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Dokumentenidentifikation DE19614878C1 27.11.1997
Titel Containertür
Anmelder Fahrzeugwerke Lübtheen GmbH, 19249 Lübtheen, DE
Erfinder Koch, Gerd-Peter, 19294 Neu Kaliß, DE
Vertreter Jaap, R., Pat.-Anw., 19370 Parchim
DE-Anmeldedatum 16.04.1996
DE-Aktenzeichen 19614878
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.11.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.1997
IPC-Hauptklasse B65D 90/62
IPC-Nebenklasse E05C 9/08   E05C 9/10   E06B 7/16   
Zusammenfassung Bekannte Containertüren sind anfällig gegen fahrlässige und vorsätzliche Beschädigungen und sind nur mit einem erhöhten Aufwand zu reparieren.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird eine kompakte Containertür vorgeschlagen, die im wesentlichen aus einer Welltafel (5) mit vertikalen Sicken und einer horizontalen Griffmulde (7) für eine Griffleiste (16) besteht. Diese Griffleiste (16) gehört zu einer vertikal verlaufenden Drehstange, die in einer Sicke der Welltafel (5) verläuft.
Entsprechende Container werden im Transport- und Umschlagswesen eingesetzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Containertür nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Entsprechende Container werden im Transport- und Umschlagwesen eingesetzt.

Container dieser Art sind grundsätzlich mit einer Tür ausgerüstet, die sich am hinteren Ende oder an einer der beiden Seiten befindet. Solche Türen müssen in sich stabil sein sowie gegenüber dem Container ausreichend abdichtbar, verriegelbar und abschließbar sein.

Eine entsprechende Containertür ist in der DE 38 50 119 T2 beschrieben, die in einer der Seitenwände angeordnet ist.

Sie besteht aus zwei Türflügel mit je einem umlaufenden Rahmen. An der zum Laderaum gerichteten Seite des Rahmens jedes Türflügels ist eine Türfüllung aus dem Material der Containerwände angesetzt. Aus Stabilitätsgründen besteht die Türfüllung aus einem gewellten Material. Auf der äußeren Seite der Türfüllung und zwar in der Ebene des Rahmens befinden sich jeweils zwei im Rahmen drehbar gelagerte Verriegelungselemente aus einem rundförmigen Material, die die oberen und unteren Rahmenteile durchdringen und mit an den beiden Enden befindlichen Querriegeln in entsprechende, an der Containerwand befestigte Riegelanker eingreifen. An den Verriegelungselementen sind horizontal angeordnete Griffe zur Betätigung der Verriegelungselemente befestigt. Diese Griffe werden mit Schließelementen gegenüber der Türfüllung gesichert. Zur Abdichtung der Türflügel gegenüber dem Laderaum des Containers ist an den Türflügel ein umlaufendes Dichtungsband angebracht. Der Verlauf dieses Dichtungsbandes ist am oberen und unteren Rahmenteil zur Umgehung der vertikalen Verriegelungselemente in eine andere Ebene nach innen versetzt.

Diese Containertür hat entscheidende Nachteile. Da sich die Querriegel der Verriegelungselemente außerhalb des umlaufenden Dichtungsbandes befinden, muß das Dichtungsband um die Verriegelungselemente herumgeführt werden. Die dadurch nicht in einer Ebene verlaufende Anordnung des Dichtungsbandes gewährleistet keine ausreichende Abdichtung des Laderaumes.

Außerdem sind für die Halterung des Dichtungsbandes am oberen Rahmenteil der Containertür und am oberen Rand des Containerrandes zusätzliche Bauteile notwendig, die einerseits die Containeröffnung verkleinern und andererseits die Herstellungskosten erhöhen.

Ein wesentlicher Nachteil besteht in dem erhöhten Reparaturaufwand beim notwendigen Austausch beschädigter gegen neue Verriegelungselemente. In einem solchen Falle müssen die beschädigten Verriegelungselemente zertrennt werden.

Die Containertür kann, wenn sie wie beabsichtigt, schmal gehalten werden soll, nur mit einer dünnwandigen Türfüllung ausgestattet sein, da die Türfüllung seitlich am Rahmen befestigt wird. Eine dünnwandige Türfüllung besitzt aber keine ausreichende Stabilität und die Verwendung eines stabilen, beispielsweise gewellten Materials führt wiederum zu einer unvertretbaren Verstärkung der gesamten Containertür.

Die Anordnung der Türfüllung innerhalb des Rahmens ist auf Grund der Anordnung der Verriegelungselemente nicht möglich.

Ein weiterer Nachteil besteht in der Art der Sicherung der Griffelemente gegenüber der Türfüllung. Das relativ dünnwandige und damit schwache Material der Türfüllung gewährleistet keine ausreichende Sicherheit gegen ein gewaltsames Öffnen.

Nicht zuletzt ist die äußere und damit sichtbare Anordnung der vertikalen Verriegelungselemente nicht mehr zeitgemäß. Einerseits bieten sie keine schöne Ansicht und zum anderen Ansatzpunkte für eine mutwillige Zerstörung.

