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Kosmetische Zusammenfassungen mit verbesserter Adhäsion an der Haut - Dokument DE69403820T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69403820T2 08.01.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0610026
Titel Kosmetische Zusammenfassungen mit verbesserter Adhäsion an der Haut
Anmelder Dow Corning Corp., Midland, Mich., US
Erfinder Krzysik, Duane G., Midland, Michigan, US
Vertreter Patentanwälte Dr. Sternagel & Fleischer, 51429 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 69403820
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 26.01.1994
EP-Aktenzeichen 943005843
EP-Offenlegungsdatum 10.08.1994
EP date of grant 18.06.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.01.1998
IPC-Hauptklasse A61K 7/032
IPC-Nebenklasse A61K 7/48   A61K 7/42   A61K 7/06   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Pflegemittel für Menschen und betrifft insbesondere Hautpflegemittel, einschließlich von färbenden Kosmetika, von denen gefunden wurde, daß sie verbesserte Hafteigenschaften auf der Haut aufweisen.

Wasser- und Abriebbeständigkeit sind wichtige Eigenschaften von Produkten zum Schutz der Haut, da der Kontakt mit Wasser durch Perspiration und Schwimmen die Wirksamkeit der anderweitig nützlichen Produkte zur Hautpflege zerstören kann. Wenn ein stärkerer Schutz, eine höhere Wasserbeständigkeit und substantive Sperreigenschaften in einem Produkt zur Hautpflege erwqnscht sind, ist es in der Technik üblich, verschiedene organische Wachse, organische Harze und organische Polymere in das Produkt zur Hautpflege einzuarbeiten, um diese Forderungen zu erfüllen.

Was nun gemäß der vorliegenden Erfindung entdeckt wurde ist, daß bestimmte Materialien auf Basis von Siliconen als brauchbare Alternativen zu den organischen Wachsen, Harzen und Polymeren verwendet werden können, die man bisher üblicherweise verwendet hat. Speziell ist das Material auf Basis von Siliconen ein wäßriger Latex eines vernetzten Polydiorganosiloxans.

Wenn auch der wäßrige Latex des vernetzten Polydiorganosiloxans in dem US-Patent Nr. 4,584,341, erteilt am 22.04.1986, beschrieben ist, so ist doch bisher von der Verwendung des wäßrigen Latex aus dem '341-Patent in der in der Folge beschriebenen, erfindungsgemäßen Weise kein Gebrauch gemacht worden. Was das '341-Patent betrifft, so ist dort die Verwendung des wäßrigen Latex beschrieben worden im Zusammenhang mit

(i) Beschichtungen und Imprägnierungen für Papier oder Textilprodukte,

(ii) Bautenanstrichmitteln (construction coatings),

(iii) Filmen nach dem Gießverfahren,

(iv) dicken gegossenen Teilen,

(v) Abdichtungen und

(vi) elektrisch leitfähigen Filmen.

Es gibt keine Anregung in dem '341-Patent, daß die dort beschriebenen wäßrigen Latices auf dem Gebiet der Pflegemittel für Menschen brauchbar sein würden.

EP-A-0 388 582 beschreibt ein Kosmetikum, das ein spezielles Acryl-Silicon-Pfropfcopolymer (A) mit einer Organosiloxan-Seitenkette enthält, das durch radikalische Polymerisation eines Dimethylpolysiloxans und eines Acrylat- oder Methacrylat-Monomers hergestellt wurde. Das Copolymer (A) kann in verschiedenen Arten von Kosmetika eingesetzt werden, einschließlich von Kosmetika vom Typ der Öl-in-Wasser-Emulsionen und ergibt dann eine Reihe verbesserter Eigenschaften, einschließlich guter Haftung.

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Haftung eines Hautpflegemittels auf der Haut, das einen aktiven Bestandteil enthält, z.B. ein Pigment, ein Sonnenschutzmittel, einen Hautbefeuchter oder einen weichmachenden Stoff. Bei dem Verfahren bringt man in das Hautpflegemittel als einen seiner Bestandteile einen Filmbildner ein und bringt das Hautpflegemittel, das den aktiven Bestandteil und den Filmbildner enthält, auf die Haut auf. Der in der vorliegenden Erfindung verwendete Filmbildner ist ein wäßriger Latex eines vernetzten Polydiorganosiloxans, der in einer speziellen Folge von Stufen hergestellt wurde und in einer Menge von 5 bis 20 Gew.-% vorliegt.

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Lichtschutzmittel, das einen Filmbildner und mindestens eine UV-Licht absorbierende Verbindung als aktiven Bestandteil enthält. Die Erfindung ist durch die Verwendung eines wäßrigen Latex eines vernetzten Polydiorganosiloxans als Filmbildner in dem Lichtschutzmittel gekennzeichnet. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Kosmetikum oder ein Augenkosmetikum, das einen Filmbildner, ein Pigment, ein Wachs, ein Öl und ein Konservierungsmittel enthält. Wiederum wird ein wäßriger Latex eines vernetzten Polydiorganosiloxans als Filmbildner in dem Augenkosmetikum verwendet. Wenn der aktive Bestandteil z.B. ein Pigment ist, so bewirkt die vorliegende Erfindung, daß das Pigment an den Augenwimpern haftet.

