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Dokumentenidentifikation DE19626031A1 02.10.1997
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Dick/Dünneffekten in einem nicht voll orientierten Filament-Vorlagegarn
Anmelder Zinser Textilmaschinen GmbH, 73061 Ebersbach, DE
Erfinder König, Günter, 73066 Uhingen, DE
Vertreter Patentanwälte Eder & Schieschke, 80796 München
DE-Anmeldedatum 28.06.1996
DE-Aktenzeichen 19626031
Offenlegungstag 02.10.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.1997
IPC-Hauptklasse D02G 3/34
IPC-Nebenklasse D02J 1/22   D01H 5/36   D02G 3/28   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Dick/Dünneffekten in einem Filamentgarn beim Recken, mit wiederholtem, abschnittsweisem Verändern der Reckwirkung auf ein nicht voll orientiertes Vorlagegarn und/oder mit wiederholtem, auf Längsabschnitte des Vorlagegarnes wirkendem Erhöhen des Widerstandes desselben gegen das Recken. Das erzielte abschnittsweise nicht voll gereckte Filamentgarn wird mit einem auf ganzer Länge voll gereckten Filamentgarn verbunden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Dick/Dünneffekten in einem Filamentgarn beim Recken, mit wiederholtem, abschnittsweisem Verändern der Reckwirkung auf ein nicht voll orientiertes Vorlagegarn und/oder mit wiederholtem, auf Längsabschnitte des Vorlagegarnes wirkendem Erhöhen des Widerstandes desselben gegen das Recken.

Bei einem vorgeschlagenen Verfahren der vorstehend genannten Art hat sich ergeben, daß bei Dick/Dünngarnen nicht voll verstreckte Garnabschnitte infolge ihres mangelhaften Kristallisierungsgrades insbesondere unter dem Einfluß von Licht raschem Festigkeit- und Dehnungsverfall unterliegen. Diese Wirkung führt insbesondere bei Produkten zu Nachteilen, welche der Lichteinwirkung ausgesetzt sind: So kann beispielsweise die Reißfestigkeit einer Gardine nach intensiver mehrjähriger Belichtung auf ein Drittel der Ausgangsfestigkeit abfallen und sich die Reißdehnung von 30% auf 5% reduzieren, was eine erhebliche Qualitätsminderung darstellt.

Entsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren und die Vorrichtung so weiterzuentwickeln, daß die nachteiligen Folgen geringer oder nachlassender Festigkeit nicht voll ausgereckter Dickstellen in dem eingangs genannten Garn auf dessen Festigkeit ausschlaggebend vermindert werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das erzielte, abschnittsweise nicht voll gereckte Filamentgarn (Filamentgarn mit Dick/Dünneffekten) mit einem auf ganzer Länge voll gerecktem Filamentgarn verbunden wird. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß beispielsweise trotz Lichteinwirkung die Festigkeits- und Dehnungswerte des betreffenden Produkts ausreichend hoch bleiben.

Das Entstehen der dünnen und dicken Abschnitte kann durch bewußten Eingriff gesteuert werden. Das Verfahren, ein Dick/Dünngarn durch ein Traggarn zu stützen, um den Festigkeitsabbau seiner Dickstellen durch Lichteinfluß aufzufangen, ist aber auch an einem Dick/Dünngarn einsetzbar, dessen Dickstellen durch unvollständiges Recken erzielt worden sind. Als Ausgangsmaterial für das Dick/Dünngarn dient also immer ein mehr oder minder vororientiertes Filament-Vorlagegarn.

Das Verbinden der beiden Garne kann vor oder nach dem Erzeugen der Dickstellen, durch Verzwirnen, Umwinden oder Knotenverwirbeln sowie in einer oder in zwei Stufen erfolgen.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1a, b, c sowie Fig. 2a, b, c und d; Fig. 3a, b, c, d verschiedene Ausführungsmöglichkeiten zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen von Dick/Dünneffekten in einem Filamentgarn.

Unter einem im folgenden als "nicht voll orientiert" bezeichneten Filamentgarn wird ein in der Fachsprache als LOY (low oriented yarn), MOY (middle oriented yarn), POY (preoriented yarn), oder HOY (high oriented yarn) bezeichnetes Vorgarn unterschiedlichen Orientierungsgrades verstanden, das üblicherweise als Vorlage zum Herstellen voll ausgereckter und damit voll orientierter mono- oder multifiler Filamente dient. Hierfür wird dieses Zwischenprodukt in einem weiteren Arbeitsgang so weit gereckt, daß die volle Orientierung der Fadenmoleküle erreicht wird. Das hierfür erforderliche Reckverhältnis hängt vom Grad der Vororientierung ab.

