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Dokumentenidentifikation DE19640078A1 02.04.1998
Titel Gehäuseteil
Anmelder Mannesmann VDO AG, 60388 Frankfurt, DE
Erfinder Friepes, Gerhard, 61231 Bad Nauheim, DE;
Brestel, Volker, 65207 Wiesbaden, DE
Vertreter Klein, T., Dipl.-Ing. (FH), 65824 Schwalbach
DE-Anmeldedatum 28.09.1996
DE-Aktenzeichen 19640078
Offenlegungstag 02.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.04.1998
IPC-Hauptklasse B60R 11/06
Zusammenfassung Ein Gehäuseteil (1) einer Einrichtung eines Kraftfahrzeuges hat eine Halterung (8) zur Aufnahme eines zum Auswechseln von in der Einrichtung angeordneten Bauteilen (3) vorgesehenen Werkzeuges (5). Das Werkzeug (5) ist einteilig mit dem Gehäuseteil (1) gefertigt und mit diesem über als Sollbruchstellen ausgebildete Stege (6, 7) verbunden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gehäuseteil einer zur Befestigung in einem Kraftfahrzeug vorgesehenen Einrichtung, welche ein mittels eines Werkzeugs auswechselbares Bauteil enthält.

Solche Gehäuseteile von insbesondere elektrischen Einrichtungen, wie beispielsweise von einem Kombinationsinstrument oder einem Sicherungskasten, sind aus der Praxis bekannt. In dem Kombinationsinstrument befinden sich im allgemeinen auswechselbare Bauteile wie Kontrollampen oder zur Beleuchtung vorgesehene Glühlampen, welche wie Sicherungen in dem Sicherungskasten dauerhaft und lösbar befestigt werden müssen. Diese Bauteile lassen sich meist nur mit einem speziell für das jeweilige Bauteil vorgesehenen Werkzeug montieren und demontieren. Bei den bekannten Kraftfahrzeugen werden diese Werkzeuge in der Regel als Bordwerkzeug mitgeliefert.

Nachteilig ist hierbei, daß dieses Bordwerkzeug teilweise unvollständig und bei der Arbeit an der Einrichtung nicht griffbereit ist. Weiterhin gehen Werkzeuge, insbesondere solche, die sehr klein sind oder selten gebraucht werden, häufig verloren.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Gehäuseteil einer Einrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß sich das Werkzeug stets in der Nähe des auswechselbaren Bauteils befindet.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gehäuseteil eine Halterung zur lösbaren Aufnahme des Werkzeuges aufweist.

Hierdurch ist das Werkzeug in der Halterung des Gehäuseteils der Einrichtung, in der sich das auswechselbare Bauteil befindet, befestigt. Das Werkzeug muß daher nicht wie bei dem bekannten Gehäuseteil dem Bordwerkzeug entnommen werden. Nach Gebrauch wird das Werkzeug wieder in der Hälterung befestigt. Das Werkzeug hat damit seinen vorgesehenen Platz an der Einrichtung in der Nähe des auszuwechselnden Bauteils und ist stets griffbereit. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß mit einem Blick auf das Gehäuse überprüft werden kann, ob das Werkzeug vollständig ist.

Das Werkzeug ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung schnell in der Halterung zu befestigen und läßt sich leicht aus dieser entnehmen, wenn das Werkzeug insbesondere kraft- oder formschlüssig in der Halterung befestigt ist.

Die Halterung erfordert gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einen besonders geringen baulichen Aufwand, wenn sie einen das Werkzeug umgreifenden Bügel aufweist, welcher mit Abstand zu einer Rampe angeordnet ist, und wenn das Werkzeug von der Rampe gegen den Bügel gespannt ist. Hierdurch ist das Werkzeug besonders sicher befestigt und kann nicht durch Vibrationen oder Erschütterungen des Kraftfahrzeuges verlorengehen.

Das Werkzeug ist gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders kostengünstig zu fertigen, wenn das Gehäuseteil zusammen mit dem Werkzeug einteilig gefertigt und mit diesem über als Sollbruchstellen ausgebildete Stege verbunden ist. Das Werkzeug kann beispielsweise bis zum erstmaligen Gebrauch an dem Gehäuseteil befestigt sein. Zum erstmaligen Gebrauch wird das Werkzeug aus dem Gehäuseteil heraus gebrochen und anschließend in der Halterung befestigt.

Zur weiteren Reduzierung der Kosten für die Herstellung trägt es bei, wenn das Gehäuseteil zusammen mit dem Werkzeug gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung aus Kunststoff im Spritzgießverfahren gefertigt ist.