Der Filmbildner, der gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann am besten als ein wäßriger Latex eines vernetzten Polydiorganosiloxans beschrieben werden, der durch ein Verfahren hergestellt wird, bei dem man

(A) eine Mischung homogenisiert, die

(1) 100 Gew.-Teile eines Polydiorganosiloxans der Formel HO(R&sub2;SiO)xH, in der R einen Rest bezeichnet, der ausgewählt ist aus Methyl, Ethyl, Propyl, Phenyl, Vinyl, Allyl und 3,3,3-Trifluorpropyl, und x eine ganze Zahl mit einem Durchschnittswert von 3 bis 100 ist;

(2) 15 bis 75 mmol eines oberflächenaktiven anionischen Katalysators pro Kilogramm Polydiorganosiloxan, wobei der Katalysator aus Dodecylbenzolsulfonsäure und Hydrogenlaurylsulfat ausgewählt ist; und

(3) Wasser enthält;

um eine Öl-in-Wasser-Emulsion herzustellen;

(B) 0,5 bis 15 Gew.-Teile einer Alkoxysiliciumverbindung zumischt, die ausgewählt ist aus

(i) Silanen der Formel R'aSi(OR³)4-a, in der R' einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen bedeutet, R³ einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bezeichnet und a einen Wert von 0 oder 1 hat;

(ii) einem Teilhydrolysat des Silans, das in dem Polydiorganosiloxan löslich ist; und

(iii) Mischungen aus dem Silan und dem Teilhydrolysat;

(C) die Emulsion mindestens fünf Stunden auf einer Temperatur von 15 bis 3000 bei einem pH von kleiner als fünf hält, bis eine vernetzte Polymeremulsion entstanden ist;

(D) genügend Base zumischt, um den pH der vernetzten Polymeremulsion auf größer sieben zu erhöhen; und gegebenenfalls

(E) mehr als 1 Gew.-Teil kolloidales Siliciumdioxidsol oder kolbidales Silsesquioxan zumischt;

um einen Latex herzustellen, der nach Entfernung des Wassers bei Raumtemperatur ein Elastomer ergibt.

Einzelheiten bezüglich des wäßrigen Latex und Beispiele für ein Verfahren zu seiner Herstellung sind im US-Patent Nr. 4,584,341 aufgeführt. Der wäßrige Latex ist weiterhin im Handel erhältlich von Dow Corning Corporation, Midland, Michigan, USA.

Zum Zwecke der Erläuterung der vorliegenden Erfindung in größerem Detail wurden die Wimperntuschen B bis H auf Basis von Öl-in-Was-8er-Emulsionen hergestellt, die den wäßrigen Latex enthielten, und diese Wimperntuschen sind in Tabelle I aufgeführt. Die Wimperntusche H wurde zum Vergleich verwendet. Die verschiedenen Bestandteile der Wimperntuschen sind in den Gruppen A bis E angeordnet, wie aus Tabelle I ersichtlich.

Tabelle I

In der Tabelle 1 ist der Bestandteil 2 der Gruppe A ein Verdikkungsmittel, das unter der Handelsbezeichnung VEEGUM von R.T. Vanderbilt Co. Inc., Norwalk, Connecticut, verkauft wird. Das als Bestandteil 10 in der Gruppe C aufgetührte Petroleumdestillat ist eine Mischung aus Isoparaffinen, die Kohlenwasserstoffe mit 10 bis 12 Kohlenstoffatomen enthält und unter der Handelsbezeichnung ISOPAR L von der Exxon Chemical Company, Houston, Texas, verkauft wird. Das Konservierungsmittel GEPAABEN II-E, das als Bestandteil 13 in Gruppe E aufgeführt ist, ist ein Produkt und eine Marke von Sutton Laboratories aus Chatham, New Jersey.

Der wäßrige Latex von vernetztem Polydiorganosiloxan, der in den Wimperntuschen gemäß Tabelle 1 als Filmbildner verwendet wird, erscheint in der Gruppe D als Bestandteil 12A.

In der Tabelle I wird ein "in situ"-Emulgator in Form der Verbindung Triethanolaminstearat verwendet, das durch die Kombination von Triethanolamin (Bestandteil 3) und Stearinsäure (Bestandteil 8) entsteht.

Beispiel I

Wimperntuschen B bis H in der Form von Öl-in-Wasser-Emulsionen werden hergestellt, indem der Bestandteil 1 erhitzt wird und die Bestandteile 2 und 3 in dieser Reihenfolge zugesetzt werden. Die Mischung aus den Bestandteilen 1 bis 3 wurde bedeckt und auf 85ºC erhitzt. Die Pigmente 4 und 5 der Gruppe B wurden den Bestandteilen 1 bis 3 der Gruppe A zugesetzt und unter Verwendung eines Homomixers darin dispergiert, Die Bestandteile der Gruppen A und B wurden auf 85ºC gehalten. Alle Bestandteile der Gruppe C wurden zusammen auf 80ºC erhitzt und in die Mischung aus den Bestandteilen der Gruppen A und B unter Verwendung eines Propellermischers eingemischt. Die Bestandteile der Gruppen A, B und C wurden 15 Minuten bei 80ºC gemischt, auf 50ºC abgekühlt, und dann wurden die Bestandteile der Gruppe D zugesetzt. Das Gemisch aus den Bestandteilen der Gruppen A, B, C und D wurde auf 35ºC abgekühlt, und das Konservierungsmittel der Gruppe E wurde zugesetzt. Die Wimperntuschen wurden in Phiolen gefüllt und in den Beispielen II und III geprüft.

Beispiel II

Die Wimperntuschen gemäß Tabelle I wurden auf Lagerbeständigkeit geprüft, und es wurde gefunden, daß sie bei Temperaturen von 40ºC und 45ºC nach einem Zeitraum von sechs Monaten noch stabil waren.

Beispiel III

Die Wimperntuschen B bis H gemäß Tabelle I wurden in vivo durch Testpersonen geprüft. Die Testpersonen brachten die Wimperntuschen auf ihre Wimpern auf und versuchten, die Wimperntusche abzuwaschen. Jede Wimperntusche wurde auf der Basis geprüft, wie schwierig sie von den Augenwimpern abzuwaschen war. Die Testpersonen berichteten, daß die Wimperntusche B, die ein Produkt nach der vorliegenden Erfindung ist, am schwierigsten abzuwaschen war, gefolgt von den Wimperntuschen G und D.

