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Dokumentenidentifikation DE19549261C2 27.11.1997
Titel Verfahren zur Herstellung eines Filters als Schadstoff-Katalysator und Vitaminspender für Tabakrauchwaren
Anmelder Schumy, Guido, Dipl.-HTL-Ing., Maria Enzersdorf, AT
Erfinder Schumy, Guido, Dipl.-HTL-Ing., Maria Enzersdorf, AT
Vertreter Dembinski, R., Dipl.-Jur., Pat.-Anw., 13088 Berlin
DE-Anmeldedatum 09.05.1995
DE-Aktenzeichen 19549261
Offenlegungstag 12.06.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.11.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.1997
IPC-Hauptklasse A24D 3/14

Beschreibung[de]

Die gegenständliche Erfindung betrifft einen biochemischen Filter, der durch Bio-Katalyse toxische organische Rauchinhaltsstoffe, wie z. B. Nikotin, Pyridinbasen, Ammoniak, Methylamine, Pyrrole, Schwefelwasserstoff, Blausäure, Kohlenoxid, Methylalkohol, Formaldehyd und teerige Produkte, wie z. B. Phenole, Chinine, Naphtalin und KW-Stoffe, wie z. B. Antracen, Fluoren, Pyren, 1,2- und 3,4-Benzpyren, die bei ca. 700-900 Grad Celsius während des An- und Abrauchvorganges von z. B. einer konventionellen Filterzigarette entstehen können (Römpp, S. 4374 und deutsche Apothekerzeitung 1962, S. 1110) bindet, biochemisch verändert/aufbereitet unter gleichzeitiger Emittierung von Vitaminen in Spurenform, die in den Hauptstrom des Rauchers gelangen, d. h. der Transport von Vitaminmolekülen erfolgt nachweislich (grundprinzipielles Gutachten - gesamtorganisches - TOC - gaschromatographisch - Ascorbinsäurebestimmung in wäßriger Phase - UV-spektrographisch und Titration mit 2,6-Dichlorphenol-Indophenol) mittels Rauchgaskonvektion in den menschlichen Organismus beim Inhalierungsprozeß des Tabakrauchs. (Die Grundlagenmaxime der Analysen bzw. Abrauchvorgänge aus der Rauchgaswäsche - wurden in Anlehnung, Ergänzung und Erweiterung aus der DIN-Norm ISO 3308 - entnommen. - Abrauchnorm).

Bisher bekannt und eingesetzt werden, wie z. B. aus der DE-OS 35 32 618 ersichtlich, Verfahren mit Aktivkohle und Vitamin C, insbesondere zur Reduzierung des Aldehyds mittels der Endiol-OHC-CHO-Struktur oder gemäß der AT-PS 340297, wo Ascorbinsäure im Tabak dispergiert vorliegt und den Schadstoffgehalt im Tabakrauch reduziert und das Vitamin C als Biokatalysator für den menschlichen Organismus als vorteilhaft genannt wird.

Weiters bekannt ist aus der FR-PS 981585 der Einsatz von Kieselgel + Nikotinsäureamid (PP) und der Einsatz von Seetang und Riboflavin in der US-PS 5083578 und der Vitamin-B-Komplexe als Antimutagen in der EP-A2-0127012, die dem Tabak, Tee, Kaffee beigegeben werden.

Gegenüber diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich das erfindungsgemäße Verfahren durch einen besseren Wirkungsgrad der Schadstoffreduzierung, der deutlich über eine bloße Kombination von Vitaminzusätzen gemäß Stand der Technik hinausgeht und den Vitaminspendereffekt.

Es werden folgende Vitamine eingesetzt:

  • 1. Fettlösliche Vitamine, z. B. A, D, E u. K
  • 2. Wasserlösliche Vitamine, z. B. B1, B2, B6, B12 u. H (ausgenommen C).


Es erfolgt eine Homogenisierung von 1. u. 2. in wäßriger Phase unter Zugabe eines im Überschuß vorhandenen Vitamin C (Ascorbinsäure), vorzugsweise im Gewichtsverhältnis 1 : 1 : 3. Das homogenisierte Vitamindispergat kann auf ein beliebiges Trägermaterial aufgebracht werden, z. B. synthetische Filterwolle, aus z. B. Polyamid-Fasern, sowie Glas- und Tonkügelchen als anorganisches Trägermaterial und insbesondere aus hydrophilen, porösen Polymeren, z. B. Gelantine.

Nach erfolgter Applikation des Vitamindispergates auf ein wie oben beschriebenes Trägermaterial muß die Trocknung erfolgen. Das Gewichtsverhältnis von 1.) : 2.) beträgt 0,1-10 : 0,1-10, insbesondere 1 : 1.

Die Art des Trägermaterials ist nicht erfindungswesentlich. Wesentlich für das gegenständliche Erfindungsziel - die Reduzierung organischer Rauchinhaltsstoffe und/oder Vitaminspenderfunktion - ist ein Gewichtsverhältnis zwischen dem Vitamin C und dem Vitamin H von 2 : 0,1-1.

Der Filter- und Vitaminspendereffekt wird durch Zusatz von anorganischen Ionen, wie Ca-, Mg-, Co-, Cu-, Zn-, Cl-Ionen noch verstärkt.

Beispiel eines Filterherstellungsvorganges:

I

Vitaminsuppe:

In 1000 g Wasser werden unter ständigem Umrühren bei Zimmertemperatur 10 g Vitamin A + 10 g Vitamin D + 10 g Vitamin E + 10 g Vitamin K + 10 g Vitamin B1 + 10 g Vitamin B2 + 10 g Vitamin B6 + 10 g Vitamin H + 120 g Vitamin C + 15 g Cobaltchlorid zugesetzt.

II

Trägermaterial:

Wird nach dem Homogenisierungsvorgang nach I, in Form einer Polyamidwolle mit 100 g Gewicht 24 Stunden zur Tränkung in die Vitaminsuppe eingelegt, anschließend bei Zimmertemperatur herausgenommen und getrocknet. Nach dem Trocknungsvorgang wird das mit Vitaminen applizierte Trägermaterial für eine Filteranordnung, z. B. mit 35 mm Länge und 8 mm Durchmesser und an beiden Enden perforierter Tunus, eingepaßt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung eines biochemisch-katalytischen Schadstoffilters und Vitaminspenders für Tabakwaren auf der Basis von fett- und wasserlöslichen Vitaminen, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. 1) fettlösliche Vitamine aus der Gruppe A, D, E und K in wäßriger Phase mit
    2. 2) Vitamin H und weiteren wasserlöslichen Vitaminen aus der Gruppe B1, B2, B6 und B12 mit
    3. 3) Vitamin C
  2. homogenisiert und auf ein beliebiges Trägermaterial aufgebracht werden, wobei 1) und 2) im Gewichtsverhältnis 0,1 bis 10 : 0,1 bis 10, Vitamin C im Überschuß und Vitamin C und Vitamin H im Gewichtsverhältnis von 2 : 0,1 bis 1 eingesetzt werden.
  3. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 1) und 2) und 3) im Gewichtsverhältnis von 1 : 1 : 3 eingesetzt werden.
  4. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der wäßrigen Phase zusätzlich Ca-, Mg-, Co-, Cu-, Zn- und Cl-Ionen in beliebiger Konzentration als Aktivatoren beigefügt werden.
  5. 4. Verfahren nach einer der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterial synthetische Filterwolle, Glas- und Tonkügelchen und insbesondere hydrophile, poröse Polymere, wie Gelantine, eingesetzt werden.






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