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Polsterteil, insbes. Sitzpolster - Dokument DE19542210C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19542210C2 27.11.1997
Titel Polsterteil, insbes. Sitzpolster
Anmelder Helsa-Werke Helmut Sandler GmbH & Co. KG, 95482 Gefrees, DE
Erfinder Böttger, Kerstin, 95239 Zell, DE;
Hoffmann, Regina, 95213 Münchberg, DE;
Stöcker, Peter, 95482 Gefrees, DE;
Wolfrum, Hermann, 95213 Münchberg, DE
Vertreter LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH, 90409 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 13.11.1995
DE-Aktenzeichen 19542210
Offenlegungstag 15.05.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.11.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.1997
IPC-Hauptklasse B68G 11/04
IPC-Nebenklasse D06N 7/00   A47C 7/18   A47C 27/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Polsterteil, insbes. Sitzpolster, das einen Polsterkern und einen Bezug aufweist, wobei zwischen dem Polsterkern und dem Bezug eine Zwischenlage vorgesehen ist.

Aus der DE 37 04 529 A1 ist ein hinterschäumter Gegenstand, insbes. hinterschäumtes Polsterteil, mit einem Kern aus Kunststoffschaum und einem Bezug bekannt, wobei zwischen dem Kern und dem Bezug eine luftundurchlässige Folie vorgesehen ist. Bei diesem bekannten hinterschäumten Gegenstand ist mindestens ein Flächenabschnitt des Bezugs zweischichtig aus einer nachgiebigen Lage und Leder gebildet, wobei die nachgiebige Lage zur Folie benachbart ist und das Leder die Außenseite des Bezugs bildet. Die nachgiebige Lage ist vorzugsweise ein Faservlies. Bei diesem bekannten hinterschäumten Gegenstand geht es insbes. darum, mit einfachen Mitteln den Eindruck des für den Bezug benutzten Leders aufrechtzuerhalten. Das Sitzklima kann bei diesem hinterschäumten Gegenstand, insbes. Polsterteil, noch Wünsche offen lassen.

Die DE 37 22 814 C2 beschreibt einen hinterschäumten Gegenstand, insbes. hinterschäumtes Polsterteil, mit einem Kern aus Kunststoffschaum und einem Bezug, wobei zwischen dem Kern und dem Bezug eine luftundurchlässige Folie und mindestens an einem Flächenabschnitt des Gegenstandes zwischen dem Bezug und der Folie eine nachgiebige luftdurchlässige Lage vorgesehen ist. Die Folie ist mit Löchern ausgebildet und der Kern aus Kunststoffschaum weist Belüftungskanäle auf, die in die Löcher der Folie einmünden. Auf diese Weise ergibt sich ein hinterschäumter Gegenstand, insbes. ein hinterschäumtes Polsterteil, bei dem mit einfachen Mitteln ein gutes Sitzklima erreicht wird.

Aus der DE 31 19 999 A1 ist ein Polsterteil mit einem Polsterkern, einem Bezug und einer Zwischenschicht zwischen dem Polsterkern und dem Bezug bekannt, wobei die Zwischenschicht ein hohes Feuchtigkeits-Aufnahmevermögen aufweist. Die Zwischenschicht besteht dort aus einem textilen Stoff oder aus einem Vlies, zweckmäßigerweise aus einem Wollvlies; adsorptive Eigenschaften weist diese Zwischenschicht jedoch nicht auf. Dieses bekannte Polsterteil ist also nur dazu geeignet, Feuchtigkeit zu speichern; eine Geruchsadsorption erfolgt dort nicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Polsterteil der eingangs genannten Art zu schaffen, das verbesserte Feuchteaufnahmeeigenschaften aufweist und eine Regenerierung, d. h. Feuchteabgabe durch Trocknung unter Raumbedingungen ermöglicht, wobei gleichzeitig eine Geruchsbindung gewährleistet wird, so daß sich eine Steigerung des Wohlbefindens einer das Polsterteil benutzenden Person ergibt.

Diese Aufgabe wird bei einem Polsterteil der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zwischenlage eine adsorptive Schicht aufweist. Zu diesem Zwecke kann die adsorptive Schicht einen luftdurchlässigen Träger mit Adsorberpartikeln aufweisen. Bei den Adsorberpartikeln kann es sich um Aktivkohle handeln. Der luftdurchlässige Träger kann ein Schaummaterial oder einen Vliesstoff oder ein Textilmaterial aufweisen. Bei dem Schaummaterial des erfindungsgemäßen Polsterteils handelt es sich vorzugsweise um einen offenporigen Kunststoffschaum, der an seiner Außenoberfläche und an den Porenwänden bzw. in den Poren mit Adsorberpartikeln ausgerüstet ist. Bei den Adsorberpartikeln kann es sich - wie bereits erwähnt worden ist - um Aktivkohle handeln, die in wenigstens einer Größenfraktion oder in verschiedenen Größenfraktionen vorgesehen sein kann. Erfindungsgemäß kann die adsorptive Schicht auch ein aktiviertes Kohlenstoffasermaterial aufweisen.

