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Dokumentenidentifikation DE69222205T2 29.01.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0502676
Titel Verstärkte Polyarylensulfid-Harzzusammensetzung und daraus geformte Produkte
Anmelder Polyplastics Co. Ltd., Osaka, JP
Erfinder Nakai, Mikio, Fuji-shi, Shizuoka, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69222205
Vertragsstaaten BE, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LU, NL, PT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.03.1992
EP-Aktenzeichen 923017693
EP-Offenlegungsdatum 09.09.1992
EP date of grant 17.09.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.01.1998
IPC-Hauptklasse C08K 7/10
IPC-Nebenklasse C08L 81/02   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft eine verstärkte Polyarylensulfid- Harzzusammensetzung und ein Formprodukt davon. Genauer ausgedrückt betrifft diese Erfindung eine Polyarylensulfid- Harzzusammensetzung, die ein Formprodukt mit guter Oberfläche und ausgezeichnetem Oberflächenglanz, ebenso wie ausgezeichneter Wärmeresistenz und Formbarkeit und ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften erzeugt. Diese Erfindung betrifft insbesondere Materialien, die für Teile von Automobilen, elektrische und elektronische Anlagen, etc. geeignet sind, die Wärmeresistenz, mechanische Eigenschaften und Oberflächenglätte aufweisen nüssen, zum Beispiel Lanpenreflektoren.

In den letzten Jahren waren thermopolastische Harze mit hoher Wärmeresistenz und chemischer Resistenz ebenso wie Flamnwidrigkeit für Materialien erforderlich, die für elektrische oder elektronische Anlagenteile, Materialien für Autonobilanlagenteile und Materialien für chenische Anlagenteile verwendet werden. Ein Polyarylensulfidharz, typischerweise dargestellt durch ein Polyphenylensulfid (PPS)-Harz ist ein solches Harz, das in der Lage ist, die vorher erwähnten Erfordernisse zu erfüllen, und das Bedürfnis dafür hat sich erhöht. Da das Harz etwas teuer und brüchig ist, wenn es alleine verwendet wird, wurde es jedoch allgemein praktiziert, dessen mechanische Eigenschaften und dergleichen durch Vermischen mit einem faserigen Verstärkungsmittel wie Glasfasern und Kohlenstoffasern und anderen Füllstoffen zu verbessern.

Jedoch beinhaltet das Vermischen von solchen allgemeinen anorganischen Füllstoffen, insbesondere faserigen Verstärkungsmitteln wie Glasfasern und Kohlenstoffasern, die eine beachtliche Wirkung bei der Verbesserung der nechanischen Stärke zeigen, einen deutlichen Nachteil der Verschlechterung der Fließeigenschaften und starken Zerstörung der Glätte an der Oberfläche der Formprodukte, wodurch der Oberflächenglanz schlecht gemacht wird. Im Hinblick darauf gibt es ein starkes Bedürfnis für verstärkte Harzzusammensetzungen, die bezüglich der Wirkung ausgezichnet sind, die Formfähigkeit und die mechanische Stärke eines Plyarylensulfidharzes zu erhöhen und in der Lage sind, Formprodukte mit ausgezeichneter Oberflächenglätte, Oberflächenglanz und dergleichen zu ergeben, aber diese konnten bis jetzt noch nicht erhalten werden, die dieses Ziel erfüllen können.

Derwent-Abstract von JP-A-3024159 offenbart ein wärme- und chemisch resistentes Polyarylensulfidharz und eine Keranikfaser. Bezüglich der Zusammensetzung der Faser werden keine Details angegeben.

GB-A-2114586 offenbart einen Reibbelag, umfassend ein phenolisches Harz und Mineralfasern, bestehend aus SiO&sub2;, Al&sub2;O&sub3; und CaO. Der Belag kann ebenfalls MgO enthalten.

Derwent-Abstract von JP-A-2215506 offenbart eine Harzzusammensetzung, bestehend aus einen Polyphenylenharz und einer Keramikfaser-Verstärkung. Bezüglich der Faserzusammensetzung werden keine Details angegeben.