In den Tests wurde die Wimperntusche B mit anderen Wimperntuschen verglichen, die andere Arten von Siliconen als Filmbildnern enthielten, welche in der Tabelle I als Bestandteile 11A bis 11C, 12B und 12C aufgeführt sind. Der Bestandteil 11A war ein Alkylme thyl-funktionelles Siliconwachs, das einen Alkylrest mit 30 Kohlenstoffatomen enthielt. Der Bestandteil 11B war ein Alkyl methyl-funktionelles Siliconwachs, das einen Alkylrest mit 30 Kohlenstoffatomen enthielt und sich von dem Wachs 11A nur in der Länge des Siloxangerüstes unterschied. Das Siloxangerüst des Wachses 11B war kürzer als das Siloxangerüst des Wachses 11A. Der Bestandteil 11C war ebenfalls ein Alkylmethyl-funktionelles Siliconwachs, das dem Siliconwachs 11A ähnlich war, das Wachs 11C enthielt jedoch einen Alkylrest mit 22 bis 24 Kohlenstoffatomen. Das als Bestandteil 12B aufgeführte filmbildende Silicon war ein zu medizinischer Verwendung geeigneter auf Druck ansprechender Haftkleber. Der Bestandteil 120 war ein Siliconharz mit hohem Molekulargewicht, das die Formel HOMe&sub2;SiO(Me&sub2;SiO)nSiMe&sub2;OH hatte, in der Me für den Methylrest steht und n einen ganze Zahl mit einem Wert von 10.000 bezeichnet.

Die Prüfergebnisse, die von den Testpersonen berichtet wurden, wurden durch eine unabhängige Prüfung der Wimperntusche B gegenüber anderen Wimperntuschen bestätigt, die organische Filmbildner enthielten, wie z.B. Polyvinylpyrrolidon und Polymere auf Basis von Acrylaten.

Wenn sich auch die Beispiele I bis III und die Tabelle I auf Wimperntuschen in der Form von Öl-in-Wasser-Emulsionen beziehen, so können jedoch ebensogut Wasser-in-Öl-Emulsionen formuliert werden. Weiterhin kann der wäßrige Latex aus vernetztem Polydiorganosiloxan für die Herstellung von anderen Augenkosmetika verwendet werden, wie z.B. von Augenbrauenstiften und -flüssigkeiten, Lidschatten, Augenlinern und Augencreme. Weiterhin wird in Erwägung gezogen, daß Wimperntuschen, die den wäßrigen Latex als den Filmbildner enthalten, als Wimperntuschenblock, flüssige Wimperntusche oder Wimperntusche in Form von Creme formuliert werden können.

Zu den Wachsen, die für die Herstellung von Wimperntuschen gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, zählen Caraubawachs, Bienenwachs, Ceresin, Paraffinwachs, Candelillawachs, Lorbeerwachs, Montanwachs, Walrat, Castorwachs, Ozokerit, Fisher- Tropsch-Wachse und mikrokristalline Wachse. Zu den geeigneten Ölen zählen Castoröl, Olivenöl, Jojobaöl, Stearinsäure, Lanolinalkohole, Paraffinöl und fluide Silicone. Beispiele für Pigmente sind u.a. Eisenoxid, Titanoxid, Ultramarin, Chromoxid, Ruß und beliebige der von der United States Government Food & Drug Administration (FDA) zugelassenen organischen Farbstoffe und Farbpigmente (lakes). Zu den Konservierungsstoffen zählen Methylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Diazolindinylharnstoff und Imidazolidinylharnstoff.

Es kann wünschenswert sein, in die Wimperntusche andere übliche Bestandteile einzubeziehen, wie z.B. Emulgatoren und oberflächenaktive Stoffe; befeuchtende Stoffe, wie z.B. Glycerin; Duftstoffe, Lichtschutzmittel; Vitamine; Hormone; Aminosäuren; Antioxidantien, wie z.B. Propyl-, Octyl- und Dodecylester der Gallussäure, butyliertes Hydroxyanisol, butyliertes Hydroxytoluol und Nordihydroguajaretsäure; streckende Stoffe, wie Talkum, Glimmer, Kaolin und Cericite; gefühlsmodifizierende Stoffe, wie z.B. organische Ester und fluide Silicone; Trübungsmittel (opacifiers), wie z.B. Titandioxid und Fettalkohole; Duftstoffe; und Lösemittel, wie z.B. Ethanol, Isopropanol und flüssige Silicone, z.B. Hexamethyldisiloxan und Octamethylcyclotetrasiloxan.

Eine Wimperntusche gemäß der vorliegenden Erfindung enthält vorteilhaft 5 bis 20 Gew.-% oder insbesondere 10 Gew.-% des wäßrigen Latex aus vernetztem Polydiorganosiloxan; 20 bis 60 Gew.-% oder insbesondere 30 bis 50 Gew.-% Wasser; 4 bis 10 Gew.-% eines Wachses oder eines Gemisches aus Wachsen; 10 bis 20 Gew.-% eines oder mehrerer Pigmente; 1 Gew.-% oder weniger eines Konservierungsstoffes; 5 bis 15 Gew.-% eines oder mehrerer oberflächenaktiver Stoffe oder Emulgatoren; 0,2 bis 3,0 Gew.-% eines Verdickungsmittels; 0 bis 1 Gew.-% eines gefühlsmodifzierenden Stoffes; und 1 bis 4 Gew.-% eines Trubungsmittels.

Das Konzept der vorliegenden Erfindung wird weiter mit Hinweis auf die Tabelle II erläutert, die fünf (5) Sonnenschutzmittel A bis E aufführt, welche hergestellt wurden. Die verschiedenen Bestandteile der Sonnenschutzmittel A bis E sind als die Phasen A, B und C gruppiert. Die Bestandteile in der Tabelle II, die den Bestandteilen in der obigen Tabelle I entsprechen, sind in ähnlicher Weise identifiziert. Alle Unterschiede werden in der Folge erläutert.

