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Dokumentenidentifikation DE19620169A1 27.11.1997
Titel Äußere Verschlußvorrichtung für einen Behälter
Anmelder Pohl GmbH, 76187 Karlsruhe, DE
Vertreter H. Rieder und Kollegen, 42329 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 20.05.1996
DE-Aktenzeichen 19620169
Offenlegungstag 27.11.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.1997
IPC-Hauptklasse B65D 51/20
IPC-Nebenklasse B65D 39/00   B65D 17/00   A61J 1/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine äußere Verschlußvorrichtung für einen Behälter mit insbesondere pharmazeutischem Inhalt, welche einen durchstoßbaren Behälterdeckel steril abschließt, und die für das Freilegen eines Durchstechbereiches einer innenseitig der Verschlußvorrichtung angeordnete und mit dieser verhafteten, insbesondere randseitig umlaufend verhafteten Dichtung wenigstens ein entfernbares Teil, bevorzugt eine Siegelfolie, aufweist.

Derartige pharmazeutische Inhalte, beispielsweise Infusions- oder Transfusionslösungen, sind in der Regel steril aufzubewahren und zu verwenden. Hieraus erwächst die Forderung, daß der Inhalt auch bei seiner Verwendung mit der nichtsterilen Umgebung nicht in Berührung kommt. Um dieser Forderung gerecht zu werden, sind Lösungen entwickelt worden, bei denen eine über einen Mantel mit dem Behälter fest verbundene Überkappe als äußere Verschlußvorrichtung eine Dichtung hält, welche nach - zumindest teilweiser - Entfernung der Kappe mittels einer Injektionsnadel oder eines Hohldornes zur Entnahme des Inhaltes aus dem Behälter durchstoßen werden kann. So zeigt die DE-A-32 41 283 einen durchstoßbaren Stopfen, der in eine Behälteröffnung in Form eines Flaschenhalses eingesetzt werden kann. Eingelegte Dichtungsscheiben, welche von einem Kappenübergriff gegen einen durchstoßbaren Behälterdeckel oder gegen eine Behälteröffnung gehalten werden, sind aus der DE-A-33 10 265 und der DE-A-23 27 553 bekannt. Mit der Kappe flächig verhaftete Dichtungen zeigen die DE-23 27 553 und die EP-0 364 783. Allen diesen Lösungen gemeinsam ist, daß bei Befestigung der Kappe an dem Behälter die Dichtung formschlüssig zwischen Behälteröffnung bzw. einem durchstoßbaren Behälterdeckel und einer kappeninnenseitig umlaufenden Schulter eingespannt ist. Zufolge derartiger Ausgestaltung muß die Dichtung von unten in die Kappe eingesetzt bzw. eingespritzt werden und gleichzeitig ist die Durchstechmöglichkeit der Überkappe zu schaffen. Dies unter Beachtung der erforderlichen Sterilität. Eine derartige äußere Verschlußvorrichtung bedingt von daher eine ganze Reihe unterschiedlicher Herstellungsschritte.

Diese technische Problematik zu überwinden und eine gebrauchsvorteilhafte äußere Verschlußvorrichtung einfacher Gestaltung zur Verfügung zu stellen, macht sich die Erfindung zur Aufgabe.

