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Dokumentenidentifikation DE19728231A1 12.02.1998
Titel Magnetfeldkonzentrator und Verfahren für das Verformen von Metallteilen durch einen hohen Magnetimpuls
Anmelder Magnet-Physik Dr. Steingroever GmbH, 50996 Köln, DE
Erfinder Steingroever, Erich, Dr., 53117 Bonn, DE
Vertreter Schwarz, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 53115 Bonn
DE-Anmeldedatum 02.07.1997
DE-Aktenzeichen 19728231
Offenlegungstag 12.02.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.02.1998
IPC-Hauptklasse H01F 7/20
IPC-Nebenklasse B21D 26/14   
IPC additional class // H03K 3/53  
Zusammenfassung Zum Verformen von rohrförmigen Metallteilen mit daran endseitig befestigten Fittingen, die größere Außenabmessungen als die Rohrteile selbst haben, wie z. B. bei Rohrleitungen mit endseitigen Anschlußteilen, werden zerlegbare Magnetfeldkonzentratoren benötigt, die mindestens zweiteilig ausgebildet sind und eine Öffnung mit passenden Abmessungen für die Aufnahme des zu verformenden Teiles zwischen sich einschließen. Der Magnetfeldkonzentrator (1) hat daher eine zweite Öffnung (4) mit größerem Durchmesser, die mit der ersten Öffnung (3) deren Durchmesser (5) als Schnittlinie gemeinsam hat, so daß die Kontur der größeren Öffnung (4) an dieser Schnittlinie ansetzt. Die größere zweite Öffnung (4) kann mit einem herausnehmbaren Füllstück (6) als Feldverdränger aus einem Metall mit hoher elektrischer Leitfähigkeit ausgefüllt werden, wobei das Füllstück (6) einen die erste Öffnung (2) ergänzenden Ausschnitt (7) aufweist, der zusammen mit der ersten Öffnung (2) der Kontur der zu verformenden Teile (8) entspricht. Es sind daher keine den Stromübergang beeinträchtigenden Einzelteile und Gelenkverbindungen erforderlich, um ein zu verformendes Metallteil in die dafür vorgesehene Öffnung an dem Magnetfeldkonzentrator (1) einzuführen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Magnetfeldkonzentrator für das verformen von Metallteilen durch einen hohen Magnetimpuls mit einer Öffnung zur Aufnahme des zu verformenden Teiles und einem Schlitz radial zu dieser Öffnung und bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zum Verformen von Metallteilen mit einem solchen Magnetfeldkonzentrator.

Zum Verformen von rohrförmigen Metallteilen mit daran endseitig befestigten Fittingen, die größere Außenabmessungen als die Rohrteile selbst haben, wie z. B. bei Rohrleitungen mit endseitigen Anschlußteilen, werden zerlegbare Magnetfeldkonzentratoren benötigt, die mindestens zweiteilig ausgebildet sind und eine Öffnung mit passenden Abmessungen für die Aufnahme des zu verformenden Teiles zwischen sich einschließen. Die Einzelteile solcher Magnetfeldkonzentratoren können entweder durch Klemmbügel, die mit einem seitlichen Drehgelenk auf- und zusammenklappbar verbunden sind und das zu verformende Teil zangenartig umschließen, oder durch radial von außen angreifende Klemmbacken zusammengehalten werden.

Hierbei entstehen hohe mechanische Beanspruchungen der Einzelteile des Magnetfeldkonzentrators. Außerdem ergeben sich erhebliche Schwierigkeiten für einen einwandfreien Stromübergang zwischen den zusammengepreßten Teilen des Magnetfeldkonzentrators.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Magnetfeldkonzentrator für das verformen von Metallteilen durch einen hohen Magnetimpuls mit einer Öffnung zur Aufnahme des zu verformenden Teiles und einem Schlitz radial zu dieser Öffnung so auszubilden, daß die zu verformenden Teile auch mit endseitig angeordneten Fittingen oder ähnlichen Teilen, die größere Außenabmessungen als die Öffnung im Magnetfeldkonzentrator haben, ohne jegliche Schwierigkeiten in die Öffnung an dem Magnetfeldkonzentrator eingelegt und aus dieser auch leicht wieder herausgenommen werden können. Außerdem soll der Stromdurchgang durch den Magnetfeldkonzentrator nicht nachteilig beeinflußt, insbesondere nicht unterbrochen werden.