Anders als beim Erspinnen geht die Querschnittsverminderung durch dieses Recken aber nicht gleichmäßig in die Fadenlänge ein, sondern erfolgt, wenn es an einer Stelle eingesetzt hat, bis zum vollen Ausrecken desselben. Wenn mit zu geringem Reckverhältnis gereckt wird, entsteht daher ein Faden mit zufällig verteilten dickeren (ungereckten, nur teilweise orientierten) und dünneren (voll gereckten, voll orientierten) Fadenabschnitten. Eine Möglichkeit zum Erzeugen der Dick/Dünnstellen besteht demnach in diesem unvollständigen Recken eines nicht voll orientierten Vorlagegarnes.

Eine andere Möglichkeit zum Erzeugen der Dick/Dünnstellen ist in Fig. 1a dargestellt. Hier durchläuft ein nicht voll orientiertes Filament-Vorlagegarn 1, welches von einer Vorlagespule 50 abgezogen wird, ein Lieferwalzenpaar 2 und gelangt zu einem Walzenpaar 3 mit einer angetriebenen Walze 4 sowie einer Druckwalze 5 und weiter zu einer Galetten/Verlegewalzen-Kombination 6.

Die Walze 5 ist mit einer Abflachung 50 zum wiederholten kurzzeitigen Unterbrechen der Rückhaltewirkung des Walzenpaares 3 am Eingang eines Reckfeldes 1 versehen. Hierbei bilden das Walzenpaar 3 und die mit größerer Umfangsgeschwindigkeit laufende Galette 6 ein Reckfeld 1 zum Herstellen von schematisch dargestellten Dickstellen 10. Das so gestaltete Filamentgarn X läuft weiter zu einem Fadenführer 7 und von dort zu einer Zwirnvorrichtung 8.

Die Vorrichtung der Fig. 1 kann auch zum unvollständigen Recken eines nicht voll orientierten Vorlagegarnes verwendet werden, wenn die Druckwalze 5 zylindrisch ausgebildet und das Reckverhältnis im Reckfeld zwischen den Lieferwerken 2 und 3 "zu gering", also so eingestellt wird, daß das Vorlagegarn 1 in diesem Reckfeld nicht voll ausgereckt wird.

Die geläufige Zwirnvorrichtung besteht aus einem Spinnring, der in einer auf und ab bewegbaren Ringbank befestigt ist und auf dem ein vom Faden geschleppter Läufer geführt ist. Durch den Spinnring ragt eine drehangetriebene, einen Kops 13 tragende Spindel.

Das abschnittsweise ungereckte Filamentgarn X mit den Dickstellen 10 wird mit einem auf ganzer Länge vollgereckten Filamentgarn 1&min; verbunden: Dieses wird von einer Vorlagespule 50&min; abgezogen, läuft über die Galetten/Verlegewalzen-Kombination 6 und wird durch Verzwirnen in der Zwirnvorrichtung 8 mit dem vorgenannten Filamentgarn X verbunden. Beide so miteinander verbundenen Garne X und 1&min; werden als Kops 13 aufgewunden.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 1b läuft das Vorlagegarn 1 wiederum über die Galette/Verlegewalzen-Kombination 6, in der es zu dem Filamentgarn X mit Dick/Dünneffekt gereckt wird. Es wird durch eine Vorrichtung 8&min; zum Knotenverwirbeln mit dem voll gereckten Filamentgarn 1&min; verbunden und anschließend auf einer Spule 13&min; aufgewunden. Die geläufige Vorrichtung zum Knotenverwirbeln besteht aus einer druckluftbeaufschlagten, vom Garn durchlaufenen Kammer, in der die Filamente des Garnes in Abständen entlang des Garnes miteinander zu Knoten verwirbelt werden.

