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Dokumentenidentifikation DE19535972C2 11.12.1997
Titel Druckluftsteuerungsvorrichtung für einen Kompressor
Anmelder Aisin Seiki K.K., Kariya, Aichi, JP
Erfinder Oshita, Morito, Chiryu, Aichi, JP;
Ozawa, Masakazu, Toyota, Aichi, JP;
Hattori, Masayoshi, Chiryu, Aichi, JP
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Anmeldedatum 27.09.1995
DE-Aktenzeichen 19535972
Offenlegungstag 11.04.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.12.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.12.1997
IPC-Hauptklasse F04B 39/12
IPC-Nebenklasse F04B 39/16   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Druckluft- Steuerungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Es gibt verschiedene bekannte pneumatische Aufhängungseinheiten für Fahrzeuge. Unter diesen Vorrichtungen wurde eine Vorrichtung mit seinen montierten Komponenten in einem Fahrzeug eingebaut, wie dies in einem Benutzerhandbuch der "LEGACY" (Warenzeichen der Fuji Heavy Industries Ltd.), das im Oktober 1993 herausgegeben wurde, unter Bezugnahme, zum Beispiel auf Seiten 4-34 bis 4-40 und Seite 4-51, offengelegt ist. Die Vorrichtung hat einen Kompressor mit einem aus einer Aluminiumlegierung hergestellten Zylinderkopf, in welchem ein Einlaßventil und ein Auslaßventil vorgesehen sind, weiterhin hat die Vorrichtung einen Motor, der mit dem Kompressor verbunden ist, um diesen anzutreiben, so daß komprimierte Luft bzw. Druckluft an eine pneumatische Aufhängungseinheit gefördert wird. Die Vorrichtung hat weiterhin ein Ablaßsolenoidventil, das am Kompressor befestigt ist, um die von der pneumatischen Aufhängungseinheit abgegebene Druckluft zu steuern. Weiterhin ist am Kompressor ein mit einem aus Kunststoff hergestellten Gehäuse versehener Lufttrockner montiert, um die an die pneumatische Aufhängungseinheit zu fördernde Druckluft zu trocknen. Somit ist der Kompressor, das Ablaßsolenoidventil und der Lufttrockner als ein Körper zusammengebaut. Bezüglich eines Zufuhrsolenoidventils zum Steuern der an die pneumatische Aufhängungseinheit zugeführten Druckluft ist er jedoch unabhängig angeordnet, oder getrennt vom Kompressor und anderen Komponenten angeordnet.

Gemäß der bekannten, vorstehend beschriebenen Vorrichtung sind der Zylinderkopf des Kompressors und das Gehäuse des Lufttrockners getrennt ausgebildet und dann miteinander verbunden worden, so daß es erforderlich ist, ein Dichtungsbauteil am Verbindungsabschnitt anzubringen, so daß eine luftdichte Dichtung vorgesehen ist. Daher ist die bekannte Vorrichtung bezüglich der Kosten hoch. Weiterhin hat der Kompressor ein Einlaßventil und ein Auslaßventil, beide von ihnen haben Komponenten, wie beispielsweise eine Feder oder ähnliches, die im allgemeinen aus zur Aluminiumlegierung unterschiedlichen Metallen hergestellt sind. Wenn daher Feuchtigkeit zufällig in den Zylinderkopf gelangte, konnte galvanische Korrosion oder elektrolytische Korrosion verursacht werden, wodurch sich der Betrieb der Ventile verschlechterte.

