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Dokumentenidentifikation DE69310705T2 30.10.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0611703
Titel Behälter mit integriertem einsteckbaren Deckel
Anmelder AB Akerlund & Rausing, Lund, SE
Erfinder Christensson, Lars, S-161 55 Bromma, SE;
Christensson, Peter, S-114 39 Stockholm, SE
Vertreter Zenz, Helber, Hosbach & Partner, 64673 Zwingenberg
DE-Aktenzeichen 69310705
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 12.11.1993
EP-Aktenzeichen 938502168
EP-Offenlegungsdatum 24.08.1994
EP date of grant 14.05.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.10.1997
IPC-Hauptklasse B65D 5/64
IPC-Nebenklasse B65D 6/02   B65D 8/02   B65D 43/16   B65D 51/20   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen im wesentlich rohrförmigen Behälter aus einem relativ weichen und biegsamen Material, wie Karton, relativ weichen Kunststoffmaterial, einem Karton-Kunststoff-Laminat oder anderem weichen und biegsamen Material, und er ist in seinem gattungsmäßigen Aufbau aus einem ebenflächigen ausgestanzten Zuschnitt aus solchem Material hergestellt, wobei der Zuschnitt zu einem Röhre oder einer Hülse gefältet ist, welche am Boden und - nach Befüllung mit dem vorgesehenen Füllgut - auch an der Oberseite verschlossen ist, und welches Verschluß-Mittel aufweist, so daß der Behälter nach seinem ersten Öffnen derart wiederverschließbar ist, daß er zumindest in bezug auf pulverförmige Stoffe dicht ist.

Behälter dieser Art werden üblicherweise als Abgabebehälter für alle Arten von trocknen, halbtrocknen oder pastenförmigen Produkten, wie Mehl, Pulver, Körner, Flocken, Pasten etc. verwendet, welche nicht unbedingt flüssigkeits und gasdicht wiederverschlossen werden müssen, sondern für welche es ausreicht, wenn das Füllgut pulver-dicht verschlossen ist. Beispiele für solche Füllgüter sind Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Salz, Körnerprodukte, Pulver, Mehl etc. In einigen Fällen sind solche Behälter auch für die Abfüllung von flüssigen Produkten verwendet worden.

Der Behälter wird so hergestellt, daß der ebenflächige ausgestanzte Zuschnitt, beispielsweise ein Kartonzuschnitt, zu einer Röhre umgeformt wird, indem zwei seitliche Ränder des Zuschnitts derart zusammengefaltet werden, daß sie entweder aneinander anliegen oder sich auch leicht überlappen und in dieser Position durch Verschweißung oder Verklebung miteinander verbunden werden, oder - vorzugsweise - ein Schweißoder Klebestreifen über die Verbindungsnaht gelegt wird; danach wird ein napfförmiger Bodeneinsatz in das bodenseitige Ende des Behälters eingeklebt oder eingeschweißt, worauf der röhrenförmige Behälterteil von oben befüllbar ist. Alternativ ist eine Befüllung vom Boden aus möglich, wofür zunächst die Oberseite geschlossen wird. Der Behälter wird mit dem vorgesehenen Füllgut befüllt und schließlich mit einem Verschluß an der Oberseite versehen, welcher in dem in Frage stehenden Fall so ausgebildet sein sollte, daß der Behälter wiederverschließbar ist, was bedeutet, daß es möglich sein sollte, den Behälter zur Entnahme der abgefüllten Produkte wiederholt zu öffnen und danach auch wieder so zu verschließen, daß er zumindest, bezogen auf pulverförmiges Gut, dicht abgeschlossen ist.