Es besteht daher die Aufgabe, eine gattungsgemäße Containertür zu entwickeln, die kompakt ausgeführt ist und integrierte Verriegelungselemente besitzt.

Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Zweckdienliche Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche 2 bis 8.

Mit der Erfindung werden die Nachteile des Standes der Technik beseitigt.

Die neue Containertür zeichnet sich durch die Verwendung einer Welltafel und dem Einsatz verschieden angeordneter Querträger durch eine hohe Eigenstabilität aus. Diese Stabilität ermöglicht es, das Dickenmaß der Containertür äußerst gering zu halten.

Von besonderem Vorteil ist die integrierte Anordnung der Verriegelungseinrichtung. Dadurch, daß die Drehstangen der Verriegelungseinrichtung nicht von außen sichtbar und zugänglich sind, können sie nicht mehr fahrlässig oder vorsätzlich beschädigt werden. Das läßt eine geringere Dimensionierung der Drehstangen zu.

Die Verriegelungseinrichtung ist auch gegen ungewollte Beschädigung, z. B. durch die Ladetechnik beim Be- und Entladen geschützt.

Eine Verletzungsgefahr des Bedienungspersonales ist praktisch ausgeschlossen.

Die Stabilität der Containertür erhöht auch die Sicherheit gegen Einbruch, da die Schließelemente der Griffleiste an der relativ stabilen Griffmulde verankert werden.

Sollte aus anderen Gründen als dem der Beschädigung der Austausch der Drehstangen notwendig werden, wird der dazu erforderliche Aufwand durch Abnahme des montagefreundlich verschraubten U-Profilträgers relativ gering gehalten.

Vorteilhaft ist auch die stirnseitige Anordnung des Dichtbandes. So werden Beschädigungen des Dichtbandes oder Behinderungen des Personals beim Be- und Entladevorgang ausgeschlossen.

Von Vorteil ist es auch, daß das Dichtband in eine Ebene um die Containertür verlegt ist, das verbessert die Qualität der Abdichtung.

Durch die Verlegung der Querriegel der Drehstange und der Riegelanker am Großcontainer innerhalb des Wirkungsbereiches des Dichtbandes werden diese Funktionselemente vor der Witterung und vor Straßenschmutz geschützt, was erheblich zur Verlängerung der Lebensdauer beiträgt. Diese positive Wirkung wird auch dadurch beeinflußt, daß die Funktionselemente der Verriegelungseinrichtung durch die Containertür abgedeckt sind.

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.

Dazu zeigen

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Großraumcontainers mit der Containertür,

Fig. 2 eine vertikale Schnittdarstellung durch die Containertür und

Fig. 3 eine horizontale Schnittdarstellung durch die Containertür.

Die Fig. 1 zeigt einen Großcontainer 1 in seiner zweckmäßigen Quaderform und seinen standardisierten Abmessungen. Dieser Großcontainer besitzt eine an der Rückseite angeordnete Containertür 2.

Die Containertür 2 besteht aus zwei Türflügel 3 und 4, die jeweils an den entsprechenden vertikalen Holmen des Großcontainers 1 angeschlagen sind.

Jeder Türflügel 3 und 4 ist aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt und besteht in der Hauptsache aus einer trapezförmigen Welltafel 5 mit vertikal ausgerichteten inneren und äußeren Sicken 6. Unterhalb der Welltafel 5 ist eine horizontal sich über die Breite des Türflügels 3 und 4 erstreckenden Griffmulde 7 angeordnet, die aus einem U-Profilträger 7a gebildet wird.

Der Türflügel 3 und 4 wird oberhalb der Welltafel 5 durch einen Querträger 8 mit U-Profil und unterhalb der Griffmulde 7 durch einen Querträger 9 mit U-Profil begrenzt, die beide mit ihren Bodenflächen nach außen und mit den Außenflächen der Welltafel 5 bündig ausgerichtet ist. Der U-Profilträger 7a ist mit der Welltafel 5 und mit dem Querträger 9 vernietet oder verschraubt. Den seitlichen Abschluß des Türflügels 3 und 4 bilden jeweils Stützen 10.

Jedem Türflügel 3 und 4 ist mindestens eine Verriegelungseinrichtung 11 zugeordnet. Diese Verriegelungseinrichtung 11 besteht im Wesentlichen aus einer vertikalen Drehstange 12, die sich über die gesamte Höhe der Containertür 2 erstreckt und an ihren beiden entfernten Enden nockenartige Querriegel 13 besitzt. Die Drehstange 12 ist in einer der inneren Sicken 6 der Welltafel 5 angeordnet und in ihrer Stärke so bemessen, daß sie ohne Überstand von der Tiefe der Sicke 6 aufgenommen wird. Die Drehstange 12 ist in zwei Gelenken 14 und 15 gelagert, die sich im Inneren des oberen Querträgers 8 und des unteren Querträgers 9 befinden. Dabei durchdringt die Drehstange 12 den unteren Schenkel des Querträgers 8, beide Schenkel des U-Profilträgers 7a und den oberen Schenkel des Querträgers 9. Die Durchdringungsstellen der Drehstange 12 sind durch entsprechende Elemente abgedichtet.