Im Hinblick auf die zuvor genannten Problene ist es ein Ziel dieser Erfindung, ein verstärktes Polyarylensulfidharz Material mit ausgezeichneter Formfähigkeit, ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften und Wärmeresistenz anzugeben, ebenso wie eine glatte Oberrläche mit ausgezeichneten Glanz zu schaffen, wenn dieses als Formprodukt hergestellt wird.

Diese Erfinder haben eine Untersüchung zur Lösung des oben genannten Problems durchgeführt und als Ergebnis festgestellt, daß der schlechte Oberflächenzustand der existierenden Formprodukte, basierend auf einer faserverstärkten Zusammensetzung, umfassend ein Polyarylensulfidharz als Hauptbestandteil und Glas- oder Kohlenstoffasern, dem faserigen Material zuzuschreiben ist, das als Verstärkungsmittel verwendet wird, und haben eine intensive Suche und Studie im Hinblick auf ein faseriges Material durchgeführt, das eine derartige Oberflächenrauhigkeit nicht verursacht und eine Verstärkungswirkung hat. Als Ergebnis haben diese Erfinder auf der Basis der Feststellung diese Erfindung vollendet, daß spezifische Mineralfasern oder Keramikfasern, die nachfolgend gezeigt sind, äußerst wirksam sind.

Diese Erfindung stellt eine verstärkte Harzzusammensetzung zur Verfügung, umfassend (A) ein Polyarylensulfidharz, dadurch gekennzeichnet, daß sie ebenfalls für alle 100 Gew.Teile des Polyarylensulfidharzes (A), (B) von 1 bis 200 Gew.Teile Mineralfasern und/oder Keramikfasern mit einer chemischen Zusammensetzung, umfassend 35 bis 50 Gew.% SiO&sub2;, 8 bis 20 Gew.% Al&sub2;O&sub3;, 10 bis 40 Gew.% CaO und 3 bis 20 Gew.% MgO, dargestellt als Oxid, enthält, worin die Mineralfasern und/oder Keramikfasern (B) einen durchschnittlichen Durchmesser von 2 bis 10 µm und eine durchschnittliche Faserlänge von 50 bis 800 µm haben.

Diese Erfindung stellt ebenfalls ein Formprodukt mit einen guten Oberflächenzustand zur Verfügung, hergestellt durch Formen eines verstärkten Polyarylensulfidharzes entsprechend dieser Erfindung.

Das Polyarylensulfidharz als Bestandteil (A) in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung umfaßt hauptsächlich die Wiederholungsheinheit -(-AR-S-)- (worin Ar eine Arylengruppe ist). Als Arylengruppe (-Ar-) kann zum Beispiel p- Phenylengruppe, m-Phenylengruppe, o-Phenylengruppe, substituierte Phenylengruppe (worin der Substituent eine Alkylgruppe, bevorzugt C&sub1;&submin;&sub5;-Alkylgruppe oder eine Phenylengruppe ist), p,p'-Diphenylensulfongruppe&sub1; p,p'- Biphenylengruppe, p,p'-Diphenylenethergruppe, p,p'- Diphenylencarbonylgruppe und Naphthalingruppe verwendet werden.

In diesem Fall kann unter Arylensulfidgruppen mit den Arylengruppen, wie oben beschrieben, ein Polymer unter Verwendung von identischen Wiederholungseinheiten, d.h. ein Homopolymer verwendet werden. In Hinblick auf die Verarbeitbarkeit der Zusammensetzung kann ein Copolymer, das verschiedene Arten von Wiederholungseinheiten enthält, in Abhängigkeit von den Fall bevorzugt sein.

Als Homopolymer wird ein im wesentlichen lineares Homopolymer, das als Wiederholungseinheit p- Phenylensulfidgruppen unter Verwendung der p-Phenylengruppe als Arylengruppe enthält, insbesondere bevorzugt verwendet.

Als Copolymer kann eine Kombination von zwei oder mehreren von verschiedenen Arten der Arylensulfidgruppen, umfassend die Arylengruppe, wie oben beschrieben, verwendet werden.

