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Dokumentenidentifikation DE3914329C2 18.12.1997
Titel Mit mindestens einer koextrudierten und nichtorientierten Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn beidseitig versehener, umschlossener oder beschichteter Pappenzuschnitt
Anmelder Alkor GmbH Kunststoffe, 81479 München, DE
Erfinder Heitz, Heinrich, Dr., 82110 Germering, DE;
Mayr, Maximilian, Dipl.-Ing., 85748 Garching, DE
DE-Anmeldedatum 29.04.1989
DE-Aktenzeichen 3914329
Offenlegungstag 08.11.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.12.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.1997
IPC-Hauptklasse B32B 27/10
IPC-Nebenklasse B32B 27/32   B32B 27/34   B32B 23/06   B32B 23/20   B32B 29/00   B42F 13/00   B29D 9/00   D21H 19/20   D21H 19/84   D21H 27/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen mit mindestens einer koextrudierten und nichtorientierten Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn beidseitig versehenen, umschlossenen oder beschichteten Pappenzuschnitt, vorzugsweise für Ordner, Ringbücher und andere Organisations- und Bürobedarfsmittel, wobei die Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn eine Oberfolie oder Oberflächenschicht aus einem Olefinpolymerisat oder einem polare Gruppen aufweisendes Olefin-Copolymerisat enthält und gegebenenfalls mit dem Pappenzuschnitt über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht in Verbindung steht.

Die Kunststoffolie oder die Kunststoffolienbahn besteht aus einer mindestens zweischichtigen Verbundfolie oder Verbundfolienbahn bestimmter Zusammensetzung, die eine verbesserte Verschweißbarkeit aufweist, wobei die Oberfolie oder Oberschicht Polyethylen niedriger Dichte in bestimmten Gewichtsmengen sowie ein weiteres Polymerisat enthält.

Aus der DE 29 34 850 A1 ist bereits eine Verbundfolie, bestehend aus wenigstens einer Trägerschicht und einer hochfrequenzschweißfähigen Oberschicht aus einem Copolymerisat aus 70 bis 90 Mol-% Ethyleneinheiten und 10 bis 30 Mol-% Vinylacetateinheiten bekannt, wobei als Trägerschicht eine Schicht aus Polyolefin, Polyester oder Polyamid eingesetzt werden kann. Die verwendeten Schichten sind jedoch leider schälfähig, so daß eine Delaminierung der Schichten leicht eintritt. Die Seitenränder der Verbundfolie können daher auch gemäß entsprechendem Ausführungsbeispiel in der Patentanmeldung nur durch Heißsiegelung dauerhaft verschweißt werden. Nur die Beutelöffnung ist hochfrequenzverschweißt mit dem Ziel, einen schälfähigen Verschluß der Beutelöffnung zu erhalten. Derartige Verbundfolien sind für schälfähige, versiegelte Beutelpackungen geeignet, sie sind jedoch nicht geeignet um Folienränder dauerhaft miteinander im Hochfrequenzschweißverfahren zu verschweißen.

Aus der DE 33 24 830 A1 ist bereits eine mit einer Polyolefinbeschichtung versehene Pappe, vorzugsweise für Ordner, Ringbücher und andere Organisations- und Bürobedarfsmittel bekannt, die an wenigstens einer Oberfläche mit zwei übereinander angeordneten dünnen Schichten eines Olefinharzmaterials versehen ist. Die Polyolefinbeschichtung besteht aus einer mindestens zweischichtig aufgebauten Polyolefin-Kombinationsfolie, die auf mindestens einer Seite der Pappe aufgebracht ist oder die die eine Seite der Pappe vollabdeckend mit mindestens einer streifenförmigen oder rahmenförmigen Überlappung der Pappe auf der anderen Seite umgibt. Die Polyolefin-Kombinationsfolie besteht aus einer Schmelzhaftfolie als Unterfolie, bestehend aus einem Olefinhomo-, -copolymerisat oder Olefinhomo- bzw. -copolymerisatgemisch, das insgesamt (bezogen auf die gesamte Kunststoffinischung für die Schmelzhaftfolie) 33 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis 7 Gew.-%, eines polaren Monomeren oder polaren Monomergemisches in Form der festen oder flüssigen monomeren oder copolymerisierten Verbindung(en) enthält, mit einem Schmelzpunkt bzw. Schmelzbereich von 50 bis 95°C, vorzugsweise 60 bis 90°C, und einer Dichte, die größer ist als die Dichte der Oberfolie und einem Schmelzindex 190/2,16 kleiner als 10 g/10 min. Sie enthält weiterhin eine Oberflächenfolie bestehend aus einem Olefinhomo-, Olefincopolymerisat, einem polare Gruppen aufweisenden Olefincopolymerisat oder einem Olefinhomo- bzw. Olefincopolymerisatgemisch, das einen Schmelzpunkt bzw. Schmelzbereich von größer als 100°C, vorzugsweise größer als 105°C, aufweist, einen Schmelzindex 190/2,16 kleiner als 10 g/10 min, eine Härte von weniger als 65 Shore D, vorzugsweise weniger als 50 Shore D, und eine Dichte von 0,89 bis 0,93 g/cm³, vorzugsweise 0,90 bis 0,926 g/cm³. Die Pappe wird dabei ohne Mitverwendung einer Klebstoffschicht unmittelbar mit der Schmelzhaftfolie oder Schmelzhaftschicht verbunden. Diese Folie ist sehr gut für Ordner, Ringbücher und andere Organisations- und Bürobedarfsmittel geeignet, weist jedoch unter anderem den Nachteil auf, daß eine Hochfrequenztrennahtverschweißung der Polyolefinfolie nicht möglich ist und daher ein Umschlagen der Folie unter Bildung einer streifen- oder rahmenförmigen Überlappung der Folien erforderlich wird.