Die Drehstange 12 mit ihren an den Enden befindlichen Querriegel 13 wird in ihrer Länge im oberen Bereich vom oberen Schenkel des Querträgers 8 und im unteren Bereich vom unteren Schenkel des Querträgers 9 eingeschlossen. In Höhe der Griffmulde 7 trägt die Drehstange 12 drehfest eine Griffleiste 16, die gegenüber der Containertür 2 mittels Schließelemente 17 verriegelbar bzw. verschließbar ist und die in diesem Stellung ebenfalls ohne Überstand von der Tiefe der Griffmulde 7 aufgenommen wird.

Der Großcontainer 1 besitzt im Bereich der Türöffnung im Deckenbereich und im Bodenbereich jeweils auf die Anzahl und die Anordnung der Verriegelungseinrichtung 11 abgestimmte und mit den Querriegeln 13 zusammenwirkende Riegelanker 18.

Jeder Türflügel 3 und 4 trägt an den schmalen Stirnflächen ein Dichtband 19 in Form eines Lippenringes, das mit einer umlaufenden Kante der Türöffnung des Großcontainers 1 zur Anlage kommt. Eines der beiden Türflügel 3 oder 4 besitzt nur an drei Stirnflächen ein durchgehendes Dichtband 19 und an seiner inneren Stütze an Stellen des Dichtbandes 19 eine Dichtleiste 20, die mit dem Dichtband 19 des anderen Türflügels 3 oder 4 zusammenwirkt.

Das Dichtband 19 des anderen Türflügel 3 oder 4 verläuft umlaufend.

Bezugszeichenliste

1 Großcontainer

2 Containertür

3 Türflügel

4 Türflügel

5 Welltafel

6 Sicke

7 Griffmulde

7a U-Profilträger

8 Querträger

9 Querträger

10 Stütze

11 Verriegelungseinrichtung

12 Drehstange

13 Querriegel

14 Gelenk

15 Gelenk

16 Griffleiste

17 Schließelement

18 Riegelanker

19 Dichtband

20 Dichtleiste


Anspruch[de]
  1. 1. Containertür, bestehend aus einer Welltafel mit vertikalen Sicken und einer Verriegelungseinrichtung, wobei die Verriegelungseinrichtung eine sich über die Höhe der Containertür erstreckende Drehstange mit Querriegeln an den entfernten Enden und eine Griffleiste besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - sich unterhalb der Welltafel (5) eine sich horizontal erstreckende Griffmulde (7) für die Griffleiste (16) der Verriegelungseinrichtung (11) befindet,
    2. - die Containertür (2) oberhalb der Welltafel (5) durch einen Querträger (8) mit U-Profil und unterhalb der Griffmulde (7) durch einen Querträger (9) mit U-Profil begrenzt wird und beide Querträger (8, 9) mit ihren Bodenseiten nach außen gerichtet und mit der Welltafel (5) bündig abschließend angeordnet sind,
    3. - die Containertür (2) seitlich durch Stützen (10) begrenzt wird und
    4. - die Drehstange (12) der Verriegelungseinrichtung (11) im Bereich einer inneren Sicke (6) der Welltafel (5) angeordnet ist und dabei den unteren Schenkel des oberen Querträgers (8), beide Schenkel der Griffmulde (7) und den oberen Schenkel des unteren Querträgers (9) durchdringt.
  2. 2. Containertür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffmulde (7) aus einem U-Profilträger (7a) besteht, dessen Bodenfläche zum Laderaum des Großcontainers (1) gerichtet ist.
  3. 3. Containertür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querriegel (13) der Drehstange (12) innerhalb der Querträger (8, 9) angeordnet sind.
  4. 4. Containertür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Containertür (2) ein Dichtband besitzt, das als Lippenring ausgebildet ist und an der umlaufenden Stirnfläche der Containertür (2) befestigt ist.
  5. 5. Containertür nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ausführung als zweiflügelige Containertür (2) ein Türflügel (3) an seiner inneren Stirnfläche eine vertikale Dichtleiste (20) für das Dichtband (19) des anderen Türflügels (4) besitzt.
  6. 6. Containertür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Drehstange (12) so bemessen ist, daß sie von der Sicke (6) ohne Überstand aufgenommen wird.
  7. 7. Containertür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Drehstange (12) und die Stärke der Griffleiste (16) so bemessen sind, daß beide von der Griffmulde (7) ohne Überstand aufgenommen werden.
  8. 8. Containertür nach den Ansprüchen 2, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchdringungsstellen der Drehstange (12) durch die Schenkel der Querträger (8, 9) und der Griffmulde (7) durch entsprechende Elemente abgedichtet ist.






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