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Dokumentenidentifikation DE69312100T2 22.01.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0552839
Titel Kamera mit Blickrichtungsdetektor und ein hiermit durchgeführtes Fotografieverfahren
Anmelder Nikon Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Wakabayashi, Hiroshi, Yokohama-shi, Kanagawa 231, JP;
Katano, Yuji, Kawasaki-shi, Kanagawa 211, JP;
Katoh, Minoru, Kawasaki-shi Kanagawa, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69312100
Vertragsstaaten DE, FR
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.01.1993
EP-Aktenzeichen 932001266
EP-Offenlegungsdatum 28.07.1993
EP date of grant 16.07.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.01.1998
IPC-Hauptklasse A61B 3/113
IPC-Nebenklasse G02B 7/34   

Beschreibung[de]
OUERVERWEIS AUF EINE ZUGEHÖRIGE ANMELDUNG

Es wird auf folgende, ebenfalls auf diese Anmelderin übertragene anhängige Anmeldung verwiesen:

(1) US-SN 07/801 042 mit der Bezeichnung CAMERA CONTROL DEVICE, eingereicht am 12. März 1991 für Daiki Tsukahara und Hideya Inoue (entsprechende Fremd-/PCT-Anmeldungen: Nr. 2-409798 und Nr. 2-409981, Japan).

HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Fachgebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kamera, die mit einem Gerät ausgerüstet ist, das die Sichtlinie (Blickrichtung) des Fotografierenden erfaßt, und ein Fotografier-verfahren mit Benutzung dieses Geräts.

2. Darauf bezüglicher Stand der Technik

Es wurde früher, beispielsweise in US-PS 3 836 670, 4 950 069 und 5 036 347, eine Kamera vorgeschlagen, die mit einem derartigen Gerät zum Erfassen der Sichtlinie einer die Kamera benützenden Person ausgerüstet ist.

GB-A-2 116 334 beschreibt ein System, bei dem eine Fernsehkamera in das Auge einer Bedienungsperson blickt. Das Abbild dieses Auges wird analysiert, und das Analyseergebnis bezeichnet die Richtung, in die die Bedienungsperson schaut. Dieses Ergebnis erzeugt ein Ausgangssignal, das zum Betätigen eines Peripheriegeräts benutzt werden kann. Dies ist einsetzbar, um es einer behinderten Person zu ermöglichen, auszuführende Betätigungen zu steuern.

Um Ungenauigkeiten zu überwinden, die infolge von geringfügigen Kopfbewegungen oder einer anfänglichen Fehlausrichtung auftreten, wenn das Auge des Benutzers auf einen Anzeichen für die gewünschten Kontrollfunktionen tragenden Schirm blickt, wird das Ausgangssignal des Augenfolgers an den Schirm so angelegt, daß der Benutzer sehen kann, ob es korrekt ist. Falls es das nicht ist, stellt er über Handeingabe oder eine Eich-Teilroutine das Ausgangssignal des Augenfolgers nach, bis dieses mit dem beabsichtigten Blickpunkt zusammenfällt.

Die vorher erwähnte Art von Sichtlinien-Erfassungsgeräten ist beispielsweise so aufgebaut, daß Infrarotstrahlung auf den Augapfel eines in den Sucher der Kamera blickenden Fotografen von einem innerhalb der Kamera vorgesehenen Infrarot-Beleuchtungsgerät aufgestrahlt wird, und so, daß erfaßt wird, welcher Teil des innerhalb des Suchers sichtbaren Bereiches gegenwärtig durch den Fotografen scharf angeblickt wird, aufgrund von Strahlung, die von dem Augapfel des Fotografen/der Fotografin reflektiert wird. Das Gerät wird ein Sichtlinien-Erfassungsgerät genannt, das in dieser Weise durch Erfassen von dem Augapfel des Fotografen/der Fotografin reflektierter Strahlung erfaßt, welcher Bereich des innerhalb des Suchers sichtbaren Feldes durch den Fotografen/die Fotografin angeblickt und scharf betrachtet wird, d.h. auf welchen Bereich der Fotograf/die Fotografin seine/ihre Aufmerksamkeit lenkt.

Wenn der durch den Fotografen/die Fotografin fokussierte (fixierte) Bereich des fotografischen Feldes durch ein Sichtlinien-Erfassungsgerät bestimmt wird, kann ein nachheriges Fokussieren der Kamera auf ein in diesem Bereich des fotografischen Feldes gelegenes Objekt ausgeführt werden durch Bewegen einer Linse der Kamera mit Benutzung eines typischen für sich bekannten Autofokussierungsgeräts, und es kann auch die am besten geeignete Belichtung bestimmt eingestellt werden durch Verwendung eines an sich bekannten automatischen Belichtungsbestimmungs- und -Einstellgerätes. So kann auch ein unerfahrener Fotograf/eine unerfahrene Fotografin das Fotografieren mit geringer Fehlerhäufigkeit ausführen. Nach den nachfolgenden Gesichtspunkten ist es notwendig, die Sichtlinie, wie sie durch Verwendung eines derartigen Sichtlinien-Erfassungsgerätes bestimmt wurde, zu korrigieren.