Weiterhin ist in der japanischen Gebrauchsmuster- Offenlegungsschrift Nr. 2-33866 ein Lufttrockner offenbart, der zwischen einer Druckluftquelle und einer pneumatischen Maschine, wie beispielsweise einer Fahrzeughöhen- Steuerungsvorrichtung, angeordnet ist. Der Lufttrockner hat ein Rückstandsventilbauteil und ein Rückschlagventil, die als ein blattähnliches Ventil einstückig ausgebildet sind. Gemäß diesem Lufttrockner ist jedoch der Trockner getrennt von einem Luftkompressor und einem Ventilkörper zur Zufuhr der atmosphärischen Luft in den Kompressor und zur Förderung der Druckluft ausgebildet, so daß Dichtungsbauteile für die jeweiligen Verbindungsabschnitte erforderlich sind. Bezüglich des Lufteinlaßventils offenbart die japanische Gebrauchsmuster- Offenlegungsschrift Nr. 62-69673 ein Ventil nach der Blattbauart bzw. ein Blattventil, das eine Ventilplatte und eine gebogene Stützplatte hat, die sich gegenseitig überlappen und mit einem Schraubenbolzen oder ähnlichem befestigt sind. Gemäß diesem Blattventil ist es jedoch schwierig, es in den Zylinderkopf des Kompressors einzubauen.

Aus der FR-PS 637 011 ist ein Kompressor bekannt, bei dem am Zylinderkopfende eine Platte zur Aufnahme der Ventile vorgesehen ist. Des weiteren ist an der Platte anschließend an die genannte Aufnahme für die Ventile ein Ölabscheider vorgesehen. Auf diese Weise wird die Konstruktion des Kompressors vereinfacht, da der Ölabscheider direkt am Kompressor angebracht ist, jedoch sind weiterhin mehrere Bauteile erforderlich, um einen Kompressor mit den gewünschten Eigenschaften zu schaffen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckluft- Steuerungsvorrichtung zur Zufuhr von Druckluft an ein pneumatisches Betätigungsorgan zu schaffen, die eine relativ kleine Anzahl von Komponenten hat und kostengünstig zu fertigen ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Erfindungsgemäß wird eine Druckluft-Steuerungsvorrichtung geschaffen, die derart gestaltet ist, daß eine Vielzahl von Bauteilen der verschiedenen Komponenten einstückig ausgebildet sind. Auf diese Weise wird die Fertigung, insbesondere die Montage der Druckluft-Steuerungsvorrichtung vereinfacht, so daß die Druckluft-Steuerungsvorrichtung kostengünstiger zu fertigen ist.

Die Druckluftsteuerungsvorrichtung zur Zufuhr von Druckluft an ein pneumatisches Betätigungsorgan weist einen Kompressor auf, der in einem Kopfbauteil eine Druckkammer zum Erzeugen von Druckluft abgegrenzt hat. Ein Einlaßventil ist vorgesehen, um Luft in die Druckkammer einzuleiten, und ein Auslaßventil ist vorgesehen, um Druckluft auszulassen. Ein Trockner ist in einem Trockengehäuse zum Trocknen von aus dem Kompressor ausgeförderter Druckluft angeordnet. Ein Zufuhrsolenoidventil ist in einem Zufuhrventilgehäuse angeordnet, um die an das pneumatische Betätigungsorgan zuzuführende Druckluft zu steuern. Ein Ablaßsolenoidventil ist in einem Ablaßventilgehäuse angeordnet, um die aus dem pneumatischen Betätigungsorgan abgelassene Druckluft zu steuern. Bezüglich der Gehäusebauteile sind das Kopfbauteil, das Trockengehäuse, das Zufuhrventilgehäuse und das Ablaßventilgehäuse einstückig aus Kunststoff geformt, um ein integrales bzw. einstückiges Gehäuse zur Verfügung zu stellen.

Vorzugsweise kann die Vorrichtung weiterhin ein Deckelbauteil haben, das mit dem Trockengehäuse verbunden ist, um darin eine Trockenkammer abzugrenzen, und das mit einem Durchlaß ausgebildet ist, wobei ein Ende des Durchlasses mit der Trockenkammer und das andere Ende mit dem pneumatischen Betätigungsorgan verbunden ist.

