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Dokumentenidentifikation DE19620247A1 27.11.1997
Titel Vorrichtung zum Falzen der Ränder von Dachausschnitten für Schiebedächer von Kfz-Karosserien
Anmelder Thyssen Industrie AG, 45128 Essen, DE
Erfinder Görgen, Josef, 66709 Weiskirchen, DE
DE-Anmeldedatum 21.05.1996
DE-Aktenzeichen 19620247
Offenlegungstag 27.11.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.1997
IPC-Hauptklasse B21D 19/08
IPC-Nebenklasse B21D 53/88   
IPC additional class // B60J 7/04  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Falzen der Ränder von Dachausschnitten für Schiebedächer von Kfz-Karosserien, wobei die Karosserie ein Außenblech und ein Innenblech mit jeweils einem den Dachausschnitt begrenzenden aufstehenden Flansch aufweist und wobei der Flansch des Außenbleches breiter ist als der Flansch des Innenbleches. Eine Vorrichtung, mit der die Ränder der Dachausschnitte für Schiebedächer gefalzt werden können, ist gekennzeichnet durch ein Falzbett als Auflage für das Außenblech und das darauf angeordnete Innenblech, ein dachausschnittseitig angeordnetes Widerlager für den Flansch des Außenbleches und den daran anliegenden Flansch des Innenbleches, einen über dem Falzbett angeordneten, gegen das Widerlager bzw. die Flansche bewegbaren Füllschieber und einen mehrteiligen Falzschieber, dessen Falzschieberteile sowohl parallel zur Ebene des Dachausschnittes als auch orthogonal dazu verschiebbar sind und jeweils Falzleisten zum Erfassen und Falzen des über den Flansch des Innenbleches vorstehenden Abschnitts des Flansches des Außenbleches aufweisen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Falzen der Ränder von Dachausschnitten für Schiebedächer von Kfz-Karosserien, wobei die Karosserie ein Außenblech und ein Innenblech mit jeweils einem den Dachausschnitt begrenzenden aufstehenden Flansch aufweist und wobei der Flansch des Außenblechs breiter ist als der Flansch des Innenblechs.

Das Außenblech der Karosserie wird mit dem Innenblech dadurch verbunden, daß der über den aufstehenden Flansch des Innenbleches vorstehenden Flanschabschnitt des Außenbleches über den Flansch des Innenbleches gefalzt wird. Dazu sind zwei Arbeitsgänge erforderlich, die in der Praxis mit verschiedenen Vorrichtungen oder ggf. von Hand ausgeführt werden. Das erfordert aufwendige Manipulationen des Karosserieblechs.

Aufgabe der Erfindung ist das Falzen der Ränder von Dachausschnitten für Schiebedächer in einer Vorrichtung.

Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung, die gekennzeichnet ist durch

ein Falzbett als Auflage für das Außenblech und das darauf angeordnete Innenblech,

ein dachausschnittseitig angeordnetes Widerlager für den Flansch des Außenbleches und den daran anliegenden Flansch des Innenbleches, einen über den Falzbett angeordneten, gegen das Widerlager bzw. die Flansche bewegbaren Füllschiebern

und einen mehrteiligen Falzschieber, dessen Falzschieberteil sowohl parallel zur Ebene des Dachausschnitts als auch orthogonal dazu verschiebbar sind und jeweils Falzleisten zum Erfassen und Falzen des über den Flansch des Innenbleches vorstehenden Abschnitt des Flansches des Außenbleches aufweisen.

Zum Falzen der Ränder eines Dachausschnittes für Schiebedächer von Kfz- Karosserien wird das mit einem den Dachausschnitt begrenzenden, aufstehenden Flansch versehene Außenblech auf das Falzbett gelegt. Darauf wird das ebenfalls mit einem aufstehenden Rand versehene Innenblech gelegt. Der Flansch des Außenbleches stützt sich im Widerlager ab. Der Flansch des Innenbleches wird mit dem Füllschieber gegen den Flansch des Außenbleches und damit gegen das Widerlager gehalten. Dann werden die Falzschieberteile so eingestellt, daß die Unterseiten ihrer Falzleisten im wesentlichen mit der Oberkante des aufstehenden Flansches des Innenbleches und Blechdicke des Außenblechs fluchten und werden die Falzschieberteile so bewegt, daß der über den Flansch des Innenbleches vorstehende Flanschabschnitt des Außenbleches zunächst um ca. 90° über die Oberkante des Flansches des Innenbleches gefalzt wird. Anschließend wird der Füllschieber entfernt bzw. so bewegt, daß die Falzschieberteile parallel zum aufstehenden Flansch des Innenbleches bewegt werden können und dabei den bereits 90° gefalzten überstehenden Flanschabschnitt parallel zum Flansch des Innenbleches falzen.

Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung weist das Falzbett eine dem Dachausschnitt entsprechende Ausnehmung auf und ist in der Ausnehmung des ringförmig ausgebildeten Widerlagers angeordnet. Aus Montagegründen kann es zweckmäßig sein, wenn das Widerlager orthogonal zur Ebene des Dachausschnittes in der Ausnehmung verschiebbar ist.

Auch der Füllschieber kann mehrteilig ausgebildet sein, wobei die Füllschieberteile im wesentlichen parallel zur Ebene des Dachausschnittes verschiebbar sind. Dabei empfiehlt sich eine Ausführung, bei der die Füllschieberteile längs der geraden Ränder des Dachausschnittes angeordnet und jeweils in Richtung auf den Dachausschnitt verschiebbar sind. Im übrigen sollten sich die Füllschieberteile längs der geraden Ränder bis in die Eckbereiche des Dachausschnittes erstrecken und zumindest bereichsweise Seitenflächen aufweisen, die unter einem Winkel von 45° angeordnet sind. Damit ist sichergestellt, daß die Flansche von Außenblech und Innenblech auch in den Eckbereichen hinreichend zwischen dem Widerlager und den Füllschieberteilen gehalten sind.

Damit der erste Falzvorgang, nämlich das Falzen des überstehenden Flanschabschnittes des Außenbleches um ca. 90° definiert abläuft, ist es vorteilhaft, wenn die Füllschieberteile dachausschnittseitig eine Randleiste als Falzwiderlager für die Falzleisten der Falzschieberteile aufweisen. Diese Rand leisten werden zusammen mit den Füllschieberteilen vor Beginn des zweiten Falzvorganges entfernt.

Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die Falzschieberteile im Bereich und oberhalb der Ausnehmung angeordnet. Dabei gehören dem Falzschieber einerseits Falzschieberteile an, die sich längs der geraden Abschnitte des Dachausschnittes erstrecken sowie jeweils in Richtung auf den Dachausschnitt verschiebbar sind, und andererseits Falzschieberteile, die den Eckbereichen des Dachausschnittes zugeordnet sind sowie unter einem Winkel von ca. 45° zu den geraden Rändern der Dachausschnitte verschiebbar sind. Damit die Füllschieberteile einerseits und/oder die Falzschieberteile andererseits sich bei den Falzvorgängen gegenseitig nicht behindern, sollten die Füllschieberteile und/oder die Falzschieberteile zumindest parallel zur Ebene des Dachausschnitts unabhängig voneinander verschiebbar sein. Es versteht sich, daß den Füllschieberteilen und den Falzschieberteilen entsprechende Antriebe zugeordnet sind.

Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert; es zeigen:

Fig. 1 schematisch und teilweise eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Vorrichtung, wobei die linke und die rechte Hälfte dieser Figur unterschiedliche Funktionsstellungen wiedergeben,

Fig. 2 einen Schnitt in Richtung II-II durch den Gegenstand nach Fig. 1,

Fig. 3 eine andere Funktionsstellung des Gegenstandes nach Fig. 2, entsprechend der Darstellung der linken Hälfte der Fig. 1,

Fig. 4 eine weitere Funktionsstellung des Gegenstandes nach Fig. 2.

Die dargestellte Vorrichtung ist bestimmt zum Falzen der Ränder von Dachausschnitten für Schiebedächer von Kfz-Karosserien. Die Karosserie weist ein Außenblech 1 mit einem den Dachausschnitt begrenzenden, aufstehenden Flansch 2 auf sowie ein Innenblech 3 mit einem aufstehenden Flansch 4. Der Flansch 2 des Außenblechs 1 ist breiter als der Flansch 4 des Innenblechs 3.