Gelöst wird diese durch eine äußere Verschlußvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2 und insbesondere in deren Kombination. Bei dem Anspruch 1 ist darauf abgestellt, daß die äußere Verschlußvorrichtung an ihrem dem Behälterdeckel abgewandten Ende eine Öffnung von wenigstens der maximalen flächenhaften Erstreckung der Dichtung aufweist, durch welche die Dichtung zumindest in ihrer flächenhaften Erstreckung spannungsfrei in Durchstoßrichtung in die Verschlußvorrichtung eingebracht ist. Zufolge dieser Ausgestaltung wird die Dichtung von der dem Behälter abgewandten Seite in die Verschlußvorrichtung eingebracht. Demzufolge kann ein den Innenraum der Verschlußvorrichtung ausformender Kern beispielsweise bei einer gespritzten Verschlußvorrichtung in dieser - zumindest teilweise - bei der Montage der Dichtung verbleiben, womit die für einen sterilen Abschluß des Behälterdeckels wichtigen Innenmaße mit hoher Genauigkeit gewahrt bleiben. Es hat sich ferner als besonders zweckmäßig herausgestellt, bei einer äußeren Verschlußvorrichtung, bei der die Dichtung randseitig umlaufend mit der äußeren Verschlußvorrichtung verhaftet ist und deren Durchstechbereich von einer Siegelfolie überdeckt ist, vorzusehen, daß die Verschlußvorrichtung an ihrem dem Behälterdeckel abgewandten Ende von der Oberseite der Dichtung abgeschlossen wird und daß auf der Dichtung die Siegelfolie ringförmig mit dieser verhaftet ist. Diese Maßnahme erlaubt eine keimfreie Ausbildung des Durchstechbereiches der Dichtung unabhängig von der Ausbildung der Verschlußvorrichtung insgesamt. Für eine Auf- und Anlage der Dichtung und damit ihrer exakten Positionierung ist innerhalb der Verschlußvorrichtung eine in Durchstoßrichtung den Innenquerschnitt derselben verkleinernde Auflage vorgesehen, mit welcher die Dichtung auch verhaftet ist. Diese Auflage ist bevorzugt als umlaufende, einer Mantelinnenwand der Verschlußvorrichtung vorspringende Ringschulter ausgebildet. Gegenüber möglichen, beispielsweise konischen Auflageflächen durch entsprechende Ausbildung der Mantelinnenwand, bei der es bei dem Zusammenspiel von Dichtung und konischer Mantelinnenwand zu einem Auswandern der Dichtung aus einer Mittelachse kommen kann, garantiert eine vorspringende Ringschulter eine exakte Auflage und Zentrierung einer entsprechend ausgebildeten Dichtung. Hierbei wird weiter bevorzugt, daß insbesondere eine solche Ringschulter als Auflage durch einen umlaufenden, der Mantelwand der Verschlußvorrichtung vorstehenden Bund ausgebildet ist. Bei einer solchen Ausführung ist dann vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Dichtung auf ihrer dem Behälterdeckel abgewandten Seite einen umlaufenden Flansch ausbildet, welcher auf der Auflage aufliegt und mit dieser verhaftet ist. Das Verhaften kann durch Kleben, Schweißen oder dergleichen in an sich bekannter Art erfolgen. Eine solche Verhaftung bietet darüberhinaus beim Durchstechen der Dichtung Vorteile. Es ist durch diese Maßnahme die Dichtung gleichsam einer Membran straff eingespannt, jedoch ohne Eigenspannung. Da die Einspannung nahe der Oberfläche der durchzustechenden Dichtung liegt, erfolgt kaum ein Auswandern und damit Verdichten der Dichtung in Durchstoßrichtung. Das Durchstechen erfordert weniger Kraft. Als weitere Maßnahme ist vorgesehen, daß die Dichtung sich in Durchstoßrichtung insbesondere konisch verjüngt. Hierdurch werden zur Mantelinnenwand Freiräume geschaffen, welche das geringfügige Auswandern der Dichtung der erfindungsgemäßen Verschlußvorrichtung beim Durchstoßen erlauben. Auch demzufolge kommt es zu keiner Materialverdichtung und damit zu keiner Erschwerung des Durchstoßens. Abweichend von der Verschlußvorrichtung des Anspruchs 2 kann vorgesehen sein, daß die Oberseite der Dichtung mit der Oberseite des Mantels unmittelbar abschließt, daß auf der Oberseite des Mantels eine ringförmiger Wulst angeordnet ist, auf welcher eine Siegelfolie aufliegend und verhaftet die gesamte Dichtungsoberseite überdeckt. In Weiterbildung sind auf der Oberseite der Dichtung Nocken der Höhe der Wulst angeordnet. Von diesen wird die Siegelfolie über dem gesamten Bereich der Dichtung auch abgestützt. Eine einfache Formgestaltung, beispielsweise eines Spritzwerkzeuges bzw. Spritzwerkzeuge ist dann gegeben, wenn vorgesehen ist, daß der Mantel in Durchstoßrichtung über dem Behälterdeckel einen konstanten Innenquerschnitt aufweist, daß in Durchstoßrichtung vor dem Behälterdeckel ein der Mantelinnenwand vorspringender Bund ringförmig umlaufend ausgebildet ist, daß die in Durchstoßrichtung eingesetzte Dichtung mit einem Flansch auf dem Bund aufliegt, dort mit diesem verhaftet ist, den Bund durchsetzt und auf dem Behälterdeckel aufliegt. Ist vorgesehen den oder die Durchstechbereiche allein mit einer Siegelfolie zu verschließen, wozu dann gegebenenfalls mehrere Siegelfolien oder eine trennbare Siegelfolie vorzusehen ist, kann in weiterer Ausgestaltung die Dichtung selbst einen ringförmigen, ihrer Oberseite vorstehende Wulst ausbilden, auf welcher die Siegelfolie aufliegend verhaftet ist. Dabei kann die ringförmige Verhaftung der Siegelfolie den Durchstechbereich markieren.