Im einstückigen Gehäuse ist vorzugsweise eine Einlaßleitung ausgebildet, die das Einlaßventil des Kompressors mit der Atmosphäre verbindet, und es ist eine Auslaßleitung ausgebildet, die das Auslaßventil des Kompressor mit sowohl der Trockenkammer als auch dem Ablaßsolenoidventil verbindet. Das Zufuhrsolenoidventil und das Ablaßsolenoidventil können nebeneinander angeordnet sein, so daß sie eine einzige Solenoidventileinheit bilden.

Vorzugsweise ist ein metallisches Befestigungsbauteil einstückig mit dem einstückigen Gehäuse in der Nachbarschaft des Einlaßventils des Kompressors geformt bzw. eingegossen. Das Einlaßventil kann ein Blattventil aufweisen, wobei ein Endabschnitt von ihm am metallischen Befestigungsbauteil befestigt ist. Der Kompressor hat einen metallischen Zylinder mit einem offenen Ende, an dem eine Aussparung ausgebildet ist, so daß sie mit dem anderen Endabschnitt des Blattventils in Eingriff bringbar ist, damit sich das Blattventil innerhalb eines vorbestimmten Öffnungswinkels in der Aussparung bewegen kann.

Die vorstehend dargelegte Aufgabe und die nachfolgende Beschreibung werden unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert, wobei gleiche Bezugszeichen auch die gleichen Elemente bezeichnen:

Fig. 1 ist ein allgemeines Blockdiagramm, das eine Druckluftsteurungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt;

Fig. 2 ist eine Schnittansicht der Druckluftsteuerungsvorrichtung gemäß eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;

Fig. 3 ist eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß Fig. 2;

Fig. 4 ist eine Schnittansicht entlang der Linie B-B gemäß Fig. 3;

Fig. 5 ist eine vergrößerte Schnittansicht des Einlaßventils des Kompressors gemäß eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung; und

Fig. 6 ist eine Schnittansicht des Einlaßventils nach Fig. 5, wenn es von unten betrachtet wird.

Gemäß Fig. 1 ist eine Anordnung der Komponenten der Druckluftsteuerungsvorrichtung gemäß eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels dargestellt. Ein Kompressor ist mit einem Elektromotor 15 wirkverbunden, der den Kompressor 10 antreibt, um in ihn Luft aus der Atmosphäre durch ein Filterelement 46 und ein Einlaßventil 25 einzusaugen und nachfolgend die Luft zu komprimieren. Wie in Fig. 1 angeordnet ist, wird die Luft, die durch den Kompressor 10 komprimiert wurde, über das Auslaßventil 26 gefördert und in jedes der pneumatischen Aufhängungseinheiten AS, AS, die für Straßenhinterräder eines Fahrzeugs (nicht dargestellt) vorgesehen sind, über ein Filterelement 33a, einen Trockenraum 34, ein Filterelement 33b, ein Ventilbauteil 37 (d. h. ein Rückschlagventil 37a), ein Filterelement 47, ein normalerweise geschlossenes elektromagnetisches Zufuhrventil 38 und ein Filterelement 49 zugeführt. Weiterhin ist es so angeordnet, daß die in jeder pneumatischen Aufhängungseinheit AS befindliche Druckluft in die Atmosphäre über das Filterelement 49, das Zufuhrventil 38, das Filterelement 47, das Ventilbauteil 37 (d. h. seine Drossel 37b), Filterelement 33b, Trockenraum 34, Filterelement 33a, Filterelement 45, normalerweise geschlossenes elektromagnetisches Ablaßventil 44 und Filterelement 46 abgelassen. Zwischen dem Filterelement 47 und dem Zufuhrventil 38 ist ein Überdruckventil 48 angeordnet.