1) Die Position, auf die der Fotograf/die Fotografin gerade seine/ihre Aufmerksamkeit richtet (welche er/sie fixiert) und der Aufmerksamkeitspunkt des Fotografen/der Fotografin, wie durch ein derartiges Sichtlinien-Erfassungsgerät bestimmt, brauchen nicht notwendigerweise immer übereinzustimmen, und dazu verändert sich die Differenz zwischen diesen beiden Positionen bei unterschiedlichen Fotografen/ Fotografinnen entsprechend den persönlichen Merkmalen ihrer Augäpfel usw.

2) Die Krümmung des Augapfels ist von Fotograf zu Fotograf verschieden.

Aus diesen Gründen wird bei den in vorstehend identifizierten US-Patenten geoffenbarten Kameras vor dem normalen Fotografierbetrieb ein unterschiedlicher Betrieb von Hand ausgeführt, und (später als Eichinformation benannte) Information, die für die vorher beschriebene Korrektur notwendig ist, wird in die Kamera eingegeben und darin gespeichert.

Eine mit einem Sichtlinien-Erfassungsgerät nach dem Stand der Technik ausgerüstete Kamera, wie sie vorstehend beschrieben wurde, bei der ein solcher Korrekturvorgang ausgeführt wird, ist dem folgenden Mangel unterworfen.

Wenn eine zweite Person (Herr B.) eine Kamera zu benutzen wünscht, in welche für eine erste Person (Herrn A.) geeignete Eichinformation bereits eingegeben und darin gespeichert wurde, muß Herr B. vor dem Aufnehmen einer Fotografie einen Vorgang zum Eingeben von Eichinformationen ausführen, die für seinen eigenen Augapfel geeignet sind, der sich von normalem Fotografierbetrieb unterscheidet; dadurch wird der Gebrauch der Kamera schwierig. Wenn weiter irrigerweise diese neue Eichinformation nicht erhalten wird und stattdessen ein Fotografiervorgang durch Herrn B. mit der alten, noch in der Kamera gespeicherten und für Herrn A. angemessenen Information ausgeführt wird, wird die Korrektur der Sichtlinien des Fotografen mit Benutzung der alten inkorrekten Eichinformation ausgeführt, und wahrscheinlich dadurch eine unrichtige Sichtlinie bestimmt.

Ein weiteres Problem kann mit einem Fotografen entstehen, der kein stark dominantes Auge besitzt. Die meisten Leute benutzen immer ein dominantes oder favorisiertes Auge zum Durchblicken durch eine begrenzte Öffnung wie ein Teleskop, ein Mikroskop oder einen Kamerasucher; eine Minorität von Leuten verwendet jedoch für solche Zwecke jedes der beiden Augen. Da der linke und der rechte Augapfel der gleichen Person sich typischerweise wesentlich in ihren Krümmungskennwerten (Astigmatismus usw.) unterscheiden können, kann das ein Problem erzeugen mit Bezug auf die Inkonsistenz der Eichinformation, gleichartig zu dem Problem, das vorstehend mit Bezug auf die Verwendung der Kamera durch zwei unterschiedliche Kamerabenutzer beschrieben wurde.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine mit einem Sichtlinien-Erfassungsgerät ausgerüstete Kamera zu schaffen, bei der der Vorgang des Eingebens der Eichinformation erleichtert, automatischer und stromlinienförmiger gemacht wird.

Gemäß einem Vorrichtungsaspekt der vorliegenden Erfindung wird, um diese und andere Ziele zu erreichen, eine Kamera vorgeschlagen, welche enthält einen Sucher, ein Mittel zum Erfassen der Sichtlinie eines durch den Sucher schauenden Fotografen/einer Fotografin, und ein zur Betätigung durch den Fotografen/die Fotografin für die Aufnahme eingerichtetes Betätigungsglied, dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt: ein Mittel zum Eingeben von Eichinformation, welches in Abhängigkeit von dem Betrieb des Betätigungsgliedes arbeitet, und welches, wenn der Fotograf/die Fotografin eine innerhalb des Suchers sichtbare Zielmarkierung fixiert, Eichinformation eingibt und speichert aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie; und: ein Mittel zum Ausführen von fotografischer Aufnahme, das aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gesteigerten Eichinformation das durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografieren vorgesehene Objekt erfaßt und die fotografische Aufnahme desselben ausführt.

Es ist angemessen, daß das Betätigungsteil ein Auslöseknopf ist. Das Mittel zum Eingeben von Eichinformation kann erwünschterweise ein lichtemittierendes Element umfassen, das, mit der Betätigung des Auslöseknopfes verbunden, beleuchtet wird, um die Markierung in dem Sucher anzuzeigen, und ein Speichermittel, welches bei beleuchtetem lichtemittierenden Element Eichinformation aufgrund der Sichtlinie des Fotografen speichert, wie sie durch das Sichtlinien-Erfassungsgerät erfaßt wird.

Das Mittel zum Ausführen von Fotografien kann erwünschterweise mit einer Betriebsart versehen sein, die ohne Benutzung der Sichtlinien-Erfassung arbeitet, und bei dieser Betriebsart erfaßt das Mittel, wenn der Sichtlinien-Erfassungsvorgang kein Ergebnis bringt, das durch den Fotograf/die Fotografin zu fotografieren beabsichtigte Objekt und führt eine Fotografie von diesem aus. In einem solchen Fall kann dieses Mittel zum Ausführen von Fotografien so aufgebaut sein, daß es das Fotografieren in der Betriebsart ausführt, in welcher es keinen Gebrauch von der Sichtlinien-Erfassung macht, wenn es nicht möglich war, die Eichinformation innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums zu speichern; oder es kann so aufgebaut sein, daß es das Fotografieren in der Betriebsart ausführt, in welcher, nachdem die Eichinformation innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums gespeichert wurde, erfaßt wird, daß der Fotograf/die Fotografin seinen/ihren Augapfel nicht an den Sucher anlegt.