Als verfahrensgünstig zur Herstellung der Verschlußvorrichtung nach der Erfindung hat es sich nach der Ausformung des Mantels, beispielsweise in einem Spritzverfahren, für das Einsetzen der Dichtung herausgestellt, wenn ein die Innenkontur des Mantels ausformendes Werkzeug oder Werkzeugteil in dem Mantel diesen haltend verbleibt.

Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert, in der lediglich Ausführungsbeispiele dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 in Seitenansicht einen Behälter mit einer äußeren Verschlußvorrichtung, wie er beispielsweise als Infusionsflasche oder -beutel Verwendung findet,

Fig. 2 den Behälter nach Fig. 1 im Schnitt,

Fig. 3 eine Ansicht der äußeren Verschlußvorrichtung bei entfernter Dichtung gemäß dem Pfeil III in Fig. 2,

Fig. 4 einen vergrößerten Schnitt entsprechend Fig. 2 durch die äußere Verschlußvorrichtung nach der Erfindung, entsprechend der Linie IV-IV in Fig. 3,

Fig. 5 einen Schnitt gemäß der Linie V-V in Fig. 3,

Fig. 6 in vergrößerter Darstellung ein Detail VI in Fig. 4,

Fig. 7 in Unteransicht gemäß dem Pfeil VII in Fig. 4 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Dichtung,

Fig. 8 einen der Fig. 4 entsprechenden Schnitt durch die Dichtung nach Fig. 7,

Fig. 9 in Draufsicht ein zweites Ausführungsbeispiel einer Dichtung nach der Erfindung,

Fig. 10 einen Schnitt gemäß der Linie X-X in Fig. 9 und wird anhand der

Fig. 11 ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Verschlußvorrichtung noch erläutert.

Der in der Fig. 1 gezeigte Behälter 1 für einen pharmazeutischen Inhalt kann beispielsweise mit steifer Wandung 2 oder als Beute 1 ausgeführt der Aufnahme einer Infusionslösung dienen, bei deren Entnahme er umgekehrt mittels einer Öse 3 an einem Galgen befestigt werden kann. Zur Entnahme des - bevorzugt sterilen - Inhaltes des Behälters 1 weist dieser eine äußere Verschlußvorrichtung 4 auf, die über ihren Mantel 5 mit dem Behälter 1 hier fest verbunden ist. Dazu weist der freie Rand des Mantels 5 einen Flansch 6 auf, welcher mit einem Gegenflansch 7 des Behälters 1 beispielsweise fest verklebt oder verschweißt ist. Stirnseitig außen der Verschlußvorrichtung 4 ist weiter eine Siegelfolie 8 vorgesehen, welche als entfernbares Teil der Verschlußvorrichtung 4 zur Freilegung eines Durchstechbereiches 9einer kappeninnenseitig angeordneten Dichtung 10 dient, vergl. Fig. 2. Die Dichtung 10 ist innenseitig des Mantels 5 fest mit diesem verhaftet, beispielsweise durch Verkleben oder Verschweißen.