Insbesondere wird eine Kombination, die sich hauptsächlich aus einer p-Phenylensulfidgruppe zusammmensetzt, und eine n- Phenylensulfidgruppe enthält, insbesondere bevorzugt verwendet. Unter diesen ist ein in wesentlichen lineares Copolymer, umfassend mehr als 60 Mol%, bevorzugt mehr als 70 Mol% p-Phenylensulfidgruppen im Hinblick auf die physikalischen Eigenschaften wie Wärmeresistenz, Formbarkeit und mechanische Eigenschaften angenessen. In diesem Fall hat ein Copolymer, das die Wiederholungseinheiten der Komponente nicht statistisch, sondern in Blockform enthält (z.B. wie in der japanischen offengelegten Patentbeschreibung 14228/1986 beschrieben) eine gute Verarbeitbarkeit und ausgezeichnete Wärmeresistenz und mechanische Eigenschaften und wird bevorzugt verwendet.

Als Polyarylensulfidharz, das als Bestandteil (A) erfindungsgemäß verwendet wird, kann ein Polymer verwendet werden, erhalten von einem linearen Polymer mit verhältnismäßig niedrigem Molekulargewicht durch Erhöhung der Schmelzviskosität unter oxidierender Vernetzung oder thermischer Vernetzung, wodurch die Formfähigkeit verbessert wird, aber ein im wesentlichen lineares Polymer mit hohem Molekulargewicht, erhalten von bifunktionellen Monomeren durch Polykondensation, kann ebenfalls verwendet werden. In den meisten Fällen hat das zuletzt genannte, im wesentlichen lineare Polymer, bessere physikalische Eigenschaften für das resultierende Formprodukt und ist bevorzugt.

Als Polyarylensulfidharz entsprechend dieser Erfindung ist es ebenfalls möglich und geeignet, ein vernetztes Polyarylensulfidharz zu verwenden, indem zusätzlich als Mononere Monomere mit drei oder nehr funktionellen Gruppen oder ein gemischtes Harz, hergestellt durch Mischen desselben mit dem oben beschriebenen linearen Polymer, zusätzlich zu dem oben beschriebenen Polymer verwendet wird.

Das als Bestandteil (B) gemäß dieser Erfindung verwendete Verstärkungsmittel ist Mineralfaser und/oder Keramikfaser mit einer spezifischen chemischen Zusammensetzung, umfassend, ausgedrückt als Oxide, 35 bis 50 Gew.% SiO&sub2;, 8 bis 20 Gew.% Al&sub2;O&sub3;, 10 bis 40 Gew.% CaO und 3. bis 20 Gew.% MgO, und kann weiter weniger als 10 Gew.% FeO oder einen Bestandteil wie TiO&sub2;, MnO, Na&sub2;O und K&sub2;O nit jeweils weniger als 3 Gew.% enthalten. Entsprechend dieser Erfindung wird ein Formprodukt, das eine ausreichende Verstärkungswirkung der mechanischen Eigenschaften eines Formproduktes haben kann, und zusätzlich eine beachtliche Verbesserung des Oberflächenzustandes des Formproduktes im Vergleich zu den eines Formproduktes, das ein faseriges Verstärkungsmittel wie Glasfasern und Kohlenstoffasern enthält, das allgenein verwendet wird, durch Mischen der Mineralfasern und/oder Keranikfasern erhalten, die die oben beschriebene chemische Zusammensetzung aufweisen.

Wenn die Mengen der Bestandteile des Verstärkungsmittels ausserhalb des erfindungsgemäß definierten Bereiches liegen, verschlechtert sich zumindest eine von den mechanischen Eigenschaften und dem Oberflächenzustand des Formproduktes. Wenn zum Beispiel der SiO&sub2;-Gehalt 50 Gew.% übersteigt, nähert sich die Eigenschaft der von üblichen Glasfasern, wodurch der Oberflächenzustand verschlechtert wird, wenn daraus ein Formprodukt hergestellt wird. Wenn der Gehalt auf der anderen Seite weniger ist als 35 Gew.%, neigt dies zur Verminderung der Verstärkungswirkung bei den nechanischen Eigenschaften. Wenn der Gehalt von Al&sub2;O&sub3;, CaO und MgO zu groß oder unzureichend ist, wird weiterhin die Verstärkungswirkung bei den mechanischen Eigenschaften vermindert oder die Wirkung bei dem Oberflächenzustand des Formproduktes ist nicht ausreichend und die Handhabbarkeit, Formfähigkeit, Wärmeresistenz und dergleichen bei der Herstellung können in Abhängigkeit von den Fall nicht bevorzugt sein.

