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Dokumentenidentifikation DE19612720A1 02.10.1997
Titel Fadenliefergerät
Anmelder Iro AB, Ulricehamn, SE
Erfinder Fritzson, Joachim, Ulricehamn, SE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Anmeldedatum 29.03.1996
DE-Aktenzeichen 19612720
Offenlegungstag 02.10.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.1997
IPC-Hauptklasse B65H 51/20
IPC-Nebenklasse D03D 47/36   
Zusammenfassung Bei einem Fadenliefergerät (F) mit einer stationären Speichertrommel (T), die zumindest einen zylindrischen, geschlossenen Umfangsabschnitt (8) und ein stationär gehaltertes, ringförmiges Fadensteuerelement (S) aufweist, das den Umfangsabschnitt (8) umfaßt, ist das Fadensteuerelement (S) ein endliches Band (B) mit ebenem Querschnitt, das mit aufeinander ausgerichteten, einander benachbarten Enden (16, 17) auf den Umfangsabschnitt (8) aufgelegt ist, wobei das Band (B) in Umfangsrichtung zugfest und in Radialrichtung der Speichertrommel (T) nachgiebig ausgebildet ist, und spannt eine elastische Spanneinrichtung das Band zumindest kraftschlüssig mit einer elastischen Vorspannung auf den Umfangsabschnitt (8).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Fadenliefergerät der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegeben Art.

Bei einem aus GB-C-13 55 518 bekannten Fadenliefergerät (Fig. 9) ist das Fadensteuerelement ein außerhalb der Speichertrommel gelagerter, formstabiler Hohlkörper, der über das frontseitige Abzugsende der Speichertrommel gestülpt ist und mit seinem großdurchmeßrigen, zylindrischen Endabschnitt den zylindrischen Umfangsabschnitt des Speichertrommel mit radialem Abstand umgibt. Das Fadensteuerelement hat hierbei die Aufgabe, die Ballonbildung beim Abziehen des Fadens aus dem Fadenvorrat auf der Speichertrommel und überkopf des Abzugsbereiches in eine koaxial zur Speichertrommel im Abstand vor dieser angeordnete Abzugsöse zu minimieren. Unter anderem durch die Fliehkraft des um den Abzugsbereich rotierenden Fadens hat dieser eine Tendenz, sich im Bogen vom Umfang der Speichertrommel zu entfernen und bis in die Abzugsöse einen wendelförmigen Verlauf einzunehmen. Dieses bekannte Phänomen der Ballonbildung führt zu starken mechanischen Belastungen des Fadens, zu einer steigenden Spannung im abgezogenen Faden und zu Fadenbrüchen. Durch Unterdrücken der Ballonbildung mittels des Fadensteuerelementes werden diese Nachteile beseitigt. Jedoch ist das Fadensteuerelement aufgrund seines allseitigen Abstands von der Umfangsfläche der Speichertrommel nicht geeignet, eine gleichmäßige und bestimmte Grundspannung im abgezogenen Faden zu gewährleisten. Es wird deshalb, wie in GB 13 55 518 erwähnt, zusätzlich zu dem Fadensteuerelement stromauf häufig ein sogenannter Borstenbremsring an einem gehäusefesten Ausleger angebracht, dessen Borsten die Trommel berühren und den Faden bremsen, um die erforderliche Fadenabzugsspannung zu gewährleisten. Allerdings hat ein derartiger Borstenbremsring den mechanisch bedingten Nachteil einer geschwindigkeitsabhängigen Bremswirkung, d. h., einer die Fadenspannung mit zunehmender Geschwindigkeit erhöhenden Bremswirkung. Dies ist nachteilig, weil die Abzugsspannung über einen weiten Geschwindigkeitsbereich in etwa gleich bleiben sollte, um optimale Eintragverhältnisse in die Webmaschine zu erzielen.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Fadenliefergerät der vorerwähnten Art zu schaffen, bei dem auf baulich einfache Weise bei der Ballonbegrenzungsfunktion eine weitgehend konstante Fadenabzugsspannung erreichbar ist.

Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Der Faden wird zwischen der Unterseite des Bandes und dem zylindrischen Umfangsabschnitt der Speichertrommel durchgezogen und läuft bei seiner Abzugsbewegung zusätzlich in Umfangsrichtung um. Das mechanische Hindernis des Bandes unterdrückt die Ballonbildung-Tendenz des Fadens außerordentlich wirksam. Zusätzlich wird durch den Auflagedruck des Bandes auf dem Umfangsabschnitt eine gleichförmige und exakt vorherbestimmbare Bremswirkung auf den Faden ausgeübt, die überraschend bei Fadengeschwindigkeitsänderungen konstant bleibt. Auf diese Weise wird durch das Fadensteuerelement die Ballonbildung unterdrückt und eine weitgehend konstante Fadenabzugsspannung erreicht. Die das Band auf den Umfangsabschnitt spannende elastisch Vorspannung überwindet der Faden jeweils nur im Durchgangsbereich unter dem Band, das angrenzend an diesen Durchgangsbereich auf dem Umfangsabschnitt abgestützt ist. Dank der Nachgiebigkeit des Bandes in Radialrichtung formt der Faden im Band sozusagen eine umlaufende Welle bzw. einen sichelförmigen Freiraum, wobei der Verformungswiderstand des Bandes geschwindigkeitsunabhängig im wesentlichen konstant bleibt. Da sich die aus der Vorspannung des Bandes gegen den Umfangsabschnitt ergebende Normalkraft auf den Faden unabhängig von der Geschwindigkeit im wesentlichen konstant bleibt, und aufgrund des Reibungsfaktors des Fadens am Band und an dem Umfangsabschnitt, ergibt sich der Vorteil einer weitgehend konstant bleibenden Fadenabzugsspannung. Alle Hintergründe für diese positive Wirkung des Fadensteuerelements sind zwar nicht zuverlässig zu beurteilen. Das Resultat des Zusammenspiels zwischen dem Faden, dem Band und dem Umfangsabschnitt, d. h. eine weitgehend konstante Fadenabzugsspannung, ist jedoch überzeugend. Unerwartet beeinflußt auch der Spalt zwischen den Enden des Bandes die gleichbleibende Bremswirkung nicht, offensichtlich da der Faden aufgrund der dynamischen Bewegungsverhältnisse die Umfangsunterbrechung im Band nicht wahrnimmt, vorausgesetzt die Fadenrichtung ist schräg gegenüber der Richtung des Umfangsspalts.

Zweckmäßigerweise ist das Band aus flexiblem Metall oder Kunststoff mit den Spezifikationen gemäß Anspruch 2. Denkbar ist die Verwendung eines Compound-Bandes, das eine verschleißfeste Lage und damit verbunden eine weitere Lage mit anderen Eigenschaften enthält.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 3 ist die Umfangsunterbrechung im Band so klein wie möglich. Die Richtung der Bandenden ist so gewählt, daß der Faden in keinem Fall parallel über die Umfangsunterbrechung hinweggeht.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 4 ist das Band ausschließlich durch den Reibschluß auf dem Umfangsabschnitt positioniert. Die Reibung am Umfangsabschnitt wird benutzt, um eine axiale Wanderbewegung des Bandes unter dem Zug des Fadens zu verhindern.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 5 wird das Band durch eine umlaufende Schulter auf der Speichertrommel positioniert. Es lassen sich auf diese Weise Bänder beliebiger Breite und mit geringer Spannung bei empfindlichem Fadenmaterial sicher positionieren.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 6 ist die Position des Bandes durch die Halterung festgelegt, die zweckmäßigerweise eine Verstellung des Bandes in Längsrichtung der Speichertrommel ermöglicht und die auftretenden Axialkräfte aufnimmt.

Ein besonders schonender Fadeneinlauf unter das Band ist bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 7 gegeben.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 8 wird die Spannung in das Band nur durch das Federelement eingebracht, das zumindest den Umfangsspalt des Bandes überbrückt und die beiden Enden zueinander zieht und auf diese Weise einen radialen Anpreßdruck erzeugt.

Bei der alternativen Ausführungsform gemäß Anspruch 9 ist die Spannung und damit der Auflagedruck des Bandes durch die Spannungsverstellvorrichtung änderbar, um eine Anpassung an unterschiedliche Abzugsbedingungen bzw. unterschiedliches Fadenmaterial vornehmen zu können.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 10 wird das Band sozusagen berührungslos durch Magnetwirkung radial an den Umfangsabschnitt angedrückt.