Die Fig. 2-6 zeigen, daß der Verschlußvorrichtung 4 an ihrem dem Behälterdeckel 11 abgewandten Ende eine Öffnung 12 zugeordnet ist. Es weist die Öffnung 12 eine Größe von geringfügig mehr als der maximalen flächenhaften Erstreckung der Dichtung 10 auf, vergl. auch Fig. 6. Damit ist die Dichtung 10 in ihrer flächenhaften Erstreckung spannungsfrei in Durchstoßrichtung 13, im wesentlichen parallel zu einer Mittelachse 14, einbringbar. In Durchstoßrichtung 13 ist eine Auflage 15 in Form einer umlaufenden Ringschulter 16 für die Dichtung 10 ausgebildet. Diese Ringschulter 16 ist Teil eines umlaufenden, der Mantelinnenwand 17 vorstehenden Bundes 18. Die in Durchstoßrichtung 13 eingesetzte Dichtung 10 liegt mit einem Flansch 19 auf. Nur in diesem Bereich der Auflage ist die Dichtung 10 mit dem Mantel 5 beispielsweise durch Verkleben oder Verschweißen verhaftet. Wie den Fig. 2 und 4 weiter zu entnehmen ist, durchsetzt die Dichtung 10 den Bund 18 und sitzt auf dem Behälterdeckel 11 auf. Durch die Verhaftung mit dem Mantel 5 können Kräfte in axialer Richtung, parallel zu der Mittelachse 14, auch übertragen werden. Ein nötiger Anpressdruck kann somit durch ein axiales Übermaß der Dichtung 10 auch erzeugt werden.

Die Verjüngung der Dichtung in Durchstoßrichtung erfolgt konisch. Der Verjüngungswinkel Alpha des umlaufenden Flansches 19 beträgt etwa 9 Grad, der Verjüngungswinkel Beta des den Bund 18 durchsetzenden Dichtungsteil etwa 6 Grad. Neben Vorteilen bei der Entformung durch solche Schrägflächen kommt es hierdurch bei der Verschlußvorrichtung nach der Erfindung zu einer Beabstandung der Dichtung 10 von der Mantelinnenwand 17 respektive der radialen Innenseite des Bundes 18. Es werden dort zwischen dem Flansch 19 und der Mantelinnenwand 17 bzw. dem den Bund 18 durchsetzenden Anteil der Dichtung 10 und der Innenwand des Ringbundes 18 im Querschnitt keilförmige Ringräume ausgebildet.

Die in den Fig. 7 und 8 für sich nochmals dargestellte Dichtung 10 schließt mit der Oberseite 20 des Mantels 5 ab. Auf der Oberseite 20 ist eine ringförmige, umlaufende Wulst 21 noch vorgesehen. Auf diesem aufliegend ist die Siegelfolie 8 abreißbar verhaftet. Es wird damit die gesamte Dichtungsoberseite 24 in ihrer maximalen Erstreckung von der Siegelfolie 8 überdeckt bzw. wird die gesamte Dichtungsoberseite 24 nach dem Entfernen der Siegelfolie 8 freigelegt. Ober- und ggf. unterseitig der Dichtung 10 sind üblicherweise dem Transport der Dichtung 10 dienende Nocken 22, 23 noch vorgesehen. Die oberseitigen Nocken 22 stehen der Oberseite 24 der Dichtung 10 etwa in der gleichen Höhe wie die Wulst 21 vor. Infolgedessen kommt es hier zu einer Beabstandung der Siegelfolie 8 von der Dichtung 10.

Die Unteransicht der Dichtung 10 gemäß Fig. 7 zeigt nochmals deutlich die sich konisch verjüngenden Umfangsflächen 25, 26 des Flansches 19 und des den Bund 18 durchsetzenden Teils der Dichtung 10.

