PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69125682T2 23.10.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0480774
Titel Kamerasteuerung
Anmelder Nikon Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Uchiyama, Shigeyuki, Setagaya-ku, Tokyo, JP;
Takagi, Tadao, Midori-ku, Yokohama-shi, Kanagawa-ken, JP;
Saya, Daisuke, Urayasu-shi, Chiba-ken, JP;
Katano, Yuji, Saiwai-ku, Kawasaki-shi, Kanagawa-ken, JP;
Sato, Shigemasa, Chiba-shi, Chiba-ken, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69125682
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 14.10.1991
EP-Aktenzeichen 913094231
EP-Offenlegungsdatum 15.04.1992
EP date of grant 16.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.10.1997
IPC-Hauptklasse A61B 3/113
IPC-Nebenklasse G02B 7/28   G03B 7/00   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft eine Kamera, die mit einem Mittel zur Detektion der Augenblickrichtung versehen und zur Verwendung z.B. in einer Kamera, wie einer Stehbildkamera oder einer Videofilmkamera, die mit der Funktion der Detektion einer Augenblickrichtungsposition in der Fotografierbildebene (unter den verschiedenen Positionen in der Fotografieebene die Position des Bereichs, auf den der Benutzer blickt) ausgestattet ist, geeignet ist und den Autofokussierbetrieb eines Fotoaufnahmeobjektivs oder die Belichtung des Films oder eines Bildaufnahmeelements steuert.

Verwandter Stand der Technik

Als Kameras dieser Art sind Kameras bekannt, bei denen der Teil in der Fotografiebildebene, den der Fotograf als das Hauptobjekt erkennen sollte, auf der Basis des Ergebnisses einer Augenblickrichtungsdetektion bestimmt wird und ein Fotoaufnahmeobjektiv durch die Verwendung eines Informationswerts, der für den Fokusdetektionszustand entsprechend dem Objekt in dem bestimmten Bereich repräsentativ ist, angetrieben wird, um dadurch eine sog. Autofokussierung durchzuführen. Es sind auch Kameras bekannt, bei denen eine automatische Belichtungssteuerung durchgeführt wird unter Verwendung eines Informationswerts, der für die Leuchtkraft eines Objekts in dem Bereich&sub1; der als das Hauptobjekt erkannt wird auf der Grundlage der Augenblickrichtungsdetektion, repräsentativ ist (solche Kameras sind z.B. in der japanischen Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 63-94232, der japanischen Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 1-241511 und der japanischen Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 2-5 offenbart).

In einer Kamera, bei der eine Autofokussierung durchgeführt wird auf der Grundlage des Ergebnisses der Detektion der Augenblickrichtung, kann ein wie nachfolgend beschriebenes Problem entstehen.

Man nehme einen Fall an, daß wie in der Fig. 7 der begleitenden Zeichnungen gezeigt ist, eine Vielzahl von Fokusdetektiongebieten 1-3 in der Fotografierbildebene 10 vorhanden ist. Man nehme weiter an, daß bei Blick des Fotografen zwischen das Fokusdetektionsgebiet 1 und das Fokusdetektionsgebiet 2 das zu dem Punkt der Augenblickrichtung nähere Fokusdetektionsgebiet ausgewählt wird und ein Fotoaufnahmeobjektiv auf der Grundlage eines Informationswerts, der für den Fokusdetektionszustand in diesem Gebiet repräsentativ ist, angetrieben wird. Unter der Annahme, daß in dem Fall einer solchen Kamera der Punkt der Augenblickrichtung des Fotografen in der Nähe eines Zwischenpunkts a zwischen dem Fokusdetektionsgebiet 1 und dem Fokusdetektionsgebiet 2 ist, und daß, wie in Fig. 8 der begleitenden Zeichnungen gezeigt ist, der Objektabstand D1 in dem Gebiet 1 und der Objektabstand D2 in dem Gebiet 2 starkt voneinander differieren, wird das ausgewählte Fokusdetektionsgebiet von dem Gebiet 1 zu dem Gebiet 2 oder von dem Gebiet 2 zu dem Gebiet 1 überwechseln, einfach, wenn sich die Augenblickrichtung geringfügig nach rechts oder links in der Nähe des Punktes a bewegt (der Blick eines Menschen bewegt sich unabsichtlich sogar dann, wenn er auf einen Punkt starrt). Jedesmal wenn ein solcher Wechsel stattfindet, wird das Fotoaufnahrneobjektiv hin- und herwechselnd angetrieben zwischen den Ansteuerungspositionen R1 und R2, wie in Fig. 9 der begleitenden Zeichnung gezeigt ist, was zu einer Verschwendung von elektrischer Energie führt. Dies ist ein Problem, das gleichermaßen auftreten wird, wenn man in die Nähe des Zwischenpunkt b zwischen den Fokusdetektionsgebieten 2 und 3 blickt. Wenn die Augenblickrichtung sich von dem linken Ende zu dem rechten Ende der Bildebene verschiebt oder umgekehrt, wird das ausgewählte Fokusdetektionsgebiet ebenfalls überwechseln, wenn die Augenblickrichtung den Punkt a passiert und den Punkt b, und damit wird in Übereinstimmung damit die Ansteuerung des Fotoaufnahmeobjektivs plötzlich stattfinden. Somit verändert sich im Fall einer Kamera zum Fotografieren sich bewegender Bilder wie einer Videobildkamera plötzlich der Gegenstandabstand, auf den in einem fotografierten sich bewegenden Bild fokussiert wird, und daher wird dieses sich bewegende Bild sehr unnatürlich.