Die erfindungsgemäße Kamera, welche Eichinformation eingibt, und das durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografieren beabsichtigte Objekt erfaßt aufgrund einer durch ein Sichtlinien-Erfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gespeicherten Eichinformation, sowie eine Fotografie derselben ausführt, kann erwünschterweise weiter mit einem Mittel versehen sein, das eine Verschlußauslösung verhindert, während das Mittel für die Eichinformation in Betrieb ist.

Andererseits wird entsprechend einem Verfahrensaspekt der vorliegenden Erfindung ein Verfahren vorgeschlagen, zum Erreichen der vorher beschriebenen und anderer Ziele bei einer mit einem Sucher und einem Mittel zum Erfassen der Sichtlinie eines/einer durch den Sucher blickenden Fotografen/Fotografin versehenen Kamera, welches umfaßt: einen Anzeigevorgang, in welchem eine Zielmarkierung an einer festgelegten Position innerhalb des Suchers angezeigt wird in Reaktion auf die Betätigung des Betätigungsteils, das zur Betätigung durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografischen Aufnahmen ausgelegt ist; einen Speichervorgang, bei dem die Eichinformation gespeichert wird aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie, wenn der Fotograf/die Fotografin die angezeigte Zielmarkierung fixiert; einen Sichtlinienerfassungsvorgang, bei dem das Sichtlinienerfassungsmittel die Sichtlinie des Fotografen erfaßt; und einen Fotografier-Vorgang, bei dem aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gespeicherten Eichinformation das durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografieren beabsichtigte Objekt erfaßt und die fotografische Aufnahme desselben durchgeführt wird.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist ein Flußdiagramm, das die Verfahrensschritte der Sichtlinienerfassung und des Aufnehmens einer Fotografie zeigt, welche bei der bevorzugten Ausführung der Kamera mit Sichtlinienerfassungsgerät nach der vorliegenden Erfindung durch eine in Fig. 2 gezeigte Steuerschaltung (CPU) ausgeführt werden;

Fig. 2 ist ein Blockschaltbild eines Steuersystems, das in der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung enthalten ist; und

Fig. 3 ist ein Bild, das drei lichtemittierende Elemente a, b und c zeigt, die in einem Sucher der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung angeordnet sind.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNG

Mit Bezug auf Fig. 2 bezeichnet Bezugszeichen 1 einen ersten Hubschalter, der durch eine erste Hubbetätigung eines (nicht selbst dargestellten) Auslöseknopfes eingeschaltet wird, der in der bevorzugten Ausführung der Kamera der vorliegenden Erfindung aufgenommen ist, während 8 einen zweiten Hubschalter darstellt, der durch einen zweiten Hubbetrieb des Auslöseknopfes eingeschaltet wird; und diese erste und zweite Hubschalter 1 und 8 sind mit einer Steuerschaltung 2 verbunden, welche eine CPU und verschiedene zugehörige Schaltungen umfaßt. Bezugszeichen 3 bezeichnet ein Anzeigegerät, das einen Satz von drei sichtbares Licht emittierenden Dioden a, b und c enthält, die, wie in Fig. 3 gezeigt, im Blickfeld eines (nicht besonders dargestellten) Suchers dieser Kamera vorgesehen sind. Irgendeine dieser drei lichtemittierenden Dioden a, b und c kann wahlweise unter Beeinflussung durch die Steuerschaltung 2 beleuchtet werden, wie später beschrieben wird.

Bezugszeichen 4 bezeichnet ein Sichtlinienerfassungsgerät, das für sich in den vorher identifizierten US-PS geoffenbart und so aufgebaut ist, daß, wenn ein nicht in den Figuren gezeigter Hauptstromschalter eingeschaltet wird, Infrarotstrahlung von einer infrarotemittierenden Diode emittiert wird zur Verwendung zur Sichtlinienerfassung, die nicht in den Figuren gezeigt ist, und die Sichtlinie des Fotografen/der Fotografin wird aufgrund des Ausgangssignals von einem Lichtempfangselement zur Verwendung zur Sichtlinienerfassung erfaßt, welches von dem Augapfel des Fotografen/der Fotografin reflektierte Strahlung empfängt. Wenn weiter der erste Hubschalter 1 durch die erste Hubbetätigung des Auslöseknopfes eingeschaltet wird oder der Fotograf/die Fotografin seinen/ihren Augapfel an den Sucher anlegt, wird eine der sichtbares Licht emittierenden Dioden a, b oder c des Anzeigegeräts 3 nach Fig. 3 dazu veranlaßt, Licht zu emittieren, und aufgrund der zu diesem Zeitpunkt erfaßten Sichtlinie wird für diesen Fotografen/diese Fotografin spezifische Eichinformation eingegeben und aufgezeichnet.