Alternativ dient zum Spannen des Bandes gemäß Anspruch 11 ein geschlossener Spannring. Dieser ist zweckmäßigerweise aus einem Material, das der Wellenverformung des Bandes unter der Einwirkung des Fadens keinen spürbaren Widerstand entgegensetzt.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 12 läßt sich der Spannring, der das Band gleichförmig über den Umfangsabschnitt spannt, in der Länge verstellen, um die Spannung zu verändern.

Die Ausführungsform gemäß Anspruch 13 ist besonders vorteilhaft, weil Schaumstoff, Elastomer oder Gummi, oder auch eine ringförmige Schraubenfeder, dauerhaft gleichbleibende Federeigenschaften bringen, verschmutzungsunanfällig sind, und weil vor allem dieses homogene Material der Wellenbewegung des Bandes einen vernachlässigbaren Widerstand entgegensetzt.

Die alternative Ausführungsform gemäß Anspruch 14 erzeugt die Spannung des Bandes mittels einer kreisringförmigen Membrane aus Gummi oder einem Elastomer.

Bei der alternativen Ausführungsform gemäß Anspruch 15 wird die Spannung mittels eines Ringkörpers mit Speicher oder Zähnen auf das Band aufgebracht. Dieser Spannring kann gleichzeitig auch zum Halten des Bandes in axialer Richtung verwendet werden.

Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 16 hervor. Der Ringschlauch kann für sich bereits eine Umfangsspannung erzeugen. Je nach Grad der Befüllung kann die Spannung bzw. der radiale Druck variiert und exakt eingestellt werden, und zwar ohne eigenständige Spannungsverstellvorrichtung.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 17 wird das Band allein durch Reibschluß festgelegt, und zwar unter dem Gegendruck der Speichertrommel.

Bei der alternativen Ausführungsform ist das Band zumindest bereichsweise mit dem Spannring verbunden, was aus montagetechnischen Gründen günstig sein kann. Bei Schaumstoff, Gummi oder Elastomer kann die Verbindung durch in-situ Anschäumen, Anvulkanisieren oder Haften hergestellt sein und ist deshalb sehr gleichförmig, wodurch ein vollständig uniformes Ansprechverhalten des Bandes auf den Durchgang des Fadens erzielt wird.

Ist gemäß Anspruch 19 der Spannring so breit wie das Band, dann wird eine gleichförmige Auflage über die Breite des Bandes erzielt. Da das Band ohnedies aufgrund des Kontaktes mit der Speichertrommel und der Form in Querrichtung biegesteif ist, kann der Spannring auch schmaler als das Band sein.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 20 wird das Band über den Spannring oder mittels eines diesen umfassenden Tragrings in der Halterung abgestützt. Es wird dabei keine spezielle Positionierung auf der Speichertrommel benötigt.

Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 21 gestaltet sich die Veränderung der Spannung des Bandes einfach, indem die Umfangslänge der Halterung oder des Tragrings des Spannrings vergrößert oder verkleinert wird, so daß der Spannring mehr oder weniger vorgespannt werden kann.

Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Fadenliefergeräts,

Fig. 1A als untere Hälfte von Fig. 1 ein Detailvariante,

Fig. 2 einen Schnitt einer abgewandelten Ausführungsform,

Fig. 3 eine Draufsicht zu Fig. 2,

Fig. 4 eine Detailvariante,

Fig. 5 ein, beispielsweise bei Fig. 2 und 3 verwendbares Detail in einer Seitenansicht in Richtung der Achse der Speichertrommel gesehen,

Fig. 6 A, B, C eine Variante in einem Schnitt, und in Ansichten in Richtung der Speichertrommelachse,

Fig. 7, 8 Detailvarianten im Schnitt, ähnlich der Fig. 6A,

Fig. 9, 10 eine weitere Detailvariante im Schnitt und einer Seitenansicht,

Fig. 11 eine weitere Detailvariante in einem Schnitt, und

Fig. 12 eine weitere Detailvariante in schematischer Darstellung.