Diese Aufgabe findet ihre Lösung - ausgehend von einem Magnetfeldkonzentrator der eingangs erwähnten Art - gemäß der Erfindung durch eine zweite Öffnung mit größerem Durchmesser, die mit der ersten Öffnung deren Durchmesser als Schnittlinie gemeinsam hat, so daß die Kontur der größeren Öffnung an dieser Schnittlinie ansetzt, und daß in der größeren zweiten Öffnung ein herausnehmbares Füllstück als Feldverdränger aus einem Metall mit einer hohen elektrischen Leitfähigkeit angeordnet ist.

Besonders vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 17 enthalten, während der Anspruch 18 auf ein Verfahren zum Schrumpfen von Rohren auf Fittinge, deren größter Durchmesser den Rohrdurchmesser übertrifft, mit einem solchen Magnetfeldkonzentrator gerichtet ist und die Ansprüche 19 und 20 eine Einrichtung zum Formen von Metallteilen, insbesondere zum Einschrumpfen von Fittingen in Rohre, mit einem Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 17 betreffen.

Die Erfindung hat den Vorteil, daß der Magnetfeldkonzentrator mit der kleineren ersten Öffnung und der dazu achsparallel versetzten größeren zweiten Öffnung und dem zu den Öffnungen radialen Längsschlitz ebenso wie das in die größere zweite Öffnung passende Füllstück aus einem einzigen Metallblock hergestellt werden kann, ohne daß wie beim Stande der Technik mehrere, den Stromübergang sichernde Einzelteile und Gelenkverbindungen erforderlich wären, um ein zu verformendes Metallteil in die dafür vorgesehene Öffnung an dem Magnetfeldkonzentrator einzuführen. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn das zu verformende Teil ein Rohrleitungsabschnitt mit einem endseitigen Fitting ist, der einen größeren Durchmesser oder größere Außenabmessungen als die Öffnung zum verformen der Metallteile an dem Magnetfeldkonzentrator hat. Ebenso macht sich die Erfindung auch vorteilhaft bemerkbar, wenn solche Fittinge an bereits mehrfach vorgebogenen Rohrleitungen oder ähnlichen Bauteilen durch Magnetformen befestigt werden sollen.

Hinzu kommt, daß das Einführen des Füllstückes in die größere Öffnung an dem Magnetfeldkonzentrator und das Entfernen des Füllstückes ebenso wie das Einführen der zu verformenden Metallteile in den Magnetfeldkonzentrator mit einfachen mechanischen Einrichtungen erfolgen kann, die lediglich axiale Hin- und Herbewegungen und gegebenenfalls senkrecht dazu verlaufende Hub-, Schwenk- oder Drehbewegungen ausführen müssen.

Auch die elektrische Isolierung zwischen Magnetfeldkonzentrator und Füllstück einerseits und gegenüber dem zu verformenden Metallteil andererseits kann in einfacher Weise ausgeführt werden, entweder mittels isolierender Folien, Lacküberzügen oder anderer geeigneter Isoliermaßnahmen.

Dadurch, daß die zweite größere Öffnung und das Füllstück gemäß Anspruch 11 einen unrunden oder eckigen Querschnitt haben, kann das Füllstück insbesondere im Bereich des Ausschnittes für das zu verformende Teil in einfacher Weise so gestaltet werden, daß es auch stärksten verformungskräften beim Stromdurchgang durch den Magnetfeldkonzentrator und das Füllstück sicher standhält.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist daher vorgesehen, daß die zweite größere Öffnung und das Füllstück eine der ersten Öffnung achsparallel gegenüberliegende zylindrische obere Ausrundung und im Anschluß daran einen im Querschnitt im wesentlichen viereckigen Basisabschnitt mit parallelen Stützflächen beiderseits der ersten kleineren Öffnung aufweisen. Das Füllstück hat dabei vorteilhafterweise massive rechteckige untere Längskanten, so daß es in der zweiten größeren Öffnung an dem Magnetfeldkonzentrator beiderseits der Öffnung für die Aufnahme von zu verformenden Teilen eine großflächige untere Abstützung finden kann. Das Füllstück erhält dadurch eine im Querschnitt etwa hufeisenförmige Gestalt und findet in dem Magnetfeldkonzentrator einen sicheren festen Halt. Es kann in die Öffnung an dem Magnetfeldkonzentrator leicht eingeführt und aus dieser ebenso einfach wieder entfernt werden, ohne daß Verklemmungen an dem Magnetfeldkonzentrator in Folge von Verformungen beim Verformungsvorgang der miteinander zu verbindenden Metallteile zu befürchten wären.

