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Dokumentenidentifikation DE19625431A1 15.01.1998
Titel Eisrührabschaber für Speiseeisfertigungsmaschine
Anmelder Schulz, Otto, 33604 Bielefeld, DE
Erfinder Schulz, Otto, 33604 Bielefeld, DE
Vertreter Schirmer und Kollegen, 33605 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 25.06.1996
DE-Aktenzeichen 19625431
Offenlegungstag 15.01.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.01.1998
IPC-Hauptklasse A23G 9/22
IPC-Nebenklasse A23G 9/30   
Zusammenfassung Durch den erfindungsgemäßen Eisrührabschaber ist eine nahezu vollständige automatische Entleerung des Aufnahmebehälters möglich, so daß sich kaum noch Speiseeisreste im zylinderförmigen Aufnahmebehälter und am Eisrührabschaber befinden.
Hierzu sind die Wandschaber auf der zur Innenoberfläche des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters weisenden Enden der Bodenspachtel in Form eines schmalen Stegs angeordnet, wobei die oberen Enden der Wandschaber über einen Verstrebungssteg direkt oder indirekt an die mittige Aufnahme angeschlossen sind und jeder Wandschaber an einer Stirnseite an einem zugeordneten Bodenspachtel und an der anderen Stirnseite direkt oder indirekt an einem zugeordneten Verstrebungssteg biegesteif angeschlossen ist.
In der Ebene der Versteifungsstege ist ein umlaufender oberer Ring angeordnet, an dem die Wandschaber und die Versteifungsstege biegesteif angeschlossen sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Eisrührabschaber für Speiseeisfertigungsmaschinen, der in einem feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälter einsetzbar ist, mit einer mittigen Aufnahme für das Anschließen eines Drehorganes sowie mit mindestens zwei Wandschabern, die über Bodenspachtel mit der mittigen Aufnahme verbunden sind.

Bei der Herstellung von Speiseeis, d. h. bei der Umwandlung vom flüssigen in den teigförmigen Zustand, werden die an der Innenoberfläche des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters sich in Folge des Gefriervorgangs absetzenden Eisteile durch den Eisrührabschaber fortlaufend abgeschabt und die abgeschabten Teile erneut in den Umwälzvorgang einbezogen. Es ist nicht ausnahmslos gewährleistet, daß eine automatische Vollentleerung des zylinderförmigen Aufnahmebehälters erreicht wird. Eine vollkommene Entleerung ist aber erforderlich, damit die angestrebte Qualität des darauffolgenden Speiseeismixes durch veränderte Geschmacks- sowie Farbzugaben garantiert ist. Abhilfe wird durch eine zeitaufwendige manuelle Entfernung des Resteises erreicht. Bei bekannten Eisrührabschabern weisen die Wandschaber und auch die Bodenspachtel eine relativ große Fläche auf, wodurch das Anhaften von Speiseeis begünstigt wird. Auch ist nicht auszuschließen, daß durch die Rotation des Eisrührabschabers Vibrationen entstehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Eisrührabschaber der aufgezeigten Gattung so auszubilden, daß sich kaum noch Speiseeisreste im zylinderförmigen Aufnahmebehälter und am Eisrührabschaber befinden und eine nahezu vollständige automatische Entleerung des Aufnahmebehälters möglich ist, so daß ein manueller Eingriff mit Handspachteln entfallen kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Wandschaber auf der zur Innenoberfläche des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters weisenden Enden der Bodenspachtel in Form eines schmalen Stegs angeordnet sind, wobei die oberen Enden der Wandschaber über einen Verstrebungssteg direkt oder indirekt an die mittige Aufnahme angeschlossen sind, wobei jeder Wandschaber an einer Stirnseite an einem zugeordneten Bodenspachtel und an der anderen Stirnseite direkt oder indirekt an einen zugeordneten Verstrebungssteg biegesteif angeschlossen ist. Vorteilhafterweise liegen jeweils ein Wandschaber und der zugeordnete Bodenspachtel in einer Ebene. In Ausgestaltung der Erfindung ist in der Ebene der Verstrebungsstege ein umlaufender oberer Ring angeordnet, an dem die Wandschaber und die Versteifungsstege biegesteif anschließbar sind. Es besteht die Möglichkeit, an der Außenseite des oberen Rings schräg verlaufende Abstreifer anzuordnen. Vorteilhafterweise verlaufen die Wandschaber mit den zugeordneten Bodenspachteln unter einem spitzen Winkel zur Waagerechten. Auf der nach außen weisenden Seite der Wandschaber können versetzt zueinander verlaufende Abstreifer angeordnet sein. Es liegt im Wesen der Erfindung, die Bodenspachtel durch relativ schmale Stege zu bilden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Höhe der Entnahmeöffnung in der Wandung des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters gleich oder kleiner ist als die Höhe der Bodenspachtel.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen oberen Ring mit angeschlossenen Verstrebungsstegen und

Fig. 2 eine Ansicht eines Bodenspachtels mit angeschlossenem Wandschaber.