Die Behälter-Oberseite wurde bisher allgemein als geson derte Einheit ausgebildet, wie beispielsweise bei dem Verschluß-Deckel gemäß dem auf die Anmelderin zurückgehenden US-Patent 5 050 763, welche einen rahmenartigen Rand aufweist und auf dem oberen Rand einer offenen Behälter-Hülse befestigt werden kann, wobei der Verschluß-Deckel gelenkig an besagtem oberen Rand angeschlossen ist. Diese Arten von Verschluß-Deckeln sind im allgemeinen aus relativ harten Kunststoffmaterialien hergestellt, welche einerseits im oberen Rand des Behälters eine gute Stabilität geben und es außerdem ermöglichen, daß der Behälter mittels des gelenkig angeschlossenen Deckelteils mehrfach wiederverschlossen werden kann.

Einen Verschluß dieser Art, der separat hergestellt und danach auf der Behälter-Hülse montiert wird, ist jedoch sowohl bezüglich seiner Herstellung und Montage auf der Behälter-Hülse teuer und kann außerdem zu bestimmten Problemen führen, wenn der Behälter vollständig wieder verwertbar ausgestaltet sein soll, da der Behälter-Deckel in solchen Fällen vor der Behälter-Wiederverwertung oder seiner Vernichtung abgenommen werden muß.

In einigen Fällen sind getrennte Deckel verwendet worden, welche bei jeder Entnahme von Füllgut aus dem Behälter zunächst abgenommen und dann wieder aufgesetzt werden. Solche gesonderten Deckel können leicht verloren gehen und sie passen im allgemeinen nur auf einen bestimmten Behältertyp, wobei es für ihre Verwendung erforderlich ist, daß der Behälter, und zwar insbesondere dessen oberer Rand so stabil ist, daß er dem zum Eindrücken des Deckels in den Behälter erforderlichen Druck widersteht. Es wird deshalb als Vorteil angesehen, wenn der Behälter mit einem integralen Deckel versehen ist, welcher ständig mit dem Behälter verbunden ist und der aus dem gleichen Material wie die anderen Teile des Behälters hergestellt ist, und zwar im vorliegenden Fall aus relativ weichem Karton oder Kunststoff-Karton-Laminat. Dies hat den Vorteil, daß der Deckel immer zur Hand ist und daß der Behälter als Ganzes der Wiederverwertung zugeführt oder auch zertrennt werden kann, ohne daß Teile des Behälters zuvor entfernt werden müssen.

Ein Behälter dieser Art mit einem integrierten Verschlußdeckel ist aus dem US-Patent 2 152 400 (D.Da Rold) bekannt. Dieser Behälter weist eine beispielsweise aus Kartonmaterial herstellbare Hülse auf und ist mit einem integrierten stopfenartigen Mehrfach-Verschluß versehen, der zum Teil in das obere Ende des Behälters einsetzbar ist. Der Verschluß selbst wird als ein von der Behälter-Hülse getrennter Teil ausgebildet, der von der Hülse durch eine aufreißbare Schwächungslinie getrennt ist, welche sich nur über einen Teil des Behälters erstreckt, wobei ein kleiner mit der Behälter-Hülse integraler Teil verbleibt, der die Funktion eines Scharniergelenks für den Verschluß übernimmt.

Der in diesem Patent gezeigte Behälter mag für bestimmte Arten von Füllgütern geeignet sein, hat sich jedoch auf dem Markt nicht durchgesetzt. Der Grund hierfür mag darin hegen, daß der Behälter bei Herstellung aus weichem Kartonmaterial so weich ist, daß es schwierig ist, den Verschluß- Stopfen ins obere Ende der geöffneten Behälter-Hülse einzudrücken, und daß der obere Rand der Behälter-Hülse allmählich beschädigt wird, worauf es dann nicht mehr möglich ist, den Behälter mittels des Verschlusses zu verschließen. Um eine solche Handhabung des Behälters zu ermöglichen, ist es erforderlich, daß entweder das Material, aus welchem die Behälter-Hülse hergestellt ist, sehr stabil ist, was bei Verwendung von Karton kaum möglich ist, oder die Hülse muß so ausgebildet werden, daß sie in der einen oder anderen Weise stabilisiert oder versteift wird.