Tabelle II

In der Tabelle II ist in der Phase A das Verdickungsmittel CARBO- POL 940 auf Polyacrylatbasis ein Produkt und eine Marke der B.F. Goodrich Company, Cleveland, Ohio. Glycerin war als Befeuchtungsmittel in der Phase A vorhanden. Der Emulgator AMPHISOL in der Phase B ist eine Marke und ein Produkt von Givaudan Corporation, Clifton, New Jersey. Als Trubungsmittel war in der Phase B Cetylalkohol enthalten. Der Lösungsvermittler FINSOLV TN in der Phase C ist ein Produkt und eine Marke der Finetex Incorporated, Elmwood Park, New Jersey. Der Sonnenschutzstoff PARSOL MCX in der Phase C ist ein Produkt und eine Marke von Givaudan Corporation, Clifton, New Jersey. Der Sonnenschutzstoff UVINUL M-40 in der Phase C ist ein Produkt und eine Marke der BASF Corporation, Parsippany, New Jersey.

Das Acrylatpolymer POLYTRAP in der Phase C ist ein Produkt und eine Marke der Dow Corning Corporation, Midland, Michigan. POLY- TRAP ist ein Pulver aus makroporösen Teilchen im Mikrometermaßstab und ist in verschiedenen Patenten beschrieben, einschließlich US-Reissue Patent 33429 und US-Patent Nr. 5,035,890. Das Siliconpolymer 13C war ein polymeres Trifluorpropylmethylsiloxan mit endständigen Dimethylvinyl-Gruppen. Der Bestandteil 13D, ein Silicon, war eine wasserdünne weiße Emulsion, die einen Silicongehalt von 35 Gew.-% in Wasser und einen pH von 6 hatte.

Beispiel IV

Die Sonnenschutzmittel A bis E in der Tabelle II wurden hergestellt, indem die Bestandteile der Phase A gemischt und die Mischung auf 76ºC erhitzt wurde. Die Bestandteile der Phase B wurden in der Reihenfolge gemischt und auf 75ºC erhitzt. Die Phase B wurde der Phase A zugesetzt, und die Temperatur wurde aufrecht erhalten. Die Bestandteile 10 bis 12 der Phase C wurden in der Reihenfolge zusammengemischt und erhitzt, bis sie sich gelöst hatten. Diese Teile der Phase C wurde den Bestandteilen 13A bis 13E, je nach Zusammensetzung zugefügt, und die gesamte Phase C wurde dann den Phasen A und B bei 50ºC zugesetzt. Die Sonnenschutzmittel wurden gerührt, bis eine Temperatur von 40ºC erreicht war, und dann zur Prüfung in Phiolen gefüllt.

Beispiel V

Die Sonnenschutzmittel A bis E wurden in vivo durch Testpersonen geprüft. Die Menge an Sonnenschutzmittel, die nach 80 Minuten Einweichen in Wasser auf der Haut verblieben war, wurde durch Fourier-transformierte Infrarotspektroskopie (FTIR) bestimmt. Die Sonnenschutzmittel A bis E wurden mit einem handelsüblichen Sonnenschutzmittel verglichen, das ein Harz GANEX als Filmbildner enthält. GANEX ist ein Polymer auf Basis von Polyvinylpyrrolidon, das üblicherweise in Sonnenschutzmitteln für Verbraucher eingesetzt wird, und ist ein Produkt und eine Marke von International Specialty Products, Wayne, New Jersey. Es wurde gefunden, daß das Sonnenschutzmittel E nach der vorliegenden Erfindung die besten Eigenschaften gegenüber GANEX aufwies. Etwas mehr als 40 % des Sonnenschutzmittels E, das den wäßrigen Latex enthielt, verblieb auf der Haut. Im Vergleich dazu verblieben nur 30 % des Sonnenschutzmittels, das GANEX als den Filmbildner enthielt, auf der Haut.

Sonnenschutzmittel gemäß der vorliegenden Erfindung können als Öle, Lotionen, Cremes oder Gele formuliert werden. In denjenigen Fällen, in denen ein Mittel in der Form einer Öl-in-Wasser-Emulsion oder einer Wasser-in-Öl-Emulsion vorliegt, sind möglicherweise ein oder mehrere oberflächenaktive Stoffe erforderlich. Zu den geeigneten oberflächenaktiven Stoffen würden einer oder mehrere aus den verschiedenen Arten von siliconfreien organischen Emulgatoren gehören. Es wird bemerkt, daß diese Emulgatoren in Verbindung mit bestimmten Polydiorganosiloxan-Polyoxyalkylen-Copolymeren eingesetzt werden können, wie dies im US-Patent Nr. 4,122,029 und im US-Patent Nr. 4,311,695 erläutert wird.

Sonnenschutzmittel gemäß der vorliegenden Erfindung werden in Mengen verwendet, die innerhalb der eingeschränkten Grenzen oder darunter liegen, wie sie von der US Government Food & Drug Administration festgesetzt sind. Repräsentative Sonnenschutzstofte oder Mischungen solcher Stoffe, die für die Herstellung der Mittel nach der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen ein 4-Aminobenzoesäure; Homomethylsalicylat; 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon; 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure; 4-Dimethylaminobenzoesäure-2-ethylhexylester; 4-Methoxyzimtsäureisoamylester; 4-Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester; 3-(4'-Methyl)benzylidinbornan-2-on; 1-(4'-Isopropylphenyl)-3-phenyl-1-propan-1,3-dion und 1-(4'-t-Butylphenyl)-3-(4-methoxyphenyl)-propan-1,3-dion.

Zu den verschiedenen befeuchtenden Ölen, die verwendet werden können, um Sonnenschutzmittel zu formulieren, zählen Mineralöl, Erdnußöl, Sesamöl, Avocadoöl, Kokusnußöl, Kakaobutter, Mandelöl, Saffloröl, Maisöl und Baumwollsaatöl. Andere Öle können zugesetzt werden, um die Verstreichbarkeit des Sonnenschutzmittels zu verbessern, wie z.B. fluide Silicone; und Fettsäureester, wie Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Butylstearat und Cetylstearat. Andere übliche Zusatzstoffe, die für die Herstellung von akzeptablen Sonnenschutzmitteln für den Verbraucher erforderlich sind, können in die Mischungen einbezogen werden, wie z.B. Antioxidantien, Konservierungsstoffe, Duftstoffe und Parfüme, Emulgatoren, befeuchtende Stoffe und Lösemittel.