Bei einem Ersatzbauteil stellt sich dasselbe Problem wie bei dem Werkzeug. In der Regel befindet sich im Kraftfahrzeug ein Behälter mit mehreren Kontrolleuchten, Glühbirnen oder Sicherungen. Diese Bauteile können häufig den Einrichtungen nicht zugeordnet werden oder gehen wie ein selten gebrauchtes Werkzeug verloren. Man könnte daran denken, in dem Gehäuseteil weitere Halterungen für Ersatzbauteile einzuarbeiten. Dies erhöht jedoch den Aufwand für die Fertigung des Gehäuseteils. Das Ersatzbauteil läßt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung einfach in der Einrichtung befestigen, wenn das Werkzeug zur Aufnahme des auszuwechselnden Bauteils ausgebildet ist.

Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.

Diese zeigt in

Fig. 1 einen Teilbereich eines erfindungsgemäßen Gehäuseteils mit einer Halterung und einem Werkzeug,

Fig. 2 einen Schnitt durch die Halterung entlang der Linie II-II aus Fig. 1,

Fig. 3 einen Schnitt durch das Werkzeug entlang der Linie III-III aus Fig. 1.

Die Fig. 1 zeigt ein als Bodengruppe für ein Kombinationsinstrument eines Kraftfahrzeuges ausgebildetes Gehäuseteil 1. Das Gehäuseteil 1 hat mehrere Öffnungen 2 für Kontrollampen 3 und eine Steckerleiste 4 zum Anschluß des Kombinationsinstrumentes. Das Gehäuseteil 1 ist einteilig mit einem zum Montieren der Kontrollampen 3 vorgesehenen Werkzeug 5 gefertigt und mit diesem über als Sollbruchstellen ausgebildete Stege 6, 7 verbunden. Weiterhin hat das Gehäuseteil 1 eine zur lösbaren Aufnahme des Werkzeugs 5 vorgesehene Halterung 8.

Zum Auswechseln der Kontrollampen 3 wird das Werkzeug 5 bei der erstmaligen Benutzung aus dem Gehäuseteil 1 herausgebrochen. Hierbei brechen die Stege 6, 7. Anschließend läßt sich das Werkzeug 5 in der Halterung 8 befestigen und aus dieser beliebig oft wieder entnehmen.

Der Aufbau der Halterung 8 ist in Fig. 2 in einer Schnittdarstellung entlang der Linie II-II aus Fig. 1 dargestellt. Die Halterung 8 hat einen Bügel 9 und mit Abstand dazu eine Rampe 10. Hierdurch wird das Werkzeug 5 kraftschlüssig in der Halterung 8 gehalten und läßt sich einfach wieder aus dieser entnehmen. Zur Verdeutlichung ist das Werkzeug 5 strichpunktiert eingezeichnet.

Die Fig. 3 zeigt das Werkzeug 5 mit angrenzenden Bereichen des Gehäuseteils 1 in einer Schnittdarstellung entlang der Linie III-III aus Fig. 1. Bei dem Werkzeug 5 handelt es sich um ein Steckschlüssel mit einem Innensechskant 11. Der Innensechskant 11 dient hier zur Aufnahme einer Ersatzlampe 12. Die Ersatzlampe 12 wird von dem Werkzeug 5 kraftschlüssig gehalten.


Anspruch[de]
  1. 1. Gehäuseteil einer zur Befestigung in einem Kraftfahrzeug vorgesehenen Einrichtung, welche ein mittels eines Werkzeugs auswechselbares Bauteil enthält, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Halterung (8) zur lösbaren Aufnahme des Werkzeuges (5) aufweist.
  2. 2. Gehäuseteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (5) in der Halterung (8) befestigt ist.
  3. 3. Gehäuseteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (8) einen das Werkzeug (5) umgreifenden Bügel (9) aufweist, welcher mit Abstand zu einer Rampe (10) angeordnet ist, und daß das Werkzeug (5) von der Rampe (10) gegen den Bügel (9) gespannt ist.
  4. 4. Gehäuseteil nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es zusammen mit dem Werkzeug (5) einteilig gefertigt und mit diesem über als Sollbruchstellen ausgebildete Stege (6, 7) verbunden ist.
  5. 5. Gehäuseteil nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es zusammen mit dem Werkzeug (5) aus Kunststoff im Spritzgießverfahren gefertigt ist.
  6. 6. Gehäuseteil nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (5) zur Aufnahme des auszuwechselnden Bauteils (Ersatzlampe 12) ausgebildet ist.






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