Ein Fadenliefergerät F gemäß Fig. 1, wie es typischerweise zum Versorgen einer Webmaschine mit Schußfaden verwendet wird, weist in einem stationären Gehäuse 1 einen Antriebsmotor M für eine mit ihrer Achse dargestellte Antriebswelle 2 auf, mit der ein Aufwickelelement 3 drehantreibbar verbunden ist. Auf der Antriebswelle 2 ist koaxial eine Speichertrommel T undrehbar gelagert. Der Faden Y läuft im Gehäuse 1 in Fig. 1 von links zu, wird mittels des Aufwickelelementes 3 in aufeinanderfolgenden Windungen in einem Fadenvorrat 4 auf einer Umfangsfläche 6 der Speichertrommel T aufgewickelt, und von der Webmaschine verbrauchsabhängig Überkopf der Speichertrommel abgezogen, und zwar entweder direkt durch eine nicht dargestellte Eintragvorrichtung und ohne Verwendung einer Fadenöse, oder über eine Fadenöse 10, die koaxial zur Speichertrommel T an einem Ausleger 9 des Gehäuses 1 vorgesehen ist. Die Umfangsfläche 6 der Speichertrommel weist einen Fadenspeicherbereich 5 und einen Abzugsbereich 7 auf. Dazwischen ist ein in Umfangsrichtung geschlossener, zylindrischer Umfangsabschnitt 8 vorgesehen.

Der Umfangsabschnitt 8 wird von einem Fadensteuerelement S umfaßt, das die Form eine sich in Umfangsrichtung erstreckenden, dünnen Bandes B mit ebenem Querschnitt besitzt. Das Band B ist kein geschlossener Ring, sondern endlich mit den Enden 16, 17, die sich im Bereich eines Spalts 18 gegenüberliegen. Der Spalt 18 kann axial verlaufen oder wie bei 18&min; schräg zur Achse der Speichertrommel T liegen. Zweckmäßigerweise ist der Spalt so orientiert, daß der aus dem Fadenvorrat 4 abgezogene Faden Y beim Durchgang unter dem Band B den Spalt 18 schräg und keinesfalls parallel zum Spalt 18 passiert.

Das Band B besteht aus Metall, einer Metallegierung oder aus Kunststoff oder ist ein Compound-Band, ist in Längsrichtung zugfest aber flexibel, so daß es sich in Radialrichtung der Speichertrommel leicht verformen läßt. Das Band B umfaßt den Umfangsabschnitt 8 mit direktem Kontakt und einem im wesentlichen gleichmäßigen Auflagedruck, der erzeugt wird durch eine das Band B beaufschlagende Spanneinrichtung.

In der einfachsten Form (Fig. 4) ist die Spanneinrichtung ein endlicher Streifen 30 aus elastischem Material, z. B. Schaumstoff, Gummi oder einem Elastomer, der den Umfangsspalt 18 überbrückt und in Bereichen 31 am Band B, angehaftet ist, z. B. durch Kleben, Vulkanisieren oder dgl. Das Band B sollte über seine Länge homogen sein, deshalb ist zwar eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Streifen 30 und dem Band Bdenkbar, jedoch nicht sehr zweckmäßig. Die Länge des Bandes B ist so auf die Umfangslänge des Umfangsabschnittes 8 abgestimmt, daß die Enden im Umfangsspalt 18 möglichst nahe beieinander liegen, ohne einander zu berühren oder sich zu überlappen. Sobald das Band B auf den Umfangsbereich 8 aufgebracht ist, steht der Streifen 30 bzw. steht die Spannvorrichtung unter Spannung, durch welche das Band gespannt und mit gleichförmigem Auflagedruck auf den Umfangsabschnitt 8 aufgedrückt wird.

Bei der Ausführungsform der Fig. 1 besteht die Spannvorrichtung aus einem in Umfangsrichtung geschlossenen Spannring 15, z. B. aus Schaumstoff, Kunststoff, Gummi oder einem Elastomer, der so bemessen ist, daß er das Band zumindest in radialer Richtung auf den Umfangsabschnitt aufdrückt und, gegebenenfalls, auch eine Spannung in Umfangsrichtung erzeugt. Der Spannring 14 in Fig. 1 ist ein Schaumstoffring mit etwa derselben Breite wie das Band. Der Schaumstoffring 15 kann durch einen geschlossenen Tragring eingefaßt werden, an dem sich der vorgespannte Schaumstoffring 15 abstützt.

Das Band könnte mit seiner Spanneinrichtung allein durch Reibschluß auf den Umfangsabschnitt positioniert sein. In Fig. 1 ist eine andere Art der Positionierung gewählt, da der Tragring 20 in einer ringförmigen Halterung 13 abgestützt ist, die an einem Schlitten 11 im Ausleger 9 gehaltert ist. Der Schlitten 11 läßt sich zweckmäßigerweise mittels einer Längsverstellvorrichtung 12 verschieben, um das Band B an einer axial optimalen Position zu halten, in der die Ballonbildung des Fadens Y weitgehend unterdrückt und eine gleichmäßige Bremswirkung erzeugt wird.