Eine besonders gute Isolierung und zugleich einfache Handhabung des Füllstückes beim Einführen und Entfernen aus der Öffnung am Magnetfeldkonzentrator ergibt sich, wenn die isolierende Schicht zwischen Füllstück und Magnetfeldkonzentrator aus einem federnden Kunststoffstreifen besteht.

Dieser isolierende Kunststoffstreifen kann die Stützflächen des Füllstückes in der Öffnung überragen oder randseitig untergreifen. So kann in einfacher Weise auch ein ausreichend bemessenes Spiel für das Einführen und das Entfernen des Füllstückes erreicht werden.

Außerdem kann die isolierende Schicht, die das zu verformende Teil in der Arbeitsöffnung umgibt, zweckmäßig als ein formsteifer Isolierring ausgebildet sein, der das Füllstück in der Öffnung abstützt. Der Isolierring ist vorteilhafterweise federnd geschlitzt, so daß er vom Umfang eines Rohres auch problemlos zur Seite hin abgezogen werden kann.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt. Es zeigen

Fig. 1 einen Magnetfeldkonzentrator mit einem Füllstück, das in einer die Öffnung zur Aufnahme des zu verformenden Teiles erweiternden, achsparallel zu dieser ersten Öffnung angeordneten Öffnung größeren Durchmessers angeordnet ist, in einer perspektivischen Ansicht,

Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt durch den Magnetfeldkonzentrator mit dem aus der größeren Öffnung herausgenommenen Füllstück beim Einführen einer Rohrleitung mit einem daran zu befestigenden Fitting, der einen größeren Durchmesser oder größere Abmessungen als die Öffnung an dem Magnetfeldkonzentrator zum Verformen des Rohrleitungsabschnittes aufweist,

Fig. 3 eine Stirnansicht des Magnetfeldkonzentrators in Richtung des Pfeiles III von Fig. 2,

Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Magnetfeldkonzentrator nach dem Einlegen der zu verformenden Teile in die dafür vorgesehene Öffnung beim Einführen des Füllstückes in die größere Öffnung an dem Magnetfeldkonzentrator,

Fig. 5 eine Vorderansicht des Magnetfeldkonzentrators in Richtung des Pfeiles v von Fig. 4,

Fig. 6 einen demgegenüber vergrößerten senkrechten Schnitt durch den Magnetfeldkonzentrator gemäß Schnittlinie VI-VI von Fig. 4,

Fig. 7 eine gegenüber Fig. 1 bis 6 abgewandelte Ausführungsform eines derartigen Magnetfeldkonzentrators, bei dem die größere Öffnung mit dem Füllstück nicht oberhalb, sondern unterhalb der Öffnung für die Aufnahme der zu verformenden Teile angeordnet ist,

Fig. 8 einen senkrechten Schnitt durch den Magnetfeldkonzentrator gemäß Schnittlinie VIII-VIII von Fig. 7,

Fig. 9 eine noch weiter abgewandelte Ausführungsform eines solchen Magnetfeldkonzentrators mit einer Kühleinrichtung an dem Füllstück,

Fig. 10 einen senkrechten Schnitt durch diesen Magnetfeldkonzentrator mit Kühlsystem gemäß Schnittlinie X- X von Fig. 9,

Fig. 11 einen weiteren abgewandelten Magnetfeldkonzentrator mit einem Füllstück, das in einer die Öffnung zur Aufnahme des zu verformenden Teiles erweiternden, dazu achsparallel verlaufenden zweiten größeren Öffnung angeordnet ist, in einer perspektivischen Ansicht und

Fig. 12 einen senkrechten Schnitt durch den Magnetfeldkonzentrator von Fig. 11 mit Füllstück und in der Öffnung zwischen Magnetfeldkonzentrator und Füllstück angeordneten zu verformenden Metallteilen.

Die in Fig. 1 bis 10 gezeigten Ausführungsformen von Magnetfeldkonzentratoren 1 für das verformen von Metallteilen durch einen hohen Magnetimpuls und sind mit einer Öffnung 2 zur Aufnahme des zu verformenden Teiles und mit einem Schlitz 3 radial zu dieser Öffnung 2 ausgebildet.