Wie in Fig. 2 dargestellt ist, hat der Kompressor 10 einen aus Metall hergestellten Zylinderblock 14, um eine zylindrische Bohrung 13 abzugrenzen, und einen Kolben 11, der gleitend beweglich in der zylindrischen Bohrung 13 aufgenommen ist. Eine kreisförmige Nut 11a ist um den Umfang des Kolbens 11 ausgebildet, und ein Kolbenring 12 ist in der kreisförmigen Nut 11a eingepaßt. Der Kolben 11 ist an einem Ende mit einem Pleuel 16 mittels eines Verbindungsbolzens 17 verbunden, und er ist gleitend beweglich in der zylindrischen Bohrung 13 aufgenommen, wobei der Kolbenring 12 um den Kolben 11 herum montiert ist. Das andere Ende des Pleuels 16 ist mit dem Motor 15 wirkverbunden, so daß der Kolben 11 durch den Motor 15 angetrieben wird, um sich in der zylindrischen Bohrung 13 hin- und her zu bewegen. Ein Zylinderkopf 20 ist an einem offenen Ende des Zylinderblocks 14 befestigt, um eine Druckkammer 50 zwischen dem Kolben 11 und dem Zylinderkopf 20 innerhalb des Zylinderblocks 14 auszubilden. Dieser Zylinderkopf 20 ist als ein Teil eines einstückigen Gehäuses 19 ausgebildet, welches weiterhin ein Trockengehäuse 21, ein Zufuhrventilgehäuse 38a und ein Ablaßventilgehäuse 44a hat, wie in den Fig. 2 bis 4 dargestellt ist. Das einstückige Gehäuse 19 ist aus einem eine gute Hitzebeständigkeitseigenschaft aufweisenden Kunststoff gefertigt, wie z. B. PPS (Propylensulfid) oder ähnlichem, um den Zylinderkopf 20, das Trockengehäuse 21, das Zufuhrventilgehäuse 38a und das Ablaßventilgehäuse 44a, wie in den Fig. 2 bis 4 dargestellt, zu integrieren. Das Trockengehäuse 21 hat, wie in Fig. 2 dargestellt ist, an seiner Außenseite eine Konsole 40 einstückig ausgebildet. Am Motor 15 ist ein Band 42 gleitend beweglich befestigt, das eine Konsole 41 einbezieht. Die Konsolen 40 und 41 sind mittels einem Schraubenbolzen 43 verschraubt, so daß das Trockengehäuse 21 am Motor 15 befestigt ist, der wiederum am Zylinderblock 14 befestigt ist.

In einem Bereich des einstückigen Gehäuses 19, an dem eine Zylinderkopf 20 vorgesehen ist, ist eine Einlaßleitung 23 zum Einlassen von Luft aus der Atmosphäre und eine Auslaßleitung 24 ausgebildet, um Druckluft abzulassen, die in der Druckkammer 50 erzeugt wird. In der Einlaßleitung 23 ist ein Einlaßventil 25 angeordnet, das sich öffnet, wenn der Druck in der Druckkammer 50 niedriger als ein vorbestimmter Wert wird. In der Auslaßleitung 24 ist ein Auslaßventil 26 angeordnet, das sich öffnet, wenn der Druck in der Druckkammer 50 gleich oder größer als ein vorbestimmter Wert wird, und das später detailliert unter Bezugnahme auf die Fig. 5 und 6 beschrieben wird.

Wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist, ist das Trockengehäuse 21 als ein Bereich des einstückigen Gehäuses 19 ausgebildet, um einen Zylinder vorzusehen, von welchem das eine Ende geschlossen und das andere Ende geöffnet ist. Im geschlossenen Ende des Trockengehäuses 21 ist eine Leitung 28 ausgebildet, die mit der Auslaßleitung 24 verbunden ist, wohingegen das geöffnete Ende des Trockengehäuses 21 durch ein Deckelbauteil 31 abgedeckt ist, wobei ein O-Ring 30 dazwischen angeordnet ist, um einen luftdichte Dichtung zur Verfügung zu stellen. An beiden enden innerhalb des Trockengehäuses 21 sind Platten 32a, 32b angeordnet, die eine Vielzahl von Löchern in sich ausgebildet haben (nachfolgend als perforierte Platten bezeichnet), die an jeweilige Filterelemente 33a, 33b angrenzen. Daher wird zwischen den perforierten Platten 32a, 32b ein Trockenraum 34 definiert, der mit einem Trocken- bzw. Feuchtigkeitsabsorptionsmittel 35, wie beispielweise Kieselgel bzw. Silicagel oder ähnlichem gefüllt ist. Eine Feder 36 ist zwischen der perforierten Platte 32b und einem Endabschnitt 31a des Deckelbauteils 31 angeordnet, um das Feuchtigkeitsabsorptionsmittel 35 in axialer Richtung vorzuspannen, so daß die Elemente des Feuchtigkeitsabsorptionsmittels 35 in enger Berührung zueinander sind, und wobei der Druck im Trockengehäuse 21 durch das Einleiten von Druckluft in ihn nicht beeinträchtigt wird.

Parallel zum Trockengehäuse 21, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, ist eine Luftleitung 22 ausgebildet, an deren einem Ende das Ventilbauteil 37 zusammen mit einem Filterelement 47 angeordnet ist, und an deren anderem Ende das Zufuhrventil 38 angeordnet ist, wie später im einzelnen beschrieben wird. Die Luftleitung 22 ist am Endabschnitt 31a über eine Leitung 39 und das Ventilbauteil 37 mit dem Trockengehäuse 21 verbunden, so daß die im Trockenraum 34 getrocknete Druckluft in die Luftleitung 22 geführt werden kann. Das Ventilbauteil 37 schließt das Rückschlagventil 37a ein, wie in Fig. 1 dargestellt ist, welches sich öffnet, wenn die getrocknete Druckluft an die pneumatische Aufhängungseinheit AS gefördert wird, und es schließt weiterhin die Drossel 37b ein, wie in Fig. 1 dargestellt ist, durch welche die Druckluft in den Trockenraum 34 eingeleitet wird.

Das Zufuhrventil 38 ist am anderen Ende der Luftleitung 22 angeordnet, wie in Fig. 4 dargestellt ist, um es mit der Luftleitung 22 zu verbinden und die Druckluft zu steuern, die der pneumatischen Aufhängungseinheit AS zugeführt wird. Das Zufuhrventil 38 schließt das Zufuhrventilgehäuse 38a ein, das einstückig mit dem einstückigen Gehäuse 19 ausgebildet ist, und zu welchem nächstliegend das Ablaßventilgehäuse 44a des Ablaßventils 44 einstückig ausgebildet ist. Das Ablaßventil 44 ist vorgesehen, um die Druckluft zu steuern, die von der pneumatischen Aufhängungseinheit AS abgelassen wird. Gegenüber dem Zufuhrsolenoidventil 38 ist das Überdruckventil 48 angeordnet, um mit der Luftleitung 22 verbunden zu sein, und es ist derart angeordnet, daß sich das Überdruckventil 48 zur Atmosphäre hin öffnet, wenn der Druck in der Luftleitung 22 einen vorbestimmten Druck überschreitet, um dadurch den Druck in der Luftleitung 22 zu verringern. Dadurch, daß der Endabschnitt der Luftleitung 22 und der Ablaßöffnung 27 nahe beieinander ausgebildet sind, kann das Zufuhrventil 38 und das Ablaßventil 44 einstückig ausgebildet werden, um ein Ventil nach der Dual-Bauart vorzusehen, das als eine einzige Solenordventileinheit dient. Die in der Leitung 24 befindliche Druckluft kann über das Filterelement 45 bei geöffnetem Ablaßventil 44 aus der Ablaßöffnung 27 in die Atmosphäre abgelassen werden.