Eine Sonnenschutzformulierung gemäß der vorliegenden Erfindung enthält vorteilhaft 5 bis 20 Gew.-% oder insbesondere 10 Gew.-% des wäßrigen Latex aus dem vernetzten Polydiorganosiloxan; 20 bis 60 Gew.-% oder insbesondere 30 bis 50 Gew.-% Wasser; 1 Gew.-% oder weniger eines Konservierungsstoffes; 4 bis 8 Gew.-% eines oder mehrerer oberflächenaktiver Stoffe oder Emulgatoren; 0,1 bis 2,0 Gew.-% eines Verdickungsmittels; 0 bis 5 Gew.-% eines gefühlsmodifizierenden Stoffes; 0,2 bis 1,0 Gew.-% eines Duftstoffes; und 1 bis 4 Gew.-% eines Trübungsmittels.

Die Verwendung des wäßrigen Siliconlatex für die Herstellung einer Make-up-Grundlage ist in dem folgenden Beispiel erläutert. In dem Beispiel wurden die Make-up-Grundlagen A, B und C hergestellt, und die Formulierung jeder dieser Make-up-Grundlagen ist in der Tabelle III aufgeführt. Die Make-up-Grundlagen B und C enthielten den wäßrigen Siliconlatex, während die Make-up-Grundlage A zum Vergleich diente.

In der Tabelle III ist SPAN 6O ein nichtionischer Emulgator mit einem HLB-Wert von 4,7. Er ist ein Sorbitanmonostearat und ein Produkt von ICI Americas Incorporated, Wilmington, Delaware. CERASYNT Q in der Tabelle III ist ein anionischer Emulgator und ein Glycerinmonostearat. Er ist ein Produkt von Van Dyk, Belleville, New Jersey. Der nichtionische Emulgator LIPONIC EG-1 ist ein polyethoxyliertes Glycerin und ein Produkt von Lipo Chemical Incorporated, Paterson, New Jersey.

Das Pigmentpulver in der Tabelle III kann ein oder mehrere Pigmente enthalten, wie z.B. Eisenoxide, Talkum, Titandioxid, Ultramann (rosa, rosenfarben und blau), Chromgrün, Manganviolett, Kaolin, Bentonit, Siliciumdioxid, Zinkoxid und Chromoxid.

Beispiel VI

Was die Tabelle III betrifft, so wurden die Make-up-Grundlagen A bis C hergestellt, indem die verschiedenen Bestandteile der Phase A in der in der Tabelle angegebenen Reihenfolge gemischt wurden. Das Pigmentpulver der Phase B wurde der Phase A zugesetzt, wobei ein Homomixer für Bewegung sorgte. Die Phasen A und B wurden erhitzt, und die Phase C wurde getrennt erhitzt. Die Phasen A bis C wurden vereinigt, und die Phase D wurde zugesetzt. Die Make-up-Grundlage wurde gekühlt und von Testpersonen geprüft.

Die Make-up-Grundlagen wurden "in vivo" geprüft, indem 0,05 ml auf den Unterarm (volar forearm) der Testperson aufgebracht wurden. Nach dem Aufbringen ließ man die Make-up-Grundlagen 10 Minuten trocknen. Dann ließ man lauwarmes Leitungswasser zwei Minuten auf jede behandelte Stelle einwirken. Der Unterarm wurde dann geprüft, um festzustellen, wieviel Grundlage auf der Haut verblieben war. Diese Prüfungen bestätigten, daß die Make-up-Grundlagen B und C nach der vorliegenden Erfindung widerstandsfähiger gegen Abwaschen durch Wasser waren als die Make-up-Grundlage A, die nicht den wäßrigen Siliconlatex enthielt.

Die Testpersonen wurden auch gebeten, die behandelten Stellen zur Entfernung der Make-up-Grundlage mit einem feinen Tuch zu reiben. Es wurde berichtet, daß alle Make-up-Grundlagen A bis C durch Reiben mit feinem Gewebe entfernt werden konnten, daß jedoch die Make-up-Grundlagen B und C nach der vorliegenden Erfindung mehr Farbe zurückhielten, als die Make-up-Grundlage A, die nicht den wäßrigen Siliconlatex enthielt.

Tabelle III

Die kosmetischen Mittel, die in den Tabellen I bis III aufgeführt und in den Beispielen I bis VI erläutert wurden, hinterlassen nach dem Aufbringen auf die Haut einen flexiblen und streckbaren Film auf der Oberfläche der Haut. Aktive Bestandteile, die in diesen kosmetischen Produkten vorhanden sind, wie beispielsweise Sonnenschutzstoffe, neigen daher dazu, in dem flexiblen Film gebunden zu werden, und verbleiben an ihrem Platz auf der Haut erheblich länger, trotz Schwitzen, Schwimmen und Bewegung (exercise). Weiterhin zeigen die Mittel verbesserte physikalische Beständigkeit und sind daher schwierig physikalisch von der Haut abzureiben. Diese offensichtlichen Vorzuge der Mittel gemäß der vorliegenden Erfindung können der Gegenwart des wäßrigen Latex aus vernetztem Polydiorganosiloxan in den Mitteln zugeschrieben werden.

Nicht flüchtige fluide Silicone, die für die Herstellung der Mittel nach der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind organische Polysiloxane mit einer Viskosität im Bereich von 5 bis so hoch wie mehrere Millionen mm²/sec (centistokes), vorteilhaft von 100 bis 10.000 mm²/sec (centistokes). Man kann auch eine Mischung aus Polysiloxanen mit verhältnismäßig höheren und verhältnismäßig niedrigeren Viskositäten verwenden. Solche Polysiloxane haben die sich wiederholende Einheit

in der n eine ganze Zahl mit einem Wert von mehr als 1 bedeutet; R¹ und R² für Alkylreste mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen oder einen Phenylrest stehen; und R¹ und R² können gleich oder verschieden sein. Beispielhafte Polysiloxane sind Polydimethylsiloxan, Polydiethylsiloxan, Polymethylethylsiloxan, Polymethylphenylsiloxan, Polydiphenylsiloxane und Copolymere aus zwei oder mehr der erwähnten Siloxane.

