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Dokumentenidentifikation DE19605840C2 18.12.1997
Titel Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Steckerstiften für Mikrosteckverbinder
Anmelder Schwarz Pharma AG, 40789 Monheim, DE
Erfinder Jasch, Ingolf, 42799 Leichlingen, DE
DE-Anmeldedatum 16.02.1996
DE-Aktenzeichen 19605840
Offenlegungstag 21.08.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.12.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.1997
IPC-Hauptklasse H01R 43/00
IPC-Nebenklasse H01R 13/02   H01R 13/504   H01R 43/16   H01R 43/24   H01R 13/405   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung von Steckerstiften, die eine sichere Kontaktierung gewährleisten.

Aus DE 42 23 152 C1 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung eines biokompatiblen implantierbaren Mikrosteckverbindungselementes mit geringstem Gewicht und kleinsten Abmessungen sowie eine wenigstens ein Mikrosteckverbindungselement aufweisende elektrische Versorgungsleitung bekannt.

Obwohl das in dem vorgenannten Dokument beschriebene Mikrosteckverbindungselement gute Kontakt- und Leitungseigenschaften bei kleinsten Abmessungen und Gewicht hat, sind ihm dennoch Grenzen in Bezug auf geringe Abmessungen und Gewicht gesetzt, was damit zusammenhängt, daß das Mikrosteckverbindungselement aus Büschelkontaktstiften besteht und die daran angeschlossene elektrische Leitung verschiedene Einheiten bzw. Bauelemente sind.

EP 0 253 753 A2 beschreibt eine Vorrichtung zur Herstellung von Steckerstiften mittels derer aus Endlosmaterial Steckerstifte geschnitten und geformt werden können.

Es werden jedoch keine Steckerstifte beschrieben, die auf Grund einer gleichzeitigen speziellen Formgestaltung für eine sichere Kontaktierung geeignet sind.

Das Dokument US 4,803,777 beschreibt einen in seiner Längsrichtung wellenförmig aus gestalteten Steckerstift als Bestandteil von elektronischen Bauteilen und das entsprechende Verfahren des Zusammenbaus des Steckerstiftes mit dem elektronischen Bauteil.

Dem Dokument lassen sich jedoch keine Hinweise über seine Herstellung entnehmen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Herstellung von Steckerstiften für Mikrosteckverbinder, die eine sichere Kontaktierung gewährleisten sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Mikrosteckverbinders, insbesondere eines biokompatiblen implantierbaren Mikrosteckverbinders mit Mehrfachkontaktfläche mit geringstem Gewicht und kleinsten Abmessungen sowie wenigstens ein Mikrosteckverbindungselement aufweisende elektrische Versorgungsleitung zu schaffen.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Herstellung eines Mikrosteckverbinders gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren gemäß Anspruch 2 gelöst.

Weiterhin besitzen die Walzen zur Führung und Ausformung der herzustellenden Mikrosteckverbinder jeweils an ihren aufliegenden Schmalseiten eine nach innen gerichtete Ausformung, die gewöhnlicherweise die Form einer Halbkugel oder eine in Abhängigkeit des zur Herstellung verwendeten speziell gestalteten Ausgangsmaterials eine dieser Form entsprechende Negativform haben.

Durch die Ausgestaltung der Kontakt fläche der einzelnen Stecker als Mehrfachkontaktfläche in Form von wenigstens einer Welle, vorzugsweise mehrerer Wellen, haben die einzelnen Stecker grundsätzlich keine größeren Abmessungen oder Gewicht als die verwendeten Materialien in Form von handhabbaren, beliebig dünnen, den elektrischen Strom leitenden Drähten, die mit Nichtleitern umhüllt sind. Denn erfindungsgemäß macht ein Kabelende das Steckerelement selbst aus. Darüberhinaus sind die Kupplungs- bzw. Steckerelemente der hergestellten Mikrosteckverbindungselemente exakt ausrichtbar.

