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Dokumentenidentifikation DE19617898A1 27.11.1997
Titel Fixiervorrichtung für ein Federbein
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Hippe, Marco, 38536 Meinersen, DE;
Recklies, Helmut, 38550 Isenbüttel, DE
DE-Anmeldedatum 03.05.1996
DE-Aktenzeichen 19617898
Offenlegungstag 27.11.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.1997
IPC-Hauptklasse B60G 15/07
IPC-Nebenklasse B60G 15/00   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Fixiervorrichtung für ein Federbein, insbesondere ein McPherson-Federbein, das ein Anlageteil (4) aufweist, mit dem die Fixiervorrichtung formschlüssig an einem Dämpferbein eines Federbeins angeordnet werden kann, und einem mit dem Anlageteil (4) verbundenen stegartigen Fortsatz (8), der sich bei Anbringung der Fixiervorrichtung am Dämpferbein von diesem radial nach außen erstreckt. Um zusätzlich zur rotatorischen Zentrierung des Dämpferbeins in einem Schwenklager am Radträger weitere Haltevorrichtungen für die Aufnahme von zwischen dem Fahrzeugrad und einem Fahrzeugaufbau verlaufenden elektrischen Leitungen einzusparen, sind an dem Anlageteil Haltemittel (12, 12') für diese elektrischen Leitungen angebracht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Fixiervorrichtung für ein Federbein gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Federbeine dienen zur Abfederung des Fahrzeugaufbaus gegenüber den Fahrzeugrädern, z. B. für Einfedervorgänge bei einer Fahrt auf einer unebenen Straße, bei Brems- und Beschleunigungsvorgängen sowie bei Kurvenfahrt. Die Federbeine werden an ihrem unteren Ende in einem Schwenklager am Radträger angeordnet und dort befestigt. Da das Federbein nicht rotationssymmetrisch um seine Längsachse ausgebildet ist, ist neben der axialen Sicherung des Federbeins auch eine rotatorische Zentrierung des Federbeins im Schwenklager erforderlich. Weiterhin dienen die Federbeine zur Führung elektrischer Leitungen von an den Fahrzeugrädern befindlichen Sensoren, insbesondere den Sensoren des Antiblockiersystems (ABS) und der Fahrstabilitätsregelung (FSR), die vom Fahrzeugrad über das Federbein zum Fahrzeugaufbau verlaufen.

Eine Fixiervorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist aus der DE 43 31 976 A1 bekannt. An einem unteren Ende eines Federbeins ist ein als radialer Fortsatz ausgebildeter Steg angeordnet, der sich im unteren Bereich des Federbeins über eine gewisse axiale Länge erstreckt. Das Dämpferbein wird mit dem angeschweißten Steg bei der Montage in ein Lager am Radträger derartig eingesetzt, daß der Steg von einem Schlitz zwischen Klemmbacken des Lagers aufgenommen wird. Anschließend wird eine Schraube durch die Klemmbacken und eine Aussparung in dem Steg eingesetzt, wodurch die Klemmbacken zusammengedrückt werden und somit das Dämpferbein festklemmen. Das Federbein wird folglich über die Fixiervorrichtung durch den Formschluß zwischen dem Steg und dem entsprechenden Schlitz im Lager mit genauer rotatorischer Zentrierung des Federbeins im Schwenklager eingesetzt und durch die Klemmwirkung der Klemmbacken und die Schraube axial festgehalten. Die Montagehöhe des Federbeins in dem Lager wird durch eine untere Kante des Stegs definiert.

Eine derartige Fixiervorrichtung gewährleistet bereits eine genaue rotatorische und axiale Fixierung des Dämpferbeins im Lager. Es sind jedoch weiterhin zusätzliche Haltevorrichtungen für die Aufnahme von elektrischen Leitungen vom Fahrzeugrad zum Fahrzeugaufbau nötig, die in einem anschließenden Fertigungsschrift, z. B. durch Schellen am Dämpferbein, befestigt werden müssen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannte Fixiervorrichtung dahingehend weiterzuentwickeln, daß auf einfache und kostengünstige Weise auch die Aufnahme der elektrischen Leitungen vom Fahrzeugrad zum Fahrzeugaufbau ermöglicht wird.

Diese Aufgabe wird durch eine Fixiervorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Die Unteransprüche beschreiben bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Fixiervorrichtung.