Andererseits kann in einer Kamera, bei der eine automatische Belichtung durchgeführt wird, auf der Grundlage des Ergebnisses der Augenblickrichtung beispielsweise ein Problem auftreten, wie es nachfolgend beschrieben wird.

Man nehme an, daß bei Vorhandensein einer Vielzahl von photometrischen Gebieten 11-13 in der Fotografierbildebene 10, wie in Fig. 10 der begleitenden Zeichnungen gezeigt ist, ein Photometriegebiet entsprechend der Augenblickrichtung des Fotografen ausgewahlt wird und die Belichtung bestimmt wird auf der Grundlage der Leuchtstärkeinformation in diesem Gebiet. Unter der Annahme, daß die Augenblickrichtung des Fotografen in der Nähe des Zwischenpunkts a zwischen dem Photometriegebiet 11 und dem Photometriegebiet 12 ist und daß die Gegenstandsleuchtstärke B1 in dem Gebiet 11 und die Gegenstandsleuchtstärke B2 in dem Gebiet 12 stark voneinander differieren, wie in Fig. 11 der begleitenden Zeichnungen gezeigt ist, wird im Falle einer solchen Kamera das ausgewählte Photometriegebiet von dem Gebiet 11 zu dem Gebiet 12 überwechseln oder von dem Gebiet 12 zu dem Gebiet 11, einfach nur dann, wenn sich die Augenblickrichtung unbewußt leicht nach rechts oder links von dem Punkt a bewegt. Wenn trotz eines Blickens auf einen einzelnen Gegenstand, der in der Nähe des Augenblickrichtungspunkts a vorhanden ist, der Fotograf einfach leicht den Augenblickrichtungspunkt verschiebt, kann dementsprechend die Belichtungsmenge auf Grund der automatischen Belichtungssteuerung stark variieren von E1 zu E2, wie in Fig. 12 der begleitenden zeichnungen gezeigt ist. Dies stellt ein Problem dar, das gleichermaßen auftreten wird, wenn man in die Nähe des Zwischenpunkts b zwischen den Photometriegebieten 12 und 13 blickt. Wenn der Augenblickrichtungspunkt vom linken Ende zum rechten Ende der Bildebene oder umgekehrt bewegt wird, wird zudem das ausgewählte Photometriegebiet wechseln, wenn die Augenblickrichtung den Punkt a und den Punkt b passiert und daher wird in übereinstimmung damit sich plötzlich die gesteuerte Belichtungsmenge verändern. Somit verändert sich im Falle einer Kamera zum Fotografieren sich bewegender Bilder wie einer Videobildkamera die Helligkeit von fotografierten, sich bewegenden Bildern unnatürlich plötzlich.

