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Dokumentenidentifikation DE3818174C2 18.12.1997
Titel Ästungsfräse
Anmelder Haas, Alfred, Dipl.-Forstw. (Univ.), 90453 Nürnberg, DE
Erfinder Haas, Alfred, Dipl.-Forstw. (Univ.), 90453 Nürnberg, DE
Vertreter LEINWEBER & ZIMMERMANN, 80331 München
DE-Anmeldedatum 28.05.1988
DE-Aktenzeichen 3818174
Offenlegungstag 07.12.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.12.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.1997
IPC-Hauptklasse A01G 3/08
IPC-Nebenklasse A01G 23/083   A01G 23/095   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Ästungsfräse mit einem am Ende einer Tragstange angeordneten Antriebsmotor, der mit einem Fräser zur Abtrennen der Äste vom Stamm gekuppelt ist.

Ästungsfräsen dieser Art sind bekannt (FR-PS 2 495 435). Derartige Ästungssägen dienen beispielsweise der Wertästung. Dabei handelt es sich um eine sorgfältige Entnahme trockener oder grüner Äste. Diese wird abschnittsweise vom Stammfuß aufwärts vorgenommen. Ziel der Wertästung ist es, die Qualität und damit den Wert des geernteten Stammholzes zu erhöhen.

Die bekannte Ästungsfräse weist dazu einen an den zu entnehmenden Ast von oben anlegbaren Anschlag und einen Fräskopf auf, der samt Antriebsmotor, drehzahlerhöhendem Getriebe und dem in einem massiven Träger beidendig gelagerten Fräser längs einer Gleitführung am oberen Ende der Tragstange durch Seilzug nach oben bewegbar und dadurch an den abzutrennenden Ast heranführbar ist. Das Gewicht der am oberen Ende der Tragstange angeordneten Teile ist wegen des erforderlichen Getriebes und insbesondere wegen der Schlittenführung hoch. Dadurch ist die Bedienung des Gerätes anstrengend für den Arbeiter.

Für die Entastung bekannt sind auch vom Stammfuß her selbsttätig aufsteigende Klettersägen, die mit Kreis- oder Blattsägen, alternativ mit Kettensägen die Äste abtrennen. Derartige Geräte sind aber teuer und verlangen erhebliche Rüstzeiten. Sie können deshalb in vielen Fällen nicht als Ersatz für die Ästungsfräsen der eingangs genannten Bauart benützt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, die eingangs genannte Ästungsfräse so weiter zu bilden, daß die Arbeit erleichtert ist und eine hohe Arbeitsleistung bei guter Arbeitsqualität sichergestellt wird.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der einendig gehaltene Fräser beidseits von Kugellagern mit frei beweglichen Außenringen zur Übernahme des Gegendruckes vom Stamm flankiert ist. Bei diesen handelt es sich um kleine und leichte Teile. Dadurch wird das Gewicht des am oberen Ende der Tragstange sitzenden Fräskopfes gegenüber bekannten Ausführungen deutlich vermindert. Es bedarf keiner aufwendigen Halterung des Fräsers mehr. Der Schlitten fällt fort. Und auch das Getriebe ist entbehrlich, wenn ein entsprechend hochtouriger Verbrennungsmotor als Antriebsmotor benützt wird. Damit ist also die Arbeit erleichtert. Erleichtert ist auch die Handhabung durch die Kugellager mit frei beweglichen Außenringen, die nicht etwa der Lagerung des Fräsers dienen, sondern völlig frei mitlaufend ausgebildet sind. Nähert sich aber der Fräser zu stark dem zu astenden Stamm an, dann werden die Kugellager als Stammschutz aktiv, indem sie sich an der Stammoberfläche abstützen, bevor der Fräser mit dieser in Berührung kommt und Stammverletzungen verursachen könnte. Durch die Abstützung wird der bisher frei mit laufende Außenring des Kugellagers natürlich angehalten oder zumindest abgebremst. Dies hat aber gerade wegen der Verwendung des Kugellagers keine Rückwirkung auf den Fräser. Diese Konstruktion des Stammschutzes bei einer Ästungsfräse ist also einerseits überaus einfach, andererseits überaus wirkungsvoll. Damit wird aber weiter das Erzielen einer hohen Arbeitsleistung unterstützt, weil der Arbeiter weniger Aufmerksamkeit auf die Durchführung des Ästungsschnittes verwenden muß. Überdies wird die Arbeitsqualität erhöht, weil Beschädigungen des zu ästenden späteren Wertstammes ausgeschlossen sind.