Bei dem erfindungsgemäßen Polsterteil kann die Zwischenlage zwischen dem Polsterkern und dem Bezug lose, d. h. wie bei einer konventionellen Polsterung üblich, vorgesehen sein. Es ist jedoch auch möglich, daß die Zwischenlage mit dem Bezug luft- und feuchtigkeitsdurchlässig zusammenlaminiert ist. Auf diese Weise ergibt sich eine einfache Handhabbarkeit. Dieses Zusammenlaminieren kann mit Hilfe eines Klebemediums erfolgen, das derartig gewählt wird, daß ein Feuchtetransport zwischen dem Bezug und der Zwischenlage in beiden Richtungen möglich ist. Dieses Zusammenlaminieren kann bspw. durch Flammkaschieren, mittels eines Sprühklebers, mittels eines Klebenetzes o. dgl. erfolgen. Bei der Zwischenlage kann es sich bspw. um einen mit Aktivkohlepartikeln ausgerüsteten bzw. durchtränkten Polyurethanschaum handeln. Die Schichtdicke der Zwischenlage kann ca. 0,5 bis 5 mm betragen. Selbstverständlich kann die Zwischenlage in ihrer Dicke auch anders dimensioniert sein. Eine einfache Handhabbarkeit ist auch dadurch möglich, daß die Zwischenlage mit dem Polsterkern verbunden ist. Der Polsterkern kann als konventioneller Polsterkern gestaltet oder ein hinterschäumtes Teil sein.

Erfindungsgemäß hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Zwischenlage auf der vom Bezug abgewandten Innenseite mit einer saugfähigen Vlieslage verbunden ist. Bei dieser Vlieslage handelt es sich zweckmäßigerweise um eine Viskosevlieslage mit einem Flächengewicht von ca. 50 bis 200 g/m². Bevorzugt ist es, die Vlieslage mit der Zwischenlage durch Nadelung zu verbinden. Diese Nadelung ist dabei derartig gestaltet, daß die Fasern durch die Zwischenlage, d. h. durch die Schicht aus mit Adsorberpartikeln versehenem Schaummaterial durchstechen, wobei ein schneller Feuchtetransport vom Bezug durch die Zwischenlage in die hochsaugfähige Viskosevlieslage mittels der sog. Nadelbärte, durch welche sich eine Dochtwirkung ergibt, erzielt wird. Die Adsorberpartikel in der Zwischenlage bewirken eine weiter verbesserte Feuchteaufnahme. Desweiteren bewirken sie in vorteilhafter Weise eine Feuchtespeicherung, so daß ein Teil der Feuchte von den Adsorber- bzw. Aktivkohlepartikeln während des Feuchtetransportes in die saugfähige Vlieslage hinein aufgenommen wird. Insbes. dienen die Adsorberpartikel dazu, nach einer Sättigung der saugfähigen Vlieslage die überschüssige Feuchte zu speichern. Das erfindungsgemäße Polsterteil bildet in vorteilhafter Weise gleichsam ein Feuchte-Regelsystem, d. h. Feuchte wird durch Trocknung unter Raumbedingungen wieder abgegeben, wenn das Polsterteil nicht mehr benutzt und feuchtebelastet wird. Es erfolgt also automatisch eine Regenerierung, wobei als vorteilhafter Nebeneffekt die Zwischenlage mit den Adsorberpartikeln als Geruchsbinder wirksam ist. Daraus resultiert eine Steigerung des Wohlbefindens einer das erfindungsgemäße Polsterteil, insbes. Sitzpolster, benutzenden Person auch über längere Zeiträume.

An der von der Zwischenlage abgewandten Innenseite der Vlieslage kann eine flüssigkeitsdichte Innenfolie auflaminiert sein. Diese Laminierung kann wie die weiter oben beschriebene Laminierung mittels eines Klebemediums erfolgen, das so gewählt wird, daß ein Feuchtetransport möglich ist. Bei dieser Laminierung kann es sich bspw. um ein Flammkaschieren handeln, oder es kann mit Hilfe eines Sprühklebers, mittels eines Klebenetzes o. dgl. erfolgen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die zuletzt erwähnte Innenfolie eine atmungsaktive Folie ist, weil hierdurch das Sitzklima eines erfindungsgemäßen Sitzpolsters weiter verbesserbar ist.

Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung abschnittweise und stark vergrößerten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Polsterteils, insbes. Sitzpolsters.