Als Besonderheit hat jeder Magnetfeldkonzentrator eine zweite Öffnung 4 mit größerem Durchmesser, die mit der ersten Öffnung 2 deren Durchmesser 5 als Schnittlinie gemeinsam hat, so daß die Kontur der größeren Öffnung 4 an dieser Schnittlinie ansetzt, wie insbesondere in Fig. 1 und Fig. 9 gezeigt ist.

Die größere zweite Öffnung 4 kann mit einem herausnehmbaren Füllstück 6 als Feldverdränger ausgefüllt werden, das aus einem Metall mit einer hohen elektrischen Leitfähigkeit, wie Aluminium, Kupfer, Silber oder deren Legierungen, besteht. Diese Legierungen können gegebenenfalls mit Zusätzen versehen sein, die ihre Festigkeit erhöhen.

Das Füllstück 6 weist, wie insbesondere in Fig. 1, 6, 7 und 9 zu erkennen ist, einen die erste Öffnung 2 ergänzenden Ausschnitt 7 auf, der zusammen mit der ersten Öffnung 2 der Kontur der zu verformenden Teile 8 entspricht.

Das Füllstück 6 ist von der Hochstromschleife 1 und von dem zu verformenden Teil 8 durch eine dünne Schicht 9, beispielsweise eine Folie oder eine Lackschicht, elektrisch isoliert. Ebenso ist auch das zu verformende Teil 8 von dem Magnetfeldkonzentrator 1 und dem Füllstück 6 durch eine solche dünne Schicht 9 elektrisch isoliert.

Die dünne Schicht 9 kann entweder an der Innenseite der größeren Öffnung 4 oder auch an dem Füllstück 6 und zusätzlich auch an dem zu verformenden Teil 8 angebracht sein.

In der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 6 schließt die erste Öffnung 2 mit dem kleineren Durchmesser an dem radialen Schlitz 3 des Magnetfeldkonzentrators 1 an, und die größere zweite Öffnung 4 ist an der dem Schlitz 3 abgewandten oberen Seite achsparallel zu der kleineren Öffnung 2 angeordnet. Zum Einführen von zu verformenden Teilen 8 in die Öffnung 2 muß das Füllstück 6, wie in Fig. 1 in strichpunktierten Linien gezeigt ist, zunächst aus der größeren Öffnung 4 herausgezogen und dann angehoben oder seitlich verschwenkt werden. Nach dem Einlegen eines zu verformenden Teiles 8 läuft dieser Vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab.

Im Unterschied dazu kann aber gemäß Fig. 7 und 8 auch die zweite Öffnung 4 an den radialen Schlitz 3 des Magnetfeldkonzentrators 1 anschließen und die erste Öffnung 2 mit dem kleineren Durchmesser an der dem Schlitz 3 abgewandten unteren Seite achsparallel zu der größeren Öffnung 4 angeordnet sein. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß das Füllstück 6 zum Einführen eines Rohrteiles mit einem größeren Fitting nur aus der unterhalb der kleineren Öffnung 2 angeordneten größeren Öffnung 4 ausreichend weit nach hinten herausgezogen werden muß, um das Einführen des Rohrteiles nicht zu behindern, ohne daß das Füllstück 6 zusätzlich noch abgesenkt oder zur Seite geschwenkt werden müßte.

Der Verlauf der Stromlinien 10, 11 an dem Magnetfeldkonzentrator 1 und an dem Füllstück 6 beim Verformungsvorgang ist in Fig. 6 gezeigt.

Wie in Fig. 9 und 10 weiterhin gezeigt ist, kann das in die größere zweite Öffnung 4 einsetzbare Füllstück 6 auch noch zusätzlich mit einer Einrichtung 12 für die kontinuierliche Zufuhr eines flüssigen oder gasförmigen Kühlmittels 13 versehen sein.

Diese Einrichtung 12 für die Kühlmittelzufuhr kann aus einem das Kühlmittel 13 zwischen einem Einlaß 14 und einem Auslaß 15 umlenkenden doppelwandigen Kühlsystem bestehen oder auch in anderer geeigneter Form ausgebildet sein.