Indem im US-Patent gezeigten Fall ist die Behälter-Hülse mit einer konkaven Umfangsnut in einem unterhalb des Bodens des Verschlußstopfens liegenden Bereich versehen, wobei jedoch im Patent nicht erläutert ist, daß diese Nut zur Stabilisierung der Hülse dienen soll, sondern sie ist lediglich im Zusammenhang mit der Bildung einer Schulter erwähnt, an welcher der bodenseitige Rand des Verschlusses in der Schließstellung anliegt. Wenn der Behälter an seinen senkrechten Seiten ergriffen wird, wird er unvermeidlich zusammengedrückt, und dies kann es noch schwieriger oder gar unmöglich machen, den Verschlußstopfen in die offene Mündung des Behälters einzudrücken.

Bei Behälter mit polygonaler Querschnittsform, z.B. einer im wesentlichen guadratischen oder rechteckigen Querschnittsform, stellt sich das Problem der mangelnden Steifigkeit dieser Behälterart in noch höherem Maße.

Für viele Arten von Füllgütern haben die bekannten Behälter auch eine ungenügende Dichtigkeit für die Lagerung, worunter die Dichtheit vor dem ersten Öffnen verstanden wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Behälter aus Karton der eingangs erwähnten Art mit einem integrierten Verschlußteil in Form eines wiederverwendbaren Verschluß-Stopfens zu schaffen, der gelenkig oder in anderer Weise mit dem Behälter verbunden ist, wobei der Behälter eine kreisförmige oder im wesentlichen rechteckige oder quadratische Querschnittsform mit scharfen oder abgerundeten Kanten haben kann, und so ausgebildet ist, daß er eine relativ gute Lager-Dichtheit oder Lagerfähigkeit vor dem ersten Öffnen hat, d.h. nach Möglichkeit sogar gasdicht ist. Der Behälter soll nach dem ersten Öffnen mehrfach zumindest in bezug auf pulvriges Füllgut dicht verschließbar sein, wobei er an seinem oberen Bereich so stabil ausgebildet sein soll, daß der Verschlußteil (der Verschlußstopfen) ohne Probleme in den oberen Rand des Behälters eindrückbar ist, auch dann, wenn der Behälter in seinem Mittelbereich von den Seiten ergriffen wird und dabei möglicherweise teilweise zusammengedrückt wird. Dabei soll der Behälter einfach zu öffnen und zu verschließen und so ausgebildet sein, daß der Verschlußteil auch als Originalitätssicherung dient, welche direkt erkennen läßt, wenn der Behälter bereits geöffnet war, wobei der Behälter außerdem noch als Ganzes der Wiederverwendung zuführbar sein soll.

Alle diese Aufgabenstellungen werden durch einen Behälter gelöst, bei welchem die Behälter-Oberseite mit einem inneren Verschluß-Stopfen versehen ist, welcher fest mit dem oberen Teil der Behälter-Röhre oder der -Hülse verbunden ist, wobei die Behälter-Hülse über ihren gesamten Umfang oder über drei von vier Seiten mit einer Schwächungslinie, beispielsweise einer Perforation versehen ist, um eine Abnahme des oberhalb der Perforationslinie liegenden Teils der Behälter-Hülse zusammen mit dem Verschluß-Stopfen zu ermöglichen, wobei dies entweder dadurch erfolgt, daß die gesamte Oberseite mit dem Verschluß-Stopfen entfernt wird, oder daß der Teil um ein Gelenk verschwenkt wird, welches von dem nicht-perforierten Teil (Seite) der Behälter-Hülse gebildet wird, wobei die Behälter-Hülse zur Stabilisierung des oberen Teils des Behälters eine Abschluß-Folie oder - Scheibe aus Karton oder einem Karton-Kunststoff-Laminat in der Nähe der Bodenfläche des in der Schließstellung stehenden Verschluß-Stopfens aufweist, und die Folie oder Scheibe fest mit der Innenfläche der Behälter-Hülse verbunden und mit einer Abgabeöffnung versehen ist, welche aufreißbar ist.

Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen hervor, und zwar zeigt,

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Behälters in noch nicht geöffnetem Zustand schräg von oben;

Fig. 2 denselben Behälter mit einem zur Hälfte geöffneten Verschlußteil;

Fig. 3 eine Schnittansicht entlang der Linie III-III in Fig. 1;

Fig. 4 eine Teil-Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in Fig. 1;

Fig. 5 eine Teil-Schnittansicht entlang der Linie V-V in Fig. 2; und

Fig. 6 schließlich in einer Aufeinanderfolge von sechs Darstellungen a-f ein Verfahren zur Herstellung und Füllung eines erfindungsgemäßen Behälters.

Der in den Zeichnungen gezeigte Behälter ist als integrale, aus einem ebenflächigen Zuschnitt aus relativ weichem und biegsamem Material hergestellte Einheit ausgebildet, welche eine Behälter-Röhre oder -Hülse 1, eine Oberseite 2 und einen Boden 3 und die weiter eine dichtende innere Abschluß-Folie 4 und einen Verschlußstopfen 5 an der Oberseite des Behälters aufweist. Eine Perforation 6 ist in geringem Abstand unterhalb der Oberseite 2 der Behälter- Hülse 1 vorgesehen, welche vollständig oder um den größten Teil der Behälter-Hülse herum verläuft. Im letztgenannten Fall verbleibt ein Teil der Behälter-Hülse unperforiert, wodurch ein Gelenk gebildet wird, um welches der oberhalb der Perforation 6 gebildete Deckelteil zusammen mit dem Verschluß-Stopfen verschwenkt werden kann.

Der Behälter soll insgesamt aus einem wiederverwendbaren Material, wie Karton oder einem im Innern mit auflaminiertem Kunststoff oder gewachstem Karton hergestellt werden, wodurch der Behälter vor dem ersten Öffnen wenigstens gegen den Austrit von pulverförmigen Stoffen oder eventuell auch gegen den Austritt von Flüssigkeiten oder sogar gasdicht abgedichtet ist. Der Behälter kann in jeder beliebigen Querschnittsform, beispielsweise mit kreisförmigem oder ovalem Querschnitt oder auch mit einer polygonalen Querschnittsform mit scharfen Rändern hergestellt werden. In den Zeichnungen ist jedoch die bevorzugte Ausführungsform eines Behälters mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt mit abgerundeten Kanten gezeigt.

Wie am besten aus der in Fig. 6 gezeigten Abfolge von Darstellungen hervorgeht, ist der Behälter in bekannter Weise aus einem ebenen Karton-Zuschnitt 7 hergestellt, der in geringem Abstand unter dem oberen Rand 8 der Behälter-Hülse mit einer Perforation 6 versehen ist, welche sich über die gesamte Breite oder deren größtem Teil in der Nachbarschaft des oberen Randes 8 erstreckt (siehe Fig. 6a). Der Zuschnitt 7 wird - in nicht gezeigter Weise - um einen Dorn herumgelegt, so daß die beiden Seitenränder 9 und 10 sich mit ihren Stirnseiten gegenüberstehen und der Zuschnitt wird dann zu einer Röhre oder Hülse verbunden, indem ein innerer und/oder äußerer Dichtstreifen 11 auf der Verbindungsnaht zwischen den Seitenrändern 9 und 10 aufgeschweißt oder verklebt wird, wie in Fig. 6b erkennbar ist.

Die Behälter-Hülse wird danach an einem Ende, wahlweise am Boden oder der Oberseite verschlossen, bevor sie gefüllt und am gegenüberliegenden Ende verschlossen wird. Die Füllung kann von der Oberseite erfolgen. Da die Oberseite jedoch im allgemeinen einen komplizierteren Aufbau als der Boden hat, wird häufig zunächst der Verschluß des Behälters an der Oberseite bevorzugt, worauf der mit der Oberseite nach unten gedrehte Behälter von der Bodenseite aus gefüllt und dann in der in den Fig. 6e und 6f gezeigten Weise verschlossen wird.