Erfindungsgemäß haben weiterhin die Mineralfasern oder Keramikfasern als Bestandteil (B) einen durchschnittlichen Faserdurchmesser innerhalb eines Bereiches von 2 bis 10 µm und eine durchschnittliche Faserlänge innerhalb eines Bereiches von 50 bis 800 µm, bevorzugt einen durchschnittlichen Durchmesser von 4 bis 8 µm und eine durchschnittliche Faserlänge von 150 bis 800 µm. Solche nit kleineren Faserdurchmessern können schwierig hergestellt werden, während solche mit übermäßig großen Durchmessern die Wirkung der Verstärkung der mechanischen Eigenschaften vermindern. Wenn die Faserlänge unzureichend ist, wird die Verstärkungswirkung ebenfalls vermindert. Wenn sie übermäßig ist, behindert dies auf der anderen Seite die Fließeigenschaften der Zusammensetzung, und dies ist in Hinblick auf die Formfähigkeit nicht bevorzugt. Zusätzlich ist der Oberflächenzustand des Formproduktes unzureichend.

Das als Bestandteil (B) gemäß dieser Erfindung verwendete faserige Verstärkungsmittel kann in Form von Fasern hergestellt werden, die die oben erwähnten chemischen Bestandteile enthalten, indem spezifische, natürliche Gesteine, wie Ergußstein, wie Basalt oder Hochofenschlacken, die bei der Eisenherstellung als Nebenprodukte anfallen, geschmolzen und gereinigt, gesponnen und dann daraus Fasern mit einem gewünschten Durchmesser hergestellt werden. Sie werden durch einen angemessenen Zerhacker oder Schneider zerhackt oder geschnitten und können so wie sie sind verwendet werden, während sie partiell pulverförmiges Material enthalten. Falls erforderlich können sie nach dem Schneiden klassifiziert werden, um selektiv solche mit einer angemessenen Faserlänge zu verwenden. Die Mineralfasern oder Keramikfasern als Bestandteil (B) können von verkauften Produkten, zum Beispiel "LAPINUS ROCKFIL", Warennane von Produkten, hergestellt von ROCKWOOL LAPINUS B.V. oder "S- FIBERS-FF", Warenname von Produkten, hergestellt von Shin Nippon Seitetsu Co. Ltd. erhältlich sein.

Das Verstärkungsmittel als Bestandteil (B), das erfindungsgemäß verwendet wird, kann so wie es ist verwendet werden, aber es kann nach Durchführung einer Oberflächenoder Sammelbehandlung unter Verwendung eines bekannten Oberflächenbehandlungsmittels, zum Beispiel einer Organosilanverbindung, einer Organoboranverbindung, einer Epoxyverbindung oder einer Organotitanatverbindung und eines Kupplungsmittels, wie einer Isocyanatverbindung, verwendet werden. Die Oberflächenbehandlungsmittel können gleichzeitig mit der Herstellung der Zusammensetzung zugegeben werden. Insbesondere ist die Oberflächenbehandlung mit oder die Zugabe eines Aminoalkoxysilans, Epoxyalkoxysilans, Vinylalkoxysilans oder Mercaptoalkoxysilans bezüglich der mechanischen Eigenschaften wirksam.

Weiterhin kann für das Verstärkungsmittel des Bestandteils (B) ein solches, hergestellt durch Sammeln unter Verwendung von anderen angemessenen organischen Materialien zur Verhinderung der Flusenbildung und der Streuung bei der Herstellung der Zusammensetzung ebenfalls verwendet werden.