In der Zeichnung wird die Erfindung an Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Ästungssäge, und

Fig. 2 eine Ausführungsform eines Fräsers mit abgerundeten Schultern.

Ein Fräser 1 ist beidseitig von Kugellagern 2 flankiert, deren Außenringe frei beweglich sind. Der Fräser 1 ist einendig mittels Spannzange 3 mit einem hochtourigen Antriebsmotor 4 verbunden. Wie das die Fig. 1 zeigt, sind Fräser 1, Kugellager 2, Spannzange 3 und Antriebsmotor 4 auf einer Achse fluchtend angeordnet.

Der aus Fräser 1, Kugellagern 2, Spannzange 3 und hochtourigem Antriebsmotor 4 gebildete Fräskopf ist am oberen Ende einer Tragstange 5 angebracht. Handelt es sich um einen Elektromotor, so wird diesem über ein Kabel 6 ausgehend von einer tragbaren Energiequelle 7 die notwendige Energieversorgung zugeführt.

Beim hochtourigen Antriebsmotor 4 muß es sich aber keinesfalls um einen Elektromotor handeln. Der hochtourige Antriebsmotor 4 kann vielmehr auch eine Druckluftturbine und insbesondere ein Verbrennungsmotor mit optimalem Drehmoment, hoher Drehzahl und geringem Gewicht sein.

Fig. 2 zeigt einen Fräser 1, bei dem die Kugellager 2 zur Erleichterung der Übersicht nicht dargestellt sind. Der Fräser 1 von Fig. 2 weist abgerundete Schultern 8 auf. Vergleicht man das freie Ende des Fräsers 1 von Fig. 2 mit dem freien Ende des Fräsers 1 von Fig. 1, so wird deutlich, daß durch die Abrundung der Schultern ein weiteres Mittel zur Vermeidung von Stammverletzungen und damit zur Erhöhung der Arbeitsqualität zur Verfügung gestellt ist.

Die Fräser 1 können in mehreren Formen und Größen ausgeführt sein. Sie sind an die Baumart, die Dicke der Baumrinde, den vorgefundenen Astmitteldurchmesser, die jeweilige Höhenstufe der Ästung und die jeweilige Leistungscharakteristik des hochtourigen Antriebsmotors anzupassen.

Durch den geringen Durchmesser der Fräser 1 entsteht nur ein kleines Widerstandsmoment, das vom hochtourigen Antriebsmotor leicht überwunden werden kann. Das erleichtert die Arbeit und führt zu einem präzisen Schnitt, weil der Fräser sich selbst durch seine Bewegung tangential zum Stamm durch den abzuschneidenden Ast zieht. Der Gegendruck wird von den Außenringen der Kugellager 2 aufgenommen.


Anspruch[de]
  1. 1. Ästungsfräse mit einem am Ende einer Tragstange (5) angeordnetem Antriebsmotor (4), der mit einem Fräser (1) zum Abtrennen der Äste vom Stamm gekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der einendig gehaltene Fräser (1) beidseits von Kugellagern (2) mit frei beweglichen Außenringen zur Übernahme des Gegendruckes vom Stamm flankiert ist.
  2. 2. Ästungsfräse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fräser abgerundete Schultern (8) aufweist.






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