Ein Abstandsmeßgerät 5 mißt den Abstand zu dem Objekt, das fotografiert werden soll in einer für sich bekannten Weise, und ein Fotometriegerät 6 mißt die Objektfeld-Luminanzverteilung in einer ebenfalls für sich bekannten Weise. Das Bezugszeichen 7 bezeichnet ein Linsenbewegungsgerät, und aufgrund des Ergebnisses der Messung durch das Abstand-Meßgerät 5 wird eine in den Figuren nicht dargestellte Fokussierungslinse in eine entsprechende Fokussierungsposition bewegt.

Fig. 1 ist ein Flußdiagramm für ein Programm, das durch die (nicht besonders dargestellte) in der Steuerschaltung 2 in Fig. 2 enthaltene CPU ausgeführt wird, und der Betrieb der bevorzugten Ausführung der Kamera nach der vorliegenden Erfindung wird nun mit Bezug auf dieses Flußdiagramm erklärt.

Wenn der in den Figuren nicht gezeigte Stromschalter eingeschaltet ist und der in dem Flußdiagramm der Fig. 1 dargestellte Betrieb beginnt, erfolgt zuerst im Entscheidungsschritt 100 eine Entscheidung, ob der Fotograf/die Fotografin seinen/ ihren Augapfel an den Sucher anlegt. Eine Bestimmung, ob das Anlegen eines Augapfels stattfindet oder nicht, wird in der nun zu erklärenden Weise durchgeführt. Wenn der Stromschalter eingeschaltet ist, wird die in dem Sichtlinienerfassungsgerät 4 vorgesehene Infrarotdiode für Sichtlinienerfassung eingeschaltet, um Infrarotstrahlung zu emittieren. Da ein Fotograf/eine Fotografin durch den Sucher hindurchblickt, wird das von seinem/ihren Augapfel reflektierte infrarote Licht durch das Fotoempfangselement für Sichtlinienerfassung erfaßt, und deswegen ist es gemäß dem Ausgangssignal des Fotoempfangselements für die Sichtlinienerfassung möglich, zu bestimmen, ob ein Augapfel angelegt ist oder nicht.

Wenn im Entscheidungsschritt 100 entschieden wurde, daß eine Sucher/Augapfel-Anlegung stattfindet, geht der Steuerfluß weiter zum Entscheidungsschritt 101, in welchem eine Entscheidung getroffen wird, ob der erste Hubschalter 1 gegenwärtig EIN ist oder nicht. Falls das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, kehrt der Steuerfluß wieder zum Entscheidungsschritt 100 zurück, während dann, wenn das Ergebnis JA ist, der Steuerfluß als nächstes zum Schritt 105 gelangt, in dem eine der sichtbares Licht emittierenden Dioden a, b oder c, z.B. die zentrale lichtemittierende Diode b, beleuchtet wird, um so eine Zielmarkierung an einem Standardpunkt gegen die Mitte des Suchers zum Eingeben von Eichinformation zu präsentieren. So wird die Sichtlinie des Fotografen/der Fotografin zwangsweise zu der durch die zentrale lichtemittierende Diode b gebildeten Zielmarkierung hin ausgerichtet, und als nächstes wird im Schritt 106 die Sichtlinie des Fotografen/der Fotografin durch das Sichtlinienerfassungsgerät 4 erfaßt, während er/sie seinen/ ihren Blick auf die zentrale lichtemittierende Diode b fixiert, und dies wird als Standardpunkt-Referenzsignal aufgezeichnet. Damit kann dadurch, daß die Kamera dieses aufgezeichnete Referenzsignal als ein Standardpunkt-Sichtlinienerfassungssignal in Betracht zieht, wenn der Fotograf/die Fotografin seinen/ihren Blick auf diesen Standardpunkt richtet, dieses aufgezeichnete Referenzsignal als Eichinformation für Sichtlinienkorrektur benutzt werden.

Als nächstes wird im Entscheidungsschritt 107 eine Entscheidung getroffen, ob dieses Standardpunkt-Sichtlinienerfassungssignal aufgezeichnet wurde oder nicht; und, falls das Standardpunktsignal aufgezeichnet wurde, geht, da die durch die zentrale lichtemittierende Diode b geschaffene Zielmarkierungsanzeige nicht länger erforderlich ist, der Steuerfluß als nächstes zum Schritt 110, in welchem die zentrale lichtemittierende Diode b abgeschaltet wird. Daraufhin wird im Entscheidungsschritt 111 eine Entscheidung getroffen in der gleichen Weise wie im vorhergehenden Entscheidungsschritt 100, ob der Fotograf/die Fotografin seinen/ihren Augapfel an den Sucher anlegt, und falls entschieden wird, daß zu diesem Zeitpunkt immer noch der Augapfel angelegt ist, geht der Steuerfluß als nächstes weiter zum Schritt 112, in welchem zusammen mit dem Erfassen der aktuellen Sichtlinie des Fotografen/der Fotografin in dem fotografischen Feld durch das Sichtlinienerfassungsgerät 4 das Ergebnis dieser Sichtlinienerfassung entsprechend der Eichinformation korrigiert wird, die vorher in der zuvor beschriebenen Weise aufgezeichnet wurde. Es ist auch annehmbar, als eine Alternative die Sichtlinie des Fotografen/der Fotografin direkt zu errechnen durch Benutzen des Ausgangssignals von dem lichtaufnehmenden Element in dem Sichtlinienerfassungsgerät 4 als Eichinformation.

