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Dokumentenidentifikation DE3904007C2 18.12.1997
Titel Vorrichtung zum Ausführen einer Mengendosierung von Festprodukten unregelmäßiger Form und Größe und zu deren Abgabe
Anmelder Margot s.n.c. di Fausto Negri & C., Felonica, Mantova, IT
Vertreter H. Wilcken und Kollegen, 23552 Lübeck
DE-Anmeldedatum 10.02.1989
DE-Aktenzeichen 3904007
Offenlegungstag 23.08.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.12.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.1997
IPC-Hauptklasse G01F 11/10
IPC-Nebenklasse B65D 25/52   B65B 1/32   

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Ausführen einer Mengendosierung von Festprodukten unregelmäßiger Form und Größe und zu deren Abgabe nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Auf den verschiedensten Gebieten der menschlichen Tätigkeiten kommt häufig die Notwendigkeit vor, gleichmäßige Mengen von Festprodukten unregelmäßiger Form und Größe vorzubereiten, wobei einige der Festprodukte beim Zusammenstellen einer Menge oder Portion zum Zusammenbacken bzw. Anhaften untereinander neigen. Insbesondere kann diese Eigenschaft bei der Dosierung von Lebensmitteln zur Bildung gleichmäßiger Portionen zur Verpackung oder Entnahme zwecks direkten Verbrauches vorkommen.

Das Problem des Zusammenbackens wurde vielfach durch Abwiegungslösungen gelöst: Aus einer größeren Menge des betreffenden Festproduktes werden kleine Portionen einzeln entnommen, die jeweils zu den vorherigen hinzugefügt werden, bis die gewünschte Verbrauchsmenge erreicht ist. Bei dieser Methode werden Trichter vorgesehen, die Schwingflächen versorgen, an deren Enden sich eine Waage befindet, der ein Trichter mit Freifall für die auf der Waage gesammelten Festprodukte folgt. Es gibt auch Becherhebebänder und Schwingtrichter mit Förderschnecken, die wiederum ständig eine Waage versorgen. Diese Lösungen gewichtsabhängiger Art fordern ziemlich komplizierte und aufwendige Einrichtungen, die bei vielen Anwendungen nicht erwünscht bzw. nicht geeignet sind.

Weitere Lösungen zur Portionierung beruhen auf der Anwendung der volumetrischen Dosierung. Hierzu ist die japanische Patentschrift JP 59-136988 (Patent Abstract aus Japan, Vol. 10, No. 202, 15. Juli 1986) bekannt. Die dort beschriebene Vorrichtung umfaßt ein Abmeßrohr zur Abgabe von Portionen, das in einem Vorratsraum vertikal bewegbar ist. Bei seiner Aufwärtsbewegung wird das oben offene Rohr mit Granulatprodukten gefüllt, während es über sein Unterende, das mit einem Verschluß versehen ist, entleert wird. Das Rohr wird vollständig gefüllt, so daß seine Füllung die abzumessende Portion darstellt. Mit dieser Lösung können insbesondere Festprodukte, die zum Zusammenbacken neigen, z. B. Kartoffelchips, nicht mit guter Qualität portioniert werden, weil das Zusammenbacken im wesentlichen nicht vermieden wird. Außerdem ist es mit dieser Vorrichtung nicht möglich, Abfälle, wie z. B. bei der Portionierung entstehende, unerwünschte Bruchstücke, beim Abmeßvorgang für die jeweils gewünschte Portion zu entfernen.