In manchen Fällen kann es wünschenswert sein, ein flüchtiges fluides Silicon in die Mittel nach der vorliegenden Erfindung einzubeziehen. Geeignete flüchtige Silicone sind Methylsilicone mit niedriger Viskosität. Die flüchtigen fluiden Methylsilicone mit niedriger Viskosität entsprechen der durchschnittlichen Formel für die Einheit (CH&sub3;)ASiO(4-a)/2, in der a eine ganze Zahl mit einem durchschnittlichen Wert von 2 bis 3 bedeutet. Das fluide Methylsilicon enthält Siloxan-Einheiten, die durch Si-O-Si-Brükken verbunden sind. Repräsentative Einheiten sind (CH&sub3;)&sub3;SiO1/2, (CH&sub3;)&sub2;SiO2/2, (CH&sub3;)SiO3/2 und SiO4/2. Diese Einheiten liegen in solchen molaren Mengen vor, daß durchschnittlich zwei bis drei Methylgruppen pro Siliciumatom in dem fluiden Methylsilicon vorliegen, wodurch das fluide Methylsilicon eine Viskosität von weniger als 100 mm²/sec (centistoke) aufweist, gemessen bei 25ºC. Das flüchtige fluide Methylsilicon mit niedriger Viskosität enthält Dimethylsiloxan-Einheiten und wahlweise Trimethylsiloxan- Einheiten. Vorteilhaft hat das fluide Methylsilicon eine Viskosität von weniger als 10 mm²/sec (centistokes). Repräsentative Verbindungen sind Cyclopolysiloxan-Verbindungen der allgemeinen Formel [(CH&sub3;)&sub2;SiO]x und lineare Siloxan-Verbindungen der allgemeinen Formel (CH&sub3;)&sub3;SiO[(CH&sub3;)&sub2;SiO]ySi(CH&sub3;)&sub3;, wobei x eine ganze Zahl mit einem Wert von 3 bis 10 bedeutet und y eine ganze Zahl mit einem Wert von 0 bis 4.

Die flüchtigen Methylsilicone mit niedriger Viskosität haben Siedepunkte, die im allgemeinen unterhalb von 250ºC liegen, und haben Viskositäten, die vorteilhaft weniger als 10 mm²/sec (centistokes) betragen, gemessen bei 25ºC. Besonders vorteilhaft beträgt die Viskosität 0,65 bis 5,0 mm²/sec (centistokes). Den Cyclopolysiloxan-Verbindungen ist von The Cosmetics, Toiletries and Fragrance Association, Inc., Washington, D.C. (CFTA), die Bezeichnung "CYCLOMETHICONE" zugeschrieben worden. Sowohl die Cyclopolysiloxane als auch die linearen Siloxane sind klare Flüssigkeiten und sind im wesentlichen geruchlos, nicht toxisch, nicht schmierend und nicht stechend. In kosmetischer Hinsicht reizen diese fluiden Methylsilicone nicht die Haut und weisen eine verbesserte Verteilbarkeit auf. Sie sind weiterhin nach dem Aufbringen leicht abzureiben. Die Materialien verdampfen ohne Rückstand, wenn sie erst einmal aufgebracht sind.

Fluide Methylsilicone, die gemäß der vorliegenden Erfindung brauchbar sind, hinterlassen nach 30 Minuten bei Raumtemperatur im wesentlichen keinen Rückstand, wenn 1 g des fluiden Stoffes auf die Mitte eines kreisförmigen Filterpapiers Nr. 1 gegeben wird, das einen Durchmesser von 185 mm hat und an seinem Umfang in einer offenen Raumatmosphäre unterstützt ist. Unter fluiden Methylsiliconen wird ein Stoff verstanden, der zwei oder mehr Siliciumatome enthält, die alle über mindestens ein Sauerstoffatom an mindestens ein anderes Siliciumatom gebunden sind und mindestens einen Methylrest enthalten, wobei jede Valenz des Siliciums, die nicht durch Sauerstoff abgesättigt ist, durch einen Methylrest abgesättigt wird.

Repräsentative fluide Methylsilicone, die sich als besonders brauchbar gemäß der vorliegenden Erfindung erwiesen haben, sind Hexamethyldisiloxan, das einen Siedepunkt von 99,5ºC und die Formel Me&sub3;SiOSiMe&sub3; hat; Octamethyltrisiloxan, das einen Siedepunkt von 152ºC und die Formel Me&sub3;SiOME&sub2;SiOSiMe&sub3; hat; Hexamethylcyclotrisiloxan, das einen Siedepunkt von 133ºC und die Formel [(Me&sub2;)SiO]&sub3; hat; Octamethylcyclotetrasiloxan, das einen Siedepunkt von 171ºC und die Formel [(Me&sub2;)SiO]&sub4; hat; sowie Decamethylcyclopentasiloxan, das einen Siedepunkt von 205ºC und die Formel [(Me&sub2;)SiO]&sub5; hat.

Diese fluiden Methylsilicone können allein oder als Mischungen in Kombinationen von zwei oder mehr Einzelstoffen angewandt werden. Mischungen aus fluiden Methylsiliconen ergeben ein flüchtiges Material, das ein Verdampfungsverhalten zeigt, das verschieden von dem Verdampfungsverhalten jedes der einzelnen fluiden Methylsilicone ist. Die fluiden Methylsilicone und Verfahren zu deren Herstellung sind in der Technik bekannt, und solche fluiden Methylsilicone sind im Handel erhältlich.

In manchen Fällen mag es wünschenswert sein, einen oder mehrere der Methylreste in dem fluiden Methylsilicon durch andere Reste zu ersetzen. So können substituierte Gruppen vorhanden sein, wie beispielsweise Alkylreste mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen; Arylreste mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen; Aminogruppen; Vinyl-; Hydroxyl-; sowie Halogenalkylgruppen; Aralkylgruppen; und Acrylatgruppen.

