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Dokumentenidentifikation DE3903658C2 18.12.1997
Titel Einen Hang hinauf- oder hinabführendes Fördermittel
Anmelder Koch Transporttechnik GmbH, 66787 Wadgassen, DE
Erfinder Horn, Gerhard, 6670 St Ingbert, DE;
Kirsch, Ernst, 6601 Heusweiler, DE
Vertreter Bernhardt, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 66123 Saarbrücken
DE-Anmeldedatum 08.02.1989
DE-Aktenzeichen 3903658
Offenlegungstag 09.08.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.12.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.1997
IPC-Hauptklasse B65G 21/04
IPC-Nebenklasse B65G 41/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein einen Hang hinauf- oder hinabführendes Fördermittel, insbesondere Band- oder Schlauchbandförderer oder Abschnitt eines Band- oder Schlauchbandförderers, mit einem Traggerüst, das über seine Länge hinweg auf einer Vielzahl von Fundamenten abgestützt ist, sowie mit einer an seinem oberen Ende in einem weiteren Fundament gehaltenen Zugelement, das sich entlang des Traggerüsts erstreckt und an einer Vielzahl von Punkten mit dem Traggerüst verbunden ist.

Ein Fördermittel mit diesen Merkmalen ist aus der DE-PS 9 74 000 bekannt. Als Zugelement dienen bei diesem bekannten Fördermittel Seile, die zum Abheben des Traggerüsts von einem Hangboden gespannt werden können, um so das Umsetzen des Fördermittels an einen anderen Arbeitsort zu erleichtern. Während des Förderbetriebs werden die Seile nicht beansprucht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fördermittel der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei dem der Aufwand für die Abstützung des Fördermittels, insbesondere bei lockerem Grund, verringert ist.

Gemäß der Erfindung ist bei einem Fördermittel der genannten Art zu diesem Zweck vorgesehen, daß durch das Zugelement eine sich in Längsrichtung des Fördermittels erstreckende Komponente der im Förderbetrieb erforderlichen Stützkräfte gehalten ist, so daß die das Traggerüst über seine Länge abstützenden Fundamente im wesentlichen nur die dazu senkrechte Komponente der Stützkraft sowie gegebenenfalls vorhandene Querkräfte aufnehmen.

Es verlangt weniger Aufwand, das das Zugelement haltende Fundament in einer Dimensionierung auszuführen, die für die Hangabtriebskraft des gesamten Fördermittels oder Abschnittes desselben ausreicht, als alle Fundamente den auf sie entfallenden Anteil der Hangabtriebskraft aufnehmen zu lassen, auch unter Berücksichtigung des Mehraufwandes für das Zugelement.

Das gilt insbesondere für den oft vergleichsweise lockeren Grund aufgeschütteter Halden und hier für einen zum Aufbau der Halden dienenden, die Halde hinauf geführten Band- oder Schlauchbandförderer.

Zweckmäßigerweise wird man die genannten Verbindungs-Punkte jeweils über den Fundamenten anordnen, um alle Stützkräfte an derselben Stelle in das übrige Traggerüst einzuleiten.

Vorzugsweise sind dafür die Verbindung mit dem Zugelement und die Abstützung auf dem Fundament jeweils in einer Baueinheit zusammengefaßt, auf der das übrige Traggerüst ruht. So hat man über der Baueinheit dieselben statischen Verhältnisse wie über einer üblichen Fundamentierung.

Zweckmäßigerweise besteht die Baueinheit aus einer an zwei Stellen auf dem Fundament, vorzugsweise in Längsrichtung des Fördermittels gleitend, abgestützten Brücke, die zwischen den beiden Abstützungen die Verbindung mit dem Zugelement aufweist. Die gleitende Abstützung kann den mit den Temperaturschwankungen verbundenen Längenänderungen folgen.

Das übrige Traggerüst kann man in von Baueinheit zu Baueinheit sich erstreckende Elemente unterteilen. Das ist gerade bei Halden oder anderem aufgeschütteten Untergrund wegen der Möglichkeit örtlicher Absenkungen besonders angebracht.

Als Zugelement wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung eine Kette vorgeschlagen, die durch lange Stangen, vorzugsweise aus Flacheisen, und diese verbindende Paare von parallelen, kurzen Laschen gebildet ist, die mit den Stangen gelenkig verbolzt sind.

Mit den Stangen wird der Aufwand für die Kette gering gehalten; die Zahl der Gelenkverbindungen in der Kette bleibt entsprechend klein.