Erfindungsgemäß ist der Gehalt für den Bestandteil (B) von 1 bis 200 Gew.Teile, bevorzugt 5 bis 150 Gew.Teile, bezogen auf 100 Gew.Teile des Polyarylensulfidharzes. Wenn die Mischmenge des Bestandteils (B) unzureichend ist, ist die Wirkung der Verstärkung der mechanischen Eigenschaften nicht ausreichend. Wenn sie auf der anderen Seite übermäßig ist, verschlechtert sich die Formfähigkeit und ebenfalls der Oberflächenzustand des Formproduktes, wodurch es schwierig wird, das Ziel dieser Erfindung zu erreichen. Weiterhin ist bei der erfindungsgemäßen Zusammensetzung die zusätzliche Verwendung eines anderen faserigen Verstärkungsmittels als den Bestandteil (B) nicht ausgeschlossen, solange dies das Ziel der Erfindung nicht besonders behindert. Zum Beisiel ist es möglich, eine kleine Menge an organischen Polymerfasern mit einem hohen Schmelzpunkt wie Fluorharzfasern, aromatische Polyamidfasern und Kaliumtitanatfasern zusammen zu verwenden. Da die kombinierte Verwendung der Glasfasern oder Kohlenstoffasern, die allgemein als Verstärkungsmittel für das Polyarylensulfidharz verwendet werden, eine deutliche Verschlechterung des Oberflächenzustandes des Formproduktes mit sich bringt, wie oben beschrieben, und zu einer Schwierigkeit führt, das erfindungsgemäße Ziel zu erreichen, ist es wünschenswert, diese nicht in Kombination zu verwenden, und wenn sie in Kombination verwendet werden, sollte die Verwendung auf einen extrem kleinen Gehalt, zum Beispiel auf weniger als 1/5 der Mineralfasern oder Keramikfasern als Bestandteil (B) beschränkt werden.

In der Zusammensetzung entsprechend dieser Erfindung kann ein pulverförmiger und/oder granulierter Füllstoff (einschließlich Hohlstoff) oder ein plättchenartiger Füllstoff weiterhin als Bestandteil (C) zusammen mit dem Bestandteil (B) vermischt werden, obwohl dies nicht essentiell ist. Ein derartiger Füllstoff (C) wird bevorzugt zusammen mit dem Bestandteil (B) verwendet, um die Anisotropie bei der Schrumpfung zu eliminieren und eine Deformation durch Verziehen beim Formen zu unterdrücken, zur Verbesserung der Dimensionsgenauigkeit oder zur Verbesserung der elektrischen Eigenschaft und Wärmeresistenz. Irgendeine unter pulverförmigen, körnigen, sphärischen, hohlen und plättchenartigen Formen kann zusammen mit dem Bestandteil (B) verwendet werden, gegebenenfalls können zwei oder mehrere Arten je nach Zweck verwendet werden.

Die kombinierte Verwendung des Füllstoffes (C) beeinflußt den Oberflächenzustand bei dem Formprodukt nicht sehr und ist wirksam, um eine gute Ausgewogenheit unter den physikalischen Eigenschaften in dem gewünschten Formprodukt zu erhalten, wie oben beschrieben.

Als Beispiele des Bestandteils (C) können als pulverfömrige und körnige Füllstoffe zum Beispiel Silikate, wie geschmolzenes Silika, Quarzpulver, Glasperlen, Glaspulver, Calziumsilicat, Aluminiumsilicat, Kaolinit, Talkum, Lehm, Diatomenerde und Wollastonit, Metalloxide wie Eisenoxid, Titanoxid und Alumina, Metallcarbonate wie Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat, Metallsulfate wie Calciumsulfat und Banumsulfat ebenso wie Siliziumcarbid, Siliziumnitrid, Bornitrid und ein pulverförmiges und körniges Teilchen aus einer SiO&sub2;-Al&sub2;O&sub3;-Verbindung erwähnt werden, die von dem Bestandteil (B) verschieden oder damit identisch sind.

Als plättchenförmiger Fülstoff können zum Beispiel Mica, Glasschüppchen und Talkum erwähnt werden. Weiterhin können als hohler Füllstoff zum Beispiel Sirasballon, Metallballon, Glasballon, SiO&sub2;-Al&sub2;O&sub3;-Serie-Hohlteilchen erwähnt werden.

Die durchschnittliche Teilchengröße des Füllstoffes (C) ist weniger als 20 µm, bevorzugt weniger als 10 µm für die allgemeinen pulverförmigen und körnigen Teilchen und weniger als 50 µm, bevorzugt weniger als 40 µm für die sphärischen oder flachen Materialien. Wenn die oben erwähnte Größenbegrenzung des Füllstoffes (C) überschritten wird, neigt der Oberflächenzustand des Formproduktes zur Verschlechterung in Abhängigkeit von der Form des Füllstofes, und es ist im Hinblick auf den Oberflächenzustand des Formproduktes, der erfindungsgemäß erzielt werden soll, nicht bevorzugt.