Als untere Hälfte von Fig. 1 ist in Fig. 1A der Spannring 14 eine kreisringförmige Gummi- oder Elastomermembrane 19, die entweder nur auf dem Band B aufliegt oder zumindest bereichsweise mit diesem verbunden ist (z. B. anvulkanisiert) und in einem umfassenden Tragring 20 gehalten ist, der seinerseits in der Halterung 13 abgestützt wird.

In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform im Schnitt angedeutet, bei der ggfs. die Speichertrommel zur Fadenseparation im Fadenvorrat 4 mit relativ zueinander beweglichen, axialen Stäben ausgebildet ist, die die Umfangsfläche 6 der Speichertrommel definieren. In Abzugsrichtung des Fadens hinter dem Fadenspeicherbereich 5 und vor dem Abzugsbereich 7 ist der zylindrische Umfangsabschnitt 8 gegenüber der Umfangsfläche 6erhaben angeordnet. An der Einlaufseite des Fadens ist eine umlaufende Vertiefung, z. B. eine kegelige Fase, angeformt, über die das Band (B) mit einem Längsrand frei auskragt. Dadurch findet der Faden Y einen günstigen, sich nur allmählich verjüngenden Einlaufspalt vor. Der Spannring 14 ist beispielsweise ein Gummi- oder Elastomerband 23, das den Auflagedruck für das Band B erzeugt. Zusätzlich kann gemäß Fig. 2 in Abzugsrichtung hinter dem Umfangsabschnitt 8 eine umlaufende Schulter 22 vorgesehen sein, um das Band B zu positionieren.

Um die durch den Spannring 14 aufgebrachte Spannung ändern zu können, ist gemäß Fig. 3 das Band 23 endlich miteinander überlappenden Enden 25 und 24 ausgebildet, wobei das Ende 24 zwischen das gabelförmig ausgebildete Ende 25 einläuft. Wie bei 28 gestrichelt angedeutet, sind die Enden 25, 24 hier miteinander verbunden, um die Spannung des Spannrings 14 auf das Band B zu übertragen. In den Bereichen 26 und 27 ist der Spannring 14 mit dem Band verbunden, z. B. durch Klebepunkte. Über den Umfang verteilt können mehrere Klebepunkte vorgesehen sein. Es ist auch denkbar, das Spannband vollflächig mit dem Band zu verbinden. In dem Bereich 28, in dem die Enden 24, 25 miteinander verbunden sind, könnte auch eine Spannungsverstellvorrichtung 29 angeordnet sein, um die Spannung des Spannrings 14 variieren zu können.

Gemäß Fig. 5 ist als Spannungsverstellvorrichtung 29 ein Halter 32 für eine Spannrolle 33 vorgesehen, der eine an die Krümmung des Bandes B angepaßte Unterseitenkrümmung besitzt. Das Ende 25 ist an den Halter 32 festgelegt. Das Ende 24 läßt sich durch Verdrehen der Spannrolle 23 anziehen oder lockern, um die Spannung des Spannrings 14 zu verändern bzw. den Auflagedruck des Bandes B zu variieren. Der Halter 32 kann in einer Halterung ähnlich der Halterung 13 am Ausleger 9 angeordnet sein.

Gemäß Fig. 6A ist der Spannring 14 (Fig. 1), der ein Schaumstoffring 15 oder dgl. ist, so breit wie das Band B, gestrichelt ist die kegelige Einlaufschräge 21 angedeutet. Der Innenumfang des Schaumstoffrings 15 wird bei der Formung so bemessen, daß er zweckmäßigerweise etwas kürzer ist als die Umfangslänge des Umfangsabschnittes 8, so daß gemäß Fig. 6C das Band B vor Aufbringen auf die Speichertrommel sich mit seinen Enden überlappt. In diesem Bereich kann im Schaumstoffring 15 ein Hohlraum 34 vorgesehen sein. Wird das Band B dann gemäß Fig. 6B auf den Umfangsabschnitt aufgebracht, dann stehen sich die Enden gegenüber-und ist der Hohlraum 34 vergrößert. Auf diese Weise wird die Spannung in das Band B eingebracht bzw. die radiale Andruckkraft gleichförmig erzeugt und das Band kann wunschgemäß arbeiten.