Es sollten gerade so viele Gelenke wie Fundamente vorhanden sein, damit Setzbewegungen der Fundamente keine Zwängungen hervorrufen. Die Stangen erstrecken sich also vorzugsweise jeweils nur über ein Fundament hinweg. Vorzugsweise sind die Laschen, d. h. die Gelenke, jeweils nahe einem Fundament angeordnet, weil so die Anpassung an Höhenverlagerungen der Fundamente gegeneinander die zwangloseste ist.

Schließlich können und sollten die Kettenglieder, um unnötigen Aufwand zu vermeiden, etwa entsprechend der nach unten abnehmenden Belastung der Kette nach unten abnehmend dimensioniert sein.

Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder.

Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einen eine Halde hinaufgeführten Schlauchbandförderer,

Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus Fig. 1 in wesentlich größerem Maßstab,

Fig. 3 zeigt das obere Ende von Fig. 1 in einem noch etwas größeren Maßstab,

Fig. 4 zeigt entsprechend einem Ausschnitt aus Fig. 1 eine Einzelheit (Kette),

Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch den Schlauchbandförderer in noch einmal größerem Maßstab und

Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch eine Einzelheit nach Linie VI-VI in Fig. 5.

Auf eine Bergehalde 1 einer Kohlegrube ist ein Schlauchbandförderer 2 geführt. Er nimmt an seinem unteren Ende 3 das Material auf und wirft es an seinem oberen Ende 4 ab, um die Halde weiter aufzubauen.

Oberer Trum und unterer Trum 5 des Schlauchbandförderers laufen in einem Traggerüst 6. Fig. 5 läßt die beiden sich überlappenden Ränder 7 des Förderschlauches erkennen. Sie liegen im unteren Trum unten und im oberen Trum oben und werden am unteren und am oberen Ende des Schlauchbandförderers 2 auseinandergespreizt, um das Fördergut aufzunehmen bzw. abzuwerfen.

Das Traggerüst 6 ruht auf einer Vielzahl von Streifenfundamenten 8. Es ist unterteilt in getrennte, von Streifenfundament zu Streifenfundament sich erstreckende Elemente 9. Die Enden beider Elemente sind jeweils auf dem Streifenfundament 8 abgestützt.

Die Abstützung besteht jeweils aus einer Brücke 10 aus zwei kurzen Stützen 11 und einem diese verbindenden Balken 12.

Die Stützen 11 sind jeweils mit einem an seiner Unterseite mit Teflon beschichteten Druckstück 13 auf Schienenstücken 14 gelagert, die auf Erhebungen 15 des Streifenfundaments 8 fest angebracht sind. Zwei unter dem Schienenkopf 16 von den beiden Seiten her gegen den Schienenhals 17 gerichtete Sicherungsteile 18 halten jeweils das Druckstück 13 gegen seitliches Abrutschen sowie gegen Abheben von dem Schienenkopf 16.

Der Balken 12 besteht aus einem Doppel-T-Profil. An seiner Unterseite sind in der Mitte zwei Laschen 19 angeschweißt und durch Aussteifungen 20 verstärkt. Zur weiteren Verstärkung der Konstruktion sind in dem Doppel-T-Profil in der Fortsetzung der beiden Laschen 19 insgesamt vier Versteifungsrippen 21 eingeschweißt.

Die beiden Laschen 19 greifen auf ein stangenförmiges Glied 22 einer Kette 23, auf die weiter unten noch im einzelnen eingegangen wird.

Der Balken 12 kragt seitlich aus und trägt hier zusammen mit weiteren, gleichen Balken einen Gitterrost 24 für die Begehung des gesamten Schlauchbandförderers 2. Am Ende der Balken 12 sind jeweils Stützen 25 eines Geländers angebracht, dessen Längselemente in der Zeichnung als Rohre 26 zu erkennen sind.

Auf den Balken 12 stoßen jeweils die Enden zweier Elemente 9 des Traggerüsts 6 zusammen. Die Elemente 9 erstrecken sich also, in Fachwerkbauweise, von einem Balken 12 zum anderen.

Die Kette 23 ist in Fig. 4 ausschnittweise dargestellt. Ihre schon erwähnten stangenförmigen Glieder 22 bestehen aus Flacheisen; an den Enden sind Ösen 27 ausgebildet. Die aneinanderstoßenden Ösen 27 aufeinanderfolgender Glieder 22 sind jeweils durch zwei auf den beiden verschiedenen Seiten der Ösen 27 angebrachte Laschen 28 verbunden mittels Bolzen, die durch Bohrungen 29 in den Laschen 28 und dazwischen gelenkig durch die Ösen 27 greifen.