Die Ausführungsform nach Fig. 1c zeigt die Möglichkeit, bei welcher die beiden Garne X und 1&min; durch Umwinden vereinigt werden: Hierzu findet eine Umwindevorrichtung 8&min;&min; Anwendung, welche eine Umwindespule 17 aufweist, von der das z. B. auf ganzer Länge vollgereckte Filamentgarn 1&min; abgezogen und um das abschnittsweise ungereckte Filamentgarn X umwunden wird. Die Umwindespule 17 weist in der Regel einen Drehantrieb auf.

Bei den Ausführungsformen nach Fig. 1b und 1c sind analog der Ausführungsform nach Fig. 1a wiederum ein Reckfeld 1 sowie ein Lieferwalzenpaar 2 und zwei Vorlagespulen 50 und 50&min; vorhanden.

Den in Fig. 1 dargestellten Vorrichtungsvarianten ist gemeinsam, daß aus dem zugeführten, nicht voll orientierten Filament-Vorlagegarn 1 Dick/Dünngarn X hergestellt und danach in der Vorrichtung mit einem zugeführten, bereits vorher voll ausgereckten Filamentgarn 1&min; vereinigt wird. Das Verbinden der vereinigten Garne X und 1&min; erfolgt gemäß Fig. 1a durch Verzwirnen, gemäß Fig. 1b durch Knotenverwirbeln und gemäß Fig. 1c durch Umwinden.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 2a und 2b sind wiederum zwei Vorlagespulen 50 und 50&min; vorhanden, von welchen Filament-Vorgarn 1 mit geringerem und ein Filamentgarn 1&min;&min; mit höherem, jedoch nicht vollem Orientierungsgrad ablaufen.

Die beiden Garne 1 und 1&min;&min; werden in der Ausführungsform nach Fig. 2a bereits vor einem gemeinsamen Lieferwerk 2 vereinigt und gemeinsam zwischen den Galettenkombinationen 6 und 6&min; einem Reckvorgang unterworfen.

Das Reckverhältnis ist dabei so gewählt, daß das Filament-Vorlagegarn 1&min;&min; mit höherem Orientierungsgrad voll ausgereckt und damit zum Traggarn wird. Das Filament-Vorlagegarn 1 mit geringerem Orientierungsgrad wird durch den für dieses Garn unvollständigen Reckvorgang zu einem Dick/Dünngarn X mit ungereckt verbleibenden Dickstellen.

Gemäß der Ausführungsvariante der Fig. 2b können anstelle eines gemeinsamen Lieferwerkes für die beiden Garne 1 und 1&min;&min; getrennte Lieferwerke 2 und 2&min; vorgesehen sein. Dies gibt die Möglichkeit, die Vorspannung der dem Reckfeld zulaufenden Garne 1 und 1&min;&min; gesondert einstellen und den Gegebenheiten anpassen zu können. Es versteht sich, daß auch noch das Hauptreckfeld gesonderte Eingangslieferwerke 6 aufweisen kann. Dann findet aber kein gemeinsames, sondern nur noch ein gleichzeitiges Recken und ein gemeinsames Abliefern statt. 2 und 2&min; sind die stets gesonderten Eingangslieferwerke der Vorreckfelder, 6/6 sind deren gesonderte Ausgangslieferwerke und auch Eingangslieferwerke der Hauptreckfelder, während 6&min; das stets gemeinsame Ausgangslieferwerk des Hauptreckfelder ist (Fig. 2d).

Während das Verbinden der beiden Garne X und 1&min;&min; nach dem Reckvorgang in der Ausführungsvariante der Fig. 2a durch eine Zwirnvorrichtung 8 erfolgt, ist hierfür in der Ausführungsvariante der Fig. 2c eine Vorrichtung 8&min; zum Knotenverwirbeln vorgesehen.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 liegt ein zweistufiges Verfahren vor: In einer ersten Stufe werden zwei Vorgarne mit unterschiedlichem Orientierungsgrad der in Zusammenhang mit den Fig. 2a bis c beschriebenen Art einem Lieferwalzenpaar zugeführt und gemäß Fig. 3a durch eine Vorrichtung 8 zum Verzwirnen, gemäß Fig. 3b durch eine Vorrichtung 8&min; zum Knotenverwirbeln und nach Fig. 3c durch eine Vorrichtung 8&min;&min; zum Umwinden miteinander verbunden und zu einem Kops 13 oder zu einer Kreuzspule 13&min; aufgewunden.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 3c läuft hierbei das betreffende Filamentgarn, vorzugsweise das mit dem höheren Orientierungsgrad nicht dem Lieferwalzenpaar 2 zu, sondern läuft von der Umwindespule 17 analog der Ausführungsform nach Fig. 1c ab.