In Fig. 6B ist eine Ausführungsvariante der Spannungsverstellvorrichtung 29 angedeutet. Der Tragring 20 des Schaumstoffrings 15 ist mit einer Umfangsunterbrechung ausgebildet, in deren Bereich zwischen zwei beabstandeten Flanschen eine Verstellvorrichtung angreift, um die Umfangslänge des Tragringes zu vergrößern oder zu verkleinern und auf diese Weise die Vorspannung des Schaumstoffringes zu variieren. In ähnlicher Form könnte diese Spannungsverstellvorrichtung in die Halterung 13 gemäß Fig. 1 integriert sein.

In Fig. 7 ist dargestellt, daß der Spannring 14, z. B. ein Gummi- oder Schaumstoffring 15, schmaler ist als das Band B. Der Tragring 20 ist zweckmäßig, um den Spannring 14 lagern zu können. Für den Fall, daß das Band B mit dem Spannring 14 ohne externe Abstützung durch Reibschluß oder mittels der Schulter gemäß Fig. 2 auf dem Umfangsabschnitt 8 positioniert wird, könnte der Tragring 20 auch weggelassen sein.

In Fig. 8 ist eine mögliche Ausführung des Spannringes 17 als kreisringförmige Gummimembrane 19 angedeutet, die ebenfalls von einem Tragring 20 eingefaßt ist, um das Band mit dem Spannring 14 in der Halterung abstützen zu können.

Die Fig. 9 und 10 sind auf eine Ausführungsform bezogen, bei der der Spannring 14 ein Ringkörper 20&min; mit nach einwärts stehenden Zähnen oder Speichen 35 ist, die am Band B angreifen und gegebenenfalls damit verbunden sind. Die Zähne oder Speichen 35 sind elastisch und bezüglich der Radialrichtung auf die Achse der Speichertrommel schräggestellt. Verbindungsbereiche könnten bei 36 vorgesehen sein.

In Fig. 11 ist der Spannring 14 ein Ringschlauch 36 aus elastischem Material, z. B. Gummi oder einem Elastomer, dessen Innenraum über ein Ventil 37 mit einem geeigneten Medium, z. B. Luft, befüllbar ist, um die Spannung des Bandes B zu variieren. Der Spannring 14 wird von einem Tragring 20 abgestützt. Der Spannring 14 könnte gegebenenfalls bei 38 mit dem Band B verbunden sein. Es ist möglich, das Band B nur durch Reibschluß im Spannring 14 anzuordnen.

In Fig. 12 wird das Band B, das aus Metall besteht, durch eine ringförmige Magnetanordnung 39 im Inneren der Speichertrommel gegen den Umfangsabschnitt 8 gezogen. Die Magnetanordnung 39 könnte aus einzelnen aufgereihten Magneten 39&min; bestehen. Das Band B ist hier in Umfangsrichtung des Umfangsabschnitts 8 nicht gespannt, sondern nur gleichförmig durch radiale Magnetkräfte auf den Umfangsabschnitt 8 angedrückt.

Das Band kann bei einer Dicke von ca. 0,2 mm zwischen 5 und 55 mm breit sein und gegebenenfalls eine verschleißfest behandelte oder beschichtete Innenoberfläche haben. Dabei soll das Band flexibel genug sein, um sich nur bereichsweise durch den Faden radial sichelförmig verformen zu lassen.