Als nächstes geht der Steuerfluß weiter zum Schritt 113, in welchem zusammen mit dem Erfassen des Abstandes durch das Abstandsmeßgerät 5 der Abstand zu dem in der Brennpunkt-Erfassungsrichtung liegenden Teil des zu fotografierenden Objekts zu der so erfaßten und korrigierten Sichtlinie und die Luminanz durch das fotometrische Gerät 6 gemessen wird und die fotografische Linse durch das Linsenbewegungsgerät in eine entsprechende Fokussierungsposition bewegt wird. Daraufhin wird in einem Entscheidungsschritt 114 eine Entscheidung getroffen, ob der zweite Hubschalter 8 gegenwärtig EIN ist oder nicht. Wenn das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, geht der Steuerfluß wieder zurück zum Entscheidungsschritt 111, während dann, wenn das Ergebnis dieser Entscheidung JA ist, der Steuerfluß als nächstes zum Schritt 115 gelangt, in welchem zusammen mit dem Anhalten der Bewegung der fotografischen Linse, nachdem sie in die angemessene Fokussierungsposition bewegt wurde, der gemessene Luminanzwert aufgezeichnet wird; und als nächstes geht der Steuerfluß weiter zum Schritt 116, in welchem die Fotografie aufgenommen wird.

Nachdem die Fotografie aufgenommen wurde, kehrt der Steuerfluß zurück zum Entscheidungsschritt 111, und wiederum wird die Überprüfung des Augapfel-Anlegens ausgeführt. Wenn zu diesem Zeitpunkt festgestellt wird, daß der Fotograf/die Fotografin seinen/ihren Augapfel von dem Sucher abgenommen hat, wird das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN, und der Steuerfluß geht als nächstes weiter zum Entscheidungsschritt 120, in welchem eine Entscheidung getroffen wird, ob der erste Hubschalter 1 EIN ist oder nicht. Falls der erste Hubschalter 1 AUS gefunden wird, geht der Steuerfluß weiter zum Entscheidungsschritt 121, in welchem eine Entscheidung getroffen, ob der Stromschalter EIN ist oder nicht. Falls der Stromschalter EIN ist, kehrt der Steuerfluß wieder zum Entscheidungsschritt 100 zurück, während dann, wenn der Stromschalter AUS ist, der Betrieb der Steuerschaltung 2 endet, da dieser Fotografievorgang abgeschlossen ist.

Da es in einem Falle wie des Fotografierens eines Objektes aus dem Hintergrund einer Menge heraus schwierig ist, eine solche Fotografie aufzunehmen, während man durch den Sucher blickt, wird beispielsweise, nachdem die Eichinformation aufgezeichnet und dies im Entscheidungsschritt 107 überprüft wurde, im darauffolgenden Entscheidungsschritt 111 wiederum eine Entscheidung erreicht, ob das Augapfel-Anlegen erfaßt ist. Wenn die Entscheidung erreicht wird mit dem Ausgang, daß der Augapfel nicht angelegt ist, geht der Steuerfluß als nächstes weiter zum Entscheidungsschritt 120, von dem, wenn entschieden wird, daß der erste Hubschalter 1 EIN ist, der Steuerfluß als nächstes zu den Schritten 127 bis 130 weitergeht, in welchen eine Fotografie aufgenommen wird, ohne das Ergebnis der Sichtlinienerfassung zu benutzen. Das bedeutet, im Schritt 127 mißt das Abstandsmeßgerät 5 den Abstand zu dem Subjekt im Zentralbereich des Fotografiefelds und das Fotometriegerät 6 mißt die Luminanz mit Bezug auf den Zentralbereich des Fotografiefelds, und die fotografische Linse wird durch das Linsenbewegungsgerät 7 in eine angemessene Fokussierungsposition für das im zentralen Feldbereich liegende Subjekt bewegt und die für das Subjekt geeignete Belichtung wird eingestellt. Als nächstes wird im Entscheidungsschritt 128 eine Entscheidung getroffen, ob der zweite Hubschalter 8 gegenwärtig EIN ist oder nicht. Falls das Ergebnis dieser Entscheidung NEIN ist, geht der Steuerfluß wieder zurück zum anfänglichen Entscheidungsschritt 100, während dann, wenn das Ergebnis dieser Entscheidung JA ist, der Steuerfluß als nächstes zum Schritt 129 geht, in welchem zusammen mit dem Anhalten der Bewegung der fotografischen Linse, nachdem sie in ihre angemessene Fokussierungsposition bewegt wurde, der Luminanzmeßwert aufgezeichnet wird; und als nächstes geht der Steuerfluß weiter zum Schritt 130, in dem die Fotografie aufgenommen wird. Nach dem Aufnehmen der Fotografie kehrt der Steuerfluß wieder zum anfänglichen Entscheidungsschritt 100 zurück.