Bei allen gezeigten Ausführungsformen ist der Magnetfeldkonzentrator 1 als ein aus einem Stück gefertigter rechteckiger bzw. quaderförmiger Block ausgebildet und kann dadurch insbesondere bei sehr hohen mechanischen Beanspruchungen stets einwandfrei in geeignete Klemmvorrichtungen eingespannt werden, die an seinen parallelen Außenseiten angreifen und eine Aufweitung beim Verformungsvorgang infolge starker Magnetkräfte sicher verhindern.

Beim verformen von rohrförmigen Metallteilen zum Schrumpfen von Rohren 8a auf Fittinge 16 oder dergleichen, deren größter Durchmesser den Rohrdurchmesser übertrifft, wird wie folgt vorgegangen:

Zuerst wird das Füllstück 6 aus dem Magnetfeldkonzentrator 1 herausgenommen und seitlich fortbewegt, so daß die größere Öffnung 4 des Magnetfeldkonzentrators 1 offen liegt.

Sodann wird das Rohr 8a mit dem anzubringenden Fitting 16 durch die größere Öffnung 4 in den Magnetfeldkonzentrator 1 eingeführt und in die Mulde der Öffnung 2 mit dem kleineren Durchmesser eingelegt.

Anschließend wird das Füllstück 6 wieder in die größere Öffnung 4 des Magnetfeldkonzentrators 1 eingeführt, so daß das zu verformende Rohr 8a ganz umschlossen ist.

Dann wird der Magnetimpuls ausgelöst, so daß die Wandung des Rohres 8a in Vertiefungen des Fittings 16 eingedrückt wird.

Anschließend wird das Füllstück 6 wieder aus dem Magnetfeldkonzentrator 1 entfernt, so daß das Rohr 8a mit dem angeschrumpften Fitting 16 frei liegt, das Rohr 8a wird angehoben und mit dem Fitting aus der größeren Öffnung 4 des Magnetfeldkonzentrators 1 herausgezogen.

Der in Fig. 11 und 12 in einer abgewandelten Form gezeigte Magnetfeldkonzentrator 1 hat ebenfalls eine erste Öffnung 2 mit einem kleineren Querschnitt, die an dem radialen Schlitz 3 des Magnetfeldkonzentrators 1 anschließt. Ebenso ist die größere zweite Öffnung 4 an der dem Schlitz 3 abgewandten oberen Seite achsparallel zu der kleineren Öffnung 2 angeordnet. Die zweite größere Öffnung 4 und das Füllstück 6 haben jedoch einen unrunden oder eckigen Querschnitt. Die zweite größere Öffnung 4 und das Füllstück 6 weisen dabei eine der ersten Öffnung 2 achsparallel gegenüberliegende zylindrische obere Ausrundung 4a, 6a und im Anschluß daran einen im Querschnitt im wesentlichen viereckigen Basisabschnitt 4b, 6b mit parallelen Stützflächen 4c, 6c beiderseits der ersten kleineren Öffnung 2 auf. Das Füllstück 6 hat dadurch rechteckige untere Längskanten 6d.

Besonders vorteilhaft bei beiden Ausführungsformen ist es, wenn die isolierende Schicht 9 zwischen Füllstück 6 und Magnetfeldkonzentrator 1 aus einem federnden Kunststoffstreifen besteht, der die Stützflächen 6c des Füllstückes 6 in der Öffnung 4 entweder um wenige Millimeter überragen oder auch randseitig untergreifen kann. Hierdurch wird das Einführen und das Entfernen des Füllstückes 6 aus der Öffnung 4 bei ausreichendem Spiel ganz wesentlich erleichtert.

Das Füllstück 6 kann dabei eine Abstützung durch die das zu verformende Teil in der Öffnung 2 umgebende, isolierende Schicht 9a finden, wenn diese als ein formsteifer Isolierring ausgebildet ist. Dieser ist, wie in Fig. 12 gezeigt, vorteilhafterweise federnd geschlitzt, so daß er auch von einem Rohr 8a mit Fittingen an beiden Enden problemlos zur Seite hin abgezogen werden kann.

Zum Einführen von zu verformenden Teilen 8 in die Öffnung 2 muß das Füllstück 6, wie in Fig. 11 in strichpunktierten Linien gezeigt ist, zunächst aus der größeren Öffnung 4 axial herausgezogen und dann angehoben oder seitlich verschwenkt werden. Nach dem Einlegen eines zu verformenden Teiles 8 läuft dieser Vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab.

