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Dokumentenidentifikation DE19626392A1 15.01.1998
Titel Fahrzeugtransportwagen für den Autoreisezug
Anmelder Kibele, Peter, 51381 Leverkusen, DE
DE-Anmeldedatum 01.07.1996
DE-Aktenzeichen 19626392
Offenlegungstag 15.01.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.01.1998
IPC-Hauptklasse B61D 3/18
Zusammenfassung Der Autoreisezug, ein Angebot der Bahn, bei dem Reisende, die mit dem Auto unterwegs sind einen Teil ihres Weges als Bahnreisende im Reisezug zurücklegen und bei dem die Fahrzeuge der Reisenden im Zuge mitgeführt werden, erfreut sich bei Urlaubs- und Geschäftsreisenden großer Beliebtheit. Nachteilig sind die langen Verladezeiten, die durch die Technik des Verladens bedingt sind.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Fahrzeuge der Reisenden nur jeweils am Beginn und am Ende der Bahnverbindung verladen werden können.
Mit der Erfindung lassen sich die Fahrzeuge der Reisenden zu beiden Seiten des Reisezuges wahlweise und je nach Bedarf verladen.
Die Technik des seitlichen Verladens, bei der im Bedarfsfalle alle zu verladenden Fahrzeuge gleichzeitig verladen werden können, verkürzt die Verladezeiten ganz erheblich.
Daß mit der Erfindung die Fahrzeuge der Reisenden auch an Bahnhöfen entlang der Bahnverbindung verladen werden können, eröffnet dem Autoreisezug neue Möglichkeiten.

Beschreibung[de]

Es ist bekannt, daß die Reisenden eines Autoreisezuges ihre Fahrzeuge über eine Rampe von der Stirnseite des doppelstöckigen Fahrzeugtransportwagens her auf die Stellflächen des oberen sowie des unteren Stockwerkes auffahren. Das erste zu verladende Fahrzeug muß dabei in dem jeweiligen Stockwerk alle Stellflächen des Zugverbandes überrollen um an seinen Stellplatz an der der Rampe gegenüber befindlichen Stirnseite zu gelangen. Alle übrigen Fahrzeuge fahren der Reihe nach hinterher bis alle Stellflächen eines Stockwerkes belegt sind.

Am Zielbahnhof werden die Fahrzeuge sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge entladen.

Nachteilig bei dieser Verladetechnik ist der große Zeitaufwand, mit dem beim Be- und Entladen der Fahrzeuge gerechnet werden muß und der zudem noch von der Anzahl der zu verladenden Fahrzeuge abhängig ist.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß jeweils nur am Beginn und am Ziel der Autoreisezugverbindung eine Verladung stattfinden kann.

Erstrebt wird, was auch eine Umfrage der ADAC-Zeitschrift -motorwelt- bestätigt, ein neuer luxuriöser Autoreisezug, bei dem die Personenkraftwagen vollautomatisch und bequem von der Seite her auf- und abgeladen werden können. Dieser Forderung kommt die Erfindung nach.

Mit der Erfindung können die mitgeführten Fahrzeuge zu beiden Seiten des Zuges wahlweise und je nach Bedarf be- und entladen werden.

Die Technik des seitlichen Verladens, bei der im Bedarfsfalle alle zu verladenden Fahrzeuge gleichzeitig verladen werden können, verkürzt die Verladezeiten ganz erheblich. Ein weiterer Vorteil des seitlichen Verladens besteht darin, daß die Fahrzeuge auch entlang der Bahnverbindung verladen werden können wodurch sowohl das Einzugs- als auch das Zielgebiet des Autoreisezuges vergrößert wird.

Mit dem Ziel, eine bequeme, wahlweise und gleichwohl zügige Be- und Entladung der zu befördernden Personenkraftwagen zu gewährleisten, ist der Fahrzeugtransportwagen mit einer Anzahl einzelner Plattformen ausgestattet, auf denen die zu befördernden Personenkraftwagen während des Bahntransportes stehen. Je ein Personenkraftwagen steht auf je einer Plattform.

Die einzelnen Plattformen sind gleichmäßig auf das untere und das obere Stockwerk des doppelstöckigen Fahrzeugtransportwagens verteilt. In den Stockwerken sind die Plattformen durch Zwischenräume voneinander getrennt hintereinander aufgereiht und während des Bahntransportes mit Hilfe von Halterungen gesichert. Abb. 1 und 3.

