H-1, H- 2 und H-3 erhalten wurden, die die bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind, eine bedeutend bessere Ermüdungsnutzlebensdauer aufweisen.

Federn von D, E, I und J-Arten geringerer Reinheit, das heißt D-1, D-2, D-3, D-4, D-5, E-1, I-1, I-2, I-3, I-4, I-5 und J-1, weisen eine geringere Dauerfestigkeit auf. Außerdem weisen selbst in dem Fall, in dem Stahldrähte verwendet werden, die die chemischen Zusammensetzungen von A- und F-Arten enthalten, Federn, die durch die Herstellungsverfahren, in denen das elektrolytische Polieren überhaupt nicht oder unzureichend ausgeführt wird, das heißt Federn, die durch die Verfahren von A-3, A-7, F-3 und F-7 erhalten wurden, eine geringere Dauerfestigkeit auf.

Zudem weisen auch Federn, die durch A-8 und F-8, die die herkömmlichen Herstellungsverfahren von A-7 und F-7 plus dem elektrolytischen Polierverfahren sind, eine geringere Dauerfestigkeit auf als jene, die gemäß der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung erhalten werden.

Weiter weisen Federn, die durch A-4, A-5, A-6, F-4, F-5 und F-6 erhalten wurden, deren Bedingungen ähnlich sind wie jene in den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, wobei aber die Anlaßbedingungen nicht geeignet sind, keine ausreichende Dauerfestigkeit auf, wenn sie zu hart oder zu weich sind.

Federn, die durch A-9 und F-9, deren Behandlungsbedingungen in jedem Verfahren dieselben sind wie jene in den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, wobei aber die Sequenzen der Verfahren unterschiedlich sind, zeigen insofern Probleme, als daß sie bezüglich der Dauerfestigkeit geringwertiger sind und schwer in Federn zu bilden sind.

Federn, die durch B-2 und G-2 erhalten werden, in denen Warmwickeln durchgeführt wird, und Federn, die durch B-3 und G-3 erhalten werden, in denen das Warmwickeln ausgeführt wird und anschließend das Abschrecken bei dieser Temperatur, weisen alle eine bessere Dauerfestigkeit auf, falls dasselbe Niedrigtemperaturanlaßverfahren und die anschließenden Verfahren wie jene in den bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung angewandt werden.

Es hat sich aus dem oben beschriebenen BEISPIEL 1 und dem BEISPIEL 2 ergeben, daß eine lange Nutzlebensdauer von beinahe 10&sup8; wie durch den Ermüdungstest getestet bei τ = 588,4 ± 441,3 MPa (60 ± 45 kg/mm²) (der Ermüdungstest bei τ = 588,4 ± 490,3 MPa, 60 ± 50 kg/mm², für Chromsiliziumstahldraht) erhalten wird, wenn ein Chrom-Vanadiumstahldraht oder ein Chromsiliziumstahldraht dem Kalt- oder Warmwickeln und dann einer Abschreckungs- und Anlaßbehandlung unterzogen wird, um seine Zugfestigkeit so zu regulieren, daß sie um etwa 10% größer ist als jene eines öl-angelassenen Chrom- Vanadiumstahldrahtes, zur Verwendung in einer Ventilfeder gemäß JIS G-3565, oder daß sie um etwa 10% größer als die Zugkraft eines öl-angelassenen Chrom-Siliziumstahldrahtes zur Verwendung in einer Ventilfeder gemäß JIS G-3566 ist, und wobei auf die anschließende Kugelstrahlbehandlung die Polierbehandlung folgt, um der Oberfläche eine Rauhheit von Rmax von 5µm oder weniger zu verleihen.

Zusätzlich sind in Fig. 3 Schaubilder gezeigt, die die Verteilung der Restspannung innerhalb des Wikkels nach jedem Verfahren von F-1, das die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, und F-7 zeigen, das das herkömmliche Beispiel ist. In Fig. 3 zeigt eine durchgehende Linie eine Längsrichtung und eine gestrichelte Linie eine tangentiale Richtung.

Aus der Fig. 3 geht hervor, daß in F-1 die Restspannung vor der Kugelstrahlbehandlung bei etwa ± 0 liegt, aber in F-7 eine restliche Zugspannung in der Längsrichtung bleibt.

Demzufolge erscheint es so, daß eine Druckrestspannung in der Längsrichtung nach der Kugelstrahlbehandlung in F-7 so weit verringert wird, und die Dauerfestigkeit sich verschlechtert.

Andererseits stellt sich heraus, daß sowohl in F-1 als auch F-7 die Druckrestspannung in einem Bereich bis zu einer Tiefe von 20µm von der Oberfläche nach der Kugelstrahlbehandlung kleiner ist als jene in einem Bereich tiefer als 20µm.

Demzufolge stellt sich heraus, daß das Entfernen der Oberflächen mit einer Oberflächenrauhheit von 20µm oder weniger durch die Polierbehandlung keine negativen Auswirkungen auf die Dauerfestigkeit im gesamten hat.

In F-1 und H-1 in BEISPIEL 2 betrug die Dicke der Oberflächenschicht, die durch die Polierbehandlung entfernt wurde, 15 µm und die in H-2 12µm.

Wie oben beschrieben, weist die Feder, die durch die vorliegende Erfindung erhalten wird, eine wesentlich bessere Dauerfestigkeit auf, so daß sie für Zwecke wie die Verwendung als Ventilfeder in Automotoren, die Zuverlässigkeit erfordern, sehr nützlich ist.


Anspruch[de]

1. Ein Verfahren zur Herstellung einer hochfesten Schraubenfeder aus einem Stahldraht, bestehend aus 0,4 bis 1,0 Gew.-% von C, 0,1 bis 2,0 Gew.-% von Si, 0,4 bis 1,2 Gew.-% von Mn, 0,3 bis 1,5 Gew.-% von Cr, 0,001 bis 0,3 Gew.-% von V und der Rest aus Fe und unvermeidlichen Einschlüssen, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinheit des Stahls bis 0,01 % oder weniger reguliert ist und der Stahl einem Wickeln unterzogen wird, um ihn in eine festgelegte Federform zu formen, gefolgt von einer Abschreck- und Anlaßbehandlung, um die Zugfestigkeit zu regulieren, und danach einer Kugelstrahlbehandlung unterworfen wird, gefolgt von einer Polierbehandlung, um eine Oberflächenrauhigkeit Rmax von 5 µm oder weniger bereitzustellen.

2. Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wickeln des Stahldrahts durch Kaltformen erfolgt.

3. Ein Verfahren anch Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wickeln des Stahldrahts durch Warmformen erfolgt.

4. Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahldraht bei einer Temperatur von 820ºC oder mehr gewickelt wird und anschließend der Abschreckbehandlung unterzogen wird.

5. Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahldraht bis 820ºC oder mehr erwärmt und dann der Wickelformung bei Temperaturen von 400º bis 600ºC unterzogen wird, woran sich die Abschreckbehandlung anschließt.







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