Die Dokumente US-A-5 327 191 (entspricht der DE-A-3841575) und US-A-S 291 234 (entspricht der DE-A-3803305) offenbaren jeweils eine Vorrichtung zur Detektion der Augenrichtung zur Verwendung in einer Autofokussierkamera, in der ein Fokussieren durchgeführt wird auf der Grundlage einer Fokussierzone innerhalb des Blickfelds, die auf der Grundlage der detektierten Augenrichtung ausgewählt wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Kamerasteuerungssystem geschaffen zur Steuerung eines fotografischen Betriebs in Erwiderung auf die Position in einem fotografischen Feld, von der festgestellt wird, daß ein Benutzer zu ihr hinzieht, und selektiv in Erwiderung auf Messungen von Teilen des Objektfelds entsprechend zu jeweiligen Meßgebieten in dem fotografischen Feld, dadurch gekennzeichnet, daß das System betreibbar ist zur Berechnung eines interpolierten Meßwerts auf Grundlage der Messungen von einer Vielzahl der Gebiete und zur Steuerung des fotografischen Betriebs auf der Grundlage des interpolierten Meßwerts, wenn die detektierte Position, zu der der Benutzer hinsieht, zwischen diesen Gebieten liegt.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß sie ein Kamerasteuerungssystem schaffen kann, bei dem eine passendere automatische Fokusanpassung und automatische Belichtungssteuerung durchführbar ist auf der Grundlage einer Detektion der Augenblickrichtung mit dem Ergebnis, daß bessere Bilder erhalten werden können.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Bestimmte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun in bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in denen:

Fig. 1 eine schematische Ansicht ist, die den internen Aufbau einer mit einer Vorrichtung zur Detektion einer Augenblickrichtung versehenen Kamera gemäß einer Ausführunsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

Fig. 2 eine Grafik ist, die die Beziehung zwischen dem Augenblickrichtungspunkt durch die Kamera der Ausführungsform der Fig. 1 und von Gewichtungskoeffizienten zeigt.

Fig. 3 eine Grafik ist, die die Beziehung zwischen dem Augenblickrichtungspunkt und der Objektivansteuerungsposition zeigt.

Fig. 4 eine schematische Ansicht ist, die den internen Aufbau einer mit einer Vorrichtung zur Detektion einer Augenblickrichtung versehenen Kamera gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt.

Fig. 5 eine Grafik ist, die die Beziehung zwischen dem Augenblickrichtungspunkt durch die Kamera der Ausführungsform der Fig. 4 und von Gewichtungskoeffizienten zeigt.

Fig. 6 eine Grafik ist, die die Beziehung zwischen dem Augenblickrichtungspunkt und der Belichtungsmenge zeigt.

Fig. 7 die Positionen von Fokusdetektionsgebieten und zwei bestimmten Augenblickrichtungspunkten in der Fotografierbildebene zeigt.

Fig. 8 eine Grafik ist, die die Beziehung zwischen den beiden bestimmten Augenblickrichtungspunkten, die in Fig. 7 gezeigt sind, und der Fokusdetektionszustandsinformation (Gegenstandsabstandsinformation) zeigt.

Fig. 9 eine Grafik ist, die die Beziehung zwischen den beiden besonderen Augenblickrichtungspunkten, die in Fig. 7 gezeigt sind, und der Objektivansteuerungsposition zeigt.

Fig. 10 die Position von Photornetriegebieten und zwei bestimmten Augenblickrichtungspunkten in der Fotografierbildebene zeigt.

Fig. 11 ein Graphik ist, der die Beziehung zwischen den zwei bestimmten Augenblickrichtungspunkten, die in Fig. 10 gezeigt sind, und der Gegenstandsleuchtstärkeinformation zeigt.

Fig. 12 eine Grafik ist, die die Beziehung zwischen den beiden bestimmten Augenblickrichtungspunkten, die in Fig. 10 gezeigt sind, und einer Belichtungsmenge zeigt.

Fig. 13 ein Blockdiagramm eines Beispiels einer Kamera ist.

Fig. 14 die Unterteilungsmuster der Photometriegebiete und der Augenblickrichtungsdetektionsgebiete in der Fotografierbildebene des Beispiels der Fig. 13 zeigt.

Fig. 15 ein Beispiel zeigt, in dem die unterteilten Muster der Augenblickrichtungsdetektionsgebiete der Fig. 14 verändert worden sind.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Fig. 1 zeigt den inneren Aufbau einer Kamera gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Diese Kamera führt eine automatische Brennweitenanpassung auf der Grundlage des Ergebnisses der Detektion der Augenblickrichtung durch.