Gemäß der Zusatz-Patentanmeldung DE 34 13 575 A1 erfolgt eine Trennahtverschweißung der überstehenden Außenränder, jedoch in den üblichen Trennahtschweißverfahren für Polyolefine, nämlich Wärmekontaktschweißverfahren.

Ziel und Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und einen verbesserten, mit einer Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn beidseitig versehenen, umschlossenen oder beschichteten Pappenzuschnitt zu erhalten. Die den Pappenzuschnitt umgebende Kunststoffolie sollte insbesondere an ihren Rändern einwandfrei hochfrequenzverschweißbar, nicht oder schwer schälbar oder delaminierbar, gut verarbeitbar und für Pappenumhüllungen oder -beschichtungen gut geeignet, vorzugsweise für Ordner, Ringbücher und andere Organisations- und Bürobedarfsmittel, einsetzbar sein.

Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß diesen Zielen und Aufgaben ein mit mindestens einer koextrudierten und nichtorientierten Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn beidseitig versehener, umschlossener oder beschichteter Pappenzuschnitt, vorzugsweise für Ordner, Ringbücher und andere Organisations- und Bürobedarfsmittel, gerecht wird, wobei die Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn eine Oberfolie ober Oberflächenschicht aus einem Olefinpolymerisat oder einem polare Gruppen aufweisendes Olefincopolymerisat enthält und gegebenenfalls mit dem Pappenzuschnitt über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht in Verbindung steht. Gemäß der Erfindung ist die Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn eine mehrschichtige Verbundfolie, vorzugsweise zweischichtige Verbundfolie, mit einer Oberfolie oder Oberschicht, die aus 40 bis 80 Gew.-% (bezogen auf das in der Oberfolie oder Oberschicht enthaltene Polymere) Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE oder LDPE) und 60 bis 20 Gew.-% (bezogen auf das in der Oberfolie oder Oberschicht enthaltene Polymere) Ethylenvinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerisat, Polyamid, chloriertem Polyethylen, modifiziertem Ethylen-Propylen-Dienpolymerisat, Maleinsäureanhydrid-Terpolymerisat und/oder Celluloseacetobutyrat besteht oder diese neben Verarbeitungshilfs-, Zusatzmittel Füllstoffen und/oder Pigmenten enthält und die Unterfolie oder Unterschicht besteht aus Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerisat, Polyamid, chloriertem Polyethylen, modifiziertem Ethylen-Propylen-Dienpolymerisat, Maleinsäureanhydrid-Terpolymerisat und/oder Celluloseacetobutyrat oder enthält eines oder mehrerer dieser Polymerisate. Der Pappenzuschnitt ist dabei mehreckig, vorzugsweise viereckförmig, rechteckig oder quadratisch und die Kunststoffolienbahn weist an den den Pappenzuschnitt bis zu maximal 8 mm überstehenden, vorzugsweise bis zu maximal 4 mm überstehenden, Folienrändern eine Hochfrequenzschweißnaht, vorzugsweise an den überstehenden Außenrändern eine Hochfrequenztrennschweißnaht, auf, wobei die Kunststoffolienbahn direkt oder über eine an der Unterfolie oder Unterschicht angeordnete Schmelzhaftschicht oder Kleberschicht mit dem Pappenzuschnitt in Verbindung steht, verklebt oder versiegelt ist oder diesen ohne haftende oder klebende Verbindungen umgibt.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind der rechteckförmige Pappenzuschnitt oder die rechteckförmige Pappe durch mindestens zwei rillenförmige und/oder nutenförmige Erhöhungen und/oder Vertiefungen oder Falze als Faltlinien in mindestens drei rechteckförmige Pappenzuschnittfelder für Ordnerrücken, Vorder- und Rückseitendeckel unterteilt und ganzflächig von zwei gleichen oder unterschiedlichen Verbundfolienbahnen, deren Unterschicht oder Unterfolie dem Pappenzuschnitt unmittelbar oder über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht zugewandt ist, umgeben, wobei die Kunststoffolienbahnen über die Außenränder des Pappenzuschnittes bis zu 0,1 bis 8 mm, vorzugsweise 0,5 bis 4 mm, überstehende Folienränder mit einer Hochfrequenztrennschweißnaht aufweisen.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind jeweils mindestens drei nebeneinander in einem Abstand von 0,2 mm bis 15 mm, vorzugsweise 0,5 mm bis 8 mm, angeordnete, rechteckförmige Pappenzuschnitte, bestehend aus einem rechteckförmigen Ordnerrückenpappenzuschnitt, jeweils einem rechteckförmigen Vorder- und Rückseitendeckelpappenzuschnitt, ganzflächig von zwei gleichen oder unterschiedlichen Verbundfolienbahnen umgeben, deren Unterschicht oder Unterfolie die Pappenzuschnitte unmittelbar ohne Verklebung mit dem Pappenzuschnitt umgeben oder deren Unterschicht oder Unterfolie mit den Pappenzuschnitten unmittelbar oder über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht versiegelt oder verklebt sind, wobei die Kunststoffolienbahn über die Außenränder des Pappenzuschnittes 0,1 bis 8 mm, vorzugsweise 0,5 bis 4 mm, überstehende Kunststoffolienbahnenränder mit einer Hochfrequenztrennschweißnaht aufweist und zwischen den im Abstand angeordneten rechteckförmigen Pappenzuschnitten mindestens eine Hochfrequenzschweißnaht oder Hochfrequenzziernaht angeordnet ist, die die auf und unter den Pappenzuschnitten angeordneten Kunststoffolienbahnen miteinander verbindet.

