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Dokumentenidentifikation DE19611663A1 02.10.1997
Titel Niederdruckzerstäubungsverfahren zur Staubbindung an Baumaschinen und landwirtschaftlichen Geräten
Anmelder Jurke, Steffen, 02994 Wiednitz, DE
Erfinder Jurke, Steffen, 02994 Wiednitz, DE
DE-Anmeldedatum 25.03.1996
DE-Aktenzeichen 19611663
Offenlegungstag 02.10.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.1997
IPC-Hauptklasse E02F 9/00
IPC-Nebenklasse A01D 41/12   B05B 7/10   
Zusammenfassung Der im Patentanspruch angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, die Staubentwicklung direkt am Entstehungsort wirkungsvoll einzudämmen.
Die bisher praktizierte Methode der Staubbindung bei Abbrucharbeiten beruht auf der Flächenberieselung, bei welcher große Mengen Wasser ausgebracht werden.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß der Baumaschinenfahrer direkt die Staubentwicklung an seinem Arbeitsgerät eindämmen kann und dabei ein sehr geringer Wasserverbrauch erzielt wird.
Diese Anlage kann relativ einfach an Baumaschinen installiert werden und funktioniert ohne zusätzliche Energiequellen, lediglich der Luftanlage, welche beim Großteil der Baumaschinen gegeben ist.

Beschreibung[de]

Als Inhaber einer Abbruchfirma bin ich ständig mit dem Problem konfrontiert, die Staubentwicklung bei Abbrucharbeiten und Verladearbeiten einzuschränken. Kostenaufwendige Flächenberieselungen waren Praxis.

Somit habe ich mich schon seit längerer Zeit mit dem Problem beschäftigt, die Kosten der Flächenberieselung zu reduzieren, wie auch die Staubentwicklung direkt am Entstehungsort zu verhindern bzw. zu reduzieren.

Auf der Fachtagung "Abbruch" am 15.03.96 und 16.03.96 in Berlin wurde in einem Referat von Dipl. Ing. W. Lingenberg zum Thema Staubbindung festgestellt, daß es noch kein geeignetes System zur Staubbindung an Baumaschinen und deren Zusatzgeräte, wie Abbauhammer etc., gibt. Diese Tagung nahm ich zum Anlaß, meine Erfindung patentieren zu lassen.

Bei der Umsetzung der Erfindung bin ich davon ausgegangen, daß ca. 70% der Baumaschinen und landwirtschaftlichen Geräte über eine eigene Luftanlage verfügen, bzw. bei nicht vorhandener, separate Anlagen relativ problemlos nachgerüstet werden können, um dieses Verfahren in Anwendung zu bringen.

Die Funktion der Anlage besteht darin, das in einen wassergefüllten Behälter (1) welcher auf der jeweiligen Maschine montiert ist, Druckluft ca. 5-6 bar, durch Einlaß (2) in den Behälter gedrückt wird, mit einer am Steigrohr angebrachten Düse (3) Wasser aus dem Steigrohr (4) reißt und in die Luftleitung (5) drückt. Dieses Wasser-Luft-Gemisch wird über ein Betätigungsventil (6) und nachfolgender Verrohrung (7) zu den Anbaugeräten und daran beliebig zu installierenden Düsen gedrückt und vernebelt nach dessen Austritt.

Um größtmögliche Staubbindung zu erreichen werden dem Wasser ökologisch abbaubare Tenside beigemischt, um die Oberflächenspannung des Wassers herabzusetzen.

Dieses Verfahren gestattet dem Fahrer der Baumaschine, direkt am Entstehungsherd der Emission, diese durch Betätigung der Anlage zu reduzieren.

Der Wasserverbrauch je geladener Tonne Schüttgut, betrug im eigenen Test ca. 0,2 l bis 0,3 l, je Arbeitsschicht ca. 30 l. Die kostenaufwendigen Flächenberieselungen entfallen.

Dieses System ist universell einsetzbar an allen mobilen Geräten, wo Staub entsteht.

Anwendungsbeispiele:

Bagger mit allen Anbaugeräten

Radlader, Raupenlader

LKW und Dumper

An landwirtschaftlichen Geräten z. B.: Pflüge, Eggen

Mobile Brecher- und Siebanlagen

Als mobile Anlage bei Preßlufthammer etc.

Es folgt die Erläuterung der Erfindung anhand der Zeichnung und beiliegender Fotodokumentation aus einem eigenen Test mit einem Bagger und angebauten Greifer.


Anspruch[de]
  1. 1. Niederdruckzerstäubungsverfahren zur Staubbindung an Baumaschinen und landwirtschaftlichen Geräten.
  2. 2. Staubbindungsverfahren nach Anspruch 1 im Niederdruckbereich durch Einsatz der örtlich vorhandenen oder nachgerüsteten Druckluftanlage an Baumaschinen und landwirtschaftlichen Geräten.






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