In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 21 eine Vorrichtung zur Detektion der Augenblickrichtung zur Detektion des Augenblickrichtungspunkts des Fotografen in der Fotografierbildebene 10. Die Vorrichtung 21 zur Detektion der Augenblickrichtung ist in einem Gehäuse 22 enthalten. Das Bezugszeichen 23 bezeichnet eine Vorrichtung zur Detektion einer Brennweite für die Kamera. Die Brennweitendetektionsvorrichtung 23 ist unterhalb der Vorrichtung 21 zur Detektion einer Augenblickrichtung vorgesehen und in dem Gehäuse 22 enthalten.

In dieser Brennweitendetektionsvorrichtung ist eine erste Berechnungsvorrichtung (nicht gezeigt) zum Berechnen von Informationswerten (Informationswerten, die sich auf die Gegenstandsentfernungen in einer Vielzahl von Gebieten 1-3 in der Fotografierbildebene 10 beziehen) D1-D3, die für die Brennweitendetektionszustände eines Fotoaufnahmeobjektivs 23 entsprechend der Vielzahl von Fotodetektionsgebieten 1-3 (Fig. 7) in der Fotografierbildebene 10 repräsentativ sind. Das Bezugszeichen 25 bezeichnet eine Steuerungsvorrichtung zur Steuerung der Antriebsmenge der Fotoaufnahmelinse 24 durch den mittleren Informationswert D, der von selbst berechnet wird. Die Steuerungsvorrichtung 23 ist mit der Brennweitendetektionsvorrichtung 23 und der Vorrichtung 21 zur Detektion der Augenblickrichtung verbunden. Der mittlere Informationswert D wird auf die folgende Weise durch eine zweite Berechnungsvorrichtung (nicht gezeigt), die in der Steuerungvorrichtung 25 enthalten ist, berechnet. Die zweite Berechnungsvorrichtung bestimmt die Gewichtungskoeffizienten k1-k3 der Fokusdetektionsgebiete 1-3 auf der Grundlage des Augenblickrichtungspunkts des Fotografen durch die Charakteristiklinien k1-k3 der Koeffizienten, die in Fig. 2 gezeigt sind, und berechnet den mittleren Informationswert D durch einen Operationsausdruck D = (k1 × D1 + k2 × D2 + k3 × D3) (k1 + k2 + k3).

Das Bezugszeichen 26 bezeichnet einen Motor zum Bewegen des Fotoaufnahmeobjekivs 24 in der Richtung seiner optischen Achse, und das Bezugszeichen 27 bezeichnet einen Nebenspiegel zum Richten eines über einen Halbspiegel 28 übertragenen Lichtstrahls auf die Brennweitendetektionsvorrichtung 23. Das Bezugszeichen 29 bezeichnet ein Pentagonprisma, und das Bezugszeichen 30 bezeichnet einen Sucherschirm.

Es wird nun eine Beschreibung durchgeführt eines Beispiels der Berechnung zum Ermitteln des mittleren Informationswerts D aus den Informationswerten D1-D3.

Unter der Annahme, daß beispielsweise der Augenblickrichtungspunkt sich bei einem Punkt c befindet, der in der Abszisse der Fig. 2 angezeigt ist, werden die Gewichtungskoeffizienten k1-k3 dieses Augenblickrichtungspunkts c bei Bestimmung gemäß den Koeffizientencharakteristiklinien der Fig. 2 jeweils zu 0,65, 0,35 und 0 bestimmt, wie an der Ordinate der Fig. 2 angezeigt ist. Unter der Annahm, daß die Informationswerte D1-D3, die für die Brennweitendetektionszustände in den Brennweitendetektionsgebieten 1-3 repräsentativ sind, Werte sind, die stark voneinander differieren, wie in Fig. 8 gezeigt ist, ermittelt sich der mittlere Informationswert D wie folgt:

D = (0,65 × D1 + 0,35 × D2 + 0 × D3)

(0,65 + 0,35 + 0)

= 0,65 × D1 + 0,35 × D2

Wenn die Antriebsmenge der Fotoaufnahmelinse auf der Grundlage des auf diese Weise erhaltenen mittleren Informationswerts D gesteuert wird, wird die Veränderung in der Objektivposition in dem mittleren Gebiet des Brennweitendetektionsgebiets gleichmäßig, wie in Fig. 3 gezeigt ist, sogar wenn sich der Augenblickrichtungspunkt feinfühlig verändert.

