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Dokumentenidentifikation DE69403417T2 18.12.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0644344
Titel Verfahren zur Herstellung eines Wälzlagers mit einem Käfig
Anmelder SKF Industrial Trading & Development Co. B.V., Nieuwegein, NL
Erfinder Tadic, Vendran Andelo, NL-3921 AA Elst, NL;
Bras, Johan Christian Marinus, NL-4196 AZ Tricht, NL;
Berryman, Leslie, NL-4133 CM Vianen, NL
Vertreter Patentanwälte Westphal, Mussgnug & Partner, 78048 Villingen-Schwenningen
DE-Aktenzeichen 69403417
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.09.1994
EP-Aktenzeichen 942025149
EP-Offenlegungsdatum 22.03.1995
EP date of grant 28.05.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.12.1997
IPC-Hauptklasse F16C 33/44
IPC-Nebenklasse B29C 71/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen eines wälzlagers, welches mit Wälzelementen und einem Käfig versehen ist, wobei der Käfig über seinen ringförmigen Umfang eine Aufnahmeeinrichtung für die Wälzelemente aufweist, aus vernetztem, thermoplastischem, Polymer-enthaltendem Material hergestellt ist, mit Wälzelementen versehen ist und in ein Wälzlager eingebaut ist.

Ein solches Verfahren ist bekannt aus DE-A-4 041 068. Diese Druckschrift beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines Lagers, das mit einem Kunststoffkäfig versehen ist, der aus einem vernetzten Polyphenylensulfidharz besteht. Der Kunststoff ist ausreichend flexibel, um das Einbringen von Wälzelementen zu ermöglichen.

Die nach diesem Verfahren hergestellten Käfige haben den Nachteil, daß unter einer schweren Belastung der Käfig seine Steifheit, Form und Funktionsfähigkeit verliert. Dies kann Beschädigung oder zerstörung des Wälzlagers herbeiführen und kann bei manchen Anwendungen zu gefährlichen Situationen führen. Darüber hinaus ist das verwendete Polymer-enthaltende Material verhältnismäßig teuer.

Die Erfindung zielt auf ein verbessertes Verfahren zum Herstellen von Lagern ab, die Käfige aus vernetztem, Polymerenthaltendem Material aufweisen, wodurch die oben erwähnten Probleme wirksam ausgeschaltet werden können.

Zu diesem Zweck ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß zuerst ein Käfig aus vernetzbarem, thermoplastischem, Polymer-enthaltendem Material geformt wird, daß er sodann mit den Wälzelementen versehen wird und daß das Material anschließend unter dem Einfluß von Strahlung vernetzt wird, was zur Bildung des vernetztes Material enthaltenden Käfigs führt.

Dieses Verfahren ist insbesondere brauchbar, wenn ein Käfig mit einer Aufnahmeeinrichtung für Wälzelemente angewendet wird, bei dem die Öffnungen der Aufnahmeeinrichtung kleiner sind als der Durchmesser der Wälzelemente. Der Käfig, dessen Material noch nicht vernetzt ist&sub1; und der noch etwas flexibel ist, kann infolge seiner Flexibilität mit Wälzelementen versehen werden, ohne zerstört zu werden, was für die Betriebslebensdauer vorteilhaft ist und einen Betrieb unter schweren Belastungen ermöglicht.

Die Strahlung ist vorzugsweise ionisierende Strahlung, insbesondere β-Strahlung.

In dieser Weise wird die beabsichtigte Vernetzung wirksam herbeigeführt. β-Strahlung besitzt ausreichendes Eindringvermögen und ist eine technisch leicht handzuhabende Strahlung.

Die Erfindung wird ferner mit Hilfe der Figuren erläutert, die ein Ausführungsbeispiel eines Käfigs für ein Wälzlager zeigen, der gemäß der Erfindung hergestellt ist, wobei die einzige Figur eine radiale Ansicht des Käfigs für ein Wälzlager zeigt.

Die Figur zeigt einen Teil eines Käf igs 1, der über seinen Umfang mit Aufnahmeeinrichtungen 2 versehen ist. Der Käfig ist aus einem Material gebildet, das einen thermoplastischen Kunststoff enthält, welcher anschließend vernetzt wird. Der Kunststoff kann eine der üblichen Nylonarten oder Polyäther- Ätherketonarten sein. Die Erfindung gestattet jedoch die Verwendung einer großen Vielzahl von billigen Kunststoffen, wie Polypropylen, gemischten Polypropylenen und Polyurethanen.

Die hier gezeigten Aufnahmeeinrichtungen 2 haben eine Öffnung 3, die kleiner ist als der Durchmesser der Wälzelemente A, die in die Aufnahmeeinrichtungen 2 eingebracht werden sollen, so daß die Wälzelemente A in den Aufnahmeeinrichtungen gehalten werden. Die Wälzelemente A bestehen aus Kugeln, können jedoch z.B. auch aus Walzen bestehen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird der Käfig 1 mit den Wälzelementen A versehen, während das Polymer-enthaltende Material vernetzt wird. Dies verhindert, daß ein Käfig, der zum richtigen Funktionieren steif ist, und, wie oben erwähnt, mit Aufnahmeeinrichtungen 2 versehen ist, die Öffnungen 3 besitzen, die kleiner sind als der Durchmesser der Wälzelemente A, während des Einsetzens derselben Beschädigungen, z.B. in Form von Haarrissen, erfährt.

Um die Flexibilität zu verbessern, kann das polymere Material Zusätze, wie Plastifiziermittel, enthalten. Das Plastifiziermittel wird unter dem Einfluß der Strahlung ebenfalls vernetzt.

Das polymere Material kann auch mit Zusätzen versehen werden, die das Vernetzen fördern. Wenn das verwendete Polymer schwer zu vernetzen ist, wie Polyamid, ist die Anwendung solcher Zusätze sehr vorteilhaft. Beispiele für Vernetzungs-Fördermittel sind leicht vernetzbare Polymere, wie Polyethylen. Die Anwendung von Vernetzungs-Fördermitteln kann gleichzeitig die Wirksamkeit der Strahlungsquellen verbessern, so daß Strahlungsquellen verwendet werden können, die sonst weniger geeignet wären.

Das Ausmaß der Vernetzung ist den gewünschten Eigenschaften angepaßt. Ein höheres Ausmaß von Vernetzung führt zu einem weniger elastischen und härteren Käfig.

Um die Eigenschaften des Käf igs zu beeinflussen, können Zusätze, wie Fasern, insbesondere Glasfasern und Kohlefasern, in das polymere Material eingegeben werden.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Herstellen eines Wälzlagers, welches mit Wälzelementen und einem Käfig versehen ist, wobei der Käfig über seinen ringförmigen Umfang eine Aufnahmeeinrichtung für die Wälzelemente aufweist, aus vernetztem, thermoplastischem, Polymer-enthaltendem Material hergestellt ist, mit Wälzelementen versehen ist und in ein Wälziager eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst ein Käfig aus vernetzbarem, thermoplastischem, Polymer-enthaltendem Material geformt wird, daß er sodann mit den Wälzelementen versehen wird und daß das Material anschließend unter dem Einfluß von Strahlung vernetzt wird, was zur Bildung des vernetztes Material enthaltenden Käfigs führt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlung ionisierende Strahlung ist.

3. Verfähren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ionisierende Strahlung β-Strahlung ist.







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