In der britischen Druckschrift GB 21 86 266 A ist eine weitere Vorrichtung zur Volumendosierung für Massengut offenbart, bei der ein Schieber, der mit einem Abmessungsloch versehen ist, in einem Vorratsbehälter zwischen einer unteren Ladestellung und einer oberen Entladestellung schräg bewegbar ist. Der beladene Schieber fördert in eine obere Auslaßöffnung eines weiteren Behälters, an die sich eine Ablaufrutsche anschließt, die in einen Auffangbehälter mündet. Die Dosierung findet hierbei durch das Loch des Schiebers statt, wobei dieses Loch mit seiner Einlaßöffnung ständig schräg verläuft. Die Abmessungsgenauigkeit dieser Vorrichtung ist sehr ungenau, denn bei seiner Abwärtsbewegung verliert der Schieber aus seinem schrägen Dosierungsloch eine erhebliche Menge an vorher aufgenommenem Massengut, die in den Vorratsbehälter zurückrutscht und somit verlorengeht. Des weiteren darf sich der Schieber in diesem Zusammenhang nur langsam aufwärts bewegen, um einen zu großen Verlust an aufgenommenem Massengut aus dem Meßloch zu vermeiden. Für größerstückiges Füllgut, das sich zudem noch leicht ineinander verhaken kann, z. B. Kartoffelchips, ist diese Vorrichtung nicht geeignet, weil die erforderliche Mengengenauigkeit nicht erreicht werden kann.

In der weiteren britischen Druckschrift GB 20 94 268 A ist ein anderes Prinzip der Mengendosierung offenbart. Aus einem Vorratsbehälter wird Granulat in eine Drehtrommel mit zwei eingegliederten und mitdrehenden Abmeßrohren eingegeben. Aus diesen Rohren, deren Einlauföffnung mittels eines Einstellringes zur Bestimmung der jeweiligen Abmessungsmenge regulierbar ist, gelangt die jeweilige Abmessungsmenge über eine Auslaufklappe der Rohre in eine Ablaufrutsche. Abgesehen davon, daß die Genauigkeit der Abmessungsmenge von der Drehzahl der Trommel abhängt, die somit auf das jeweilige Abmessungsgranulat eingestellt werden muß, ist diese vorbekannte Einrichtung ebenfalls nicht für größerstückige Abfallgüter wie z. B. Kartoffelchips und dergleichen geeignet. Solche Güter würden sich in der kleinen Einlauföffnung der Rohre sofort verfangen und die jeweilige Öffnung verstopfen. Das Umlaufprinzip der abmessungsbestimmenden Dosierungsrohre unter Verwendung einer Drehtrommel, aus welcher die Rohre gespeist werden, ist also nur für feines Granulat oder dergleichen anwendbar.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung der einleitend angeführten Art so zu verbessern, daß Festprodukte unregelmäßiger Form und Größe, insbesondere solche, die zum Zusammenbacken, Anhaften, Verstopfen oder dergleichen neigen, genau und mit guter Qualität bei einfacher Bauweise der Vorrichtung volumetrisch portioniert werden können.

Die Lösung dieser Aufgabe ist in dem Patentanspruch 1 angegeben.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können in einem einzigen Vorgang insbesondere solche Festprodukte unregelmäßiger Form und Größe genau, gleichmäßig und mit guter Qualität volumetrisch abgemessen werden, die zum Zusammenbacken oder Anhaften aneinander bzw. zum Verstopfen von Durchgängen oder zur Bildung von Brücken neigen, ohne daß die abgemessenen Festprodukte beschädigt werden. Diese Produkte sind nun ständig durch die Tätigkeit des Dosier-Abgabeschlittens in Bewegung, der sanft jede Brücke bzw. jede Verklemmung auflöst, wobei die ordnungsgemäße Förderung der Ladung zum Abmeßtrog begünstigt wird, der dann mit einer kurzen Bewegung nach oben die gewünschte Menge ohne den Einsatz von Waagen festlegt. Die einfach aufgebaute Vorrichtung eignet sich zur Behandlung von sehr großen Mengen von Festprodukten unregelmäßiger Form und Größe und ist besonders für die Dosierung empfindlicher Lebensmittel geeignet, ohne diese zu beschädigen.

Beim Hochfahren des Abgabeschlittens der erfindungsgemäßen Vorrichtung nimmt der Abmeßtrog aus dem Magazin stückiges, aber auch anderes Abfüllgut auf, wobei er vollständig und sicher gefüllt wird, da er oben vollständig offen ist. Der Trog garantiert eine sehr genaue Dosierung einerseits und neben einer rationellen Abgabeweise eine sehr schonende Behandlung der dosierten Menge andererseits. Auf diese Weise eignet sich die Trogkonstruktion für sehr zerbrechliche oder leicht beschädigbare, stückige Güter, wie sie in der Lebensmittelindustrie oft gegeben sind, z. B. für Kartoffelchips und andere Chips. Zur Entleerung wird der gefüllte Trog an seinem einen Ende nach unten gekippt, indem eine Sperre freigegeben wird.