Zur Vorrichtung gehört ein Falzbett 5 als Auflage für das Außenblech 1 und das darauf angeordnete Innenblech 3. Das Falzbett 5 weist eine dem Dachausschnitt entsprechende Ausnehmung 6 auf, in der ein in Richtung des Pfeils 7 mit einem nicht dargestellten Antrieb bewegbares, ringförmig ausgebildetes Widerlager 8 für den Flansch 2 des Außenblechs 1 und den daran anliegenden Flansch 4 des Innenblechs 3 angeordnet ist.

Oberhalb des Falzbettes 5 ist ein mehrteiliger Füllschieber angeordnet, dessen Füllschieberteile 9 mit nicht dargestellten Antrieben in Richtung der Pfeile 10 verschiebbar sind. Die Füllschieberteile 9 erstrecken sich längs der geraden Ränder des Dachausschnittes bis in die Eckbereiche des Dachausschnittes und enden an Seitenflächen 11, die sich unter einen Winkel von ca. 45° erstrecken, so daß die Flanschen 2 bzw. 4 auch in den Eckbereichen des Dachausschnittes zwischen den Füllschieberteilen 9 und dem Widerlager 8 gehalten bzw. eingespannt sind. Die Füllschieberteile 9 weisen im übrigen dachausschnittseitig eine Randleiste 12 auf, deren Oberseite 13 mit der Oberkante des Flansches 4 des Innenblechs 3 fluchtet, so daß diese Oberseite 13 ein Falzwiderlager bildet.

Im Bereich der Ausnehmung 6 und oberhalb der Ausnehmung 6 befindet sich ein mehrteiliger Falzschieber, zudem einerseits Falzschieberteile 14 gehören, die sich längs der geraden Abschnitte der Ränder des Dachausschnittes erstrecken und die mit nicht dargestellten Antrieben in Richtung der Pfeile 15 verschiebbar sind. Zum Falzschieber gehören andererseits Falzschieberteile 16, die den Eckbereichen des Dachausschnittes zugeordnet sind und die mit nicht dargestellten Antrieben in Richtung der Pfeile 17 unter einem Winkel von ca. 45° zu den geraden Rändern des Dachausschnittes verschiebbar sind. Die Falzschieberteile 14 und 16 sind außerdem mit nicht dargestellten Antrieben orthogonal zur Ebene des Dachausschnitts in Richtung des Pfeils 18 (Fig. 4) verschiebbar. Im übrigen weisen die Falzschieberteile 14,16 unterseitig jeweils eine Falzleiste 19 auf.

Die dargestellte Vorrichtung arbeitet wie folgt: Auf das Falzbett 5 wird das Außenblech 1 aufgelegt, so daß eine den Dachausschnitt definierender Flansch 2 im wesentlichen mit der Ausnehmung 6 fluchtet. Dabei kann das Widerlager 8 bereits hochgefahren sein oder anschließend hochgefahren werden. Dann wird das Innenblech 3 auf das Außenblech 1 so aufgelegt, daß sein Flansch 4 am Flansch 2 des Außenblechs 1 anliegt. Dann werden die Füllschieberteile 9 in Richtung der Pfeile 10 gegen die Flansche 2, 4 bewegt, so daß die Flansche 2, 4 zwischen dem Widerlager 8 und den Füllschieberteilen 9 eingespannt sind. Die Falzschieberteile 14, 16 befinden sich oberhalb der Ausnehmung 6 und stützen sich bei der dargestellten Ausführung mit ihren Falzleisten 19 auf der Oberseite des Widerlagers 8 ab (Fig. 2).

Dann werden die Falzschieberteile 14,16 von ihren zugeordneten Antrieben in Richtung der Pfeile 15,17 nach außen verschoben, wobei sie den über den Flansch 4 des Innenblechs 3 überstehenden Flanschabschnitt 20 um ca. 90° auf die Oberseite 13 des Randstreifens 12 der Füllschieberteile 9 falzen (Fig. 3).