Weiterhin ist die Mischmenge des Füllstoffes (C) weniger als 150 Gew.Teile, bevorzugt weniger als 130 Gew.Teile, bezogen auf 100 Gew.Teile des Polyarylensulfidharzes. Weiterhin ist die Summe mit dem Bestandteil (B) weniger als 250 Gew.Teile, bevorzugt weniger als 200 Gew.Teile, bezogen auf 100 Gew.Teile des Polyarylensulfids. Wenn der Bestandteil (C) oder die Summe der Bestandteile (B) und (C) übermäßig ist, führt dies zu einem Problem bei der Formfähigkeit, und dies ist ebenfalls im Hinblick auf den Oberflächenzsutand des Formproduktes nicht bevorzugt. Der Füllstoff (C) kann ebenfalls, so wie er ist, verwendet werden, aber alternativ kann er nach Durchführung einer Oberflächenbehandlung durch ein Kupplungsmittel oder nach Sammlung durch eine andere organische Verbindung auf gleiche Weise wie bei dem Bestandteil (B) vewendet werden.

In der erfindungsgemäßen Zusammensetzung können andere thermoplastische Harze zusätzlich in einer kleinen Menge innerhalb eines Bereiches verwendet werden, so daß von dem Ziel dieser Erfindung nicht abgewichen wird, und sie umfassen zum Beispiel Vinylharze wie Polyvinylchloridharz und Polyvinylidenchloridharz, Polycarbonatharz, Polyamidharz, Polyimidharz, Polyolefinharz, Polyesterharz, Polyetherharz, Polysulfonharz, Epoxyharz, natürlicher Gummi und synthetischer Gummi. Weiterhin können Additive wie Flammwidrigkeitsmittel, Antixidantien, UV-Strahlen- Inhibitoren, Gleitmittel, Freisetzungsmittel, Nukleierungsmittel, Schäummittel, Vernetzer und Färbestoffe nach Bedarf zugegeben werden.

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann durch verschiedene bekannte Herstellungsverfahren durch Schmelzen und Kneten hergetellt werden. Zum Beispiel ist es eine allgemeine Maßnahme, zuvor die erforderlichen Bestandteile gleichmäßig durch einen Mischer wie eine Trommelmaschine und Henschel- Mischer zu mischen, die Mischung zu einem Einzel- oder Doppel-Kurbelextruder zu führen und durch Schmelzkneten zu pelletisieren und diese dann zu formen. Bei der Pelletisierung können der Bestandteil (B) und, falls erforderlich, der Bestandteil (C) zu dem Bestandteil (A) nach dem Schmelzen in dem Extruder gegeben werden, und dieses Verfahren ist wirksam, um die Faltung des faserigen Materials zu verhindern. Weiterhin ist es möglich, die erforderlichen Bestandteile zu vermischen, direkt die Mischung zu einer Formmaschine zu führen und diese so wie sie sind nach dem Schmelzkneten zu formen.

Wie in der zuvor genannten Beschreibung gezeigt ist, kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung, da sie eine ausgezeichnete Formfähigkeit, Wärmeresistenz und mechanische Eigenschaft hat, einen extrem verbesserten Oberflächenzustand, wie Glätte und Glanz aufweist, insbesondere wenn daraus ein Formprodukt hergestellt wird, im Vergleich zu Zusammensetzungen, die mit bekannten Glasfasern oder bekannten Kohlenstoffasern als faseriges Verstärkungsmittel für ein Polyarylensulfidharz vermischt sind, geeigneterweise für verschiedene Arten von Materialien von Anlagen verwendet werden, die ein zufriedenstellendes Aussehen und Eigenschaften erfordern, zum Beispiel für Teile von Anlagen, die für die optische Reflextion beabsichtigt sind, etc.

Weiterhin ist ein solcher Oberflächenzustand ebenfalls für den Erhalt des glatten Oberflächenzustandes bei der Beschichtung eines dünnen Films auf die Oberfläche von Formprodukten wie Beschichtung, Bedampfen, Plattieren, Vakuumverdampfungseschichtung und Ionenplattieren wirksam.

Diese Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Beispiele mehr spezifisch beschrieben, aber diese Erfindung ist nicht nur darauf beschränkt..