Anhand der Fig. 9 und 10 wird ein zweites Ausführungsbeispiel einer Dichtung 30 nach der Erfindung näher erläutert, für welche eigenständiger Schutz auch begehrt ist. Die Fig. 9 und 10 zeigen eine Dichtung 30, welche gemäß der voranbeschriebenen Dichtung 10 auch verwendet werden kann. Die Dichtung 30 ist für eine randseitige, umlaufende Verbindung beispielsweise durch Kleben, Schweißen, aber auch durch einen mechanischen Hintergriff mit dem Mantel der äußeren Verschlußvorrichtung vorgesehen. Durchstechbereiche 31, 35 der Dichtung 30 sind gleichfalls durch eine Siegelfolie 32 steril verschlossen. Die Oberseite 33 der Dichtung 30 schließt die Verschlußvorrichtung an ihrem dem Behälterdeckel 11 abgewandten Ende ab, das heißt mit der Oberseite 20 des Mantels 5 etwa in gleicher Ebene oder auch dieser Ebene vorstehend. Auf der Oberseite 33 ist die Siegelfolie 32 ringförmig mit der Dichtung 30 selbst nunmehr verhaftet. Die ringförmige Ausbildung der Verhaftung beispielsweise durch Verkleben oder Verschweißen sichert einen oder wie hier mehrere abgeschlossene sterile Durchstechbereiche 31, 35. Ringförmig ist dahingehend zu verstehen, daß eine linienförmige Verhaftung in sich geschlossen ausgebildet ist. Eine derartige Verhaftung der Siegelfolie 32 oberseitig der Dichtung 30 wird durch die von der Dichtung 30 ausgebildete, der Oberseite 33 vorstehenden Wulst 34 erleichtert, wodurch die ringförmige Verhaftung wohl definiert wird. Die ringförmige Verhaftung bzw. die Ausbildung ringförmiger Wülste kann dann auch die Durchstechbereiche 31, 35 markieren. Diese Durchstechbereiche sind hier durch einen Mittelsteg 36 jeweils ringförmig in Verbindung mit der Wulst 34 ausgebildet und beispielsweise von zwei Siegelfolien oder einer trennbaren Siegelfolie auch überdeckt.

Anhand der Fig. 11 wird ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verschlußvorrichtung insbesondere im Spritzverfahren noch näher erläutert. Zunächst wird der Mantel 42 in üblicher Weise ausgebildet. Die Innenkontur des Mantels 42 wird durch ein üblicherweise mehrteiliges Werkzeug 40, 41 vorgegeben. Nach der Erfindung verbleibt ein Werkzeugteil 40 nach der Ausbildung des Mantels 42 in dem selben und hält diesen. Ein weiteres Werkzeugteil, ein die lichte Weite des Bundes bestimmender Stempel 41 ist aus seiner Position zurückgezogen oder entfernt. In den von dem Werkzeugteil 40 gehaltenen Mantel 42 kann nunmehr die Dichtung 43 eingesetzt werden, wodurch die Innenabmessungen der Verschlußvorrichtung sicher gewahrt sind. Gegebenenfalls kann, um ein Auswandern des Mantels 42 zu verhindern, ein die äußere Form bestimmendes Werkzeugteil gleichfalls den Mantel 42 noch halten, so daß ein spannungsfrei es Verkleben oder Verschweißen der Dichtung 43 mit dem Mantel 42 möglich ist.

Alle offenbarten Merkmale sind erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.