Der Verschluß der Oberseite erfolgt in konventioneller Weise, beispielsweise mittels eines Dorns, der einen Materialabschnitt durch einen Formring preßt und so zu einem Verschlußstück mit nach oben umgefalteten Rändern umformt, und dann die so gebildete Abschluß-Folie oder -Scheibe 4 in die offene Oberseite der Behälter-Hülse eindrückt. Die nach oben umgefalteten Ränder der Folien oder Karton-Scheibe 4 werden mit den Innenflächen der Behälter-Hülse 1 verklebt oder - beispielsweise durch Hochfrequenzschweißung - verschweißt und zwar in einigem Abstand unterhalb des oberen Randes 8 und in geringem Abstand unterhalb der Perforation 6, wie dies in Fig. 6c erkennbar ist.

Danach wird der Verschluß-Stopfen 5 beispielsweise aus geeignetem Kartonmaterial gebildet, der einen Boden 12 mit nach oben umgefalteten Rändern aufweist. Der Stopfen 5 sollte so hoch bemessen sein, daß er leicht und wirksam als Verschluß in den offenen Behälter eindrückbar ist, wobei der Boden 12 des Stopfens so weit ins Behälterinnere reichen sollte, daß er gerade oberhalb der nach oben umgefalteten Ränder der Oberkante der Abschluß-Folie 4 steht. Außerdem sollte der Stopfen mit seinem oberen Rand 13 geringfügig oberhalb des oberen Randes 8 der Behälter-Hülse 1 stehen. Der nach oben vorstehende Teil der Hülse wird über den oberen Rand 13 des Stopfens 5 herumgefaltet und durch Verschweißung und/oder durch Verkleben mit einem Schmelzkleber oder ähnlichen Klebern am Stopfen befestigt. Der Verschluß-Stopfen 5 bildet so eine feste Einheit, die integral mit dem fertigen Behälter verbunden ist und oberhalb der Perforation 6 steht, wie in Fig. 6d erkennbar ist. Der Behälter wird nun mit der Oberseite nach unten gedreht und mit dem Füllgut 15 (Fig. 6e) gefüllt und danach am Boden durch eine Abschluß-Folie oder -Scheibe 16 in Form einer Bodenscheibe mit umgefalteten (und zwar in der aufrechten Stellung des Behälters nach unten umgefalteten) Rändern verschlossen. Wie in der Verpackungstechnik bekannt, wird der bodenseitige Rand der Behälter-Hülse dann nach innen über die nach unten weisenden freien Ränder der Boden-Verschlußmittel 16 gefaltet oder gerollt.

Die Verbindung der Seitenränder 9 und 10 der Behälter-Hülse 1 erfolgt vorzugsweise mittig auf einer Flachseite, und zwar entweder mittig auf einer Schmalseite, wie in der Zeichnung gezeigt, oder - wahlweise - auch mittig auf einer breiteren Seite des Behälters. Das Gelenk, um welches der Deckelteil 14 verschwenkbar ist, ist vorzugsweise an der Seite vorgesehen, an welcher die Ränder 9 und 10 der Hülse miteinander verbunden sind. Erforderlichenfalls kann das Gelenk durch einen inneren und/oder äußeren Streifen aus Bandmaterial verstärkt werden, so daß der Deckelteil 14 ohne Zerstörung des Gelenks mehrfach geöffnet und geschlossen werden kann.

Der auf diese Weise geformte, gefüllte und verschlossene Behälter wird dadurch geöffnet, daß die Schwächungslinie oder Perforation 6, welche sich um den Behälter herum oder entlang dreier seiner Seiten erstreckt, aufgebrochen wird. Bei geeignet ausgebildeter Perforation ist dies leicht und einfach möglich.