Wie in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist, ist die Einlaßleitung 23 im Zylinderkopf 20 ausgebildet, die Schnittansicht hiervon ist in Fig. 3 dargestellt, und weiterhin ist eine Einlaßöffnung 23a ausgebildet, die die Einlaßleitung 23 mit der Druckkammer 50 verbindet. Eine Metallbuchse 52 ist einstückig am Zylinderkopf 20 angegossen und ist derart angeordnet, daß sie auf ihrer Mittelachse eine Niete 53 aufnimmt, die ein Ende eines Einlaßventils nach der Blattbauart 25 verstemmt. Das andere Ende des Einlaßventils 25 ist derart angeordnet, daß es die Einlaßöffnung 23a öffnet oder schließt. Die Druckkammer 50 ist zwischen dem Kolben 11 und dem Zylinderkopf 20 innerhalb des Zylinderblocks 14 definiert, und kann über die im Zylinderkopf 20 ausgebildete Einlaßleitung 23, die Einlaßöffnung 23a und das Einlaßventil 25 mit der Atmosphäre verbunden werden, weiterhin kann sie, wie in Fig. 1 dargestellt ist, über das Auslaßventil 26 und die Auslaßleitung 24 mit der pneumatischen Aufhängungseinheit AS verbunden werden.

Das Einlaßventil 25 ist vorgespannt, um an der Umgebung von einer Öffnung der Einlaßöffnung 23a anzuliegen, die sich zur Druckkammer 50 öffnet, so daß es der Luft möglich ist, von der Einlaßleitung 23 in die Druckkammer 50 zu strömen, wobei die Gegenströmung der Luft blockiert ist. Zwischen einem Kopfabschnitt 57 der Niete 53 und des Einlaßventils 25, ist ein Abstandsstück 56 angeordnet, das das Einlaßventil 25 vor einer Beschädigung durch Verstemmen schützt. Ein Vorsprung 54 ist einstückig am Zylinderkopf 20 ausgebildet, um zu verhindern, daß sich das Einlaßventil 25 um die Niete 53 dreht. An einem offenen Ende 52 des Zylinderblocks 14 ist eine Ausspannung 59angeordnet, die ein freies Ende 58 des Einlaßventils 25 aufnimmt und die Bewegung des freien Endes 58 blockiert, wodurch es dem Einlaßventil 25 möglich ist, sich innerhalb eines vorbestimmten Öffnungswinkels des Einlaßventils 25 zu bewegen.

Wenn im Betrieb die Höhe des Fahrzeugs beispielsweise erhöht werden soll, wird das Ablaßventil 44 geschlossen gehalten, so daß die Ablaßöffnung 27 geschlossen ist, während das Zufuhrventil 38 erregt wird, um die Luftleitung 22 zu öffnen. Zur gleichen Zeit wird der Kompressor 10 in Betrieb genommen, um den Kolben 11 nach unten innerhalb der zylindrischen Bohrung 13 zu bewegen, wie in Fig. 2 dargestellt ist, so daß sich der Druck in der Druckkammer 50 verringert. Wenn der Druck in der Druckkammer 50 niedriger als der vorbestimmte Druck wird, wird das Einlaßventil 25 geöffnet, um Luft aus der Einlaßleitung 23 anzusaugen. Wenn sich andererseits der Kolben 11 innerhalb der zylindrischen Bohrung 13 nach oben bewegt, wird die in der Druckkammer 50 befindliche Luft komprimiert. Demgemäß, wenn der Druck in der Druckkammer 50 größer als der vorbestimmte Druck wird, wird das Auslaßventil 26 geöffnet, um die Druckluft in die Auslaßleitung 24 zu fördern, so daß die Druckluft über die Leitung 28 in das Trockengehäuse 21 fließt. Dann fließt die Druckluft über das Filterelement 33a via den Öffnungen der perforierten Platte 32a in den Trockenraum 34. Im Trockenraum 34 wird jeder in der Druckluft befindlicher Feuchtigkeitsgehalt durch das Feuchtigkeitsabsorptionsmittel 35 absorbiert, um die Druckluft zu trocken, welche weiterströmt, um den Endabschnitt 31a des Deckelbauteils 31 über das Filterelement 33b und die perforierte Platte 32b zu erreichen. Dann strömt die Druckluft über die Leitung 39 zum Ventilbauteil 37, das in der Luftleitung 22 angeordnet ist, und öffnet das Rückschlagventil 37a, um in die Luftleitung 22 und dann zum Zufuhrventil 38 zu fließen. Da das Zufuhrventil 38 erregt worden ist, die Luftleitung 22 zu öffnen, wird die Druckluft der pneumatischen Aufhängungseinheit AS zugeführt, wodurch die Höhe des Fahrzeugs in Übereinstimmung mit der bekannten Art und Weise zu heben. Wenn die Höhe des Fahrzeuges eine gewünschte Höhe erreicht hat, wird der Motor 15 gestoppt und das Zufuhrventil 38 wird entregt, um die Luftleitung 22 zu schließen.