Ein weiteres wichtiges Merkmal besteht darin, daß unterhalb des Abmeßtroges eine Gittereinrichtung vorgesehen ist, um unerwünschte und zu kleine Teile der vorher abgemessenen Menge auszusortieren. Das bedeutet, daß das im Magazin bevorratete Stückgut selbst noch in einer gewissen Grobklassifizierung vorliegen kann. Mit der Gittereinrichtung wird dann die gewünschte Qualität, d. h. im allgemeinen eine gleichmäßige Stückgröße der dosierten Portion erzielt.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in den anliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Perspektivansicht des Ausführungsbeispieles, ausgelegt zur Abgabe der vorbereiteten Mengen und deren Verpackungen;

Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II in Fig. 1;

Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht des Dosier-Abgabeschlittens der Vorrichtung und teilweise der Mittel zur Funktionssteuerung;

Fig. 4 eine Perspektivansicht bei weggelassenen Teilen des Abgabe- Schlittens von Fig. 3;

Fig. 5 eine teilweise Darstellung des Beispieles mit dem beweglichen Boden des Abgabeschlittens nach Fig. 3 und 4.

Wie Fig. 1 zeigt, umfaßt die Vorrichtung zur Mengendosierung und Abgabe von Festprodukten unregelmäßiger Form und Größe, die untereinander leicht zusammenfügbar sind, zum Beispiel Teile von frischen bzw. tiefgefrorenen Lebensmitteln (wie zu fritierende Kartoffeln), eine solide Hohlstruktur 1, vornehmlich in T-Form, mit entsprechenden seitlichen Stützen 2, wobei der obere Bereich der Struktur ein hauptsächlich waagerechtes Magazin 3 bildet, während der untere Bereich 5 der Struktur zur senkrechten Führung der abwechselnden Bewegungen eines Dosier-Abgabeschlittens 6 innerhalb und außerhalb des Magazines 3 in dessen Mitte dient. Das Magazin 3 besitzt oben einen gut abdichtenden Deckel 7, der zum Eingeben der zu dosierenden Festprodukte geöffnet werden kann, und im Inneren eine Kühlanlage 8, die auch entfallen kann. Das Innere des Magazines 3 kann von einer Seite her durch eine Öffnung 9, die mit einem durchsichtigen Teil geschlossen ist, kontrolliert werden.

In bezug auch auf die anderen Figuren sieht man, wie der Dosier-Abgabeschlitten 6 aus einem rechteckigen Gehäuse besteht, das innerhalb des Magazines 3 abwechselnd senkrecht nach oben und nach unten bewegt wird und außerhalb des Magazines, entlang einer senkrechten Führung 5, innerhalb der er leicht durch Rollen 6A geführt ist, mit einem Mechanismus nach unten bewegt wird. Der Mechanismus umfaßt eine Vertikalspindel 10, die durch einen Elektromotor 11 und ein Getriebe 12 angetrieben wird, sowie ein Muttergewindeteil 13, welches an einer Seite des Gehäuses befestigt ist. An der entgegengesetzten Seite des Gehäuses sind Ausgleichteleskopführungen 14 vorgesehen.

Das Gehäuse des Abgabeschlittens 6 ist an seiner Unterseite durch einen Fallboden 15 geschlossen, der gegen die Wirkung einer Rückholfeder 16 geöffnet werden kann, die ihn normalerweise durch Drehung um einen Rand 17 des Gehäuses, an dem er angelenkt ist, geschlossen hält (Fig. 4 und 5). In seinem Oberbereich weist der Schlitten 6 einen Abmeßtrog 18 auf, der an einem Teil 19 nahe einem Ende des Schlittengehäuses angelenkt und mit demselben Ende mit der Führung 5 verbunden ist. Diese Verbindung erfolgt mit einer Schwinge 20, deren eines Ende bei 20A an dem Abmeßtrog angelenkt ist und ein Fenster 6B der Seitenwand des Gehäuses durchläuft und deren anderes Ende mit einer Rolle 20B in einer Kulisse 21 der Führung 5 verschiebbar gelagert ist. An seinem anderen Ende wirkt der Abmeßtrog mit einem Federarm 22 zusammen, der aus einem ersten, am Schlitten 6 angelenkten Federarm 22A, der ein Loch 6C des Gehäuses durchragt, und aus einem zweiten, an der Führung 5 angelenkten Federarm 22B besteht.