Auch wenn im Schritt 105 die sichtbares Licht emittierende Diode b in dem Zentralbereich des Suchers beleuchtet wird, wird das Aufzeichnen des Ergebnisses der Sichtlinienerfassung nicht anhaltend ausgeführt, wenn z.B. der Fall vorliegt, daß der Fotograf/die Fotografin sein/ihr Auge von dem Sucher abnimmt. In einem solchen Falle geht der Steuerfluß vom Entscheidungsschritt 107 zum Entscheidungsschritt 125, und es wird eine Entscheidung getroffen, ob ein vorgegebener Zeitraum verstrichen ist oder nicht. Wenn dieser vorgegebene Zeitraum verstrichen ist, geht der Steuerfluß wieder zu dem Schritt 105 zurück und durchläuft die Schleife durch die Schritte 105, 106, 107 und 125, und während dieses Zeitraums bleibt die sichtbares Licht emittierende Diode b beleuchtet.

Wenn andererseits im Entscheidungsschritt 125 die Entscheidung getroffen wird, daß der vorgegebene Zeitraum verstrichen ist, geht der Steuerfluß weiter zum Schritt 126, in welchem die zentrale lichtemittierende Diode b abgeschaltet wird, Danach geht der Steuerfluß weiter zum Schritt 127 und den darauffolgenden Schritten, die bereits erklärt wurden, so daß die Fokussierungs- und Belichtungseinstellung ausgeführt wird mit Bezug auf das im Zentralbereich des fotografischen Feldes liegenden Subjekt, und, wenn in dem Entscheidungsschritt 128 entschieden wurde, daß der zweite Hubschalter 8 EIN ist, wird die Bewegung der fotografischen Linse angehalten, nachdem sie in ihre angemessene Fokussierungsposition bewegt wurde, der gemessene Luminanzwert wird aufgezeichnet und die Fotografie aufgenommen. Nachdem die Fotografie aufgenommen wurde, kehrt der Steuerfluß wieder zum anfänglichen Entscheidungsschritt 100 zurück. Durch den Betrieb des vorstehend beschriebenen Programms vor dem Aufnehmen der Fotografie wird die Eichinformation in der folgenden Weise aufgezeichnet.

Wenn der Stromschalter Eingeschaltet wird, wird die Infrarotdiode in dem Sichtlinienerfassungsgerät beleuchtet, und das Sichtlinienerfassungsgerät geht in den Betriebsbereitschaftszustand. Wenn der Fotograf/die Fotografin seinen/ihren Augapfel an den Sucher anlegt, wird dieses Anlegen des Augapfels durch das Sichtlinienerfassungsgerät erfaßt und die zentrale sichtbares Licht emittierende Diode b wird nur für einen vorgegebenen Zeitraum beleuchtet. Auch wenn kein Anlegen des Augapfels erfaßt wird, wird die zentrale lichtemittierende Diode B während dieses vorgegebenen Zeitraums beleuchtet, falls der erste Hubschalter 1 EINgeschaltet ist.

Da die Aufmerksamkeit des Fotografen/der Fotografin zwangsweise durch die Beleuchtung der zentralen lichtemittierenden Diode b auf die durch sie gebildete Zielmarke gerichtet wird, wird die Sichtlinie des Auges des Fotografen/der Fotografin zu diesem Zeitpunkt auf diese zentrale lichtemittierende Diode b gerichtet (darauffixiert). Deshalb wird zu diesem Zeitpunkt das Sichtlinienerfassungsgerät 4 dazu gebracht, bezüglich dieses Bezugspunktes Sichtlinienerfassung durchzuführen, und das Ergebnis davon wird als Eichinformation gespeichert. Aufgrund dieser gespeicherten Eichinformation mit Bezug auf den Standardpunkt und mit dem Ergebnis der Sichtlinienerfassung, das erhalten wurde, wenn die Fotografie tatsächlich zu nehmen ist, wird die Sichtlinie des Fotografen/der Fotografin zum tatsächlichen Zeitpunkt der Aufnahme errechnet, und der Abstand zu dem Anteil des fotografischen Feldes, der in dem Bereich der als Ergebnis dieser Berechnung erhaltenen Sichtlinie liegt, wie auch die am besten für diesen Anteil des fotografischen Feldes geeignete Belichtung werden errechnet.

Zusammen mit dem Bewegen der fotografischen Linse zu ihrer richtigen Position zum Fokussieren der Kamera auf diesen Abstand werden die Belichtungszeit für die Blende der Kamera und/oder die Linsenapertur so eingestellt, daß die Belichtung auf diesen bestgeeigneten errechneten Wert eingestellt ist. Danach wird die Fotografie aufgenommen, wenn der zweite Hubschalter 8 entsprechend der zweiten Hubbetätigung des Auslöseknopfes EINgeschaltet wird.

Mit der vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Kamera wurde im Schritt 105 die sichtbares Licht emittierende Diode b in dem Zentralabschnitt des Suchers beleuchtet, um die eingegebene Eichinformation zu erhalten und zu speichern. Jedoch kann die Genauigkeit der Sichtlinienerfassung verbessert werden, wenn, statt eine sichtbares Licht emittierende Diode im Zentralbereich des Suchers zu schaffen, vier derartige sichtbares Licht emittierende Dioden an den vier Ecken des Suchers vorgesehen und nacheinander beleuchtet werden, um so eine Reihe von vier Zielmarken zum Eingeben von vier unterschiedlichen Sätzen von Eichinformation zur gegenseitigen Überprüfung zu schaffen, wenn der Fotograf/die Fotografin jeweils eine dieser Dioden anblickt, die der Reihe nach beleuchtet werden.