Der Verlauf der Stromlinien 10, 11 an dem Magnetfeldkonzentrator 1 und an dem Füllstück 6 beim Verformungsvorgang ist in Fig. 12 gezeigt.

Der Magnetfeldkonzentrator 1 ist als rechteckiger bzw. quaderförmiger Block ausgebildet und kann dadurch insbesondere bei sehr hohen mechanischen Beanspruchungen stets einwandfrei in geeignete Klemmvorrichtungen eingespannt werden, die an seinen parallelen Außenseiten angreifen und eine Aufweitung beim Verformungsvorgang infolge starker Magnetkräfte sicher verhindern.

Beim verformen von rohrförmigen Metallteilen zum Schrumpfen von Rohren 8a auf Fittinge 16 oder dergleichen, deren größter Durchmesser den Rohrdurchmesser übertrifft, wird, genauso wie schon weiter oben beschrieben, vorgegangen.

Eine solche Einrichtung mit einem erfindungsgemäßen Magnetfeldkonzentrator kann bei entsprechender Bemessung der Öffnung für die Aufnahme der zu verformenden Metallteile 8, 8a auch für Metallteile eingesetzt werden, die einen unrunden, z. B. quadratischen, rechteckigen oder ovalen Querschnitt haben.

Besonders gute Resultate werden mit diesem verfahren erzielt, wenn der Magnetfeldkonzentrator 1 an einen Impuls-Transformator angeschlossen ist, der gemäß DE 44 23 992 mit in mehrere Gruppen unterteilten Primärwicklungen ausgebildet ist, deren Primärströme auf der Sekundärseite des Impuls-Transformators einen einzigen Strom-Impuls erzeugen.