Die Mittel nach dieser Erfindung können einen oberflächenaktiven Stoff enthalten, wie z.B. einen anionischen und amphoteren oberflächenaktiven Stoff. Zu den geeigneten anionischen oberflächenaktiven Stoffen zählen sulfonierte und sulfatierte anionische oberflächenaktive Stoffe mit Alkyl-, Aralkyl- und Alkarylresten; Alkylbernsteinsäureester; Alkylsulfobernsteinsäureester und N-Alkylsarcosinate. Typische oberflächenaktive Stoffe sind die Natrium-, Magnesium-, Ammonium- sowie die Mono-, Di- und Triethanolaminsalze von Alkyl und Aralkylsulfaten ebenso wie die Salze von Alkarylsulfonaten. Die Alkylreste der oberflächenaktiven Stoffe haben im allgemeinen insgesamt 12 bis 21 Kohlenstoffatome, können ungesättigt sein und sind vorteilhaft gesättigte Alkylreste. Die Sulfate können Sulfatether mit 1 bis 10 Ethylenoxidoder Propylenoxid-Einheiten pro Molekül sein. Vorteilhaft enthalten die Sulfatether 2 bis 3 Ethylenoxid-Einheiten.

Zu den typischen anionischen oberflächenaktiven Stoffen zählen u. a. Natriumlaurylsulfat, Natriumlaurylethersulfat, Ammoniumlaurylsulfat, Triethanolaminlaurylsulfat, Natrium-C&sub1;&sub4;&submin;&sub1;&sub6;-olefinsulfonat, Ammoniumpareth-25-sulfat (Ammoniumsalz eines sulfatierten Polyethylenglykolethers aus einer Mischung von synthetischen C&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub5;-Fettalkohlen), Natriummyristylethersulfat, Ammoniumlaurylethersulfat, Dinatriummonooleamidosulfosuccinat, Ammoniumlaurylsulfosuccinat, Natriumdodecylbenzolsulfonat, Triethanoldodecylbenzol sulfonat und Natrium-N-lauroylsarcosinat.

Oberflächenaktive Stoffe werden im allgemeinen als amphotere oder ampholytische Stoffe klassifiziert und schließen ein Cocoamphocarboxyglycinat, Cocoamphocarboxypropionat, Cocobetain, N-Cocoamidopropyldimethylglycin und N-Lauryl-N-carboxymethyl-N-(2-hydroxyethyl)-ethylendiamin. Zu den anderen geeigneten amphoteren oberflächenaktiven Stoffen zählen die quaternären Cycloimidate, Betaine und Sultaine, die im US-Patent Nr. 3,964,500 offenbart sind.

Die Betaine können die folgende Struktur haben:

R¹R²R³N&spplus;(CH&sub2;)mCOO-.

In der Formel bedeutet R¹ einen Alkylrest mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen oder eine Mischung solcher Alkylreste, bedeuten R² und R³ jeweils unabhängig niedere Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und steht m für eine ganze Zahl von 1 bis 4. Spezielle Betaine sind α-(Tetradecyldimethylammonio) acetat, β-(Hexadecyldiethylammonio)propionat und γ-(Dodecyldimethylammonio) butyrat.

Die Sultaine können die folgende Struktur haben:

R¹R²R³N&spplus;(CH&sub2;)mSO&sub3;-.

In der Formel sind R¹, R², R³ und m wie zuvor definiert. Spezielle geeignete Sultaine sind 3-(Dodecyldimethylammonio)propan-1-sulfonat und 3-(Tetradecyldimethylammonio)ethan-1-sulfonat.

Die kosmetischen Mischungen nach dieser Erfindung können einen nicht-ionischen oberflächenaktiven Stoff enthalten, der ein Alkanolamid einer Fettsäure oder ein oberflächenaktives Aminoxid ist. Die Alkanolamide von Fettsäuren sind nicht-ionische oberflächenaktive Stoffe, die sich durch Umsetzung von Alkanolaminen, wie z.B. Monoethanolamin, Diethanolamin, Monoisopropanolamin oder Dusopropanolamin, mit einer Fettsäure oder einem Fettsäureester unter Bildung des Amids umsetzen lassen. Der hydrophobe Anteil des nicht-ionischen oberflächenaktiven Stoffes wird durch die Kohlenwasserstoffkette einer Fettsäure beigesteuert, die im allgemeinen 10 bis 21 Kohlenstoffatome hat. Zu den als oberflächenaktiven Stoffe geeigneten Alkanolamiden von Fettsäuren zählen Fettsäurediethanolamide, wie z.B. Isostearinsäurediethanolamid, Laurinsäurediethanolamid, Caprinsäurediethanolamid, Kokosnußfettsäurediethanolamid, Linolsäurediethanolamid, Myristinsäurediethanolamid, Ölsäurediethanolamid und Stearinsäurediethanolamid; Fettsäuremonoethanolamide, wie z.B. Kokosnußfettsäuremonoethanolamid; und Fettsäuremonoisopropanolamide, wie z.B. Ölsäuremonoisopropanolamid und Laurinsäuremonoisopropanolamid.

Die Aminoxide sind bekannte nicht-ionische oberflächenaktive Stoffe, die durch Oxidation eines tertiären Amins unter Bildung des Aminoxids hergestellt werden. Sie werden manchmal als polare nicht-ionische oberflächenaktive Stoffe bezeichnet. Zu den als oberflächenaktive Stoffen geeigneten Aminoxiden zählen die N-Alkylaminoxide, wie z.B. N-Cocodimethylaminoxid, N-Lauryldimethylaminoxid, N-Myristyldimethylaminoxid und N-Stearyldimethylaminoxid; die N-Acylaminoxide, wie z.B. N-Cocoamidopropyldimethylaminoxid und N-Tallölamidopropyldimethylaminoxid; und N-Alkoxyalkylaminoxide, wie z.B. Bis (2-hydroxyethyl)-C&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub5;-alkoxypropylaminoxid.