Weiter gibt es als eine andere mögliche Ausführung die folgende ebenfalls wirksame Möglichkeit. Im allgemeinen besteht, nachdem eine Fotografie aufgenommen wurde, die Möglichkeit, daß ein anderer Fotograf/eine andere Fotografin die Kamera zum Fotografieren benutzt, und immer dann, wenn dies vorkommt, ist eine Sichtlinienerfassung für den Standardpunkt, d.h. die Eingabe einer Sichtlinien-Eichinformation erforderlich. Wenn jedoch immer nur eine Person die Kamera benutzt, nachdem die Sichtlinien-Eichinformation einmal während des Aufnehmens der ersten Fotografie eingegeben und gespeichert wurde, ist es nicht erforderlich, solche Eichinformation beim Aufnehmen darauffolgender Bilder einzugeben und zu speichern. Deshalb ergibt sich ein Vorteil, wenn die Kamera mit einem Betriebsart-Wechselschalter ausgerüstet wird, der zwischen einer ersten Betriebsart, in der die Sichtlinien-Eichinformation nur bei der ersten Aufnahme gespeichert wird (Einfachnutzer-Betriebsart) und einer zweiten Betriebsart, in der die Eichinformation jedesmal beim Aufnehmen einer Fotografie gespeichert wird (Mehrfachnutzer-Betriebsart) hin- und hergeschaltet werden kann.

Weiter ist es bei dem Sichtlinienerfassungsgerät der gezeigten bevorzugten Ausführung möglich, das Anlegen des Augapfels des Fotografen/der Fotografin an den Sucher zu erfassen durch Benutzen der Infrarotstrahlung, die auch für die Sichtlinienerfassung benutzt wird, und es ist nicht mehr notwendig, eine besondere oder spezielle Ausrüstung für diese Erfassung des Anlegens des Augapfels des Fotografen/der Fotografin vorzusehen, und dadurch können die Kosten der Kamera niedrig gehalten werden.


Anspruch[de]

1. Kamera, welche enthält:

einen Sucher,

ein Mittel zum Erfassen der Sichtlinie eines durch den Sucher schauenden Fotografen/einer Fotografin, und ein zur Betätigung durch den Fotografen/die Fotografin für die Aufnahme eingerichtetes Betätigungsglied, dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:

ein Mittel zum Eingeben von Eichinformation, welches in Abhängigkeit von dem Betrieb des Betätigungsgliedes arbeitet, und welches, wenn der Fotograf/die Fotografin eine innerhalb des Suchers sichtbare Zielmarkierung fixiert, Eichinformation eingibt und speichert aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie; und:

ein Mittel zum Ausführen von fotografischen Aufnahmen, das aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gespeicherten Eichinformation das durch den Fotografen/die Fotografin zum Fotografieren vorgesehene Objekt erfaßt und die fotografische Aufnahme desselben ausführt.

2. Kamera nach Anspruch 1, bei der das Betätigungsglied ein Auslöseknopf ist.

3. Kamera nach Anspruch 2, bei der das Mittel zum Eingeben der Eichinformation ein lichtemittierendes Element umfaßt, welches mit dem Betrieb des Auslöseknopfes verbunden zum Anzeigen der Markierung in dem Sucher beleuchtet wird, und ein Speichermittel, welches, wenn das lichtemittierende Element so beleuchtet wird, Eichinformation aufgrund der Sichtlinie des Fotografen/der Fotografin speichert, wie sie durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßt wurde.

4. Kamera nach Anspruch 1, bei der das Mittel zum Eingeben von Eichinformation umfaßt: ein Mittel zum Erfassen des Anlegens des Augapfels, das erfaßt, ob der Fotograf/die Fotograf in seinen/ihren Augapfel an den Sucher anlegt; ein lichtemittierendes Element, welches verbunden mit dem Erfassen des Anlegens des Augapfels durch das dafür vorgesehene Mittel beleuchtet wird, um die Markierung in dem Sucher anzuzeigen; und ein Speichermittel, welches, wenn das lichtemittierende Element auf diese Weise beleuchtet ist, Eichinformation speichert aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie des Fotografen/der Fotografin.

5. Kamera nach Anspruch 1, bei der das Mittel zum Aufnehmen der Fotografie mit einer Betriebsart versehen ist, in welcher es keinen Gebrauch von Sichtlinienerfassung macht, und in welcher Betriebsart, wenn die Sichtlinienerfassung kein Ergebnis erbringt, das Mittel zum Aufnehmen der Fotografie das durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografieren beabsichtigte Objekt erfaßt und eine Fotografie davon aufnimmt.

6. Kamera nach Anspruch 5, bei der das Mittel zum Ausführen der Fotografie so aufgebaut ist, daß es eine Fotografie aufnimmt in der Betriebsart, in der es keinen Gebrauch von Sichtlinienerfassung macht, wenn es nicht möglich gewesen ist, die Eichinformation innerhalb eines vorgegebenen Zeitraumes zu speichern.

7. Kamera nach Anspruch 5, bei der das Mittel zum Aufnehmen der Fotografie so aufgebaut ist, daß es die Fotografie in der Betriebsart aufnimmt, in der es keinen Gebrauch von Sichtlinienerfassung macht, wenn nach dem Speichern der Eichinformation innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums erfaßt wird, daß der Fotograf/die Fotografin keinen Augapfel an den Sucher anlegt.