Das obere Ende des zweiten Federarmes 22B unterliegt der Wirkung einer Rückholfeder 22C, so daß der erste Federarm 22A auf den Abmeßtrog 18 eine diesen waagerecht haltende Gegenkraft ausübt.

Im Inneren des Gehäuses hat der Schlitten 6 ein Paar miteinander kombinierte, Rutschen bildende Innengitter 23 und 24, wobei letzteres einer Abgabeöffnung 25 des Gehäuses zugeordnet ist. Der untere Teil der Hohlstruktur 1 hat in geeigneter Lage auch einen Nocken 26, der mit einer Rolle 27 zusammenwirkt, die aus dem Fallboden 15 des Schlittens 6 zur Öffnung des Bodens selbst herausragt, und endet mit einer Schublade 28, die oben geöffnet und von Hand ausziehbar ist.

Fig. 1 zeigt ein Paar Abförderbänder 29 und 29A, durch die Produktmengen,die von der Vorrichtung durch eine Förderrutsche 31 abgegeben werden, wenn die Abgabeöffnung 25 des Schlittens 6 an einer Entladeöffnung 30 der Struktur 1 ansteht, von der Vorrichtung selbst verpackt und/oder abtransportiert werden können.

Dem Abmeßtrog 18 ist nahe seinem Anlenkungsende 19 am Schlitten 6 als Einstellglied vorteilhaft eine den Trog teilweise abdeckende Abdeckung 32 angefügt, die zu einer kurzen, feststehenden Abdeckklappe 33 des Troges verschiebbar ist. So kann das Fassungsvermögen des Abmeßtroges 18 variiert werden. Die Abdeckung 32 kann zu diesem Zweck sowohl manuell als auch mit geeigneten Mechanismen (nicht dargestellt) bewegt werden.

Im Betrieb der Vorrichtung wird das Magazin 3 nach Abnahme des Deckels 7 von oben mit dem zu dosierenden Festprodukt gefüllt, und zwar bis zu der und nicht über die vorgesehene Marke L hinaus. Ist das zu dosierende Produkt verderblich bzw. besteht es aus gefrorener oder tiefgefrorener Kost (z. B. Stücke von zu fritierenden Kartoffeln), schaltet auch eine speziell vorgesehene Kühlanlage 8 ein. Der Deckel 7, der entsprechend wärmegedämmt ausgeführt sein kann, wird wieder geschlossen.

Die Füllung des Magazines 3 erfolgt bei völlig abgesenktem Abgabeschlitten 6, damit das Magazin in seinem mittleren Teil nicht beansprucht wird.

Es wird dann die Vorrichtung in Betrieb gesetzt, wobei der Schlitten 6 abgesenkt und sein Abmeßtrog 18 an dem Federarm 22 hauptsächlich waagerecht abgestützt ist, so daß das Oberende des Schlittengehäuses geschlossen ist. Der Motor 11 erzeugt eine Drehung der Spindel 10 im Muttergewindeteil 13, welches am Schlitten 6 befestigt ist, wodurch die Bewegung des Schlittens nach oben hervorgerufen wird. Während dieser Bewegung nach oben fährt der Schlitten 6 mit seinem Abmeßtrog 18 in das innerhalb des im Magazin 3 enthaltene Produkt und bewegt das Produkt auf seinem gesamten Weg. Die Produktteile, die zum Ineinandergreifen neigen können, werden so zunächst gelöst und gelangen dann in die Aushöhlung des Abmeßtroges 18 bis zur Füllung derselben.