Die Kette 23 erstreckt sich durchgehend unter dem gesamten Traggerüst 6 entlang, alle Balken 12 sind in der in Fig. 5 dargestellten Weise durch die Laschen 19 und einen Bolzen 30 an der Kette 23 befestigt. Der im ganzen mit 31 bezeichnete Verbindungspunkt ist in Fig. 4 jeweils an den Gliedern 22 der Kette eingezeichnet. Das obere Ende der Kette 23 ist in einer weiter unten näher beschriebenen Weise in einem Fundament 32 gehalten.

Wie in Fig. 4 dargestellt, sind die Glieder 22 in unteren Bereichen der Kette 23 schwächer dimensioniert als in oberen.

Fig. 3 zeigt die Befestigung des oberen Kettenendes an dem Fundament 32:

Eine ähnlich wie die Elemente 9 in Fachwerk ausgeführte Brücke 33, die das obere Ende 4 des Schlauchbandförderers bis zu der in Fig. 1 erscheinenden Abwurfstelle 34 trägt, ist mit ihrem unteren Ende über ein starkes Fußteil 35 auf einer Erhebung 36 des Fundaments 32 und in einiger Entfernung davon über eine Stütze 37 auf einem weiteren, kleineren Fundament 38 verlagert. An dem, wie bei 39 angedeutet, in dem Fundament 32 verankerten Fußteil 35 ist eine Konsole 40 mit einem Flacheisen 41 angeordnet, das wie ein Kettengliedende mit einer Öse 27 gestaltet und ebenso über Laschen 28 mit dem ersten Glied 22 der Kette verbunden ist.

Das Fundament 32 unterstützt zugleich das obere Ende des obersten Traggerüst-Elementes 9. Das Streifenfundament 8, das das untere Ende dieses Tragelementes sowie das obere Ende des nächsten Tragelementes unterstützt, ist in Fig. 3 nicht dargestellt.


Anspruch[de]
  1. 1. Einen Hang hinauf- oder hinabführendes Fördermittel (2), insbesondere Band- oder Schlauchbandförderer (2) oder Abschnitt eines Band- oder Schlauchbandförderers mit einem Traggerüst (6), das über seine Länge hinweg auf einer Vielzahl von Fundamenten (8) abgestützt ist, sowie mit einer an seinem oberen Ende in einem weiteren Fundament (32) gehaltenen Zugelement, das sich entlang des Traggerüsts (6) erstreckt und an einer Vielzahl von Punkten (31) mit dem Traggerüst (6) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Zugelement (23) eine sich in Längsrichtung des Fördermittels (2) erstreckende Komponente der im Förderbetrieb erforderlichen Stützkräfte gehalten ist, so daß die das Traggerüst über seine Länge abstützenden Fundamente (8) im wesentlichen nur die dazu senkrechte Komponente der Stützkraft sowie gegebenenfalls vorhandene Querkräfte aufnehmen.
  2. 2. Fördermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungs-Punkte (31) jeweils über den Fundamenten (8) liegen.
  3. 3. Fördermittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung mit dem Zugelement (23) und die Abstützung auf dem Fundament (8) jeweils in einer Baueinheit zusammengefaßt (10) sind, auf der das übrige Traggerüst (6) ruht.
  4. 4. Fördermittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit (10) aus einer an zwei Stellen (11, 13) auf dem Fundament (8), vorzugsweise in Längsrichtung des Fördermittels (2) gleitend, abgestützten Brücke (10) besteht, die zwischen den beiden Abstützungen (11, 13) die Verbindung (19, 30) mit dem Zugelement (23) aufweist.
  5. 5. Fördermittel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das übrige Traggerüst (6) in von Baueinheit (10) zu Baueinheit (10) sich erstreckende Elemente (9) unterteilt ist.
  6. 6. Fördermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (23) eine Kette (23) ist.
  7. 7. Fördermittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kette (23) durch lange Stangen (22), vorzugsweise aus Flacheisen, und diese verbindende Paare von parallelen kurzen Laschen (28) gebildet ist, die mit den Stangen (22) gelenkig verbolzt sind.
  8. 8. Fördermittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (22) sich jeweils nur über ein Fundament (8) hinweg erstrecken und vorzugsweise die Laschen (28) jeweils nahe einem Fundament (8) angeordnet sind.
  9. 9. Fördermittel nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenglieder (22) etwa entsprechend der nach unten abnehmbaren Belastung der Kette (23) nach unten abnehmend dimensioniert sind.






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