Für den Fall, daß die Höhe des Fahrzeugs verringert werden soll, wird das Zufuhrventil 38 und das Ablaßventil 44 erregt, um die Luftleitung 22 und die Ablaßöffnung 27 zu öffnen, so daß die in der pneumatischen Aufhängungseinheit AS befindliche trockene Druckluft in die Luftleitung 39 und dann über die Drossel 37b des Ventilbauteils 37 in den Endabschnitt 31a des Deckelbauteils 31 geführt, wodurch der Druck der Druckluft verringert wird. Somit fließt die trockene Luft, deren Druck verringert wurde, in den Trockenraum 34 und strömt in die Auslaßleitung 24. Da der Druck im Trockenraum 34 nahezu auf atmosphärischen Druck reduziert wurde, absorbiert die in den Trockenraum 34 strömende trockene Luft die Feuchtigkeit, die durch das Feuchtigkeitsabsorptionsmittel 35 und die Filterelemente 33a, 33b absorbiert wurden, so daß das Feuchtigkeitsabsorptionsmittel 35 und die Filterelemente 33a, 33b wieder aufgefrischt werden. Dementsprechend wird die Luft durch das erregte Ablaßventil 44 und die Auslaßöffnung 27 in die Atmosphäre abgelassen, ohne in die Druckkammer 50 zu gelangen, da das Auslaßventil 26 geschlossen worden ist.

Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel, wie vorstehend beschrieben, ist nur ein einziges Zufuhrventil 38 angeordnet, um der pneumatischen Aufhängungseinheit AS Druckluft zuzuführen. Dies ist möglich, da das Zufuhrventil 38 vorgesehen ist, um beide pneumatische Aufhängungseinheiten, AS, AS simultan zu steuern, die an den Hinterrädern in einer derartigen pneumatischen Höhensteuerungsvorrichtung montiert sind, die keine Höhensteuerung für beide vorderen Stoßdämpfer erfordert. Um eine Höhensteuerung ebenso bezüglich der Vorderräder zu bewerkstelligen, kann jedoch ein weiteres Solenoidventil bei Bedarf an der Vorrichtung installiert werden, oder auch einstückig mit der Vorrichtung ausgebildet werden.

Erfindungsgemäß ist das einstückige Gehäuse 19 aus Kunststoff hergestellt, so daß seine Hitzebeständigkeitseigenschaft niedriger ist als bei einer einen metallischen Zylinderkopf verwendenden Vorrichtung. Daher wird das Kompressionsverhältnis des Kompressors verringert, um die Temperatur der Druckluft zu verringern. Der aus der Verringerung des Kompressionsverhältnisses resultierende Mangel kann durch eine Erhöhung der Drehgeschwindigkeit des Motors 15 wieder erlangt werden, wodurch der Einfluß auf den Kunststoff, der durch die Hitze der Druckluft verursacht wird, wirkungsvoll unterbunden werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Druckluft-Steuerungsvorrichtung zur Zufuhr von Druckluft an ein pneumatisches Betätigungsorgan mit:

    einem Kompressor (10) mit einem Kopfbauteil, in dem eine Druckkammer zum Erzeugen von Druckluft definiert ist, einem Einlaßventil (15) zum Einlassen von Luft in die Druckkammer (50), und einem Auslaßventil (26) zum Auslassen von Druckluft;

    einem Trockenmittel (35), das in einem Trockengehäuse (21) angeordnet ist, um die aus dem Kompressor (10) geförderte Druckluft zu trocknen;

    einem Zufuhrventil (38), das in einem Zufuhrventilgehäuse (38a) angeordnet ist, um die dem pneumatischen Betätigungsorgan zugeführte Druckluft zu steuern;

    einem Ablaßventil (44), das in einem Ablaßventilgehäuse (44a) angeordnet ist, um die aus dem pneumatischen Betätigungsorgan abgelassene Druckluft zu steuern,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß das Kopfbauteil, das Trockengehäuse (21), das Zufuhrventilgehäuse (38a) und das Ablaßventilgehäuse (44a) einstückig oder integral aus Kunststoff geformt sind, um ein einstückiges Gehäuse (19) zu erhalten.
  2. 2. Druckluft-Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein mit dem Trockengehäuse (21) verbundenes Deckelbauteil (31), um darin einen Trockenraum (34) auszubilden, wobei das Deckelbauteil (31) eine Leitung aufweist, die an einem Ende mit dem Trockenraum (34) verbunden ist, und die am anderen Ende mit dem pneumatischen Betätigungsorgan verbunden ist.
  3. 3. Druckluft-Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im einstückigen Gehäuse (19) eine Einlaßleitung zum Verbinden des Einlaßventils (25) des Kompressors (10) mit der Atmosphäre und eine Auslaßleitung ausgebildet sind zum Verbinden des Auslaßventils (26) des Kompressors (10) mit sowohl dem Trockenraum (34) als auch dem Ablaßventil (44).
  4. 4. Druckluft-Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zufuhrventil (38) und das Ablaßventil (44) ein Zufuhrsolenoidventil bzw. ein Ablaßsolenoidventil hat, die nächstliegend zueinander angeordnet sind, so daß sie eine einzige Solenoidventileinheit ausbilden.
  5. 5. Druckluft-Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein metallisches Befestigungsbauteil in der Nachbarschaft des Einlaßventils (25) einstückig an das einstückige Gehäuse (19) angegossen ist, wobei das Einlaßventil (25) ein Blattventil umfaßt, von dem ein Endabschnitt am metallischen Befestigungsbauteil befestigt ist.
  6. 6. Druckluft-Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das metallische Befestigungsbauteil eine Buchse umfaßt, die im einstückigen Gehäuse (19) einstückig angegossen ist, wobei das Blattventil durch ein Befestigungsbauteil an der Buchse befestigt ist.
  7. 7. Druckluft-Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kompressor (10) einen metallischen Zylinder hat, an dessen offenem Ende eine Aussparung ausgebildet ist, die mit dem anderen Endabschnitt des Blattventils in Eingriff bringbar ist, wobei es durch die Aussparung möglich ist, daß sich der andere Endabschnitt des Blattventils innerhalb eines vorbestimmten Öffnungswinkels des Blattventils bewegt.
  8. 8. Druckluft-Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das einstückige Gehäuse (19) einen Eingriffsabschnitt hat, der einstückig in ihm ausgebildet ist, um das Blattventil davon abzuhalten, sich um sein Befestigungsbauteil zu drehen.
  9. 9. Druckluft-Steuerungsvorrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingriffsabschnitt einen Vorsprung umfaßt, der einstückig an dem einstückigen Gehäuse (19) ausgebildet ist und in Eingriff mit dem Blattventil ist.






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