Ein spezielles Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Behälter in der Nähe des oberen Randes und gerade unterhalb des Bodens 12 des Verschluß-Stopfens 5 und direkt unterhalb der Perforation 6 mit einer Abschluß-Folie oder Karton- Scheibe 4 versehen ist, die drei verschiedenen Zwecken dient, nämlich

zur Bildung eines pulver- oder staubdichten, oder möglicherweise auch flüssigkeitsdichten oder sogar gasdichten Abschlusses für das Füllgut,

zur Bildung einer Originalitätssicherung, welche direkt anzeigt, wenn der Behälter unzulässigerweise geöffnet worden ist, und

- in erster Linie - zur Verwirklichung einer Seitenstabilisierung des oberen Teils des Behälters derart, daß der Deckelteil 14 mit dem Verschluß-Stopfen 5 mehrfach in das offene Ende des Behälters eingedrückt oder eingeschwenkt werden kann, ohne daß die Behälter-Hülse deformiert oder beschädigt wird, wie dies sonst bei Behältern aus dem beschriebenen weichen Material erfolgen könnte.

Die Dicht- oder Abschluß-Folie kann aus Kartonmaterial, beispielsweise dem gleichen Material wie die Behälter-Hülse hergestellt sein, jedoch hat sich in der Praxis gezeigt, daß es genügt, wenn die Abschluß-Folie aus einem dünneren Material, beispielsweise einer Papierlage, einer Lage aus Papier-Kunststoff-Laminat oder aus einer Kunststoff-Folie hergestellt wird. Der beste Effekt wird jedoch durch ein Karton-Kunststoff-Laminat erhalten, der dem Behälter eine sehr gute Stabilität im Bereich seines oberen Randes ver leiht und es außerdem möglich macht, den Behälter vor dem ersten Öffnen gasdicht zu verschließen.

Zur Erleichterung der Abgabe des verpackten Füllgutes ist die Abschluß-Folie oder -Scheibe 4 mit einer Öffnung 17 versehen, die aufreißbar ist und welche als Scheröffnung in der Nähe des Randes angeordnet wird, welche dem Rand mit dem Gelenk 18 gegenüberliegt Die Öffnung sollte um so viel schmaler als die Querschnittsfläche des Behälters sein, daß um die Öffnung herum ein Rahmen von wenigstens ein Zehntel der Breite der Verschluß-Folie, beispielsweise 3-5 mm verbleibt, wenn der Behälter ein Breiten/Längenverhältnis von 7/12 cm hat. Der Rahmen gewährleistet eine Aufrechterhaltung der Stabilität des Behälters auch nach dem Aufreißen der Öffnung 17. In Fig. 2 ist die Öffnung als dreieckige Aufreißöffnung 17 dargestellt, welche - mit oder ohne eine das Öffnen erleichternde Aufreißlasche zur Erleichterung ausgebildet sein kann.

Bezugszeichenliste

1 Hülse (des Behälters)

2 Oberseite (des Behälters)

3 Boden (des Behälters)

4 Abschluß-Folie

5 Verschluß-Stopfen

6 Perforation

7 Zuschnitt (der Hülse)

8 Oberer Rand (von 7)

9 Seitenrand (von 7)

10 Seitenrand (von 7)

11 Dichtstreifen

12 Boden (von 5)

13 Oberer Rand (von 5)

14 Deckelteil

15 Füllgut (des Behälters)

16 Boden-Abschluß-Folie

17 Öffnung (in 4)

18 Gelenk


Anspruch[de]