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von beidseitig mit mindestens einer Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn umschlossenen oder beschichteten Pappenzuschnitten, vorzugsweise für Ordner, Ringbücher und andere Organisations- und Bürobedarfsmittel, wobei die Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn eine Oberfolie oder Oberflächenschicht aus einem Olefinpolymerisat oder einem polare Gruppen aufweisenden Olefincopolymerisat enthält und gegebenenfalls mit dem Pappenzuschnitt über eine Schmelzhaftschicht oder mit einem Klebstoff verbunden wird. Gemäß der Erfindung werden als Kunststoffolien oder Kunststoffolienbahnen mehrschichtige Verbundfolien, vorzugsweise zweischichtige Verbundfolien, verwendet mit einer Oberfolie oder Oberschicht, die aus 40 bis 80 Gew.-% (bezogen auf das in der Oberfolie oder Oberschicht enthaltende Polymere) Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE oder LLDPE) und 60 bis 20 Gew.-% (bezogen auf das in der Oberfolie oder Oberschicht enthaltene Polymere) Ethylenvinylacetat-Kohlenmonoxid- Terpolymerisat, Polyamid, chloriertem Polyethylen, modifiziertem Ethylen-Propylen- Dienpolymerisat, Maleinsäureanhydrid-Terpolymerisat und/oder Celluloseacetobutyrat besteht oder diese neben Verarbeitungshilfs-, Zusatzmitteln, Füllstoffen und/oder Pigmenten enthält und die Unterfolie oder Unterschicht aus Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid- Terpolymerisat, Polyamid, chloriertem Polyethylen, modifiziertem Ethylen-Propylen- Dienpolymerisat, Maleinsäureanhydrid-Terpolymerisat und/oder Celluloseacetobutyrat besteht oder eines oder mehrerer dieser Polymerisate enthält, daß der Pappenzuschnitt mehreckig, vorzugsweise viereckförmig, rechteckig oder quadratisch ist und die Kunststoffolienbahn an den den Pappenzuschnitt bis zu maximal 8 mm überstehenden, vorzugsweise bis zu maximal 4 mm überstehenden, Folienrändern mit einer Hochfrequenzschweißnaht, vorzugsweise an den überstehenden Außenrändern mit einer Hochfrequenztrennschweißnaht, versehen wird, wobei die Kunststoffolienbahn direkt oder über eine an der Unterfolie oder Unterschicht angeordneten Schmelzhaftschicht oder Kleberschicht mit dem Pappenzuschnitt verklebt oder versiegelt wird oder diesen ohne haftende oder klebende Verbindung umgibt.