Beispiele 1 bis 12, Vergleichsbeispiele 1 bis 9

Pellets aus einer Polyolefinsulfidharz-Zusammensetzung wurden durch Zugabe eines Verstärkungsmittels (B) gemäß dieser Erfindung und (B') zum Vergleich, deren chemische Zusammensetzungen in Tabelle 1 gezeigt sind, und, falls erforderlich, eines pulverförmigen oder körnigen Füllstoffes oder eines pelletartigen Füllstoffes (C) zu einem Polyphenylensulfidharz (PPS) (die Formulierungen sind in den Tabellen 2 und 3 angegeben) durch gutes Vermischen dieser in einem Vermischer, Schmelzkneten der Mischung in einem Extruder bei einer Zylindertemperatur von 310ºC hergestellt. Dann wurden Teststücke durch eine Spritzgießmaschine bei einer Zylindertemperatur von 320ºC und einer Düsentemperatur von 150ºC geformt, und die physikalischen Werte davon (Zugfestigkeit und Dehnung, Biegeeigenschaften) wurden gemessen.

Zum Messen der Glätte an der Oberfläche der Formprodukte wurde weiterhin eine flache Platte mit 120 mm x 120 mm x 3 mm unter Verwendung einer Spritzgießmaschine bei einer Zylindertempreatur von 320ºC und einer Düsentemperatur von 150ºC geformt, und eine Helligkeit von Reflexionslicht davon wurde unter Verwendung einer Bildreflexionsanlage (hergestellt von Suga Shikenki) gemessen. Das heißt, Licht fiel bei einem Winkel von 45º auf eine Probenformplatte ein, reflektiertes Licht bei 45º konnte durch einen optischen Kamm mit 1,0 mm Breite fallen, der maximale Wert M in dem hellen Bereich und der minimale Wert m in dem dunklen Bereich für das Transmissionslicht, das durch den optischen Kamm fiel, wurde durch eine Lichtempfangsvorrichtung gemessen, zur Bestimmung der Bildhelligkeit (% entsprechend der folgenden Gleichung)

Lichtquelle: Wolframfilament.

Lichtwellenlänge: 400 bis 700 nm

Bildhelligkeit (%) M - m/ M + m x100

Ein größerer Wert zeigt, daß die Helligkeit hoch ist und die Probenplatte glatt ist. Wenn auf der anderen Seite der Wert klein ist, zeigt dies, daß "Flecken" oder "eine Verzerrung" verursacht wird, und daß die Oberfläche der Probemplatte grob ist.

Die Ergebnisse sind in den Tabellen 2 und 3 gezeigt.

Tabelle 1
Tabelle 2
Tabelle 3


Anspruch[de]

1. Verstärkte Harzzusammensetzung, umfassend (A) ein Polyarylensulfidharz, dadurch gekennzeichnet, daß sie ebenfalls für alle 100 Gew.Teile des Polyarylensulfidharzes (A), (B) von 1 bis 200 Gew.Teile Mineralfasern und/oder Keramikfasern mit einer chemischen Zusammensetzung umfaßt, enthaltend 35 bis 50 Gew.% SiO&sub2;, 8 bis 20 Gew.% Al&sub2;O&sub3;, 10 bis 40 Gew.% CaO und 3 bis 20 Gew.% MgO, dargestellt als Oxid, worin die Mineralfasern und/oder Keramikfasern (B) einen durchschnittlichen Durchmesser von 2 bis 10 µm und eine durchschnittliche Faserlänge von 50 bis 800 µm haben.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, weiterhin umfassend (C) 1 bis 150 Gew.Teile eines pulverförmigen und/oder granulierten Füllstoffes mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von weniger als 20 µm und/oder eines sphärischen oder plättchenartigen Füllstoffes mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von weniger als 50 µm, bezogen auf 100 Gew.Teile des Polyarylensulfidharzes (A), wobei die Gesamtmenge der Fasern (B) und des Füllstoffes (C) weniger als 250 Gew.Teile pro 100 Gew.Teile des Harzes (A) ist.

3. Formprodukt mit einem guten. Oberflächenzustand, hergetellt durch Formen einer verstärkten Polyarylensulfid- Harzzusammensetzung wie in Anspruch 1 oder 2 beansprucht.







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