Anspruch[de]
  1. 1. Äußere Verschlußvorrichtung für einen Behälter mit inbesondere pharmazeutischem Inhalt, welche einen durchstoßbaren Behälterdeckel steril abschließt, und die für das Freilegen eines Durchstechbereiches einer innseitig der Verschlußvorrichtung angeordneten und mit dieser verhafteten Dichtung wenigstens ein entfernbares Teil aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußvorrichtung (4) an ihrem dem Behälterdeckel (11) abgewandten Ende eine Öffnung (12) von wenigstens der maximalen flächenhaften Erstreckung der Dichtung (10) aufweist, durch welche die Dichtung (10) zumindest in ihrer flächenhaften Erstreckung spannungsfrei in Durchstoßrichtung (13) in die Verschlußvorrichtung (4) eingebracht ist.
  2. 2. Äußere Verschlußvorrichtung für einen Behälter mit insbesondere pharmazeutischem Inhalt, welche einen durchstoßbaren Behälterdeckel steril abschließt, und die für das Freilegen eines Durchstechbereiches einer innenseitig der Verschlußvorrichtung angeordneten und randseitig umlaufend mit dieser verhafteten Dichtung wenigstens eine entfernbare Siegelfolie aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußvorrichtung an ihrem dem Behälterdeckel abgewandten Ende von der Oberseite (33) der Dichtung (30) abgeschlossen wird und daß auf der Dichtung (30) die Siegelfolie (32) ringförmig mit dieser verhaftet ist.
  3. 3. Verschlußvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder insbesondere danach, gekennzeichnet durch eine in Durchstoßrichtung (13) den Innenquerschnitt der Verschlußvorrichtung (4) verkleinernde Auflage (15), auf welcher die Dichtung (10) aufliegend verhaftet ist.
  4. 4. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (15) als umlaufende, einer Mantelinnenwand (17) der Verschlußvorrichtung (4) vorspringende Ringschulter (16) ausgebildet ist.
  5. 5. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage (15) als umlaufender, einer Mantelinnenwand (17) der Verschlußvorrichtung (4) vorstehender Bund (18) ausgebildet ist.
  6. 6. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (10) auf ihrer dem Behälterdeckel (11) abgewandten Seite einen umlaufenden Flansch (19) ausbildet, welcher auf der Auflage (15) aufliegt und mit dieser verhaftet ist.
  7. 7. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (10) sich in Durchstoßrichtung (13) verjüngt.
  8. 8. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (10) durch die Verjüngung von der Mantelinnenwand (17) und/oder von den die Auflage (15) ausbildenden Innenwänden beabstandet ist.
  9. 9. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite (24) der Dichtung (10) mit der Oberseite (20) des Mantels (5) abschließt, daß auf der Oberseite (20) des Mantels (5) eine ringförmige umlaufende Wulst (21) angeordnet ist, auf welcher eine Siegelfolie (8) aufliegend und verhaftet die gesamte Oberseite (24) der Dichtung (10) überdeckt.
  10. 10. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite (24) der Dichtung (10) Nocken (22) etwa der Höhe der Wulst (21) entsprechend angeordnet sind.
  11. 11. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (5) in Durchstoßrichtung (13) über dem Behälterdeckel (11) einen konstanten Innenquerschnitt aufweist, daß in Durchstoßrichtung (13) vor dem Behälterdeckel (11) ein der Mantelinnenwand (17) vorspringender Bund (18) ringförmig umlaufend ausgebildet ist, daß die in Durchstoßrichtung (13) eingesetzte Dichtung (10) mit einem Flansch (19) auf dem Bund (18) aufliegt, dort mit diesem verhaftet ist, den Bund (18) durchsetzt und auf dem Behälterdeckel (11) aufliegt.
  12. 12. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (30) eine ringförmige, der Oberseite (33) der Dichtung (30) vorstehende, umlaufenden Wulst (34) ausbildet, auf welcher die Siegelfolie (32) aufliegend verhaftet ist.
  13. 13. Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Verhaftung der Siegelfolie (32) den Durchstechbereich (31; 35) markiert.
  14. 14. Verfahren zur Herstellung einer äußeren Verschlußvorrichtung nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche oder insbesondere danach, umfassend den Schritt der Ausformung des Mantels (42), wonach ein die Innenkontur des Mantels (42) ausformendes Werkzeug oder Werkzeugteil (40) in dem Mantel (42) verbleibt und diesen bei dem Einsetzen der Dichtung (43) hält.






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