Als Pappenzuschnitte werden mehreckige, vorzugsweise viereckige, rechteckige oder quadratische Pappenzuschnitte verwendet und die Kunststoffolienbahn oder entsprechende Kunststoffolienbahnenzuschnitte werden auf die Vorder- und Rückfläche der Pappenzuschnitte aufgebracht und an den überstehenden Rändern der Kunststoffolienbahnen oder Kunststoffolienbahnenzuschnitten in einem Abstand vom Pappenaußenrand bis zu maximal 8 mm, vorzugsweise bis zu maximal 4 mm, miteinander hochfrequenztrennahtverschweißt, wobei die Kunststoffolienbahn direkt oder über eine an der Unterfolie oder Unterschicht angeordnete Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht mit dem jeweiligen Pappenzuschnitt in Verbindung steht oder verklebt oder versiegelt wird oder diesen ohne haftende oder klebende Verbindung umgibt.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der rechteckförmige Pappenzuschnitt oder die rechteckförmige Pappe durch mindestens zwei rillenförmige und/oder nutenförmige Erhöhungen und/oder Vertiefungen oder Falze als Faltlinien in mindestens drei rechteckförmigen Pappenzuschnittfelder für Ordnerrücken, Vorder- und Rückseitendeckel unterteilt und ganzflächig von zwei gleichen oder unterschiedlichen Verbundfolienbahnen, deren Unterschicht oder Unterfolie dem Pappenzuschnitt unmittelbar oder über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht zugewandt ist, umgeben, wobei die Kunststoffolienbahnen in einem Abstand von den Pappenzuschnittaußenrand von 0,1 bis 8 mm, vorzugsweise 0,5 bis 4 mm, durch eine Hochfrequenztrennschweißnaht miteinander verbunden und nachfolgend von den überstehenden Kunststoffolienbahnrändern, -gittern oder -resten getrennt werden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Kunststoffverbundfolienbahnen oder Kunststoffolienzuschnitte der genannten Folienzusammensetzung hergestellt und auf die Vorder- und Rückfläche von jeweils drei nebeneinander in einem Abstand voneinander angeordneten Pappenzuschnitten, bestehend aus Vorderseitendeckel, Ordnerrücken und Rückseitendeckel, aufgebracht. Die Kunststoffolienbahnen oder die Kunststoffolienbahnzuschnitte werden nachfolgend in einem Abstand von dem Pappenzuschnittaußenrand (überstehend) von 0,1 bis 8 mm, vorzugsweise 0,5 bis 4 mm, mit einer Hochfrequenz-Trennschweißnaht so versehen und verschweißt, daß die trennahtverschweißten, materialverdünnten Stellen oder Linien über das Foliengitter mit dem von den Folienbahnen umschlossenen Pappenzuschnitt noch in Verbindung stehen, wobei die materialverdünnten Stellen, Linien und dergleichen eine geringere Dicke als 25%, vorzugsweise weniger als 15%, und besonders bevorzugt weniger als 10%, der Gesamtdicke der (beiden) Kunststoffolien oder Kunststoffolienbahnenzuschnitte aufweisen. Zwischen den Pappenzuschnitten werden die beiden Folienbahnen oder Folienbahnenzuschnitte miteinander verschweißt. Die über die Hochfrequenztrennschweißnaht überstehenden Foliengitter, Folienreste und dgl. werden nachfolgend abgetrennt.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält mindestens eine Schicht oder Folie mindestens einen anorganischen oder organischen Füllstoff oder ein Füllstoffgemisch in Gewichtsmengen von 0 bis 50 Gew.-% (zweckmäßig 0,3 bis 50 Gew.-%), vorzugsweise 1 bis 40 Gew.-%, bezogen auf 100 Gewichtsteile des in der jeweiligen Folienschicht enthaltenen Polymeren, oder bezogen auf die Folienschicht selbst. Als anorganische Füllstoffe werden bevorzugt Calciumcarbonat, Talkum, Silikate, Tone, Dolomit und/oder Siliciumdioxid in feinteiliger Form eingesetzt. Die anorganischen Füllstoffe oder Füllstoffgemische werden in einer mittleren Teilchengröße unter 10 µm, vorzugsweise mit einer mittleren Teilchengröße unter 1 µm, eingesetzt.

Als organisch-chemische Füllstoffe oder Füllstoffgemische werden bevorzugt Stärke und Cellulose, insbesondere Cellulosefasern, verwendet. Die einzelnen Kunststoffschichten enthalten gegebenenfalls zusätzlich Verarbeitungshilfsmittel, Modifizierungsmittel, Pigmente, Farbstoffe und/oder Flammschutzmittel.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird mindestens einer Schicht oder Folienschicht ein Treibmittel oder Treibmittelgemisch in Gewichtsmengen von 0,1 bis 6,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,3 bis 5,5 Gew.-%, (bezogen auf die jeweilige Schicht oder auf den Polymergehalt oder Polymer- und Füllstoffgehalt der jeweiligen Schicht) zugefügt. Das Treibmittel wird bevorzugt vor der Verarbeitung oder Thermoverformung der Kunststoffmischung zur Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn zugefügt, so daß bei der jeweiligen Schicht oder Folie, vorzugsweise bei der Coextrusion ein gewisser Schäumungsgrad erzielt und eine Erniedrigung der Dichte von 1 bis 30%, vorzugsweise 3 bis 15%, erreicht wird.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird die Oberschicht oder Oberfolie und/oder die Unterschicht oder Unterfolie oder die gesamte Verbundfolie strukturiert oder geprägt. Dieses zusätzliche Verfahren bewirkt eine ansprechende Optik der Verbundfolienbahn, darüber hinaus eine Herabsetzung der Kontaktfläche in der Rolle oder im Stapel und damit ein geringeres Blocken.

Nach einer weiteren Ausführungsform werden in mindestens einer Folienschicht peroxidische oder ESH-vernetzende Mittel in Gewichtsmengen von 0,05 bis 4 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 3 Gew.-%, eingesetzt. Diese Mittel bewirken eine Erhöhung der Wärmestandfestigkeit ohne wesentliche Beeinflussung der Härte der Folienschicht.

Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist an mindestens einer an einem Außenrand eingebrachten Hochfrequenztrennschweißnaht oder in der Nähe derselben eine an- oder aufgeschweißte Kunststoffolientasche und/oder an oder in der Nähe einer Schweißnaht oder Ziernaht, vorzugsweise einer Hochfrequenzschweißnaht, eine Kunststofflasche angeordnet. Durch diese Vorrichtung sind zusätzlich Ablage- oder Einordnungsmöglichkeiten gegeben.

An der Kunststoffolienbahn und/oder an mindestens einem Pappenzuschnitt ist vorzugsweise eine metallische Befestigungsvorrichtung in Ring-, Finger-, Krallen-, Klammer- und/oder gegabelter Form angeordnet.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird als polare Gruppen enthaltendes Polymerisat ein Co-, Ter-, Blockpolymerisat oder eine Legierung aus Ethylen und Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder Maleinsäure oder Maleinsäureanhydrid und/oder Vinylacetat, einschließlich Ethylen-Acrylsäure-Acrylsäureester, Ethylen-Methacrylsäure, Acrylsäureester, Ethylen-Methacrylsäure-Methacrylsäureester, Ethylen-Acrylsäure, Ethylen- Acrylsäureester, Ethylen-Methacrylsäure, Ethylen-Methacrylsäureester und dergleichen, vorzugsweise mit einem Acrylsäure- und/oder Methacrylsäuregehalt und/oder Maleinsäure- oder Maleinsäureanhydridgehalt von 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 3 bis 15 Gew.-%, und/oder Vinylacetatgehalt von 5 bis 45 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 35 Gew.-%, eingesetzt.

Beispiele

Entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren wurden Kunststoffverbundfolienbahnen oder Kunststoffolienzuschnitte der in den Beispielen genannten Folienzusammensetzungen hergestellt und auf die Vorder- und Rückfläche von jeweils drei nebeneinander in einem Abstand von 3,5 mm voneinander angeordneten Pappenzuschnitten, bestehend aus Vorderseitendeckel, Ordnerrücken und Rückseitendeckel, aufgebracht. Die Kunststoffolienbahn oder die Kunststoffolienbahnzuschnitte wurden in einem Abstand von dem Pappenzuschnittaußenrand (überstehend) von 2 mm mit einer Hochfrequenz-Trennschweißnaht so versehen und verschweißt, daß die trennahtverschweißten, materialverdünnten Stellen oder Linien über das Foliengitter mit dem von den Folienbahnen umschlossenen Pappenzuschnitten noch in Verbindung stehen, wobei die materialverdünnten Stellen, Linien u. dgl. eine geringere Dicke als 15%, vorzugsweise weniger als 10%, der Gesamtdicke der (beiden) Kunststoffolien aufweisen. Zwischen den Pappenzuschnitten wurden die beiden Folienbahnen miteinander verschweißt (im Hochfrequenzschweißverfahren). Die die Hochfrequenztrennschweißnaht überstehenden Foliengitter wurden nachfolgend abgetrennt.

Beispiel 1

Es wurde eine 280 µm dicke coextrudierte Verbundfolie verwendet, bestehend aus einer 210 µm dicken Oberfolie oder Oberschicht und einer 70 µm dicken Unterfolie oder Unterschicht. Die Unterfolie oder Unterschicht bestand aus Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat (sowie gegebenenfalls 0 bis 2 Gew.-% Verarbeitungshilfsmitteln). Die Oberfolie bestand aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) und wechselnden Gewichtsmengen von Ethylen- Vinylacetat-Copolymerisat, und zwar

  • 1.1 90 Gew.-% LDPE und

    10 Gew.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat
  • 1.2 80 Gew.-% Polyethylen und

    20 Gew.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat
  • 1.3 70 Gew.-% Polyethylen und

    30 Gew.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat
  • 1.4 60 Gew.-% Polyethylen und

    40 Gew.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat


(wobei die Rezepturen gegebenenfalls Verarbeitungshilfsmittel von 0 bis 3 Gew.-% enthalten können).

Bei Beispiel 1.1 ist die Taktzeit 4,0 Sekunden. Bei den Beispielen 1.2 bis 1.4 ließen sich die Taktzeiten verkürzen und eine verbesserte Verschweißbarkeit konnte erreicht werden.

Beispiel 2

Es wurde eine coextrudierte Folie verwendet mit einer 180 µm dicken Oberfolie oder Oberschicht und einer 100 µm dicken Unterfolie oder Unterschicht, wobei die Unterfolie aus chloriertem Polyethylen bestand. Die Oberfolie bestand aus 80 Gew.-Teilen Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) und 20 Gew.-Teilen chloriertem Polyethylen. Die Folie ließ sich an den die Pappenzuschnitte überstehenden Rändern gut mit einer Hochfrequenz- Trennschweißnaht versehen.