Während die vorliegende Ausführungsform in bezug auf einen Fall gezeigt worden ist, bei dem drei Brennweitendetektionsgebiete 1-3 vorhanden sind, ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt. Es kann zwei Brennweitendetektionsgebiete oder vier oder mehr Brennweitendetektionsgebiete geben. Wenn es vier oder mehr Detektionsgebiete gibt, wird der Objektivantrieb gleichmäßiger durchgeführt werden. In einem solchen Fall kann der mittlere Informationswert D aus einem Operationsausdruck D = (k1 × D1 + k2 × D2 + ... + kn × Dn) (k1 + k2 + ... + kn) berechnet werden. Informationswerte, die für die Brennweitenanpassungszustände des Fotoaufnahmeobjektivs entsprechend den Brennweitendetektionsgebieten 1-n in der Fotografierbildebene repräsentativ sind, sind D1, D2, ..., Dn und die Gewichtungskoeffizienten der Brennweitendetektionsgebiete 1-n sind k1, k2, ..., kn.

Die oben erwähnten Informationswerte D1-D3, die die Brennweiteninformationszustände anzeigen, müssen nicht immer genau den Gegenstandsweiten entsprechen. Sogar Informationswerte (Information, aus der ein grobes Maß für die Antriebsmenge des Fotografierobjektivs, die zur Brennweiteneinstellung und die Richtung ihrer Ansteuerung notwendig ist, herleitbar ist), die die Menge und Richtung (vordere Brennweite und hintere Brennweite) einer Defokussierung des Gegenstandsbildes anzeigen, können in der vorliegenden Erfindung angewendet werden. Wenn in einem solchen Fall die Detektion der Informationswerte und die Berechnung des mittleren Informationswerts wiederholt durchgeführt wird, während das Fotoaufnahmeobjektiv angesteuert wird, wird eine geeignete Fokusanpassung möglich.

Während in der oben beschriebenen Ausführungsform die automatische Brennweitenanpassung des Fotoaufnahmeobjektivs gemäß dem mittleren Informationswert D durchgeführt worden ist, ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt, sondern sie könnte so entworfen sein, daß ein automatisches Zoomen auf die folgende Weise auf der Grundlage des mittleren Informationswerts D durchgeführt wird. Dabei wird ein Motor zum Zoomen so gesteuert, daß mit zunehmender Entfernung entsprechend dem mittleren Informationswert D um so mehr das Fotoaufnahmeobjektiv hoch gezoomt wird, und mit kleiner werdendem Abstand das Fotoaufnahmeobjektiv um so mehr zurückgezoomt wird, wodurch die Größe des Objekts in der Fotografierbildebene unabhängig vom Gegenstandsabstand konstant gehalten werden kann.

Es wird nun eine Beschreibung einer Kamera gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung geliefert. Diese Kamera bewirkt eine automatische Belichtungssteuerung auf der Grundlage des Ergebnisses einer Detektion einer Augenblickrichtung.

Fig. 4 ist eine schematische Ansicht, die den internen Aufbau der Kamera gemäß dieser Ausführungsform zeigt. In Fig. 4 bezeichnet das Bezugszeichen 31 eine Vorrichtung zur Detektion einer Augenblickrichtung zum Detektieren des Augenblickrichtungspunkts des Fotografen in der Fotografierbildebene 10. Die Vorrichtung 31 zur Detektion einer Augenblickrichtung ist in einem Gehäuse 32 enthalten. Das Bezugszeichen 33 bezeichnet eine Photometrievorrichtung für die Kamera. Die Photometrievorrichtung 33 ist über der Vorrichtung 31 zur Detektion der Augenblickrichtung vorgesehen und in dem Gehäuse 32 enthalten.

In dieser Photometrievorrichtung 33 ist eine erste Berechnungsvorrichtung (nicht gezeigt) enthalten zum Berechnen von Informationswerten B1-B3, die für Gegenstandsleuchtstärken in einer Vielzahl von Photometriegebieten 11-13 (Fig. 10) in der Fotografierbildebene 10 repräsentativ sind. Das Bezugszeichen 34 bezeichnet eine Steuerungsvorrichtung zur Steuerung der Verschlußgeschwindigkeit eines Verschlusses 35 und der Blendengröße einer Stoppblende 36 auf der Grundlage eines mittleren Informationswerts D, der von selbst berechnet wird. Die Steuervorrichtung 34 ist mit der Photometrievorrichtung 32 und der Vorrichtung 31 zur Detektion der Augenblickrichtung verbunden. Der mittlere Informationswert B wird auf die folgende Weise durch eine zweite Berechnungsvorrichtung (nicht gezeigt), die in der Steuervorrichtung 34 enthalten ist, berechnet. Dabei bestimmt die zweite Berechnungsvorrichtung die Gewichtungskoeffizienten k11-k13 der Photometriegebiete 11-13 auf der Grundlage des Augenblickrichtungspunkts des Fotografen durch Koeffizientencharakteristiklinien k11-k13, die in Fig. 5 gezeigt sind, und berechnet den mittleren Informationswert B durch einen Operationsausdruck B = (k11 × B1 + k12 × B2 + k13 × B3) (k11 + k12 + k13).