1. Rohrartiger Behälter aus relativ weichem und biegsamem Material, wie Karton, einem relativ weichen Kunststoffmaterial, einem Karton-Kunststoff-Laminat oder einem anderen weichen und biegsamen Material, der in seinem gattungsmäßigen Aufbau aus einem ebenflächigen ausgestanzten Zuschnitt (7) aus solchem Material hergestellt ist, wobei der Zuschnitt zu einem Rohr oder einer Hülse (1) gefaltet ist, welche(r) an der Oberseite (2) und am Boden (3) verschlossen ist, und Verschluß-Mittel (14) vorgesehen sind, so daß der Behälter nach dem ersten Öffnen derart wiederverschließbar ist, daß er zumindest in bezug auf pulverförmige Stoffe dicht ausgebildet ist, wobei die Behälter- Oberseite (2) einen inneren Verschluß-Stopfen (5) aufweist, welcher mit dem oberen Teil (14) der Behälter-Hülse (1) fest verbunden ist, wobei die Behälter-Hülse (1) über ihren gesamten Umfang oder zumindest den größten Teil ihres Umfangs mit einer Schwächungslinie, beispielsweise einer Perforation (6) versehen ist, welche die Abnahme des oberhalb der Perforation (6) gelegenen Teils (14) der Behälter-Hülse (1) zusammen mit dem Verschluß-Stopfen (5) und die Abnahme desselben oder die Verschwenkung des besagten Teils (14) um ein Gelenk (18) ermöglicht, welches von einem nicht-perforierten Teil der Behälter-Hülse (1) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter-Hülse (1) zur Stabilisierung der Seiten am oberen Teil des Behälters einen Abschluß in Form einer Folie oder Scheibe (4) aufweist, welche fest mit den Innenseiten der Behälter-Hülse verbunden ist, wobei die Folie oder Scheibe eine Abgabe-Öffnung (17) aufweist, welche geöffnet werden kann.

2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdicht-/Abschluß-Folie (4) in solchem Abstand unterhalb der Perforation (6) angeordnet ist, daß der Boden (12) des Verschluß-Stopfens (5) in geschlossenem Zustand gerade oberhalb des Abschlusses (4) steht.

3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdicht-/Abschluß-Folie oder Scheibe (4) mit nach oben umgefalteten Rändern ausgebildet ist und daß der Verschluß- Stopfen (5) so ausgebildet ist, daß sein Boden (12) gerade oberhalb der umgefalteten Ränder der Abdicht-/Abschluß-Folie oder Scheibe (4) steht, wenn der Verschluß-Stopfen (5) sich in seiner Schließstellung befindet.

4. Behälter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdicht/Abschluß-Folie oder Scheibe (4) den Behälter vor dessen erster Öffnung hermetisch verschließt, und daß die Folie oder Scheibe (4) mit Mitteln zum Aufreißen einer Abgabe- Öffnung (17) versehen ist, die so bemessen ist, daß nach ihrem Aufreißen ein umlaufender rahmenartiger Rand zur Behälter-Hülse (1) von wenigstens 1/10 der Breite der Folie verbleibt.

5. Behälter nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter insgesamt aus einem wiederverwertbaren Material, beispielsweise Karton, einem weichen Kunststoffmaterial oder einem Karton-Kunststoff-Laminat hergestellt ist.

6. Behälter nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter-Hülse (1) einen kreisförmigen, ovalen, quadratischen oder rechteckigen Querschnitt hat.

7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter-Hülse (1) den Querschnitt eines Parallelepipeds mit abgerundeten Ecken hat, und daß die Behälter-Hülse im letztgenannten Fall an oder im Bereich der Mitte eines ebenen Abschnitts einer Seite verbunden ist, und daß das Gelenk (18), um welches der Verschluß-Stopfen (14) relativ zur Behälter-Hülse (1) verschwenkbar ist, an der gleichen Seite vorgesehen ist.

8. Behälter nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter-Hülse (1) mit gegenüberstehenden Rändern (9, 10) mittels eines inneren und/oder äußeren Verbindungsstreifens (11) verbunden ist.

9. Behälter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenk (18), um welches der Verschluß-Stopfen (14) relativ zur Behälter-Hülse (1) verschwenkbar ist, durch einen inneren und/oder äußeren Verstärkungsstreifen, z.B. ein Streifen aus Bandmaterial, verstärkt ist.

10. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter-Hülse (1) über ihren gesamten Umfang perforiert ist, und daß der Verschlußteil (14) mit dem Verschluß-Stopfen (5) als abnehmbarer und wiedereinsetzbarer Verschluß ausgebildet ist.







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