Unmittelbar vor dem oberen Totpunkt des Schlittenwagens beansprucht der Arm 22A des Federarmes 22 das untere Ende des Armes 22B, so daß diesem eine Drehung in entgegengesetztem Uhrzeigersinn auferlegt wird. Der Abmeßtrog 18, mit dem Produkt gefüllt, wird daher nach oben gedrückt und schräg gestellt, damit er den Überschuß an gesammeltem Produkt über seine seitlichen Ränder in das Magazin 3 fallenlassen kann. Bei der Fortsetzung der Bewegung des Schlittens 6 nach oben und der Drehung des Armes 22A befreit sich dieser vom Ende des Abmeßtroges 18, das sich, nicht mehr festgehalten, unter dem Gewicht des geladenen Produktes, nun stark schräg nach unten stellt (Fig. 4) und um die Gelenkstelle 19 dreht und dabei die Schwinge 20 mitzieht, deren Rolle 20B frei in der Kulisse 21 entlangläuft. Auf diese Weise entlädt der Abmeßtrog 18 seine gesamte Produktmenge auf die darunterliegenden Gitterrutschen 23 und 24 des Schlittengehäuses. Im letzten Abschnitt der Aufstiegsstrecke des Schlittens 6 schlägt die Rolle 20B der Schwinge 20 an das obere Ende der Kulisse an und senkt das bei 19 des Abmeßtroges 18 angelenkte Ende ab, welches auf diese Weise gezwungen wird, sich im Uhrzeigersinn zu drehen, bis der Abmeßtrog 18 wieder die waagerechte Ausgangsposition erreicht hat.

Beim Erreichen dieser Position schlägt der Abmeßtrog 18 gegen den Arm 22A des Federarmes 22 und läßt ihn im Uhrzeigersinn gegen die Wirkung seiner Gegenkraft verschwenken, wobei der Trog dann den Federarm überfährt, der sich danach mit einer Drehung im Uhrzeigersinn durch seine Gegenkraft wieder zur Stützung des freien Endes des Abmeßtroges 18 stellt. Zum Variieren der Produktdosierung im Abmeßtrog genügt es, das Fassungsvermögen des Abmeßtroges durch Bewegung von Hand oder automatisch durch eine Mechanik der Abdeckung 32 zur festen stehenden Abdeckklappe 33 zu ändern. Die Produktmenge, die auf den Gittern 23 und 24 innerhalb des Schlittengehäuses abwärts gleitet, verliert die kleinsten Bruchteile und das Pulver sowie die Abfälle, die sich auf dem Fallboden 15 sammeln. Danach erreicht die Produktmenge die Öffnung 25 und gelangt von dort aus durch die Entladeöffnung 30 und die Förderrutsche 31 zur Abgabestelle. Im dargestellten Fall füllt die Produktmenge Verpackungen C, die durch die Förderbänder 29 und 29A transportiert werden. Die Abfälle und die unerwünschten kleinen Bruchteile des dosierten Produktes werden vom Fallboden 15 in eine Schublade 28 fallengelassen, wenn der Boden 15 für die Betätigung des Nockens 16 auf der Rolle 27, gegen die Wirkung der Feder 16, jedesmal geöffnet wird, wenn der Dosier-Abgabeschlitten 6 an seinem unteren Totpunkt ankommt. Aus der Schublade 28 können diese Bruchteile von Hand von Zeit zu Zeit entnommen werden. Die Vorrichtung kann dann ihren Funktionszyklus wieder beginnen, d. h. der Schlitten 6 bewegt sich wieder nach oben und füllt das zu dosierende Produkt in seinen Abmeßtrog 18 ein, wonach sich die beschriebenen weiteren Vorgänge wiederholen.

Es versteht sich, daß die Vorrichtung je nach Bestimmungszweck mit geeigneten Programmiermitteln für ihre Funktion, die ununterbrochen sein kann - wie im Fall der dargestellten Portionenverpackung - oder unterbrochen sein kann, und zwar sowohl nach Zeit als auch in anderer Weise gesteuert, ausgestattet sein kann, nämlich bei Verwendung zur Versorgung des Produktes für z. B. eine automatische Kochmaschine für Lebensmittel und zur Verteilung derselben.

Bei Funktionsprogrammierung kann eine Abstimmung mit der Dosierungseinstellung erfolgen, die ebenfalls automatisch bzw. gesteuert sein kann.