In gleicher Weise ist es möglich, mittels der vorbeschriebenen Gestaltung der Mantelflächen der Walzen, die jedoch dann keine zu Schneidwerkzeugen ausgestaltete Nasen besitzen, Kabelverbindungen mit übergangslosem Steckerelement, das die erfindungsgemäße Mehrfachkontaktfläche aufweist, herzustellen, wobei dann das eine Ende der Kabelverbindung das erfindungsgemäße Steckerelement ausmacht und somit Leiter und Stecker eine übergangslose Einheit bilden. Derartige Steckerelemente mit übergangslosem Kabelverbinder beliebiger Länge können dann zu Mikrosteckverbindungen zusammengefügt werden.

Das Gewicht einer mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung hergestellten 4-poligen Mikrosteckverbindung mit Kupplung und Stecker kann weniger als 0,1 g betragen. Die gesamte Steckverbindung aus Kupplung und Stecker ist dabei weniger als 4 mm lang und 1 mm im Durchmesser bei 4-poliger Ausführung. Dieses geringe Gewicht und die geringen Abmessungen ermöglichen es, die Mikrosteckverbindung auch problemlos zu implantieren. Der Körper zeigt dabei keine Abwehrreaktionen. Die Mikrosteckverbindung ist dann mit einer elektrischen Versorgungsleitung entsprechend Dokument DE 42 23 152 C1 versehen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen dargestellt. Es zeigt:

Fig. 1 die Seitenansicht der Walzen (40) in ihrer speziellen Ausgestaltung mit wellenförmigen Vertiefungen (41) und Erhöhungen (46), als Schneidwerkzeuge ausgestaltete Nasen (42) mit dem zu formenden Material und einem abgeschnittenen Formstück;

Fig. 2 die Seitenansicht der Walzen (40) mit wellenförmigen Vertiefungen (41) und Erhöhungen (46) mit dem zu formenden Material, wobei dann das eine Ende der Kabelverbindung das Steckerelement mit Mehrfachkontaktfläche ausmacht;

Fig. 3 die Sicht auf die Walzen (40), mit ihren Schmalseiten (43), in deren entgegengesetzter Umlauf- und Transportrichtung des Materials mit jeweils einer halbkugelförmigen Ausformung (45) der Walzen zur Führung und Formung des Materials. (44) ist die nach innen gerichtete Ausformung, deren Gestalt vom verwendeten Material abhängt.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Herstellung von Steckerstiften mit Mehrfachkontaktfläche für Mikrosteckverbinder, bestehend aus zwei beheizbaren, gegenläufig angetriebenen Walzen (40) mit auf einer der Walzen einer in einer Ebene senkrecht zur beliebig verstellbaren Achse auf der Mantelfläche umlaufenden Reihe von Vertiefungen (41) in Form von Wellentälern und der anderen der Walzen einer in einer Ebene senkrecht zur beliebig verstellbaren Achse auf der Mantelfläche umlaufenden Reihe von Erhöhungen (46) in Form von Wellenbergen, wobei beide umlaufende Reihen einmal an jeweils gleicher Stelle der Mantelflächen von jeweils auf den Walzen angebrachten, als Schneidwerkzeuge ausgestalteten Nasen (42) unterbrochen werden und beide Walzen an ihren Mantelflächen wie Zahnräder ineinandergreifen, die an der Berührungslinie der Walzen die Form der Steckerelemente bilden.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Steckerstiften mit Mehrfachkontaktfläche für Mikrosteckverbinder, bei dem ein elektrisch leitfähiges, plastisch verformbares Material von einer Endlosrolle durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 transportiert wird, wobei das Material durch die gegenläufigen Walzen (40) mit ihren auf den jeweiligen Mantelflächen vorhandenen Erhöhungen (46) und Vertiefungen (41) entsprechend geformt wird und von den als Schneidwerkzeugen gestalteten Nasen (42) in die entsprechenden Längen geschnitten wird.






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