Das Bezugszeichen 37 bezeichnet einen Spiegel, das Bezugszeichen 38 bezeichnet ein Pentagonprisma, das Bezugszeichen 39 bezeichnet einen Sucherschirm, und das Bezugszeichen 40 bezeichnet ein Fotoaufnahmeobjektiv.

Es wird nun eine Beschreibung eines Beispiels für die Berechnung zum Erhalt des mittleren Informationswerts B aus den Informationswerten B1-B3 geliefert.

Unter der Annahme, daß z.B. der Augenblickrichtungspunkt bei einem Punkt c ist, der in der Abzisse der Fig. 5 angezeigt ist, sind die Gewichtungskoeffizienten k11-k13 bei Bestimmung gemäß den Koeffizientencharakteristiklinien der Fig. 5 jeweils 0,65, 0,35 und 0, wie an der Ordinate der Fig. 5 gezeigt ist. Unter der Annahme, daß die Informationswerte B1- B3, die für die Leuchtstärken der Photometriegebiete 11-13 repräsentativ sind, sich voneinander stark unterscheiden, wie in Fig. 11 gezeigt ist, wird der mittlere Informationswert B wie nachfolgend gezeigt erhalten.

B = (0,65 × B1 + 0,35 × B2 + 0 × B3)

(0,65 + 0,35 + 0)

= 0,65 × B1 + 0,35 × B2

Wenn die Verschlußgeschwindigkeit des Verschlusses 35 und die Blendengröße der Stoppblende 36 auf der Grundlage des mittleren Informationswerts B, der auf diese Weise erhalten wurde, gesteuert werden, wird die Veränderung in der Belichtungsmenge an der Grenze zwischen den Photometriegebieten gleichmäßig werden, wie in Fig. 6 gezeigt ist, sogar wenn sich der Augenblickrichtungspunkt feinfühlig verändert.

Man kann aus den Figuren 5 und 6 erkennen, daß es Gebiete gibt, in denen der mittlere Informationswert B nur von einem Informationswert B1, B2 oder B3 abgeleitet wird. Wenn der Augenblickrichtungspunkt zwischen diesen Gebieten liegt, ist der mittlere Informationswert B ein interpolierter Wert, der von mehr als einem der Informationswerte B1, B2, B3 abgeleitet ist.

Während die vorliegende Erfindung in bezug auf einen Fall beschrieben worden ist, bei dem es drei Photometriegebiete gibt, so ist die vorliegende Erfindung jedoch nicht darauf beschränkt, sondern es kann zwei Photometriegebiete oder vier oder mehr Photometriegebiete geben.

Der Aufbau eines Beispiels wird nun in bezug auf die Figuren 13 und 14 beschrieben.

Die Belichtungsberechnungsvorrichtung, wie sie in Fig. 13 gezeigt ist, umfaßt hauptsächlich eine Steuerungseinheit (CPU) 141 zum Steuern des Systems der Kamera, und die CPU 141 ist mit den Ausgängen von einem Auslöseschalter 142, einer Vorrichtung 143 zur Detektion einer Augenblickrichtung und einer unterteilten Photmetrievorrichtung 144 verbunden. Der Ausgang der CPU 141 ist mit einer Anzeige 145 und einer Belichtungssteuerungsvorrichtung 146 verbunden.

Die Vorrichtung 143 zur Detektion einer Augenblickrichtung und die unterteilte Photornetrievorrichtung 144, wie sie in Fig. 14 gezeigt ist, unterteilen das Innere des Suchers in fünf Zonen 151-155, nämlich den zentralen Teil, den oberen linken Teil, den oberen rechten Teil, den unteren linken Teil und den unteren rechten Teil, während des Fotografierens und bewirken jeweils eine Detektion der Augenblickrichtung und eine Photometrie an jeder der Zonen 151-155.

