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Dokumentenidentifikation DE19626512A1 15.01.1998
Titel Durchlauf-Mikrowellenofen für Backwaren, insbesondere für Brot
Anmelder ASM Maschinenhandels GmbH, 59494 Soest, DE
DE-Anmeldedatum 02.07.1996
DE-Aktenzeichen 19626512
Offenlegungstag 15.01.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.01.1998
IPC-Hauptklasse A21B 2/00
IPC-Nebenklasse A21B 3/04   A21B 1/42   
Zusammenfassung Der Durchlauf-Mikrowellenofen für Backwaren, insbesondere für Brot, ist mit einem Gehäuse (20) versehen, welches einen Einlaß (22) und einen Auslaß (24) aufweist. Durch das Gehäuse (20) hindurch erstreckt sich ein Transportband (14) zum Transportieren von Backwaren in das, durch das und aus dem Gehäuse (20). Die mindestens eine Mikrowellenvorrichtung (28), die einen mittels Kühlluft kühlbaren Mikrowellengenerator (36) mit einer Senderantenne (38) aufweist, ist in einem Hohlleiter (40) angeordnet, welcher von der Senderantenne (38) ausgesandte Mikrowellen leitet und im Bereich des Transportbandes (14) eine Abstrahlöffnung (46) zum Abstrahlen der Mikrowellen aufweist, wobei die den Mikrowellengenerator (36) kühlende Kühlluft über mindestens einen im Hohlleiter (40) ausgebildeten Durchbruch (48) in den Hohlleiter (40) einleitbar und von dessen Abstrahlöffnung (46) ausblasbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Durchlauf-Mikrowellenofen für Backwaren, insbesondere für Brot.

In Großbäckereien wird Schnittbrot automatisch gebacken, geschnitten, portioniert und abgepackt. Dabei werden an die Keimfreiheit des Brotes hohe Anforderungen gestellt. So wird beispielsweise das Brot nach dem Backen und nach Abkühlung mit einem Haltbarkeitsmittel besprüht und in einem Durchlauf-Mikrowellenofen im Oberflächenbereich stark erhitzt, so daß es zu einer Verdampfung des Haltbarkeitsmittels und zu einer Abtötung der Keime und Sporen infolge der Hitze kommt. Die bekannten Durchlauf-Mikrowellenöfen weisen ein Transportband auf, das sich durch ein Gehäuse hindurch erstreckt, wobei das Transportband über die Einlässe und Auslässe des Gehäuses nach außen ragt. Beim Transport durch das Gehäuse wird das Brot an mehreren Hohlleiter-Abstrahlöffnungen vorbeigeführt, die gruppenweise in mehreren in Transportrichtung aufeinanderfolgenden und quer zur Transportrichtung verlaufenden Ebenen angeordnet sind. In jedem Hohlleiter befindet sich die Senderantenne eines Mikrowellengenerators, der mittels Kühlluft gekühlt ist. Die Kühlluft selbst wird über separate Zuführleitungen ebenfalls ins Gehäuse des Durchlauf-Mikrowellenofens auf das Brot gerichtet eingeblasen. Dies erfordert insofern einen konstruktiven Aufwand, als ausgehend von den Mikrowellengeneratoren neben den Hohlleitern auch Kanäle zum Transportband hinführen, über die die Mikrowellengeneratoren kühlende Luft zum Brot gelangt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Durchlauf-Mikrowellenofen für Backwaren, insbesondere für Brot zu schaffen, der bei verringertem konstruktiven Aufwand sowohl die Mikrowellenenergie als auch die erwärmte Kühlluft auf das Brot gerichtet abgibt.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Durchlauf-Mikrowellenofen vorgeschlagen, der versehen ist mit

  • - einem Gehäuse mit einem Einlaß und einem Auslaß,
  • - einem sich durch das Gehäuse hindurch erstreckenden Transportband zum Transportieren von Backwaren in das, durch das und aus dem Gehäuse und mindestens einer Mikrowellenvorrichtung, die einen mittels Kühlluft kühlbaren Mikrowellengenerator mit einer Senderantenne aufweist, die in einem Hohlleiter angeordnet ist, welcher von der Senderantenne ausgesandte Mikrowellen leitet und im Bereich des Transportbandes eine Abstrahlöffnung zum Abstrahlen der Mikrowellen aufweist, wobei die den Mikrowellengenerator kühlende Kühlluft über mindestens einen im Hohlleiter ausgebildeten Durchbruch in den Hohlleiter einleitbar und von dessen Abstrahlöffnung ausblasbar ist.