Weitere Verbesserungen wurden erzielt unter Verwendung einer Oberfolie mit einer Dicke von 180 µm, bestehend aus 70 Gew.-Teilen LDPE und 30 Gew.-Teilen chloriertem Polyethylen sowie einer Unterfolie mit einer Schichtdicke von 100 µm, bestehend aus chloriertem Polyethylen.

Es wurde eine coextrudierte Folie verwendet, bestehend aus 75 Gew.-Teilen Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) und 25 Gew.-Teilen chloriertem Polyethylen (PEC) in einer Schichtdicke von 140 µm. Die 140 µm dicke Unterfolie bestand aus Ethylen-Vinylacetat (mit einem Acetatgehalt von 28%) sowie 5 Gew.-Teilen feinteiliger Kreide oder feinteilig gefälltem Calciumcarbonat. Durch die Zugabe des Füllstoffes zur Unterfolie wurde das Blocken in der Rolle und/oder im Stapel verringert. Unter Verwendung der coextrudierten Folie ließen sich gute Hochfrequenz-Trennschweißnähte erzielen.

Beispiel 3

Die verwendete coextrudierte Verbundfolie mit einer Gesamtdicke von 400 µm bestand aus einer 170 µm dicken Oberfolie, enthaltend 80 Gew.-Teile Polyethylen niedriger Dichte (LDPE), 20 Gew.-Teilen Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerisat sowie 1,5 Gew.-Teilen Verarbeitungshilfsmitteln. Die Unterfolie mit 230 µm Dicke bestand aus einer Mischung oder Legierung von Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerisat und Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat sowie 1 Gew.-Teil Verarbeitungshilfsmittel.

Beispiel 4

Es wurde eine coextrudierte Folie verwendet mit einer Schichtdicke von 300 µm, bestehend aus 50 Gew.-Teilen Polyethylen niedriger Dichte (LDPE), 5 Gew.-Teilen modifizierten Ethylen-Propylen-Dienpolymerisat, 5 Gew.-Teilen Acrylsäureester und 40 Gew.-Teilen Ethylen-Acrylsäureester-Copolymerisat, sowie 0,2 Gew.-% Treibmittel und 1 Gew.-Teil Verarbeitungsmittel. Die Oberfolie hatte eine Schichtdicke von 200 µm. Die Unterfolie bestand aus Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat (mit einem Acetatgehalt von 18 Gew.-%) sowie 2 Gew.-% Treibmittel und zwei Gewichtsteilen feingefälltem Calciumcarbonat mit einer mittleren Teilchengröße unter 1 µm.

Beispiel 5

Es wurde eine 280 µm dicke coextrudierte Verbundfolie verwendet, bestehend aus einer 70 µm dicken Oberfolie oder Oberschicht und einer 210 µm dicken Unterfolie oder Unterschicht. Die Unterfolie oder Unterschicht bestand aus Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat (sowie gegebenenfalls 0 bis 2 Gew.-% Verarbeitungshilfsmitteln). Die Oberfolie bestand aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) und wechselnden Gewichtsmengen von Ethylen- Vinylacetat-Copolymerisat und zwar

90 Gew.-% LDPE und

10 Gew.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat

(wobei die Rezepturen gegebenenfalls Verarbeitungshilfsmittel von 0 bis 3 Gew.-% enthalten können).

Bei Beispiel 5 ist die Taktzeit 2 Sekunden. Sie stellt somit die Hälfte der Taktzeit von Beispiel 1.1 dar, die die gleiche Zusammensetzung aufweist, jedoch unterschiedliche Schichtdickenverhältnisse.

Beispiel 6

Es wurde eine 300 µm dicke, coextrudierte Verbundfolie verwendet, bestehend aus einer 120 µm dicken Oberfolie oder Oberschicht und einer 180 µm dicken Unterfolie oder Unterschicht. Die Unterfolie oder Unterschicht bestand aus Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat (sowie gegebenenfalls 0 bis 4 Gew.-% Verarbeitungshilfsmittel). Die Oberfolie oder Oberschicht bestand aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) mit

  • 6.1 90 Gew.-% LDPE und

    10 Gew.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat,
  • 6.2 60 Gew.-% LDPE und

    40 Gew.-% chloriertem Polyethylen.


Die Folien laut 6.1 und 6.2 wurden auf grauen Karton in einer Presse bei einer Temperatur von 110°C und bei Flächendrücken von 2 bis 12 kp/cm² hitzeversiegelt.

Die Folie laut Punkt 6.1 zeigte bei 6 Sekunden Preßzeit Pappenausriß.

Die Folie laut Punkt 6.2 zeigte bei 3,5 Sekunden Preßzeit Pappenausriß.

Die Druckerhöhung brachte sowohl bei Punkt 6.1 als auch bei Punkt 6.2 eine zusätzliche Verbesserung.

Zeichnungsbeschreibung

In der beigefügten Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäß beschichteten oder von der Kunststoffolienbahn umgebenen Pappenzuschnittes schematisch dargestellt.