Der Auslöseschalter 142 ist an einem nicht gezeigten Kamerakörper vorgesehen, und durch Drücken des Auslöseschalters 142 durch den Fotografen wird ein Signal zum Anweisen einer Fotografieranweisung oder ähnliches an die CPU 141 ausgegeben.

Die Vorrichtung 143 zur Detektion einer Augenblickrichtung ist eine Vorrichtung zur Detektion, in welcher der Zonen 151- 155 die Augenblickrichtung des Fotografen in dem Sucher angeordnet ist. Für die Vorrichtung 143 zur Detektion einer Augenblickrichtung kann man z.B. eine Vorrichtung verwenden, die Infrarotbeleuchtungslicht auf das Auge des Fotografen anwendet und die Position der Augenblickrichtung durch das von der Hornhaut oder der Kristallinse reflektierte Bild detektiert (die Vorrichtung ist z.B. in der japanischen Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 1-274736 offenbart).

Die unterteilte Photometrievorrichtung 144 ist eine Vorrichtung zum Messen der Gegenstandsleuchtstärke in dem Sucher an jeder der Zonen 151-155, die in Fig. 14 gezeigt sind, und sie gibt eine erhaltene Leuchtstärkeinformation an die CPU 141 aus, die somit den Belichtungswert berechnet.

Die Anzeige 145 ist eine Vorrichtung zum Anzeigen der durch die Vorrichtung 143 zur Detektion der Augenblickrichtung detektierten Position des Augenblickrichtungspunkts und des durch die CPU 141 berechneten Belichtungswerts.

Die Belichtungssteuerungsvorrichtung 146 ist eine Vorrichtung zum Steuern eines Verschlusses 147 und einer Stoppblende 148 während des Fotografierens in Übereinstimmung mit dem durch die CPU 141 berechneten Belichtungswert.

Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen beschränkt&sub1; sondern es sind verschiedene Abwandlungen innerhalb des Bereichs der Erfindung möglich.

In dem obigen Beispiel sind die Formen der Unterteilungszonen zum Durchführen einer Photometrie und der Unterteilungszonen zur Detektion der Augenblickrichtung dieselben, wogegen sie nicht immer die gleichen sein müssen, sondern z.B. die Unterteilungszonen für die Detektion der Augenblickrichtung enger machbar sind als die Unterteilungszonen für die Photometrie, um somit in den Unterteilungszonen für die Photometrie enthalten zu sein. Zudem können die Unterteilungszonen für die Photometrie weiter unterteilt sein als in der Fig. 14.

Fig. 15 zeigt ein Beispiel, in dem die Gebiete zur Detektion der Augenblickrichtung enger gemacht sind als die Photometriegebiete. In Fig. 15 umfassen die Gebiete zur Detektion der Augenblickrichtung 12 horizontale Unterteilungen × 8 vertikale Unterteilungen, was insgesamt 96 Unterteilungen ergibt. Diese Gebiete zur Detektion der Augenblickrichtungen sind den Unterteilungsformen für die Photometriegebiete 151- 155 der Fig. 14 angenähert und zur Verwendung für die genannte Gewichtung gruppiert, wie durch dicke Linien in Fig. 15 angezeigt ist.

Falls die Gebiete zur Detektion der Augenblickrichtung derart in einer Matrizenform unterteilt sind, wird die in Verbindung mit den Figuren 5 und 6 beschriebene Steuerung ebenfalls möglich werden durch Verwendung des Ergebnisses der Detektion von den Gebieten zur Detektion der Augenblickrichtung entsprechend den Brennweitendetektionsgebieten, die in ihrer Unterteilungsform von den Photometriegebieten 151-155 differieren, beispielsweise den Brennweitendetektionsgebieten 1-3 der Fig. 7. Wenn dies gemacht wird, kann eine automatische Belichtungssteuerung und eine automatische Brennweitenanpassung erzielt werden auf der Grundlage der Ausgabe einer einzigen Vorrichtung zur Detektion einer Augenblickrichtung und daher wird der Aufbau sehr einfach.