Anspruch[de]
  1. 1. Fadenliefergerät (F) mit einem einen Antriebsmotor (M) für eine Antriebswelle (2) aufweisenden Gehäuse (1), einem mit der Antriebswelle drehbaren Fadenaufwickelelement (3) einer stationären Speichertrommel (T) mit zumindest einem zylindrischen, geschlossenen Umfangsabschnitt (8), und mit einem stationär gehalterten ringförmigen Fadensteuerelement (S), das den Umfangsabschnitt (8) zwischen einem Fadenspeicherbereich (5) und einem Fadenabzugsbereich (7) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadensteuerelement (S) ein endliches Band (B) mit ebenem Querschnitt ist, das mit aufeinander ausgerichteten, einander benachbarten Enden auf den zylindrischen Umfangsabschnitt (8) aufgelegt ist, daß das Band (B) in Umfangsrichtung der Speichertrommel (T) zugfest und in Radialrichtung der Speichertrommel nachgiebig ausgebildet ist, und daß eine elastische Spanneinrichtung vorgesehen ist, die das Band (B) kraftschlüssig mit einer elastischen Vorspannung auf den Umfangsabschnitt (8) spannt.
  2. 2. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (B) aus flexiblem Metall oder Kunststoff besteht, und bei einer Dicke zwischen 0,1 bis 2,0 mm, vorzugsweise zwischen 0,2 und 0,4 mm, eine Bandbreite zwischen 5 mm und 55 mm, vorzugsweise zwischen 8 und 25 mm hat.
  3. 3. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandenden (16, 17) zueinander parallel und senkrecht oder schräg zur Bandlängsrichtung liegen.
  4. 4. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (B) unter der elastischen Vorspannung des Spanneinrichtung durch Reibschluß auf dem Umfangsabschnitt (8) positioniert ist.
  5. 5. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (B) durch einen umlaufende Schulter (22) der Speichertrommel (T) auf dem Umfangsabschnitt (8) positioniert ist.
  6. 6. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (B) mit seiner Spanneinrichtung in einer Halterung (13) abgestützt über die Halterung (13) auf dem Umfangsabschnitt (8) positioniert ist, und daß die Halterung (13), vorzugsweise parallel zur Achse der Speichertrommel (T) verstellbar, in einem gehäusefesten, sich längs des Speichertrommelumfangs (6) erstreckenden Ausleger (9) gelagert ist.
  7. 7. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Fadeneinlaufseite des Bandes (B) im Speichertrommelumfang (6) eine umlaufende Vertiefung (21) vorgesehen oder daß der zylindrische Umfangsabschnitt (8) relativ zum an der Fadeneinlaufseite anschließenden Speichertrommelumfang (6) erhaben ist.
  8. 8. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung ein zumindest die Umfangsunterbrechung (18, 18&min;) zwischen den Enden (16, 17) überbrückendes, zumindest bei auf dem Umfangsabschnitt (8) angeordnetem Band in Umfangsrichtung gespanntes Federelement (30) aufweist, das mit dem Band (B) zumindest bereichsweise verbunden ist, und vorzugsweise, aus einem gespannten Elastomer- oder Gummistreifen oder einer Zugfeder besteht.
  9. 9. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verändern der Umfangsspannung oder/und des Auflagedrucks des Bandes auf dem Umfangsabschnitt (8) eine Spannungsverstellvorrichtung (29) vorgesehen ist.
  10. 10. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung für das metallische Band (B) eine, vorzugsweise in der Speichertrommel (T) angeordnete, ringförmige Magnetanordnung (39, 39&min;) ist.
  11. 11. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spanneinrichtung wenigstens einen geschlossenen, elastischen Spannring (14) aufweist, der außen auf dem Band (B) aufliegt.
  12. 12. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring endlich mit überlappenden Enden (24, 25) ausgebildet ist, und daß seine beiden Enden (24, 25) verstellbar in der Spannungsverstellvorrichtung (29) festgelegt sind.
  13. 13. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (14) ein Schaumstoff-Elastomer- oder Gummiring (15) ist oder aus einer ringförmigen Schraubenfeder besteht.
  14. 14. Fadenliefergerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Gummiring (15) als kreisringförmige Membrane (19) ausgebildet ist.
  15. 15. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (14) ein Ringkörper (20&min;) mit nach einwärts stehendem, elastischen Speichen oder Zähnen (35) ist, vorzugsweise in Radialrichtung auf die Achse (2) der Speichertrommel (T) schräggestellten Speichen oder Zähnen (35).
  16. 16. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (14) ein mit einem Medium befüllbarer Ringschlauch (36) ist.
  17. 17. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (M) durch Reibschluß im Spannring (14) festgelegt ist.
  18. 18. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (B) über seine Länge mit dem Spannring (14) zumindest bereichsweise verbunden ist, z. B. durch Kleben oder Anhaften.
  19. 19. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (14) an seinem Innenumfang so breit ist wie das Band (B) oder schmaler.
  20. 20. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (14) direkt oder mittels eines Tragrings (20) in der ringförmig ausgebildeten, auslegerfester Halterung (13) fest abgestützt ist.
  21. 21. Fadenliefergerät nach wenigstens einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsverstellvorrichtung (29) an der Halterung (13) oder am Tragring (20) des Spannrings (14) vorgesehen ist.






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