Die Figur verdeutlicht geschnitten in einem stark vergrößerten Maßstab einen Abschnitt des Polsterteiles 10, bei dem es sich insbes. um ein Sitzpolster handelt. Das Polsterteil 10 weist einen Polsterkern 12 und einen Bezug 14 auf, wobei der Polsterkern 12 bspw. aus einem Weichschaummaterial und der Bezug 14 z. B. aus einem Webvelour besteht. Zwischen dem Bezug 14 und dem Polsterkern 12 ist eine Zwischenlage 16 vorgesehen, die eine Schicht 18 aus mit Adsorberpartikeln versehenem Schaummaterial aufweist. In einem weiter vergrößerten Maßstab ist ein Ausschnitt des Schaummaterials 20 mit den Adsorberpartikeln 22 verdeutlicht. Bei dem Schaummaterial 20 handelt es sich um einen offenporigen Kunststoffschaum. Die Adsorberpartikel 22 sind vorzugsweise von Aktivkohlepartikeln gebildet. Die Unter- bzw. Innenseite 24 des Bezuges 14 ist mit der Ober- bzw. Außenseite 26 der Zwischenlage 16 bspw. mittels eines Klebemediums 28 zusammenlaminiert. Das Klebemedium 28 ist derartig gewählt, daß zwischen dem Bezug 14 und der Zwischenlage 16 ein Feuchtetransport möglich ist. Die besagte Kaschierung kann durch Flammkaschieren, mittels eines Sprühklebers, mittels eines Klebenetzes o. dgl. erfolgen.

Die Zwischenlage 16 ist auf ihrer vom Bezug 14 abgewandten Innenseite 30 mit einer saugfähigen Vlieslage 32 verbunden. Bei dieser Vlieslage 32 handelt es sich vorzugsweise um eine Viskosevlieslage mit einem Flächengewicht von ca. 50 bis 200 g/m². Die Vlieslage 32 ist mit der Zwischenlage 16 vorzugsweise durch Nadelung 34 verbunden. Diese Nadelung 34 ist derartig gestaltet, daß die Fasern durch die Zwischenlage 16 bspw. aus Polyurethanschaum stechen, so daß sog. Nadelbärte 36 ausgebildet werden, durch welche für die Feuchtigkeit eine Dochtwirkung erzielt wird. Auf diese Weise ergibt sich ein sehr schneller Transport von Feuchte durch die Zwischenlage 16 hin zur hochsaugfähigen Vlieslage 32. An der von der Zwischenlage 16 abgewandten Innenseite 38 der Vlieslage 32 ist eine flüssigkeitsdichte, atmungsaktive Innenfolie 40 vorgesehen. Die Innenfolie 40 ist mit der Vlieslage 32 bspw. mittels eines Klebemediums 42 zusammenlaminiert, das ähnlich wie das Klebemedium 28 zwischen dem Bezug 14 und der Zwischenlage 16 ausgebildet sein kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Polsterteil, insbes. Sitzpolster, das einen Polsterkern (12) und einen Bezug (14) aufweist, wobei zwischen dem Polsterkern (12) und dem Bezug (14) eine Zwischenlage (16) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlage (16) eine adsorptive Schicht (18) aufweist.
  2. 2. Polsterteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die adsorptive Schicht (18) einen luftdurchlässigen Träger mit Adsorberpartikeln aufweist.
  3. 3. Polsterteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Adsorberpartikel (22) aus Aktivkohle sind.
  4. 4. Polsterteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der luftdurchlässige Träger ein Schaummaterial oder ein Vliesstoff oder ein Textilmaterial aufweist.
  5. 5. Polsterteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaummaterial (20) ein Kunststoffschaum ist.
  6. 6. Polsterteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die adsorptive Schicht (18) ein aktiviertes Kohlenstoffasermaterial aufweist.
  7. 7. Polsterteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlage (16) mit dem Bezug (14) luft- und feuchtigkeitsdurchlässig zusammenlaminiert ist.
  8. 8. Polsterteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlage (16) mit dem Polsterkern (12) verbunden ist.
  9. 9. Polsterteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Polsterkern (12) ein hinterschäumtes Teil ist.
  10. 10. Polsterteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlage (16) auf der vom Bezug (14) abgewandten Innenseite (30) mit einer saugfähigen Vlieslage (32) verbunden ist.
  11. 11. Polsterteil nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vlieslage (32) eine Viskosevlieslage mit einem Flächengewicht von ca. 50 bis 200 g/m² ist.
  12. 12. Polsterteil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Vlieslage (32) mit der Zwischenlage (16) durch Nadelung (34) verbunden ist.
  13. 13. Polsterteil nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an der von der Zwischenlage (16) abgewandten Innenseite (38) der Vlieslage (32) eine flüssigkeitsdichte Innenfolie (40) auflaminiert ist.
  14. 14. Polsterteil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfolie (40) atmungsaktiv ist.






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