Änderungen der beschriebenen und dargestellten Vorrichtung können vielfach sein. So können z. B. die Form und die Funktionsart des Abmeßtroges 18 unterschiedlich sein; er kann eine veränderliche Größe haben und zur Dosierung und jeweils für die Produktentladung nach unten öffenbar bzw. drehbar und durch verschiedene Mittel steuerbar - auch wenn nicht rein mechanisch - sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Ausführen einer Mengendosierung von Festprodukten unregelmäßiger Form und Größe und zu deren Abgabe, umfassend eine Hohlstruktur (1) mit einem Magazin (3) für das zu dosierende Produkt und mit einer darunterliegenden Führung (5) und einen Abgabeschlitten (6), der in der Führung abwechselnd senkrecht auf und ab und in das Magazin zur Aufnahme von Festprodukten bewegbar und als ein Gehäuse mit einer unteren Abgabeöffnung (25) für das dosierte Produkt ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Abgabeschlitten (6) in seinem Oberbereich einen kippbaren Abmeßtrog (18) für die Sammlung und Dosierung des Produktes bei seiner Bewegung nach oben und der darauffolgenden Entladung des Produktes innerhalb des Schlittens aufweist, daß der Schlitten unterhalb des Abmeßtroges (18) mit Innengittern (23, 24) für die Ausscheidung von Abfällen und der zu kleinen Teile des dosierten Produktes versehen ist und daß die Führung (5) eine Öffnung (30) aufweist, die mit der Abgabeöffnung (25) des Schlittens (6) zusammenwirkt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abmeßtrog (18) durch Anlenkung seines einen Endes (19) am Abgabeschlitten (6) kippbar gelagert und am gleichen Ende eine Schwinge (20) angelenkt ist, daß die Schwinge (20) durch die Wandung des Abgabeschlittens (6) geführt ist, daß die Schwinge (20) an ihrem anderen Ende eine Abschlußrolle (20B) aufweist, welche in einem Schlitz (21) in der Führung (5) verschieblich geführt wird, und daß das andere Ende des Abgabeschlittens von einem zweiteiligen Federarm (22, 22A, 22B) gehalten wird, dessen einer Arm (22A) am Abgabeschlitten (6) und dessen anderer Arm (22B) an der Führung (5) angelenkt ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abmeßtrog (18) zum Verändern seines Fassungsvermögens mit einem Einstellglied in Form einer endseitigen Abdeckung (32) für ein teilweises Abdecken des Abmeßtroges versehen ist, wobei die Abdeckung (32) in Längsrichtung des Troges verschiebbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare Abdeckung (32) mit einer feststehenden Abdeckklappe (33) des Abmeßtroges (18) zusammenwirkt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abgabeschlitten (6) einen Fallboden (15) aufweist, der zur Entladung der Abfälle und der zu kleinen Teile des dosierten Produktes dient.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallboden (15) an einer seiner langen Seiten am unteren Rand (17) des Schlittens (6) angelenkt ist, durch Federelemente geschlossen gehalten wird und durch einen Nocken (26) der Führung (5), der auf eine Rolle (27) des Bodens (15) wirkt, geöffnet wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (5) an ihrem Unterende eine ausziehbare Schublade (28) hat, in die Abfälle vom Boden (15) des Schlittens (6) fallen.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (30) der Führung (5) mit einer Förderrutsche (31) des dosierten Produktes versehen ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Senkrechtbewegungen des Abgabeschlittens (6) mit Hilfe einer durch einen Elektromotor (11) betätigten Spindel-Mutter-Steuerung (10, 13) durchführbar sind.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin (3) mit einer Kühlanlage (8) ausgerüstet ist und einen wärmegedämmten Deckel (7) aufweist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin (3) der genannten Hohlstruktur (1) einen Trichterboden (4) und einen oberen Deckel (7) und ein Schauloch (9) aufweist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung (5) in der Mitte des Trichterbodens (4) des Magazines (3) vorgesehen ist, wodurch die gesamte Hohlstruktur im senkrechten Querschnitt vornehmlich T-Form aufweist, und daß die Hohlstruktur durch geeignete seitliche Stütze (2) gehalten wird.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Abförderbändern (29, 29A) für gefüllte Verpackungen (C) kombiniert ist.






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