8. Kamera, welche enthält:

einen Sucher, und

ein Mittel zum Erfassen der Sichtlinie eines/einer durch den Sucher blickenden Fotografen/Fotografin, dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:

ein Mittel zum Eingeben von Eichinformation, welches, wenn der Fotograf/die Fotografin eine innerhalb des Suchers sichtbare Zielmarkierung fixiert, Eichinformation aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie eingibt und speichert;

ein Mittel zum Aufnehmen einer Fotografie, welches aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gespeicherten Eichinformation das durch den Fotografen/die Fotografin aufzunehmen beabsichtigte Objekt erfaßt und eine Fotografie desselben aufnimmt; und: ein Mittel, um ein Auslösen des Verschlusses zu verhindern, während das Mittel für die Eichinformation in Betrieb ist.

9. Fotografieverfahren für eine mit einem Sucher und einem Mittel zum Erfassen der Sichtlinie eines/einer durch den Sucher blickenden Fotografen/Fotografin versehene Kamera, welches umfaßt:

einen Anzeigevorgang, bei dem eine Zielmarkierung an einer festgelegten Position innerhalb des Suchers in Reaktion auf die Betätigung des Betätigungsteils angezeigt wird, das zur Betätigung durch den Fotografen/die Fotografin zur fotografischen Aufnahme ausgelegt ist;

einen Speichervorgang, bei dem die Eichinformation gespeichert wird aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie, wenn der Fotograf/die Fotografin die angezeigte Zielmarkierung fixiert;

einen Sichtlinienerfassungsvorgang, bei dem das Sichtlinienerfassungsmittel die Sichtlinie des Fotografen/derFotograf in erfaßt; und

einen fotografischen Vorgang, bei dem aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gespeicherten Eichinformation das durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografieren beabsichtigte Objekt erfaßt und die fotografische Aufnahme desselben ausgeführt wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem das Betätigungsteil ein Auslöseknopf ist.

11. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem der Anzeigevorgang, der Speichervorgang, der Sichtlinienerfassungsvorgang und der Aufnahmevorgang in der festgelegten Reihenfolge ausgeführt werden und zwischen dem Vorgang des Speicherns, der Eichinformation und dem Vorgang der Sichtlinienerfassung ein Beurteilungsvorgang enthalten ist, in welchem beurteilt wird, ob der Sichtlinienerfassungsvorgang zur Erfassung der Sichtlinie fähig ist; und bei dem in dem fotografischen Aufnahmevorgang: dann, wenn eine zustimmende Antwort bei dem Beurteilungsvorgang erhalten wird, das durch den Fotografen/die Fotografin aufzunehmen beabsichtigte Objekt erfaßt und eine fotografische Aufnahme desselben ausgeführt wird aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gespeicherten Eichinformation; während dann, wenn eine negative Antwort bei dem Beurteilungsvorgang erhalten wird, eine fotografische Aufnahme unter vorgegebenen fotografischen Bedingungen ausgeführt wird, ohne Erfassen des durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografieren beabsichtigten Objektes aufgrund einer durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie.

12. Fotografisches Aufnahmeverfahren für eine mit einem Sucher und einem Mittel zum Erfassen der Sichtlinie eines/einer durch den Sucher hindurchblickenden Fotografen/Fotografin versehenen Kamera, welches umfaßt:

einen Erfassungsvorgang für das Anlegen eines Augapfels, bei dem erfaßt wird, ob der Fotograf/die Fotografin einen Augapfel an den Sucher anlegt;

einen Anzeigevorgang, bei dem eine Zielmarkierung an einer festen Position innerhalb des Suchers in Reaktion auf das Erfassen des Augapfel-Anlegens angezeigt wird;

einen Speichervorgang, bei dem Eichinformation gespeichert wird aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie, wenn der Fotograf/die Fotografin die angezeigte Zielmarkierung fixiert;

ein Sichtlinienerfassungsvorgang, bei dem Sichtlinienerfassungsmittel die Sichtlinie des Fotografen erfaßt; und:

einen fotografischen Vorgang, bei dem aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gespeicherten Eichinformation das durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografieren beabsichtigte Objekt erfaßt und eine fotografische Aufnahme desselben durchgeführt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem der Anzeigevorgang, der Speichervorgang, der Sichtlinienerfassungsvorgang und der fotografische Aufnahmevorgang in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden und zwischen dem Vorgang des Speicherns der Eichinformation und dem Vorgang der Sichtlinienerfassung ein Beurteilungsvorgang enthalten ist, in welchem beurteilt wird, ob der Sichtlinienerfassungsvorgang zum Erfassen der Sichtlinie fähig ist; und bei dem während des fotografischen Aufnahmevorganges: dann, wenn eine zustimmende Antwort bei dem Beurteilungsvorgang erhalten wird, das durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografierende Objekt erfaßt und eine fotografische Aufnahme desselben durchgeführt wird aufgrund der durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie und der gespeicherten Eichinformation; während, wenn eine negative Antwort bei dem Beurteilungsvorgang erhalten wird, eine fotografische Aufnahme unter vorgegebenen fotografischen Bedingungen durchgeführt wird, ohne Ausführen der Erfassung des durch den Fotografen/die Fotografin zu fotografieren beabsichtigten Objekts aufgrund einer durch das Sichtlinienerfassungsmittel erfaßten Sichtlinie.







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