Bei dem erfindungsgemäßen Durchlauf-Mikrowellenofen dient jeder Hohlleiter sowohl zum Transport der Mikrowellenenergie als auch zum Transport der Kühlluft, die vom Mikrowellengenerator kommt. Zu diesem Zweck sind in der Wandung eines jeden Hohlleiters ein oder mehrere Durchbrüche vorgesehen, über die die Kühlluft, die (unmittelbar) zuvor den Mikrowellengenerator umströmt und gekühlt hat, in den Hohlleiter einströmt. Durch den Hohlleiter wird die nun erwärmte Kühlluft weitertransportiert, um über die Abstrahlöffnung des Hohlleiters auf die Backware aufzutreffen.

Nach der Erfindung sind also separate Kühlluftleitungen nicht mehr erforderlich.

Genauer gesagt sind bei dem erfindungsgemäßen Durchlauf-Mikrowellenofen pro Mikrowellenvorrichtung jeweils ein Hohlleiter und ein Lüftungskanal miteinander verbunden. Die Verbindung erfolgt über den mindestens einen Durchbruch in der Wandung des Hohlleiters. Dieser Durchbruch ist in Strömungsrichtung der Luft betrachtet hinter dem Mikrowellengenerator und in Ausbreitungsrichtung der Mikrowellen betrachtet hinter der Senderantenne angeordnet. -Zweckmäßigerweise verläuft der Hohlleiter im Bereich des mindestens einen Durchbruchs geradlinig, während der Lüftungskanal, der im Bereich des Mikrowellengenerators insbesondere parallel zum Hohlleiter verläuft, hinter dem Mikrowellengenerator zum Hohlleiter hin schräg zuläuft. Die schräg zum Hohlleiter hin verlaufende Wand des Lüftungskanals leitet also die Kühlluft durch den mindestens einen Durchbruch in den Hohlleiter hinein.

Nachfolgend wird anhand der Figuren ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Durchlauf-Mikrowellenofens für Brotstangen mit drei Zonen, innerhalb derer die Brotstangen Mikrowellenenergie und Warmluft ausgesetzt sind, wobei jede Zone insgesamt sechs Mikrowellenvorrichtungen umfaßt, und

Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 zur Verdeutlichung der Anordnung der Hohlleiter und der Durchbrüche in den Hohlleiterwandungen zur Einleitung der erwärmten Kühlluft in die Hohlleiter.

In Fig. 1 ist in Seitenansicht ein Durchlauf-Mikrowellenofen 10 gezeigt, der ein Gestell 12 aufweist, an dessen Oberseite sich ein Endlos-Transportband 14 befindet, auf dessen Obertrum Brotstangen 16 in Richtung des Pfeils 18 transportiert werden. Auf der Oberseite des Gestells 12 befindet sich ferner ein Gehäuse 20, das eine Einlaßöffnung 22 und eine Auslaßöffnung 24 aufweist, durch die hindurch die Brotstangen 16 vom Transportband 14 transportiert werden. Das Gestell 12 ist ferner mit einer Halteplatte 26 versehen, die unterhalb des Transportbandes 14 angeordnet ist und gemäß Fig. 1 der Befestigung mehrerer in Gruppen angeordneter Mikrowellenvorrichtungen 28 dient. Die Mikrowellenvorrichtungen 28 sind in insgesamt drei Gruppen angeordnet, wobei jede Gruppe sechs Mikrowellenvorrichtungen 28 umfaßt. Jede Mikrowellenvorrichtung 28 weist ein Gebläse 30 auf, an dessen Gehäuse 32 ein Kühlluftkanal 34 angeschlossen ist. In dem Kühlluftkanal 34 ist ein Mikrowellengenerator 36 (nachfolgend auch Magnetron genannt) untergebracht, dessen Senderantenne 38 in einen zum Kühlluftkanal 34 benachbart angeordneten Hohlleiter 40 hineinragt. Der Hohlleiter 40 ist von unten an der Halteplatte 26 angebracht, wobei an dem Hohlleiter 40 selbst der Lüftungskanal 34 mit dem Gebläsegehäuse 32 gehalten ist.

