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Dokumentenidentifikation DE19634308A1 26.02.1998
Titel Wegmeßsystem für Lineareinheiten
Anmelder A. Römheld GmbH & Co KG, 35321 Laubach, DE
Erfinder Becker, Karl-Heinz, 35321 Laubach, DE;
Kröll, Harald, Dipl.-Ing., 35321 Laubach, DE
Vertreter Bischof, H., Dipl.-Ing., 28857 Syke
DE-Anmeldedatum 24.08.1996
DE-Aktenzeichen 19634308
Offenlegungstag 26.02.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.02.1998
IPC-Hauptklasse G01D 5/165
IPC-Nebenklasse G01B 7/02   H01C 10/38   F15B 15/28   F16H 25/20   A61G 7/018   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein Wegmeßsystem für Lineareinheiten, die Hubantriebssystemen zugeordnet sind. Die Hubverstellung erfolgt über Spindelantriebe, deren Lageerfassung in Abhängigkeit von der Spindeldrehung durch die auf der Spindel gleitende Spindelmutter vorgenommen wird. Die Spindelmutter ist hierbei mit einem Schubrohr verbunden. Das Schubrohr gleitet in einem Führungsrohr. An dem Schubrohr ist ein Gleitring angebracht, der eine Kontaktbrücke trägt. Die Kontaktbrücke ist mit zwei oder mehreren Schleifkontakten bestückt, die auf in das Führungsrohr eingelassene Bahnen gleiten. Die Bahnen sind elektrisch leitend, wobei eine Bahn aus einem elektrisch schlecht leitendem Material als Widerstandsbahn ausgebildet ist und die andere aus elektrisch gut leitendem Material besteht. Über die Kontaktbrücke werden ständig Meßwerte abgerufen, so daß der wegabhängige Widerstand der Widerstandsbahn in die Messung eingeht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Wegmeßsystem für Lineareinheiten, die Hubantriebssystemen zugeordnet sind, deren Hubverstellung über Spindelantriebe erfolgt, deren Lageerfassung in Abhängigkeit von der Spindeldrehung durch die auf der Spindel gleitende Spindelmutter erfolgt, wobei die auf der Spindel gleitende Spindelmutter fest mit einem die Spindel umgebenden Schubrohr verbunden ist, das in einem Führungsrohr gleitet.

Lineareinheiten finden ihre Anwendung im Bereich der Höhenverstellung von Geräten. Im industrieellen Bereich sind das Verstellmechanismen von Klappen und Weichen. Im Krankenhausbereich sind das Verstellmechanismen für die Betten mit ihren Kopf- und Fußstützen. Insbesondere bei den Einzelverstellungen eines Krankenbettes ist ein exakter Antrieb gefordert, der jede Schädigung eines Patienten ausschließt. Darüber hinaus sind Krankenhausbetten so gestaltet, daß eine Schnellentriegelung der Antriebssysteme für den Notfall vorgesehen ist. Darüber hinaus besteht die Forderung der Fehlersicherheit, das bedeutet, daß im Fall eines beliebigen ersten Fehlers keine Gefährdung auftreten darf Ferner muß die Erkennbarkeit eines Fehlers für den Benutzer gegeben sein, was durch akustische oder optische Signale geschieht.

Mit Hilfe von Meßsystemen wird in den Hubgeräten die jeweilige Stellung erfaßt. Es ist bekannt, in die Spindel der Verstellantriebe Dauermagnete einzubauen, die bei der Drehung der Spindel einen Magnetschalter zyklisch betätigen und so eine Weginformation liefern. Die Drehrichtung der Spindel ist hierbei der Steuerung vorgegeben. Der Nachteil einer solchen Anordnung ist, daß bei Hubgeräten mit Schnellentriegelung die Entriegelung ohne Stromversorgung erfolgt, so daß die Steuereinrichtung diese Verstellung nicht registriert. Auch ist eine Bestimmung der Drehrichtung mit nur einem Magnetschalter nicht möglich. Die Folge davon sind falsche Bettpositionen, die zu Kollisionen oder anderen Problemen führen.

Es ist Aufgabe der Erfindung die Antriebs- und Schaltelemente auf Fehlersicherheit unabhängig von der Drehrichtung der Spindel zu überwachen und die Lage der Spindelmutter eines jeden Antriebssystemes in jeder Position exakt zu erfassen, auch dann, wenn ein Stromausfall vorliegt oder eine Schnellentriegelung eingeleitet wurde. Diese geschieht mit Hilfe einer Wegmeßeinrichtung. Die Einzelheiten der Erfindung sind in kennzeichnenden Merkmalen der Ansprüche enthalten.

Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß mit vereinfachten Maßnahmen die Lage der Spindelmutter auf der Spindel erhalten wird und erhalten bleibt unabhängig von eintretenden Fehlern oder Stromausfall oder Schnellentriegelungen.

Die Erfindung ist anhand der Zeichnung erläutert.

Fig. 1 zeigt den Spindelantrieb mit dem Wegmeßsystem

Fig. 2 zeigt die Kontaktanordnung der Wegmeßeinheit und

Fig. 3 zeigt die Schaltung der Leiterbahnen.