Jede einzelne Plattform ist über ein Fördersystem, welches aus mehreren unterschiedlichen Fördermitteln zusammengesetzt ist, mit der tragenden Konstruktion des Fahrzeugtransportwagens beweglich verbunden. Abb. 2 und 4.

Für den Vorgang des Be- und Entladens werden die Plattformen nach dem Lösen der Sicherungen mit Hilfe des Fördersystems auf geradlinig senkrechten, geradlinig waagerechten sowie auf kreisförmigen Förderwegen über den Umriß des Fahrzeugtransportwagens hinaus in eine Stellung rechts oder links neben dem Fahrzeugtransportwagen gefördert und hier in einem Höhenbereich zwischen Bahnsteigoberkante und Schienenoberkante entweder auf einen Bahnsteig oder auf die Verkehrsfläche eines Verladeplatzes abgesetzt. Abb. 5.

Der auf einer abgesetzten Plattform stehende Personenkraftwagen ist für dessen Fahrer leicht zugänglich. Der Fahrer eines Personenkraftwagens kann sein Fahrzeug von der Plattform aus unmittelbar auf einen Bahnsteig oder auf die Verkehrsfläche eines Verladeplatzes fahren ohne den Fahrzeugtransportwagen selbst betreten zu müssen.

Gleiches gilt für das Beladen eines zu befördernden Personenkraftwagens. Der Fahrer des Personenkraftwagens fährt sein Fahrzeug unmittelbar von einem Bahnsteig oder von einem Verladeplatz auf eine abgesetzte, freie Plattform und stellt sein Fahrzeug auf der Plattform ab, ohne den Fahrzeugtransportwagen selbst zu betreten.

Erfindungsgemäß kann mit Hilfe des Fördersystems jede beliebige Plattform des Fahrzeugtransportwagens einzeln auf der rechten oder der linken Seite des Fahrzeugtransportwagens abgesetzt werden.

Ebenso lassen sich aber auch mehrere Plattformen oder alle Plattformen eines ganzen Zugverbandes auf einmal seitlich neben den Fahrzeugtransportwagen absetzen.


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeugtransportwagen für den Autoreisezug, dadurch gekennzeichnet,

    daß ein für den Reisezug-Betrieb geeigneter Tragwagen mit einer Anzahl von Plattformen ausgerüstet ist, auf denen die zu befördernden Personenkraftwagen während des Bahntransportes stehen,

    daß je ein Personenkraftwagen auf je einer Plattform steht, daß der Tragwagen doppelstöckig ausgeführt ist und daß die Plattformen auf das untere und das obere Stockwerk verteilt sind und dort mit Hilfe eines Fördersystems, welches aus unterschiedlichen Fördermitteln besteht, mit der tragenden Konstruktion des Tragwagens beweglich verbunden sind,

    daß die Plattformen in den Stockwerken durch Zwischenräume getrennt hintereinander aufgereiht und während des Bahntransportes mit Hilfe von Halterungen gesichert sind,

    daß die Plattformen zum Entladen nach dem Lösen der Halterungen mit Hilfe des Fördersystems auf geradlinig senkrechten, geradlinig waagerechten sowie auf kreisförmigen Förderwegen über den Umriß des Fahrzeugtransportwagens hinaus in eine Stellung rechts oder links neben dem Fahrzeugtransportwagen gefördert werden und hier in einem Höhenbereich zwischen Bahnsteigoberkante und Schienenoberkante auf den Boden abgesetzt werden,

    daß von den Plattformen des Fahrzeugtransportwagens wahlweise jede Plattform einzeln abgesetzt werden kann,

    daß jedoch auch mehrere oder alle Plattformen des Fahrzeugtransportwagens auf einmal an einer Verladestelle des Autoreisezuges seitlich neben dem Fahrzeugtransportwagen abgesetzt werden können,

    daß der auf einer abgesetzten Plattform stehende Personenkraftwagen für dessen Fahrer leicht zugänglich ist und daß dieser den Personenkraftwagen zum Entladen unmittelbar von der abgesetzten Plattform auf die Verkehrsfläche des Bahnsteiges oder eines Verladeplatzes fahren kann ohne den Fahrzeugtransportwagen selbst betreten zu müssen,

    daß der Vorgang des Beladens sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge vor sich geht.
  2. 2. Fahrzeugtransportwagen nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die unter Ziffer 1 aufgeführten Patentansprüche auch für Modell- und Spielzeugausführungen des Fahrzeugtransportwagens Gültigkeit besitzen.






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