Wie man anhand von Fig. 2 erkennen kann, enden zwei der sechs Hohlleiter 40 unmittelbar unterhalb des Transportbandes 14, welches für Mikrowellenenergie und für Luft durchlässig ist und insbesondere aus einzelnen zueinander beabstandet angeordneten Transportketten besteht. Die Hohlleiter 40, die zu beiden Seiten der mittleren unterhalb des Transportbandes 14 endenden Hohlleiter 40 angeordnet sind, weisen im wesentlichen L-förmig abgewinkelte Verlängerungsstücke 42 auf, die in das Gehäuse 20 hineinragen und einander gegenüberliegend enden. An die beiden außenliegenden Hohlleiter 40 sind Hohlleiterverlängerungsstücke 44 angeschlossen, die sich ebenfalls im Innern des Gehäuses 20 erstrecken und unmittelbar benachbart zueinander oberhalb des Transportbandes 14 den beiden mittleren Hohlleitern 40 gegenüberliegend enden. Wie Fig. 2 verdeutlicht, liegen damit die Abstrahlöffnungen 46 sämtlicher Hohlleiter 40, 42, 44 einer Gruppe von Mikrowellenvorrichtungen 28 um die Brotstange 16 herum, um diesem von deren Seiten, von unten und von oben mit Mikrowellenenergie zu bestrahlen.

Wie in Fig. 1 angedeutet, gelangt die das Magnetron 36 umströmende Kühlluft seitlich in den Hohlleiter 40 hinein. Zu diesem Zweck weist der Hohlleiter 40 in seiner dem Lüftungskanal 34 benachbarten Wand mehrere Durchbrüche 48 auf. Im Bereich dieser Durchbrüche 48verläuft der Lüftungskanal schräg zulaufend, was in Fig. 1 bei 50 angedeutet ist. Auf diese Weise wird also über die Abstrahlöffnungen 46 der Hohlleiter 40, 42 und 44 nicht nur Mikrowellenstrahlung, sondern auch Warmluft auf das Brot 16 gerichtet abgestrahlt. Beide Energieträger (Mikrowellenstrahlung und Warmluft) gelangen über ein und denselben Kanal, nämlich den Hohlleiter zum Brot, wodurch der Aufwand an Zuführleitungen bzw. Kanälen beim hier beschriebenen Durchlauf -Mikrowellenofen 10 reduziert ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Durchlauf-Mikrowellenofen für Backwaren, insbesondere für Brot, mit
    1. - einem Gehäuse (20) mit einem Einlaß (22) und einem Auslaß (24),
    2. - einem sich durch das Gehäuse (20) hindurch erstreckenden Transportband (14) zum Transportieren von Backwaren in das, durch das und aus dem Gehäuse (20) und
    3. - mindestens einer Mikrowellenvorrichtung (28), die einen mittels Kühlluft kühlbaren Mikrowellengenerator (36) mit einer Senderantenne (38) aufweist, die in einem Hohlleiter (40) angeordnet ist, welcher von der Senderantenne (38) ausgesandte Mikrowellen leitet und im Bereich des Transportbandes (14) eine Abstrahlöffnung (46) zum Abstrahlen der Mikrowellen aufweist, wobei die den Mikrowellengenerator (36) kühlende Kühlluft über mindestens einen im Hohlleiter (40) ausgebildeten Durchbruch (48) in den Hohlleiter (40) einleitbar und von dessen Abstrahlöffnung (46) ausblasbar ist.
  2. 2. Durchlauf-Mikrowellenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kühllufterzeugungsvorrichtung (30) mit einem Lüftungskanal (34) vorgesehen ist, in dem der Mikrowellengenerator (36) mit seiner Senderantenne (38) in den Hohlleiter (40) hineinragend angeordnet ist, und daß der Lüftungskanal (34) und der Hohlleiter (40) in Strömungsrichtung der Kühlluft und in Ausbreitungsrichtung der Mikrowellen betrachtet hinter dem Mikrowellengenerator (36) bzw. hinter der Senderantenne (38) über den mindestens einen Durchbruch (48) verbunden sind.
  3. 3. Durchlauf-Mikrowellenofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlleiter (40) im Bereich der Verbindung mit dem Lüftungskanal (34) geradlinig verläuft, wobei der Lüftungskanal (34) in diesem Bereich zum Hohlleiter (40) hin schräg verläuft (50).






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