PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19501741C2 15.01.1998
Titel Differenzial-Zirkulations-Warmwasserzähler für Warmwasserverbrauchsanlagen
Anmelder Graaf, Helmut, 33442 Herzebrock-Clarholz, DE
Erfinder Graaf, Helmut, 33442 Herzebrock-Clarholz, DE
DE-Anmeldedatum 23.01.1995
DE-Aktenzeichen 19501741
Offenlegungstag 27.06.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.01.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.01.1998
IPC-Hauptklasse G01F 1/08
IPC-Nebenklasse G01F 7/00   G01D 4/02   
Zusammenfassung Differential-Zirkulations-Warmwasserzähler für Warmwasserverbrauchsanlagen, mit einer Kammer A (3), einer Kammer B (4) und einer Getriebekammer (7), wobei die Kraftübertragung von jeweils einem in den Kammern A (3) und B (4) angeordnetem Flügelrad (1) auf ein Differential-Ausgleichsgetriebe (2) in der Getriebekammer (7) über Magnete (5) erfolgt und das Differential-Ausgleichsgetriebe (2) die unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten der Flügelräder (1) ermittelt und deren Differenz auf einen zu einem Rollenzählwerk führenden Übertragungsmagneten (6) überträgt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Warmwasserzähler mit Flügelrad für Warmwasserverbrauchsanlagen mit einem Warmwasserzirkulationskreislauf.

Die Montage des üblichen Warmwasserzählers erfolgt nach den heute gültigen Regeln der Technik fast immer in unmittelbarer Nähe des Steigestranges, der alle Wohnungen, in allen Geschossen zentral mit warmen Wasser versorgt. Aus optischen Gründen werden die WW-Zähler in Stahleinbaukästen mit abschließbarer Tür, unter Putz installiert.

Die vom Gesetzgeber nicht vorgeschriebene, jedoch zum heutigen Stand der Technik gehörende Warmwasserzirkulationsleitung sorgt mittels einer Umwälzpumpe dafür, daß ein Warmwasserkreislauf zwischen Warmwasserspeicher und Wohnung gewährleistet ist. Somit ist sichergestellt, daß bis zum Einbauort des WW-Zählers immer heißes Wasser vorliegt.

Es versteht sich von selbst, daß der WW-Zähler sich nicht innerhalb des Zirkulationskreislaufes befinden darf. In diesem Fall würde das zirkulierende Wasser gezählt, obwohl der Benutzer nichts verbraucht.

Das bedeutet, die Zirkulationsleitung muß bereits vor dem Warmwasserzähler abgezweigt und zum Warmwasserboiler zurückgeführt werden.

Gezwungener Weise ergiebt sich nun folgendes Problem: Die gesamte Warmwasserleitung vom Zähler bis zu den entfernten Entnahmestellen kühlt bei nicht ständigem Warmwasserverbrauch mehrmals am Tage ab, und muß ebensooft wie warmes Wasser benötigt wird wieder aufgeheizt werden.

Die Person, die nun an der Verbrauchseinrichtung (Zapfstelle) heißes Wasser benötigt, muß erst einmal das abgekühlte Wasser aus der Leitung lassen um das gewünscht temperierte zu bekommen. Dieses bedeutet jedoch unter Berücksichtigung der Leitungslänge und des Leitungsquerschnittes einen erheblichen Wasser und Energie-Verlust.

Aus der DE 31 41 886 A1 ist ein Warmwasserzähler bekannt, wobei das in einer Kammer angeordnete Flügelrad einerseits von dem zur Verbrauchseinrichtung fließenden Warmwasserstrom und andererseits in entgegengesetzter Richtung zum Drehsinn vom Zirkulationsstrom beaufschlagt wird.

Aus der DE 30 13 772 A1 ist eine Meßeinrichtung für eine Brennkraftmaschine bekannt, die zwei fest auf einer Achse in getrennten Kammern angeordnete Flügelräder aufweist, wobei das eine in Drehrichtung bremsend vom Kraftstoff-Rückfluß beaufschlagt wird.

Aus der FR 2 584 813 A1 ist ein Verbrauchszähler bekannt, bei dem die dem Zufluß bzw. Rückfluß entsprechenden Impulse einer Addier-/ Subtrahier-Zählereinheit zugeführt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Warmwasserzähler mit Flügelrad auszubilden, um bei dessen Einsatz Wasser und Energieverluste weitgehend zu reduzieren, den Warmwasserkomfort anzuheben und Belastungen des Leitungssystems durch ständige Längenausdehnung (kalt- warm zu verhindern. Dabei soll bei mechanischem Aufbau eine optimale Genauigkeit erreicht werden.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Merkmale spezieller Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

Der wesentliche Vorteil ist darin zu sehen, daß der Einbau des Warmwasser-Zirkulationszählers an jeder gewünschten Stelle im Haus erfolgen kann und durch die Integration des WW-Zählers in den Zirkulationskreislauf an jeder Warmwasserverbrauchseinrichtung sofort heißes Wasser zur Verfügung steht.

Das Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der Zeichnung erläutert.

Fig. 1 Seitenansicht des Gehäuses A und B mit Getriebekammer und Ausgleichsgetriebe.

Fig. 1 zeigt die in den Kammern A und B befindlichen Flügelräder, die durch Magnete mit dem Differential-Ausgleichsgetriebe verbunden sind. Das Ausgleichsgetriebe überträgt den Drehimpuls weiter auf das Rollenzählwerk.

Bei "Zirkulationsbetrieb", das bedeutet, wenn kein Warmwasser verbraucht wird, fördert die Zirkulationspumpe exakt die gleiche Wassermenge durch beide Kammern und zwar in jeweils entgegengesetzter Richtung. Beide Flügelräder drehen sich gleich schnell.

Das Ausgleichsgetriebe gibt nun keine Drehbewegung auf die Achse weiter, die zum Rollenzählwerk führt. Es wird nicht gezählt!

Bei "Warmwasserverbrauch" läuft durch eine Kammer das Wasser schneller und das Flügelrad in dieser Kammer überträgt nun die höhere Rotationsgeschwindigkeit auf das Ausgleichsgetriebe.

Die unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten in den Kammern A und B bewirken nun die Drehung der Achse zum Rollenzählwerk.

Die Differenz der beiden Volumenströme in den Kammern A und B wird vom Ausgleichsgetriebe auf Grund seiner Konstruktion genau an das Rollenzählwerk weitergegeben.


Anspruch[de]
  1. 1. Differential-Zirkulations-Warmwasserzähler für Warmwasserverbrauchsanlagen, mit einer Kammer A (3), einer Kammer B (4) und einer Getriebekammer (7), wobei die Kraftübertragung von jeweils einem in den Kammern A (3) und B (4) angeordnetem Flügelrad (1) auf ein Differential-Ausgleichsgetriebe (2) in der Getriebekammer (7) über Magnete (5) erfolgt und das Differential-Ausgleichsgetriebe (2) die unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten der Flügelräder (1) ermittelt und deren Differenz auf einen zu einem Rollenzählwerk führenden Übertragungsmagneten (6) überträgt.
  2. 2. Zähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dimension des Zählers ?&min;&min; (Zoll) bis 3&min;&min; (Zoll) beträgt.
  3. 3. Zähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mikroprozessor-Rechenwerk-Sensor mit Display die verbrauchte Menge anzeigt.
  4. 4. Zähler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kammern A und B gegeneinander um 180° verdrehbar sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com