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Dokumentenidentifikation DE19504766C2 23.10.1997
Titel Teilabgefederter Antrieb, insbesondere für elektrische Triebfahrzeuge
Anmelder ABB Daimler-Benz Transportation (Deutschland) GmbH, 16761 Hennigsdorf, DE
Erfinder Skumawitz, Erwin, Dipl.-Ing., 13355 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 04.02.1995
DE-Aktenzeichen 19504766
Offenlegungstag 08.08.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.10.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.10.1997
IPC-Hauptklasse B61C 9/48

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen teilabgefederten Antrieb, insbesondere für elektrische Triebfahrzeuge, wie er im Oberbegriff des Patentanspruches 1 näher definiert ist.

Es gibt verschiedene Ausführungen teilabgefederter Antriebe mit querliegendem Fahrmotor. Bei solchen Antrieben ist im allgemeinen das Großrad einschließlich eines kapselnden Getriebegehäuses auf der Radachse gelagert und das Motorritzel oder Kleinrad im Getriebegehäuse gelagert. Der Motor ist dabei fest am Drehgestell befestigt und das Getriebegehäuse beweglich befestigt. Zum Teil erfolgt eine pendelbewegliche Aufhängung über einen Lenker, zum Teil erfolgt eine federnd elastische Abstützung am Drehgestell über wenigstens 2, annähernd vertikal und diametral (zentralsymmetrisch) gegenüber der Kleinradachse angebrachte elastische Federelemente, deren Wirkungslinien durch die Mitte der Kleinradachse verlaufen. Zwischen Motor und Motorritzel bzw. Kleinrad befindet sich üblicherweise noch eine Kupplung.

Ein Antrieb der letztgenannten Art ist der gattungsbildenden DE-AS 12 14 263 entnehmbar und davon geht die Erfindung aus.

Es gibt systembedingte Nachteile der Konstruktionen. Mit den im Laufe der Zeit immer größer gewordenen Fahrgeschwindigkeiten und den aus Leichtbaugründen immer höher gewordenen Motordrehzahlen lassen sich zwar die Motorlager in gewünschter Weise verkleinern, die Großradlager müssen aber wegen der vorgegebenen Achslasten in ihrer Größe erhalten bzw. wegen größerer Achsdurchmesser oft sogar noch größer ausgelegt werden. Diese Lager sind wegen der hohen Drehzahlen bei Ausfall der Antriebsleistung stark gefährdet, weil wegen der für den Hochgeschwindigkeitsbereich vorzusehenden kleinen Getriebemasse dann keine stabilisierende Radiallast mehr vorhanden ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, hier Abhilfe zu schaffen und eine einfache Befestigung des Getriebegehäuses am Drehgestell zu finden, mit der neben einer kostengünstigen Minimierung der Verformungsverluste der Kupplung auch eine stabilisierende Wirkung zur Schonung der Lager erreicht werden kann.

Diese Aufgabe wird gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Anhand eines Ausführungsbeispieles wird die Erfindung im nachstehenden näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 Draufsicht eines Antriebes mit Motor und Radsatz,

Fig. 2 Schnittansicht gemäß Schnittlinie A-A in Fig. 1 (Ansicht ohne Radsatz).

Fig. 1 zeigt den kompletten Antrieb für einen Radsatz mit einem Motor 1, der über eine Kupplung 2 ein in einem Getriebegehäuse 3 gekapseltes, nicht sichtbares Kleinrad antreibt. Das Kleinrad kämmt ein mit einem Treibrad 4 des Radsatzes verbundenes nicht sichtbares Großrad im Getriebegehäuse 3, das selbst auf der Radsatzachse 5 gelagert ist. Der Motor 1 ist fest im Drehgestell verankert. Das Getriebegehäuse 3 ist von einer Ölwanne 9 mit Schauglas 10 und Ölablaßschraube 11 abgeschlossen.

Wie insbesondere die Schnittansicht der Fig. 2 zeigt - Motor 1 und Radsatz 4, 5 fehlen dort - ist das Getriebegehäuse 3 oberhalb und unterhalb über zwei vertikal und diametral gegenüber der Kleinradachse 8 angebrachte elastische Federelemente 6 am Drehgestell 7 abgestützt, wobei die Wirkungslinien der Federelemente 6, hier Gummi-Schubfedern, durch die Mitte der Kleinradachse 8 verlaufen. Damit ergibt sich eine federnd elastische Befestigung des Getriebegehäuses 3 mit einem quasi durch die Mittellinie der Kleinradachse 8 gehenden fiktiven inneren System-Drehpunkt. Achseinfederungen des Radsatzes bleiben dadurch praktisch ohne Auswirkung auf die Kleinradachse 8, wodurch der Kupplungsverschleiß wesentlich verringert wird. Von Vorteil ist insbesondere die einstellbare definierte Vorspannung des Getriebegehäuses 3 gegenüber dem Radsatz 4/5 über die Querelastizität der Federelemente 6. Dadurch wird bewirkt, daß die Lager des Getriebegehäuses 3 auf der Radachse 5 auch bei Leerlauf die erforderliche Mindestbelastung erhalten.


Anspruch[de]
  1. 1. Teilabgefederter Antrieb, insbesondere für elektrische Triebfahrzeuge, mit einem Großrad, das einschließlich eines kapselnden Getriebegehäuses auf der Radachse gelagert ist und einem Kleinrad, das im Getriebegehäuse gelagert ist, bei dem der gekuppelte Motor fest am Drehgestell befestigt ist und die Befestigung des Getriebegehäuses am Drehgestell federnd elastisch über wenigstens 2 annähernd vertikal und diametral gegenüber der Kleinradachse angebrachte elastische Federelemente am Drehgestell erfolgt, deren Wirkungslinien durch die Mitte der Kleinradachse verlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß über die Querelastizität der Federelemente (6) eine definierte radiale Vorspannung des Getriebegehäuses (3) gegenüber dem Radsatz (4/5) einstellbar ist.
  2. 2. Teilabgefederter Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radiale Vorspannung über eine Anordnung von Gummischubfedern mit Abstützungsflächen oberhalb und unterhalb des des Getriebegehäuses (3) einstellbar ist.






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