Bezugszeichenliste

1 Magnetfeldkonzentrator

2 erste Öffnung

3 Schlitz

4 größere zweite Öffnung

4a größere zweite Öffnung

4b Basisabschnitt

4c Stützflächen

5 Durchmesser der Öffnung

6 Füllstück

6a obere Ausrundung

6b unterer Basisabschnitt

6c Stützflächen

6d untere Längskanten

7 Ausschnitt

8 zu verformende Teile

8a Rohr

9 Schicht, elektrisch isolierend

9a Schicht, elektrisch isolierend

10 Stromlinien

11 Stromlinien

12 Einrichtung für Kühlmittelzufuhr

13 Kühlmittel

14 Einlaß

15 Auslaß

16 Fitting oder dergleichen


Anspruch[de]
  1. 1. Magnetfeldkonzentrator für das Verformen von Metallteilen durch einen hohen Magnetimpuls mit einer Öffnung zur Aufnahme des zu verformenden Teiles und einem Schlitz radial zu dieser Öffnung, gekennzeichnet durch eine zweite Öffnung (4) mit größerem Durchmesser, die mit der ersten Öffnung (3) deren Durchmesser (5) als Schnittlinie gemeinsam hat, so daß die Kontur der größeren Öffnung (4) an dieser Schnittlinie ansetzt, und daß in der größeren zweiten Öffnung (4) ein herausnehmbares Füllstück (6) als Feldverdränger aus einem Metall mit einer hohen elektrischen Leitfähigkeit angeordnet ist.
  2. 2. Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllstück (6) einen die erste Öffnung (2) ergänzenden Ausschnitt (7) aufweist, der zusammen mit der ersten Öffnung (2) der Kontur der zu verformenden Teile (8) entspricht.
  3. 3. Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllstück (6) von dem Magnetfeldkonzentrator (1) und von dem zu verformenden Teil (8) elektrisch isoliert ist.
  4. 4. Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zu verformende Teil (8) von der Hochstromschleife (1) und dem Füllstück (6) elektrisch isoliert ist.
  5. 5. Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetfeldkonzentrator (1) und/oder das Füllstück (6) aus Aluminium, Kupfer, Silber oder deren Legierungen besteht, gegebenenfalls mit Zusätzen, die ihre Festigkeit erhöhen.
  6. 6. Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Öffnung (2) mit dem kleineren Durchmesser an dem radialen Schlitz (3) des Magnetfeldkonzentrators (1) anschließt und die größere zweite Öffnung (4) an der dem Schlitz (3) abgewandten Seite achsparallel zu der kleineren Öffnung (2) angeordnet ist.
  7. 7. Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Öffnung (4) an den radialen Schlitz (3) des Magnetfeldkonzentrators (1) anschließt und die erste Öffnung (2) mit dem kleineren Durchmesser an der dem Schlitz (3) abgewandten Seite achsparallel zu der größeren Öffnung (4) angeordnet ist.
  8. 8. Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das in die größere zweite Öffnung (4) einsetzbare Füllstück (6) mit einer Einrichtung für die kontinuierliche Zufuhr eines flüssigen oder gasförmigen Kühlmittels (13) versehen ist.
  9. 9. Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung für die Kühlmittelzufuhr (12) an dem Füllstück (6) aus einem das Kühlmittel (13) zwischen einem Einlaß (14) und einem Auslaß (15) umlenkenden doppelwandigen Kühlsystem besteht.
  10. 10. Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 9,. dadurch gekennzeichnet, daß sie als rechteckiger bzw. quaderförmiger, aus einem Stück gefertigter Metallblock ausgebildet ist.
  11. 11. Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite größere Öffnung (4) und das Füllstück (6) einen unrunden oder eckigen Querschnitt haben.
  12. 12. Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite größere Öffnung (4) und das Füllstück (6) eine der ersten Öffnung (2) achsparallel gegenüberliegende zylindrische obere Ausrundung (4a, 6a) und im Anschluß daran einen im Querschnitt im wesentlichen viereckigen Basisabschnitt (4b, 6b) mit parallelen Stützflächen (4c, 6c) beiderseits der ersten kleineren Öffnung (2) aufweisen.
  13. 13. Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllstück (6) rechteckige untere Längskanten (6d) aufweist.
  14. 14. Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierende Schicht (9) zwischen Füllstück (6) und Magnetfeldkonzentrator (1) aus einem federnden Kunststoffstreifen besteht.
  15. 15. Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der isolierende Kunststoffstreifen die Stützflächen (6c) des Füllstückes (6) in der Öffnung (4) überragt oder diese randseitig untergreift.
  16. 16. Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die das zu verformende Teil in der Öffnung (2) umgebende isolierende Schicht (9a) als ein formsteifer Isolierring ausgebildet ist.
  17. 17. Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierring federnd geschlitzt ist.
  18. 18. Verfahren mit einem Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 17 zum Schrumpfen von Rohren auf Fittinge, deren größter Durchmesser den Rohrdurchmesser übertrifft, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
    1. a) das Füllstück (6) wird aus dem Magnetfeldkonzentrator (1) herausgenommen und seitlich fortbewegt, so daß die größere Öffnung (4) des Magnetfeldkonzentrators (1) offen liegt,
    2. b) das Rohr (8a) mit dem anzubringenden Fitting (16) wird durch die größere Öffnung (4) in den Magnetfeldkonzentrator (1) eingeführt und in die Mulde der Öffnung (2) mit dem kleineren Querschnitt eingelegt,
    3. c) das Füllstück (6) wird wieder in die größere Öffnung (4) des Magnetfeldkonzentrators (1) eingeführt, so daß das zu verformende Rohr (8a) ganz umschlossen ist,
    4. d) der Magnetimpuls wird ausgelöst, so daß die Wandung des Rohres (8a) in Vertiefungen des Fittings (16) eingedrückt wird,
    5. e) das Füllstück (6) wird wieder aus dem Magnetfeldkonzentrator (1) entfernt, so daß das Rohr (8a) mit dem angeschrumpften Fitting (16) frei liegt,
    6. f) das Rohr (8a) wird angehoben und mit dem Fitting (16) aus der größeren Öffnung (4) des Magnetfeldkonzentrators (1) herausgezogen.
  19. 19. Einrichtung zum Formen von Metallteilen, insbesondere zum Einschrumpfen von Fittingen in Rohre, mit einem Magnetfeldkonzentrator nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetfeldkonzentrator an einen Impuls-Transformator nach DE 44 23 992 mit in mehrere Gruppen unterteilten Primärwicklungen angeschlossen ist, deren Primärströme auf der Sekundärseite des Impuls-Transformators einen einzigen Strom-Impuls erzeugen.
  20. 20. Einrichtung zum Formen von Metallteilen mit einem Magnetfeldkonzentrator nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der zu verformenden Teile (8, 8a) unrund, zum Beispiel quadratisch, rechteckig oder oval, ist.






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