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Dokumentenidentifikation DE19624678C2 30.04.1998
Titel Vorrichtung zum Aufbringen von Postgut auf ein Transportband
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Raschke, Josef, 85652 Pliening, DE;
Schuster, Rudolf, 85551 Kirchheim, DE
DE-Anmeldedatum 20.06.1996
DE-Aktenzeichen 19624678
Offenlegungstag 08.01.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.04.1998
IPC-Hauptklasse B65G 47/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufbringen von Postgut auf ein Transportband, wobei die Vorrichtung mit einem schräg über dem Transportband angeordneten Eingabeband versehen ist und wobei die Vorrichtung einen Auflegeplatz aufweist, an dem einzelne Stücke des Postguts manuell in die Vorrichtung einlegbar sind.

Eine derartige Vorrichtung ist von der Firma Jonge-Poering, Niederlande in Verkehr gebracht. Sie ist mit zwei getrennt angetriebenen Teilbändern versehen, die unabhängig voneinander betreibbar sind. Ein erstes Auflegeband ist waagerecht angeordnet und wird intermittierend betrieben, so daß das Postgut z. B. in Form von Großbriefen im Stillstand aufgelegt werden kann. Ein zweites Eingabeband verläuft vom ersten Band schräg nach unten zum Transportband. Es weist einen Anschlag auf, der das Postgut solange zurückhält, bis auf dem Transportband ein freier Platz erscheint. Daraufhin wird das Eingabeband auf eine Geschwindigkeit beschleunigt, die der Geschwindigkeit des Transportbandes angeglichen ist, so daß das Postgut leicht übergeben werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Aufbau der Vorrichtung zu vereinfachen.

Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst.

Zwar ist das Eingabeband verlängert, jedoch entfällt das Auflageband mit seinem separaten Antrieb. Dadurch wird der Aufbau der Vorrichtung erheblich vereinfacht, so daß diese entsprechend kostengünstiger hergestellt werden kann. Die Auflagefläche ist nun schräg geneigt. Dies entspricht jedoch der Greifstellung eines mit der rechten Hand gehaltenen flachen Gegenstandes, der nun von der linken Bandseite aus in ergonomisch günstiger Weise aufgelegt werden kann.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das Eingabeband mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten betreibbar. Die höhere Geschwindigkeitsstufe entspricht dabei der Geschwindigkeit des Transportbandes. Sie ist impulsartig auf einen kurzen Zeitraum beschränkt. Im übrigen wird das Band entweder angehalten oder mit niedriger Geschwindigkeit betrieben, in der das Auflegen des Postgutes mit hinreichender Zielgenauigkeit ohne weiteres möglich ist. Ein Bandstillstand ist stets dann erforderlich, wenn das Postgut den vorderen Anschlag erreicht hat und auf einen freien Platz des Transportbandes warten muß. Die getakteten Bewegungen ermöglichen es der Bedienperson das Auflegen während einer hohen Geschwindigkeitsphase zu vermeiden.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Die dargestellte Figur zeigt in einer schematisierten Seitenansicht eine Vorrichtung zum Aufbringen von Postgut 1 z. B. in Form von Großbriefen auf ein Transportband 2, das mit Fächern 3 zur Aufnahme des Postgutes 1 versehen ist. Das Transportband 2 dient z. B. dazu, das Postgut zu einer Sortieranlage zu führen. Die Vorrichtung ist mit einem Gehäuse 4 versehen, das oberhalb des Transportbandes 2 angeordnet ist und ein in der Transportrichtung schräg zum Transportband 2 hin abfallendes Eingabeband 5 aufweist, das mittels eines Motors 6 und eines Zahnriemens 7 angetrieben wird. Das Eingabeband 5 ist von seinem unteren Ende aus bis hin zu einem Auflegeplatz 8 geradlinig verlängert, bei dem das Eingabeband 5 von außen frei zugänglich ist.

Am unteren Ende des Eingabebandes 5 ist ein optischer Sensor 9 für das Postgut 1 vorgesehen. Dieser löst durch Anhalten des Motors 6 einen Bandstopp aus, wenn für das vom Auflegeplatz 8 ankommende Postgut 1 noch kein freies Fach 3 auf dem Transportband 2 vorhanden ist. Wenn auf dem Transportband 2 ein freies Fach 3 erscheint, wird das Eingabeband 5 auf eine, dem Transportband 3 entsprechende Geschwindigkeit beschleunigt, wobei Andruckrollen 10 eine sichere Haftung des Postgutes 1 auf dem Eingabeband 5 ermöglichen.

Nach dem Auflegen des Postgutes 1 auf das Transportband 2 wird die Geschwindigkeit des Eingabebandes 5 erheblich reduziert, so daß ein neu aufgelegtes Postgut 1 bis zum Sensor 9 transportiert werden kann, worauf das Eingabeband erneut gestoppt wird. Das neue Postgut 1 kann besonders vorteilhaft beim langsam laufenden Eingabeband 5 aufgelegt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Aufbringen von Postgut (1) auf ein Transportband (2),

    wobei die Vorrichtung mit einem schräg über dem Transportband (2) angeordneten Eingabeband (5) versehen ist und

    wobei die Vorrichtung einen Auflegeplatz (8) aufweist, an dem einzelne Stücke des Postgutes (1) manuell in die Vorrichtung einlegbar sind,

    dadurch gekennzeichnet, daß das Eingabeband (5) bis hin zum Auflegeplatz (8) verlängert ist und daß das Postgut (1) unmittelbar auf das Eingabeband (5) auflegbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingabeband (5) mit zwei verschiedenen Geschwindigkeiten betreibbar ist.






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