In einer zweiten Stufe, bei welcher der in der ersten Stufe hergestellte Kops 13 bzw. die Spule 13&min; als Vorlage dient, werden die gefachten Garne 1, 1&min; wie im einstufigen Verfahren analog der Vorrichtung nach Fig. 2a zu einem Zwirn mit Traggarn 1&min; und Dick/Dünngarn x gereckt und anschließend auf eine Spule 13&min; aufgewunden. Da die Garne X, 1&min; bereits in der ersten Stufe miteinander verbunden worden waren, brauchen sie in der zweiten Stufe nur aufgewunden werden. Selbstverständlich kann das erzeugte Dick/Dünngarn auch nochmals verzwirnt oder knotenverwirbelt werden.

Die Länge, der gegenseitige Abstand und die Dicke der Dick/Dünnstellen kann durch die Intensität der Verbindung der beiden Garne X, 1&min; beeinflußt werden: So führen beispielsweise höhere Drehung je Längeneinheit, dichtere Knotenfolge und höhere Umwindungszahl zu kürzeren Dick/Dünnstellen mit geringerem gegenseitigen Abstand.

Bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsvarianten erfolgt zumindest eine der beiden Verfahrensstufen des Reckens (Fig. 2a, Fig. 3d) oder des Verbindens (Fig. 1a bis c) der beiden Filamentkomponenten gemeinsam auf einer Vorrichtung, auf der auch die andere Verfahrensstufe an einer der Filamentkomponenten erfolgt. Es ist selbstverständlich auch möglich, auf einer Vorrichtung ein Dick/Dünngarn und auf einer anderen Vorrichtung ein vollgerecktes Filamentgarn herzustellen und diese beiden Filamentkomponenten auf einer weiteren Vorrichtung miteinander zu verbinden.

Hierbei könnten die beiden in Fig. 3 dargestellten Verfahrensstufen in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt betrachtet werden: Gemäß Fig. 3d werden auf getrennten Vorrichtungen eine Spule 13&min; mit vollgerecktem Filamentgarn und eine Spule 13&min; mit Dick/Dünngarn hergestellt. Anschließend werden diese beiden Spulen gemäß Fig. 3a oder 3b gemeinsam einem Lieferwerk 2 und einer Vorrichtung zum Verbinden der beiden Filamentkomponenten vorgelegt, die wieder als Zwirnvorrichtung 8 (Fig. 3a) oder als Knotenverwirbelungs-Vorrichtung 8&min; (Fig. 3b) ausgebildet sein können. Bei der Ausführungsvariante gemäß Fig. 3c müßte die auf der Reckvorrichtung voll ausgereckte Filamentkomponente auf Umwindespulen 1&min; aufgewunden werden, von der aus dann das Verbinden mit dem Dick/Dünngarn erfolgt.