Der Spindelantrieb mit dem Wegmeßsystem besteht aus einem Führungsrohr 1, in das alle Teile integriert sind. In der Mitte des Führungsrohres 1 ist eine Spindel 3 angeordnet. Auf dieser Spindel 3 gleitet eine Spindelmutter 4. Diese Spindelmutter 4 schließt an ihrem oberen Ende mit einem Ring 5 ab, der fest in einem Schubrohr 2 sitzt. Das Schubrohr 2 ist innerhalb des Führungsrohres 1 geführt, und zwar über die Länge der Spindel 3. Wird die Spindel gedreht, so schiebt sich die Spindelmutter 4 je nach Drehrichtung der Spindel 3 nach oben oder unten. Mit der Spindelmutter 4 wird das Schubrohr 2 ebenfalls auf oder ab bewegt. Am unteren Ende des Schubrohres 2 ist ein ringförmiges Verbindungsteil 6 in das Schubrohr eingelassen und mit diesem fest verbunden, z. B. im Preßsitz. Das Verbindungsteil 6 ist seinerseits mit einen Gleitring 7 verbunden, der innerhalb des Führungsrohres 1 gleitend geführt ist. Dieser Gleitring 7 ist mit ein oder mehreren Aussparungen 14 an seine äußeren Fläche versehen. In dem Führungsrohr 1 sind ein oder mehrere Führungsbahnen 10 in Längsrichtung eingelassen. Die Führungsbahnen 10 und die Aussparungen 14 sind sich gegenüberliegend angeordnet. Zwischen der jeweiligen Aussparung 14 und der zugehörigen Führungsbahn 10 sind Kugeln 9 eingefügt. Diese Kugeln 9 gleiten während des Bewegungsablaufes der Spindelmutter 4 in den Führungsbahnen 10 und werden in der dem Kugeldurchmesser angepaßten Aussparung 14 gehalten. Damit wird erreicht, daß der Gleitring 7 zusammen mit der Kontaktbrücke 13 verdrehsicher geführt ist. Diese Drehsicherung ist ein wichtiger Bestandteil für das Wegmeßsystem. Der Gleitring 7 ist am Schubrohr 2 verdrehbar befestigt.

Das Wegmeßsystem besteht aus mindestens einer elektrischen Widerstandsbahn 11 und mindestens einer elektrischen Leiterbahn 12. Die Bahnen 11 und 12 sind in dem Führungsrohr 1 integriert und an der Innenwandung längs geführt. Diese beiden Bannen 11 und 12 werden durch eine Kontaktbrücke 13 überbrückt. Die Kontaktbrücke 13 befindet sich im Gleitring 7, wie Fig. 2 zeigt. Die Kontaktbrücke 13 ist mit Schleifkontakten 8 bestückt, die auf den Bahnen 11 und 12 gleiten. An die Bahnen 11 und 12 sind elektrische Zuleitungen geführt, die diese Bahnen mit den Überwachungsgeräten verbinden. Die Kontaktbrücke 13 stellt eine Verbindung zwischen der Widerstandsbahn 11 und der Gleitbahn 12 her. Damit ist über diese Kontaktbrücke eine elektrische Größe abgreifbar, die sich aus dem Widerstand der Widerstandsbahn 11 ergibt. Je nachdem, wieviel Widerstand in die elektrische Messung einfließt ergibt sich ein Wert, der exakt dem zurückgelegten Weg der Spindelmutter entspricht. Dieses ist eine Folge des Bewegungsablaufes, in dem durch die Drehung der Spindel 3 die Spindelmutter 4 bewegt wird zusammen mit dem Schubrohr 2, womit die im Gleitring 7 integrierten Schleifkontakte 8 über die Bahnen 11 und 12 gleiten.

Damit ist diese Wegmessung eine exakte Bestimmung der Lage der Spindelmutter auf der Spindel. Diese Lageerfassung ist unabhängig von gewollten oder ungewollten Eingriffen in die Steuerung. So ist es erstmals möglich auch bei Stromausfall die Stellung der angeschlossen Geräte, wie Kopf- und Fußstützen am Bett zu speichern und bei Stromrückkehr allen angeschlossenen Arbeitsgerätschaften verfügbar zu machen. Auch bei Betätigung der Schnellentriegelung wird die neue Einstellung mitgeführt, da bei jeder Verstellung durch Schnellentriegelung immer die Schleifkontakte auf den Bahnen 11 und 12 mitgenommen werden und damit der neue Wert sofort allen Überwachungssystemen zur Verfügung steht.


Anspruch[de]
  1. 1. Wegmeßsystem für Lineareinheiten, die Hubantriebssystemen zugeordnet sind, deren Hubverstellung über Spindelantriebe erfolgt, deren Lageerfassung in Abhängigkeit von der Spindeldrehung durch die auf der Spindel gleitende Spindelmutter vorgenommen wird, wobei die auf der Spindel gleitende Spindelmutter direkt oder über eine ausrückbare Kupplung mit einem die Spindel umgebenden Schubrohr verbunden ist, das in einem Führungsrohr gleitet, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Schubrohr (2) ein Gleitring (7) angebracht ist, der eine mit zwei oder mehreren Schleifkontakten (8) bestückte Kontaktbrücke trägt und daß die Schleifkontakte (8) auf zwei parallel in dem Führungsrohr (1) in Längsrichtung eingelassenen Bahnen (11 und 12) gleitend geführt sind, die aus einem elektrisch schlecht leitendem Material als Widerstandsbahn (11) und aus einem elektrisch gut leitendem Material als Leiterbahn (12) ausgebildet sind und über die Kontaktbrücke (13) ständig der Meßwert zwischen beiden Bahnen (11 und 12) abgegriffen wird, so daß der wegabhängige Widerstand der Widerstandsbahn (11) in die Messung eingeht.
  2. 2. Wegmeßsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Drehsicherung der Kontaktbrücke (13) in dem Führungsrohr (1) in Längsrichtung Führungsbahnen (10) eingelassen sind und in dem Gleitring (7) Aussparungen (14), die den Führungsbahnen (10) gegenüberliegen, eingebracht sind und daß zwischen den Führungsbahnen (10) und den Aussparungen (14) Kugeln (9) eingefügt sind, die in den Führungsbahnen gleiten.






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