In einem weiteren, in Fig. 4 dargestellten Arbeitsschritt werden die Füllschieberteile 9 in Richtung des Pfeils 10 zurückbewegt, bei der dargestellten Ausführung etwa um die Breite der Falzleisten 19. Dann werden die Falzschieberteile 14 in Richtung des Pfeils 18 abwärts bewegt, wobei sie die überstehenden Flanschabschnitte 20 des Außenblechs 1 eng um den Flansch 4 des Innenblechs 3 falzen.

Bei der dargestellten Ausführung bildet eine zur Ausnehmung 6 hin gerichtete Fläche 21 des Widerlagers 8 eine Führung für zugeordnete Flächen 22 der Falzschieberteile 14,16.

Bezugszeichenliste

1 Außenblech

2 Flansch

3 Innenblech

4 Flansch

5 Falzbett

6 Ausnehmung

7 Pfeil

8 Widerlager

9 Füllschieberteile

10 Pfeile

11 Seitenflächen

12 Randleiste

13 Oberseite

14 Falzschieberteile

15 Pfeile

16 Falzschieberteile

17 Pfeile

18 Pfeil

19 Falzleiste

20 Flanschabschnitt

21 Fläche

22 Fläche


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Falzen der Ränder von Dachausschnitten für Schiebedächer von Kfz-Karosserien, wobei die Karosserie ein Außenblech (1) und ein Innenblech (3) mit jeweils einem den Dachausschnitt begrenzenden aufstehenden Flansch (2 bzw. 4) aufweist und wobei der Flansch (2) des Außenblechs (1) breiter ist als der Flansch (4) des Innenblechs (3), gekennzeichnet durch

    ein Falzbett (5) als Auflage für das Außenblech (1) und das darauf angeordnete Innenblech (3),

    ein dachausschnittseitig angeordnetes Widerlager (8) für den Flansch (2) des Außenblechs (1) und den daran anliegenden Flansch (4) des Innenblechs (3),

    einen über dem Falzbett (5) angeordneten, gegen das Widerlager (8) bzw. die Flansche (2, 4) bewegbaren Füllschieber

    und einen mehrteiligen Falzschieber, dessen Falzschieberteile (14, 16) sowohl parallel zur Ebene des Dachausschnitts als auch orthogonal dazu verschiebbar sind und jeweils Falzleisten (19) zum Erfassen und Falzen des über den Flansch (4) des Innenblechs (3) vorstehenden Abschnitts (20) des Flansches (2) des Außenblechs (1) aufweisen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Falzbett (5) eine dem Dachausschnitt entsprechende Ausnehmung (6) aufweist und daß in der Ausnehmung (6) das ringförmig ausgebildete Widerlager (8) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (8) orthogonal zur Ebene des Dachausschnittes verschiebbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllschieber mehrteilig ausgebildet ist und daß die Füllschieberteile (9) im wesentlichen parallel zur Ebene des Dachausschnittes verschiebbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllschieberteile (9) längs der geraden Ränder des Dachausschnittes angeordnet und jeweils in Richtung auf den Dachausschnitt verschiebbar sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllschieberteile (9) sich längs der geraden Ränder bis in die Eckbereiche des Dachausschnittes erstrecken und zumindest bereichsweise Seitenflächen (11) aufweisen, die unter einem Winkel von ca. 45° angeordnet sind.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllschieberteile (9) dachausschnittseitig eine Randleiste (12) als Falzwiderlager für die Falzleisten (19) der Falzschieberteile (14, 16) aufweisen.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzschieberteile (14, 16) im Bereich und oberhalb der Ausnehmung (6) angeordnet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß dem Falzschieber einerseits Falzschieberteile (14) angehören, die sich längs der geraden Abschnitte der Ränder des Dachausschnittes erstrecken sowie jeweils in Richtung auf den Dachausschnitt verschiebbar sind, und andererseits Falzschieberteile (16), die den Eckbereichen des Dachausschnittes zugeordnet sind sowie unter einem Winkel von ca. 45° zu den geraden Rändern des Dachausschnittes verschiebbar sind.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllschieberteile (9) und/oder die Falzschieberteile (14, 16) zumindest parallel zur Ebene des Dachausschnittes unabhängig voneinander verschiebbar sind.






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