Die mittige Aufnahme 1 besitzt für das Anschließen eines Drehorgans auf der oberen Stirnseite eine rechteckförmige Ausnehmung 7. Die Wandschaber 3 dienen sowohl zum Mischen, als auch zum Abschaben. Sie sind auf der zur Innenoberfläche des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters weisenden Enden der Bodenspachtel 2 in Form eines schmalen Stegs nach oben verlaufend angeordnet, wobei das obere Ende der Wandschaber 3 über je einen Verstrebungssteg 5 indirekt an die mittige Aufnahme 1 angeschlossen ist. Nach Fig. 1 sind drei Verstrebungsstege 5 angeordnet. Zweckmäßigerweise ist jedem Wandschaber 3 ein Verstrebungssteg 5 zugeordnet. Bekannterweise sind die Abstreifer 8 an den Außenseiten der Wandschaber 3 so verteilt angeordnet, daß jeder Bereich der Innenoberfläche des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters abgeschabt wird. Die Wandschaber 3 mit den zugeordneten Bodenspachteln 2 verlaufen in einer Ebene unter einem spitzen Winkel zur Waagerechten.

Die Verstrebungsstege 5 und die Wandschaber 3 sind an einem oberen umlaufenden Ring 4 biegesteif angeschlossen, an dessen Außenseite schräg verlaufende Abstreifer 6 angeordnet sind. Die äußere Begrenzung der Wandschaber 3 mit den Abstreifern 8 ist dem jeweiligen Verlauf der Innenoberfläche des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters angepaßt. Bei Rechtsdrehung des Eisrührabschabers entsteht ein zur Herstellung des Eises erforderlicher Auftrieb der flüssigen bzw. teigförmigen Masse, während der Austrag des Eises durch Linksdrehung, also entgegen dem Uhrzeigersinn, erfolgt. Zum Austrag des Eises befindet sich wie üblich im unteren Bereich der Zylinderwandung des Aufnahmebehälters eine verschließbare Entnahmeöffnung. Es trägt wesentlich zur Lösung der gestellten Aufgabe bei, wenn nach Fig. 2 die Bodenspachtel durch relativ schmale Stege gebildet werden.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Eisrührabschabers wird eine wesentliche Vereinfachung des Arbeitsablaufs erzielt, da das zeitaufwendige manuelle Entfernen des Resteises und die damit verbundenen Unfallgefahren entfallen.

Bezugszeichenliste

1 mittige Aufnahme

2 Bodenspachtel

3 Wandschaber

4 oberer Ring

5 Verstrebungssteg

6 Abstreifer an 4

7 rechteckförmige Ausnehmung in 1

8 Abstreifer an 3


Anspruch[de]
  1. 1. Eisrührabschaber für Speiseeisfertigungsmaschine, der in einem feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälter einsetzbar ist, mit einer mittigen Aufnahme für das Anschließen eines Drehorganes sowie mit mindestens zwei Wandschabern, die über Bodenspachtel mit der mittigen Aufnahme verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandschaber (3) auf der zur Innenoberfläche des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters weisenden Enden der Bodenspachtel (2) in Form eines schmalen Stegs angeordnet sind, wobei die oberen Enden der Wandschaber (3) über einen Verstrebungssteg (5) direkt oder indirekt an die mittige Aufnahme (1) angeschlossen sind.
  2. 2. Eisrührabschaber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wandschaber (3) an einer Stirnseite an einem zugeordneten Bodenspachtel (2) und an der anderen Stirnseite direkt oder indirekt an einem zugeordneten Verstrebungssteg (5) biegesteif angeschlossen ist.
  3. 3. Eisrührabschaber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Wandschaber (3) und der zugeordnete Bodenspachtel (2) in einer Ebene liegen.
  4. 4. Eisrührabschaber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ebene der Verstrebungsstege (5) ein umlaufender biegesteifer oberer Ring (4) angeordnet ist.
  5. 5. Eisrührabschaber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem oberen Ring (4) die Wandschaber (3) und die Verstrebungsstege (5) biegesteif angeschlossen sind.
  6. 6. Eisrührabschaber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des oberen Rings (4) schräg verlaufende Abstreifer (6) angeordnet sind.
  7. 7. Eisrührabschaber nach einem der Ansprüche bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandschaber (3) mit dem zugeordneten Bodenspachtel (2) unter einem spitzen Winkel zur Waagerechten verlaufen.
  8. 8. Eisrührabschaber nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der nach außen weisenden Seite der Wandschaber (3) versetzt zueinander verlaufende Abstreifer (8) angeordnet sind.
  9. 9. Eisrührabschaber nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenspachtel (2) durch relativ schmale Stege gebildet sind.
  10. 10. Eisrührabschaber nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Entnahmeöffnung in der Wandung des feststehenden zylinderförmigen Aufnahmebehälters gleich oder kleiner ist als die Höhe der Bodenspachtel (2).






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