Allen vorgenannten Verfahren ist gemeinsam, daß ein Garn aus einem abschnittsweise ungereckten Filamentgarn X mit einem auf ganzer Länge vollgereckten Filamentgarn verbunden wird, so daß vorteilhafterweise ein möglicher Lichteinfluß ausschlaggebend vermindert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Herstellen von Dick/Dünneffekten in einem Filamentgarn beim Recken, mit wiederholtem, abschnittsweisem Verändern der Reckwirkung auf ein nicht voll orientiertes Vorlagegarn und/oder mit wiederholtem, auf Längsabschnitte des Vorlagegarnes wirkendem Erhöhen des Widerstands desselben gegen das Recken, dadurch gekennzeichnet, daß das erzielte, abschnittsweise nicht voll gereckte Filamentgarn (X) (Filamentgarn mit Dick/Dünneffekten) mit einem auf ganzer Länge voll gerecktem Filamentgarn (1&min;) verbunden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Fertigungsschritt ein abschnittsweise ungerecktes Filamentgarn (X) und ein vollgerecktes Filamentgarn (1&min;) hergestellt werden und in einem zweiten Fertigungsschritt die beiden Filamentgarne verbunden werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Fertigungsschritt ein vollgerecktes Filamentgarn (1&min;) hergestellt wird und in einem zweiten Fertigungsschritt ein abschnittsweise ungerecktes Filamentgarn (X) hergestellt und mit dem vollgereckten Filamentgarn (1&min;) verbunden wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem einzigen Fertigungsschritt ein abschnittsweise ungerecktes Filamentgarn (X) und ein vollgerecktes Filamentgarn (1&min;) hergestellt und die beiden Garne miteinander verbunden werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Fertigungsschritt ein Filament-Vorlagegarn (1) mit niedrigerem Orientierungsgrad mit einem Filament-Vorlagegarn (1&min;&min;) mit höherem Orientierungsgrad verbunden und in einem zweiten Fertigungsschritt die beiden Garne (1, 1&min;&min;) gemeinsam gereckt werden, wobei das Reckverhältnis so gewählt wird, daß das Filamentgarn (1&min;&min;) mit dem höherem Orientierungsgrad voll ausgereckt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einem einzigen Fertigungsschritt ein Filament-Vorlagegarn (1) mit niedrigerem Orientierungsgrad mit einem Filamentvorlagegarn (1&min;&min;) mit höherem Orientierungsgrad verbunden und die beiden Garne (1, 1&min;&min;) gemeinsam gereckt werden, wobei das Reckverhältnis so gewählt wird, daß das Filamentvorlagegarn (1&min;&min;) mit höherem Orientierungsgrad voll ausgereckt und das Filament-Vorlagegarn (1) mit geringerem Orientierungsgrad zum abschnittsweise ungereckten Filamentgarn (X) gereckt wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbinden der Garne (X, 1&min;; X, 1&min;&min;) durch Verzwirnen erfolgt.
  8. 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbinden der Garne (X, 1&min;; X, 1&min;&min;) durch Knotenverwirbeln erfolgt.
  9. 9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbinden der Garne (1, 1&min;; 1, 1&min;&min;) durch Umwinden erfolgt.
  10. 10. Vorrichtung zum Herstellen von Dick/Dünngarn in einem nicht voll orientierten Filament-Vorlagegarn, das in mindestens einem jeweils durch ein Eingangslieferwerk und ein Ausgangslieferwerk begrenzten Reckfeld gereckt wird, wobei das Eingangslieferwerk mit einer Einrichtung zum wiederholten, zeitweiligen Unterbrechen seiner Rückhaltewirkung auf das Filament-Vorlagegarn ausgestattet ist und/oder am Reckfeld eine Einrichtung zum vorübergehenden Unterbrechen des Verminderns des Widerstands des Filament-Vorlagegarns gegen das Recken angeordnet ist, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (8, 8&min;, 8&min;&min;) zum Verbinden von abschnittsweise ungerecktem Filamentgarn (X) mit einem auf ganzer Länge vollgerecktem Filamentgarn (1&min;).
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung als Verzwirnvorrichtung (8) ausgebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung als Umwindevorrichtung (8&min;&min;) ausgebildet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Knotenverwirbeln (8&min;) ausgebildet ist.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch ein Reckwerk (3, 6) zum abschnittsweisen Recken eines nicht vollorientierten Filament-Vorlagegarnes (1) mit einem Eingangslieferwerk (3) und einem Ausgangslieferwerk (6), wobei das Ausgangslieferwerk (6) zugleich Lieferwerk für ein voll gerecktes/orientiertes Filamentgarn (1&min;) ist (Fig. 1).
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch ein Reckwerk (6, 6&min;) zum gemeinsamen, abschnittsweisen Recken eines Filament-Vorlagegarns (1) mit geringerem Orientierungsgrad und zum vollen Recken eines Filament-Vorlagegarnes (1&min;&min;) mit höherem Orientierungsgrad (Fig. 2).
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Reckwerk zum getrennten, abschnittsweisem Recken eines Filament-Vorlagegarns (1) mit geringerem Orientierungsgrad und zum vollen Recken eines Filament-Vorlagegarns (1&min;&min;) mit höherem Orientierungsgrad vorgesehen sind, wobei die beiden Reckwerke je mindestens ein gesondertes Eingangslieferwerk (2, 2&min; bzw. 6) und nur ein gemeinsames Ausgangslieferwerk (6&min;) haben (Fig. 2d).
  17. 17. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch ein Lieferwerk (2) zum gemeinsamen Liefern eines nur abschnittweise gereckten Filamentgarnes (X) und eines voll gereckten/orientierten Filamentgarnes (1&min;) (Fig. 3a/b/c).






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