Die drei Pappenzuschnitte (1) bestehend aus Vorderseitendeckel, Ordnerrücken (kleinere Fläche) und Rückseitendeckel sind von der zweischichtigen Verbundfolie umgeben. Die Oberschicht oder Oberfolie (3) stellt die Außenschicht dar, die nach einer Ausführungsform noch mit einer Druck- und/oder Lackschicht versehen ist oder die auch geprägt oder strukturiert vorliegen kann. Die Unterfolie oder Unterschicht (2) umgibt direkt den Pappenzuschnitt (sowie Ober- als auch Unterfläche des Pappenzuschnittes) oder ist nach einer Ausführungsform mit dem Pappenzuschnitt verklebt, hitzeversiegelt oder verschweißt. An den überstehenden Außenrändern sind die Verbundfolien mit einer Trennschweißnaht (4) versehen, die eine Hochfrequenztrennschweißnaht darstellt. Zwischen den Pappenzuschnitten sind die Kunststoffverbundfolien an ihren Unterschichten oder Unterfolien durch eine Siegelnaht (5) oder Ziernaht, die im Hochfrequenzschweißverfahren hergestellt wird, miteinander verschweißt bzw. verbunden. Die Siegelnaht (5) oder Ziernaht kann annähernd in der Ebene der Pappenmittel, vorzugsweise jedoch außerhalb der Ebene der Pappenmitte, so z. B. als Siegelnaht (7) in der Ebene der unteren Verbundfolienbahn, angeordnet sein.

In dem neben der schematischen Darstellung angeordneten schematischen Ausschnitt wird gezeigt, daß die Trennschweißnaht (6), hergestellt im Hochfrequenztrennahtschweißverfahren, auch an oder in der Nähe der Folienunterscheide oder der Pappenzuschnittunterseite angeordnet sein kann und nicht in der Folienmitte liegen muß.


Anspruch[de]
  1. 1. Mit mindestens einer coextrudierten und nichtorientierten Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn beidseitig versehener, umschlossener oder beschichteter Pappenzuschnitt, vorzugsweise für Ordner, Ringbücher und andere Organisations- und Bürobedarfsmittel, wobei die Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn eine Oberfolie oder Oberflächenschicht aus einem Olefinpolymerisat oder einem polare Gruppen aufweisendes Olefincopolymerisat enthält und gegebenenfalls mit dem Pappenzuschnitt über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn eine mehrschichtige Verbundfolie, vorzugsweise zweischichtige Verbundfolie, ist, mit einer Oberfolie oder Oberschicht, die aus

    40 bis 80 Gew.-%

    (bezogen auf das in der Oberfolie oder Oberschicht enthaltene Polymere) Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE oder LDPE) und

    60 bis 20 Gew.-%

    (bezogen auf das in der Oberfolie oder Oberschicht enthaltene Polymere) Ethylenvinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerisat, Polyamid, chloriertem Polyethylen, modifiziertem Ethylen-Propylen-Dienpolymerisat, Maleinsäureanhydrid-Terpolymerisat und/oder Celluloseacetobutyrat besteht oder diese neben Verarbeitungshilfs-, Zusatzmitteln, Füllstoffen und/oder Pigmenten enthält und die Unterfolie oder Unterschicht aus Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerisat, Polyamid, chloriertem Polyethylen, modifiziertem Ethylen-Propylen-Dienpolymerisat, Maleinsäureanhydrid-Terpolymerisat und/oder Celluloseacetobutyrat besteht oder eines oder mehrerer dieser Polymerisate enthält, daß der Pappenzuschnitt mehreckig, vorzugsweise viereckförmig, rechteckig oder quadratisch ist und die Kunststoffolienbahn an den den Pappenzuschnitt bis zu maximal 8 mm überstehenden, vorzugsweise bis zu maximal 4 mm überstehenden, Folienrändern eine Hochfrequenzschweißnaht, vorzugsweise an den überstehenden Außenrändern eine Hochfrequenztrennschweißnaht, aufweist, wobei die Kunststoffolienbahn direkt oder über eine an der Unterfolie oder Unterschicht angeordnete Schmelzhaftschicht oder Kleberschicht mit dem Pappenzuschnitt in Verbindung steht, verklebt oder versiegelt ist oder diesen ohne haftende oder klebende Verbindung umgibt.
  2. 2. Von Kunststoffbahnen umschlossener Pappenzuschnitt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der rechteckförmige Pappenzuschnitt oder die rechteckförmige Pappe durch mindestens zwei rillenförmige und/oder nutenförmige Erhöhungen und/oder Vertiefungen oder Falze als Faltlinien in mindestens drei rechteckförmigen Pappenzuschnittfeldern für Ordnerrücken, Vorder- und Rückseitendeckel unterteilt und ganzflächig von zwei gleichen oder unterschiedlichen Verbundfolienbahnen, deren Unterschicht oder Unterfolie dem Pappenzuschnitt unmittelbar oder über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht zugewandt ist, umgeben ist, wobei die Kunststoffolienbahn über den Außenrändern des Pappenzuschnittes bis zu