Unter den oben beschriebenen Ausführungsformen ist in der Ausführungsform, die in Fig. 15 gezeigt ist, das Verhältnis zwischen der horizontalen Dimension und der vertikalen Dimension jedes Gebiets für die Detektion der Augenblickrichtung kleiner als das Verhältnis zwischen der horizontalen Dimension und der vertikalen Dimension der Fotografierbildebene, wie man aus dieser Figur erkennt. Dies zeigt, daß das Auflösungsverhältnis in der horizontalen Richtung der Detektion der Augenblickrichtung höher ist als das Auf lösungsverhältnis in der vertikalen Richtung. Da die Augen von Menschen sich öfter in der horizontalen Richtung als in der vertikalen Richtung bewegen, ist es vernünftig, das Auflösungsvermögen in der horizontalen Richtung der Detektion der Augenblickrichtung höher zu machen.

Der Begriff "Augenblickrichtung" wurde durchgehend in der vorhergehenden Beschreibung verwendet, wobei er einfach sich auf den Kamerabenutzer beziehen soll, der auf die Fotografierbildebene auf herkömmliche Weise blickt. Es soll durch die Verwendung dieses Begriffs kein besonders fixierter oder scharfer Blick impliziert sein.

Für die somit beschriebene Erfindung wird es offensichtlich sein, daß sie auf viele Arten veränderbar ist. Solche Veränderungen sollen nicht als ein Abweichen vom Bereich der Erfindung angesehen werden.


Anspruch[de]

1. Ein Kamerasteuerungssystem zur Steuerung eines fotografischen Betriebs in Erwiderung auf die Position (a; b; c) in einem fotografischen Feld, von der festgestellt wird, daß ein Benutzer zu ihr hinsieht, und selektiv in Erwiderung auf Messungen (D&sub1;, D&sub2;, D&sub3;; B&sub1;, B&sub2;, B&sub3;) von Teilen des Objektfelds entsprechend zu jeweiligen Meßgebieten (1, 2, 3) in dem fotografischen Feld, dadurch gekennzeichnet, daß das System betreibbar ist zur Berechnung eines interpolierten Meßwerts auf Grundlage der Messungen von einer Vielzahl der Gebiete und zur Steuerung des fotografischen Betriebs auf der Grundlage des interpolierten Meßwerts, wenn die detektierte Position (a; b; c), zu der der Benutzer hinsieht, zwischen diesen Gebieten liegt.

2. Ein Kamerasteuerungssystem gemäß Anspruch 1, mit einem Berechnungsmittel (25; 34), das geeignet ausgebildet ist zur Erzeugung des interpolierten Meßwerts durch Wichten der Messungen (D&sub1;, D&sub2;, D&sub3;; B&sub1;, B&sub2;, B&sub3;) gemäß den Entfernungen zwischen den entsprechenden Gebieten (1, 2, 3) und der Position (a; b; c), von der festgestellt wird, daß der Benutzer zu ihr hinsieht.

3. Ein Kamerasteuerungssystem gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Messungen (D&sub1;, D&sub2;, D&sub3;) Brennweitenanpassungsmessungen sind entsprechend den jeweiligen Gebieten (1, 2, 3), wobei das System Objektivanpassungsmittel (25, 26) enthält zur Brennweitenanpassung eines fotografischen Objektivs (24) gemäß dem interpolierten Meßwert.

4. Ein Kamerasteuerungssystem gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Messungen Entfernungsmessungen sind, die den jeweiligen Gebieten entsprechen, wobei das System ein Objektivanpassungsmittel (25, 26) enthält zur Anpassung eines fotografischen Objektivs (24) gemäß dem interpolierten Meßwert.

5. Ein Kamerasteuerungssystem gemäß Anspruch 41 wobei das Objektivanpassungsmittel (25, 26) angeordnet ist zur Anpassung der Brennweite des fotografischen Objektivs (24) gemäß dem interpolierten Meßwert.

6. Das Kamerasteuerungssystem nach Anspruch 4 oder 5, wobei das Objektivanpassungsmittel (25, 26) angeordnet ist zur Anpassung des Zooms des fotografischen Objektivs (24) gemäß dem interpolierten Meßwert.

7. Ein Kamerasteuerungssystem gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Messungen (B&sub1;, B&sub2;, B&sub3;) fotometrische Messungen sind, die den jeweiligen Gebieten entsprechen, wobei das System ein Belichtungssteuermittel (34) enthält zur Steuerung einer Belichtung gemäß dem interpolierten Meßwert (B).

8. Eine Kamera mit einem Kamerasteuerungssystem (23, 25; 33, 34) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche und mit einem Mittel zur Detektion der Augenblickrichtung (21) zur Detektion der Position in dem fotografischen Feld, zu der der Benutzer hinsieht.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com