Erfindungsgemäß ist somit vorgesehen, an dem Anlageteil der Fixiervorrichtung, das formschlüssig von dem Dämpferbein aufgenommen und mit ihm z. B. durch Punktschweißungen verbunden wird, Haltemittel zur Aufnahme der elektrischen Leitungen anzubringen, die von den Sensoreinrichtungen am Fahrzeugrad entlang des Dämpferbeins zum Fahrzeugaufbau führen. Indem an dem Anlageteil sowohl der stegartige Fortsatz, der bei Einsatz des Federbeins in das Schwenklager von diesem aufgenommen wird und zur rotatorischen Fixierung dient, als auch Haltemittel zur Aufnahme der elektrischen Leitungen angebracht sind, kann durch eine einzige Vorrichtung sowohl eine genaue Fixierung des Federbeins in dem Schwenklager als auch die Befestigung und Führung der vom Fahrzeugrad zum Fahrzeugaufbau führenden elektrischen Leitungen gewährleistet werden, so daß zusätzlich anzubringende Haltemittel für die elektrischen Leitungen, wie sie bisher notwendig waren, entfallen. Der radiale Fortsatz erstreckt sich dabei vorteilhafterweise nach Anspruch 4 bei Anbringung am Dämpferbein axial vom Anlageteil nach unten, so daß die Fixiervorrichtung im Bereich des Anlageteils am Dämpferbein derartig befestigt werden kann, daß der Anlageteil bei Einsatz des Dämpferbeins ins Schwenklager nicht in das Schwenklager eingeführt wird.

Die Erfindung wird im folgenden an einer Ausführungsform anhand der bei liegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Dämpferbein mit einer Fixiervorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der Fixiervorrichtung aus Fig. 1.

Die Fixiervorrichtung weist einen halbkreisförmigen Anlageteil 4 auf, der formschlüssig an einem Dämpferbein 1 angeordnet und an ihm über Schweißpunkte 5 befestigt werden kann. An einem mittleren Bereich des Anlageteils 4 ist eine Fahne 8 derartig angeordnet, daß sie sich bei Anordnung der Fixiervorrichtung am Dämpferbein gemäß Fig. 1 axial nach unten erstreckt und somit bei Einsatz des Dämpferbeins in ein Schwenklager in diesem von einem entsprechenden Schlitz aufgenommen werden kann, so daß eine gute rotatorische Zentrierung des Federbeins im Schwenklager möglich ist. Die Fahne 8 weist zur axialen Fixierung des Dämpferbeins im Schwenklager eine Kante 14 auf, die bei Einsatz des Dämpferbeins in das Schwenklager als Anlagefläche dient. Im unteren Bereich der Fahne ist eine Ausnehmung 10 in bekannter Weise vorgesehen, durch die zur weiteren Fixierung bei Einsatz des Dämpferbeins im Schwenklager ein Bolzen oder Stift geführt werden kann, um eine zusätzliche axiale Sicherung des Dämpferbeins zu gewährleisten derartig, daß das Dämpferbein nicht bei einem Ausfedervorgang des Fahrzeugs aus dem Schwenklager herausgehoben werden kann.

An den seitlichen Enden des Anlageteils 4 sind Haltearme 12, 12&min; angeordnet, die zur Aufnahme von elektrischen Leitungen geeignet sind, welche vom Fahrzeugrad axial entlang des Dämpferbeins zum Fahrzeugaufbau führen. Die Haltearme sind gegenüber der Fahne jeweils um einen Winkel von 90° versetzt. Die Haltearme 12, 12&min;, die Fahne 8 und der Anlageteil 4 sind dabei bevorzugt einteilig ausgebildet. Dabei sind auch Ausbildungen möglich, bei denen die Haltearme mit der Fahne verbunden sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Fixiervorrichtung für ein Federbein, insbesondere ein McPherson-Federbein, mit einem Anlageteil (4) zur formschlüssigen Aufnahme an einem Dämpferbein (1) des Federbeins,

    und einem mit dem Anlageteil (4) verbundenen stegartigen Fortsatz (8), der sich bei Anbringung der Fixiervorrichtung am Dämpferbein von diesem radial nach außen erstreckt,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    Haltemittel (12, 12&min;) zur Aufnahme von zwischen einem Fahrzeugrad und einem Fahrzeugaufbau verlaufenden elektrischen Leitungen an dem Anlageteil (4) angebracht sind.
  2. 2. Fixiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltemittel (12, 12&min;) gegenüber dem stegartigen Fortsatz winkelmäßig versetzt sind, vorzugsweise um einen Winkel von jeweils 90°.
  3. 3. Fixiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem stegartigen Fortsatz Ausnehmungen (10) zur Aufnahme eines Bolzens zur axialen Sicherung des Federbeins ausgebildet sind.
  4. 4. Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der stegartige Fortsatz (8) bei Anbringung am Dämpferbein axial vom Anlageteil (4) nach unten erstreckt.
  5. 5. Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Anlageteil über Punktschweißungen am Dämpferbein befestigbar ist.






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