    0,1 bis 8 mm, vorzugsweise

    0,5 bis 4 mm,

    überstehende Folienränder mit einer Hochfrequenztrennschweißnaht aufweisen.
  3. 3. Von Kunststoffolienbahn umschlossener Pappenzuschnitt nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils mindestens drei nebeneinander in einem Abstand von

    0,2 bis 15 mm, vorzugsweise

    0,5 bis 8 mm,

    angeordnete, rechteckförmige Pappenzuschnitte, bestehend aus einem rechteckförmigen Ordnerrückenpappenzuschnitt, jeweils einem rechteckförmigen Vorder- und Rückseitendeckelpappenzuschnitt, ganzflächig von zwei gleichen oder unterschiedlichen Verbundfolienbahnen umgeben sind, deren Unterschicht oder Unterfolie die Pappenzuschnitte unmittelbar umgeben oder deren Unterschicht oder Unterfolie mit den Pappenzuschnitten unmittelbar oder über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht versiegelt oder verklebt ist, wobei die Kunststoffolienbahn über die Außenränder des Pappenzuschnittes

    0,1 bis 8 mm, vorzugsweise

    0,5 bis 4 mm,

    überstehende Kunststoffolienbahnenränder mit einer Hochfrequenztrennschweißnaht aufweist und zwischen den im Abstand angeordneten rechteckförmigen Pappenzuschnitten mindestens eine Hochfrequenzschweißnaht oder Hochfrequenzziernaht angeordnet ist, die die auf und unter den Pappenzuschnitten angeordneten Kunststoffolienbahnen miteinander verbindet.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von beidseitig mit mindestens einer Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn umschlossenen oder beschichteten Pappenzuschnitten, vorzugsweise für Ordner, Ringbücher und andere Organisations- und Bürobedarfsmittel, wobei die Kunststoffolie oder Kunststoffolienbahn eine Oberfolie oder Oberflächenschicht aus einem Olefinpolymerisat oder einem polare Gruppen aufweisenden Olefincopolymerisat enthält und gegebenenfalls mit dem Pappenzuschnitt über eine Schmelzhaftschicht oder mit einem Klebstoff verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunststoffolien oder Kunststoffolienbahnen mehrschichtige Verbundfolien, vorzugsweise zweischichtige Verbundfolien, verwendet werden mit einer Oberfolie oder Oberschicht, die aus

    40 bis 80 Gew.-%

    (bezogen auf das in der Oberfolie oder Oberschicht enthaltende Polymere) Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE oder LDPE) und

    60 bis 20 Gew.-%

    (bezogen auf das in der Oberfolie oder Oberschicht enthaltene Polymere) Ethylenvinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerisat, Polyamid, chloriertem Polyethylen, modifiziertem Ethylen-Propylen-Dienpolymerisat, Maleinsäureanhydrid-Terpolymerisat und/oder Celluloseacetobutyrat besteht oder diese neben Verarbeitungshilfs-, Zusatzmitteln, Füllstoffen und/oder Pigmenten enthält und die Unterfolie oder Unterschicht aus Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerisat, Polyamid, chloriertem Polyethylen, modifiziertem Ethylen-Propylen-Dienpolymerisat, Maleinsäureanhydrid-Terpolymerisat und/oder Celluloseacetobutyrat besteht oder eines oder mehrerer dieser Polymerisate enthält, daß der Pappenzuschnitt mehreckig, vorzugsweise viereckförmig, rechteckig oder quadratisch ist und die Kunststoffolienbahn an den den Pappenzuschnitt bis zu maximal 8 mm überstehenden, vorzugsweise bis zu maximal 4 mm überstehenden, Folienrändern mit einer Hochfrequenzschweißnaht, vorzugsweise an den überstehenden Außenrändern mit einer Hochfrequenztrennschweißnaht, versehen wird, wobei die Kunststoffolienbahn direkt oder über eine an der Unterfolie oder Unterschicht angeordnete Schmelzhaftschicht oder Kleberschicht mit dem Pappenzuschnitt verklebt oder versiegelt wird oder diesen ohne haftende oder klebende Verbindung umgibt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der rechteckförmige Pappenzuschnitt oder die rechteckförmige Pappe durch mindestens zwei rillenförmige und/oder nutenförmige Erhöhungen und/oder Vertiefungen oder Falze als Faltlinien in mindestens drei rechteckförmige Pappenzuschnittfelder für Ordnerrücken, Vorder- und Rückseitendeckel unterteilt wird und ganzflächig von zwei gleichen oder unterschiedlichen Verbundfolienbahnen, deren Unterschicht oder Unterfolie dem Pappenzuschnitt unmittelbar oder über eine Schmelzhaftschicht oder Klebeschicht zugewandt ist, umgeben wird, wobei die Kunststoffolienbahnen in einem Abstand von dem Pappenzuschnittaußenrand von

    0,1 bis 8 mm, vorzugsweise

    0,5 bis 4 mm,

    durch eine Hochfrequenztrennschweißnaht miteinander verbunden und nachfolgend von den überstehenden Kunststoffolienbahnrändern, -gittern oder -resten getrennt werden.






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