Als hydrophober Anteil der als oberflächenaktive Stoffe geeigneten Aminoxide wird im allgemeinen durch eine gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffkette mit 10 bis 21 Kohlenstoffatomen gestellt. Zu den typischen oberflächenaktiven Stoffen zählen Laurinsäurediethanolamid, N-Lauryldimethylaminoxid, Kokusnußsäurediethanolamid, Myristinsäurediethanolamid und Ölsäurediethanolamid.

Man kann auch andere Arten von oberflächenaktiven Stoffen verwenden, wie z.B. kationische und zwitterionische oberflächenaktive Stoffe, repräsentative Vertreter dieser Stoffklassen sind im einzelnen im US-Patent Nr. 4,902,499 aufgeführt.

Geeignete Verdickungsmittel, die mitverwendet werden können, sind Natriumalginat, Gummiarabicum, Polyoxyethylen, Guarharz, Hydroxypropylguarharz, Cellulosederivate, wie z.B. Methylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Polypropylhydroxyethylcellulose, Stärke und Stärkederivate, wie z.B. Hydroxyethylamylose und Stärkeamylose, Johannisbrotharz, Elektrolyte, wie z.B. Natrium- oder Ammoniumchlorid, Saccharide, wie z.B. Fructose und Glucose sowie Derivate von Sacchariden, wie z.B. PEG-120-Methylglucosedioleat.


Anspruch[de]

1. Kosmetisches Verfahren zur Verbesserung der Haftung eines Hautpflegemittels auf der Haut, das einen aktiven Bestandteil, ausgewählt aus Pigmenten, Sonnenschutzstoffen, Feuchthaltemitteln und erweichenden Mitteln, enthält, bei dem man in einer Stufe in das Hautpflegemittel 5 bis 20 Gewichtsprozent eines Filmbildners als dessen Bestandteil einarbeitet und das Hautpflegemittel mit dem aktiven Bestandteil und dem Filmbildner auf die Haut aufbringt; wobei der Filmbildner ein wäßriger Latex eines vernetzbaren Polydiorganosiloxans ist, der hergestellt ist nach einem Verfahren, bei dem man:

(A) eine Mischung homogenisiert, die (1) einhundert Gewichtsteile eines Polydiorganosiloxans der Formel HO(R&sub2;SiO)xH, in der R einen Rest bezeichnet, der ausgewählt ist aus Methyl, Ethyl, Propyl, Phenyl, Vinyl, Allyl und 3,3,3-Trifluorpropyl, und x eine ganze Zahl mit einem Durchschnittswert von drei bis einhundert ist; (2) 15 bis 75 Nillimol eines oberflächenaktiven anionischen Katalysators pro Kilogramm Polydiorganosiloxan, wobei der Katalysator aus Dodecylbenzolsulfonsäure und Hydrogenlaurylsulfat ausgewählt ist; und (3) Wasser enthält; um eine Öl-in-Wasser-Emulsion herzustellen;

(B) 0,5 bis 15 Gewichtsteile einer Alkoxysiliciumverbindung zumischt, die ausgewählt ist aus (i) Silanen der Formel R'aSi(OR³)4-a, in der R' einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen bedeutet, R³ einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bezeichnet und a einen Wert von 0 oder 1 hat; (ii) einem Teilhydrolysat des Silans&sub1; das in dem Polydiorganosiloxan löslich ist; und (iii) Mischungen aus dem Silan und dem Teilhydrolysat;

(C) die Emulsion mindestens fünf Stunden auf einer Temperatur von 15 bis 30ºC bei einem pH von kleiner als fünf hält, bis eine vernetzte Polymeremulsion entstanden ist;

(D) genügend Base zumischt, um den pH der vernetzten Polymeremulsion auf größer als sieben zu erhöhen; und gegebe nenfalls.

(E) mehr als ein Gewichtsteil kolbidales Siliciumdioxidsol oder kolbidales Silsesquioxan zumischt; um einen Latex herzustellen, der nach Entfernung des Wassers bei Raumtemperatur ein Elastomer ergibt.

2. Kosmetisches Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Hautpflegemittel ein Sonnenschutzmittel ist, das als aktiven Bestandteil mindestens einen UV-Licht absorbierenden Stoff enthält.

3. Kosmetisches Verfahren nach Anspruch 2, wobei der UV- Licht absorbierende Stoff 2-Ethylhexyl-p-methoxycinnamat oder 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon ist.

4. Kosmetisches Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Hautpflegemittel ein Augen-kosmetisches Mittel ist, ausgewählt aus Augenbrauenstiften und -flüssigkeiten, Lidschatten, Lidstiften, Augencremes und Wimperntusche.

5. Kosmetisches Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Augenkosmetische Mittel Wimperntusche ist, die einen aktiven Bestandteil enthält, der aus Wachsen, Ölen und Pigmenten ausgewählt ist.

6. Sonnenschutzmittel, enthaltend einen Filmbildner und mindestens einen UV-Licht absorbierenden Stoff als dessen aktiven Bestandteil, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmbildner ein wäßriger Latex eines vernetzbaren Polydiorganosiloxans ist, der nach dem Verfahren hergestellt ist, das die Stufen (A) bis (D) und gegebenenfalls die Stufe (E) umfaßt, wie in Anspruch 1 definiert.

7. Sonnenschutzmittel nach Anspruch 6, wobei der UV-Licht absorbierende Stoff 2-Ethylhexyl-p-methoxycinnamat oder 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon ist.

8. Kosmetikum, enthaltend einen Filmbildner, ein Pigment, n ein Wachs und ein öl, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmbildner ein wäßriger Latex eines vernetzbaren Polydiorganosiloxans ist, der nach dem Verfahren hergestellt ist, das die Stufen (A) bis (D) und gegebenenfalls die Stufe (E) umfaßt, wie in Anspruch 1 definiert.

9. Kosmetikum nach Anspruch 8, das ein Augenkosmetikum ist, ausgewählt aus Augenbrauenstiften und -flüssigkeiten, Lidschatten, Lidstiften, Augencrernes und Wimperntusche.

10. Kosmetikum nach Anspruch 8, in dem der Filmbildner in einer Menge von 5 bis 20 Gewichtsprozent vorhanden ist.







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